Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Grichitut täglich «her en Mittagen nach S«m» und Ärattag«. — Quart«I-Lb»ulle»«nt»-Prrir bei der Expe- toten 2 ML, bei allen PastLmtern 3 ML 25 Pfg. («xkl. Bestellgeld). Jnseratienggebühr für di, gespaltene Zeil» ehrt deren Raum 10 Pf,., Rcklarnm für di« Zeil« 25 Pfg.
Marburg,
Donnerstag, 14 März 1895.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie di« Annoncen-Bnreanx von Haasmstein n. Vogler in Frankfurt a. M., Lasset, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
XXX. Jahrg.
Die Eröffnung des Staatsrats.
♦ Marburg, 13. März 1895.
Die Sitzung der Engeren Versammlung de» Staatsrat» ist gestern von Sr. Majestät km Steifer und König zu Berlin im Saal de» Bundesrat» (Reichsamt de» Inner») mit folgender Ansprache eröffnet worden:
Meine Herren!
Die andauernde vugünstige Lage der Landwirt- schäft »acht e», wie Ich die» wiederholt ausgesprochen habe, Meiner Regierung zur unabweisbare» Pflicht, Mittel und Wege zu suchen, welche den Ertrag der Bodrnbewirtschaftung zu heben und damit die Ke. fahre» ab,»wende» geeignet find, denen die Landbau treibende Bevölkerung zur Zeit ausgesetzt ist.
Je lebhafter die Frage der Abwehr de» Not- stands in immer weiteren «reisen erörtert wird, je zahlreicher n»d einschneidender die Vorschläge find, welche dieser Abwehr diene» solle», nm so gründ, llcher u»d sorgfältiger wird ihre Prüfung vorge> »ommen werde» muffe».
3» dieser Erwägung habe Ich beschloffe», die gutachtliche Aeußerung de» StaatSratS zu erfordern, dessen Engere Verfamrnlnng durch eine Anzahl von Männer» verstärkt worbe» ist, von bei« praktischer »der wissenschaftlicher Thätigkeit ei» sachgemäßes Urteil über die zur Erörterung stehende» Frag« er »artet werde» darf.
Ich drücke Ihne» Mein« Dank für die Bereit. Migkeit ans, mit welcher Eie Meiner Berufung gefolgt find.
Bon den Beratung«'dieser Bersammlung ver spreche Ich Mir de» Erfolg, daß die weit a»S- ei»a»dergeh«de» Auffassungen über das anf dem »orlieg«de» Gebiete Mögliche and Erreichbare be. richtigt und der Verständigung näher geführt, und daß daneben für Meine und Reiner Regierung E»t> fchließuugen wertvolle Grundlagen gewonnen werde».
SS wird Mir zur Geuugthuung gereich«, wen» die an» Ihrer Mitte hmvorgehende» Vorschläge eine Gestalt annehm«, welche ihre Dnrchführbarkeit er. tau» läßt, »»b wenn Ihre Beratung« sich auf Mele richte», welche oh»e Verletzung anberer berech
tigter Interessen und unter Achtung bestehender Ver- tragsVerhältnisse den auf der Landwirtschaft lastenden Druck thnnlichst zu besettigeu geeignet find.
Die Verhandlung«, welche von Sr. Majestät geleitet werden, betraf« d« erst« Gegenstand der Tagesordnung: „Maßreg-ln zur Hebung de» Ge- tteidepreisei' und wurden dem „Reichsanz.' zufolge bi» zum Beginn der Pause, 1 Uhr Mittags, fortgesetzt.
Die Vorkämpfer des Deutschthums in Oesterreich
* Marburg, 13. März 1895.
Wir les« t» de» .Alldeutsche» Blätter»':
Höchst traurige Bilder find es, die vn» i» de» letzte» Woche» i» de» »o» d« Dentschfteifinnige» (Dentschltbernten' wie sie i» Oesterreich heiße») beherrschte» Vertret»»gSkörpe« die Kämpfe mit dem immer drohe»der auftrete»de» Slawenthum zeigt«. Um mit dem schlefische» Landtage z» be. ginne», so brachte e» dort der deutsche Abgeordnete Haase zu Staude, ein rührend!» Lied über de» Mangel an tschechische» nnd polnische» Lehrkräfte» zv fing« und d« Landtag dahin za bestimme», ei»e Anzahl von Stipendien für solche .Landeskinder', die sich für das Lehramt an tschechisch« nnd polnische» Unterrichts anstatt« ans bilde» wolle», z» widme». Anstatt an« de» Mangel tschechischer nnd polnischer Lehrkräfte auf der« Ent behrlichkeit zn schließen — denn bei der heutigen Überproduktion an Lehrkräfte» i» Oesterreich fä»de», wen, er nötig wäre, sich Tscheche» u»d Pole» i» lleberfluß — züchtet der .deutsche' Landtag kü»stlich Hetzapostel gegen die deutsch« ,Landerkinter'. Im Gegensatz dazu widmet fast gleichzeitig die slowenische Gemeindevertretung von Laibach für ausschließlich «indische Vereine 11400 fl, und bet krainische Landtag beschließt eine Untersuchung, ob wohl an», schließlich in wtndischer Sprache von feiten der LandeSauSschnffeS amtiert wird! Im .deutschen' mährischen Landtage stellt der Deutsche Dr. Weber de» Versöhnung?- und KoalitiouSautrag, die tschechische Sprache al» obligatorisches Lehrfach au der Mittel schule einzuführeu ei» Antrag, der von alle» Deutschliberale» »nd natürlich vo» all« Tscheche» einhellig angenommen wird. Und dar find dieselbe» .Deutsch«', die vor etliche» Jahre», alr sie »och keine Aussicht hatte», Hofräte zu werde», »ach der deutsche» Staatssprache schrieen Die größte Bestürznng jedoch nnd Erbitterung hat das Verhalten der deutsch-liberal« Partei in de»
Landtagen vo» Kärnten nnd Steiermark hervorge- rufen. I» beiden gelangte» Gesuche um Beittäge für die .Südmark', eine» Verein, der fich die wttt> schaftliche Unterstützung der an be» Sprachgrenze» Steiermark-, KraiuS, Kärntens »nb Tirols wohnen- ben deutschen StammeSgenoff« zum Ziele gesetzt hat, zur Berhanblnng. 3m kärutuerisch« Landtage stellte der Bürgermeister Posch von Klagenfurt, einer vo» den Slawen« bereits hart bedrängten Stadt, den Antrag anf Abweisung de» Gesuches, weil in Kärnten zwei Bevölkerungen verschiedener Zunge .friedlich mit etnauder leb«' und es d« Deutschen ihr.Takt gefühl' verbiete« solle, angesichts der Slowene» »nr Deutsche zu unterstützen. Obwohl der »atiouale Dr. Steinwe»der die unvergleichliche Dummheit einer solche» Begründung jetzt, wo de» Deutsche» der Kampf von d« Slawe» bereits auf allen Linie» arifge- zwnng« sei, anschaulich bel«chtete, besaßen die Deutsch- liberal« »och g«ügende M«ge» unverletzt« .Taktgefühle«', m» das Gesuch ihrer deutsche» Stammes- genösse» abzulehne». Ganz ähnlich gi»g es dem- selben Gesuche im steierisch« Landtage, wo es freilich nnr mit fünf Stimme» Mehrheit abgitolef« wurde. Hier bracht« die Gewähruug einer Unter- stützuug allerdings nicht die Deutschliberale», die infolge der allgemein« Entrüssm g über ihre Sä«tner Kollege» eingeschüchtert Ware», so»der» die deutsche», größte»tetlS hochadelige» Abgeorduet« des .Groß gru»dbesttze»' zu Fall; vo» d« Deutschliberale, hatte» nur die drei Sbgescmdte» der Handelskammern die Stir»e, das Gesuch abzuleh»e».
Alle diese Vorgänge werfe» eia trübeS Licht auf die WiderstandSfähigkett der leite»de» deutsche» Partei in Oesterreich. Aber das eine Gute habe» sie, daß sie alle StamrneSgenosse» davo» überzeuge», daß bltfe beuttchlibeiale Partei, oder besser Fraktion, vo» der Bildfläche verschwinde» muß, wen» das deutsche Volk Oesterreichs nicht dem baldige» Untergänge entgegen geführt werde» soll. Mit Leute», die wie der traurige Bürgermeister vo» Klagenfurt, die Zeit so wenig versteh«, könne» national gesinnte Männer nicht zusammen arbeite», ebenso wenig mit solche», die (wie die Deutschliberale» überall fast ausnahmslos) erschrecke», wenn sie von Wort« und Phrasen, die nichts koste» »nd billig find wie der Sand am Meere zu Thaien fortschreite» solle». I» Böhme» tritt öiefe Partei mit allen ihr zu Gebote stehenden Mittel» dem .Bunde der Deutschen', deffe» Aufgabe es ist, nationales Empfind« zu wecke», i» einer Weise ent gegen, für die sich ehe parlamentarischer Ausdruck nicht finde» läßt, i» Niederösterreich kämpft sie ganz ausschließlich für die Erhaltung veralteter Privilegien,
die fie einstens bekämpfte, ohne dabei die geringste Rückficht auf Billigkett und Recht zu nehme». Sie ke»»t, mit ehern Worte, nur mehr ihr »ackttS, eigenstes Fraktion»intereffe u»d da» BorwärtSkomm« einzelner ihrer Mitglieder, das Strebe» nach Remter», Würden nnd Orden; das Schicksal des deutsch« Volkes, für das fie als Oppositionspartei zu kämpf« vorgab, ist ihr jetzt vollkommen gleichgiltig geword«. Nur dadurch erklärt fich überhaupt die Möglichkett für fie, mit Polen und Ultramontan« an einem Strange zu ziehen. Gelingt e» dem heranwachsend« jüngere« Geschlechte nicht bald, anf die Beantwortung der vielen wichtig« Frag« »ach den Bedürfnisse» unserer österreichisch« StawmeSg«offe» Einfluß z» gewinne«, so ist da» Schicksal der Deutsche« ix Böhme«, Schlefi«, Mähr«, Kä«t« nab Untersteiermark besiegelt, nab e» wirb von beafelbea später einmal heiß«: .Gewttkt hat hier ehe Volk — doch »vr für andre!'
Die Vertiefung der Oberweser und die Fuldakanalisation im Abgeordnetenhaus.
Wie schon kurz gemeldet, brachte der Abgeordnete für Cassel, Geheimer Justizrat Di Ennecceru», am letzten Donnerstag bei Beratung des Bauetat« im preußischen Abgeordnetenhaus die Oberweser- Korrektion und deren Bedeutung für die Fulda« schiffsahrt zur Sprache Wir geben nachstehend feine Rede nach dem stenographischen Bericht wieder:
«Ich möchte an den Herrn Minister eine Bitte von großer lokaler, aber auch von erheblicher allgemeiner Bedeutung richten, betreffend die Herstellung einer genügenden Waffertiese der Oberweser
Die Korrektion der Weser hat bereit« seit vielen Jahren erhebliche Opfer erfordert. Zunächst sind sehr große Summen für die Korrektion der Unterweser, von Bremen bis zum Meere, ausgewandt, wenn auch nicht au» Mitteln be« preußischen Staate», und diese sehr großen Summen haben nicht etwa nur den Zweck, der Stadt Bremen ober der Seeschifffahrt zu bienen, ionbern fie sollen zugleich die Möglichkeit schaffen, die Seeschifffahrt und die Flußschifffahrt ix unmittelbare Verbindung zu bringen, fie solle» e» ermögliche», direkt a»8 be» größt« Seeschiff« ix die Flußschiffe au?zulaben »nd so eine leichte, nutzbringend zu befabreabe Wasserstraße vom Meere bi» tief in baS La»d Herstellen. An biese Korrektion der Unterweser schließt fich bann — ich meine nicht zeitlich, sonder« räumlich — die »orrekttou bei Ober-
Paul Patoff.
■»« Erzählung in 2 Bänden von F. Marton Crawford.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)
Die dunkl« Pupillen können zornig ausblitzen, «tschloffen dreinschauen ober fich in Liebe oder Furcht erweitern; doch sobald der Moment vorüber. Kücken fie wieder eben so wenig au«, wie die Höhlung in irgend einer Wand oder dergleichm. Hätten »ir die Gewohnheit, unser Studium mehr dem Munde al» den Augen eine» Menschen zvzuwenden, f® würden wir um weniger von ihren Charakteren j liuschen lassen. Alexander Patoff'« Augen waren j diejenigen eine« Kinde» in der Ruhe und diejenigen einer Wildkatze im Zorne; in den nervös bebend«, höhnisch verzogenen und hinter dem dichten Schnurbarte verborg«« Lippen jedoch lag da» Geheimui« seines schwankenden Charakters
Al» da« Diner beendet war, meldete der Diener, daß der Dampfer im Hafen warte, um die Herren nach Santa Sophia zu bringen. Alexander, e« um eine Zerstreuung für den Abmd zu chun war, willigte ein, und die Brüder verließen *U Pavillon.
Der Kawaffe ist eine sehr wichtige Persönlichkeit M Konstantinopel, und wenn sein Amt auch ein- «äglich ist, so ist e« doch keine Sinecme.
In ftüheren Zeit« erregte da« Erscheinen ftember in den Straßen in Konstantinopel großer «ussehen. E« waren die» die großen Tagen bei Türkei, al» der Ormonli noch Herr de« Osten« »°r und fich der Herr der Welt dünkte. Ein Nanke — da« heißt ein Westeuropäer — war
ohne Begleitung außerhalb Pera» kaum seines Lebens sicher: und selbst heute noch werd« die meisten gewarnt, sich ohne die Begleitung eine# Eingeborenen in Stambul sehen zu lassen, ober er wüßte einen Fez statt seine» Hute« tragen. E« halte fich notmenbig erwiesen, die Gesandtschaft mit einigen Männern zu verseh«, welche diesen er. forderlichen Schutz der Fremden bildeten, und so war der .Kawaß' entstanden Dieser Mann welcher ftüher stet» zu den Janitscharen gehörte, ist augenblicklich ein ausgedienter Soldat und daher ein Muselmann; denn Christ« treten nur in den seltensten Fällen in die türkische Armee ein, weil ihnen gestattet ist, fich lojzukaufen. Der Kawaß ist gewöhnlich ein Mann von Vertrauen erweckendem Charakter, von schöner, kräftiger Gestalt und voller Mut. Er trägt eine prächtige, türkische Uniform mit reicher Goldstickerei und ist mit einem breiten Gürtel geschmückt, in welchem ein ganze» Arsenal von Waffen steckt — Messer, Dolche, Pistolen — während da» breite türkische Schwert ihm zur Seite hängt. Ist er im Dienst, so entdeckt man irgend- wo an ihm ein braune« Ledertäschchen, da« ein« geladen« Revolver enthält. Der Kawaß ist mü seinem Kopfe für feine Schutzbefohlenen verani wörtlich — mit nicht weniger und nicht mehr. •Senn der Gesandte ober der Minister sich nach dem Paläste, nach Stambul ober sonst irgend wohin begeb«, so folgt ihnen der Kawaß, häufig al« Vermittler auftietenb, niemals aber verfehlend, bei Bevölkerung Respekt einzuflößen. Wird er nicht von dem Chef persönlich in Anspruch genommen, ® ist er bereit, erforderlichenfalls jede« Mitglied de» Hausstände« zu begleiten. So kann fich auch jede Dame getrost feiner Begleitung anvertrauen,
da er mit seinem Leben dafür einfleht, daß fie ihren Weg ungefährdet zurücklegt.
E» tng fich zu, daß an jenem vo» Paul und Alexonber für be» Besuch i» Santa Sophia gewählten Abenb fie kein anderer vo» der Gesanbtfchast begleitete. Einige hatte» ber Zeremonie am vorher gehend« Tage beigewohnt. Andere wollt« e» am folgend« thun, mehrere »ar« zu bequem, nm ihr überhaupt beizawohn«. So folgt« denn nur die beib« Brüder dem Kawass« schweigend »ach dem herrlich« Dampfer, welcher am Quai lag. Die Nacht war finster, denn die Feier beS Ramaza» wirb vom Neumonb bedingt, daher erhellt kein Monden- schein die Erbe. Eine bunkle Nacht ist j doch dunkler auf dem schwarzen Wasser be» Lotporu», al» a» einem anbere» Orte ber Welt, n»b diese Dunkelheit wirb durch die Beleuchtung ber Ufer nicht gemildert. 3m Gegenteil, die zahllos« Lichtpunkte am Rande de» Wasser» scheine» die Finsternis i» ber Mitte deSselb« nnr noch intensiver zn mach«. An manchen Stellen ist die Sttömung eine sehr rasche unb e» ist k-in leichtes Weik, b« Dampfer geschickt >mch bie Menge belabexer Fischerboote nxb Saits »inburchzusteuern, welche fich geg« d« Strom müh- am ihi« Weg burch bie Well« bahne».
Die beiben Brüder saßen in bequem« Rohr chaukelstühl« auf b« schmalen Deck am Sie« >enn da» Wetter war z» warm, nm d« Aufenthalt » ber mit Polstern au« gestattet« Sabine zn ge- katt«. Der Kawaß gab bem am Steuer befind lich« Mau» ben Befehl: ,Zum Landungsplätze ber Esfig-Verkäufer.'
Die Maschine keuchte »nb ber Dampfer schoß a»f bem Wege nach Konstantinopel vorwärts. Pau! unb Alexander blickten anf bie in der Entfernung
immer kleiner werdenben Lichter be» Gesandtschaft»- Hotels, Der Erstere wünschte, jetzt allein mit seiner Zigarette und einer Novelle von Gopol in feinem kleinen Gartenpavillon fein zu können, ber Letztere, welcher fich seiner Heftigkeit schämte »nb fich über seine» »«ber» Ruhe ärgerte, wünschte, mit demselben nicht mehr zurückznkehreu. Er hatte bie Absicht, bie kommende Nacht in einem Hotel in Pera zuznbring«; doch auch diese» Gedanken» schämte er fich; an», wo ber Zo« fich gelegt hatte, verursachte ihm bie Rene ein unangenehme» Gefühl. Es liegt in ber Natur heftiger Mensche», fich ihrer selbst z» schäm« n»b fich bann, »m diesem peinlichem Gefühl pl entrinn«, in »«« Seiger hinein zn arbett«; e» ist bie» berfelbe Prozeß, ben ein Trinker durchwacht, »dem er mit den zweiten »nb wetteren Gläse« gebrannt« Wasser» bie Rene über ba» vorhergehenbe betäubt.
Paul sprach nicht» — benn so lange er schwieg, »ar e» »»möglich, fich mit ihm zu streite». Slexcmber streckte bie Beine wett von fich »»b blies )« Dampf seiner Zigarette in bie Lust; er dachte mrflber »ach, ob er wohl jemals bie Dame mit dem Vashmak w edersehen würde, nab versuchte fich, ia ber gewissen Annahme, daß e» schön sei, ihr Gesicht vorzustelle». Er hatte fich scho» in so manche» Gesicht verliebt — aber in ein« Schleier noch niemals. Die weiche Last beS Bosporus fächelte sei» Gesicht, bie fern« Lichter funkelten wie Sterne, unb Alex«bei, welcher in seinem Stuhle ei,geschlummert war, träumte, daß ber Wind bie Falten des Naihmak zur Sette geweht habe, und er n baS schönste Frauenantlitz ber Welt schaue. Das ist ber Charakter eine» echte» Russe».
(Fortsetzung folgt.)