n,
Sttwttaörtli^CT Redakteur: Harry Flnking in Marbur,. Rrdakttou und Expedition: Markt 81. Fernsprecher Nr, 55,
u.
inex nii o.nhwiltf*nff h«,* m, sm»« »u« s.. «L___-1'» "u vqtaqie» gege» ba» katsnltche sta»zöstsche He«.
r-»«d.
itijfk
Der Verkehr mit deuaiurieriem Spirttu» ist
(16-
uach
ir r
immer
(I5N
lg i
u.
113
ng des
rburg, orsttzeid« Idenburg i>. Bünde» « Aattch
rthschastz ert üb« ». Große«, glieder.
ter >ose
Mai, (776
ft. <
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
* »Äefiäs KriVfrebiHttt ’ Jllustrirtes Sonntagsblatt
«Lrb llhr,
Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition dieses Blatte», sowie die Anmmeen-Bnreanx von Haasenstein n. Vogler in __ Frankfurt a. M., Taffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXX. a=abra Moss, in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. a
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
Erscheint täglich «xfcn tn Werktag«, nach ®$ns- und <
vsnzfrs^SBSSSiitt^ Marburg,
SSÄÄÄSLSÄÄÜÄ: Sonnabend, 16. März 1895.
Keine Gnade, sondern Recht! |S?"Ä Ä V.m al $ b ßl”? 9 , c1x W6* d”6 »“lbiflerc ®^a"b,”“s verbürgt set,Erweit«uufl dis Betriebes in de» Rübenzucker er- * Marbur« ik sms„ iöqk K 6 o " bc” GrtrageIwie daraus hervorgeht, daß sich unlängst »och schweizer!zeugenden Länder». E!»e Bekämpfung der Zuck«.
15. 8Wärj 1895. I b“ßa”b“,,rt!^aft bereichert und de» Landwirte» I Autoritäten sehr u»gü»stig über die,häufige» Fälle vo» I keists auf iuteriatioualem Gebiet erscheint ausfichtslo»
Die Febtde d« Landwirtschaft suche» in der «e. »Ws übrig laßt Was schadet es der Allgemeinheit, I Mißhaudlung bei der dortige» Miliz geäußert haben. I Eine H-bu»g de» Weltmarktpreisesfür ander iß «ft Ä^»'«»beka^t^tt?bl, lt2tM Iäxb11^“ I dadurch" Sä» 8«eK irJ vollends unglücklich war d« Vttsnch, de» derlr« erwarte», wen« entweder durch kleine Ernte» oder
in.b^ «?n»dlaa?b-« n / keste! Abgeordnete Liebk»echt dies« Tage im Parlament!durch Einschränkung des Betriebe» eineVermi»dern,g
-andwirte seien zu wenig intelligent odn zu bequem, I Grundlage des 8taa.eS, vom unverdienten öntergaeg |nnternommtn hatte die überleaene LeistunaSiäbiakeitI b« Produktion in Aussicht Bebt
<* sich selbst zu helfeu, sie zöge» eS darum vor, I gerettet werde». Sine solche Polstik ist tei» Ei». Ider Mtlizeu aus der Geschickte in beweise» 8SoI 9 ». h„ an,„* </ o » ,r,
ülirfh, die ll,terstützn»g der übrige» Volksklaffeuzu .erbettel»-, trete» für Souderinteresseu, souder, für f.« , » baS deutsche Voll beer 1813 di'e -tt- laxd
roiriy damit fie d« Sorge um ihre Existenz ledig würde», die Interesse» der Gesamtheit. Gard!'ifa»»’Sfle«Eta Ab« dies- d .h ?» ' Et«-Hebung der Zuck«,
i Das ist natürlich bewußte Lüget D« deutsche Selbst et« großer Teil d« Handelskammer« taW diai la Mlff £ ft - abgeseheu vo» ein«
Landwirt ist immer der letzte gewese«, -»derer Leute »-ist i« deu letzte« Jahre»b«ichteu darauf hiu, daß Schn-efeldernRußl»dSd!r 7°v°l^ck1Ä.r -?böbuu«
Hilf- zu .erbetteln', er hat j-d-rzett auf seine und die schlechte Geschäftslage, über die allgemei« geklagt Sb »« ibS falI& ft “iS bie
auf Gottes Hilf-sich verlast--, »et- »ud arbritr wird, mit der m-»g-l.deu Kaufkraft derLandbewohner L« Führ„,a nickt ab-r n d« Soldai^ «i? d ! u ?^8^ "^«brauchssteu«
>»d s-i deinem Könige treul Das ist das zusammevhängt. Wenu die Landwirte für ihre Er. Lite»" Garde» lu veraleicke» U»ftw e 8-bt es S »iw? ft*! ftrftL8r5ftte“
«°rt. «ach dem d-S deutsche» Lauer» Leben und r-ugntste kaum genug eiuuehm.u, um ihre Betriebs £tßetfM^ 3 6te hriAta begafft werde»
Streben sich lichtet. Endlich aber hat d« Landman» kosten decke» zu könne-, so find fie eben genötigt, T'8'ta 2 2LS.T1Ä S 'ft «rhöhn-g der
aka»»t, daß er am Ende seiner Selbsthilfe sich eiuzuschräxk.n, die Einkäufe selbst »ottoenbigei ^b g Äfie übertta-u w-d wurde! boi fleLStfÜ* ° ‘Va”6??1!?
«S-la-gt sei. Lange Zeit hat sein ehrlicher Sinn Dinge zu u-terlaffe», Baute», Reparaturen, Wirt 2aen Wären sie a. Tücktiökeit b» »nSh„Hn «iTÄ ft;? ? bur* tot^ebk
' ftr eine vorübergehende Kalamität ge. sch-stlicheAnschaffungen ad« aufzuschieben. Di- Kauf- u!d D°?zip^u d^ deufich^Ä^^ »nr kioe “eb eft
Salten, was der wohlvorbereiteteu weit, leutein den Landstädten, die dortigen Maur«, 3im«er. mafie« toXsS a m betfelta üebhbett ttfab.
sichtigen Arbeit bet internationale» l-ute, Tischler, Schmiede, Schloff«nnda»dereHand "ema"sgesalle» Au'ch fiebt ^bei fcTü^ ^ A! St M "c,' ?,°6
»örs-nkapitalist-, entsprungen war. Das »erk« spüren -S ganz gewaltig, daß heute .die f^st aß di- V-rlust- d« T cksch« ix d ejen « l ' 6 k Anspruch g«.
Selbstbestimmungsrecht über die Preise seiner Erzeug- Bauer» kei» Geld habe»'. Die Rückwiikung der ILftnLex di- »usaebote Gambetta« «
Äffe, die i» alle» übrige» Erwerbszweige» nach den! ländliche» Notstandes auf die übrigen ErwnbSzweige, I zahlenmäßiger UeberleaenbeU viel aerinaer waren als! J* b” 8Xt” 12 ber DageSord-meg nrnhnftimiatnftrn ir h.. I mtf h.r#« Onttf. imk ir J I zayienmavig« uevelIkgeuy-u viel geringer waren, al» I anfgefnSdett „Maßregeln zur Hebung des Spiritus.
L-udwiltschast durch bie t»t«»°tion'ale Sroßfinanzl Mau nnterlaste also bex n»ebrti4e« einminf,! *""" P1 eJfe6' würben nach längerer Debatte bie fob
■tt Hilfe d« Großstadtpolitiker aus bei Hände» | die „Agrarier' betriebe» lediglich ihre Sondert»ter | , exJ”,e die Liebknechts bezwecken I ge»be» Anträge der Referenten angenommeu:
gaiff.n. Wid«sta»dslos find die Landwirte d-v Ieffen. Sie wolle» »ur ihr Recht S-ge» ihre »e 8« verbeffer» oder« „Die Sr»udzüge-in« zwar noch uickt im Wort.
Macht»atioue» der Börse». u»d Großhändler preis-! drück« gewahrt wiffe», und dieses ihr Recht ist P" verst«tte». Worauf e» dabei vor Allem ankommt, laut veröffentlichte» Novelle zum Bra»ntwei»steu«. b'”-* SÄ
daß die deutsche» Landwirte fick ihrer Zusamme»' MlllZeN. IFälle schlecht« Soldatexbehandlnug, tu deueu fich «»f-Ä»« d« Zwangs, das zugeteilte Ko»,
zehör'gkeit bewußt geworde» find? Di-Bewüh"nge» * Marburg, 15. März 1895. Ijüngst wieder der Abgeordnete Bebel iu arge» Ueb« |tiH9<6t Ehrlich abzubr-nre»;
ft ^hr» der i»t«,att°»-le« «roßfiu-nz, die »ei der zweiten Lesung de- MilitäretatS .m k--bun8eu hervorgethan hat. !
kl-i-e» Landwirt- von deu große» zu tteu»en, um Reichstage wurde auch übtt ei»e«A»trag der Sozial: ar IS SSnnnn i ft 160000 ”” /2»
Im die so g-treu-teu Berufsgeuoffe, mit leichter dewokraten auf llmwaudlung u»serer H-er-rverfafiU'g Beschlüsse dts StaatsratS. 618 ««f. 150000 1 als Maximum:
»Sh- unterjoch«, zu kö.neu, find fehlgeschlage«. in eine Milizwehrordnuug verhandelt. Die Miliz» * Marburg, 15. März 1895. L * Beschränkung neu« «o»ti»ge»tieru»g auf ei«
Landwirte habe» erkannt, daß fie geeint ei»e find ei» alte» Eieckeipferd der Sozialdemokrat », Laut .R-ichSauz-ig«' hat der Staatsratfolaende 13Kfljinnim 6o” 80000 l>
«acht bilde», getrennt aber verlor-u fiud. Die Idas scho» vor zwei Jahren bei Beratu»g der große» I Beschlüsse atfafet • 8 | 6. Abwehr der G-fahr, welche vo» einer gestet.
Landwirte aber denke» auch »icht darau, um Militärvorlage vorgeriite» wurde. Unter Mtl'zev »„«»«» P"te» Produktiou au MelastespiritnS für die land-
ft»ade zu betteln, wo sie dazu befugt!versteht mau Truppe», bie »ur eine kurze »ach|« füglich der Maßregel« zur Heb«ug berItzjrts<hafllichx,
f°tber®- Monate, bemesten- Dienstzeit bei schwacher Fr! de»s ^^"^b°b"Es- wmbe beschloffeu, bie Ab g. Einführung einer besondtte» BetriebSstemr,
c Nicht Wohlthate» verlange» die deutschen stärke deS HeereS bnrchmache». Zur Ewpsehlu««! stimm ung über die Borschläge der R-ftteute« biss welche, die kleinere» »ren»ereieu frei laff.ud, pro. Wndwttte, sonder» di- Bethätigung der Pflicht, ldieses Systems wird angeführt, daß eS die Sus-1zum Schluß der Vnhandlmige» auSzusetzen, »«! sresstv ansteigt, und deren Betrag lediglich im I». * M”. w ?" be?5dfe"- ®f |bilbnBg all« Wehrfähigen erleichtere u»d verbillige !durch ehe besondere Kommission eine» die ver |letlfie bet CpiritnSindustrie zur Hebung de» Exports
H nicht wahr, daß die Landwirte begehrlich find Aber auf die Maffe allein kommt eS bekanntlich n.cht .-^denen ht der »ttfnmmloa iJtatei« «S »«»«bet werden soll;
6ie wollen nm wie zu ihrer »Ster Zeiten ben | an, und die Ausbildung b« Milizen, bie in Wehr | J»“6«« ” b« ® »«*«*«« Auf-1 St-nererbSLn»a ffir b-n
Strag vou ihrer Scholle geiieße», wie ihn harte unb l heü viel theurer z» stehe» kommt als die Unter |faffu,fl« «^glichst berückfichtigende» Vorschlag vor-1 ' te»ererhöhu»g ffr beu Sommerbeiiieb
ehrliche Srbest iuj bemLeiufe selbstvttstäudlich abwdft |haltuog steheub« Heere, steht ungefähr auf b-r Höhe! bereite« zu können. !«schei»eu geeignet, durch Ei,schrä»kn,g ber Prodnktio«
rd dar *:elb”Jn 2Re,f4tM Ausbildung b« glScklichttweisebeim.»beseitigte» In »eit.ff beS zweiten Gegensta»beS berTageS. Üibeffet?'
” die ehrliche Arbeit auSnvtze», um «»geheore Srsatzreservtsteu. orb»u»g wmde» -lr .Maßregel« i«r Sebu«a bell ® 8 |tt ”ethtflc”1
5-rmö.eu aufzuhäuse», fi»b bie Landwstte allein Die Ber»fu«g auf bie Ebgenoffenschast, wo bas Zuckerpreise,' bie »achsteheube» «nttäge bet L SWt auf bie Gefahr, baß inbex nächste« ^t gewachsen. Unterliegen muß bie Lavbwiitschaft, | Milizsystem besteht, bleibt so lange thöiicht, als man | Resereuieu angenommen: 8 | Monate« die Produktiv« vo» Melvffe pstituS -»orm
da» »icht ei» gemehsam«, ei» staatlicher Kampf nicht anzugeben vermag, wie fich da, bentiche Reich! 1 D-ranb-rorb«..»» «l.hrto. Ktm.h h«. pM Ist -» erwünscht, daß dar zu erwartende Gesetz m die Schädlinge u»t«,°mme« wird. Nu» ab« iu ei» vou d« Natn? geschütztes L-»d,wi-d?e | yretfi aufdemWestm«» Ä b«8±' | »ti dem 1. In« b. 3. i» Kraft tritt,
lwstt b« Einwmf, e» sei SonbeiPolitik, bie die Schweiz, b«e» Neutralität obexbtein unt« dem Schutz mäßigen Erzeugu»g^vo^Zucker^mit^welchn die »er" ®et 8eiIe^ ”ti denaturierte» Spirst«, ist parier' °-f d« «der» »evölk«u»g tteibe». der Mächte steht, verwandel, könne, ohne von seiner mehrnng de, Verbrauch» »icht Schtttt hatten ^n e ft-i i» gebe».'
«der meine« int Gegenteil, daß e» arge Sonder- Stellung abzudanken und ei» Raub sei.« Feinde zu Dies-
Mbit ist, weu» der Staat, wie bsthtt lange Zeit > «erden. Auch mst de. Hiuwei» ist e» .ich», daß! durch SJmfcSJe», 8«m teU I -----------
neu
Paul Patoff. Andacht. Wmn hmaniafÄnft^3Ut r*1^ Ä 0e’lift ein Rtieflet Mnb seine Nation stammt von einem| Alexander Patoff stand an seine» Bruder»
ErzLhlnn» tu 8 Bänden vm F. Marton Erawford. | | ^riegerstamme ab; sein Glaube ist zu einfach für| Seite und beobachtete Die Zeremonie mit dem regsten
aLtarf ni(? .unregelmäßig, Schulter anloie Zivilisation; sein Mut ist zu blind und ge- Zntereffe. Er haßte dh Türkm und verachtete
kSortietzml») 1 I dank-nlo- für die Operationen uns«« Zeit, sein! ehren Glauben, war er aber jetzt sah, appellierte
(1611. d<- --Em«--p-e -°. tai Serien,L^anie, W M hSgenbrt ™ toÄ. ÄÄ
|U|L ntischen «ronteuchtern, deren jeder einen Kranzluche — wenn man hinabschaut auf diese ecene I Fatalisten zu ertragen. Er entbehrt der fleißigenI umbin druck diese Scene von unb-ickr-iblich« M« benltftäeftStfcet Vr “ »"iie^Fädigkeiten, welche ben zivilisterten Mann befähigen.! z-ierlichk-it auf da» Tiefste berührt zu roetbetu
ET Mte Ä Gallerie^ aekta fc S dn Beb? Sm? ®T"Ö^u,l9,r x4 bewußte« Denken da» Mögliche vom Unmög Such Paul verhielt fich schveigend, und obgleich
5 Ktiknbe von Licktern eben in et'tnin al« Re hL I >u §uid)t | tuhen zu untersch-iv-n. Statt de» ruhig-n Mute« | viel wenig« zu Semütsbeweguugen geneigt, al»
Nüer ihne^»ers?m2te Menae ben^»üfJ. kr i- Mefei Selbstbe oußtsein» der schaffenden Kraft besitz f-in älter« 8rut>«, berührte diese ungeteilte An.
[rfn (kJ ben_»ltden berI te Einheit im wahrst-n Sinne de« Worte» v«.I« den rücksichtslosen, Alle» zerstörenden Elf« de»|aacht auch seine Seele und zwang ihn, übtt die
S^teineTSdt «ird-^^ck bS Ste sSIs Uft J””’ ”®nn. bie ,?" '^"°icker«, statt der G.-vula im Unglück und de, Eigenschaften de« Eharakt«, dies« «blichen Feinde „ üM. ttden Winkel I rX«, ff¥5» b »«ißer I Hoffnung auf b-ffn- Zeiten kultioittt « die unv« Lein« Ration nachzudenken. E» ist nicht möglich,
vud all- ^jed'n Winkel ta mächttgen^bäM« ttnb ^rlwn-invollkomwen« Ruhe verharren, erklingt nun,tge vigottene eine« Glauben« an h°ffnung.lo>e sagte « sich, daß ein solcher Stamm jernal« besiZ ' 6o^ fetl &n ?« 3->-m von dem Borbenimmung - statt der Kraft hat « die Wut, werven könnte. D.e Türken mögen durch Ueb«,
- soo- fleuch tun g entgeht, findldohen Balkon- de« nrustud»*) »rd «weckt in den I statt d« Geduld die Apathie. Er ist ein seltsam.«! macht au« d« östlichen Hauptstadt vertrieben
i tz S "^1 »nb^^I^lü^den Gläubiaen da« kriegerische Weftn, üb« alle« Berständni«, w-U « zu ost außer, meroen, jedoch nur, um sich aUbalb in größere
S P " &<Wt Dmn der O«man. halb unserer Sympathie steht. Rur wenn w.r Änzahl wiedtt am asiatischen wer zusammen,usinden^
)f. 1 » tan £S i„‘,T,Kn, Ue:„m ""E" ««*• w>'d-1