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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Verantwortlicher Redakteur: Harry Ftnkiug in Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55.
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m? Martt^D^FeMp^her Nr. 55Jllustrirtes Sonntagsblatt
Marburg, Freitag, 22. Februar 1895.
Erscheint täglich außer an Werktagen »ach Saun- »nd Feiertagen. — Qnartal-LboauemeMS-Preir bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 SH. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pf,., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vvv Frankfurt a. M„ Eaffel, Magdeburg und Men; Rudolf AÄa. . cQÜKt Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
Erstes Blatt.
Generalversammlung der Steuer- und Wirtschafts-Reformer.
* Marburg, 21. Februar 1895.
Die „Roef. Korresp." berichtet:
.Unter de« Versammlungen und Konferenzen, die während der landwinschaftlichen Woche zu Berlin stattfinde«, nimmt die Gene: alversammlung der Steuer, und Wirtschaft» > Reformer vou jeher mit Recht die vornehmste Stelle ei«. 3« der wirtschaftlichen Ge setzgebung bilde« die Beratunge» dieser Berei«iguog eine« bedeutsame« Faktor, mit hohem Intereffe werde» fie dar«« auch stet» do« maßgebender Seite verfolgt.
Die diesjährige Generalversammlung ist von deren Vorsitzende», Herr« Freiherr« von Manteuffel- Eros se«, am Dienstag mit einer bemerkenswerte» Rede eröffnet worden. Mtt Nachdrrck wies der Redner anf de» Ernst der Zeit hin. VormärtS ge komme« ist, so äußerte Herr von Manteuffel, seit der vorjährigea Generalversammlung wohl keiner der Anwesenden, wohl aber find unter der Landwirtschaft treibende« Bevölkerung zahlreiche Existenzen ruiniert »ud bergab schreitet fie wohl auSnahmlos. Und dennoch kann man heute hoffuungSfroher in die Z« kauft schauen als vor Jahresfrist; den» dem ersten Ratgeber der Krone, der die nationale Wirtschaft» Politik verlaffen hat, ist von Sr. Majestät dem Kaiser der Abschied bewilligt worden. Möge ernt — so fuhr Herr Freiherr vo» Manteuffel unter stetem Beifall der Versammlung fort — in das Arbeitszimmer deS Reichskanzlers wieder der Geist des Ma»»eS eingezogen sei», der bei seine» mvergäug lichcn Verdiensten v« Deutschland stets bestrebt ge wese» ist, die deutsche Landwirtschaft lebensfähig zu «halten, in der festen Ueberzeugung, daß Deutsch land ein Staat sei, der nur groß und mächtig sein »erde, wenn seins Landwirtschaft blüht und gedeiht — der Geist des ManmS, der tu wenige» Wochen seine» achtzigste» Geburtstag feier» wird, zu dem wir ihm heute schon unsere Wünsche darbringen.
Daß der Vorsitzende die Annahme des Währung?- autragS im Reichstage mit Geougthuuug «wähnte, geschah mit volle« Recht, denn der Antrag bewegt fich in der Richtung, die die Steuer, und Wirtschafts Reform« stets mtt Nachdruck verfolgt u»d verfochten habe», und der „Vater des Antrags", Herr Graf vouMirbach, ist deren berührter Führer. Freilich fit unmittelbar wirksam für die Preisbildung konnte
Kims Ktttasst.
Kolonial - Roums von ihrtstian Benkard.
(Nachdruck verboten.) (Sortfetzrm^)
Um unterrichtet zu werden, war der Knabe zwar noch zu jung, wohl aber konnte man schon seinen in der Entwickelung begriffenen Neger«narten ent gegenwirken, von denen sich der angeborene Hang zur Bettelei am deutlichsten zeigte.
Bei Mundi hatte sich diese Eigenschaft längst zum Diebrsinn ausgebildet, der energisch bekämpft »erden mußte, sollte der Misflonar, welcher die Beiden später zum Christentum bekehren würde, nicht eine allzu mühsame Aufgabe bekommen.
Eine» Morgen» ftühe wollte Eyffenhardt gerade seinen gewohnten Gang nach dem Hafen machen, als et einen alten Reg« auf die Hausthüre zurennen fäh, unter der er noch stand.
Kalonda war e», vor Aufregung am ganzen Körper zitternd und kaum im Stande, ein Wort zu sprechen. Einen Arzt wolle er holen; mehr brachte et nicht heraus.
„Ist denn Deine Herr krank, oder Deine Herrin? Ist fie denn zurück?' -8^.
Der Alte suchte fich von der Hand loszumachen, die ihn am Arme feflhielt.
„Todt?' fragte Eyffenhardt, dem eine dunkle Ahnung aufstieg. „Wann und wie ist « denn ge- starben?'
„Heute Nacht, ganz plötzlich muß « gestorben sein. Vielleicht schläft er auch nur so fest, oder — hilf mir einen Arzt herbeischoffen, Banal'
Im Hause war gerade kein Arzt, aber nebenan bei den Vnwundeten, und er ging sosort mit, al» Eyffenhardt ihn darum bat
auch greif)in von Manteuffel den Antrag »icht halte», er verwies darum anf de» Antrag Ka»itz, der demnächst i» erster Linie de» vo» Setter Majestät dem Kaiser ei»bernfe»en Staatsrat beschäftige» soll.
Es machte eine» große» Ettdrvck anf die Ver sammlung, al» der Red»er sodann auf die Thatsache httwies, daß bei dem diesjährigen NeujahrSgottes- dieuste in der Schloßkapelle vo« Altar aus der allmächtige Gott gebeten wordeu ist, daß « Kraft und Hilfe spenden volle zur Beseitigurg d« Notlage der Landwirtschaft. Im Anschluß Hiera» erttnerte He« Freiherr vo» Manteuffel au die fürsorgliche» Worte i« der Landtags - Thronrede und schloß seine Rede, die in ei» begeist«teS Hoch anf de» Kaiser ausklang mit de» Worte»: „Stic» wir Sr. Majestät tankbar dafür, dankbar auch dafür, daß durch seine Weisheit der Friede» erhalte» ist. Sott gebe, daß auch ferner der Friede »»8 gesichert bleibe. Doch sei dem wie ihm wolle, davon bi» ich fest überzeugt, daß, wen» der Kais« ruft, wir Landwirte alle, groß wie klein, mit Freuden bereit sein werde», de» letzte» Tropfen zu opfern für Kaiser und Reich.'
Politische Rundschau.
* Marburg. 21. Febr. 1895. Die Wahlbewegung im Kreise Eschwege- Schmalkalden. Witzenhausen
gestattet nunmehr eine klarere Berechnung der Ser- hälttiffe. Dr. Carl PeterS hat bislang 19 Wahlversammlungen abgehalten und säst durchweg einen für ih» sehr erfreulichen Erfolg erzielt. Nur an einzelnen Plätze» versuchte »an von sozialdemokratischer oder antisemitisch« Seite fette Versamm lungen zn stören oder zu zersprenge«, waS freilich stets vergeblich war. Die Gruppierung stellt fich jetzt folgeudermaßeu. Die Deutfch-Ko«ser- vative«, als dere« Kandidat Herr Jskraut in der erste» Zeit fich gerierte, habe» beschloffe», deffe» Kandidatur nicht zu unterstütze«, sondern ihre« Mit gliedern die Stellungnahme freizulafse». Der g r ö ßere und einflußreichere Teil hat fich daraufhin Herrn Peters angeschlossen. Dies habe» ferner, mit einer Ausnahme, sämtliche namhafte Vertreter des Bundes der Landwirte im Wahlkreise getha». Der Freisinn, de» Herr Profeffor Ste»gel vertrete» will, tritt mit fetten alte», abgedroschen! n Schlagworten: „Brotverteuerung, keine neuen Steuer», Freiheit tt Wirtschaft und Politik' re anf de» Wahlplatz, und wird damit auch diesmal seine Gefolgschaft sammel», welche freilich nur als Stiwmhrlter für die sozialdemokratische Partei zu
Unterweg» wurde Kalonda ausgesragt, der noch immer ganz verstört erzählte, daß er gestern Abend angckommen sei, das Lösegeld für seine gefangen gehaltene Bibi zu holen. Sein Bana habe gelacht, laut gelacht und sich endlich zu Beit gelegt, Papier und Bleifeder verlangt und die Dienerschaft zur Ruhe geschickt. Heute früh stand er nicht zur gewohnten Stunde auf, und als es gar zu lange dauerte — ver Diener fing an so heftig zu schluchzen, daß man nichts weiter verstand.
La.son lag kalt und starr in seinem Bett, sein Körper war etwa» verkrümmt, sonst zeigte fich nichts Auffällige» an der Leiche. Auf dem Tischchen stand eine halbgeleerte Kognakfiasche und daneben lag ein Briefbogen, auf dem mit fester Hand geschrieben stand: . Lieber Freund Eyffenhardt, erschrecken Sie nicht ;,u sehr über die Nachricht, daß Grace mit dem Baron gefangen gehalten wird. Nasorro bin Raschid verlangt 10000 Rupie» Lösegeld, ein Wunder, daß er so bescheiden ist, der Spitzbube; mein Kind ist mir doch viel mehr wert. Da mich die Geschichte doch ein wenig angegriffen hat, bin ich zu Bett ge. gangen, und bitte Sie, morgen, wenn Sie diese Zeilen «halten, die genannte Summe gegen den -eiliegenden Schein bei dem Bankier Dcgali zu er- heben und —'
„Ein Schlaganfall muß ihn mitten im Schreiben getroffen haben,' sagte Eyffenhardt mit einem Blick rach der Kognakflasche «nd hielt dem Arzt den nicht beendeten Brief hin.
Statt zu antworten, öffnete der Arzt, der in- zwischen die Leiche und ihr Leger genau untersucht Kitte, ein wenig die geschloffene rechte Hand de» Toten — ein kleine« Fläschchen lag darin.
„Reden wir vorläufig nicht» darüber, damst nicht
betrachte« sei« wird, mit der Herr Stengel an ver- schiede«e» Stelle» recht gut auskommt, wie er ja seinerzeit auch hi« in Marburg mit de« Sozialdemokraten, die die Versammlung de» Alldeutsche» Verbände» zu sprenge« versuchten, gemeinsame Sache machte. Der Antisemitismus schließlich ist durch keine Persönlichkeit vertrete», die ma» goutiere» könnte. Herr „Pfarrer' Jskraut, deffe» Pfarrertum nur »och in der Vollmacht, predigen zu dürfe», besteht, dem aber alle sonstige» gottesdienstlichen Handlungen u» tersagt find, ei» Mau», de« i» Gelsenkirchen ein sozialdemokratischer Ft Heer in offen«Versammlung bezeugte, eS sei nur eine Frage der Zeit, wann er fich auch formell der Sozialdemokratie anschließen wnde — dieser Volksverhetzer wird leider vo» einem Teil der protestantischen Geistlichkeit deS Wahlkreises unterstützt, während feine frühere» westphälffche» AmtSbrüdn ih» perhcrres ziere». Leid« stellt anch Herr Lieberma»« von Souneuberg seine Agitation in de» Dienst dieses „Pfarrers.' Herr Liebermann scheint eben gänzlich de« polittsje» Halt vttlore» zu haben und auf eine schiefe Ebene grrate» zu fein. Läßt « fich doch in letzter Zeit mit Elementen ein, die ein vrer gisch« Offizier nicht mst Glacehandschuhen anfassen sollte! 3m übrigen hat He« Jskraut wenig Anhang. Das Ergebnis de» Wahlkampfes wird voraus sichtlich eine Stichwahl zwischen Dr. Peters und dem Sozial- demokraten Huh» fei».
Post und Eisenbahn.
Bei Gelegenheit der Beratung des Staats haus Halts im preußischen Abgeordnetenhanse hat man wieder Bezug genommen auf einen früheren Beschluß des Hauses, wonach die Pofiverwaltnng heraugezoge» werden sollte zu den Ausgaben der Eisenbahnverwaltung. Die Regierung hat einstweilen leine bestimmte Stellung genommen; die Frage liegt daher ratze, ob der oben genannte Wunsch berechtigt ist oder nicht? Nach dem Reichsgesetz vom Jahre 1875 ist das Verhältnis der Post zur Eisenbahn geregelt worden. Danach find sämtliche deutsche staatliche und private Eisenbahnen verpflichtet, der Reichspost freie Beförderung zu gewähren. Mau hat ausgerechnet, daß diese Vergünstigung alle!» de» p:euß. ischen Eisenbahnen 28 Millionen jährlich koste, — von Seiten der Postv«waltung ist diese Summe allerdings auf nur 11 Millionen Mark festgesetzt worden. Wen» nun aber wirklich 28 Millionen Mark jährlich von der Reichspostverwaltung an die preußische Eisenbahnverwaltung gezahlt würden, die Deckung tiefer Summe durch Beiträge der Eiuzel staateu ermöglicht würde «ud Preußen dabei einige
alles auf einmal über ter unglücklichen Tochter zusammenbricht,' flüsterte er nach einer Pause „Wenn fie erfährt, daß die Firma Larson fällst und der Inhaber gestorben ist — da» ist arg genug, denke ich!'
„Fallit?' Eyffnharit rang förmlich nach Lust.
„Ja. Gestern Abend wurde ganz offen von dem nahe bevorstehenden Konkurs gesprochen.'
Eyffenhardt fuhr fich mit der Hand nach feiner Stirn.
„Grace!' stöhnte er laut
Nachdem der Arzt gegangen war, raffe er fich auf und rief dem jammernden Kalonda zu:
„Lauf' zum Hafen hinunter «nd miete eine Dau Ich hake da» Geld und fahre mit Dir nach Dar- es Salaam. Flink!' Als gälte es einen Wettlauf, so stürmten die Beiden hinaus.
Dogali stand als Bankier nicht in dem besten Rufe; daß er mit den Rebellenführern einen regen Geschäftsverkehr unterhielt, leugnete « selbst nicht Hätte Eyffenhardt dies noch nicht gewußt, dann würde er fich jedoch davon überzeugt haben, denn « erkannte in Dogali sofort jenen Inder wieder, den er auf der Schamba Mundo bei Pangani in Buschiris Gesellschaft angktroffn hatte.
Die Auszahlung der Summe, die Mist« Larson riefet Tage für „einen besonderen Zweck' deponiert hatte, wurde verweigert Der Schein fei in Ord, nung, aber der Engländer habe ausdrücklich gesagt, daß er das Geld persönlich «heben wolle, behauptete Dogali.
„Ein Toter kann ab« doch nicht selbst kommen,' wollte Eyffenhardt entgegnen, aber er unterdrückte diese Antwort in der Befürchtung, daß der Inder daraufhin «st recht nicht zahlen würde. I
Millionen profitierte, so wäre doch wohl dieser parii- kularistischr Gesichtspunkt nicht a« Platze, um so weniger, al», wie gesagt, die Vnhälttiffe durch dasReichSgesitz festgelegt find. Bei der »och immer unficheren Finanzlage de» Reichs aber ist die Aufhebung dieses Gesetzes im gegenwärtige» Augenblicke oder in nächster Zeit «st recht nicht zu wünschen. Im Reiche weiß man schon jetzt nicht, wie man dtt vorhandene» dringende» Bedürfnisse ohne neue Belastung der Ettzelstaateu befriedigen soll. Und trotzdem sollte das Reich dem Staate Preußen eine jährliche Abgabe von 28 Millionen Mark entrichten? Weder die Regi rung, »och der Reichstag werde» hierfür zu habe» fett. Etwas anderes ist es, ob nicht die Postverwaltnng de» Eisenbahnen ihre Dienste etwa» erleichtern soll Besonders in Zeiten, wo der Paketverkehr sehr anschwillt, wie z. B. vor de» großen Festen, leidet der Personenverkehr durch de» Paketverkehr auf de» Bahnen erheblich. Oft ertsteht durch letzteren ei» längerer Aufenthalt, und die Reisende» versäumen die Anschlüsse. Man hat eS daher mit Recht der Postverwaltung nahe gelegt, zur Paket« beförderung mehr die Eilgutzüge, die anf große» Strecke» vielfach in Betrieb find, zu benutzen und anf andere» Strecke» die Paketbcförderung wenig« umständlich und zeitraubend zu gestalten.
Noch eine »atioualliberale Kritik unserer Goldwährung.
Wir führte» gestern einen Artikel bet national» liberale» „Rh.-Westph. Ztg.', des bedeutendste» Organ» der westdeutschen Industrie für die Doppelwährung an. Heute können wir demselben Ausführungen ähnlich« Tendenz au» einem hanseatischen Handelsorgan, dem gleichfalls natioualliberalen „Hamb, Corr.' hinzufügen. Dieselben lauten solgendermaßin: „Handel und Industrie sowie die Landwirtschaft find heuer nicht allein bei ms, sondern in allen Ländern mit Goldwährung in einer so trostlose« Lage wie nie zuvor und dieser Zustaud ist ausschließlich der Silberentwertung zuzuschreiben und kann auch nicht b.ff« werden, solange selbige anhält. Wo die Silberländer infolge der abnorm niedrigen Kurse heute für europäische Erzeugniffe 50 Prozent mehr zu zahlen haben als früher, da ist es einleuchtend, daß der Konsum eingeschränkt und die etthrimische Industrie gefördert wird, woran früher kaum gedacht wurde. Beides geschieht aber auf Kosten der Goldländer! Für die Landwirtschaft liegt eS ähnlich traurig. Tie Silberländer können uns heute Getreide 50 Proz. billiger liefern al» früher und besorgen
Al» er jetzt von der Bestia mung des Geldes sprach, wendete fich plötzlich das Blättchen.
„Miß Larson wird vo« Nasono bin Raschid gefangen gehalten? Dan« muß fie fteilich auSgelöst werden', sagte Dogali mtt eigentümliche« Schmunzeln. „Aber ich möchte diese» Geschäft gerne selbst abwickeln; Sie wissen, ich habe Erfahrung in derartigen Dinge».'
„Dann mache« Sie fich sofort reiseftttig; tt ein« Stunde müffe« wir unter Segel fein. Ich warte hier, bis Sie mit mtt zum Hafen gehen', entgegnete Eyffenhardt ungeduldig. Daß Dogali tt ,d«ortigen Dingen' Bescheid wußte, war ihm all«« dingS bekannt, hatte doch der Banqui« Buschiris vor einigen Monaten die Auslösung zwei« iu llsambara gefangenen deutsche» Gelehrten* *) vermittelt; daß derselbe Nasono bi» Raschid eine» Wttk gegeben, Grace abzufangen, ahnte er jedoch nicht.
Während d« Ind« fich zur Reise rüstete, rief Eyffenhardt vom Fenster auS einen auf d« Straße umhertummelndeu Sieget herbei, bet Mundi vn- ständigeu sollte. AlS er mit Dogali sein Zimm« betrat, brauchte « nur »och die letzten Kleinigkeiten zusammen zu raffen, um dann ohne vou seiuen Bekannte» Abschied genommen zu haben, «tt seinen Begleiter» zu« Hafe» z» eile». —
Dort feilschte Kalonda noch mit einem Dauführ«, der, die Hast des Alten zu seinen Gunsten deutend, einen unverschämten Fahrpreis verlangte. Die Drohungen Eyffenhardt» fruchteten nicht«, ab« der schlaue Inder brachte e» bald dahin, daß der „Kapitän' seine Forderung um die Hälfte herabminderte, «nd sofort begann die Einschiffung.
(Fortsetzung folgt.)
*) Dr. Han» Meyer und Dr. Oskar Baumann.