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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

FS *** Jllustrirtes Sonntagsblatt

Erscheint tätlich ot&tr *n Werkt«,« »Ich e,lm- xn» <

Bcriutwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky tu Marvur,. Sprechstunden der Redaktion: 1011 Uhr Vormma,«.

Marburg,

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XXX. Jahrg

Dienstag, 23. April 1895.

Iles.

ögiieht Vürze.

Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition dieses Blatt«», io tot« di« Annoncen-Bureaux von Haasmstein n. Voglrr in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Men; Rudolf Most« in Frankfurt «. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin Hannover, Patt».

Erscheint tätlich «nßer «n W«kta»«u nach Sonn- nnd Sihrtegnt Onattal'Abounmmtt-Prtt« M der Cqn> bitten 2 ML, bei allm Bistämtern 2 Mk. SS Pf«, («ff, Bestell,«ld). Juser«tteu»,«bühr für di« ,«spall«u, Zell, »der d«r«u Raum 10 Pf^, R«kl«»en fit bi« Zeil« sslpffc

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i 21, von en.

ftC Bestellungen

für die Monate Mai und Juni auf die

5>6<r|<IT. Leitung

nebst deren Gratisbeilagen

r e i s b l a t t" für die Kreise Marburg und Kirchhain,Illustriertes Sonntags- blatt" undVerloosungsliste der preußischen Klassenlotterie"

werden von allen Postanstalten, Land- briefträgern, in der Expedition (Markt 31), sowie von unseren Filial - Expeditionen m Kirchhain, Neustadt und Wetter ent gegengenommen. Neuzugehende Abonnenten erhalten dieOberhessische Zeitung" bis zum 1. Mai unentgeltlich.

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Die Exped. derOberh. Ztg'

Aus Südwestafrika *).

Marburg, 21. April.

Unser Landsmann Herr Fritz Schwalm hat wieder einmal aus dem schwarzen Erdthrtl etwas wn fich hören lassen. Er schildert diesmal den Streif,ug, welchen er unter Führung des Herrn Majors Leutwrin gegen einen aufständischen Hotten- tottrnstamm zu unternehmen hatte, beleuchtet daS jitzige friedliche «erhältntß mit dem Räuberhaupt nanu Witbooi, bekanntlich früher einem unserer ärgsten Feinde, und sctzzirt auch kurz das Leben und Treiben st unserer Echvtztruppe. Sein Brief ist vom 17. Februar 1895 auS ArridaredaS battet, wo er z. Zt. Ä Artillerist stationirt ist. Dem Schreiben ent- ichmen wir folgende iutereflauten Stellen:

.Nachdem ich Ende Oktober von der Station Okngas abgelöst war, wurde ich in Windhoek al» Atttllerist am Schuellfeuergeschütz ausgebildet. Am 15. Dezember rückte Herr Major Leutwetn mit zwei mmpaguieu, bestehend aus je 50 Reitern, 2 ®e Atzen und mehrere» Wagen mit der nöthigeu Be «Äang nach de» Süden ab, nm die Khanashotten- iwten, welche int vergangenen Jahre bereit» nnter- **f« waren, zu züchtigen, denn dieselben hatten

*) Nachdruck nur mit Queller angabe gestattet.

insofern die kontra!! ltcheu Bestimmungen verletzt, al» sie versuchten, dem Misfiouar in Ohajeua» da» Vieh zu stehlen. Aber dies waren noch nicht alle Misse- rhaten. Am obengenannten Orte befand fich eine Station mit 10 Mann Besatzung. 81» diese eine Patrouille von 5 Mann ausschickte, wurden diese plötzlich von zwei Seiten von Fußmaunschaften nnd «eitern der Hottentotten angegriffen. Der lieber» macht erlagen drei von unseren Leuten, die beiden anderen entkamen auf ihren schnellen Pferden. Ein treuer Hund der Truppe hatte die Leichen lauge Zeit vertheidigt, kam aber schließlich am anderen Tage mit einer Schußwunde und einem Stich, welchen ihm die Hottentotten mit einem Seitengewehr der Todten beigebracht hatten, winselnd auf die Station zurück.

Da» Geschütz, bei dem ich mich befand, wurde von 14 Ochsen gezogen, kirn auch betr. der Marsch geschwindigkeit bei gutem Wetter deu Rettern ziemlich nach. 8« 24. Dezember gelangten wir ins Schaf revier und zu mehreren Hererowerfteu. Da letztere einem 8ustedler das Wasser abgesperrt hatten, sodaß er sein Vieh nicht tränken konnte, zwangen wir fie, mit ihren Heerdeu weiter nach Norden zn ziehen.

So war auch der Weihnachtstag wieder einmal herangekommen. 8n ihm wurden zur Feier die »och vorhandenen Eognacflaschen geleert, unsere kleine Kapelle erweiterte mit lustigen Weisen die Stimmung. Am 27. Dezember setzteu wir unsein Marsch fort. Der Weg führte durch kolossale Sauddüuen und kamen daher die Ochsen, trotz der Zurufe der Treiber und der wuchtigen Schläge mit den langen Peitschen, nur sehr langsam vorwärts. Nachdem wir 36 Dünen dmchzsgen hatte» und 2 Tage ohne Wasser gewesen waren, gelangte« wir nach der Station AkeiS. Hier wohne» die von den Khauas-Hotten- totten vertriebe»en Betschnanen. Al» wir versuchten, noch einige der Erstgenannte» zu verhafte», wider- setzte» fich diese nnd wurden irn Handgemenge erschlagen.

Sylvesteruacht zwölf Uhr verkündete ein Kanonen­schuß, daß das neue Jahr seinen Einzug gehalten habe. Wir dachten da sehnsüchtig au unsere Heimath und daS lustige Treibe», mit dem dort bei Wein und Bier der Anbruch des neuen Jahres gefeiert zu werde» pflegt.

Am 2. Januar setzten wir unfern Marsch fort nach lltreu, wo die Hottentotten fich anfhatten sollten. Die 2. Kompagnie hatte schon vorher einen andern Weg eingeschlageu nnd wollte mit der ersten bei lltreu zusammentreffen. Am 7. Januar gelangten »te nach der verlassenen Betschuaneuwerft Kayhavs, wo wir mehrere Tage rasteten. Dort erfuhren wir

auch durch eine anlgefanbte Patrouille, daß die 2. Kompagnie litte« bereit» erreicht, daß sich jedoch die Hottentotten flüchtend nach Soga» zurückgezogen hätten und nun versuchten, den unter deutsche» Schutz steheude» Simon Koder gegen un» ausza- Hetze». Daher war nunmehr unser neue» Ziel Koga». Der Weg dahin führte ebenfalls durch tiefe Sand- dünen und daß wir 23 Tage ohne Wasser bleiben mußte«, war uns ja nicht» Neue» mehr. Unterwegs «fuhren wir nun schon, daß Herr Premierlieutenant von Burgdorf mit 20 Rettern und 30 Witbooi- Hottentoten unter ihrem Führer Samuel Isaak in KogaS eingerückt fei. Die KhauaS-Hotteutotten hatten bei ihrer Ankunst die Berge besetzt, getraute» fich aber, al» fie die Deutsche» vereint mit deu WitbooiS anksmmen sahen, nicht axf fie zu schießen. Samuel Isaak rückte gegen sie vor und trieb fie auf eine Düne zusammen, welche er bann umzingelte, sodaß die Feinde nicht entwische» konnten, wa» fie öfter» vergeblich versuchten. 8m 20. Januar kamen auch wir in KogaS an, wohin bann auch am 22. Januar die 2. Kompagnie gelangte, welche nnS zuletzt an­dern Fuße gefolgt war. Nu» wurde mit den Hotten­totten in Unterhandlungen eingetreten nnb Herr Major Leutwrin gab ihnen Pardon unter dir Bedingung, daß fie daS geraubte Vieh wieder an»liefern, sowie die Gewehre ad geben. Nachdem fie dies auch gethan, theilte der Herr Major ihren Stamm und stellte den größten Thetl unter daS Kommando WitbooiS, der inzwischen auch mtt 60 Reitern eiugetroffen war.

Witbooi ist ein kleiner, ältlicher Mann mit grauem Haar. Er trägt stets einen großen vollständig mit weißem Zeug überzogene» Hui. Er wohnte auch der Parade zur Feier des Geburtstage» unseres Kaisers bei und war erstaunt über die Strammheit der Deutschen und die Disziplin, die in ihnen steckt. (Nun, die hat ja der gute Mann auch genügend teimn gelernt. D. Red.)

Nun begann aber auch unser Proviant zur Neige zu gehen; außer Fleisch, da» ja stets reichlich vor- Hande», gab eS xur noch geringe Quantitäten Mehl und Kaffee. Wir wurden jedoch darauf vertröstet, daß wir in Gideon, welches .nur' sechs Tagereisen südlich von KogaS liegt, wieder volle Rationen em­pfangen würden.

Jetzt lief eine Meldung ein, daß im Norden HereroS ausständig geworden waren. Die erste Kom­pagnie brach daher am 29. Januar auf, um mög­lichst schnell nach Windhoek zu gelangen, während die zweite Kompagnie ihren Marsch nach Süden fort- setzte. 8m 12. Februar kamen wir endlich hungrig und abgespannt in Windhoek an. ES war auch die

-zugs- pclt ge- dtichi

in. (ist. neue I P!g , > w. IMk. öctße 2 Slt- Bett- Pf. u- fisch- räftig) Zutuns jtn von

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da i «m« , allen »werden, ler Ser« weder nittel) machen, Leiden stet hat.

a, D., (2457

Paul Vatoff.

** Erzählung in 2 Bänden von F. Matton Crawford.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

.Mich vertheidigm?' sagte Paul. .Gegen wa», hermione?'

.Wenn die Leute fragen: Wo ist Dein Bruder?' »ie Tante Chrysophrafia heute Abend That dann «ißt Du antworten; Du darfst nicht erbleichen und Hweigen."

Auch Du!' stöhnte der unglückliche Mann ihr in die Augen schauend. .Auch Du, mein «eblingl Oh, nein! Da» ist zu viel.' Er ließ Ire Hände fallen und wandte fich wiederum von chr ab, während er fich schwer gegen den Kamin

.Wie kannst Du nur denken, daß ich das Aube? Oh, Paul, wie entsetzlich!' rief Hermione, Ve Hände auf seine Schultern legend, mit dem «ersuche ihm in da» abgeivandte Gesicht zu ^cken. .Ich habe e» nicht geglaubt. Aber e» «Vf auch kein Anderer glauben, Du mußt dagegen Vftreten.'

.Meine Theute', sagte Paul fast hart, aber «cht unfreundlich, .diese» Schicksal »erfolgt mich feit

Zeit. Ich glaubte, e« fei tobt Jetzt ist e» uns getreten zwischen un» getreten an «m Tage unsere» Glück». Du sagst, Du glaubst * mich Ich sage Dir aber, Du sollst an mich Muben ohne Beweise. Lebe wohl, Geliebte lebe «tehl!'

Er zog fie an sich und küßte sie, dann versuchte V »» gehen. .Paul!' rief fie, ihn festhaltend,

^wohin gehst Tu?' Sie war von seinem stürmischen Wesen erschreckt.

»Ich gehe fort', sprach er, sich zu ruhigem Tone zwingend.Ich will meinen Bruder finden oder seine Leiche und nicht eher zurückkehren, bi« mir die» gelungen ist.'

»Aber Du darfst nicht gehen! Ich kann e» nicht ertragen, Dich gehen zu lassen', rief fie im Tone größter Seelenangst.

Du mußt es", antwortete er, während seine Wangen fich entfärbten.Du kannst nicht einen Mann heiralhen, auf welchem ein solcher Verdacht ruht. Lebe wohl, mein Lieb, lebe wohl!'

Noch einmal küßte er fie und dann wandte et fich schnell von ihr ab und verließ die Halle Hermione stand einen Moment still, der davon­eilenden Gestalt mit leeren Blicken nachschauend. Dann sank fie in einen Stuhl und brach in Thränen au».

Spät in der Rächt faß ich in meinem Zimmer, und dachte gerade daran, zu Bett zu gehen, al« Je­mand an meine Thür klopfte. E» war Paul Patoff. Ich war ungemein überrascht, ihn zu sehen und glaube, mein Geficht drücke die« auch deutlich aus, denn er entschuldigte fich wegen seine» Ein­dringen».

.Entschuldigen Sie', sagte er, .daß ich Sie noch zu dieser Stunde störe; können Sie mir wohl vor dem Schlafengehen eine halbe Stunde widmen?'

.Gewiß', antwortete ich, seine Blässe gewahrend und sofort bemerkend, daß etwa» Besondere« vorge- allen fei.

»Ich glaube Ihnen', sagte er. .Ich glaube

gehört zu haben, daß Sie Constantinopel genau kennen?'

»So ziemlich ja. Ich kenne viele der Ein- geborenen, da ich sehr oft dort gewesen Bin.'

»34 kehre dorthin zurück, sagte Patoff. .Man schickte mich für länger als ein Jahr nach Persien und jetzt kehre ich auf meinen alten Posten zurück Ich möchte Sie nun in einer sehr delikaten Ange­legenheit um Jhrm Rath fragen. Sie wissen oder vielleicht wissen Sie auch nicht, daß mein Bruder im Sommer vor einem Jahre unter höchst seltsamen Umständen verschwand. Ich that mein Möglichste«, um ihn wieder aufzufinden, und der Gesandte tijat noch mehr, als mir vergönnt war. Wir entdeckten jedoch keine Spur von ihm. Ich habe mir mw vorgenommen, nicht eher zu ruhen, bi« ich mein Ziel erreicht.'

.Können Sie mit einige Einzelheiten mittheilen?" fragte ich.

Paul blickte zu mir auf und zögerte. Dann setzte er fich in seinem Stuhl zurecht und erzählte mir die Geschichte, wie ich fie beteil» miüheilte, von dem Nachmittage jenes Tage an, an welchem Alexander verschwand, bi« zu dem Augenblick, wo Daul feine Mutter in Tettrach im Schwarzwalde ver- ieß. Er erzählte mir auch, daß Profi ssor Cutter hm brieflich die Affaire in Weißenstein mitgetijeilt habe, daß, wie er fich ausdrückte, Madame Patoff einen Selbstmordversuch gemacht.

.Verzeihen Sie', sagte ich, al« er so weit ge- ommen war. .Ich glaube nicht, daß fie fich tödten wollte.'

.Weshalb nicht?' fragte Patoff mich überrascht.

Ich war Derjenige, welcher da« Seil zur

höchste Zett, beim unser Proviant war bi» auf Fleisch schon seit eilige» Tagen vollständig aufgezehrt. Nach­dem ick mich etwas erholt hatte, kam ich am 15. Februar »och der Pserbestatiou Arbariba» mb hier habe ich in« Muße, »ach be« lauge» Strapaze« bet Ruhe zu pflege«.

Die Manschaste«, welche nicht zur Schutztruppe übergetreten find, werben am 1. April entlassen- mb diese bringe« voraussichtlich manche gute Erinnerung mit «ach Europa, wenn fie freilich bas Unangenehme auch nicht verschweigen werden.'

Deutsches Reich.

* Slctlta, 20. April. (Tagesbericht.) Unser Kaiser liegt z. Zt. dem edlen Waidwerk im Wa- ftnger Jagdgebiet im Meiniigischen ob. Heute früh begab fich der Monarch zur Aneihahndalze und erlegte zwei Auerhähne. Hieraus fuhr der Kaiser nach Eisenach, wo er von der Bevölkerung enihufiastisch begrüßt wurde, und von dort nach der Wartburg, woselbst derselbe den Sonntag über verweilte. Die Besserung i« dem Befinden der Kaiserin dauer: an, so daß die völlige Wiederherstellung in de» nächsten Tagen erfolgt fein wird. Prinz Albrecht, Regent von Brauufchweig, kam gestern in Dublin au und begab sich nach dem Schloß, wo er al» East des Vizekönig» einige Zett zu verweilen gedentt. Herzog Alfred von Äobntg hat fich mit dem Erbprinzen nach England begeben, wohin ihnen die Herzogin mit den Prinzessinnen Anfang Mai »achfolgt. Eroßherzog Ernst Ludwig von Hessen folgt ebenfalls der Einladung zur Einweihung des Nordostfeekaial». Nach in München «folgtet amtlicher Bekanntgabe wurde das Abschieds­gesuch de» Regieruugrpräfibeuten von Niederbayern, Freiherr« von Lipowsky, nutet Verleihung des Michael-Ordens 1. Klasse bewilligt. Zum Re­gierung» - Präfidenten von Niederbayern ist der bis- heiigr Regierungsdirektor in Ausburg, Freiherr Fuchs von Birnbach-Doruheim, ernannte Die Direktoren der handelspolitischen und der Rcchts- abtheilnng des Auswärtigen Amt» in Berlin Reichhardt und Hellwig, welche bereit» zehn Jahre ii ihrer gegenwärtige» Stellung fich befinde», werden demnächst (wie verlautet) zu Wirklichen Geheimen Räthen ernannt werde». Im Auswärtige» Amt würde« bam nicht weniger al» vier .Exzellenzen' vorhanbe« fein, Der LaibeSgerichtsbteektor «eh. Jnstizrath Reiuberger in Tllstt ist am 18. b». Mts. bafelbst gestorben, Derselbe war einer bet älteste« preußischen LaibgerichtSbirektoren, welche»

Rettung durch'» Fenster ließ. Jedenfalls glaubt Cutter, daß Sie das wüßten.

Paul war über diese Neuigkeit höchst er- staunt und sah mich an, al« traue er seinen Sinnen nicht.

(Fortsetzung folgte)

Kunst, Wissenschaft und Leven.

* Magdeöwrg, 20. April. (Humperdinck) Soeben ist tm Verlage von Heinrichshofen da« neueste, bisher noch gar nicht dem Namen nach bekannte Bühnenwerk des Märchenspiels .Hänsel und Gretel', Engelbert Humperdinck, erschienen. Es nennt fich .Der Wolf und die fieben Geislein'. Der Text ist von Adelheit Wette, der Schwester de» Kompo­nisten, die ihm auch den Text zur ersten Märchen- cper dichtete. Da» Werk scheint bestimmt zu sein, neben .Hänsel und Gretel' den Abend aurzusüllen.

* Köuigsver» 1. Ur., 20. April. (Hirsch- -Id j-.) Der Archäologe Gustav Hirschfed, Pro- essor an der hiefigen Universität, ist nach langem chweren Leiden in Wiesbaden gestorben.

* * At-«, 19. April. (Die Büste be« Professor« Ernst Curtiu») im Museum von Olympia ist heute unter großer Betheiligung von griechischen und au«ländischen Archäologen feierlich aufgestellt worden. Die Direktoren der ftanzöfischen und der deutschen Schule hielten Reden, welche mit großem Beifalle ausgenommen wurden. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich hatte einen macht« vollen Lorbeerkranz gesandt.