Einzelbild herunterladen
 

VlWM

M 69

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

»h. A»»i Ksch, UnwerfititS-Buchbrnckerd in «nrbur«. ^44 Bmmtworütcher Redakteur: Hnrrh Fiukin, tu M«rimr».

* Uxpebitwur Markt 91. Fernsprecher Rki 65. ^UUIHITiCP Redaktion und Expedition: Markt 91. Fernsprecher Nr. 55.

Erscheint täglich «ußer an Werktagen mich Samt- und Feiertagen. — Quartal-Lbannemeutr-Preig bat der Sxpe- ditiau 9 Mk., bei allen PastÄutern 2 «k. 95 Pf,. («kl. Bestellgeld). Juseratienlgebühr für die getzaltm« Zeil« »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für di« Zeil« 85 Pf^

LMM» Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatt«,

»M «TD11 rfl - sowie bk Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in vw

Frankfurt a. M., Kassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAA. 5kahra.

99 IßQR Moss« in Frankfurt tu M., Berlin, München u. Köln; G. L.

yicuug, SS JaiU j lO^U. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., »erlin Hannovn, Pari».

Der Kaiser und die Soldaten.

W. Marburg. 21. Mär, 1896.

Der sozialdemokratische .Vorwärts»" hat kürzlich riue Ordre Misere» Kaiser« veröffentltcht. Die Zrttung that so, al» ob ste etaa» ganz Gehrime» « die Oeffentltchkett gezogen habe, und al» zeuge der Inhalt de« Schriftstücke» für die Richtigkeit der sozialdemokratische» Vehauptungeu, daß die deutschen Soldaten schlecht behandelt würden. Da» ist der reine Schwindel. Denn weder ist der Inhalt de» Schriftstück» neu, »och bedarf e» irgend welcher An- strengung der Sozialdemokraten, um die Mavuschasten gegen Vorschrift»widrige Behandlung zu schütze».

U»srr Kaiser hat u»ter de« 6. Februar 1890 zwei Anweisungen an de» Kriegsminister ergehe» laste», die sich inhaltlich decke» und ergänzen. Tie erste Ordre enthieü einige Bemerkungen an hie ko« mandierendeu Generale, die zweite schärfte von neuem die Grundsätze sür die Behandlung des Soldaten ein. Liese zweite Ordre ist damal» sofort veröffentlicht worden; ste enthielt die bekannten Worte: ,3» Meiner Armee soll jede« Soldaten eine gesetzliche, gerechte und würdige Behandlung zuteil werde», weis eine solche die wesentlichste Grundlage bildet, u« in drnselbe» Dieustfteudigkeit und Hingebung a« de» Beruf, Liebe und Vertrauen zu de» Vorgesetzten zu »ecke» und zu fördern".

Die» war schon vor fünf Jahre» allbekannt. Aber »och «ehr. Kurz vorher hat sich der Kaiser die Kadette» der Haupt.Kadetten Anstalt, die de« nächst in da» Heer eintrete» sollte», vorstelle» laffe» Rach der Verlesung der Worte Kaiser Wtlhel« I über die OsfizierSpflichten ergriff der Kaiser selbst da» Wort zu folgender Mahnung: Den Osfizier «üffe Einfachhett und Mäßigkeit auSzeichue«, gegen die Mannschaft solle der Offizier mit Einsicht und Geduld zu Werke gehe», jede» »ach seiner Leistungsfähigkeit behandel», um in alle» die Fähigkeit der höchste» A»spa»»u»g der Kräfte zu wecke». Der Kaiser hat wiederholt bei geeignete» Gelegenheiten seine ganze Persönlichkeit wie für die Pflicht, so auch da» Recht der Soldaten eingesetzt.

Sich aller dieser bekanuten Thatsachen zu er inne« ist gut, um die gehäsfige Abficht de» .Lor wärt»" zu erkenne». Daß in de» letzten fünf Jahre» seit Erlaß jener kaiserliche» Ordre die Fälle vor schriftSwtdriger Behandlung »och seltener geworden st»d nnd jenen von unserm Kaiser aufgestellten Grund sätzen in der Armee dmchau» entsprochen wird, hat der Krieg»«inister im März vorigen Jahre» im

V<ml Paloff.

•tee Erzählung bi 9 Bünden von F. Marion Crawfmd.

(Nachdruck »erbot«.)

/y.. If.l------\

(Mryetzxugö)

Trotz allen Kummer», welchen sein Bruder ihm in der Kindheit verursacht, ttotz aller Kälte, welche in späteren Jahrm zwischen ihnen geherrscht, trotz der Demütigungen, welche et so oft von ihm erduldet, wurde Paul in diesem Augenblicke gewahr, eine wie liefe Liebe er sür dm Verlorenen im Herzen trug. Er fabelt sich bitter für seine SorgsäUigkeit und bereute tief die harten Wotte, welche zwischen Ihnen gefallen «mm. Er hätte viel darum gegeben, die Ver gangenheit ändern zu tonnen; und btt dem Ge­danken daß er seinen Bruder vielleicht nie wieder, sehw» würde, erbleichte er und rang mit schmerz­licher Bewegung die Hände.

Jnzwischm setzte der Dampfer seinm Weg fort, unter der geschickten Führung de« Steuermannes alle Klippen vermeitmd, einem großen Fährbovte welche« die Verbindung von Europa nach Aster vermittelte; den Weg frei machend und sich «blick durch die stiömenden Master von 8-ni Köp um die Landspitze von Therapia Bahn brechend, um in die ruhige Bay von vujukoere eirzuiühren Paul tonnte weit unten im Hafen die weißen Männer« der ruifischen Gesandtsckast sehen, und al» der Dampfer zehn Minuten später landete, nahm er all' seinen Mut zusammen, sprang an da« Ufer, und legob sich, vom Kau aß gefolgt, zum russischen @e fandtn.

Seine Exzellenz faß iw Privatjimwer, gemäch­lich eine Taste Thee ttinkenb und eine Zigarette

Reichstage überzeugend nachgewiesen. Vereinzelt vor. kommende Verstöße werden niemals in einer so großen Armee ganz zu vermeiden fei», da so manche Unter- «ebene durch Trägheit nnd Mangel an Eifer zu Uebereilnngm der Borgesktztm rttchliche Veranlassung« biet«. Die Geduld und Selbstbeherrschung der Offiziere und Unteroffiziere w'rd doch mitunter auf eine recht harte Probe gestellt.

Zu der That wird in keinem Lande und in keiner Armee so viel für die Erweckung und Belebung des Ehrgefühl» gethan, al» in unsere« Heere. Freilich, weibische Empfindlichkeit soll nicht großgezogen werd«, den» der Beruf de» Soldat« ist ei» strenger, ernster und i« Kriege oft harter. Stramme und scharfe Ausführung der Befthle ist «it übertriebener Zart- bett nicht vereinbar. Aber das Wohlwollen und die Fürsorge für da» körperliche und geistige Wohl ihrer Untergebene», oft weit über die Dienstzeit hinan?, ist ei» hervorstechmdet Zug deS deutsch« Heere», das weiß jeder, der unter der Fahne gedient hat.

Da» ebenso schändliche al» erfolglose Vorgehen der Sozialdemokraten ist lediglich darauf gerichtet, die MannSzücht i« Heere und dar Seitremn zwischen Untergeben« und Vorgesetzten zu lockern. Beweis dafür ist wieder der der Wahrhttt völlig Hohn sprechende Versuch de» „Vorwärts", die Ordre vom 6. Februar 1890 al» ein neue» Zeugnis für die nnangemeffene Behandlung de» Soldat« h nzustell«, während in Wirklichkeit daran» nur hervorgeht, mit welche« Nachdruck durch Befehl, Belehrung und strenge Ahndung jeder Uebertretung unser Kaiser für die ge rechte und würdige Behandlung der deutsch« Sol­daten ein tritt.

Gesetzentwurf, betr. die Abänderung des Branntweinsteuergesetzes.

* Marburg, 21. März 1896.

Die offizielle „Berliner Korrespondenz" schreibt: Schon während der Session von 1892/93 war de« Reichstage der Entwurf einer Novelle zu« Bräunt, wetnsteuergesetz vom 24. Juni 1887 vorgelegt wor­den der tnbiffen nicht verabschiedet wurde. Dieser Entwurf bezwickte neben duer Anzahl praktischer Abänderungen hauptsächlich die Gewinnung einer Mehrei»nah«e. Nunmehr hat der BandeSrat einer neuen Vorlage seine Zustimmung erteilt, der« In halt »ach der heute ge»eh«igte» Faffuug nachstehend »iedergegeben ist.

Der Gesetzentwurf verzichtet von vo«hertt» auf die Erzielung von Mehreinnahmen. Dageg« ist

rauchend. Die grünen Jalousien waren herunter, gelassen und die Lust in dem luxuriös oulge. ftatteten, kleinen Raume kühl und erfreschmv. Gras Anawoff war da« Ideal eine« Diplomaten: vor sichtig, weitblickend, undurchdringlich und gewissen- hast, nach außen zeremoniell und würdevoll, weder zu anspruchsvoll in Bezug auf die Eigenschaften Anderer, noch zu viel Vertrauen in die eigenen setzend Sein Glaubensbekenntnis tonnte in dem alten russischen Worte zusammen gefaßt roeroen — Na Bngh ad ne Czar, scherzweise Nachuchadoezar —, es gibt keinen Gott außer dem Zaren.

Al« Paul in de« Gesandten Privat Kabinet eintrat, freute er sich, stet« mit feinem Borgesetzten in gutem Einvernehmen gestanden zu Haden. In der Tvat, e« herrschte große Sympathie zwischen iefen Beiden und e» war anzunehmen, daß Paul eine« Tage« ein eben solcher Mann werden würde, wir derjenige, welchem er jetzt untergeben war- Ueber- ieugt davon, daß e» in seiner gegenwärtigen Saniere mehr auf die Art und Weise ankam, wie tine Sache zum Austraq gebracht wurde, al« out die Sache selbst, war Paul längst zu dem Schluff gelangt, daß Mn Wesen so zweckentsprechend stt wie da« de« Grasen Anawoff, und daß e» ihm da. der sehr nützlich fein tonnte, dasselbe möglichst zu studieren und nachzuahmen. Da er selbst ernst und vorsichtig war, lagen die bttden Häuptersorder niffe zur Erreichung seine« Zi. le« bereit» in seinem Charakter begründet, und die Au»bildung be«selben war nur eine Frage der Zeit. Der Gesandte merkte wobl, mit Micher Energie Paul nach seinem Ziele strebte, und e» schmeichelte ihm, daß re' Lekielär sich bemühte, in seine Fußtapien zu Inten Da» Resultat davon war, daß ein ziemlich gute«

eine Umgestaltung de» geltenden Gesetzes in viel weitere« Umsange vorgeseh«, al» e» jene frühere Vorlage beabsichtigte. Obglttch die Bräunt wein Produktion fett de« Jahre 1887 um 26 p6t. zurück gegangen ist, so übersteigt doch die Produktion der Breunertt« d« inländischen Bedarf nm einige hunderttausend Hektoliter, die nicht vollständig an» dem Lande herausgeschafft werd« können und daher ein« schwer« Druck auf die Spiritusprdse aulüb«. Um daher da» Gleichgewicht zwisch« den Spiritus preisen und den Produktionskosten wieder herzustell«, soll der dauernd« Ansammlung größerer Bräunt- weinbi stände im Jnlande dadurch vorgebeugt werd«, daß die übermäßige Branntweinerzeuguug dmch eine Brennst«« erschwert, die Ausfuhr dmch eine Ex portprämie «leichtert wird. Fern« soll da» Ver hältuiS d« verschieden« Breunereigattnugen zu einander neu geordnet w«d«. Im Entwurf wird daher für die verschied«« landwirtschaftlich« und gewerblichen Brennereien je eine besondere Staffelung d« Brennsteuer in SnSficht genommen.

Im Einzelnen bestimmt der Entwurf, daß die GesamtjahreSmenge, von der der niedrigere Adgabesatz zu entricht« ist, da» Gesamtkontingent, sowie der Betrag deS Abgabesatze« alle fünf Jahre einer Re­vision unterliegen soll. Die Erhebung d« Maisch bottichsteuer soll nur »och i» d« landwtrtschefiltchen Brennereien erfolgen. Al« Matertalbrennerd« gelten diejenigen Brennereien, die während de» ganzen Be triebSjahre» lediglich nicht«ehltge Stoffe m't Aus­nahme von Melasse, Rüben und Rübensast verarbeite». Die Branntwein» aterialsteunfätze bleib« unverändert. In den gewnblich« Bre»n«ete», etuschließltch der Melaffebrenuerete», soll weder eine Erhebung d« Matschbottichsteuer noch d« Materialsteuer stattfind«, dagegen soll von dem in ihnen hergestellteu Brannt­wein, sowett er der BerbrauchSabgabe unterliegt, ein Zuschlag dazu erhoben werden, bet 0,16 bi» 0,20 Mk. fm das Stier reinen Alkohol» beträgt. Auf Antrag sollen auch landwirtschaftliche und Materialbrennereten von der (^Hebung der Maischbottich oder Branntwein materialsteuer frei gelassen werden. In diesem Fall soll an Stelle der Maischbottichsteuer ei» Zuschlag zur BerbrauchSabgabe vou 0,12—0,20 Mk. sür dar Liter reinen Alkohols «hoben werd«, je nach d« Menge des erzeugten Branntweines und je nachdem, ob die 8ren««den «it oder ohne Hefenerzeugnng betrieb« werden. An Stelle d« Matnialsteuer soll ein Zuschlag von 0,08—0,20 Mk. für da» Ltter «hoben w«den je nach der M«ge de» jährlich erz«gte» Alkohol».

Die Breunsteuer soll betrag« in landwirtschaft-

Einvernehmen zwischen den beiden Männern herrschte. Paul sühlte, daß nunmehr der Moment gekommen war, zu prüfen, wie weit die Rücksicht seine» Ches« für ihn ging.

„Ich habe Ihnen eine sehr peinliche Angelegen­heit mitzuteilen, Exzellenz", sagte er, sich neben d« breit« Schreibtisch stellend, an welchem der Graf saß Der Angerednet« blickt« von feinem Thee auf.

„Rehmen Sie Platz", sagte er ernst, einen durchdringenden Blick auf Paul'« Gesicht uxrfenb

„Ich werde Ihn« Alle« mit sämtlich« Einzel, httten mittdtm, Exzellenz", erwiderte Paul, sich ntederfetzend nnd sofort mit feiner Erzählung be­ginnend. Er ließ nicht« au«, nur erwähnte er nicht die mögliche Ursache von Alexander« Ver- schwinden. Der Gesandte blickte mit zusammen, gezogenen Lugenbraunm unverwandt in Paul'» Gesicht.

„Das ist eine sehr ernste Sache", sprach er "blich. „Voll n Sie gütigst, fall» die» ohne Veiletzen bet Diskretion möglich ist, mir die Ursache Ihre» gestrigen heftig« Streit!» mitteil«?"

Paul hatte die Frage vorhergefehen. Er be. richtete nunmehr getreu den Vorfall im Rosenthole betonte aber auch, daß Alexander nach seiner Rück kehr sofort miet er in der besten Stimmung ge. wefm fei.

„Keinem Ander« würde ich diese Geschichte erzählt hab«', sagte Paul, „b«n sie gibt einen Emdlick in «eine« B uder« Charakter und gereicht eom nickt zur Eme. E» war tt»e Thorhttt und ich erwart, te, daß beittt» eine Beschwerde bei der Gesandtschaft eingelausen sei."

lich« Bieunneien 0,6—6 Mk. für da« Hektoltter je nachdem die Eqengnng 300-600 Hektoliter jährlich bi» zu 8600 Hektoliter und darüber beträgt, für die Zeit vom 1. Juni bi» 15. September außerdem noch 2 — 6 Mk. für da» Hektoltt« je nach be« Inhalt be» täglich bemaischt« vottichranrn». Ju gewerblichen Brauereien soll die Breunsteu« ebenfalls vou 0,6—6 Mk. für da» Hektolit« steigen, doch soll hier die Höchstbesteuerung b«eü» bd 2400 Hektoliter jährlich« Produktionsmenge «reicht vnde», in sämt­lich« vrennerd«, die im Lauf de» Jahre» Hefe erzeugen, in denjenigen gewerblich« Brennerei«, die Melasse, Rüb« oder Rübensaft »«arbeite», sowie i» de» Materialbr«nlld« endlich bereit» btt 1400 Hektoltt« jährlicher Produktion. Sofern in den gewnblich« Brenunei«, welche Melasse, RÜb« oder Rübensaft v«arbeit«, in einem Bettiebrjahre eine Alkoholmenge hngestellt wird, die da» Kontingent u« mehr al» ein Fünftel übersteigt, soll dir Breun­steuer um 6 Mk. für jede» weit«e Hektoliter rein« Alkohol» erhöht werd«; in denjenigen Brennerei« d« bezeichneten Art, den« ein Kontingent nicht zuge­teilt ist, soll die gesamte Erzeugung der «höhten Br«»steu« in der Wesse unterlieg«, daß für die Erzeugung bi» zu 300 Hektoliter je 5 Mk. vom Hektoliter rein« Alkohol» «hob« »«den. D« Ertrag d« Breun steuer- ist auf 2— 2*/, Million« Mark veranfchlagt. Danach soll eine Ausfuhrv«. gütrrng von 6 Mk. für da» Hektoltt« gewährt werben, wobei dann voraussichtlich noch du genügend« Ueberschnß übrig bleibt, um den EinnahmeanSfall zn deck«, der infolge b« Zuschlags«» äßignug« für bie klein« landwirtschaftlich« Hefebi«nerei« erwarttt wird und auf 150000—200000 Mk. zu schätzen ist.

Aue wichtige UebergaugSbestimmnng ist f«n« für die Melaffebreuunei« anfgenomme». Um die Ueb«schwe»mnng be» Marktes mit Melassespiritu» zu verhindern sollen in allen Melasse berarbdtenben Brennereien, die im laufend« Bettiebrjahr eine Alkoholmenge herstell«, die da» Kontingent um mehr al» 60 Prozent Übersteigt, für jede» weitere nach de« 31. März hergestellte Hektoltt« rein« Alkohol» 6 Mk. Brennst!n« erhoben werden; in nicht kontingentiert« SRelaffebtenn.reien soll sogar jede» i» d« Zeit vom 1. April bi» 30. Eeptemb« dieser Jahre» «zeugte Hekwltter Alkohol» dies« Brennst«« uut«liegeu.

I« Nebrig« soll da» Gesetz am 1. Oktober d. 3». i« Kraft treten.

„Rein, noch ist nickt» eingegangen. Der Karoaß ist mit Ihn« zurückgekehrt?"

»Ja."

„Mdnm Sie", sagte der Graf, „daß dieser Mann un« irgend etwa» mitteilen könnte, wa» Sie ver» geffen haben?" Dabei blickte « Paul ruhig und burchdriugend an.

Die besondere Betonung de« Worte« „ver­gessen" entging dem Sekretär nicht, obgleich n im «ften Momente nicht wußte, wa« damit gemeint war.

„Rttn", «widerte «, dem Blicke feine« Vorge­setzten ruhig begegnend. „Ich glaube nicht, daß er etwa« mehr wissen könnte ckl« ich; doch ich will ihn rufen."

„Auf jeden Fall. Dott ist die Klingel", sagte der Gesandte. Paul folgte d« Weisung und ließ durch ben Diener ben Kawaß ruf«, welcher uns«, zügluh eintrat. Von b« Uebermttbung der Rächt sah « auch bleich und «schöpft au«. Er zitterte sichtlich, al« er vor dem Tische stand und militärisch salutinte, indem « stnell seine Rechte «st zum Munde, dann zur Stt« führte, um Re alsbald Tieber an b« Stirn niedersallen zu lass«. Herr Anawoff nahm ein kurze« scharfe» Kreuzverhör mit ihm vor. D« Mann war furchtbar blaß und nottnte nur feine Antwort«, aber die auberordent- lrche Genauigkeit, mit welch« er die bereit« von Patoff gemachten »ngabm «zählte, mtging dem Diplomaten nicht.

„Hab« Sie noch irgend etwa« hinzuzusügm?" fragte der Gesandte «blich.

(Fortsetzung folgt.)