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das Alle beherrschte, die de« Akte beigewohnt hatten. Unter eifigem Schweigen hatte das Haus einen Para graphen nach dem ander» in die Versenkung gleite» taffe«, und als der letzte darin verschwunden war, «folgte ei» Ausbruch des Beifalls. Der Vorschlag Abg. Richter, »ach der Ablehnung deS § 112 rin summarisches Verfahren einzuleiten, fand auch bei Konservativen sympathisches Echo.
So tief eS zu beklage» ist, daß ei» so grober parat nutzlos aufgebote», so viel guter Wille er- lgloS aufgewendet ist, ebenso zwingend ist das geständniß, daß bei der Btelköpfigkeit der »«> chauunge» und Sonderwünsche ein gedeihliches Arbeiten
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.unausbleiblichen" Rücktritt des Ministers v. Köller und eventuell auch des Reichskanzlers, welch letzterem wohl hauptsächlich nur der Vorwurf zu machen sei, „daß er eise Aufgabe übernommen hat, über deren Schwiertgkesten und Befahre» er fich von vornherein klar sei» mußte, und daß er im weitere» Verlauf der Di»ge Leute, wie Herr» v. Köller die Zügel schieße» ließ, vo» deren Anschauungen er, so wenig er mit dem Liberalismus gemein hat, doch ziemlich west entfernt steht."
Dasselbe Blatt fährt dan» fort: „Was die Re- gieruug nunmehr zunächst thu» wird, bleibt abz» warten; das Wahrscheinlichste ist — wenn eS in dieser Zeit der Uuwahrscheiulichkeite» überhaupt erlaubt ist, von Wahrscheinliche« zu reden — daß fie vorerst gar nicht» ihn« wird. Die gegenwärtige Reichstagssesfion dürfte nunmehr schnell ihrem Ende Mil«, den» viel Lust zu« Weiterarbeite» dürste» vielleicht nicht einmal die Agrarier unter de» jetzigen Umstände» verspüre». Nicht Sorge, sonder» Genug' thuung, ernste, stolze, patriotische Genugthuung (!) ist das Gefühl, daS heute allein die Herze» aller wahre» Patrioten erfülle» soll, wie der Soldat »ach errungenem Siege der Kämpfe und Gefahre» nicht denkt, die die Zukunft »och birgt. Das deutsche Volk hat ein gutes Recht, fich des errungenen Sieges zu erfreue». Es hat fich wacker geschlagen um seine heiligste» Güter und mit einer Wucht, die vielleicht sogar den Leute» mtt v. Köller'sche« leichte» Sinn und Herze» zu denken gebe» wird, seine Feinde znrückgewiese», die fich vermaßen, das deutsche Volk als einen Haufen Unmündiger zu behandeln just zu der Zeit, da die Erinnrrung a» die gewaltigen Opfer, die vor einem Vierteljahrhundert für die Einheit Deutschlands ge bracht werden mußte», lebendig wieder alle Herzen durchzittert. Wahrlich, keine schönere und würdigere Jubiläumsfeier der blutigen Tage des Jahres 1870 hätte fich das deutsche Volk erfinnen können, als die Abwehr des Knebelgesetzes." DaS klingt wahrlich sehr demokratisch, aber berückfichtigt mag fein, raß aufgeschoben nicht anfgehoben ist. Möge alles Folgende, wa» zum Wohle unseres Volkes unter xomm-.n wird, vo» Erfolg gekrönt fetal
Paul Patoff.
Erzähl»»» in 9 Bänden vo» F. Marton Crawford.
(Nachdruck verbot«») (FortsetzuuKi)
»Wie können Sie, ein Giaur, es wagen, zu mir Reue zu sprechen?" sagte Saldi in höhnischem Sone »Während Sie die Wimper von meinem e zu heben suchen, sehen Sie nicht dm Salten, velcher in dem Ihrigen ist."
.Trotz alledem — wenn Sie nicht bereuen, wird ute Medizin Sie nicht heilen", antwortete »regorius gelaffm.
Was soll ich beraten? Kennen Sie meine ?'
.Daß ich fie nicht kenne und nicht zu ergrünbm ag, hebt die Rothwendigkeit Ihrer Rme nicht . Die Zett ist kurz. Wmn Ihr Herz nicht ist, werden Sie bald in eine größere Pein ver.
n, al» diejenige war, aus welcher ich Sie vor- befteite."
Marburg,
Dienstag, 14 Mai 1895.
trotzdem sie das frühere Leiden nach so kurzer Pause zurückkehren fehlte, ihre Schmerzen zu ver- bergm; im Innern sagte fie sich jedoch, der Giaur habe Recht und es sei die Anwesmheit des Teufels in ihrem Herzen, welche die Medizin nicht zu ihrer vollen Wirkung kommen ließ. Während fie schweigend weiterrauchte, sah Balsamides, daß ihre Schmerzen weiter überwältigen und, wie schwer sie kämpfte, ihre Gefichtszüge zu beherrschm. Er that, als be» merke er die Veränderung nicht und wartete philosophisch auf das unausbleibliche Resultat. Endlich konnte es die unglückliche Frau nicht mehr ertragen, die Pfeife entfiel ihrer zitternden Hand und der Schweiß trat wieder auf ihre Stirn.
„Ich möchte wissen, ob in Ihren Worten eine Wahrheit liegt", rief sie mit gebrochener Stimme und im Widerstande gegen da» Geständniß, zu welchem fie fich nicht entschließen konnte.
„Er ist nutzlos, es zu leugnen", antwortete Balsamides. „Die Khanum Effendi fühlt es foeben an fich selbst."
„Das ist nicht der Fall, ich fühle mich ganz wohl stieß fie zwischm den Zähnen hervor. Doch unfähig die entsetzliche Todesangst und die nagenbe Pein in ihrer Brust zu verbergm, stieß fie plötzlich einen gellenden Schrei au».
,,E» ist so", sagte Balsamides, fie kalt an» blickend und fich nicht auf seinem Platze rührend, wührmd er die Rauchwolken in die Lust blie». «Meine Medizin hat feinen Nutzen, wenn die Seele schwarz und durch eine dunkle That belastet ist."
„Wo ist die Medizin rief die elende Fra», fich krümmmd und windend. „Wo ist fie? Geben Sie fie mir her — oder ich muß sterbeul"
Deutsches Reich.
* Berlin, 12. Mai. (Tagesbericht.) Unser Kaiser bestchiigte gestern auf dem Tempelhofer Felde das Kaiser Franz Regiment u»d begab sich sodann zur Pürsche nach Hohenfinow, vo» wo Abends die Rückkehr »ach dem Neuen Palai» erfolgte. Heute »ohiten die Majestät« dem Gottesdienst in der
Die „Krzztg." spricht fich folgendermaße» über den Fall ans: „Scho» a« Schlüsse de8 erste» Ver Handlungstages mußte das jetzt vorliegende Schluß- ergebniß, wie wir gleich bemerkt haben, vorauSgesehen werden. Dem Ceutrnm, das fich bei jeder Gelegenheit voll außerordentlichen Selbstgefühls als ausschlaggebende Partei bezeichnet, war eben nur mit der Fassung gedient, die in der engeren Berathung beschlösse» worden ist, weil eben nur diese zu seine» parteipolitischen Sonderzwccken paßt. Wie wenig eS ihm um die Bekämpfung de» Umstürze» an fich zu ihvn ist, hat der Eifer gezeigt, mit dem eS alle, de» Widerstand gegen die Staatsgewalt erschwerenden Bestimmungen der Vorlage zu Fall zu brtagen suchte. Wenn ihm dos, baut der so wenig entschlossenen Haltung der RegierungSveitceter, feixe: Zeit gelinge« konnte, so habe» die Konservative» seine Kreise sestdem doch e»pfi,dlich gestört. Mit de« Aerger darüber hängt eS jedenfalls zusammen, daß der Abg. Gröber am 10. d M. eine mit ganz Uüvöthige» Schärfe» gesp-ckte „Dounerrede" hielt, die fich zwar scheinbar gegen die Minister v. Köller und Schönstedt richtete, in Wahrheit aber die Konserva tivm treffe» sollte, was diese bei ihrer bekannte» Stellung zur Vorlage aber herzlich wenig rührt.... Im Uebrige» hat Herr Gröber in unerlaubter Weise übertriebe-, al» er, i« Hiublick auf die Rede» der Minister, vo« „Schweineglück' der Sozialdemokraten sprach. AIS richtiger „Landsmann" hätte er eigentlich „Sauglück" sage» müssen. Diese Reden haben an der Lage nicht das Mindeste geändert, de» Sozial dewokraten nicht einen Zollbreit Boden «ehr verschafft, als fie schon b-sttzeu, da» muß jeder Unbefangene sehe». Bei der im Hause herrschende» Stimmung konnte auf eine gewisse Wirkung immer hi» gerechnet werde», und daß diese nicht ganz ausgebliebe« ist, läßt fich aus der Sprache der linksliberalen Presse allerdings entnehmen, die za den Worten Gröber'-; änßerst freundlich nickt. Wenn Letzterer seine Rede mit der Bemerkung schloß, daß da» Centrnm die Verantwortung für das Scheiter» der Vorlage ab lehne» müsse, so gehört das auch zu de« „billigen Kram", de» er n»8 vorznlegen wußte. So etwa» ist sehr leicht gesagt; „das kau» Jeder". Der Sache nach bleibt es doch dabei, daß dem Eentrum die Hauptschuld zufällt, wen» wieder einmal nicht» ge schicht, und »ach einem mehr al» sechsmonatlichen wüthende» Kampfe der Meinungen un» nur eine große Null entgegengrinst."
Mit Frohlocken constatirt die Freist» nige Presse die Ablehnung der Vorlage. Die „Franks. Ztg." wirft fich stolz in die Brust und prophezeit den
nnnchmut tätlich ex»ir in -w«ttas« »ach Saun» «ud JHintaa«. — Q»irtil-XbOun«l«ut»-P»i» bei der Lxpr- titien L Mk., b«i all« P»stä«r«ru 2 «L zz Psz. («kl. Biß«ll,»ld). J»s«iti»u»i«bShr für bit ,«spalt«« Zell, »Ntt deren Hmt 10 $fg„ Stüimta für b1' Sfg.
„Ich kann Ihnen nicht helfen, wenn Sie nicht Ihre Sünden beichten", antwortete Balsamides gleichgültig.
„Im Namen Allah's l Ich will Alles gestehen, selbst Ihnen, einem Ungläubigen, wenn Sie mir nur die Ruhe wiedergeben", rief Loleli. Nachdem momentanen Stillstand erschien der Schmerz größer als vorher
„Wmn Sie das thun wollen, will ich es noch einmal versuchen und Sie teilen, antwortete Balsamides, das Kästchen aus seiner Tasche ziehend. Et hatte einen solchen Vortheil von der Vereinigung de» Aberglaubens und des entsetzlichen Leidens der allen Frau kaum erwartet, doch in seiner gewöhnlichen kalten Weise mtschloß er fich, denselben bis aufs Aeußerste auszubeuten Saldi sah ihn die Spritze aus dem Käfig nehmen, und ihre Augen glänztm in der Hoffnung auf abermalige Erleichterung.
„Sprechen Sie," sagte Balsamides, „gestehen Sie Ihre Sünden und Sie sollen für immer Ruhe haben."
„Was soll ich beichten?" fragte die alte Frau das kleine Instrument in feinen Fingern be- obachtend.
„Dies", antwortete Balsamides, seine Stimme dämpfend. „Sie müssen mir sagen, was aus einem russischen Effendi geworden ist, dessen Name Alexander lautete, und welchen Sie in einer Nacht der letzten Woche bei Ramazan" —
Wiederum schrie Laleli laut auf und krümmte sich mehr benn je. „Die Medizin!" flüsterte fie kaum hörbar. „Schnell — ich kann nicht sprechen — ich sterbe vor Schmerzen." Der Schweiß lief
„Das werden wir fehm", entgegnete die Khanum, Gesicht zu einem ungläubigen Lächeln ver- Ätzend „Ich fühle mich vollkommen wohl. Ich »in genefen."
Jedoch kaum hatte fie ausgesprochen und eine dicke Wolle des aromatischen Tabak« in die Luft gblafen, als das Lächeln zu fchwindm begann. Balsamides beobachtete fie aufmerksam und sah den ftüherm Ausdruck de» Schmerze« auf ihr Gestcht Vrückkehren.
tb liess s Balsamide« hatte ben Rückfall nicht so bald er- Wartet, jedoch in der Furcht, möglicherweise den Tod Arbeizuführm, hatte er nur eine sehr kleine Dost« Pa Morphium angewendet. Saldi bemühte fich tapfer,
Friedenskirche zu Potsdam bet Der geplante Besuch deS Kaiser« am schwedische» Hofe erfolgt vor- ausstchtlich im Juli. Der Monarch trifft, begleitet vo, etaem Geschwader, mit großem Gefolge ein. — ES wird angenommen, daß Ihre KönigL Hoh, die Krovpktazesfi» von Schwede» vor dem Besuche deS deutsche» Kaisers Wilhelm »ach Stockholm wird zmückkehren kö»nen, »m ihre« hohes Verwandte» zu empfangen. — Prinz Albrecht, Regent vo» Braunschweig, ist gestern Abend um 9 Uhr aus Schloß Blaukeuburg a. H. i» Begleitung der Adjutanten Major v. Egloffstdu und Rittmeister v. RrofUf hier eingetroffen und wird für einige Tage im Palais in der Wilhelmstraße Wohnung nehme». Am 14. b. Mts. wii d Se. König! Hoheit sich von hier nach Wie» begeben, um Sr. Majestät dem Kaiser Franz Josef von Oesterreich den deutschen Feldmarschalls, stab zu überreiche». — Der „Reichsanzeiger' meldet die Verleihung deS Hausordens von Hoh.nzollern a» be» Leibarzt der Kaiserlichen Familie vr. Iuuker. — Der Direktor des Mus6e social ta Paris Herr Siegfried, hat heute Berlin verlasse» und fich nach Hamburg begebe», um auch die dortigen Einrichtungen keine» z» lerne». Ueber setae« htefige« Aufenthalt und die ihm bereitete Aufnahme spricht er fich ta hohe« Grade befriedigt aus.
* (Reichstagswahle».) Ju Weimar ist bd der Reichstagsstichwahl der Kandidat der Konservativen Reichmuth, der fich auf das Programm des Bundes der Landwirthe und de» Antrag Ka»itz verpflichtet hatte, mtt einer Majorität von über 100 Stimme» gegen de» Sozialisten Bändert gewählt worden, R. erhielt 9556, B. 9441 Stimme». Es hotte fich ein großer Thdl der Freisinnig« nicht nur der Abstimmung enthalte», sondern sogar für den Sozialdemokrate« gestimmt. Das „Volksblatt für Hessen und Waldeck" frohlockte in ihrer letzten Nummer zu ftüh oder hat vielleiqt ihre» Leser» und „H-nassen" die Sonntagsstimmrnz nicht verderben wolle», den» es meldet: „Der Wahlkreis Weimar ist gewonnen. Nach einer Privatmittheilnng find für unsere» Genosse« Bändert abgegeben 9300 Stimme», während der Konservative Reichmuth etwa 8500 Stimmen erhielt." — Für die Reichstagsersatzwahlen iw Kreise Waldeck, die durch die Ungültigkeitserklärung der Wahl des ftühere» Abg. Böttcher uothweudig geworden ist, habe» die «ntisemite» im Verein mit dem Bunde der Landwttthe bereits etaen «andidate» i» der Person des SutSbefitzers Müller ta Lutzhorn ausgestellt.
* (vr. Peters.) ES finden, der „Post" zufolge, gegenwärtig Verhandlungen darüber statt, welche über ihre gelbe Wangen hinab und Balsamides fürchtete, daß ihr Ende gekommen sei.
„Erst müssen Sie es mir sagen, sonst hat es keine Wirkung", sprach er unerbittlich, doch füllte er schnell die Spritze und bereitete fich zu einer weiteren Operation vor.
„Ich kann nicht" stöhnte Laleli. „Ich sterbe — schnell! Dann will ich Mes gestehen."
Ein Aqt hätte vielleicht gewußt, ob die grau wirklich im Sterben lag. Balsamides Wissenschaft ging jedoch nicht so weit. Ohne Zögern stach er abermals in ihre Hand und spritzte eine kleine Dosts ein, tiefes Mal etwas mehr als vorhin. Die Wirkung war keine so plötzliche wie vorher, sie folgte jedoch nach wenigen Sekunden. Die Zeichen der Qual verschwanden von dem Gesicht der Khanum und fie blickte wieder auf, ,Jhre Medizin ist gut, Giaur", sagte sie mtt dem Schimmer eines ver- ächllichen Lächelns. Ihre Stimme war noch sehr leise und heiser.
„Ich rette Sie nicht oder Sie sagen, was aus dem Franken geworden", sagte Balsamides, das Instrument wieder in das Kästchen znrücklegend und Alles wieder in die Tasche steckend.
„Es wäre mir ein Leichtes, Sie hier zu be- balten und Sie zu zwingen, mich wiederherzustellen", antwortete fie boshaft. „Denken Sie vielldcht, Sie könnten ohne meine Erlaubniß mein Haus verlassen?'
„Sehr leicht", erwiderte Balsamides kühl. „Ich bin nicht unbeschützt hierher gekommen. Seiner Majestät Adjutant ist draußen. Es dürste Ihnen schwerlich gelingen, ihn zum Befangenen p, machen."
(Fortsetzung folgt.)
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain s!rttorefc/fr. t’1'” Jlluftrirtes Sonntagsblatt. Sprechenden der RedEon: Vo-4$Uh?
und ein erwünschter Erfolg von vornherein eigentlich * m n 018 ausgeschlossen gelte» mußte. „Viele Köche der- Neuste Serben de» Brei" ist ei» altes Sprichwort, bei der U* Umsturzvorlage hat sich setae Wahrheit «»trüglich J tor aller Augen gestellt. ES war nichts Ganzes
■ md nichts Halber, der Unterschied zwischen der Re-
gierungS- und der Kommisfiontfaffung war ein zu großer, alS daß er hätte überbrückt werde» könne», bloffei $iefeB eigen süchtigen Bestrebung!», die ta der Ko«- I »isfion zur Geltung käme», ist die Schuld am eiter» deS Gesetzes beizumefse».
Im Grunde genomme» wird eS auch der Re rung deshalb «»genehm sein, daß mit der ganze» erläge vollständig tabula rasa gemacht worden ist, fie dadnrch vollkommene BewegungSfteiheit zur taahme eener Arbeit hat, wenn eS auch bedauer.
bleibt, daß der erste Skt eines Vorgehens gegen revolutionären Umstmz mtt einem Mißerfolg schließt.
Der Umsturzvorlage Fall.
♦ Die Ablehnung der Umsturzvorlage Hot fich zier Erwarten schnell vollzog«», ei» Resultat, das ach bereits am Sonnab«nd Abend durch Extrablätter der „Oberhesfischen Zeitung" hierorts bekannt gegeben smrbe. Die eiste Abstimmung in der zweit«n Lesung ist also die Entscheidende geblieben. Da »ach den Bestimmungen der Geschäftsordnung (§ 19) eine dritte Berathung nicht stattfindet, wen» ta zweiter Lesung ei» Gesetze»twurf in allen seinen Theilen ab- gelehrt ist, so ist also die Umsturzvorlage mit der [tn»i gommb!no-Sttscheidnug des Reichstages erledigt.
.Eine solche Schmach wie diese Abstimmung ist yoch nicht dagewesen", so gab »ach der Sitzung eines pec<l der hervorragendste» Mitglieder dem Gefühle Ausdruck,
Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition diese« Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasmstein u. Vogler in ,
Frankfurt a. M., Cafiel, Magdeburg und Men; Rudolf xxx. atwra. Moss« ta Frankfurt e. M., Berlin, München u. Soin; G. L. v 9
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Paris.