Wöchentliche Beilage«: Kreis blatt für die Kreise Marv«rg «nd Kirchhain.
IMwfr&i JAnstrirtes Sonntagsblatt. Expedition: Statt Xu F«vspre^r^N^^k5?
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Erjcheta täglich och« «t fötrfMgtn noch Som- «nd Ätitttegca. — Qxtlrtal-AbonnmmltS-Prri» bei der Expedition 2 ML, bei allen PostLmterv 2 ML 25 Pfg. («xL BestellgeidX Ieesereltionegebützr für di» ßeipettau Aette »der deren Mena 10 Pfg., Mettaaen für di» Zeile 2» Hfß.
Marburg,
Dienstag, 12. Februar 1895.
Antigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«, somit die Amwncen-Bnreanx von Haasentzein n. Vogl« in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Rosse in Frankfurt e. M., Balin, München s. Köln; @. L. Daube u. So, in Frankfurt a. M„ Balin Hanuova, Bari».
xxx. Jahrg.
Beherzigenswerte Worte an die akademische Jugend.
* Marburg, 11. Februar 1895.
Die Studenten, die fich etwa» vorlaut tu de ßffatre Stmnm Wag»« gemischt, habe» am Freitag Rab vou dem Rektor bir Berit,er Universität, Herr» Professor Pfleiderer, eiue sehr gesunde &ttox erhalte». Der Rektor, der zu ei»e« Wagner- Schwoll«. Lommerse gt laben war, um dort al» erster lebe et aufzutrete», setzte de» Studenten a»r ei»ander, wß die Freiheit der Wtffenschast ihre» Schutze» »ich toiife, da sie durch die B«fass«»g ge»ügend ge- schitzt sei. Wenn sie aber durch irgend etwa» ge> sthldet werde» könnte, so wäre e» sicher ts» Seiten ter Dilettante», die wisseuschaftliche Hypothese» für unumstößliche Wahrheiten »»»gebe», sie au» der ruhige» Atmo- sphire de» wissenschaftliche« Hörsaale» ii die bewegte Sre»a der praktischen Politik herabzuziehen, und dabei durch desto $6«eie Phraseologie zu ersetze» pflegen, »a» ihnen « gründlichem Wisse« und Verstehe» abgeht. Wenn ter DUettonttlmn» halbvnsta»de»e Sätze der Wissen- schäft all Stoff der Diskussion und Agitation unter He nrteilllose Menge werfe, dann dürfe mau sich richt wunder», wer» Männer de» praktische. Lebe,» «fo*ga bedenklich zn werde» u»d frage»: Wo will Ml Alles noch hivaul?
Rach dieser ernste» Rüge ermahnte Herr Prof. Psteiderer die akademische Jugend, fleißig ihre Fach, fndien zn betreiben »nd sonst in ihre» Mutze- Hunde» a» deutschem Lied und Gesang ten vaterländische» Sinn zu erbaue» und i, harmlosem Spiel «nd Sport die Zügen dkraft zu übe», wie e» vordem die jetzt «La gethan, die für die künftige Einheit de» demschen Poterlande» geschwärmt, fich aber »ie eingebildet litte,, daß des Later lande» Heil vo» ihrer poli - chche» Weisheit abhäuge, oder daß e» gar für sie «he heilige Pflicht sei, über die beste Methode der öhignng Deutschland» fich die Köpfe zu zerbrech«. Sa Schluß der Rede laffeu wir wörtlich folgt»:
Kam» Atrtasst.
Kolonial - Rom« tM Thristiau venkard.
(Rachdrack vaboteru) tötrnwoig»;
Da ruft eh« Marineoffizier seine» Leuten etwa! iw,Maste»klett«n' «nd »Anfent««' zu, die Blau «ta hängen ihre Büchse, über die Sch»Uer», werfen hr Schuh-eng vo» fich «nd vorwärt» geth» 1 Dar keüengewehr zwischen de» Zähne», klettern fie mit dtzenarttger Behändigkeit a» den Spitzpfähleu empor, Nt Führer fällt von mehrnen Kugeln durchbohrt, »ch die» steigert nm ihre, Grimm. Schon befinde, ich die Eiste» innerhalb der Boma mit de» Feinde h Handgemenge, andere reiße« einige Paliffade» a, und durch die Bresche stürmt Wißman» mit «ha Sudanese«. Gleich zeitig erhalten die Araber hi der rechten Flanke Schnellfener au» vierzig Repetir- Mehren, et» nochmalige» allgemeine» »Hnnah 1* und k wilder Flucht räume» fie die Boma.
Der erste größere Sieg war erfochten, Buschiri tet enttommen und an eine wirksame Verfolgung i durch Sumpf und Busch landeinwärts flüchtenden i «bitte» nicht zu denken. Da e» fich ohnehin in • «ter Linie darum handelte, die verlorenen Küsten- litze zurückzunehmen, roenbeten fich die deutschen ’tteilhafte nach Norden, um zuvörderst Sana Herr, ich Buschiri den angesehensten Rebellensührer, au» hadant zu vertreiben. Nur die Marinetruppen Uten wieder eingeschifft, denn von Bord au« huten fie die Bertheid,ger der kleinen Seestadt eine Beschießung au» den schweren Cchiffige- Rhen voraurfichllrch sehr hart bedrängen.
Der .reisige Haufe' marschierte mtt nach Norden Vdoni wollte er noch «stürmen helfen, fich bann auflösen, denn nachdem der Feind vertriebe»,
„Wahren Sie fich doch da» goldene Bonecht der Jugend, t» ««getrübtem Idealismus, «»bekümmert «« da» fatale Äezänke bet politischen Parteien, sie der gemeinsame» hohe» Gütet de» Baterlaide» zn erstelle», deffe» Einheit »nd Stärke, voll Ihre, Vätern t» schwerem Kampf errungen, »och keine» weg» so festgewvrzelt ist, daß fie nicht immer not» der treue» Hingebung «nd Pflege feite,» der Söhne und Enkel bedürfte. Gepflegt wird aber die Liebe zum einige« deutschen Baterlande wahrlich nicht da durch, daß die Jugend schon wieder i« die alte deutsche Erbsünde te» Soade'geiste» «,b Partei- Wesen» zmückfällt u»d mit philiströser GrieSgrämigkeit an alle« Bestehende» undankbar »orgelt, so»der» dadurch, daß fie der nörgelnde» Uuzusttede»hett bet Bitt» bei echt deutschen Idealismus de» Glaube»» »nd de» juge»dliche, Optimikmn» de» Hoffen» entgegensetzt n»d der dankbare» Freude au de» reiche« Güter» unsere» nationale» Leben» bei jeder Gelege» heft stisch u»d froh, stom« und frei Ausdruck giebt. 3a, «eine Herren, da» Her, erfülle» mit treuer warmer Liebe für Deutschland» HerrlichkeÜ, die mit seiner Einigkeit steht «nd fällt, und zugleich durch fleißige Arbeit fich für de» besoldete» Beruf tüchtig vorbilde»: da», meine ich, wäre die beste Vorbereitung für kräftige Erfüllung Ihrer Bürgerpflichten, viel besser al» alle» Dilettiere» »nd Agitiere» i« Sozialtlm«»!'
* * *
Bet dieser Gelegenheit sei gleich »och folge»de Zurückweisu-g eine» sozialdemokratischen Stüde» te«- vlatteS durch die burscheischaftlichen Blätter angeführt:
Im ersten Hefte der Zeitschrift: »Dersozialtst. ische Akademiker' (erschienen in Berlin, 1. Jan. 1895) wird unter der Ueberfchrift: „TaS wir wolle»' die deutsche Studeutenschaft anfgeforoert, fich an der reovlutionäre» sozialisti che» Piopaga.da zu be- teiltge». Der Schluß atz diese» Aufruf« lautet:
.Wit stehen hier al» stete Bursqe», eingedenk de» alte» Spruche»: Für Ehre, Frethet: und L ater la» d! — Wa» ist unser Vaterland? Alle, die menschlich fühlen !ö»»en, nicht jener Stückchen Erde, da» et» beutegieriger Fürst, bat ei» abiatzhuugriget Unternehmer al» Stammsitz unserer »Nation" erkennen will; wa» ist »»ftre Freiheit? Die Freiheit lebe» Menschen, »ach seinen
jalt e«, die zur Ücker ober len Stationen wieder zu be- tßen, da» Verlorene möglichst wieder hereinzubringen Zudem hatten die meisten der Herren ihren Rache, durst bereit» gestillt und keine Neigung, einen ganzen Feldzug mitzumachen, von dessen Mühseligkeiten fie kaum eine Ahnung gehabt. Bewirk» in Ü berreichen Lumpsniederungen, mangelhafte Krank, npfl ge, und «Nköftigung, bei Tage glühender Sonnenbrand, in oer Rächt Mor qutto», Ameisen und Millionen Flöhe, welch' letztere au« dem Lager der Montteute in bü Zelte der weitaus appetitlicheren weißen Mänmr wanderten — diese und zahllose andere L ioen be- wirkten eine außerordentlich schnelle Abkühlung selbst der begeistertsten ©tt eiter.
Am Vorabend del Sturme» auf Saabant saß Eyffenhardt an der Mündung de« Wamifluffe« beim Lagerfeuer und flickte feinen in einem Dorngestriipp tu Schaden gekommenen Rockärmel, al« ein in seiner Nähe fitzender Bekannter plötzlich den Jub.lr»r: .Da kommt Schlachtvieh; nun fuw wir fein heran»! autnieß. Ebenso lüstern nach einem vernünftigen Fleischgericht wie seine Genossin, blickte der Nähende auf und — Mundil Bist Du denn vollend« toll ge worden?' tief er auf» Höchste überrascht.
Der Angerufene verzog grinsend den breiten Runb bi« an die Ohren und antwortete, auf die rege deutend, die er am Strick hiett: ’
»Kostet ja nicht«, Sana.'
.Gestohlen also wieder einmal! Und »• hast Du btt« Kind gelassen?'
«Für da« Kind habe ich fie ja gerade gestohlen,' erklärte Mundi und machte Kehrt. Auf feinem Rücken hing ein Bündel, an» dem da« Köpfchen eine« schlafenden Negerkind«« hervorragte. So trugen oic eingeborenen Framn ihre kleinsten Sprößlinge
Fähigkette« zu arbeite« n»b »ach seine, Bedürfnisse» z« gelitten; wa» ist unsere Ehre? Für ba» zu kämpfe», wa» wir für wahr und richtig halte», für Freiheit, Sleichhest «ab Brüderlichkeit, e» ist nafere Ehre, be» Sozialist»»» zu propagire» Hoch be: tatet» attoaale, rebolntioafite Sozialismus!' I« de» .Burfcheuschaftlicheu Blätter," wird darauf erwibett:
.Wit deutsche, Bursche,schäftet weise» mit E»t- rüsturg diese» Mißbrauch uisere» Wahlspruchs zurück towie die Uuterstelluag, a'» ob wir u,s bei ehrlicher Befolgung nafere« Wahlspruches zur Teil- »ahme a, der sozialistischen Propagaada De: sichtet fühlen wüßten. Wal unser Wahlspruch für un» bedeutet, weiß die deutsche Stubkntenschast: Aul bilduig der Peisöalichk it zu geistig«rund fittlicher Freiheit, stttltche Pflichterfüllung und Behaupt««, unserer Persöalichkeit g ge« jede« Angriff, deutsche Sprache und Sitte, deutsches Volkstum, einige» deutsche» Baterlaad! Da» ist unsere Freiheit, untere Ehre, unser Vaterland! Hoch Kaiser und Reich! Die i» A. D. C. bereinigten deutschen Bursche« schäften."
Reichstags-Debatte anläßlich des Unterganges der „Elbe".
* Marburg, 11. Februar 1895.
Da» entsetzliche Unglück, welche» unlängst den Llotzddampfer »Elbe' bettoffen hat, gab den Herren Frhr. v. Stumm Halberg und Frhr. v. Man- teuf fei Anlaß, im deutschen Re ich «tage folgende Jnterpellatiou einzubringe», über die letzten Sonnabend verhandelt wnrde:
»Beabsichtige« die verbündeten Regierungen, Maßregeln z« ergreife«, «m den durch de« Untergang von Seeschiffe« verursachten Verlust von Menschenleben mehr al» die» bisher gelungen ist zu verhüte» ?"
Zur Begründung dieser Interpellation führte Frhr. v. Stumm Halb er g ungefähr folgende» an«:
„Das entsetzliche Unglück, welchem die „Elbe" und mit ihr Hunderte von Menschenleben zum Opfer gefallen sind, hat überall in dm Herzen deS deutschen Volke» schmerzlichen Wiederhall gefunden, überall regen sich die Hände, um den Unglücklichen die materiellen Nachteile, die ihnen auS dem Unglück entstanden sind, zu mildern, überall aber wird auch die Frage gestellt, ob man nicht mehr als bisher thun kann, um solche Katastrophen zu verhüten und die Lebensgefahr, die ja für alle Seefahrenden unzweifelhaft in hervorragendem Maße besteht, zu Dertingern. In erster Reihe kommt hier die Frage der staatlichen Beaufsichtigung in Betracht. Für Fabriken besteht eine solche Aufsicht sonst überall, ebenso ür Bergwerksbetriebe und Eisenbahnen, aber der Bau von
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mit fich herum, die fie nicht ohne Aussicht zu Hause lassen konnten ober wollten.
„Da hört aber doch die Weltgeschichte auf!' uhr Eyffenhardt, feine arbeit zur Seite werfend, in die Höhe. Mundt aber hielt ihm einen Bries entgegen.
.Hau' mich erst später, Sana, wenn Du mich bauen wrllst; jetzt erwacht am Ende da« Kind davon Sie« lieber erst den Brief da, daß Dir die Zett nzwischen nicht zu lang wird "
.Ein Bries? Von wem denn?'
.Wahrscheinlich vom Sana Watschi, denn er ist mit einer Dau au« Dar-el-Salaam angekommen Veil ich dachte, e» steht vielleicht Wichtige« darin, ' ahl ich schnell eine Ziege und dann fuhren wir Dreie mtt der nächsten Dau nach Bagamojo. Von rott au« ging'« immer am Strand entlang, und hätte nicht unterroeg« die Ziege Futter haben müssen damit unser Kind Milch bekam, wir wären schon I ute Mittag bei Dir gewesen, Sana.'
Obwohl e« nun doch keinen Braten gab — Mundi hätte eher fich selbst al« die magere Milch r nbtrin schlachten lassen — erregte der seltsame Z oischensall eine so ungeheure Heiterkeit, daß da« halbe Lager zusammenlief. Der Sana Kirtatst hab« eiligst eine Feldpost eingerichtet, well er nun einmal nicht ohne Papiere sein könne, wurde gewitzelt, nicht zu reden von den weniger zarten Scherzen über ba« wette .Poststück'.
Der Brief war von Doktor Kottegar», der viel reie Zeit hatte und au« purer Langeweile auf den Gedanken verfallen war, eine Epistel vom Stapel zu lassen, wie er schrieb. Eigentlich »»ar e« mehr ein Klagelied, das Epffeuhardt nach Wiederkehr der Ruhe kvpfichüttelnd la«, beim der Ton de» stützet
Seeschiffen unterliegt keiner Beaufsichtigung. Die Unfall- verhütungs-Borschtiften der Seeberufsgenoflenschast komme» nicht immer zur Durchführung, und ich fürchte auch, daß sie keine Garantie für die Verhütung von Unglücksfälle» bieten. Bei einem so gefährlichen Gewerbe, wie eS die Seeschifffahrt ist, in dem jährlich über hundert Schiffe mit über viertausend Mensche» durchschnittlich verunglücken, kann eine genügende Konttole von Seiten der Privatgesellschaften nicht gefunden werden, zumal die Berufsgenoffenschaften nicht berechtigt find, durch ihre Beauftragten die Thätigkeit der Fabriken zu kontrolieren. Die Bestimmungen über die wasserdichten Schotten, die in neuester Zeit zur Verhütung von Unglückrfällen eine große Rolle spielen, haben nut geringen Nutzen, da in dieser Beziehung vollständige Anarchie herrscht. Es find gewisse Grundsätze aufgestellt, unter Anderen, daß die Schotten abgeschlossen sein müssen, aber zwischen den Schotten bestehen so große Zwischenräume, daß, wenn ht einem von ihnen Wasser einbringt, da« Schiff zum Sinken gebracht werden kann. Das kann leicht geschehen, wenn ei» Zusammenstoß von der Seite erfolgt. Da aber die Thüren der Schotten fast immer offen bleiben, so wird die ganze Einrichtung zwecklos, und man müßte eine Konstruktion vorschreiben, welche die Sicherheit gewährt, daß das Schiff über Wasser bleibt auch wenn das Wasser in zwei der Schotten einbringt Ferner scheint mir eine internationale Regelung bei sogenannten Wegerechts auf See unerläßlich um das rechtzeitige Ausweichen der Schiffe zu fichern. Daß eine große Zahl von Menschenleben, die zur Zett gefährdet find, durch derartige geeignete Maßnahmen gerettet werde» könnte, ist nicht nur meine Ueberzeuguug, sondern auch die weiter Kreise der deutschen Nation, wie mir zahlreiche Kundgebungen bezeugt haben. Diese Kreise würde e» sympathisch berühren, wenn die verbündeten Regierungen unsere Anfrage entgegenkommend beantworten möchten."
Reichskanzler Fürst Hohenlohe «widerte hierauf wörtlich folgender:
,D« Buabelrat wrudet ftta Interesse fortgesetzt be» Maßregel« zn, welche eine« »«mehrte« Schntz del Me»sche»lebex» gegenüber bat Gefahre» de» Seeverkehrs i« Aussicht »ehme». Auch ist die Reich». Verwaltung anf diesem Gebiete nicht nnthättg. Ihre Bemühungen find vorzugsweise nach drei Richtungen ei,getreten «nd zwar bezüglich ein« Sicherstellung )« Seetüchtigkeit d« Schiffe, einer Regelung be» internationalen Seestraßenrechte» und einer vnbefferten «nlrüstnng der Seeschiffe mtt Rettnnglgeräten.
Wa» die Sicherstellung der Seetüchtigkeit der Schiffe a» langt, fo hat bereit» unsere ll«. allverficherunglgesetzgebung zu einer ve stärkten Gewähr gegen Unfälle geführt. Die llnfallvtthütung»- voischrtste» der SeeberufSgenoffenschast enthalte» ta dieser Beziehung Weisungen, deren Beach tu» g tat äst allezeit frohen, oft sogar übermütig« n Kollege« qeftel ihm nicht. Wie lange er denn in Dar-el- Lalaam fitzen solle? fragte « gleich im Eingang, da« Stationshan« sei noch immer vollgepök (t wie ein Heringrfaß und doch fei e« ganz erschrecklich „öde' darin und ein gesunder Scherz rein nnmög« ich. Der Stationlchef unterhalte fich mit ben Missionaren den ganzen lieben Tag lang von dem Ernst der Zfft und der Neg-rnfiebung, während Die Brautleute Walbhuber-Dorn fich schier unausgesetzt schnäbelten Und da fitze « nun dazwischen mit seinem ewigen Fieber.
.Da haben wir'«,' flüstette Eyffenhardt und Mt .durstige Elefant' fiel ihm ein .Wie oft tagte ich ihm doch, daß man nach deutschen Begriffen noch lange kein Trinker zu sein braucht, um hier eine Gesundheit zu untergraben!'
Während er wettnla«, zuckte er plötzlich zusammen; verwundert hasteten seine Augen auf einigen Zeilen, die ihm den Brief mit einem Male unschätzbar wichtig erscheinen ließen.
.Der Baron von Wallerstätt, den Sie von hier au« besuchten, ist der reinste Zauberer,' begann der betreffende Paffut. .Die in Puga gefangenen und aegen ein Lösegeld von Buschiri endlich frei gegebenen Benediktiner und Benediktinerinnen haben fich auf Dem Wege zu un« Überzeugt, daß der Baron bi«her ganz ungeschoren blieb, und — denken Sie sich! — -»t hat er fich sogar die hübsche englische Miß von Sansibar verschrieben! So ein Schwerenöter! Und Die Engländerin kommt wahrhaftig hierh.r, thul al» handle fich'« «m einen Spazierritt und macht sich, alle Gefahren verlachend, auf den Weitermarsch nach ber Scham da.'
Fortsetzung folgt.)