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(6i» schwerer Unglücksfall) ereignete sich auf de« Forsthaufe i» Reetz in der Mark Brandenburg. Einige Hene» schossen nach der Scheibe, und e uem 70jährigen Manne, der sonst dir Kühe des Försters zu hüten hat, lag ob, die Schüsse a»z«zetze». MS der alte Mau» »ach eine« vo« Förster H. abgegebenen Schüsse nicht zum Vorschein kam und auch wiederholtes Rufe» vergeblich blieb, eilten die Schutze» »ach der Scheibe und fanden hier den Mann »it »urchschoffene« Halse tobt auf. Ob eine Verschuldung de» letzte» Schützen vorltegt oder eigene U>- »orsichtigkeit de« »reise den Tod gebracht hat, «uß
die Untersuchung ergebe».
(Ein wackrer Feuerwächter.) Seit einiger Zeit ist in dem D»rfe Lukawetz bei Brüin »ach ede« stattgefundene» Tanzvergnüge» F uer ausge- brochen, ohee daß man sich diese auffallende Thal ach - erkläre» konnte. A« letzte» Freitag, an wrlchem Tage die Beteranen ein Fest abhielte», braute er, nnd es gelang, endlich den Brandstifter zu entdecke». E» ist ein Feuerwehr««»», welcher die Wache hatte und das Feuer jede,«al selbst anlegte, um die Brandprämie zu erhallen.
wegen Leichenschändung zu 10, im Jahre 1889 zu 2 Jahren »efängniß verurtheilt. In dem ersteren Falle hatte er mit vieler Müh: die Leiche au» dem Grabe geschafft, mit nach Hause genommen und in seinem Schlafgemache aufbewahrt! Der spätere Frll betraf eine Kindesleiche, die er ausgegraben hatte Ein Stück von der Leiche hatte er heraurgeschmtten und, wie e» scheint, au» Aberglauben al« Heilmittel auf seinen schmerzhaften L-istenbruch gelegt. Ec war aber davon überzeugt, daß diese» ungewöhnliche Pflaster seine Schmerzen sehr gelindert habe.
(Eiu eigeuartiger Strafbefrhl.) 3* Dassow in Mecklenburg ist nach de» ,L. *.**, eine Arbeiterfrau vo« .Ritterschaftlicheu Polizeiawt' zu ei»er Geldstrafe vo» 2 Mk eveutl. Hast von ei»em Tage u»d zur Traguug der Gebühre» »*b Auslage» vo» 1 50 Mk. verurtheilt worde», weil fir bei der Beisetzung ihre» verstorbene» Kinde» am offene» Grabe eine» GesangbnchvrrS gesprochen hat. Die a me Fra«, deren Mann seit mehrere» Jahren ar. beitsaufähig ist, so wird »och berichtet, hatte »ach ihren Angaben den OrtSgeistliche» ersucht zur Theil „hme am »tgräbniß und dieser hatte auch gesagt, er wolle sehe», ob er ko««en könne. Ec war aber nicht erschienen und um »u» .ihr Kind »icht wie eine« Hun» verscharre» zu lass,«', hatte die Frau i« Beisein mehrerer Nachbarleute einen Gesangbuch verk gesprochen. Hierauf wurde die Frau zur ob« erwähnte» Strafe auf Grund der Verortuung vo« 25 November 1851 betr die Grabrede» der Nicht-
geistlichen v rurtheitt.
(In der Angelegenheit der verhaftete» Anarchisten) KrebS und TöbS in Berlin haben bereits wiederholt vor dem Untersuchung,lichter lange Verhöre stattgefnude». Auch der Teuzmeister 6., zu welchem die Kellnerin Paula Flügel die Aeußeru-g über et» Attentat gemacht haben soll, wurde al» Zeuge geladen. Wie e» heißt, soll die Flügel ihre früher gemachten Aeußer»»gen nicht austecht erhalten körnen. Sie beschuldigt jetzt TöbS nur «och der schweren Kuppelei. , , v
(Ei»e Fata Morgan«) ist kürzlich in de« schweizerisch-» Dorfe Eirstedeln beobachtet worden Gegen 8 Uhr AbendS sta»d am Horizort über de» Wälderzüge» de» hohe» Etzel eine zauberhefte, farbenprächtige Laftspiegelvug. Klar und deutlich schwam« int bietet e» Wolkengraa der durchglä»zte, schwefelgelbe Zürichs«. Deutlich sah man s-ine «e g e»m«g u»d in duftige« Rosa erglänzt « seine
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(Sin Leichen schändet.) In Mettmann herrschte im vorigen November große Aufregung darüber, daß Nacht» von unbekannter Hand auf dem Friedhof ftische Gräber geöffnet, die Särge zerstört, die Leichen blosgelegt und ibrer Kleider beraubt worden waren. Erst nach längerer Zeit ermittelte man den Thäter in der Person de» 74- jährigen ASerknecht» A. Sander, dessen Koffer m der Herberge durch seinen Mo^er- und Leichendust so ausgefallen war, daß man eine polizeiliche Er- Öffnung vornahm. Dabei fanden stch in buntem Durcheinander Aepfel, Zangen, Schraubenschlüssel, Sargrosetten unb die Todtenbekleidung der beraubten Leichen. S. gab einmal an, er habe die verbrechen allein begangen, dann nannte er allerlei Mitthäter, doch erwie« stch die letztere Angabe al« Erfindung. Vor der Strafkammer in Elberfeld, die ihn dieser Tage zu 4 Jahren Zuchthaus vermtheilte, erklärte er, er habe die ganze Nacht dazu gebraucht, um die Erde bis auf den Sarg mit den Händen abzukratzen. S. wurde als ein Mensch geschilvert, der mit Vorliebe Grab- und Leichengeschichten erzählt. Mehr noch wird seine entartete Geschmacksrichtung durch Folgendes beleuchtet: Er wurde im Jabre 1873
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Borde, »ährend die J»sel« Ufe»«» u»d Lütz-lau in graugrüne» Farbe» stch abhobeu. Sogar die Schiff- lei» waren gut z» erkenne». Eine Viertelstunde ungesähr blieb da» «ärche,hafte Bild unbeweglich a« Hi«mel stehe», dann löschte die Sonne das Bild au».
(O glücklich Land ...) Kein Weib in Japan darf au» eigene« Willen ui»eiheirathet bleibe». Der Mikado hat erst kürzlich verordnet, daß für jede» Weib, d«r »ach einem gewisse» Alter »och «icht verheirathet ist, von Gesetze» »egen ei» Gatte, den es annehme» muß, au»gewählt werde. Wern nur jetzt »icht zuviel deutsche Junzftauen japanische Nationalität erwerben «ollen.
(Prompte Entscheidung.) ,We»n wir ver- heirathet sein »erde», Karl, »ttst Du da» «suchen aufgrbe», nicht wahr?" ,3« wohl, mein Schatz 1* ,Anch da» WirihShanSgehenund Trinken?' »Gewiß I* »Hast Du »och irgend welche Idee, welche Du mir sage« wirst, was Du aus eigene« Antriebe »och aufgeben würdest.' ,3«, «et» liebes »iud ' »Nun und da» wäre?' »Ich gebe die Idee auf, Dich zu hrirathen V
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