Einzelbild herunterladen
 
  

beiVolk' teixel»egl immer de» Anschauung« bei größere« Teiles der konservativen Fraktio« e«t» spricht, uib daß dieOberhesfische Zeitung' all nnabhäugige» Blatt auch der Frakttou eitgegentrete« mürbe, wenn der« Tattik i« ein« ober a»der« Falle ihre» konservativ,n Anschauung« widersprechen würde. Wen» wir nicht irre», ist auch da»Volk' schon ix ähnlicher Lage gewesen. Wir pfeifen ans alle .uueutwegte»' .Standpünkter' und folge» in jedem Falle nnr de«, was uns unser Steiff« und unsere auf die Erhaltung der staatliche» u»d sozialen Ordnung und die Macht und Größe unseres deutsche» Vaterlandes gerichtete» Ideale gebiet«, nachdem wir mit freie«, vo» Scheuklappe» und bunten Brill« unbehindertem Blick die Dinge geprüft. Wen» der Attikelschreiber des .Volk' endlich an- »im«t, dieOberhesfische Zettung' werde seitens eines Mitgliedes der Familie St««m beeinflußt, so ist die Ungeniertheit, «it der eine so unendlich gewöhnliche Verdächtigung veröffentlicht wird, für un» lediglich ein neues Symptom de» ungemein »iedrig« Niveanl, auf dem leider et» großer Teil der bmtsch« Prefle aller Partei« und Richtung« in unsereu Tage» steht. Es ist überaas traurig, ««» eine Zeitung es ohne jed« Beweir al» selbstver­ständlich an steht, daß ein Journalist keiner eignen selbständigen Ueberzeugnug folge» könne, sondern stet» beeinflußt fei« muffe.

Politische Rundschau.

* Marburg, 4. März 1895. Reichskanzler Fürst Hohenlohe über feine« großen Vorgänger.

Zu einer wohlthuenden Ehnng des AltteichS- kanzlers hat fich, wie bereits telegraphisch mttgeteilt, ei» BiSmarck-KommerS der Berliner Studentenschaft gestaltet. War derselbe schon besselb vo» Bebeulug, weil bei dieser Gelegenheit die Rivalität der verschiedene» Korporationen völlig zurückgetrete» war, so erhielt die Feier dnrch das Erschein« zahlreicher Ehrengäste einen ganz be sonderen Wert. Die vo» uns in voriger Nummer »ach einem Telegramm wiedergegebeue» Festansprache wird von der offiziellen .Berliner Correspondeiz" wie folgt im Wortlaut «Ügeteilt: .Meine Herren! 3h» Nam« der Gäste danke ich der studierend« Jugend vo» Berlin für die fr«ndltche Begrüßung und die Ehre, die Sie uns damit erwiese» habe». Ich danke sodann dem Festausschuß, daß er mir durch seine Einladung Gelegenheit gegeben hat, Teil zu nehm« a» der HuldigungSseier für den Mau», indem ichnicht allein den größte» Staatsmann de» Jahrhunderts, die schaffende Kraft unserer Einheit, sondern auch und ich bin stolz darauf, es sage» zu dürfen einen Freund verehre. Aber ich Bia nicht berufen, unsere Verehrung wiederholt zu« Ausdruck zu bringen. Mei»e Aufgabe ist es, zur Jugend zu sprech«. Ihr, der dentsche» akademischen Jugend gilt »ein Trinkspruch. Ich faffe ihn zusammen tu de» Rat eines all« er­fahr«« Ma»neS: Bewahren Sie fich, met«e Herren, den traditionellen patriotischen Geist der dentscheu Studenten, die Treue zu Kaiser und Reich; bewahren Sie fich dm froh« mutige» Sinn der Jugend Ihr Lebelang; uud halten Sie fest a» der ideale» Weltauffassuug, ohne die da»Leben keinen Wert hat! Ich trinke ans da» Wohl der akademische» Jugend Deutschland». Sie lebe hoch, hoch, hoch!'

Die Rede wurde wiederholt von brausendem Jubel- uud Beifallsruf unterbrochen. An den Fürsten Bismarck war zuvor folgendes Tele­gramm gerichtet worden: .Die Studierenden der Königlichen Friedrich-Wllhelms-Uuiversttät, der Land­wirtschaftlich« and Tierärztlich« Hochschule, der Berg- und Kmrst-Akademie, in ihrer Mitte Se. Durch­laucht der Herr Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst, find zur Feier be» Geburtstage» Eurer Durchlaucht versammelt. In aufrichtiger Liebe und ewiger Dankbarkeit sende« die Studierend« ihrem heißgeliebt« Fürsten Bismarck die herzlichste» Grüße. Gott schütze »»fern tem« Fürst«, dm Leitstern der akademischen Jugend.'

Tage»ord»u»g für den Staatsrat.

Mr die Breslauer Zeitung vo» angeblich gut­unterrichteter Selle erfährt, lautet die Tagesordnung für de» Staatsrat folgendermaßen: I. Maßnahmen zur Hebung der Preise la»dwtttschaftlicher Produkte: a) die Monopolisierung des Handels mit ausländischem Getreide in Verbindung mit einer Bestimmung der Preise für das eiugefühtte ausländische Ketteide nach Maßgabe des Preisstandes im Jnlaude innerhalb der letzten 40 Jahre, b) die Monopolifiernng des Handels mit ausländischem und inländischem Ge- treibe, c) die Kontingeutierung der Einfuhr aus­ländisch« GetteideS, d) die Besteuerung des zum Konsum lln Jnlaude eingefühtten ausländischen Ge­tteideS in Staffelform, e) die Einführung eine» staatlich« Brotmonopol», f) der Ankauf des Ge­tteideS durch den Staat und die Verarbeitung der­selbe» in fiSkalischm Mühlen zn Mehl. II. Hebung be» Zucker- Md Spirituspreises, in, Maßnahmen auf dem Gebiete der WShmngSpolitik. IV. Maß­

nahmen zur Verbilligung der iMdwirtschaftttchen Produktto».

Zur Konvertierungsfrage liefert die meist gut unterrichtetePost' folgenden Beitrag: Gegenüber den neuerdings an der Börse mit großer Bestimmtheit auftretenden Gerüchten von einer unmittelbar bevorstehenden Konvertierung der oierprozentigen Reichsanleihen und preußischen Konsols können wir auf Grund von uns gewordenen Mllteilungen versichern, daß eine solch; u n. mittelbar nicht 'bevorsteht. Die Ge- rächte, daß fich der Bundesrat bereit« mit der Konvertierungsfrage beschästipt habe, sowie daß eine Konvertierung in dreiprozentige Papiere schon jetzt erfolgen soll, den Inhabern bi« 1898 aber noch 4 Prozent Zinsen gezahlt werden sollen, beruhen aus freier Erfindung. Weder ist bisher eine Eat> scheidung über die Konvertierung überhaupt gefallen, noch viel weniger aber über ihre Art. Andererseits darf aber al» Thatsache anerkannt werden, daß die Regierung mit den Vorarbeiten zur Entscheidung der Konvertierungs­frage beschäftigt ist; ob diese in der nächsten Zeit soweit gefördert werden, daß noch vor Schluß dieser Session dem Reichstage und dem Abge- ordnetenhuuse bezügliche Gesetzentwürfe zugehen werden, ist heute noch nicht zu übersehen.

»BSgBHHI

Parlamentarisches.

Reichstag-

L0- Berlin, 4. März 1895- Jm Reichst« ge

wurde Soui.abcnd die zweite Beratung des Ma­rine-Etat» beendet. Dem Anträge der Bndget- Kommission gemäß wurde die Rate zur Herstellung von Torpedobooten in Höhe voa 2 400 000 Mark abgelehnt. Die Forderung für Erneuerung d:r Maschinen und Kessel der Schiffe der Sachsenklafle wurde nur für zwei Schiffe bewilligt, diejenige zur Vergrößerung der Kohlenlager von ' 50 000 auf 400 000 herabgesetzt und d'e Forderung zum Bau eines g oßeo Trockendocks auf der Kieler Werft ge­wichen. Sodann wurde der Artrag Müller-Fulda (Ctr-), von der bereits bewilligten ersten Rate für t en Bau von Kreuzerschiffeu 1200 000 Mark durch Anleihe zu decken, angenommen. Der Rest de» Etats wurde debatteloS er. ledigt-

EI folgte die zweite Berathuug des Militär- Etats- Zum TitelKriegSminister" beantragten die Abgg- Auer (sozd.) und Gen. eine Resolutem, die Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch wrlchen die Erziehung der Jugend zur Wehrhaftigkeit und die Umwand­lung der jetzigen H.eresorxanisation in eine Milizwehrord- nung angebahnt »erde. «bg. R i ck e r t (fis. Ser.) bekämpfte den Vorschlag al« utopisch und Abg. v P o d b i e l S k i (kons) wirb auf die Unbrauchbarkeit der schweizerisch:« MilizsystemS für Deutschland bin, wir braucheen ein scharfes Schwert zum Schutz msercS Vaterlandes. Fortsetzung b.-r Berathung Montag 1 Uhr.

Das preußische Abgeordnetenhaus etzte am Sonnabend die zweite Berathung de? KultuSetatS fort. Beim Kapitel »Technisches Unter- richtSwesen" regte der Abg. B ö t t i n g e r (oatlib.) an, daß bei der zunehmenden B.-deutung der Elektrochemie Lehrstühle ür dieselbe nicht bloß an den technische« Hochschulen, sondern auch an den Universitäten gegründet würden. Der Kultus­minister versprach, dieser Anregung Folge zu geben.

Abg- Eyuern (natlib.) fordert, daß an allen techni- chen Hochschulen Lehrstühlr für Nationalökonomie beständen, aber nicht etwa mit Kathedersozialisten besetzt werden sollten und kommt auf den Zwischenfall zwischen dem ReichtagS- Abgeordneten v. Stumm und dem Profeffor Adolf Wagner zu sprechen, wobei er die Partei des Ersteren nimmt und die Profefforeu und jüngeren Theoretiker deS Unfehlbar keitSdünkelS zeiht. Kultusminister Bosse beanstandet den Ausdruck ,,KathedersozialiSmuS" und fragt, ob der Vor­redner etwa verlange, daß die Uaterrichisverwaltung die reie Forschung in der Wiffenschast beschränken solle. Alle Richtungen würden au den Hochschulen herangezogen unter der Voraussetzung, daß ste sich al» wissenschaftliche legiti- miren- ES entspinnt sich nunmehr eine sehr erregte Debatte, in welcher der Abg. Stöcker (kons.) den Ratio nalliberalen vorwirft, daß ste, sonst hohe Freunde der freien Wissenschaft, diesmal für ihren Grldschrank zu fürchten schienen. Abg. v. Rarborff (freikons.) tritt für den Frhrn- v. Stumm ein, der zuerst die sozialpolllische Gesetzgebung angeregt habe; ebenso Abg. Bueck (natlib-). Abg- P a a s ch e (natlib.) weist die Wendung des Abg- Stöcker mit dem Geldschrank zurück. Abg- Frhr. v. Zedlitz rfceikons.) wirft dem Abg. Sröcker vor, daß die Berliner Bewegung einersrit» zu Ahl- warbt, anderseits zur Sozialdemokratte geführt habe.

Abg. Graf v. Limburg-Stirum (deutschkons.): Man verwechselt häufig die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung mit der Lehr- ' reih eit. Die Forschung kann einseitig sein; aber der Lehrer darf seinen Schülern gegenüber nickt einseittg deuten und Irrtümer vottragen. Deshalb müssen wir Männer zu Professoren wählen, die die Garantte bieten, daß sie ihren Zuhörem das Gebiet der Wissenschaft klar legen, ohne sie zu einseittgen Theorieen zu drängen. Die Professoren müssen sich aber auch als Lchrer der Jugend außer­ordentlich vorsichtig in der Oeffentlichkeit und gegenüber einzelyenTageSfragen auS- p rech en. Was die Organisation der Arbeiter betrifft, o will ich die politischen Rechte der Arbeiter nicht kürzen. Aber, ob wir den Arbeitern wirtschaftliches Gedeihen ver- chaffen können durch Organisationen allein unter fich, weiß ich nicht. Unter Umständen kann man den Arbeitern tu solchenOrgauisationen Steine für Brod geben. Es müssen verschiedene Elemente zusammmwirken, um die wirtschaftliche Lage der Arbeiter zu verbessern. Vor Allem müssen die Regiemng und ich will es mal so nennen die drei oberen Stände zusammcnwirken. Auch ich halte die Kaiserlichen Kundgebungen für sehr bedeutungs­voll, aber eine Organisation io ihrem Sinne ist nur möglich bei einem Zusammenwirken der Arbeiter mit den Arbeit­gebern und unter Wahrung der Autorität der letzteren. (Beifall rechts.)

Bei dem TftelFonds zur Verbesserung der äußern Lage von Gelstlichen durch Alterszulagen ufro. werden mehrere Anträge des Zenttums auf besondere Be­rücksichtigung katholischer Geistlicher, u. A. solcher, die aus

dem Dienst eines anderen Bundesstaates in den preußischen übertreten, abgelehnt. Der Kultusminister sagt dabei zu, daß er alle solche Fälle, in bentn die anderen Staaten Reprozität übten, befürworten werde.

Nächste Sitzung Montag 11 Uhr: Zweite Beratung des Kultusetats und der an die Budgetkommission zurück­verwiesenen Teile de» Etat» der landwirtschaftlichen Ver­waltung.

Deutsches Reich.

Merlin, 3. März. Ssste« Bormttiag b-stchtigt« der Kaiser «nb die Kaiserin die Gradenkirche. Nach der Rückkehr ins»igliche Schloß nahm der Kaiser die Vorträge des FinanzrniuisterS Dr Miqae Md deS Ministers der öffentlich« Arbeiten Thiele» «tgrgen Md arbeittte hierauf mit dem General- adjlltante» v. Hahnke. Abends »m 8 Uhr fand zu Ehren des General« Schakir Pascha bei dem Kaiser paar ei» größere» Diner statt Hevie Morgen besncht« die Majestät« den Gottesdienst i» der vom - Jaterimikirche. voiMSfichtlich wird Se. Majestät der Kaiser Montag Abend die Reise »ach Wilhelmshaven z»r Rekratra-Vereidigung «trete».

Ans Metz schreibt man derLoff. Ztg.': A»s ziemlich gnter Quelle berat bm« mir, daß der Kaiser Anfang Mai nach Schloß Urville komme» wird, nm am Sonntag, 5. Mai, der Ein­weihung der »en« protestanttsch« Kirche beizu »ohne». Der Kaiser »immt seinen Weg wahrscheialich iber Karlsruhe-Straßburg, um vorher i» Hohwald in de» Vogesen aus die Aaerhahnjagd zu geh«. Ma« glaubt, daß die kaiserliche Familie während der Nordlandsfahrt des Kaffer» anf Schloß Urville Aufenthalt nehme» wird.

I» der Krankheit de» kommandierenden Admirals Freiherr» v. d Goltz ist die la»ge erwartete Krisis eingetret«, deren Verlauf glücklicherweise dazu an- gethan ist, die schwerst« Besorgniffe schwind« zu laffkN.

Wie diePost' hört, ist begründete Ausficht Vorhand«, daß die gesetzgebenden > Faktor« des Reiches noch im laufenden Monat mit der Frage der Börseureform befaßt werde».

Avchn«, 3. März. Die Stadtverordneten b e - willigte» 30000 Mark für ein Bismarck- Denkmal.

Kamllnrg, 3. März. Der gestern abgegangene AfrikadampferJeanette Wörman»' nahm hundertzwei Ma« Verstärkung der deutschen Schutz- truppe in Südafrika unter Führung des ßratmt» Schmidt mit. Die Mannschast, sämtlich Infanteristen, ist auf drei Jahre «gegiert. Der Dampfer wird sechzig abgelöste Soldat« au» West- astika zurückbringe».

Hkosen, 3. März. Der Provinztalland­tag der Provinz Pose» hat in seiner gestrige» Sitzung fast einstimmig der Errichtung einer La,d- wirtschastskammer für die gmze Provinz zugestimmt.

-er. Köln a. Rh, 3. März. Die auf An- regung de»Verein» der Jndnstriellen be» RegierungSBezirk» Köln' an Freiherrn von Stumm-HalBerg gerichtete Adreffe, in welcher demselben Dauk und Anerkennung wegen seiner Auftreten» im Reichstage gegen die sozialdemokratt- scheu Bestrebungen und für die Erweiterung der Machtmittel des Staate» im Kampfe geg« dieselbe» ausgesprochen wird, hat die Unterschrift von nahezu 400 rheinisch, westfälisch« Großgewerbtteibend« aus all« Teile« bei Judustriebezirks erhalten und wttb demselben in diese« Tagen übermtttelt werden.

Negensönrg, 3. März I« der heutigen Der- fantmlawg der bayerischen Banernbünde, der Baron Th Sagen präsidierte, wurde der Antrag Kanitz, ferner ei» Antrag auf Beseitigung der Bodenzttse», Errichtung einer StaatShypothekenbank, Herabsetzung der Zinslast« und Ablösung der bäuer­liche» Hypothekenschulde« angenommen.

Ein geplanter Kaisermord.

MerkiN, 3. März. DieNeuesten Nach- richte»' melde»: Wie wtt an» Wie» vo» zu­verlässigster Seite erfahren, war gegen den Kaiser Franz Josef gelegentlich seiner letzten Reise nach Kap Martin ein Attentat von Seiten eine« österreichischen Anarchisten geplant, welcher dem Monarchen nachgereist war. Auf Requisition der Wiener Behörde gelang e« der französischen Polizei, die betreffende Persön- feit wenige Stunden nach dem Eintreffen de« Kaisers zu verhaften.

Ausland.

Wie«, 2. März. Die österreichisch-ungar­ische Presse ohne Unterschied der Parteien bespricht mit ungeteilter Zustimmung die Ernennung be» Fürste» Loba»ow zum russische» Minister be» Auswärtigen unter wärmster AnerkennMg der Charakter- und GeisteSeigeuschasteu, sowie der bisherigen politischen Wirksamkeit Lobanow».

Htom, 3. März. In hiefige« maßgebenden Kreisen neigt man fich der Ansicht zu, daß die Fest­nahme Gioliiti» bevorstehe.

S«r 'Ne»«, 2. März, vergangene Nacht starb hier Großfürst Alexi» Michajlowitsch von Rnßland im Alter vo« 19 Jahr«. Der Gestorbene ist der jüngste Sohu des Großfürst« Michail Nikola­jewitsch, eines Oukels des jetzt regierenden Kaisers. Großfürst Alexi» wurde zu Tiflt» am 28. Dezbr.

1875 geboren und war «. a. Chef bei 161. sanierte Regiments Slexandropol.

Lvnö»», 2. März. Dal Befinden be» Premier, Minister» Lord Rosebery ist in fortschreitend^ Beffervug.

y<t«5l«rg, 3. März. Der Kaiser ist Influenza leicht erkrankt.

K*»sta»1i»«pel, 3. März. Der frühere Khedive von Egypten, Ismail ist gestorb«.

Aas Marburg aad Umgegend.

- 1. Marburg, 4 März. Die Prüf«,, der Abiturienten des Realprogtzmnasinmz ft »bet am nächste» Freitag, be» 8. b. M., Nach­mittags 3 Uhr, statt.

- 1 Marburg, 4. März Da» 8. Abonne. meutSkouzert bei Jägerkapelle findet morge, Dienstag, AbradS 8Uhr, im MuframSsaale statt.

- 1. Marburg, 4. Mäq. Heute SormitUg and auf dem Rathause eine Sitzung de» Schied». Gerichts in Sache« der Uufall-Versicherun» statt.

- 1. Marburg, 4 März. Invalidität», und Altersversicherung Di» ReichSverstche- rungSamt hat im Eiuveruehm« mit den beteiligten Lande» Ze»ttalbehö:deu einer Veränderung der Be- zirke mehrerer aufgrund de» I»Validität»-und Alter». v.-rficherangS-Gisetze» vorn 22. Juni 1889 errichtete, Schiedsgerichte bestimmt. Nach dieser Bestimmung, welche am 1. Juli d I. in Kraft tritt, werde« iw Bezirk Hesse» Naffau n. a. die Schiedsgerichte » Marburg und Kirchhai» aufgehobe» und an deren Stelle ein Schiedsgericht mit )em Sitze in Marburg für die Kreise Marburg und Kirchhain errichtet.

* Marburg, 4. März. Inhalt derNr. 5 des HessenlaudeS.Ein Kaiserwort' Gedicht von 3 Führer;H. Brand' (Frau Lilli Wigand geb. Hillebrand) ein Nachruf vo» Dr. Brunner; Nachrichten über die Familie Lenderode' von Josef teton Ruhl;Auch eine wahre Schinderh«»eS- Geschichte' von Pfarrer Hufnagel; Gedichte: Kinne», »iederhesfische Mundart v in Frida Stork.Er schie Paar', Schwälmer Mundart vo« Kurt Nuhn;Die Rthmer ohm WiugertSbärgk', Wetterauer Mundatt, vo»Friedrich von Trat»; AuS aller und »«erZell; Ib8 Heimat und Fremde, Personalien, Briefkasten, Anzeigen.

-r. Marburg, 4. März. Witterung. I» vergangener Nacht war« 8.75 Grad Kälte. Heute Mittag hat die Lust ehe Temperatur von 0 0 Grad C. Kälte. Barometerstand 739mm Windrichtung: NW.

Sonnen-Ausgang 6,43 Mond-Aufgang 9,02 Sonnen-Untergang 5,42 Mond-Untergang 2.13

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Kassel, 3. März. In D.-Zug 2 Berlin-Frank« urt entgleiste am 1. März in km 193,0-s-40 zmische« Obersuhl und Hönebach in Folge des Brache» einer Vorderachse der Schlafwagen. Mraschen find nicht verletzt worden.

Kassel, 3, März. Der hessische Bezirks- Verein deutscher Ingenieure hält am DienS- iag eine BereinSversammlung, Abends 8 Uhr, im BereinslokalDeutscher Kaiser' ab, auf der« Tages­ordnung u. A. stehen: Bericht der Kommissto» über staschinenbau- Laboratorien, Mitteilungen über den Untergang deS Schnelldampfer»Elbe'.

Kassel, 3. März. I« Folge vo» sehr starkem Schueesturm und der dadurch hervorgernfeue» Sch»eeverwehllllge» ist auf der Bahn Cassel Wald- appel-Eschivegc vo« geltet« Abend ehe erheb­liche Verkehrsstörung eingetret«. Der Abeud- rrrsonenzug von Waldkappel »ach Cassel blieb zwischen »ex Stationen Hasselbach und Walburg vollständig m Schnee stecke». Die Passagiere halse« de« fest­gefahrene« Zug au» den Schueemaffe« herauSzu- schaufel», indessen erst als die vo« der Station Walburg telegraphisch beorderte Hilfsmaschine einttaf, gelang e» den vereint« Kräfte», den Zng wieder flott zn mach«. Dem Abendpersonenzuge auf der Strecke Großalmerode Walburg ist e» noch schlimmer ergangen, der Zug blieb ebenfalls hn Schnee fest­fitzen und ist ans der kurze» Bahnstrecke über 6 Stunde» unterwegs gewesen.

Schmalkalden, 3. März. Da» national­liberaleTageblatt' fordert die Wähler auf, bei der Stichwahl Mann für Man» für 3»kraut (den Antisemtt«) einzutreten.

Wiesüade«, 3. März. Se.Exc. der General­lieutenant v D. Herr Hermann v. Seydlitz ist im 86. Lebensjahre hier gestorben. Der Königl. Generalmajor z. D. Herr Gustav Stürmer, welcher feit vielen Jahren hier seinen Wohnsitz hatte, ist im 79 Lebensjahre nach kurzem Leiden gestorben.

Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisvereins.

* Marburg, 4. März 1895.

Am Sonnabend Mittag wurde die diesmonatliche Sitzung de» hiestgen laudwirtschaftliche» Kreis Verein» im Cif« Quentin abgehalten. Zunächst machte bet Vorsitzende, Herr Dr. Hesse einige geschäftliche Mit- teilunge«. Dieselben beträfe» zunächst die TageS- ord»u»g bet am 14, d. MtS. in Cassel stattfinde«' de« Seueraloersammlullg de» laudw. Zeatraloerei«» die wtt bereit» vetöffmtlichte», sowie ein Schreib«

x» S getan

so» ® 1-ttrn. Sitte i godan re» H Hoch» H6 « 4 im jßetfan jkreisel gtrb, ,tk b di' «braß leicht d i, der re» 1 Md« Serba, zi Sn

Hi ailil

1 2 3

(NI Zentto Orämi 180 3

4

l

5

A

E ( l (NI Zage t her 6 k c

Mk I

i Bel thei Alli in» gen Fr

«ad »u

* fo»: pal VVV stro

kauft

Lu

(fl< stet» 1328

S

Dtenf

1329 lowie «nd