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tfb 8* letztere» auch »och zu benutz«, »äffe» aber de« gefttibe» Weh eitweder durch Bretterver-

Hlag tm Stall abgesondert oder a« beste» i» tinew Äderen Rau« «»tergebracht werde». Zu empfehle» A »och ei» beso»dereS Wärterpersoial für diese. Auch M Zucht kau» «a» fie verweudeu, doch ist eS rathsa», ßilber sofort abzusondtru, da diese i» der Regel erst »ach die Milch de, Kficttt« MatterthiereS kra»k »erde». Da aber Milch u»bedi»gt für da» Kalb ^chmeudig ist, laste «a» es de» erste» Tag bet der ßtutter, reiche ihm jedoch a« zweite» Tage u. f. f. gft Milch, die auf »i»deste»S 88 Grad vorher et' »öi«t gevese» war, wodurch etwa enthaltende Krank' Mkeime getödtet find. Diese Methode hat stch als ti»e äußerst praktische erwiesen, war der Herr Redner »it einer Reihe treffender Beispiele und frappirender Resultate belegte. Er gab auch noch de» Rath, -»llen der Gemeinde» auf ihre Gesundheit zu prüfe» gib nur ga»z intakt befundene zur Zucht zu bet' »enden. Die unter 3) bezeichneten Thiere find sofort ibzusonder« und recht bald abzuschaffen. Sorgt dann zer Landwirth noch für gute Bentilatio» im Stall, »ird er unter Befolgung der Winke bald günstige Ergebnisse zu verzeichn, n haben und fich vor Schaden schützen. Eine Anregung bei LaudesSko»omie Kollegiums und des Landwirth'chaftSrathS beim Staate um Bereitstellung von Mittel» zur erfolg« reichen Bekämpfung obengenannter Seuche wird hoffentlich eine» günstige» Erfolg habe».

Für de» mit vielem Bestall aufgenommene», allgemein tnteresfirenden Vortrag dankte» die Ver­sammelte» Herrn Rievel durch Erhebe» vo» de» Sitze». 8« die Ausführungen schloß fich eine DiS- kasfion, im Verlauf derer ei» lebhafter Meinungs­austausch stattfard. Herr Hoffman» (Hof Eörz, hausen) sprach fich gegen die Impfung auS; ei» te Folge dieser als iuficirt gefundenes Stück Vieh habe er schlachte» lasten und sei dasselbe dennoch als ganz gesund befunden. Auch bezweifelt er die Vererbung, erkennt aber die Uebeitragurg des Krankheitsstoffes auf Jungvieh durch die Milch, an. Herr KreiSthierarzt Stamm-Kirchhain glaubt, daß dievon seinem He.ru jiollege» gegebenen Vorschläge betr. Verhütung der Seuche (Absonderung deS VirhS rc) in unserer Gegend sehr schwer durchführbar sein werde». Er hält es für das Richtigste, die Tuberkulose untir das Seuche» gesetz zu stelle», nachdem er schon vor eisigen Jahren h Cassel für die Z «angSverficherung plaidirt hatte. Herr WeierShänser-Wehrs Hause» sprach fich im Sinne des Herr« Hoffman« ans. 8» der Debstt- betheiligte» fich fernerhin noch die Herren Roth. Cyriaxweimar (glaubt nicht, daß au. Krankheit durch Rilchfütterung übertragen wird), Rentier Holly hier, KreiSthierarzt Rievel rc rc.

Herr KutSpächter Schneider-Bürgel» sprach

überd«Nutzen derDrat»age*. Erfahrung«, und besonders solche im vergangene» Herbste, hab« gezeigt, wie »othw«dig eine Entwäfferuug der Felder vom Srundvaffer ist, w«n die Wintersaat gedeihe» soll. U« die Uebelstäide zu beseitig«, ist e» das einzig Richtige, durch eine gut «»gelegte Röhre». drai»age 8bhilfe zu schaff« und dadurch den Bode» in eine für dal Gedeihen der Pflanze» zu trägliche Beschaffenheit zu bringen. Herr Schneider war der Meinung, daß fich daS hierfür aufzu««dende Kapital bald verzinsen werde uxd betonte, daß Herr Oekouomie«Kommistar Nevtze - Melsungen s. Zt. in einem Bortrage d« Werth der Drainage sür die Lindwirthschaft überzeugend »achgewieseu habe. Auch auf dem Dr. Lrciul'sch« Gute in Bernsdorf werde geg«wärtig eine ziemlich umfangreiche Drainage ausgetührt.

B-i der Besprech»«- über den Vortrag schloß fich Herr Direktor Dr. Hesse der Ansicht deS Herrn Schneider an, hierbei bemerkend, daß Gutsbesitzer Pestalozzi'Haidau- Morsch« mit oi. Drainage recht gute Erfahrung«, zumal bezüglich bei Zucker- rübenbaueS zu verzeichnen hat. Herr Hoffman» sprach gegen Röhren, aber für Steiudraiuage au? Wies«. 3hm widersprachen die Herren Postmeister Göbel« Wetter und Rentier Holly hier. Im weitere» Verlause der Diskussion wurde auch von einigen Herr« sür Holzdrainage eingetrete».

Nachdem sodann der Herr Vorfitze»be, sowie Herr Ruth-Bellnhausen einen kurzen Bericht über die Gcneralversammlung.Hi Castel gegeben hatten, deren Verhandlung« bereits früher in unserem Blatte veröffentlicht sind, schloß er die ca. 2 stündige Sitzung.

Die »ächste Versammlung wird eine Wauderver- sammluug sei» und in Wetter stattfinde». Ein recht zahlreicher Besuch derselbe» ist wünschenswert und liegt im Jntereste der Mitglied-.r, da über aus der Vtreinskaste zu stiftende Prämien für das lavdwirthschaftliche Sommerfest Berathang g,pflogen und Beschluß gefaßt werd« soll.

Circa 25 Theilnrhmer an der Sitzung vereinigten fich sodann zu einem gemeinschaftlichen Mittagsmahl.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Areukeukerg. (Birmarckeiche) Zu Ehr« des Altreichskanzlers Fürst Bismarck fand auch hier am Montag eine entsprechende Feier statt Von dem hiesigen Verschönerungsverein war der Gedanke angeregt worden, als bleibendes Andenken der Ver­dienste der Fürsten eine B smarckciche zu pflanzen. Ein Gesuch um Ueberlafsum einer Eiche aus dem Sachsenwalde bei Friediichrruh wurde bewilligt, und so wurde die Eiche aus dem Wald des Fürsten auf unserem schönen Burgplatz unter entsprechender Feier gepflanzt. Abends fand ein Festkowm.rr statt

* Kassel, 3. April. (Perso»alie».) Der hiefige Geheime expedire»de Sekretär F«cke ist zu« Postrath e«a»»t Word«.

Kassel, 3. April. (Handelskammer.) Die hiefige Handelskammer beschloß, an den Reichskanzler eine Resolution zu senden, worin fie sich gegen die Einführung der internationalen Doppelwährung er­klärt und die Aufrechterhaltung unserer jetzigen Goldwährung dringend befürwortet.

Kassel, 4. April. (Rückkehr aus Fried­richs ruh.) Die Studenten der süddeutschen Uni« verfitäten, welche zur Theilnahme an der Huldigung der deutschen akademischen Jugend für den Altreiche- kanzler nach Fried: ichsruh gefahren waren, trafen gestern Abend mittelst Sonderzuges über Hamburg- Hannover hier um 7 Uhr 25 Min. ein. Nach einem bei Herrn Hoflieferanten Gagel im Wartesaal eingenommenen solennenDämmerschoppen* setzten dieselben die Weiterreise über Frankfurt nach dem Süden fort Auch mit dem fahrplanmäßigen, um 6 Uhr 40 Min. fälligen Hamburger Schnellzug trafen die Studenten in großer Zahl hier ein.

Nolsseuditmald, 3 April. (Spende.) Eine freudige Ueberraschung ist hiesiger Gemeinde durch Frau Commerzienrath Henschel bereitet worden, welche in hochherziger Weise den hohen Betrag von 10000 Mark für die Kirche zeichnete, wofür Orgel und Glocken beschafft werden sollen. Die Dankbarkeit rec ganzen Gemeinde ist der edlen Geberin sicher.

* Aukda, 4. April. Dem Real Proz ymnafial- Oberlehrer Joleph Johannis dahier ist der Rothe Adler-Old« 4. Klasse verliehen worb«.

Vermischtes.

(U»glücksbotschafte».)J» Leipzig erdrosselt; bet 28 jährige Steiabrucker Reichest seine 74 Iahte alte Schwiegermutter. Der Thäter ist, «achbem er die Habseligkeiten ber Ermorbete» geraubt, entflohen Nach dem Zurücktreten des Wassers wurde« auf einer überschwemmt gewesene» Wiese unterhalb bet Stabt Köln bie gräßlich verstümmelte» Körpertheile der Leich; ein;s etwa 12 jährigen Knabe» gesundes. Eisige Kleidungsstücke lag« i» der Nähr deS Fund­orts. Der Kopf fehlte a« ber Leiche. Seitens der Staatsanwaltschaft ist sofort eine Untersuchung eia» geleitet worb«. Ei» heftiges Gewitter mit starkem Schloßenfall hat bereits i» Beuthe» (Ob.-Schl.) statt- getunbe». Ei» Blitzstrahl fuhr auch i» die Wall fahrtsktrche zn DeutschP-iekar, wo gerade NrchmittagS- gotterdienst abgehalt-u wurde. Der Kapla» S wurde betäubt aus der Kirche h-ra»Sgetrag«. Kirchen besuchet fhb nicht verletzt. In bet Villa Glori vor bet Porta bei Popslo i« Rom hat sich ein Deutscher, Karl Schwebet aus Berlin, erschossen. Das

Motiv bet That soll i» finanzielle» Schwierigkeit« zu such« fei».

Telegraphische Depesche» der Oberhesfischeu Zeitung.

§ Aerli«, 4 April. Die Morgenblätter meld« aus Straßburg: Bei ber Reichstagsersatzwahl ErstetnMolSheim hat »ach b« bisher vorliegend« Resultaten UuterstaatSsekretär Baron Zo« von Bulach (clerical - conservattv) 7260, Böhl; (Soz ) 3615 Stimme» erhalt«, v. Bnlach's Wahl ist mit großer Mehrheit gesichert.

§ Werkt», 4. April. DieB-ff. Zig." melbet au» Belgrad: Die Königin Natalie trifft am 10. Mai in Belgrab ei». Ei» glänzender Empfang wirb vorbereitet. Die Damen Belgrads wollen zn Ehc« ber Königin ein« Ball vetanfiaü«; dieselbe wttd bei ihrer Ankuuft auch durch eine Abordnung bet Skupschttna begrüßt werben.

? Wudapess, 4. April. Das Wasser bet Donau steigt fortwährend, barselbe hat beißMokacS b« Stand des Iahte» 1876 erreicht. I« Theisgebiete steigt bas Waffet rapide. Die Lage in bet TheiSgegenb ist seht ernst; bie Dämme find bisher intsct. Durch den Austritt ber MaroS wurde Maros - Basathely überschwemmt. Die Brücken würben fortgetiffen, bie Dämme zerstört u»b ber Eisenbahnbamm übeifluthet.

§ Madrid, 4. April. Marschall Martinez CampoS wird stch sofort i» Cabix nach Cuba ein« schiffen. DaS Schiff wirb heute abgehe». I» vet- schiebene» Häse» werben zahlreiche Verstärkungen für Cuba vorbereitet.

§ Lauda«, 4. April. Nach einem Telegramm berTimes* aus Philadelphia vom 3. dS. MtS. haben die Republikaner bei den Frühjahrswahl« in de» westlichen Staate« ber Union vielfach gesiegt.

? Wasßiugta«, 4. April. Der hiesigen japani­sche» Gesandtschaft wurde in einem amtliche» Tele­gramm die Wiederaufnahme ber FriedenSverha»d-

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