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mit Hülfe der Kammermädchens in'« Leben zurück- zurufen.
Der Tourist wand sein Tau auf und nahm die Pfeife au« dem Munde, war er in der Eile de« Augenblicke« vergessen hatte. Dann warf er sich eine alte Jacke über und eilte die Treppe hinab, um zu fragen, ob er irgendwie behilflich sein könne oder ob die Dame tobt wäre 6« war ein kräftig gebauter Mann mit einem häßlichen, aber nicht un. freundlichen Gesicht, kleinen grauen Augen und chwarzem Haar, da» bereit« an den Schläfen zu bleichen begann. Der Wirt hatte von ihm erzählt oaß er ein sehr ruhiger Herr sei, welcher sich wenig bemerkbar mache, obgleich er schon eine Woche im Gasthofe verweilte, daß er auf der Reise nach der 54meii begriffen wäre, nur ein Mantelsack, einen Strick, eine eisenbeschlagene Stange und ein Buch mit sich führe, in welchem er mitunter lese, sowie oaß er fließend deutsch spräche und ein Amerikaner sei
Die Aufregung vor Madame Patoff« Zimmer mar eine ungeheure. Doch der Herr Doktor, wie der Wirt den Professor Cutter nannte, hatte e« Niemandem außer der Kammerzofe gestattet, hine.n. zngehen, und noch keine Nachricht von der Patientin gegeben.
»Sie ist nicht sehr verletzt*, mit diesen Worten
für die ; 18 Mk, en, aber ie Plätze 18 Mk, er Platz it Preis- t.
«itt- i Oscar h später
»Der Frühlingssturm der neuen Zeit braust dure» die deutsche« Lande und weit, weit über deren Grenzen hir aus, wo immer deutsche Herzen schlage», in denen da» nationale Bewußtsein und die Freude am Vater, lande nicht erloschen sind, wetteifert sman, den 80. Geburtstag unsere« großen Reichskanzlers, des Schöpfers des so heiß ersehnte», vor 25 Jahren neu erstandenen Deutschen Reiches festlich zu begehen und 6o» diesem FrühlingSsturm ergriffen, haben auch »ir b»8 hier zu ei»em gemeinsame» feierlichen Kom merse vereinigt, vou stolzer Freude erfüllt, in unser» größten Staatsmann nun auch »«fern Ehrenbürger feier» zu können, um in treuer Dankbarkeit ihm a» diesem seinem Ehrentage all unsere Liebe und Be wunderurig zu erweisen.
Die Veranlassung aber gerade dieses nationalen Festes drängt uns, dasselbe nicht zu eröffnen, ohne zunächst mit ganz besonders freudigem Herzen unseres Kaisers und Herrn, des Schirmherr» unseres teuer» Deutschen Vaterlandes zu gedenk,n, der sich vor we nigen Tagen selbst nach Friedrichsruhe begab zu einer Huldigung, wie sie großartiger von einem Kaiser noc i feilt« Unterthan dar gebracht ist, u« als der Erste dem Fürsten Bismarck, dem Alt-Reicksfenzler seinen Kaiserlichen Dank und seine Glückwünsche dar zubriogen und mit begeistertem Herzen vor aller Welt auSzusprechen, was a» diesen Tagen die Herzrn aller patriotisch gesinnten Deutschen erfüllt.
Anschlüßen muß ich an die Worte, die Fürst Bismarck selbst Seiner Majestät auf deren Glück wünsche erwidert hat, er habe sich sein ganzes Leben mit Hingebung und Begeisterung die Anhänglichkeit an du» regierende Hau» bewahrt und sich überzeugt, daß außer dieser dynastischen Anhänglichkeit in Deutsch- land überhaupt kein Heil sei.
Daß dem so ist, beweist die Geschichte, beweist ein Blick aus Frankreich I Darum halten wir fest, wa» wir haben! Gerade in der heutigen so schwierigen Zeit, wo in so viele Interessen etngegriff n und so scharfe Gegensätze hervorgekehrt werden, sollte e8 uns so reckt zum Bewußtsein kommen, daß wir d-PPelt Ursache haben, uns über die Zugehörigkeit zu unserem mack-vollen König», und Kaiserhaus- zu freuen, en:S Königtum?, welche» unerschütterlich fest steht, eine» Königtums, welches über de» Kämpfe« der Parteien weit erhaben steht und in unerschütter- lichir Fülle seiner Macht die Kraft bewahrt hat, die gefrmde Entwickelung des deutschen Volkes zu ge wShrleiste« und das in der Machtsülle des wieder erstandenen Deutschen Reiches der sichere Hort ist sür den Frieden der Nationen untereinander.
Darum richten sich unsere Augen in Treue und Ehrerbietung auf den Herrscher, welchem die Geschicke Preußen, und dis deutschen Reiches anvertraut find, der diese» Ihm von Gott an vertrauten Amte» mit vollster Hingebung und kraftvoller Entschlossenheit, gleich seinen Vorfahre», waltet. Möchten doch alle Glieder de» deutschen Volks, alle Parteien, in diesem dien Punkte einig, sich fest und immer fester schaaren nm da» Banner, welches unser Kaiser und König voranträgt, das wäre da» edelste Geschenk, die schönste
t» sei ein Zeichen unserer politischen Unreife, daß d«e solche Thorheit bei n«8 möglich sei. Wir aber dürfe» darauf erwidern, daß politische Unreife ein Vorrecht der Jugend ist. Wir Deutsche aber find in politischer Beziehung ei» junges Volk, de»» ein »u politische« Handeln fähiges Volk hat erst Bismarck aus un» gemacht. Dadurch hat er sich mit eine«, wie e» scheint, unauslöschliche» Haß belade«, «st dem Haß derer, die lieber in dem Sumpf der Kleinstaaterei fitze«, als deutsche Arbeit thuu wollen, «ti de« Haß derer, denen der stärkste Hort der Ordnung, das deutsche Reich, in der Seele zuwider ist, mit de« Haß aller, denen irgendwelche irdischen Interessen höher stehen al» das einige Vaterland.
Gehaßt zu werden ist nun einmal da» Loo» de» Helden. Und das ist Bismarck vor Allem: der unvergleichliche Held unseres Volkes. Der trockenste rud kürzeste Bericht von de«, was er für uns gethan hat, klingt wie eine Heldensage. AIS er 1851 preußischer Gesandter am Bundestag in Frankfurt wurde, wurde er als diplomatischer Säugling der- spottet. Kurz vorher hatte Preußen seine tiefste Demütigung vor Oesterreich erlebt. Aber 19 Jahre später waren Oesterreich und Frankreich niedergeworfen und ein deutsches Reich war unter Preußen» Führung entstanden, das von seine» Anfängen an a» die erste Macht der Welt austreten durste, weil Btrmarck seine Schritte lenkte. Wunderbare Fügungen habe« dabei geholfen. Aber Bismarck hat doch diese Ziele von Anfang an gewollt. Ohne die Armee, die fei« großer König geschaffen hatte, ohne das feste Gefüge de» preußischen Staates, ohne die tausend lebenskräftigen Keime im deutschen Volke, die auf Luft und Licht warteten, hätte Bismarck nichts er- reicht. Aber die wichtigsten Schritte auf seine» Wege, vor Allem den Bruch mit Oesterreich, hat er de« König abgerungen. Und das Volk im Ganzen hat sich mit namenloser Erbitterung gegen ihn gestemmt, als er er ans einer jammervollen Lage ewporhob. Erst al» das vorher Unglaubliche geschehen war und als nun das geschichtlich notwendige vor aller Welt stand, wurde er als der Vollstrecker eines ungeheure» Geschicks von Freund und Feind be- wundert, und sein Name wurde der Stolz seine» Volke».
Aber ihm selbst ist an der Bewunderung wenig gelegen und von uns Deutsche» verlangt er «ehr, als daß wir un» seiner rühmen. Er will »icht bloß der Held «nserer großen Vergangenheit, sondern unser Lehrer und Erzieher sür die Zukunft sei». Bismarck wirkt schon dadurch erziehend, wie er die bloße Bewunderung von sich ablaufeu läßt. Viele die ihm nahe kommen durften, find von nicht» »ehr ergriffen worden als von der schlichten Natürlich- fett seiner Worte und seines Verkehrs mit jede« Menschen. Die eitle Menschenvergötternng, die stch an ihn herandrängt, zerstört er selbst durch die großartige Sorglosigkeit mit der er sich giebt, als ei" Mensch «ti Fehlern nnd Schwächen aber al» et» ganzer Man». Er hat eine Natur, die ihre Eigenart «ie verschleiert, «der in dieser selben Natur,
al« sie, sobald sie stch erholt hatte, so schnell wie möglich zu ihren Verwandten zu schaffen. Tag für Dag saß er nun neben ihrem Bette mit der Geduld eine« Manne«, welcher an Krankenpflege gewöhnt ist und die Patienten al« Studium zur Bereicherung einer Wissenschaft betrachtet. Gegen Abend, al» sie schlief, ging Cutter hinaus in der Hoffnung, ben Touristen wiederzufinden. Doch der Wirt sagte, daß er bereit» weitergezogen sei, und wußte auch auf Cutter« Frage nach dessen Namen nicht« Andere« zu sagen, daß er sich al« Paul in« Fremden- buch eingetragen und bereit« Weißenstein verlassen habe. Somit mußte Cutter seine Neugierde be- zähmen
-Wieder der Name Paul!' rief er ärgerlich. »Ich bin desselben schon überdrüssig. Ob dieser Bursche auch ein Russe sein mag?' Damit drehte er sich auf dem Absatz um und begann, vor de» Hause auf und ab zu schreiten und seinen Uebermut in die Wölkchen einer Zigarre aufzulösen.
Madame Patoff war, so lange sie unter dem Einflüsse einer sie beherrschenden Idee gestanden, in sehr interessante« Studium gewesen. Jetzt onnte sie möglicherweise in völlige Apathie verfallen, wie Cutter schon hundert Mal erlebt.
(Fortsetzung folgt.)
trat der Professor endlich au» Madame Patoff« Zimmer und fein Auge fiel auf den großen Touristen, der nach dem Anhören dieser Worte fich sofort zum Gehen wandte. Cutter eilte ihm nach, ergriff feine Hand und danke ihm auf« Wärmste für die geleistete Hülfe
«Bitte, erwähnen Sie da« nicht erst', antwortete der Fremde. .Alt Sie erst den Strick erfaßt hatten, führten Sie Ihre Sache brillant aus. Entschuldigen Sie mich jetzt gütigst — ich habe eine Verabredung — leben Sie wohl — ich freue mich, daß die Dame nicht verletzt ist " Darauf schüttelte der Tourist chnell noch einmal de« Professor« Hand — und fort war er. ehe der Letztere nach de« jüngeren Manne« Namen fragen konnte
«Ein sonderbarer Mensch", brummte Cutter vor stch hin, während er stch wiederum an Madame Patoff« Bett begab.
Eie war äußerlich nicht verletzt, doch war e« vorläufig noch unmöglich, zu sagen, welche Wirkung diese Erschütterung auf ihr Gehirn aurgeübt hatte. 5ie öffnete die Augen, schien jedoch Niemand zu erkennen; und al« der Professor fragte, wie fie sich ’eftnbe, um zu hören, ob fie vernehmlich sprechen inne, da lachte fie gellend auf und wandte den Kopf ab. Es »ar also vorläufig nicht» zu thun,
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Marburg,
Mittwoch, 3 April 1895.
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Schaust. Seimath', mgtuber; , Lustst. , Pension »tiftungs-
„ Minna Schaust.
Hanl Patoff.
•tat «qähkm, in 8 Bänden von F. Marion Erawford.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)
Doch Cutter fürchtete stch nicht. E« war da« Werk «ine» Augenblicks, daß er mit einer Geschicklichkeit, »eiche den jungen Mann über ihm in Erstaunen fetzte, einen dicken Knoten in da« Tau schlang tob stch bi« zum Kirschbaum an demselben nieder, lleß. Dann schlang er da« Ende de« Strickes zwei Hal um die Hüften der besinnungslosen Frau und tohm fie in den Arm.
«Können Sie un« hinaufziehen?" rief er.
Langsam wurde da» Tau mit der schweren Vürde in die Höhe gezogen. Der Tourist hatte in Nm Wirte, einem kräftigen Schwaben, Unter» «tzung bekommen. In weniger al» zwei Minuten tot Cutter mit dem Balkon in gleicher Höhe, und finige Sekunden später war die gerettete Dame *n den Schling« be« Taue« befreit. E« war Mt überraschend, daß Professor Cutter zuerst an Nefe und nicht an den Mann dachte, welcher ihnen tolfe geleistet. Ec trug Madame Pateff nach vem Zimmer und machte pmächst — obgleich M selbst alle Glieder zitterten — Anstalten, sie
Bismarcks Geburtstag.
* Marburg, 2. April 1895.
Bismarck« Ehrungen durch Kommers-, Kackelzüge, Festakte i» den Schulen usw. werden au» ben meisten größeren Städten Deutschlands i» solcher Fülle gemeldet, daß der Rau« zu ist er Wiedergabe «angelt, lleberall herrscht eine festliche, begeisterte Stimmung. Auch im «urlaube habe» sich die Deutsche» an vielen Orte» zusammengefunden, m» den 80. Geburtstag des Einigers des Vaterlandes würdig zu begehe».
Unsere Stadt, die bin Altreichskanzler zu ihrem Ehrenbürger ernannt hat, veranstaltete zu Ehren be» Fürsten i« Verein mit der Universität einen Festkommer» tm Mufenm. Leiber erwies sich nufer größtes Lokal zu klein, u« auch nur die Häls e derjenigen aufzanehmen. die an der Ehrung unseres großen Kanzlers teilnehme» wollten. Nachdem fic» beide Säle bis auf das letzte Plätzchen gefüllt hatte» ergriff Herr Landgerichisrat Gleim der das Präsidium führte das Wort und führten» gefähr folgendes aus:
,,@« ist eifreulich, daß unsere Mitbürger in so großer Zahl stch versammelt haben, u« den Geburt» tag des Fürsten Bismarck festlich zu begehe». 6» war die» auch zu erwarten, denn wir wisse», wie die guten Elemente unserer Stadt zur heutigen Tagesfrage stehe». Wir wisse», daß dieselben da« Vaterland über alles lieben und darum be» Man» gerne ehre», der dasselbe groß gemacht hat. Wir feier» ja nicht nur be» einen Mann heute, vir feiern «icht nur unseren Ehrenbürger, sondern Mir feiern »Um ar dl Der Name Bismarck aber ist für >»s Deutsche ein inhaltschwerer Begriff. Welche Fülle von Erinnerungen knöpfen sich an diese» Namen 1 Wir sehen bei Nennung derselben vor uns ben Heldenkatser Wilhelm L, die edle Gestalt des Kronprinzen, die Grafen Moltke und Roo», sowie zahlreiche andere um unsere nationale Wiedergeburt verdiente Männer. Beim Klange be» Namens LiSmarck lebt vor uns auf die große Zeit von 1870 ob 1871. Alles, worum Generationen vergeblich gestritten, wurde damals erreicht, und dar Hauptverdienß daran fällt unserem Bismarck zu. Dafür find ihm auch alle Deutschen dankbar, >«»d soweit die deutsche Zunge klingt, in allen Weltteilen, überall, wo Deutsche wohnen, ieirb heute sein Geburtrtag gefeiert Aber nicht alle feier». Verschiedene stehen draußen Lassen bür fie draußen im Kalten stehen 1 Wir aber, die wir da» Herz auf dem rechte» Fleck habe», die wir treu tod fest zu Kaiser und Reich und zur schwarz weiß- roten Flagge stehen, wollen unseren Bismarck hochhalten und feier», so lange wir atmen 1"
Unter der Leitung de» Henn LandgertchtSrat •lei» nah« sodann der Kommers einen glänzenden •erlauf. Mit aus gezeichneten Gesangrvorträge» der Räunerchöre .Liedertafel*, .Liederverein* und „Lieder tranz*, wechselten Mufikvorträge und allgemeine Lieder. De» Trinksprnch ans den Kaiser brachte Herr Oberbürgermeister Schüler mit folgenden Worten au»;
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. "" igSSS.Jllustrirtes Sonntagsblatt.
Erscheint täglich außer an Werktag« nach Sann- und Feiertag«. — Ouartal-AbammueuS-Prei» bei der bitten S ML, bei all« »»Mutern 2 Rk. LS Pfz («xkl. Bestellgeld). JnseratterSgebShr für die ge' »der der« Raum 10 Pfg.. R «klamm für die
FesteSgabe, welche das deutsche Volk uuserm Jubilar, dem großen Baumeister des deutschen Reiches dar- bthgea könnte l
Möge aber Gott unserem Kaiser und König Straft und Segen geben, daß er fortbaue an der gesunde», friedliche» Entwickelung unseres große» wieder erstandene» deutsche» Vaterlandes, getragen von der Liebe und Anhänglichkeit be» deutschen Volke» und der Dankbarkeit bei Vaterlandes. Stimmen Sie ei» mit mit beigeifietien Herzens in ben Ruf: Seine Majestät Wilhelm II., unser Kaiser, König, und Herr lebe hoch!«
Die Festrede hielt Herr Professor Herrmann. Dieselbe hatte folgenden Wortlaut:
»Seit langer Zeit haben sich hier in Marburg zum 1. April eine große Anzahl deutscher Männer zusammengesunden, die unsere« Bismarck ihre un wandelbare Treue und Dankbarkeit bezeuge» wollte». Auch tu de» dunkelsten Jahren haben viele hier diese» Tag al» einen Festtag unsere» Volk» gefeiert. Uster ihnen waren immer nicht wenige, bereu Familien länger al» sie selbst ermessen könne», an ber alte» Burg hessischer Fürsten gehaust habe». Diese» Muß- Preußen lag e» ebenso wie uns Altpreußen am verzen, bem Manne zu danke», bet ihnen viel genommen unb un» allen ein Vaterland gegeben hat. Der heutige Tag hat für Deutschland eine besondere Weihe. DaS neue Jahrzehnt, das Patriarchen alter, in da» Fürst Birmarck eintritt, läßt uns inniger erfassen, was wir an diesem theuren Leben haben. ES geht j-tzt bisweilen ein Hauch von Ruhrbedürfni« durch Bismarcks Rede. Dabei empfinden wir nm so stärker das Unsterbliche, das in feuriger Lebendigkeit ans der Seele dieser ManneS in sein Volk strömt. 68 ist i» dieser feierlichen Stunde nationaler Er regrng nicht leicht, ein Wort zu finden, da» uns genügen könnte. Wenige werden heute versuche», ben Weg zu schildern, auf bem ber märkische Janker Sürst Bismarck geworden ist, be» Weg eines MonueS ber sich berufen glaubte, sein Feld zu bebauen, vn: ber bann alle Kulturländer ber Erbe die Macht seines Willen» hat spür» lassen. Wir wollen hier heute nicht an bem Werk beS Riesen heruwklettein Wir wollen einfach da« Bild unschönen, daS er in unser Herz gedrückt hat.
Wa» ist Bismarck un» Deutschen? Manchem unter un» kommt habet vielleicht die zornige Antwort auf die Lippen: ein Stein be» Anstoßes. Während bet Kaiser ebenso glanzvoll wie herzlich ben großen Diener seine» Hause» ehrt, kann bet Versuch gemacht «erben, bie Welt davon zu überreden, daß die Mehrheit deS deutschen Volke» diesen Mann verabscheue. BiSmarck selbst würde unS ohne Zweifel raten, uns darüber nicht zu erhitze». Er wird freu»dlich lache» über diese »östliche» Landsleute. Er wird ihnen wünschen, daß ie auch 80 Jahre all werden, und wir wollen dazu den Wunsch fügen, daß fie dann ihren Enkeln möchten antworten müssen auf die Frage: wa» habt hr, die ihr da» Glück hattet, BiSmarck» Zeitgenossen zu sein, dazu geiha», nm ihm zu danken? Von Eng- ländern und Franzosen müssen wir freilich hören,
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte», sowie die Amwacm-Bureanx von Haasmstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XJLX. fctlDrfl, Mofse hr Frankfurt a. M., Berlin, Münch« n. Köln; G. L. yJ i)
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
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