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Oper«

Zweites Blatt

Dem Bericht über da» Wirk« der Batet.

ländisch« Frauenvereine im Regierungsbezirk Cassel tot Jahre 1894 entnehm« wir: Das Berichtsjahr

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geringen Mitteln die anerkennenswertesten Erfolge erziele». Wir schließe» de» Bericht, t» de« wir »nr das Bedmtendste kurz hervorhebe» konnte», mit dem Wnnsche, daß die Sache des Rote» Kreuzes immer mehr Freunde u»d Mitarbeiter gewinn« möge, da­mit die Vaterländische» Fraue»verei»e, wie dies bisher der Fall gewese», auch fernerhi» vo» Jahr zu Jahr ihre Tätigkeit vergrößern und erweiter» könne».

täten gewappnet zu sein, stet» nicht weniger al» 24 Küchlein bei stch trug, von denen er jedoch unter gewöhnlichen Umständen nie mehr al» den vierten keil zum Vorschein brachte.

Merkwürdige» Glück! Der erste, sowie auch der zweite Hauptgewi»» und zwar Mk. 40600 auf Nr. 68 907 und Mk. 30 000 ans Nr. 36162 der Trier'sch« Dombau Geld-Lotterie I. «lasse (Ziehung m 14, und 15. Februar), fiele» beide i« die Kollekte des Herrn Wilh. Hoyer, Frankfurt a. M., Zeil Nr. 13. Ju die gleiche Kollekte fiel bekanntlich auch mit Mk. 90060 da» große LooS der Maiienbucger Geld. Lotterie, sowie der zweite Hauptgewinn mit Mk 20 000 der Hamburger Roten Kreuz Lotterie.

Teutonia in Lepzig. Die Geschästs- ergebnisse des verflossenen Jahres sind recht zufrieden­stellende gewesen. In der Lebensversichemngs- Abteilung gingen ein 4937 Anträge über 16139724 M. Versicherungskapital und 15 886 M. Jahresrente, während 4123 Versicherungsscheine über 13589 549 M. Kapital und 15 453 M. Jahresrente angefertigt wurden. Der Reinzuwachs belief sich auf über 6V2 Mill Mark, der Gesammtversicherungsbestand Ende des Jahres auf 59 300 Policen über 139 Mill. M. Versicheruugskapital und 122 720 M. Jahresrente. Die Sterblichkeit verlief auch tat Jahre 1894 sehr günstig: es wurden 1650 516 M. Versicherungs­summe durch Tod fällig, 220 343 M. weniger als im Jahre 1893. Trotzdem die Teutonia eine Aktien­gesellschaft ist, gewährt sie ihrem mit Dividende-An- spruch Versicherten auch die Vorteile etaer Gegenseitigkeits- gesellschafr. Die Gewinnquellen, welche die Bank neben und außer dem Geschäft dividendeberechtigten Versicherungen besitzt (Zinsen aus dem etagezahlten Aktienkapital und dem Kapital-Reservefonds, Gewinn aus Renten-, Aussteuer-, Unfallversicherung u. s. w.), decken schon für sich allein reichlich den Gewinnanteil, den die Aktionäre erhalten, sodaß durch denselben die Dividende der Versicherten in keiner Weise geschmälert wird. In der Unfall-Abteilung hat sich die Prämieu- einahme von rund 185 000 M. im Jahre 1893 auf 250 000 M. im Jahre 1894 gehoben. Es wurden 1038 Schadenfälle angemeldet (worunter 4 Todesfälle und 8 Fälle dauernder Invalidität). An Entschädigungen wurden bis zum Schlüsse deS Jahres bezahlt 80200 M.

Znm Beste» der Hinterbliebene» der auf de« Lloyddampferttlbe* Ber- nnglückte» regen stch viele»de; allgemein ist ma» bemüht, dem Mitleid und der aufrichtigen Teil­nahme, welche ran mit den brave» Offiziere» und Mannschaften, wie mit de» bedavernSwerte» Hinter- bliebene» empfindet, eine» werkthätig« Ausdruck zu gebe» und so der Not zu steuer», welche durch de» erschüitet»de» UrglückSfall über so viele Familie» herctagebrochen ist. Konzette und Theatervorstellungeu werde» zum Best« der Hivterblitbeue» gegebe» und auch direkt Sammlung« veranstaltet. Der Musik- Verlag vo» Otto Werthal in Magdeburg hat e« unter»ommeu, eine» melodiösen Walzer für Piano- forte (zweihändig)Gedankenaustausch' vo» 8t. Boß (Leutnant im Fuß-Artillerie Regt. Euke) und H. v. , Boutz« (Pseudonym für Graf Baudisfi») ,» ver- 'egen u,d zu ve-. treib, n. Der Ertrag ist für die Hinterbltebenen der auf derElbe- Verunglückte» , bestimmt, und mit Rückficht auf de» wohlthätigen Zweck halten wir eS für unsere Pflicht, auf diese» ll»ter»ihme» ewpfehl«d hinzuweise». Der Walzer ist durch jede Buch und Mufikalienha»dln»g oder gegen Einsendung von Mk. 1.60 direkt von Otta Wentthal, Mustkoerlag in Magdeburg, zn bezieh«.

Gut pariert. Von dem verstorben Pfarrer v. in B, der durch feine Originalität be- , taxnt war, erzählt man folgende Geschichte. Er saß einmal beim Esse» und verzehrte gerade mit alle» Behage« eine gebratene Taube, da besuchte ihn ein ihm befreundeter Gemeinschaft»bruder, der i» Hinsicht aus dasErlaubte- sehr enge Anschauungen hegte. Sou« hatte dieser «Sk-t die unglückliche Taube erblickt, so Hub et in firasendem Tone an:Horchet, wia könnet Ihr a« Eur Fletsch so auf d' Waid' t eibe, wisset Ihr denn »et, wia der Apostel sagt, «er soll sein Fleisch kreuzigen samt d« Lüsten und Begierde»?' B. ließ sich aber gar nicht au» der Fassung bringen, sonde« erwiderte ruhig:Ja meinet den» Ihr, der Hab Gott häb de gnet« Sache bloß für de böse Leut' g'macht!'

und segensreiche Förderung geb« wird. Der Be­zirks verband zählt 32 Vereine mit 4313 Mitglieder». Alle Vereine arbeite« ax Linderung von Not und Sle»d, und zwar ta der verschiedensten Weise, je nach den örtlichen Bedürfnisse!,. Der Umfang dieser Arbeite« ergiebt sich daran», daß die Vereine im Berichtsjahre für ihre Zwecke 105,422 Mk. veraus­gabten, wozu »och die Gaben a» Essen, Lebens- mittel«, Kleidungsstücken usw. komme«, ber« Wert tix sehr bedeutender ist. Die Vereine in Cassel, Allex- dorf «xd Hofgeismar befitzex eigexe Häuser im Werte vox 355,750 Mark. Berufsmäßige Kranken- pflegerinx« beschäftigt« die Bereixe 75, worunter 60 Schwestern vom Roten Kreuz. I» den Näh-, Flick- und HaushaltuugSschulen wurde, 530 Schülerinnen in de» Kiuderbewahranstalte» über 200 Kinder unterrichtet. Die Jahresetanahme» sämtlicher Vereine beziffern sich ohne den Vorjahrsbestand auf 137 330 Mk., die Reserve-, KriegSbereitschaftS-, Penfion», Baufonds und die Kassenbestände auf 106177 Mark. Die Schulden aller Vereine betrug« 43011 Mk. Die Verwaltung der Vereine ist geordnet und zeigt stch überall da» Bestrebe», mit de» geringsten Mitteln da» Größte zu erreich« und ohne drückende, die Vereinsarbeiten hem««de Schuld« zu wirtschafte». Au» der Verbandkasse erhielten Beihilfen: der Zweig Verein Witzenhanse» 100 Mk., der i» Eschwege 50 Mk., der ix Schlüchtern 100 Mk., außerdem bekam der Zweigvereta Steinbach-Hallenberg vo» dem Hanptvereix et»e Hilfe vox 300 Mark. Bon de» Zweigveretae» können wir nur vox dex bedeutendste» kurz berichtex. Der Casseler Bereix zählt 928 Mit glieder und arbeitet ix sechs Sektioxen, deren El« «ahmen einschließlich de» Bestandes des Vorjahres 97 811.80 Mk. betrug«. Hierbei find durch eigene Arbett von drei Sektionen verdient 75037.58 Mk. Die Ausgaben beliefen sich auf 79 812 66 Mk., die Schulden des Vereins am Jahre»schluß auf39011 69 Mark Eine Sammlung für den Schwesternpensivns- fondS ergab Im Ganze» 7691.55 Mk. Die »ächst- größte» Zweigveretae find die ta Hanau und Eschwege mit 480 u»d 449 Mitgliedern. Hana« hat etae sehr umfaffende Arm« und Krankenpflege eingerichtet und verausgabte für seine Zwecke 1894 4107 Mk. Der Verein in Eschwege, der eine eigene Krank«- Pflegestation unterhält und sich in der manuigfalilgstln Weise beschäftigt, hat 2716,24 Mk. auSgegeb«. Der Verein in Marburg mit 290 Mitglieder» hat eine eig«e Pflegest ation u»d hat ta dem Casseler Schwesternhaus vom Rottu Kreuz ta Sechs monats kursen 3 Helferinnen ouSbild« taffe», dir ihm in der Armen- und Krankenpflege die besten Dienste leisten. Er wendete 2722 Mark im Berichtsjahre auf. Der fast gleich große HerSfelder Verein mit 272 Mitglieder« leidet unter der dortige« gedrückte» Geschäftslage, tarnte aber doch für sei» eifriges Wirken 1171 Mk. verwend«. Der Verein ta Schmal falben zählt 204 Mitglieder, unterhält für feine Krank« und Arme» etae eigene Supp «anstatt nid verausgabte 1725 Mark. Die gleiche Mitglieder a»zah* hab« die Vereine in Fulda und Obernkirche» 169 und folgt dann Schlüchtern mit 122 Mit­gliedern. Wir können die Thätigkest der etozelne» Vereine hier nicht schildern, wollen aber nicht un­erwähnt taff«, daß.auch ganz kleine Vereine, wie ter ta Tau» mit 29 »nd der ta Haina mit 13 Mitglieder», ta der aufopferndste» Weise mit ihr«

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Vaterländischer Frauenverein

Marburg, 21. Febr. 1895.

A. Wei perdinck.

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Vermischtes.

Fürst Otto vo» Bismarck Festschrift zu fetaem achtzigsten Geburtstage von F. Bor» hak, Berlin W. Verlag von F. Fontane & Co. Preis 30 Pfg. Diese Festschrift flieht ta knapper Form d« 2eb«»garfl Bismarcks. Die Darstellung ist von echt pattiotischern Geiste durchweht. In jetziger Zett, wo die Siebe uud Verehrung für den großen Bau­meister des Deutsch« Reiches ta alle» Gau« der Vaterlandes lebendig ist, wo man stch vo» allen Seite« rüstet de« 80. Geburtstag des Eisernen Kanzlers festlich zu begehe», wird man mit Freuden zu diesem, d« echte« BolkSto« treffende« Weikch« greife«. Es führt ta großen Züge« der Mit- u»d Nachwelt dir gewaltige Epoche der Weltgeschichte vor Stag«, die durch Bismarck abgeschloff« ist. Für Schule» u»d Vereine, aber auch sür Hau» und Familie ist das Büchelche», dem weiteste Verbreitung schon durch be« billige« Preis gesichert ist, wie geschaffen.

Zwei Leipziger Studeuieu holt« kürzlich nacht» nm die 12. Stunde einen Stuhl aus ihrerBude', mit diesem machte» sie in unmittel­barer Nähe der nächst« Polizeiwache Hali. Der etae setzte sich darauf u»d beide wartete» nu» der Dinge, die da komme» sollte». Richtig da kamen zwei Schutzmänner. Der etae Stvdent fing nun an zu ächze» und zu fiöhue», daß es hätte eine» Stein erweiche» können. Der andere aber ergriff seine» Freunde» Hand, fühlte «ach dem Puls, zog seine Uhr hervor und zählte mit besorgter Miene die Pulsschläge des Kranke«. Natürlich tarne« die Schutzleute heran Einer von ihnen fragte teil- nehmend:Der Herr ist wohl krank, was fehlt den« dem Herr?' Keine Antwort, derArzt' blieb stumm und sei» Geficht »ahm eine nur uoch besorgtere Mi«e au. Der Schutzmann beugte stch nun über den an- scheinend Kranke», blickte ta dessen entstellte Züge und fragte:Mein Herr, was fehlt Ihne« oen»?' Geld!' brüllt dieser dem Schutzmann mit einer Löwenstimme ta» Gesicht, sodaß dieser erschreckt zurück fuhr. Ehe stch die Schutzleute vo» ihrem Staunen und Schrecken erholt hatte», war« die Stude»ieu auf »eb davon. Sie hatten aber in bet Eile ver­gessen, be» Stuhl mitzunehme». Hub biefer Stuhl wurde zum Verräter; sie wurden ermittett und hatten ihren Ulk mit je 5 Mk. zu büß«.

Ei« exzentrisches Kleeblatt. Mitdem jüngst verstorbenen Lord Orford ist, wie au» London mitgeteilt wird, wieder einer jener vornehm« Engländer von der Welt verschwunden, die man als exzentrisch' zu bezeichn« pflegte: ein Geschlecht, das bei der zunehmenden Verflachung aller Individualität nahezu aukzusterb« droht. Orford war sehr rett i und einer der gebildest« und kennt»isreichsteu Menschen, die man stch nur denken kann. Als ganz junger Manu wurde er schon in da» Parlament gewähtt, erklärte jedoch nach Ablauf der ersten Tagung der er beigewohnt hatte, es gebe nicht» Dümmere» als die Politik, und er begreife nicht, wie ein geist­reicher Mensch seine Zeit mit solchem Blödsinn tot- schlage» könne. Seitdem hat er stch nie mehr um Politik gekümmert, sondern die meiste Zeit seine» Leben» ta Italien verbracht, Kunst uud Litteratur treibend und einem heiteren Lebensgenuß lebend. In Italien heiratete er auch seine Frau, eine ge­borene Laiy Jene Grey ebenso geistreich, ebenfo unterrichtet und ebenso exzentrisch wie er selbst. Siebe» Tage nach der Hochzeit trennte» st<0 die Gatten schon. Sie ließen sich nicht scheide», lebt« ober nie mehr zusammen und trafen stch «nr in Gesellschaft, wo fie sich sehr herzlich begrüß!« und auf das Angenehmste mit einander verkehrten stets eta wahres Kreuzfeuer von Witzen wit eicander ausianschend. Lady Oiford lebte bis zu ihrem im Jahre 1886 erfolgten Tode in Florenz, wo ihre Salon» eine Merkwürdigkeit der Stadt bildet«. Sie empfing von 1 Uhr nacht» bis 5 Uhr morgen»,

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ßehrd Festtag« i fahre», üolff.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchham. ?«Medtttou: Ll^^r^^her Nr. 56Mustrirtes Sonutagsblatt. Redaktion und Expeditton: Slaitt 21. Fernsprecher Nn 55.

und alle», wa» a» vornehmen Eingeborenen und Fremden ta der.Blumevstadt' war, drängte stch bei hr zusammen. Die Verpflegung war ärmlich: Bniier- i brot und Laubwein, aber ber wunderbare Witz ber Haus stau, die alle evropäischen Sprach« mit gleicher Vollenbung rebete und in alle» Bonmots zu machen verstand, zog mehr an al» anderswo die reichste Tafel. Lady Orford lag während der Ewpfäuge im Schlafrock auf einer Chaiselongue und rauchte die stärksten Havanna-Zigarr«; auch die Mehrzahl ihrer Gäste rauchte an» Leibeskräfte«. Fragte man die Lady nach dem Grunde der Trennung von ihrem Gatte», so sagte fie lachend, er habe ihr »ur zwei Stücke Zucker für eine Taffe Thes bewilligt während fie vier gebraucht gäbe. Der Lord hingegen erzählte, seine Frau sei be» morgen» stet» unge­waschen zum ersten Frühstück gekommen und habe de» Zucker mit be» Finger» an» ber Zuckerdose ge nommen. Er habe sie hierauf gebeten, fie möge stch «tweber wasche» ober bir Zuckerzange gebrauchen. Da fie beides abgeschlagen habe, sei die Trennung erfolgt. Jetzt fitb beide tot und ihr Platz im Reiche der excentrics wird schwerlich ausgefüllt werden. Lord Orford war bei Lebzeiten ei» guter Freund des Herzogs von Southerland, der da» Fahre» auf deu Lokomotive» al» Sport betrieb, u»d des Earl of Wimbledo», der die letzte» 20 Jahre seines Lebe»» ta einem unterirdisch« Palast bei Kerzenschein verbrachte uib in unterirdischen Gänge» auf Vollblutpferd« spazieren ritt, während seine Dienerschaft mit Fackel« Spalier bildete. Ei» exzentlische» Kleeblatt, wie man e» nicht besser wünschen konnte.

Abu Selim und seine Küchlein. Abu Selim, der arabische Bellachini be»Hotel du Ritt in Kairo, so erzählt in Stangen» illustrierter Reise- unb Verkehrszeitung ein Freund dieser Blatter, war ein ganz raffinierter Tausendkünstler, und oft Haie ich mich über ihn amüsiert, wenn er bei besonders schwierigen Vorführungen die verschmitzten »ugeir gen Himmel richte e und in drolligem Deutsch nur tief: Kommen Sie Teiffell Em betteble» Kunststück von ihm war da» mit dem Küchle n: Er nahm dabei zunächst ein Hühnchen in die linke Hand und machte mit ber rechten eine Bewegung, als wollte er bem kleinen Tiere b.n Kopf abreißen. Entsetzt wich ba« Publikum zurück, aber in demselben Augen­blick piepste auch schon in seiner rechten Hand ein zweites Küchlein, ohne daß einer von den Umstehenden bemerkt hätte, woher es gekommen war. Dttfes Kunststück wiederholte er dann, bi» ein halbe« Dutzend kleiner Hühner um ihn herum sich am Boden tum­melte. Auf mehr als sechs Stück schl.n er e» jedoch nicht bringen zu können, und dies veranlaßte eine» Tages einen Engländer, der dem Experiment schon mehrere Male zugesehen hatte, den Araber in Ver. legenheit zu setzen, indem er ihm zurief:Make 12 chickens now and 1 give you one pound (Machen Sie jetzt 12 Kücken und ich gebe Ihnen ein Pfund,' da» sind also 20 Mark.) Darau schien Abu Selim in der That nicht vorbereitet zu sein, denn er machte ein sehr ernste» Gesicht und : rückte sich so verlegen auf seinem Platze hin und her, daß der Engländer vor Schadenfreude sich kaum zu halten wußte. Plötzlich aber hellten Abu selimr Züge sich auf. Noch einen Blick gen Himmel und : da» bekannteKommen Sie, Teiffel'; bann nahm ; er in aller Gemütsruhe sein Experiment wieder au», und ehe noch da» Publikum von seinem Erstaunen sich erholen konnte, war da» lustige Hühnervölkhen auf die gewünschten zwölf Köpfe angewachsen Dar Geficht dc» edlen Gentleman wurde länger und immer länger. Da» hatte er nicht vermutet. Aber ' so ungern er sich auch sonst von feinen pounds trennen mochte, in Gegenwart der vielen anveren Hotelgäste blieb ihm nicht» Andere» übrig, al« sein Wort zu halten und zu bezahlen. Daß sitzt über Abu Selim» verwitterte Züge ein Hauch der Schaden­freude huschte, tarn man dem braven Meister schwerlich übel nehmen Aber das war nur für : einen Augenblick. Dann wandte er sich mit der ; verbindlichsten Miene wieder zu dem Engländer uni) setzte zur größten Belustigung Aller mit den Worten: :And this for your pleasure noch ein dreizehnter ; Huynchen vor ihm auf den Boden nieder. _ Später ; erfuhr ich dann, daß Abu Selim auf diese Weise schon manche» pound von hämischen Gentlemen eln- , geheimst hatte und daß er, um gegen alle Eoentuali-

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stellte, da befoxbere Not- uud Itaglückssälle ein @ta» greif« nicht erforderte», feine außergewöhnliche» An­forderung« ax bex Bereta. Erhebliche Arbeit wurde Billati >»r durch d« Auftrag de» Hauptvorstandes ver- ' msacht, einen Verband deutscher Krankeupflegeanstalt« vom Rot« Kr«, zu begründen. Diese Gründung NNMUtt gelang ta der am 28. September tttt Schwefle«' hanse vom Roten Kreuz ix Cassel abgehalt««, box viel« Pflegeanstatten im Deutsch« Reiche beschickte» - Versammlung uud ist zu hoffe», daß diese Bereinigung den Arbett« unter dem Roten Kreuze eine kräftige

idings, Mi; lamris, 8% Verdickun, Saucen, cj refflich.

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Anreizen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte»,

Erscheint täglich "bsr an «chSomr- «uw y**<** »4 g* sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in y V V

Feurtagen. Quartal-WonuementS-Ptti» bei der SM«- Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XU. ypttyTlJ

i4 ditto» 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. («ö. i qqk MM in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G.L.

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