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»enmtwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky in Marbnr«. Sprechstunden der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittags.
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise S 2»v^^^it^M»«ck^ Jllustrirtes Sonntagsblatt.
M 101.
Erscheint täiM exbtt an Evsrkrasm nach Sann- and gtlttteetn. — Q»artil«SLrnn«»rmt-Pni» hri der Grp«. bitiaa S Mk„ bei allen Pastänttern 2 Mk. W Wz. (eA. Aestellzeld). Jnseratiaojiztöühr ffir die ztspaüeu, geile »der deren Raum 10 Wz.. Reklmmm für M« geil« -il M,.
Marburg,
Mittwoch, 1 Mm 1895.
»uzergeu nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte», sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Lasse!, Magdeburg und Men; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
XXX. Jahrg.
Erstes Matt.
Fürst Bismarck über die Landwirtschaft.
* Als Fürst Bismarck am Sonnabend die Theil- xehrner der oldenbmgischen HuldigungSfahrt, deren Zahl 500 betrug, empfangen hatte, äußerte er seinen Dank für die überbrachten Geschenke damit, daß er eine Ansprache hielt, au» der die die deutsche Landwirthschast betreffenden Stellen nachstehend wiedergegeben werden wögen:
.Bevor ich in den Staatsdienst ging, bin ic Landwicth gewesen, und mit voller Liebe zur Sache, und es ist die glücklichste Zeit gewesen, die ich außer der UniversttälSzeit verlebt habe, die Zeit, die ich allein auf dem Laude zubrachte, und wenn ich da malS schon verheirathet gewesen wäre, wäre sie vielleicht noch glücklicher gewesen, aber eine Juugesellen- wirthschaft ist immer unruhig. Jedenfalls aber habe ich mein damaliges Gewerbe lieben gelernt, es nie wieder vergessen und sehe in ihm auch heute noch die unentbehrlichste Grundlage der ganzen wirthschaft- lichen Verhältnisse unseres Laude». Die Landwirthschast ist daS erste Gewerbe. Man braucht Brod noch früher wie Schuhe uud Kleider, und da» find tie primitivsten Leute: Schmied, Schuster, Schneider, und die wiederum bedürfen des Landwirths, um deffeu Produste zu verzehren. Aller Export unserer 3* buftrie steht i« geringen Bei hältniß zu dem inneren Absatz und bei dem inneren Absatz gilt immer der Fall: .Hat der Bauer Geld, hal'S die ganze West." Hat der Laudwstth Neigung zu kaufen, weil er Geld in der Tasche hat, so kauft er, und hat die Industrie keine zahlungsfähigen Bauern, so wird sie sich vergebens nach Export umsehen und auch allmählich der Schwindsucht verfallen. Deshalb steue ich mich über jeden Beweis von Der Thatsache, daß diese Wahrheit, die ich eben aussprach, durchschlägt und namentlich die Landwirthe selbst müffen einsehen, daß fie im Deutschen »eiche noch immer die Hauptsache sind, schon der Stelle »ach, die fie einnehmen; bildet doch der von der Landwstthschast lebende Theil der Bevölkerung reichlich 40 pCt., andere Gewerbe sechs oder acht, und daß fie fich deshalb die Bntter nicht vom Brote nehmen laffen und Margarine dafür aufschmieren. Aber «euu die Landwirthe zusammenhalten, mit Ruhe und der Besonnenheit, die uns Landleute charatteristrt im Gegensatz zur hauptstädtischen Bevölkerung, so werden wir mit der Zeit auch erreichen, daß wst als die erstgeborenen Kinder de» Landes und des Volke» anerkannt und berückfichtigt werde». Geht unsere Landwirthschast zu Grunde, so daß fie überhaupt darauf verzichtet, den Brotbedarf unserer Bevölkerung je noch wieder liefern zu können, was fie gut thun könnte, wenn die Arbett bezahlt würde — wst haben «ch ein Einfuhr-Bedidfniß von dreißig Millionen Zentner —, also wenn die Landwirthschast etwas geviumeicher würde, bedürften wst fie nicht »ehr.
-Ml -Stoff.
Gne «rzählnuz in S Bänden von F. Marion Crawfoid.
(Nachdruck verboten-) (Fortietzunz.)
„Sie werden fich indessen erinnern*, so hieß « weiter in Carvel» Brief, „Ich verhehle Ihnen richt, daß ich Paul vstl lieber gewonnen habe, als ich im Anfang glaubte. Meine Frau ist ihm noch mehr zugethan al» ich. Sie werden nicht viel zu leben haben, denn ich glaube, Paul hat sich geweigert, auch nur einen Penny von seines Bruder» Beimögen anzurühren, weil er glaubt, daß derselbe doch noch irgendwo aufgefundm werde.
Doch, e» kommt immer mehr zum Vorschein. Was meinen Sie, war Macaulay gethan hat. Er schrieb seinem alten Chef, Lord Mavournem, welcher chn stets begünstigte, und bat ihn, nach Konstanti- «opel geschickt zu werden. Die Gesandtschaft hatte dort einen Sekretär, welcher nach Paris zu gehen wünschte, so wurde die Sache im Auswärtigen Amte schnell geordnet. Natürlicherweise hat die weibliche Hälfte der Familie nunmehr für durchaus Nothwendig erklärt, dm Sommer am Borporus zu- iubringm, da fie alles Andere auf der Welt schon Nsehen hätte und nicht ruhig sterben könnte, wenn nicht in Konstantinopel gewesm. Darauf ging
Noch mehr ist das ii der Viehzucht der Fall, die kauu mau noch leichter gegen Unterdrückung, gegen die Urbermacht ausländischer Zufuhr schützen.*
Fürst Bismarck hat also »st seinen Worten, kurz gesagt, ausgesprochen, daß die Landwstthschast das erste Gewerbe Deutschland» iß nnb daß die Land- wstthe bei festem Zusammenstehen und gemeinsamem Handeln, gepaart mtt Rnhe nnb Besonnenheit, mit der Zeit erreichen »eiben, wa» fie erstreben, nämlich als die crßgeborenen Kinder de» Landes und de» Volkes anerkannt und berückfichtigt zu werden.
Zu der Deputation der alten Corps- Studenten,
welche der Fürst vor den Oldenburgern empfing (Sprecher Hans von Hopfen, Teutonia-Marburg vertrat Berlagrbuchhändler Dr. Janke) sagte er feintn herzlichsten Dank für die ihm durch Errichtung eines Denkmal» auf der Rndelsburg zugedachte Ehrung. Der Ausspruch Dante'»: „Kein größerer Schmerz, als in der Zeit des Unglücks zurückzublicken auf die glückliche Zeit* — fei unwahr, wenigst,ns bei ihm. Er finde jetzt, wo er stank und matt sei, in de» Rückblick in eine glückliche Zeit Ruhe und Frieden. Nicht hohe Stellung »ache glücklich, sondern Gesundhest. Er fei nie Herrschsucht!« und ehrgeizig gewesen, sondern i»mer nur diensteifrig. ES fei ihm immer werthvoller gewesen. Niemandem zu gehorchen al» Anderen zu befehlen. Doch habe er {einem alten Könige mit Liebe gehorcht. Auf sein CorpSverhältniß übergehend, sagte der Fürst:
„Sie kommen im Namen der CorpS, und wenn ich an mein CorpSverhältniß zurückdenke, so muß ich doch sagen, daß die schwarzen Punste, die ich beim Zurückblicken in die Jugend finde, in »einem CorpSverhältniß liegen. Ich hätte mehr gearbeitet, wenn ich nicht im CorpS gewesen wäre, und hätte weniger Schulden gemacht. Heutzutage kommt der CorpS- studeut mit dem Mehrfachen nicht aus, da» ist eine betrübende Sache, daß fie zu sehr in Luxus anSarteu. Wie ich in Göttingen war, da hatten die Meisten wenig über 300 Thaler Wechsel — 400 war schon über den Mittelstand und 600, 800 war daS Aller höchste; höhere gab es, glaub' ich, kaum. Wer dachte zu unserer Zett an stilvolle Corprhäuser, die mau jetzt hat. Mich haben die wenigen Schulden, mit denen ich Göttingen v«ließ, jahrelang in üble Laune gebracht, und wenn ich mtt derselben Ser» gnüguugsfähigkeit heute studirte, so glaube ich, würde ch im Leben nicht los werden, was mich damals »rückte. (Heiterkeit.) Ich erwähne die» nur, um richt zu sehr laudator sui temporis, laudator d« CorpS, von damals zu «scheinen; ich würde auch heute noch in ein CorpS gehen; man hält da einigermaßen zusammen. Biele andere Baude reißen ja später. Ich habe sehr viel seltener ge- üuden, daß man mit Schulfreunden als mtt IniverfitätSkameraden verbunden bleibt; die «naben reundschast wächst doch nicht so fest wie die des Jünglings.*
ch den Weg des Fleisches und gab nach. Frau Carvel wollte Macaulay besuchen, Madame Patoff den Ort besuchen, an welchem Alexander verschwand, Hermione schule sich nach einem Wieder- ehen nut Paul und Chrysophrafia wollte das goldene Horn bewundern und sich in einem Kaik auf dem klaren Wasser des Borporus schaukeln. Ich bin froh, daß ich nachgegeben habe. Ich i laube Hermiones Liebe ist eine wahre — das crme Kind sieht leidend au», und ich möchte iaul, ehe ich mich entscheide — noch näher kennen einen.
Nun möchte ich Sie jedoch um einem Rath bitten, denn Sie kennen nicht nut Konstantinopel, sondern leben auch dort. Haften Sie es für besser, wenn wir sofort kommen und den Frühling ge» ließen, oder sollen wir noch ein wenig warten und )onn den Sommer über bleiben. Die ganze Familie fenbet herzliche Grüße an Sie und an Paul, welchem diesen Brief vorzulesen ich Sie herzlichst litte. Wie immer
Ihr John Carvel.*
Ich hatte mich noch kaum vom Lesen dieser angen Epistel erhoft, als Gregorius eintrat und am Kamin Platz nahm. Sein Erscheinen erinnerte mich an die Uhr und drängte für den Augenblick
Deutsches Reich.
* Serkin, 29. April. (Tagesbericht.) Bei seiner Ankunft in Schlitz wurde der Kaiser vou der Bevölkerung euthustastisch begrüßt. Später unternahm Allerhöchtzderselbe mit dem Grafeu Schlitz einen kleinen Jagdaulflug in die Umgegend. — Der Posener Freimaurerloge „Zum Tempel der Eintracht* hat Se. Majestät anläßlich de» 75jährigen Jubiläums der Bereinigung der Posener Logen sei» Bild mit eigenhändiger Unterschrift verehrt. — Der Kaiser wird voraussichtlich am 5. Mai zum Besuche des Grafen Hochberg in Wttschkowitz ei» treffen. Der Aufenthalt ist auf zwei Tage berechuet. — Am 4. Juni beabsichtigt das Kaiserpaar in Pasewalk an der Gedenkfeier des Pomrnerschen Kürasstet- regiments, deffeu Chef die Kaiserin ist, theilzuuehmeu. A» diese» Tage find 150 Jahre verflossen sett der Schlacht von Hohenftiedberg. au der das Regiment al» Ansbach Bayreuthische» Dragonerregiment rühm- reichen Antheil genommen hat. An demselben Tage wird im Beisein des Kaiser paares das von der Stadt Pasewalk errichtete Kaiser Friedrich-Denkmal enthüllt werden. — Prinz Albrecht von Preuße» reiste heute früh von QueenSborough-Vlissinge» nach dem Haag, wo er fich einen Tag aufhalte» wird, bevor er »ach Braunschweig zurückkehrt. — Der Groß« Herzog vo» Meckle»burg-Schweri» gedenkt am 8. Mai Cannes wieder zu verlasse» und mit verschiede»« U»tcrbrechu»geu seine Heimreise so ein- zurichtea, daß er am 20. Mai ix Schwerin eintrifft. Der Einweihung des Nordostfeekanals gedentt der Sroßherzog persönlich beizuwohne». — Dem „Taunusboten* zufolge genehmigte gestern der Kaiser, daß am 8. Juli in Homburg ein Lawntenuis- Turnier, offen für Offiziere des Heeres uud der Marine, stattfinde. — Die FrühjahrSbe- f i ch t i g u n g e n der Gardetruppe» in Berlin und Potsdam durch den Kaiser beginnen am Mittwoch, den 1. Mai und schließ, n mit dem 11. Mai. — Eine Offiziers-Deputation des Ostpreußischen Kürassier regimentS Nr. 3 hat fich dieser Tage in Olmütz dem neuen Regimentrchef, Erzherzog Eugen vo» Oesterreich, vorgestellt. Heute hat Kaiser Fra»z Joseph i» Wie» die Deputation in Audienz empfange» und mit einer Einladung zur Tafel beehrt. — Der ehemalige ReichStagSprästdent Herr v. Levetzow hat de« Sronenorden I.Klaffe erhalte».
** (Der BundeSrath) hat in seiner heutigen Sitzung de» Entwmf eines Gesetze» wegen Fest- telluug eines Nachträge» zum ReichShaushalts-Etat ür das EtatSjahr 1895/96, der zur Eröffnung des Nordostseekanal» den Bettag von 1700000 Mark vorsteht, die Zustimmung ertheilt. Außerdem wurde über verschiedene Eingabe» Beschluß gefaßt.
* (Reichstagswahlen.) Die Reichstags- ttchwahl i» Weimar ist auf de» 9. Mai a»beraumt worde». — Nach de» amtliche» Wahlergebniß art» iele» bei der Reichltag»ersatzwahl i» Dresden auf
John Carvel nebst Familie in den Hintergrund Ich zeigte ihm die Uhr und wiederholte ihm Marchetto'« Worte.
„Jetzt haben wir ihn!* rief er aus, Namen und Datum mtt Interesse prüfend, obgleich er nicht russisch zu lesen vnstand.
„Das ist noch nicht so sicher*, sagte ich, „er will den Namen de» Negers nicht nennen.*
„Das ist auch nicht nöthig; wir werden den Burschen bald genug mit eigenen Augen sehen. Sie wissen nicht, wie derartige Geschäfte abgeschlossen werden*, erwiderte Balsamide». „Es ist höchst wahrscheinlich, daß Marchetto die Uhr noch nicht bezahlt hat. Derarijge Dinge werden erst bezahlt, wenn der Händler sic weiter verkauft hat. Marchetto würde für die Uhr nicht eher einen guten Preis zahlen, bis er weiß, was fie ihm bringt, und der Rann begnügt fich nicht mit einer geringen Summe, weil er den Gegenstand für werthvoll hält. Infolge bejfen kommt der Lala von Zett zu Zett, um sich zu erkundigen, ob die Uhr verkauft ist, und Marchetto zeigt fie ihm bann zum Beweise, daß dies noch nicht dec Fall war.*
„Das scheint mir etwas weit ausgehoft*, wandte ich ein. „Marchetto mag die Uhr bereits feit Alexanders Verschwinden in Verwahrsam gebracht haben.*
Hör» (So,.) 16 512, auf Hartwig (Antts.) 853« und auf A»d:ä (ko»s.) 7538 Stimmer, so daß der Sozialdemokrat gewählt ist.
** (Der kommunale „Aufruf* wider die Umsturzvorlage) ist nun erschienen; er lautet: „Die bei de» Reich»tage ei»gebrachte Umsturzvorlage hat bei Männer» aller (?) politischen Pmteien die größte Erregung Hervorgerufe». Diese durch die Lerha»dlu»gen des Reichstage» uud dessen Kommisfio« noch gesteigerte Erregung hat ihre» Ausdruck i» zahlreiche» Petttio»e», Protestversammluuge» aller (?) politischer Parteien uud Kuudgebunge» ei»,eher hochaugeseheuer (!) Männer i» Wort uud Schrift gefunde». Die Erwartung (!), daß diese zahlreiche» u»d gewichtige» Kurdgebuuge» die Regieru«g zum Verzicht auf ihre Vorlage bestimme» würde», hat fich nicht erfüllt. Da» Bürgerthum (!) t» seiner «esammtheit ist durch die Vorlage auf das Schärfste bedroht. (?) E» bedarf daher einer ueueu Kundgebung, in welcher die allgemeine Mißbilligung des Bürgerthums über die Vorlage in deutlicher Weise auSgesproche» wttd. Die Unterzeichnete« find deshalb zu eine» Comttö zusammengetteten, um eine Versammlung z« berufe», in welcher das Bürgerthum, repräfeitirt durch die Männer feine» Vertrauens (?), zu Worte gelangt, um einmüthige» Protest gegen die drohende Einschränkung der freien Meinungsäußerung u»d der freien Bethätigung im öffentliche» Lebe» zu erhebe«. DaS Comttö erlaubt fich, die Versammlung znm Soxntag, de« 5. Mai, 11 Uhr Bor- mittag» (also «och zur Kirchzeit! D. Red), im Hotel Kaiserhof, Beritte W., Mauerstraße Nr. 1/5, zu berufen. Wir laben hierzu Bürgermeister, MagistratSmitglierer, Beigeordnete, Stadtverordnete, bez. Gemeindevenreter der deutschexGemeinde» ein und bitte», der Einladung Folge zu leiste«. Wen» für de» Einzeln» die Reise nach Beritte nicht möglich ist, bitte« wir nm schriftliche Zustimmungs« erklär»««. Briefe und Telegramme find an den Stadtverordnetenoorsteher Dr. Laugerhan» in Berlin, RathhauS, zu richten. B«lin, den 27. Aprtt 1895. Das Somite. Dr. Langerhans, Stadtverordneten« Vorsteher, Beritte (folge, Unterschriften vo» Bürger- meister« und Stadtverordneten an» verschiedenen Städte», welche schließe» mit) Zelle, Oberbürger, meister, Berit».
Die Protestprtitto« de» Magistrats und der Stadtverorduete» von Charlottex^urg ist unbeanstandet an de« Reichstag gelangt. Wie he Charlotttnburg, so hat auch in Frankfurt a. M. ein« Zeit die Petition der städtische« Behörden kette Einschreite« des vorgesetzte« Oberpräfidentex herbei- gesühit. Durch diese Thatsache erscheint die vielfach vertretene Meinung, die bezügliche» Verbote feie» auf Veranlassung de» Ministers des Inner» v. Köller uga»ge», doch unbegründet z« sei», da i» diesem Falle ei» einheitliches Borgehe» beobachtet werde» würde.
* (Ostasie».) Die Wirkung de» e»tschiede»e« Auftretens Deutschland», Frantteicht und Rußlands in der ostafiatifche» Frage macht fich bereits in deu
„Nein, da» glaube ich nicht*, sagte Gregorius gedankenvoll. „Ueberbem ist fie möglicherweise erst vor wenigen Tagen zu dem Juden gebracht, bem lene Burschen trennen sich nicht eher von Juwelen und Kostbarkeiten, bi» sie Geld brauchen.
„Wie können Sie möglich machen, Marchetto so genau zu beobachten, daß Sie dieses Mannes gewahr werden?*
„Den Juden im nächsten Laden dingen oder >effer noch einen Hamal bezahlen, damit er fich in llarchettos Nähe aufhält. Jedenfalls kommt der llann wöchentlich einmal an einem bestimmten Tage. Behalten Sie die Uhr. Wenn der Lala ,as nächste Mal kommt, kann Marchetto fie bem« eiben nicht zeigen, er wirb fich aber auch weigern, e zu bezahlen. Darüber wirb ein Streit entstehen. )« Hamal kann bann leicht ben Namen des legen« feststellen, welcher jedenfalls im Bazar bekannt ist.*
Da» leuchtete mir ein, denn Gregorius ist ein echter Orientale. Er besitzt das angeborene Ver« ländniß für orientalifäe Gepflogenheiten.,
(Fortsetzung folgt.)