Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Sx^-fcSgTSSffiJllustrirtes Sonntagsblatt.
Auzeigm nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haaseustein u. Vogler in X7t7_ Frankfurt a. M., Kassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXX. Mra Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. “
Daube u. Eo. tu Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
Erscheint täglich «über au Werktagen nach Sonu« und x
Marburg,
Mittwoch, 27 März 1895.
Die Ablehnung des Antrags Kanitz durch den Staatsrat.
* Marburg, 26. Mär, 1895.
Die „Korrespondenz de» Bunde» der Landwirte" schreibt:
Der Staatsrat ist geschloffen worden und zwar eher, al» »an erwartet hatte. Er hat de» auf ihn gesetzten Erwartungen entsprochen,' indem er m Stimmenmehrheit eine Resolution an» ahm, welche in Sachen der Punktes der Tagesordnung: »Hebung der Preise laudwirtschastlicher Produkte", eiue eit- schied eue Ablehnung des Ar trage» Sauitz und au ähnlicher Grundlage beruhender Vorschläge>uSdrückt
SIS der StaatSrat zusammentrat, zeigte sich die «auchesterliche Prefle etwa» enegt. Sie fürchtete, daß bei der gegenwärtigen Zeitrichtung der StaatSrat de« Agrariern sich günstig zeigen könne und sprach sich deshalb recht mißliebig über diese „hohe" Bei- sammlung an». Dieselbe paffe in den Rahme» der konstitutionelle» Staates nicht Hix ei», so»der» sei ei» AxachrouiSmu», der aus der absolutistische» »era ix »ufere Zest hiuübergerettet sei. 68 komme auch au da» Urteil solcher willkürlich zusammengesetzte« Ber> samwluuge» gar »icht an rc. re
Plötzlich hat sich da» Bild geäudert. Seitdem der StaatSrat sich gege» de» «»trag Kauitz erklärte, ist er i» der Schtuxg unserer Eeg»er weilexhoch gestiegen. Die allerfreifiuxigste» Leute machen die allertiessten Lückli»ge vor de» hohen StaatSrat, sie sind in der Erkenntnis seiner hohen Bedeutung und Eachkeuntni» an» Sauluflen über Nacht zu Pauluffex geworden. Die ganze Linie unserer Gegner hallt wider von Jubelrufen; die Herre» geberde» fich, alt ob alle Agrarier schon «ansetot am Bode« läge,. Die „Berl. Börse»,eituug" kommt z» dem Resultat, daß der Sutrag Kauitz »»»mehr i» jeder Form der Vergangenheit an gehöre.
Darin werde» fich u»sere Gegner aber doch schwer täusche». Wir richte» fie au» ihre» eigene» Munde, indem wir ihne» da» früher vo» ihnen selbst borge brachte Argumeut zurückgeben, daß solche beliebig zusammengesetzte Versammlungen keine «ntorttät be- anspruche» können. Hätte die Regiernng ein Botnm zu Gunsten de» «»trage« «a»itz habe» wolle», so wäre »icht» leichterge- wesen, al» 50 sehr sachkundige u»d angesehene Männer zasammenzuberufe», die sich ei»sti»«ig dafür ausgesprochen hätte». Wa» hat also hier»ach da» Votum de»
Patoff.
Wine Erzählung in 2 Bänden von F. Marton Lrawfoid.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetznng.)
„Ihr Leiden ä»ßert fich ganz seltsam", ant- «ortete der Arzt. „Ich wartete daher auf Sie, denn ich konnte Ihnen ohne vorherige Warnung »icht gestatten, zu ihr zu gehen. E« ist eine merk- würdige Halluzination, an welcher fie leidet."
„Und diese ist?" fragte Paul mit erstickter Stimme.
„E» ist eine sehr delikate Sache. Litte, be- gleiten Sie mich in den Garten unb ich werde Ihnen da» Nähere mitteilen."
Die beiden Männer gingen zu« Hause hinaus und langsam dm Weg hinab, welcher nach den Wäldern führte.»
„Es ist eine delikate Sache", wiederholte der Doktor Cutter. „Zunächst muß ich meine eigene Stellung hier erklären. Ich bin ein Engländer, »elcher wiffmschaftlichen Studim obliegt. Arzt und Profeffor an einer Universität, habe ich beide«, sowie meine Vorlesungen aufgegeben, nur um un- S' mdert meinem Studium leben zu könnm. Ich
viel auf dem Kontinent und bringe den Sommer gewöhnlich in der Schweiz oder sonst irgendwo im südlichm Deutschland zu. Ich befand «ich mit Madame Patoff« Schwager in Rugby und sah die Erstere selbst im vortgm und vor zwei Jahren in Wiesbaden. Al« ich in diesem Sommer Kether kam — vor ungefähr vier Wochen — er- neuerten wir unsere Bekanntschaft. In den beiden letzten Jahren kam Alexander, fie hier während seine« Urlaub« zu besuchen Daher lernte ich auch ihn und Ihrer Mutter große' Liebe sür Ihren Bruder kennen. Diese» Mal «ar Madame Patoff
Staat»rate» zu bedeute» ? Die Axtwort ka»» fi, । Jedermann selbst gebe».
Wie wenig einwandsftet, wie geradezu dürftig die Begründung de» Staatsrate» aber i Materiell ist, wöge» unsere Leser au» folgender Be. leuchtuxg erkenne», die wir be» einzelne» Punkte» «»gedeihe» laffe» «olle».
Der Staat»rat sagt:
1. Der Staat solle »icht dazu geeignet sei», de» Eiikauf und Verkauf de» Getreide» mit der Verpflicht» uxg zu übernehme», da» Bedürfnis der Bevölkerung zu bemeffm und jeder Zeit u»d überall sicher zu stelle». Dabei besorgt der Staat jetzt scho» die Versorgung einer halbe» Million Mensche», be» Heere», und da er hier im Jnlande i» kleinen Posten kauft, so ist da» Geschäft viel schwieriger, al» der Ankauf in große» Menge, auf de« Weltmarkt. Der Staat hat ferner schon jetzt alle die statistische» Erhebunge» in Häude», auf Grund deren da» Bedürfnis der Bevölkern»g beweffen wird. Er kann diese Statistik in eigener Thätigkeit am besten auSnutzen und kann fie erforderlichen Fall» jeder Zeit vervollkommnen.
2. Es soll sozialpolittsch sehr bedenklich sein, daß der Staat da» Getteide teurer verkauft, al» et»kauft Mit diese« Einwand trifft der Staat a« meiste» feine eigene Politik, den» gerade der Zoll hat eiue ganz einsettig preis steigernde Wirkung. Nicht aber der Antrag Kanitz, der ja »icht preis erhöhend, sondern preiSauSgleichend wirke» soll. Der Staat soll zu Noiwalpreise» verkaufe». Umgekehrt, wen» er de» jetzige» Preisdruck ausnutze» und be» Landwirte» des eigene» Landes durch Verkauf des Eixsuhrge- treideS zu de» heuttge» Preffe» verderbliche Konkurrenz wache» würde, da»» würde fei» Lorgehe» sozial- politisch verwerflich sei».
3. Die staatliche Leitung der Getreideverkehrs soll Ursache der Unzufriedenheit, vo» Verdächtigungen und schwerer Schädigung he» siaatlicheu Lebens sei». Wiederum gerade umgekehrt l Die tiefe Unzufriedenheit mit der Börse, «it der Spekulativ», die Sei- trächtig»»gerr der einzelne» Berustklaffeu gegeneinander, die da» Zwisck evhaxdelS-Jntereffe veranlaßt, die Schädigung be» staatliche» Lebe»», bk au» bei U» thätigkeit be» Staate» gegenüber diese» schreiende» Mißständen entspringt, würde «it eine« Schlage beseitigt werde».
4. Das Et»fuhr«o»opol soll de» ga»,e» Export- handel, dawit auch die J»dufirie und ihre »rbetter aädige». Wir verstehe» »icht, worauf fich dieser Vorwurf stützt. Wir find immer der Ansicht gewese», daß der Exporthandel durch da» Monopol wie dmch
ehr niedergeschlagen, weil er Sie in Konstantinopel besuchen wollte. Entschuldigen Sie, wenn ich Ihnen mit der Erwähnung seine« Namen« wehe thue, e« rst jedoch unvermeidlich. Eine» Morgen» erzählte sie mir, daß sie den Plan gefaßt habe, ebenfalls nach der Türkei zu reifen. Sie wollte in kleinen Touren durch die Schweiz nach Italien und bann auf einem Dampfer nach dem Orknt. Da fie sehr leidenb war und namentlich sehr melancholisch ge- stimmt, gedachte ich, sie bi« nach Italien zu begleiten Wir fuhren nach Luzem und von dort nach Como, wo ich beabsichtigte, fie zu verlassen. Dort wollte sie einige Tage verweilen, ehe sie nach dem Osten weiterreiste, um ihre Korrespondenz zu erledigen Unter den Briefen, welche sie hier empfing, befand fich der Ihrige mit der Mitteilung von Ihres Bruder« Verschwinden. Ihre Mutter befand sich un Salon allein, al« sie denselben öffnete. Die Wirkung dieser Nachricht war eine derartige, daß
)te Dienerin fie einige Zeit darauf bewußtlos im Sessel liegend fand und e« für da» Beste hielt, mich zu rufen. Ich erweckte fie bald au« ihrer Ohnmacht. Al« fie ihre Besinnung wieder erlangt, eichte fie mir den Brief und bat mich, ihn zu efen. Die Szene, welche nun folgte, wat eine chreckliche."
»In welcher Art?" fragte Paul gespannt.
„Um kurz zu sein", antwortete der Profeffor, „es war klar, daß von diesem Moment an ihr Verstand gelten hatte. Keine Vernunstgründe find im Stande, P den einmal gefaßten Gedanken zu rauben."
„Und welche« ist dieser Gedanke?" fragte Paul, vor Erregung zitternd.
„Sie hält Sie für den Urheber von Ihre« Bruder» Tod", antwortete Cutter.
(Fortsetzung folgt)
kei» zweite» Mittel gefichert und gefördert werde» kau». De»» u»sere Regierung erhält dadurch die wuchtigste Waffe i« Zollkrieg, die wertvollste Gege». gäbe sür die vo» ihr erstrebte» Vergü»stigu«ge».
5. Den nächste» Einwand schwächt die Resolutio» scho» selbst ab. Die andere» ProduktiouSzweige könne» dieselbe Maßregel zu ihre» Gunsten beanspruchen, „wenngleich axzueikeuxe» ist, daß die Be- de»tu»g der Landwirtschaft für da» Gesamtwohl nicht anxähernd vo» ei»em der a»dere» SlwerbSzweij erreicht wird." Au» dieser eben vom StaatSrat selb auSgesprocheuk« Erwägung kau» «an aber auch be» axbeien Probuktiox«zweigeu welche ihr Schicksal «ehr selbst ix der Haxd habe» u»d Bit et ganz »»deren ProdukttonSbedixguxge» arbeiten, »icht ohne Weitere» dasselbe Recht zubilligen.
6. Der Plan soll gegen die Handelsverträge gehen und eine Senderung der Verträge ohne Gegenleistungen nicht möglich feix. Wir gebe» gerx zu, daß, »achbe« einmal die Frage der Verträglichkeit «tt den Handels- verttägen erörtert worden ist, e» politisch unklug wäre, ohne gütliche Vereinbarung mit den Vertrags- staatex be» Antrag Kanitz burchzuführe». Aber biefe Vereixbaruug ist ja so sehr leicht. Ma» braucht ja Oesterreich rmb Rußlaubuur einen erheblich stärkeren Teil an der deutschen Einfuhr zuzuficher«, al» fie durch die Verträge erreichen könnten, dann werben sie ihre Zustimmnng gern gebe». Diese Begünstigung kann durch eine Beschränkung Argentinien» oder viel leicht noch der englischen Kolonie» leicht durchgesührt werden, ohne daß die «»deren Staaten fich dadnrch beschwert fühle» kö»»te».
Diese Replik auf bk Resolution deS Staatsrates mag vorläufig genügen. Unsere Gegner aber bürsten fich hiernach wohl selber sagen, daß fie «nS be» Durchmarsch unter ba» kandinische Joch vergeblich zumute». So leicht ziehe» «k die Flagge nicht herunter. Weder daS Votum be» StaaiSrate» noch viel weniger seine Begrüxbung imponirt uns iu de« Maße, baß wir jetzt kapitulire». Im Gegenteil Das Land steht hinter «nS, wir rücke« weiter vor irt» zu« Siege, und es wird nicht lauge dauer», bis StaatSrat u»d deutscher Reichstag das Gcgeuteil vo» dem beschließe» werde», was bis jetzt geschehe» ist
Zur deutschen Reichsschande.
* Marburg, 26. März 1895.
Da» Gefühl be» Katzenjammers über die am Samstag vou der Majorttüt be» Reichstages begangene Erbärmlichkeit suche» bk gegnerische»
Die Abgeordneten bei Bismarck.
* Marburg, 26. Mär, 1895.
Hebet die Huldigung»fahrt der Abgeordnete» der preußischen Herrenhauses, des preußischen Abgeordnete», hause» uud be» deutsche» Reichstages »ach FriedriqSruh, wird de« „Ha»». Cour." vo» dort berichtet:
Nachdem die drei Eo»derzüge ei»getroffe» u»d >k Abgeordnete» vo» de» Grafe» Herbert u»d Wilhelm Bismarck, be* Grafe» Rantzau n»b General Grafe» Walderfee empfange» worden waren, erschien auch iürst Bismarck in der Uniform feiner Halber lädier «ürafstere um l8/4 Uhr am Bahnhofe und begrüßte die Abgeordnete, mit de» Worte»; Will om»e», meine Herren, in Lauenburg, >er Fürst bestieg sodauu «st dem Prästdente» des Abgeordnetenhauses» v. Köller de» Wage» u»d fuhr »ach de» Schlöffe. Dk 418 Abgeordnete», vo» be»e» 110 dem Reichstage u»d 60 dem Herre»hause «gehörte», folgte» »ach de» Schloßparke. Die Reihe der «»rede», welche vo« Balko» de» Schlöffe» gehaste» wmde», eröffnete der Piäfident de» Herren- a»se«, Fürst ,, Stolberg-Wernigerode. Da» Herrenhau», so führte er an», habe seine» ksaurtvorstaxd beauftragt, dem Fürste» bk aller »erzlichste» Glückwünsche darzubringe», durchdrungen von ernstem Da»keSgefühl fflr seine dem Königtum, e« Satetlexbe, dem ganzen Volke geleisteten Dienste, ür die durch seinen unerschrockene» Mut für die Kroue uud da» Laterl«d geschaffene» Werke. „Gott erhalte Euere Durchlaucht", schloß Fürst Stolberg „er erhalte Ihr kostbare» Lebe» »och auf lauge Zettl" Der Prästde»t de» AbgeordneteuhauseS, v. Köller, »er die G.ückwünsche dieser Körperschaft überbrachte, >ob hervor, wk so Viele stolz darauf sek», daß e» th»e» vergönnt gewesen, gemeinsam »st be» Fürste»
Zeit»»ge» größtenteils durch demonstrative Seußerung der Genugihuung zu betäube». Echt dürste diese zur Schau getragene Siegesfreude vielleicht bei de» verbohrteste» a»ti»atto»ale» uxd doktrinärere Blätter» wie „Vorwärts" und „Fteifiunige Zeitu»g" feix. Bei axderex, wie der „Kölx. BolkSztg." uxd verwandte» Orga»e» erscheint fie sehr gepreßt und gekünstelt Verschiedene FreifinnSblätter, bei denen daS Gefühl, daß namentlich die Richter'scheu eine Hefige Du««» Helt gemacht haben, jede andere Empfindung übersteigt, gebe» ihrem „Moralische»" offene» Ausdruck. Sogar da» „Beilluer Tageblatt" »xd das „Klei»e Jourual" bebauet» de» Beschluß de» Reich? tage» u»d die „Voss Zettuug" ist vou trübe» Zuku»st». ahnuugeu erfüllt. Ziemlich nahe i* her abfällige» Beurteilung der ReichSschande, zwar keineswegs vom nationalen sondern vielmehr vom opportunistische» Standpunkte a»S — stehe« diese« Zeiinnge« die demo. kraiische „Frankfurter Zeitung" and verwandte Blätter. Letztere mache« ihrem Gefühle de» Unbehagen« Lust, intern fie höhnisch einen Vergleich zwischen jetzt und 1890 und den folgenden Jahren ziehen. So ganz unrecht haben sie darin nicht! Wir, dir wir in dieser Beziehung ein reine« Gewissen haben, dürfen die« ruhig gestehen. Manche hochachtbare Leute, die aber siet« die Wetterfahne im Auge behalten, haben lange Zett hindurch mutig geschwiegen. Jetzt, nachdem Majestät Sich mit Bismarck aus gesöhnt haben, dürfen auch sie wieder den Altkanzler feiern — „daun aber auch sehr energisch!" wie ein geistvoller Bekannter de« Schreibet« dieser Zeilen unlängst gelegentlich bemerkte. Auch manche Zeitungen sollten nicht gat so laut in die nationale Begeisterung einftimmen Namentlich stände e« z. B der „Kölnischen Zeitung" nicht übel an, wenn fie stille — fein stille wäre! Hatte doch diese» „Weltblott" im Februar 1891 die Dreistigkeit, zu behaupten, „Bismarck lause polternd und Steine werf-nd hinter dem ReichSwage her", und im Frühjahr 1892 verglich es den Gründer »e« Deutschen Reiche« mit Wallenstein, dem Verräter an seinem Kaiser, und ruf dem deutschen Volke zu, e» müsse Partei ergreifen zwischen seinem Fremd und seinem Kaffer. Also, solche „auchnationalkn" Elemente sollte» Heuer recht ieschetden auftret-n. Aber fort mit diese» dunkle» Bilder» 1 Sie wäre» doch »ur vereinzelt, n»d we»» «»sere Gegner behaupte», solche L-isetreterei u»d solch offener Verrat am »ltreichr kanzlet sei allgemei» ge» wese», so ist da» »icht wahrt Gerade in de» Jahre» »ach der Extlaffa»g de» Füsten und »ameuttich t»
Bismarck sür das Vaterland zu arbette». Er schloß »tt be» Wunsche, baß e» dem Fürsten noch tage vergönnt fei, »ach dem «strexgexde» Lebe»Swerke fich der Ruhe zu erfrenex, und daß auch das neue von ihm augetretexe Decexniu» ein glückliches für thx fei» möge.
Die Rede be» Herr» v. Levetzow lautete: „Leider oh»e offizielle» Auftrag, jedoch »tt desto wärmere» Herze» find wir hundert Abgeordnete be» RetchStage» hier erschienen. Die Sitzung am Sonn» abend hat ux» belehrt, wa» Eure Durchlaucht de» iaterlaude ist. Jetzt volleudeu Sie tx wenige» :age» da» 80. Lebensjahr. Durch das deutsche !a»d weht e» wie Stmmwiud; echk, wahre D«k« bin leit für unser» erste» Reick ska»zler ist überall, »o Pietät, Daukbarkett u»d Treue im Baterl«de »och nicht erloschen find. Da» zeigte fich lebendig « diese» Tage». Eixe» gvtex Teil be» Bolle» vertrete» wir, und deSwege» ist e» Pflicht, uns zu erinnern, daß da», wa» Sie getha», »icht vergeffe» wkd im Laude. Gott hat Sw. Durchlaucht gesegnet, er walle über 8k auch Wetter. Gott fegee be» großen, den ersten Diener de» deutsche, Vaterlandes." Herr d. Levetzow Verla» dann eine Sbreffe be» märkischen ProvdrziallanbtageS, den er offiziell vertrat.
Rach einem bene „Wölfische» Lürean" i» Berthe au» FriebrichSruh zugega»ge»e« Telegramm lautete ieS Fürste» Bismarck Erwiber»»g auf bk Ansprache» wk folgt:
„Ich erlaube mir, »eiue Herre», Jh»e» nehmt >auk auSzuspreche» für bk hohe Auszeichnung uxd ihre, Eie i» Snerkenunng «einer Leistungen im oachfenwalde zu sehe», bk giü »icht mehrer Person, »»der» der Sache »nb be» politische» Ergebnisse», bk wir ertrage» habe». Wa» wir gewo»»ex hab«.