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sich auf der Reise von Libau nach London. Der dänische Dampfer ist auch stark beschädigt. Wen die Schuld an dem Unglück trifft, ist noch nicht aufgeklärt. Der Kcpitän „M. 6. Melchiors" behauptet, die „Julie" habe verkehrt manövriert.
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sellschaftete" er sich mit dem Sachverständigen und verkaufte seinen Stein für 40000 Mark. Darauf kaufte er das Feld, auf welche» er den Fund gemacht hatte. Anfangs nahm er jedoch nur wenige Steine auf, um nicht die allgemeine Aufmerksamkeit auf fich zu lenken. Nach und nach kaufte er andere Felder hinzu und eines Morgens erwachte er als Millionär. Diese UebergaugSperiode dauerte drei Jahre. Später überließ Baruato die Ausbeutung seines Besitzes einer Aktiengesellschaft, deren Direk- toten er selbst, Sir Cecil Rhodes und noch ein dritter Herr find. Jeder der Herren bezieht ein Jahres- gehalt von 500 000 Mk. Als die ersten Goldminen bei Johannesburg entdeckt wurdi n, wiederholte Baruato den Streich, der ihm bei Kimberley so gut gelungen «ar; er kaufte Felder auf, so viel er nut finden konnte, gründete Gesellschaften, führte die Aciieu in London ein und wurde Grubenkönig. Heute befitzt der frühere CircuSclovu, wie gesagt, ein fabelhafter Vermögen, daS mit jeder Stunde wächst. WaS der Millionär mit den beiden klugen Eseln gemacht hat, weiß man nicht.
(Schiffszusammenstoß.) Am Sonntag fand i» Sunde, 4 Meilen von Helfingör, ein Zusammen stoß zwischen de« dänischen Dampfer „M. 6. Melchior" und dem deutschen Dampfer „Julie" au» Flensburg statt Die beiden Schiffe rannten in einem dichten Nebel gegen einander, und die „Jnlie" wurde so stark beschädigt, daß ste sofort zu sinken begann. Die aus 15 Personen bestehende Mannschaft wurde gerettet, aber die Ladung Weizen, die für 250000 versichert war, ist verloren. Der Dampfer befand
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muß eS fich wunderbar ftiedlich ruhen." „Nu. Excellenz, »u leg' ich awer die Wurscht weg." Der dicke Daumer blieb bei diese« Entschluß und ich hatte mein ordentliches Frühstück!"
(Ein afrikanischer Nabob.) Vor einige» Tage» sah Paris den „BergwerkSkönig" Barnato. Leute», die sich nicht mit de» Ereignisse» in Südafrika beschäftige», sagt dieser Name »ichtS; aber dafür ist er nicht nur am Cap populär, sondern auch in Lo»do», den« Barnato ist eine Macht, die auf dem Markte für Grube»produkte schön Wetter und Regen macht. Vor 20 Jahren besaß Barnato nicht mehr als 30 Mk. und befand fich als Clown mit zwei „gelehrten" Eseln ix einem die ganze Welt durchwandernde» CircuS; heute soll er 600 Millirneu Mark besitze». Im Jahre 1875 kam der CircuS vo» England »ach der Mixexstadt Kimberley in Südafrika, wo er jedoch so schlechte Geschäfte »achte, daß er fich auflöste. Der Direktor und die Direktorin suchten mit der Kasse das Weite nnb ließen ihr Personal, unter welchem sich auch der Clown Barnato mit feinen gebildeten Eseln befand, im größten Elende zurück. Der traurige Hanswurst setzte fich nun abwechselnd bald auf ien einen, bald auf den anderen Esel und durchstreifte die Umgebung von Kimberley Bei seinem zweiten Spazierritte fand er auf einem brachliegende» Felde ei»t» glänzende» Stein; er nahm ihn auf, zeigte ihn einem sachverständigen Bergmanue nnb — siehe da! her Stein war ein Diamant. Barnato umarmte vor Freude feine beiden Esel, die fich ttotz ihrer Weisheit de» Vorgang nicht erklären konnten; dann „Berge
Vermischtes.
(Bismarck al» Nimrod bei Frankfurt a. R.) 3« eine» Artikel in der Zeitschrift „Zur guten Stunde" führt H. Krä«er eine köstliche Anekdote an, die von de» Festen als Nimrod berichtet und die der Fürst selbst an einem feiner berühmten parlementarffchen Abende unter stürmischer Hetterkeit seiner Säste zum besten gab. Mau sprach von JagdauSflügen Bismarcks, kam auf bekanute Frankfurter Persönlichkeiten zu sprechen und erwähnte auch einen furchtsamen Herrn Daumer. Diesen Namen griff der Fürst auf: „Mit diese« dicken Daumer war ich eine» schönen Herbst morgens in der Nähe von Frankfutt auf der Jagd gewesen. Al» wir uns a« Rande des Waldes hoch ta Gebirge zur Rast niedersetzten, entdeckte ich zu «einem Schrecken, daß ich kein Frühstück mit hatte. Der dicke Daumer dagegen zog eine mächttge Wurst hervor, die für »ich allein gerade ausgereicht hätte und von der er mir edelmüttg die Hälfte anbot. Da» Mahl begann; ich sah da» Ende meines WmstteileS herannahen. Ich hätte vor Wehmuth ftaukforterisch reden mögen. Da fragte ich den dicken Dau»er von ungefähr: „Ach sage 6e wer doch, Herr Daumer, »e» i» doch daS Weiße da nnxe, was aus de Zweischebaim herausschaut?" „Gott, Excellenz, da «öchte Ei« ja der Appettt vergehe — das ist der Kirchhof." „Aber lieber Herr Daumer, da wollen wir unS doch bei Zeiten ein Plätzchen suchen, da
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