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ist durch dm Tod der Fürsten Waldemar von Lippe» Detmold plötzlich akut geworden. Bekanntlich ist der einzige noch lebende Bruder de« jetzt verstorbenen kinderlosen Fürsten, der 64jährige Prinz Alexander, geisterkrank und dadurch von der Thronfolge au»- geschloffen. Der nächste Erbberechtigte ist nun Graf Ernst zu Lippe-Biesterfeld auf Schloß Neudorf bei Bentschen in der Provinz Posen. Dir der Primogenitur-Ordnung nach weiter al» die gräflich lippesche Linie entfernte fürstlich fchaumburgisch» lippesche Linie bestreitet aber die Successtonrfähigkeit der gräflichen Linie und stützt sich dabei auf die Thatsache, daß die Großmutter de« Grafen Emst zu Lippe-Biesterfeld ein Fräulein Modesta von Un­ruh gewesen ist- Nun kommt aber auch in der direkten Stammlinie der Schaumburg-Lippe ein Fräulein von Friesenhausen vor, die nach 20 Jahren, nachdem bereit« ihre sämtlichen Kinder geboren waren, in dm Reichsgrafenstand erhoben würbe. Es wird nun zunächst in Lippe»Detmold eine Regentschaft die Regierung übernehmen. Im Herbst 1890 wurde dem lippesche» Landtage durch die lippesche Regiemng ein Regentschastsgesetz vorgelegt, wonach der Fürst die Berechtigung haben sollte, au» den Agnaten einen Regenten zu bestellen. Da die gräflichen «inten befürchteten, daß ein Regent an­der entfernteren schaumburgischen Linie bestellt werden würde, so legten fie beim Landtage Protest gegen da» vorgelegte Regentschaftsgesetz ein, da» infolge dessen auch vom Landtage nicht angenommen wurde. Man darf gespannt darauf sein, welche von bett beiden Linien in dem Streite um den Detmolder Thron dm Sieg davontragen wirb.

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-1. Marburg, 21. März. Unter Hinweis a«f ite im Inseratenteil unserer heutige» Nummer der. öffentltchtm Bekanntmachung der Königliche» Eise«. ahn-Direktio» Frankfurt a. M., bemerke» wir, daß ich die am 1. April i» kraft tretend: neue Ocdauuz »er StaatSeise»bah»-V:rwalt»ng von den gegmwär. gen Eiurtch'.ungeu im Wesentlichm dadurch unter- chetdet, daß für Verwalt«- und Betrieb des tzaat. cheu Eisenbahnnetzes unter dem Minister der öff ut- chen Arbeite, nicht mche, wie bisher, zwei Jrtzanze, Eisenbahn-Direktionen und Eiseubahu-BetriebSämter) wirken werden, sondern nur noch eine Instanz (Hiseu- ! »ahn» Direktion) bestehen wird. Die untere Instanz der Betriebsämter wird beseitigt, ihre von den frühere» i »isenbahn - Direktionen abg zweigte« Verwaltung», befugutffe werde» auf die Direktionen zurück über, ragen, welche foita» Verwaltung und Betrieb bet hnen unterstellten Strecke» unter der obere» Leitung ei Ministers Wied neu« unmittelbar führe» werde». Br die Ausführung und Ueberwachung des örtliche» lenstes »ach den Anordnmtgm der vorgesetzte» Direktto» werde» besondere Ausführung» organe (Eisen, bahn, Betriebs, Maschinen-, Werkstätten, Tele­graph»- und Verkehrs-Inspektionen) eingerichtet.

*** Marburg, 21. März. Der Verband ländlicher Genossenschaften, Raiffeisen, scher Organisation für den Reg.-Bez. Eaffel eröffnet am 20. März in seinem Lagerhaus in L a s s e I, Packhofstraße 18 eine Saatstelle, zu der außer de» VereinSgenoffen all» Landwtite» Heffe»» getie Zutritt gestattet wird, da mit der Zett hier et» Jeder feixen Saatbedarf decke» und de» Ueberflnß abgebe» soll. Zunächst ist e» dazu nötig, daß recht viele

weise Ergäuzuug des Quartier- beziehungsweise Na- turalleistungrgesetzeS betteffeud, (Reichs - Ges.«Bl. S. 245) für die LteferuugSverbände des Regierungs­bezirks Eaffel festgestellteu Durchschnittspreise der höchsten Tagespreise für Hafer, He» und Stroh mit einem Aufschläge von fünf von Hundert, welche für die Vergütung der im Monet März 1895 verabreichte» Fourage maßgebend find:

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Die Dynamit-Explosion.

Mst der bereit» telegraphisch gemeldete» Dynamit- Eiplosio», die übrige»» nicht in Wesel, sondern in Griethausen bet Eleve stch ereignete, hat es folgende Bewandtnis. Im Januar wurden tifolge de» plötzlich eingettetene» starke» Froste» siebe» Schiffe mit Dynamit vom Eisgang über­rascht, derart, daß fie keine» Hafen «ehr erreiche» konnte» u»d stch in de» alte» Rhein mußte» bugstere» laste». Nachdem fie »u» int alte» Rhein bei Brienen eingefroren waren, erschien die Situation für de» Fall de» Eisgangs bedenklich; die königliche Regierung sandte Kommiffare zur OttSbestchtigong und eS wurde nach Benehme« mit Fachmänner« beschloffe», die Schiffe zu entlade« und etwa 2 km vo« hier, am Schürpohl, ehe Dynamitlager einzuricht». Ein großer Schoppen wurde erbaut und nachdem die die Schiffe umgebende Eisdecke eine genügende Stärke erreicht hatte, erfolgte vor etwa sechs Wochen die Entladuig. Alle BorfichtSmaßregeln wurde» gettoffe», der Schuppe» war Tag u»d Nacht von Gendarmerie poste» bewacht. Da »u» die Schifffahrt wieder 6e- go»»e» hat, so war ma» damit beschäftigt, die im neue» Rhei» vor A»ker liege»de» Dynamttschtffe mit dem gefährliche» Spre»gstoffe wieder zu beladen. Durch ttgend eine Unvorsichtigkeit muß nun die Explosion erfolgt sei». Nähere Nachrichte» über de» Umfang des U»glücks habe» »och »icht ei»geholt werde» könne», da stch kein Mensch in die Nähe der Schiffe wagt. Das Lager selbst ist noch intakt. Wie die zahlreich an» der Umgegend eingelaufeneu tele» graphische» Anfrage» beweise», ist die Deto»atio» auf ei»e Entfernung vo» 30 km Luftlinie not wahrgenommen worden.

Ausland.

Kavauu«, 20. März. Aus de» östliche» Pro­vinz» kommt» Nachrichte», daß die Rebel le» :efte» Stand halten. An andere» Orten sollen ie stch jedoch bereits mehrfach ergebe» habe«. Eine Trupp: Aufständischer griff die einem Führer loyaler freiwilliger Truppen gehörige Pflanzung an und I »raunte sie nieder. 3» derselbe» befanden sich 150 Remington Gewehre mit dazu gehöriger Munition, welche der vefitzer vor seiner Flucht zerstötte, um fie ür die Aufständischen unbrauchbar zu mache«.

Dem York, 20. März Ein i« Havanna er scheinendes Blatt bestätigt die Nachricht von dem Sinke« eines amerikanische» Schoouers auf btr Höhe vo» Puerto Padre. Einem Telegramm aus Tampa zufolge wird dort bestätigt, der Schoouer ,3reue* au» Keywest sei vo» dem Kreuzer3r fawta Isabel" in der Nähe von Charlotte Harbour (Florida) beschösse» mrd seeuntüchtig gemacht worden; der Schoouer sei auf de» Strand gettiebe«.

Politische Rundschau. |

» Marburg, 21. März 1895. i

Bismarck K»b die ReichSfeiude.

DieHamb. Nachrichte»" e»thalte» folgeebe i A»Sführu»g: .Nach «»seren Warnehmunge» glauben ' wir, daß Fürst Bismarck de» Loh» für feine Thate» , zunächst im eigene» Bewußtsci» und da»» im Da»ke , des deutschen Volker findet, der ihm gerade jetzt wieder i» so reiche« Maße abgestmtet werde» soll. We»u der erste Sa»»ler außerdem el»e Bestätigung der Richtigkeit b;r Wege bedürfte, dir er gewandelt ist, { würde fie sich in dem unauslöschliche» Haste darbieten, der ihm auch jetzt »och von denjenigen Parteien entgegengebracht wird, die f-üher als Reichs feinde bezeichnet wurden und deren Widerstand Fürst Bismarck während seiner Amtsdaaer unabläsfig zu bekämpfe» gehabt hat. Wir rechne» dazu außer de» Pole», Däne», Elsässer» und Welfe» vor alle» die Sozialdemokrate» und die Uüranontaie». Ihr fort dauernder Haß gegen de» Fürste» Bismarck bildet eine fortgesetzte S»erke»»»»g des Erfolges der Po Ittil, die Fürst Bismarck als Kanzler und Minister geführt hat. Wir glaube», daß ihm die Ausbrüche dieses Haffes eine Geuugthuuug berette», die im ge­raden Berhältniffe zu der Steigerung der klerikal demokratischen Angriffe steht"

Eine Schwenkung.

Eine große Zahl nationalliberaler Blätter, die eine Zeitlang für die Umsturzvorlage eingettete» find, erklären stch jetzt mit Entschiedenheit gegen dieselbe, angeblich veil dieFreiheit" und dergleichen Mnmpitz durch die Vorlage bedroht werde. Demnach wüsten Wohl die »ationalliberale» Redatteure die »erläge erst dann genau du:chgelesen habe», als fie dieselbe bereits eine Zeitlaag verteidigt hatte». Oder sollte» die »ationalliberalen Redatteure so klug sei», daß ihne» erst über diefreiheitgefährdende" Natur der Vorlage vo» anderer Seite hat ei« Licht anfgesteckt werde« müsse»? Da« letztere könne» wir eige»tlich nicht «nehme». Jndesse» ist e, bedauer­lich, wei» Leute etwas für recht erkenne» »nd be­fürworte», »achher aber dasselbe bekämpfe», weil die Stimmung in der Partei dagegen ist. Freilich habe» die «ationalliberale» Redakteure, die meist in ihre» liebe» Herzen wütende Antisemiten sind, in ihren i« Dienst de» 3nbe«tn»8 stehenden Blätter» aber die 3»be» als Adelsmenschen nnd die Antisemiten al» verächtliche Lampe» hinstelle» müssen, in der Unter­drückung ihrer eigne» Meinung eine gar große Uebung. ES wäre das alle» »och ga»z schön, wen» die be- treffende» Blätter die nötige Fühlung mit der Partei­leitung hätte». DaS ist jedoch »icht bet Fall: fie schwanke» wie bie Irrlichter hi« nid her, u»b «nr wenn fie bettrechten" Weg absolut nicht finbe» können, bekomme» fie be» dirigierende« Tritt. Wir begreife» nur nicht, wie sich ei« hochwohllöbliche» Pnbliku« der »atio«alliberale» Blätter eine solche Wetterfah»e»haltung gefalle« lasse» k«»l

Die Lippesche 'Erbfolgefrage

Deutsches Reich.

Mertta, 20. März. Der Kaiser arbettete jeute Vormittag mit dem General v. Hahnke und ühr kurz vor 10 Uhr »ach dem Reicksamt de» Inner», um daselbst auch der heutigen Sitzung be» StaatSrateS zu präsidiere». DieNordd. Sllg Ztg." erfährt, e» bestätige sich, daß der Kaiser am 26. b. zum Fürste» Bismarck »ach Friebrichiruh stch besieht.

Nach verschiebe«« Mitteiluxge» steht ei» Erlaß be» Kaiser» zu Su»ste» bet Kämpfer au» be» Kriege 1870/71 mb bereu Hinterbliebene» bevor. Beka»»tlich würbe scho» t» vorigen Sabre ei» »«trag be» Abg. v. Schö»iug «genoamew, ber die Anrechnung eines zweiten Kiiegrjahre» für diejenigen Personen de» Solbatenstanbe» betraf, bie »egen einer Verwnnbung verhindert waren, stch im Fahre 1871 am Kriege weiter zu beteilige». E» heißt, der Kaiser habe feine Genehmigung zurückgehalten, nm zugleich »och andere Ansprüche an» be» Feldzug 1870/71 zu regeln. Man vermutet en», daß ber 22. März eine» kaiserlichen Erlaß in biefer Richtung bringe» wird.

Nach berBoss. Ztg." ist ba» »efinben be» Ptirrze» Soachim »och immer besorgniserregend. Infolge de» hohe» Fieber» machte sich gester» eine »icht n»6ebente»be Schwäche bemerkbar. 3» be» Nach ruittagSstunben erholte stch ber Patie»t wieder etwa».

DemHamburgische» Sorrespo»de»t" zufolge ist da» Befiude» be» Fürste« Bismarck et« recht gute». Der Fürst kam gester» auf be» Bahnhof FriedrichSruh, bestchttgte bie dort im B« befindliche provisorische Halle und unterhielt fich längere Zeit mit be» biensthabenbe» Beamten über die Borbereitnnge» für bie zu erwartende große Anzahl Besucher. SS heißt, an 1. April würde» 35 Sxttazüge »ach n»d vo» FriedrichSruh abzu fertigen sei».

Wie berReichS«zeiger" berichtet, setzte ber Staatsrat seine gestrige Beratung über bieMaß­nahmen zur Seßhaftmachung ber läubliche« Arbeiterbevölkerung, insbesondere i» den östlichen Provinzen", »ach ber Pause fort n»b er­ledigte fie durch Annahme folgende» Beschlusses:

ES erscheint notwendig:

1. bei Ausführung der Gesetze vom 27. Juni 1890 und 7. Juli 1891 in erster Linie die Begründung von leistungsfähigen Gemeinden in» Auge zu fassen,

2. |u diesem Behufe staatliche Fonds zur Verfügung zu stellen, aus welchen die Kosten der Austeilung und der Einrichtung der Gemeinde-, Kirchen- und Schulverhältnisse ohne Heranziehung der Neufiedler bestritten werden,

3. seitens de» Staates die Gewährung des sogen. Zwischenkredite» behufs Regelung der Schuldverhältuiffe des zu zerlegenden Grundstücks sowie der erstmaligen Ein­richtung der Rentenstellen zu bewirken,

4. im Interesse der Schaffung eines seßhaften länd­lichen Arbeite, standeS die Anwendung des Gesetzes vom 7. Juli 1891 auch auf kleine, nicht selbständige Stellen zuzulassen und hierbei, sofern solche Stellen nicht im Ge-

großm Räumlichkeite» beS HolzmagazinS entstand edt örmliche» Gedränge von Menschen n«b Pfei den.

Zirka 200 Pferde nnd etwa 6 Fohlen standen z« Mew

lich die Regierung auf die Notwendigkeit aufmerksam macht, die englischen Gesellschaften, welche fich fruchtbare Gebirtt in erheblicher Ausdehnung gesichert hätten, zu beobachten. Dttektor der Kolonialabtetlung be» AuSwattigen Amte» Dr. Kayser gtebt Auskunft über die Verhältnisse, welche zur Zulassung ber englischen Gesellschaften geführt hätten, und weift ans mancherlei Vorteile hin, bie bent Schutzge­biete dadurch erwachs-n seien. Abgeordneter vr. Hasse (norlib.): ES habe wenig Befriedigung hervor» gerufen, baß Witbooi schließlich StaatS- pensiouär Deutschlands geworden; eS herrschen auch Zweiftl, ob Wttboot» Macht wirklich gebrochen. Dr. Kayser: Man dürfe hoffen, daß ba» System bei Mäßigung btt Witbooi, einem Mann, der fich über die DurchschniitSbildung seine» Stamme» erhoben hebe, gute Früchte bringen Werder Derselbe habe bis j tzt ein dmchau» loyales Verhaften g-zeigi. Der übrige Teil be» Etats der Schutzgebiete wird ohne Diskussion erledigt. Um 4 Uhr vertagt fich dar HinS auf Donnerstag Mittag 1 Uhr.

In der Budgetkommission des Reichstages wurde die Frage der Konvettierung der vierprozentigen Consols angeregt. Schatzsekretär PosadowSki er- klätte: Wem man die vier- und 3'/-prozentigen in drei- prozentige konvettiere, so würde sich der jährliche Gewinn von etwa 7S'< Millionen ergeben. Er sei aber nicht nur dieser finanzielle Effett der Regierung zn erwägen, sondern auch die Rücksicht auf die jetzigen Besitzer der Papiere, unter denen nicht nur pttvatt, sondern auch öffentliche Kassen, der ReichsinvalidenfondS und die sozialpolitischen Kassen sich befinden; zu bedenken sei, ob man diese schädigen dürfe. Sie Frage sei, ob der jetzige niedrige Zinsfuß eine dauernde Erscheinung sei. Gewinne die Regiemng diese Ueberzeugung, so könnte ihr die Konversion allerdings durch die Macht ber Thatsachen aufgezwungen werden. Bis dahin aber werde fie diese Sache mtt peinlichster Sorgfall behandeln.

DaS preußische Abgeordneteuhau» setzte bie erste Lesung des Kleinbahngesetzes fort. Der Abg. v. Richthofen (kons.) wünschte, daß die Kosten der Kleinbahnen soweit festgeftellt würden, daß die Kreise wüßten, w e hoch ihre Zuschüsse sein würden. Abg. v. Tiedemann- Bomst (freikons.) fotbette, daß schon jetzt tu den Gruudzü^en festgestellt tob d, wo Sekundä bahnen gebaut werden sollen und wo aus wirtschaftlichen n d mi- litärischtn Rückfichien Kleinbahner nicht konztsstoniert weiden könnten. Im Jmtereffe der darniederliegenden Landwitt- schaft und Industrie sei ein schnelleres Tempo beim Bau der Nebenbahnen sehr erwünscht. Der Abg. v. Riepen- Hausen-Crangen (tont.) hofft, daß für die neuen Linien genügend Bcamle avgestellt würden, um ihnen Sonn­tagsruhe zu sichern und damit das Familienleben zu stä-.kem Nachdem bann noch eine ganze Reihe von Wünschen rein lokaler Art zur Sprache gebracht worden waren, wurde die Vorlage an bie Bndzetkommission verwiesen. Das Hau» ttat dann in die Beratung der Vorlage, betteff-rd den Pfarrwiltwen- und WaisenfondS der evangelisch lutherischen Kirche ein. DaS Eentrum verlangt als Aequivalent einen Zuschuß zum EmeriienfondS- Der Minister Dr. Vosse bezeichnete diese Fordemng für ungerechtfertigt, weil der Staat berefts seit 17 Jahren Zuschüsse zum EmerttenfoadS leiste, bisher aber der evangelisch - lutherischen Kirche keine derartigen Zuw-ndm gen gemacht habe. Die Vorlage wurde dann der 16. Kommission überwiesen. Die nächste Sitzung findet am Sonnabend nm 11 Uhr statt.

Parlamentarisches.

»erlitt, 20. Mär, 18WL

Der Reichstag nah« in zweiter Beratung den Eutwmf eine» Gesetze», bett, bie Vornahme einer Berufs» und Gewerbe- zählung im Jahre 1895 an unb wandte sich bann bei zweiten Beiatung be» Etats be« Auswärtigen Amte« zu, fnbem ba» Hau» bie Beratung mit dem Ordinarium de» «tat» be» Schutzgebiete» vo« Kamerun fort« fetzte. Abg. Graf von Arnim (Reichrp.) bringt bie Verhältnisse in Südwestafrika zur Sprache, wobei er nament»

Verkaufe, der fich jedoch zu keinem besonders leb- haften zu gestalte« schien. Auch eine kleine An»- stellung von Wagen nnd Pferdegeschirre« war Vorhände«. In der ersteren zeichnete« fich die Herren Schmiede- s 1

meister Klein-Elisabethfiraße nnd Klein-Weidenhaus« «Hth besonders an». Daß die Pferde» ätkte lebensfähig geworden, hat der heutige vollauf bewiesen und s» £ dürften den» die Bestrebungen de» Marktkomitee» ii *

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meindeverband ber neu zu bildenden Ansiedlergemeinden, andern in älteren Gemeinden oder Gutsbezirke« auSgelegt werden, dem Rentengntsausleger bie ad 2 bezeichneten Sin- richtungskosten in geeigneter Form aufzuerlegen."

Heute gelmgte P«kt V der Tagesordnung: Maßnahmen ans de« Gebiete der 6rebtt- orga«ifation", zur Verhandlung. Bei Beginn der Pmse war die Diikasfion »och nicht abgeschlossen.

DieBerl. Korrespondenz" teilt mit, daß der be« vunbeörate zugegangene Börsengesetzeut- warf i« Wesentlichen überall auf ben Vorschlägen der Börsen» q,etekom«isston beruht. Die Nachricht, daß der Entwurf betrefft ber Haftpflicht ber Emittenten ür bie Richtigkeit und Vollständigkeit be» Prospekte» Iber bie Som«isfion»oorschläge hinauSgrhe, ist (leider 1 An«, b. Red.) nicht zuireffenb.

Se. Durchlaucht b» Fürst Waldemar zur Lippe ist heute früh 6i/2 Uhr gestorben. Ge boren am 18. April 1824 al» der zweite Sohn de» am 1. Januar 1851 verstorbenen Fürsten Lropold n«b b» am 2. April 1867 verstorbenen Fürstin Emilie, geb. Prinzeifin von Schwarzbnrg - Sonder»- hmsen, fnccebterte Höchstder elbe seine« Bruder, de« Fürsten Leopold am 8. Dezember 1875. Fürst Woldemar w°r in kinderloser Ehe «it Ihrer Groß- herzoglichen Hobest der Prinzessin Sophie von Baden vermählt. In der preußische» Armee bekleidete Höchstderselbe ben Sang eine» General» ber Kavallerie «b war Chef be» Infanterie-Regiment» Graf Bülow von Dennewitz (6. Westfälischer) Nr. 55.

Kcharksltenöurg, 20. März. Die Stadtver­ordnete» - Versammlung beschloß ndt alle» gegen 7 Stimmen bie Absendung einer Gratulation» abresse an ben Fürsten Bismarck. Darauf­hin legte JustizratAbgeorbneterMuuckel, welcher bagege» gestimmt, ben Vorsitz nieber.

Aus Marburg uud Umgegead.

-L Marburg, 21. März. Da» biesjährige Musterungsgeschäft hat heute Bormittag in bett Räumen be» Restaurant» Schabe (Reitgaffe) seinen A»f«g genommen. Schon in ben ersten Morgenstunbe» würbe «an bmch ben Gesang ber eingehenden Burschen bar« erinert.

* Marburg, 21. März. Die 22, Divifio» (Cassel) wtrb ihre diesjährigen Herbstübungen in den Kreisen HerSfeld, Hünfeld, Fulda, Ser»feld und Schlüchtern abhalten.

-1. Marburg, 21. März. Der Frühlin i hat heute bei schönste« Wetter begonnen »> al» Zeichen seine» Anfang», prangt berett» ein Apfelbaum in eine« Satten am Renthöfer Thor in voller Blüte.

Proben abzugebender Frucht und Sämereien mit «rnch Angabe der Preise und de» vorhandenen Quantum» H^nbi an den Lagerhalter, Hm« Th. Riverschen in Cassel, Packhosstraße 18 ei« gefanbt und von demselben bei Bedarf anch eingeforbtrt werden. Bewerft sei noch, daß auch der gemeinsame Verkauf der Frucht rc. Kartoffeln augestrebt wird «d derartige Proben will­kommen find. Da auch da» Gelinge» diese» Unter­nehmen» lediglich st» Interesse der hesfischen ßanb- «itte liegt, so steht wohl eine recht rege Bettilgunz zu erwarte».

-1. Marburg, 21. März. Pferdemarkt. Bei starkem Besuch der Landwirte und Pferdezüchter unserer Umgeg ud fand heute Vormittag der erste diesjährige Pferdemarkt statt. Vor «ud i« den

jeder Weise erreicht sei«.

-r. Marburg, 21. März. Nachweis«», der gemäß deS § 6, Artikel H des Reichsgesetzei vom 21. Juni 1887, die Abänderung beziehungi- L 1)

Bezeichnung deS LiefttUvgS- verbondes.

Haupt- marttott.

Durchschnittspreis pro Zentner

Hafer. Heu. Strch

M.Pf. M.Pf. M.W.

StadtfteiS Cassel

Cassel . .

5 63 3 19 191

LandfteiS Cassel.

bgl. . .

5 63 3 19 197

VJ

Kreis Eschwege .

Eschwege .

5 02 315 210

fll

Witzenhousen

bgl. . .

5 02 3 15 21«

P

Fritzlar . .

Ftttzlar . .

5 78 2 63 210

T

Homberg .

bgl. . .

5 78 2 63 211

i ?

Ziegenhain.

bgl. . .

5 78 2 63 21

Fulda . .

Fulda . .

5 78 2 89 2 50

Hünfeld. .

bgl. . .

5 78. 2 89 2 50

in i

GerSfeld .

bgl. . .

5 78 2 89 2 5<

Schlüchtern Stadtkreis Hanau

bgl. . .

Hanau . .

5 78 2 891 2 51

6 68 3 41 23

LandfteiS Hanau

bgl. . .

6 68 341 23

|xw

Kreis Seluhauseu

bgl. . .

6 68! 3 41 23

»eno«

Hersfeld

Hersfeld

5 25 2 36 151

D.

Hofgeismar

Hofgeismar

5 83 341 21

Wolfhagen.

bgl. . .

583 3 41 21<

Marburg

Marburg

6 30! 2 63 2 61

$tc

Kirchhain

bgl. . .

6 30 2 63 26

käsige J&co

Fravkenberg

bgl. . .

6 30 2 63 26l

Rotenburg.

Rotenburg .

551 2 36 210

Melsuugeu.

bgl. . .

5 51; 2 36 210

E

Rinteln . .

Rinteln . .

6 02 2 63 1»

XZ/

Schmalkalden

Schmalkalbeu

6 09 2 47 210

Zi

-I. Marburg, 21. März. Die erste Borstellutt

(6

de» Zirka» «lthoff hatte

gestern Abend v«

XZ/ 1756

eine« zahlreich«

Publikum ßattzefunde«. 31«

alled'.m, was geboten wurde, körne« wir de« Bis«-

3

be» Zirkus angelegentlich empfehlen, be« w«1