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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
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bttiea L ML. bei «ll« P»stLtoern 2 KL 25 Pfz_ («$0.
Sonntag, 24. März 1895.
Anzeigeu nimmt entgegen die Expedition diese, Blatte», sowie die Slmwllcea-Bnreaux von Haasentzein n, Vogler in vvv rx, c.
Frankfurt a. M., Lasse!, Magdeburg und Wien; Rudolf ÄAÄ. »CttDtQ.
Stoffe in Frankfurt«. M., Sette, Munch« u. Köln; G.L. v °
Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berte Hannover, Pari».
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Bitte lesen Sie!
Wir erlauben uns hiermit die Mitteilung,
ichte bemächtigen, sie nach ihrem Sinne am- ücken und schon dafür sorgen, daß sie auch in ere Kreise dringt Wa» wollen Sie aber aus Frage: »Wo ist Ihr Bruder?' antworten7* .Da» weiß ich nicht', entgegnete Paul, durch Wahrheit dieser Argumente überzeugt.
„So ist e» Da» wiffen weder Sie noch ich. n Eie hier bleiben, haben Eie Ihre Ehre st zu verfechten: find Eie dagegen abwesend, so n ich den Skandal durch meine Autorität zum wrigen bringen und somit wird die ganze Ange- nheit bald in« Vergeßen geraten. Ich glaube t, daß Alexander'» Verschwinden sür immer Geheimnis bleibt. Vorläufig ist e« ja nut ein Verschwinden «nd man kann seine Rück noch erwarten Doch find erst Monate darüber gangen, wird da« Voll eine andere Bezeichnung da« Geschehene finden und der an Alexander tost verübte Mord wird der Hauptstoss jede» Ge-
«d «ach der Lharakterifieruug, wie fie im Kleixbah« zssetz gegeben sei, anznerkeuuen, daß die Linie .«ttterfeld—Stumsdorf als Kleinbahn aufzufaffen fei; !d charakterifiere fich als Ergäuzungsltnie de» großen Wenbahnnetze», als Verbindung zweier frequenter
Paul Patoff.
EtzShluu, in S Bänd« von F. Marion Lrawford.
(Rachdtuck verboten.)
(Fortsetzung)
„Zunächst', erwiderte der Gesandte, den Punkt * eine diplomatische Angelegenheit erörternd, gghflti .find die Türken sehr mißlraurisch «nd wir ihnen Itrx-olöeshkhaßt. Sie werden fich mit Freuden dieser Ge-
ffjffl daß wir mit unserer, am 1. April er. auszu- ™ ' gebenden Nummer, eine im Format der Gartenlaube erscheinende 8 Seiten umfassende mit 15 künstlerisch ausgeführten Illustrationen littCI geschmückte Festschrift zur Feier des 80. Ge- 1 burtStages unseres Altreichskanzlers, beifügen iverden. Damit nun diese Familienfestschrift (177 als ein dauerndes Gedenkblatt rechtzeitig in dm Besitz unserer verehrten Leser gelangt, richten wir die freundliche Bitte an dieselben, die Bestellungen bei der Post auf das nächste rnftoU. Farial vor dem 26. d. Mts. gefl. machen |p|l zu wollen. Wir können nur dann den recht- zeitigen Empfang verbürgen.
[ Expedition
Ä der „66erft. Zeitung “ ie Fach 77 a
bei den Marburgs Eisenbahnfragen di-'-lb- jm preußischen Abgeordnetenhause, noch z > * Marburg, 23. März 1895.
chaft fi Der Vertreter de» Kreise» Marburg, Herr von Keller Trott zu Solz, führte in der Sitzung des m Pols preußische« Sbgeordnetevhanse» am 18. März nach für La de» stenographischen Bericht folgende» an»: sei dm „Mein FraktionSgeuoffe, Herr Abgeordneter c dageg- Lchettler, hat in der Sitzung vom 12. Februar d. Js.
Seschwerde darüber geführt, daß eine Bahnlinie »hMdeWterfeld—Stumsdorf vom Staate noch nicht auSge er- hnt worden sei, «nd daß der Herr Minister der »er«« öffentliche« Arbeite« auch nicht gestatte, daß biete Btoe> Strecke von den Jntereffenten al» Kleinbahn herge st «iw füllt werde. Bezüglich diese» zweiten Punkte» der fchw« Beschwerde erwiderte der Heu Minister damals, daß riell«8 nicht in der Lage sei, nach den Bestiwmungen
inet wiis, blnnt [1711
iche« fein.*
„Er ist entsetzlich, daran z« denken', murmelte l. „Doch noch ist nicht alle Hoffnung verloren.' „Leider find feit «einem Hiersein schon wieder »er itijeU unbedeutende Personen verschwunden — ohne tb anßO he Spur iher Existenz zu hinterlassen. Jedensall» n 75. hüben fie «egen geringer Geldbeträge, welche
Linie«. Ohne über den mir völlig unbekannte«, konkreten Fall, der dem Herr« Minister z« dieser Aeußervng Leranlaffnng gab, ein Urteil fällen zu wollen, glaube ich doch, daß man im Allgemeinen unter derartigen Voraussetzung«» der Snficht der Herrn Ministers nur beitreten kann. Trifft eS aber zu, daß Kleinbahnen da nicht angebracht find, wo es fich um die Verbindung zweier frequenten Sifen bahnlinien desselben St aat»eisen bahn Wem» handelt, so wird man ganz gewiß zu derselben Snficht dann gelangen wüfle«, wenn e» sich um die »er bindung zweier verschiedener Eisenbahnshsteme, um die Verbindung de» Eisenbahnnetzes eines Staates mit demjenigen eines benachbarten Staates handelt. Dieser Grundsatz ist zwar im Kleinbahngesetz nicht direkt ausgesprochen, wie dar ?. B. in der öfter reichischen Gesetzgebung geschehen ist, er geht aber aus dem Charakter, de« da» Gesetz de« Kleinbahnen bei uns beigelegt hat, ««zweifelhaft hervor. Ich glaube daher auch, daß der Herr Minister mir nicht entgegen treten wird, wenn ich den von ihm damals ausgesprochenen Grundsatz in dieser Weise auslege.
Beraulaffung zu btefer Ausführung siebt mir ein Fall, der in dem von mft vertretenen Wahlkreise vorliegt, im Kreise Marburg. Der Kreis Marburg grenzt südlich an das Großherzogtum Heffeu. Die großherzoglich hesstsche Regierung hat nun abzweigend von der Bahnlinie Gießen—Fulda in nördlicher Richtung den Ban einer Staatsbahn nach Homberg an der Oh» in Angriff genommen, und ist bereit, diese Bahn bis au die preußische Grenze, die in unmittelbarer Roh- bei Homberg läuft, fortzuführen, wenn die Bahn demnächst ans preußischem Gebiet weiter gebaut wird. Nach den örtlichen Verhältnissen kau« für einen solche« Anschluß der hesstsche« au die preußischen Staat» bahnen nur die Richtung durch den durch seine Schönheit und seinen tüchtigen Bauernstand in der dortigen Gegend allgemein bekannten sogenannten Ebsdorfergrund nach Marbmg in Frage kommen Marburg ist dort der nächste größere Eisenbahnpn»ki de» preußische« StaatSeisenbahnnetzeS; von dort laufen nicht weniger al» fünf Staatseisenbahnlinien nach verschiedenen Richtungen ans.
Irgendwelche größere technische Schwierigkeiten stehe« dem vahnban nicht im Wege; es handelt fich um de« Ausbau von nur wenige« Kilometer«, und mit Sicherheit ist eine Rentabilität der Strecke zu berechnen. 68 wäre leicht, das näher zu begründe«; ich will Sie damit aber hier «icht weiter aufhalten ES habe« auch vor einigen Jahre« bereit» festen» der Königlichen Eisenbahnverwaltung infarmatorische Verhandlungen über den Ban dieser Bahnstrecke statt-
ste bei sich führten, ermordet Wenn also eine Möglichkeit sür dar Wiederauftauchen Ihre« Bruder« nicht aurgeschloffen ist, fo bleibt doch immerhin nur wenig Hoffnung.'
„Ich kann den Gedanken nicht ertragen, daß der Aermste ein solche« Ende gefunden haben sollte', rief Paul. „Ich habe ihn ja — Goti verzeihe e« mir — nie geliebt; aber er war mein Bruder und meiner Mutter Lieblingssohn. Er be- sand fich bei mir und geriet durch meine Sorglosigkeit in« Verderben. Wer soll ihr da« mitteilen I Rein, ich kann nicht eher von hier fort, ehe ich nicht weiß, was au« ihm geworden ist.'
„Mein Freund', sagte der alte Ananow herzlich „Sie haben meine volle Sympathie und können meine» Beistandes in jeder Beziehung verstchert sein Ist Alexander in acht Tagen noch nickt zurückge. kehrt, werde ich an Ihre Frau Mutter schreiben — vergeht ein Monat resultatlos, dann ist freilich keine Hoffnung mehr. In diesem Falle müffen Sie fort von hier. Run gehen Sie und legen Sie fich einen Augenblick zur Ruhe, denn Sie find vollkommen erschöpft, da» Wettere überladen Sie mir.*
Paul stand auf und ergriff de« Grafen Hand. Ohne ein Wort begab er fich nach seinem Pavillon, um fich seinen quälenden Gedanken hinzugeden.
Der Gesandte verlor keine Zett, denn er fühlte wohl, wie ernst die Sache war. Trotz der Hitze begab et fich sofort nach Stambul, besuchte die Santa Sophia und untersuchte jeden Fuß breit der Gallerte, von welcher Alexander verschwunden war — er entdeckte jedoch keine Spur. Er ftaqte den Türken, welcher die beiden Brüder am vergangenen Abend in die Moschee eingeloffen, erhielt indeffen nur die Antwort, daß Allah groß sei und
gefunden, fie find bann aber fallen gelassen worden, weil damals noch nicht feststaud, ob die hesstsche Re gierung den Fortban der Bahn auf ihrem Gebiete in Angriff nehmen werde, und ohne einen solchen aller- ding» für die preußische Eisenbahnvervaltnng kein Sitercffe vor lag, diesen Bau ihrerseits in Angriff zu nehmen. Jetzt ist da» aber der Fall. Die hesstsche Regierung hat den Ban auf ihrer Sette bereit» begonnen ; die Fertigstellung steht in naher Zeit bevor. E» dürste deshalb nunmehr der Zeitpnntt gekommen sein, daß der Herr Minister der Frage von Neuem nähertritt und die Verhandlungen über den vahnban auf preußischer Sette wieder anfnehmeu läßt. ES dürste fich dies schon au» steuuduachbarlicher Rückficht der Großherzoglich hessischen Regierung gegenüber empfehlen, in deren Jxtereffe e» ebenso liegt als in dem nufiige«, daß dort da» hesstche Staatsbahnsystem mit dem nnfrigen verbunden wird. Der Kreis Marburg wird, wie er es bei früheren Bahnkanten gethan hat, fich auch hier bereit finden lassen, einen entsprechmden Bettrag zu den Kosten zu leisten. Ich glaube das schon jetzt verfichern zu könne«. ES ist mir nun allerdings bekannt, daß der Kreis Kirchhain, der in einer Spitze mit dem Streife Marburg bei Homberg an der Ohm an baS Großherzogtvm Hessen stößt, seinerseits beschloffen hat, anschließenb an die von mir genannte hesstsche Bahn eine Kleinbahn durch sein Gebiet zu führen; das mag für ben dortigen örtlichen Verkehr, für die Verbindung oou Ort zu Ort im Streife angemessen sein. Eine Verbindung des hesfi scheu Bahnnetzes mit den preußischen EtaatSbahnen kann dort aber, meiner Anstcht nach, nur durch eine vom Staat gebaute Nebenbahn in der Richtung nach Marburg und nicht durch eine Kleinbahn geschaffen werde«. 6s liegt eine besondere Beraulaffung für mich vor, da» ausdrücklich anSznsprecheu, weil gelegentlich der Verhandlungen, die über die Anlage einer Eisenbahuhaltestelle bei Marbmg statt- gefunden habe«, die Königliche Eifenbahndirettiou in Hannover, wenn auch nur nebenbei, Bezug genommen hat auf den Ban einer Kleinbahn durch den EbSdorfer Grund zum Anschluß an die hesstsche Bah«. Ich bitte dagegen den Herrn Minister, den von ihm in der Sitzung vom 12. Februar anSge- procheueu Grundsatz, den ich glaube richtig ausgelegt zu habe«, auch für den vorliegenden Fall in Anwendung zu bringen und recht bald t« Verhandlungen über den Lau einer ftaallicheu Nebenbahn von Marbmg anS durch den EbSdorfer Grund bis au die hesstsche Grenze ii»treten zu wollen.
Ich kann nicht umhin, noch einen anderen Bohn- bau kurz zu berühre«. Derselbe würde zwm äußer
er die beiden fränkischen Herren der Obhut de« Kawaffen überlassen habe. Darauf eilte Graf Ananow zum persischen Gesandten und erhielt die Verficherung, daß er mit seiner Armee von Eseltreibern sein Möglichste« zu den Nachforschungen beitragen wolle. Er ging persönlich nach der .Ottomanischen Bank*, zum Chef der Polizei und zu jeder anderen Behörde, von Micher er Beistand erwarten durste. Rach Bujukvere zurückgekehrt, andte er an seine sämtlichen Kollegen Notiz von dem Vorgefallenen, mit dem Ersuchen, ihn bei dem Forschen nach dem Verlorenen zu unterstützen. Nachdem er fich bewußt, daß er alle« Mögliche getdan, setzte er fich nieder, um über den Brief nachzudenken, welchen er an Paul« Mutter zu schreiben gedachte.
Paul dagegen hatte fich, nachdem et wohl eine Stunde lang erregt sein Zimmer durchmessen, auf den Divan geworfen nnd war dort vor geistiger und körperlicher Erschöpfung in einen unruhigen Schlummer gesunken An tiefem Tage verließ er da» Zimmer nicht wieder
Die darauf folgende Nacht kam ihm ebenfalls entfetzlich lang vor. Er machte fich die bittersten Vorwürfe, daß er seinen Bruder nicht mehr geliebt, und daß er ihm gestern sein Mißfallen nicht deutlicher gezeigt. Er wäre dann vielleicht sofort abge- reift oder wäre doch mindesten« nicht mit ihm nach Santa Sophia gegangen. Al» der Abend herein, gebrochen, hatte er sich schnell angekleidet, und war mit dem ersten Boote nach Pera hinübergefahren, um seine Nachforschungen fortzusetzen Am Tage ein wenig schlafend und kaum etwa« essend, mit Niemand sprechend, verzehrte er fich in Ungeduld, um in der Nacht fein mühevolle« Werk fortzusetzen,
halb der Kreises Marburg zur Ausführnug zu bringen sein und vttd auch, wie ich weiß, von den Herren Sei tretet« de» Landesteils, der zunächst von der Bahn betroffen werden würde, hier noch näher beleuchtet werden. Dieser Bahnbau ist aber für den Kreis und die Stadt Marburg von so großer Bedeutung, daß ich mich nicht ganz schweigend verhatten kann. Ich meine die Forftührnng der Bohn Mm« bmg — Weidenhauseu nach Herborn. Der Streil Marburg hat für diese Bahn seiner Zeit, so schwer es ihm auch wurde, dmch die uuentgettliche Hergabe des Grund und Bodens sehr große Opfer gebracht. Er hat da» damals in der fichereu Voraussetzung gethan, daß die Fortführung dieser bürgen Strecke demnächst dir nach Herborn bestimmt erfolgen würde, da ohne eine solche Fortführung die vom Stresse aufgewaebten Mittel in gar keinem Verhältnis zu den Vorteilen ständen, die au» dieser kurzen Sackbahu für ihn hervorgeheu können. Es ist deshalb gewiß nur begreiflich, wenn der Streis Marbmg den bring« enden Wunsch hat, daß die Voraussetzungen, unter denen er seiner Zett die Kosten bewilligt hat, nun auch bald erfüBt werden. Es sprechen aber auch allgemeine staatliche Gefichtspnukte für die Fortführung dieser Bahn. Die geographisch und geschichtlich be« gründete Scheidelinie, die etwas westlich von der Linie Sassel—Gießen hier immer noch durch ben preußische« Staat läuft, würbe bmch die Fortführung der Bah« «ach Herborn in wirksamer Weise dmchbrocheu werden. Der Zusammenschluß der Gebietsteile bei ehemaligen Herzogtums Nassau, die jetzt zu bet Pro» vinz Hesse« Nassau vereinigt stnb, btefer Zusammenschluß, der noch immer nicht so recht fich gestaltet hat, würbe wesentlich btföibert werbe«.
3«6btfo«bere liegt btefer Bahnbau auch im Interesse ber Universitär Marburg. Der Staat hat im Laufe ber letzten Jahre in außerordentlich da,ken»« werter nnb von ber Bürgerschaft Marburg» lebhaft anerkannten Freigiebigkeit für bie Universität Marburg gesorgt E» ist ein neue» UniverfitärSgebände er« richtet worbe«, eine chirurgische, eine medizinische und eise Augenklinik ist gebaut worben. Hervorragenbe Professoren stnb nach Marburg berufe« worben. Die Zuhörerschaft hat fich babmch bauenb erheblich vermehrt. Jetzt beginnt e» aber zu mangeln an bem nötigen Kra»keumaterial in den Kliniken, befenber» in ter chirurgischen und in bet Augenklinik. Die verhältnismäßig bünxe Bevölkerung bet näheren Umgebung Marburg» reicht nicht au», nm genügende» Material für den Unterricht und da» Studium zu schaffe«. ES fehlt der Zusammenhang mit bem westlichen Hinterland. Dieter würbe aber geschaffen bmch
bi« er fich fast zur Unkenntlichkeit verändert hatte. Doch Alexander wat verschwunden und blieb verschwunden, trotz der ungeheuren Belohnungen, welche oet Gesandte auefetzte. Au« ben Tagen wurden Wochen, au« den Wochen ein Monat, und Paul hoffte noch immer vergeben«.
Graf Ananow hatte von bem Vorfälle schon längst seinem Vorgesetzten in Petersburg Mitteilung gemacht, da er e» nicht für ausgeschlossen hielt, daß Alexander im Zorne gegen seinen Bruder heimlich nach Hause zurückgekehrt sei. Er erhielt zur Antwort, baß sich seine Vermutung nickt be« ftätige. Inzwischen trat da« ein, wa» ber Gesandte oorauegefeben; die Angelegenheit wurde Tagesge- präch, und Paul wurde da» Verschwinden seine« Bruder« zur Last gelegt. E» kam noch hinzu, daß Paul in feinem gegenwärtigen Gemütszustände zu jeder Thätigkett untauglich war, weiche durch bie Anhäufung ber Arbeiten im Monat Ramazan drppelt erforberlidj war. Graf Ananow hatte indessen auch hier Rat geschafft. Ohne mit Jemand ein Wort darüber zu sprechen, hatte er vierzehn Tage nach Alexander« Verschwinden einen Sekretär au« Athen, vorgeblich zu seinem Besuche, kommen lassen. Gleichzeitig batte Ananow Paul« Anstellung m Teheran in der Tasche mit der Vergünstigung eine« Aufschub« von vier Wochen E« blieb nicht« Andere« Übrig, al« Paul fortzuschicken.
AI« Graf Ananow eine« Morgen» in Paul« Z-mmer trat, traf er denselben, die Hände auf bem Rücken, nach der Mauer starrend, an; da» Frühstück stand unberührt auf dem Tische. Da« Gestcht de« jungen Manne« sah au«, al« ginge er einer schweren Krankheit entgegen.
(Forssetzung folgt.)