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Srlcheiut täglich txfctr et Werktazen sach xnb Wtrtegro. — Qx<rteI»15eun«woitB*$itil bti »er fctw» Litt»« 2 Mk., bei alle» PrftLstteru 2 Rk. 25 Pfg.
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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain Jünstrirtes Sonntagsblatt. ®pre<5fhmbtn her Redaktion: ^lo*—11$
fgn . Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte».
wIHTDIiTU^ sowie die Anuoncen-Bureanx von Haasenstein ll. Vogler in vvv - ,
Frankfurt a. M.. Tasiel, Magdeburg und Men; Rudolf XXX. Iahrtl Dünnerstaa 4 Urtrtf 1RQ5 Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. 7 °
^/uuuce ymy, louu. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
Zweites Blatt.
Vermischtes.
- («eifer Wilhelm - Denkmal.) Für da» «eifer Wilhelm Denkmal zu Berlin nähern fich die FundamentterungSarbeitcn ihrer Vollendung. 3» Herbste werden die Bildhauer zur Herstellung der Säulenhalle längs des Quais von der Schloßfreiheit Besitz nehme». Die Enthüllung des Denkmals erfolgt am 22. März 1897.
— (Das Bismarck-Denkmal auf der Rudel»bürg.) Der Gefammtausfchuß des Verbandes alter Korpsstudenten hat in feiner ordentlichen Sitzung dem Bildhauer Norbert Pfretzschner, einem alten Leipziger Thüringer und Freiburger Schweben, die Herstellung der Modells für dar nächst der Rudelsburg zu errichtende Bismarck-Denk, mal durch einstimmigen Beschluß übertragen. Ent- scheidend dafür war namentlich die von Pfretzschner angefertigte, jüngst erst fertig gewordene lebensgroße Büste des Jünglings Bismarck. Es ist dem Künstler gelungen, aus dem allbekannten Haupte des Altreichskanzlers, mit genauester Beachtung aller Maße, den frohsinnigen, trotzigen Kopf der Göttinger Studenten zurückzuzaubern. Schmächtig, bartlos, unter mächtiger, von hinten nach vorn gestrichener Mähne trägt das Burfchengesicht doch die wohlbekannten Züge und unter zusammengezogenen Brauen dräuen schon die mächtigen Augen herab, so daß, trotz alles Ungewohnte» in dieser Verjüngung, doch
Jeder davor auSruft: ja, das ist Bismarck l So ist es gekommen, daß das von den alten Korps studeute« zu errichtende Denkmal auch von einem alten Korpsstudenten künstlerisch geschaffen wird. Nach bekannter Gewohnheit das Haupt in den Nacken zurückgerückt, fitzt der Jüngling da, die linke Hand mit der Mütze auf den Schenkel gestemmt, die rechte mit dem Schläger in der Faust lässig herabhängend. Von seinen Füßen zieht fich quer über das ganze Postament ein mächtiger Kranz von Eichenlaub und Wegekraat, fich am Sockel um die Fahne schlingend, darauf die Hauptsätze der Bonner Kaiserrede zu lesen find. Die linke, freie Seite des Postamentes zeigt da» Relief des Reichskanzlers aus den siebziger Jahren, die rechte, halb vom Kranz verhüllte, das BiSmarcksche Wappen, die Vorderseite trägt die Inschrift. Auf de« Granitstufe« zur Rechte» baut fich eine gelungene Trophäe von Bücher», blanken Waffe» und Trinkgefäße« auf, link» auf de» Stufe» reckt fich eine riesige Dogge, den treuen wachsamen Kopf zum Herrn emporwendend. Der Gefammtausfchuß wird einer durch den Gesandten im Haag, den Grafen Kuno zu Rantzau (Guestphaliae Heidelberg) an ihn ergangenen Einladung des Fürsten folgend, die Gipsabgüsse de» Hilfsmodells und der Büste mit seinen herzlichen Glückwünschen Ende April nach Friedrichsruh bringen. Die Beiträge zu dem Denkmal-Fonds gehen reichlich ein; sie belaufen fich bis jetzt auf 32000 Mk.
— (An die Veteranen Deutschlands!) Wie den Veteranen bereits durch die beutfäe Presse bekannt geworden, hat Se. Majestät unser aller-
gnädigster Kaiser unsere Jmediat-Eingabe, welche dahin ging, für die Kranken und erwerbsunfähigen Kameraden, welche noch keinerlei Penfion oder Unterstützung erhielten, eine Beihilfe zu erlangen, berücksichtigt, und durch allerhöchsten Erlaß den Reich« kanzler aufgefordert, einen Gesetzentwurf vrr- zulegen. Ei» zweite« Bittgesuch, denjenigen Veteranen, die im August dieses Jahres die Schlacht selber von Metz besuchen wollen, Ermäßigung der Fahrkosten zu Militärbilletr-Fahrpreisen zu bewilligen, soll ebenfalls gewährt sein. Recht herzlichen Dank unserem allergnädigsten Kaiser für die den Veteranen gezeigte allerhöchste HuldI Die Kameraden werden nun ersucht, recht bald ihre Namen zur Stammrolle, welche im Druck befindlich, einzu- reichen, damit der Reichsregierung recht bald ein g »au:» Material darüber vorgelegt werden kann, wieviel von den Veteranen aus früheren Feldzügen noch am Leben find. Alle Anmeldungen und An fragen find unter Beifügung des Rückportos zu richten an den Verband deutscher Kriegs Veteranen zu Leipzig.
— (Eiu Unikum i» der deutschen Geschäftswelt) besteht in Königswiuter a. Rh., nämlich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, bestehend aus einem Mitglied. Es giebt also, wie die »Monatsschrift für Aktienrecht und Bankenwesm* hierzu bemerkt, thatsächlich in Deutschland einen Mensche», der neben seiner physischen Person zugleich eine juristische Person darstellt, also zwei Persönlich, kette« in fich vereinigt. Er hat fich selbst da» Ver trauen geschenkt, fich zum Geschäftsführer zu bestelle»
und e» ist zu erwarten, baß er dieses Vertrauen rechtfertige» «nd die ihm von selbst gegebene» Vorschriften streng befolgen wird, damtt er nicht ix die Lage kommt, sobald er fich al» Generalversammlung konstituiert, fich au» seiner Stellung al» Geschäfts- führer ab,»berufe». Die Beschlüffe in dieser Generalversammlung werden jede» fall» einstimmig gefaßt, denn e» ist nicht zu befürchte», daß er fich vo» fich «ajorifiere» lassen wird. Jedeufall» kann er fich sei» Gehalt jede» Auge»blick erhöhe» laffe» «nd eS ist ei» feierlicher Moment, wenn der versammelte Gesellschafter sich den Dank für seine Geschäfts- fühkllng durch Erhebe« vo» seine» Platz ausspreche» wird.
— (Zur Warnung für Bieler.) Der Bäckermeister Deutschmann in Inowrazlaw wurde von icr dortigen Strafkammer zu 300 Mk. Strafe und in die nicht unerheblichen Kosten des Prozeffes verurteilt. Deutschmann hatte in seiner Backstube einm großen Trog, in dem er abwechselnd den Brot- teig ein ührte, die Kinder badete und in dem seine Frau regelmäßig die schmutzige Wäsche wusch.
lÄ” Herman» Wertheim
aostenfr.aostroM Ranto,fiH«‘fc5ft »«ftenfr.k,«,»«,- »erlös». Effekte» DaUKgOSCiail, «i»l«sung.
Bahnhofstr. gegenüber der Hauptpost.
Auskunft über Wertpapiere
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Ritterstraße 10.
Georg Konrad, Schreiner,
Hofstadt 2.
Gander 9 ft e bner S anitä Iskäse.
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der Billetvrrkauf stattfinbet.
Köln, im März 1895.
H. Pauli
Marburg, Wexdelgafle 4,
W. Spahr,
Architekt, Haspelstraße 9tt« 81, Anfertigungen von Bauzeichnungen, Kostenanschlägen rc. Uebernahme von Bauleitungen.
Tie Lirectio« de- Kölner Sch rnfpiel-Eusemble.
Otto Beck, Regisseur am Kölner Stidttheater.
Emil Milan, Recitator snb früher Regisseur am Kölner Stadttheater.
empfiehlt fich pr» ettMUU* «xi garaxtirt reiner, per Pfd. 60 Pfg., C
Repartre« der «laviere. (8S empfiehlt Carl Leypoldt. 1859]
Äoekn. ofiib. Palis
Vesa’sche Vogelfutter zu haben in Marburg bei Carl LeypoM.
Museumssaal in Marburg,
»am 8. bi» 21. «ai 1895.
ZWöismaliges Gastspiel des
LölnerSchanspiel-Eusemble.
Zur Aufführnng gelange»: „Torquato Tasso*, Schausp. »on Göthe; „Madame Boxivard*, Lustsp. von Sardon; „Heimath*, Schausp. v. Sudermann; „G'wiffexSwurm*, Lustsp. v. Anzengruber; „Kabale u. Siebe*, Trauersp. v. Schiller; „Großstadlluft*, Lustsp. -. Kadelburg; „Maria Magdalena*, Schausp. v. Hebbel; „Penfion Schöllec*, Schwank v. Laufs; „Nora*, Schausp. v Ibsen; „StiftungS- rest*. Lustsp v Moser; „Schulreiteri»*, Lustsp. v. Pohl; „Miuua o. Barnhelm*, Lustsp. v. Lesstng; „Die Neuvermählte»*, Schausp. v. B/örnsox; „Der sechste Sian*, Lustsp. v. Misch.
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Ei« bestimmter Platz im Abonnement für die 12 Vorstellunze»: Sperrsitz u. Gallerte 25 Mk., Erster Platz 18 Mk. D«tzeudk»rt«u (beliebig für die Vorstellungen zu benutze», aber eweilig am Tage der Vorstellung gegen nummerirte noch freie Plätze uxzutauscheo): Sperrntz und Gallerte 25 Mk, Erster Platz 18 Mk., Stehplatz 9 Mk. Einzelpreise: Sperrsitz 3 Mk., Erster Platz 2 Mk., Stehplatz 1 Mk. Für die Herren Stndirendeu findet Preisermäßigung beim Abonnement und bet den Dutzrndkarte» statt.
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