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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Verantwortlicher Redakteur: Ha rry Fin kin g tn Marburg Redaktion und Expedition: Markt 21, Fernsprecher Nr. 65.

35.

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der zurückkehrende Mundt ihn längst von feiner Wärter pflicht erlöst Halle, wollte die Angst, die ihn befallen, noch immer nicht Weichen. Ja, fie flieg von Minute zu Minnte, mutzte er doch zwei schreckliche Möglichkeiten fürchten: entweder war Grace vor dem dem Hause Larson drohenden Ruin eniflohen, ober fie war nur angeblich abgereist, in Wahrheit aber hatte fie stch ein Leid angel Han, weil fie ihn geliebt halte, ihn aber nach dem, was er ihr von feinet Vergangenheit erzählt hatte, nicht wettertteben zu dürfen glaubte.

Während Eyssenhardt ratlo» in seinem Zimmer saß und fich scheute, die eine wie die andere Mög­lichkeit auszudenken, entstand eine Bewegung im Hause, die ihn vermuten ließ, Mundi sei mit den übrigen Hausgenossen seines kleinen Schützling« wegen in Konflikt geraten. Die hier wohnenden Deutschen waren eben alle Junggesellen und wenn ste der Störung ihrer Eiesta durch Kindergeschrei fich euer lisch erwehrten, konnte man ihnen die« nicht einmal übelmhmen.

Hinau«ttetend, hörte er im oberen Stockwerk eine Thüre zuschlag n und wie von ben Furien gkjagt kam einer seiner Kollegen die Treppe herab, gestürmt.

»Wo« ist'«?-

.Wissen Sie'« denn noch nicht? D über diese Federsuchserei! Setzen Sie schnell Ihren Hut aus und kommen Sie.«

Sa, aber wohn denn?"

.Fragt der Mensch noch langeI Zum Hafen natürlich. Wißmonn kommt wtt fünf großen Dampfern l Run mag fich unser Kreund Buschiri ben Buckel schmieren; hnrrah!"

xvn.

Als Kaiser Wilhelm I. dem Sultan von San. stbar al« Zeichen feiner freundschaftlichen Gesinnung eine Solarbatterie geschenkt, hatte der greife Hell­wohl nicht gedacht, daß bald nach seinem Tode die zierlichen Geschütze in der fernen Sultanresidenz den Gruß einer von deutschen £> fiteren geführten Land­truppe erwidern würden. Roch weniger aber mochte Der schwermütige Khalisa von dem Tags geträuml haben, an dem sein Blick dieser Truppe über die Sanstbarstraße nach dem Festlande folgte, wo ft Araber und Neger bekriegen wollte, die er noch vor Jahresfrist feine Untertanen genannt Er halt. Den Deutschen Gewährleistung ihrer Rechte zugesagt, aber fein Versprechen nicht halten können; j tzl mußte es fich zeigen, ob die Wadatschi im Stande waren, stch selbst zu helfen.

Wo Bagamojo gestanden die Stadt war total niedergebrannt erfolgte die Landung und sosori marschierte Wißmann mit seinen meist in Ägypten angeworbenen schwarzen So baten und unterstütz! von einigen hundert Mann Marinetruppen dem Feinde entgegen. Dieser Hauptmacht schlossen stcd zweihundert irreguläre Wanjamwefi an und ein geschloffemr Trupp von tierjig etwa deutschen Frei­willigen.

Bei den Letzterm Haiti Buschiri am meisten aus dem Kerbholz;. Al« durch die Araber von ihren Stationen vertriebene Kaufleute und Verwaltanc«. beamte, warm fie fast alle nur rntt genauer Roi und unter Zurücklassung ihrer gisamwten Habselig eit n dem Tode ober der Gefangenschaft entronnen und fühlten einen s.hc begreiflichen Rachedurst Da fit ohne Ausnahme ihrer Militärdimstpflicht genügt

Wochen-Rückblicke.

* Marburg, S. Februar 1895.

Die Verhodluuge» des Reichstag» über den Zeuttumrauttag auf Eiurichtuag von .Arbeiter- Ummern" find tu vorauSzuseheuder Weise ver bmfeu. Auf ter rechte» Seite de» Hause» fand fich «emaud, der fich für eiueu solche» Selbstmord hätte erwärme» könne», vielmehr wurde Bo» ben Rednern kt Deutschkonservativen, der Reichs hattet und der flttionalliberale» betont, baß e» Wahnsinn sei» »Irbe, ber Sozialdemokratie, die i» allen Arbeiter- Organisationen heutzutage uuverzügltch die Herrschaft « fich reißt, et»e beratttge Waffe gegen die be- stehenbe Staat». n»b Gesellschaftsordnung steundltchst i> die Hand zu drücke». Die Erklärunge» bei »nntzische» Handels mluifler» bewegte» fich i» derselbe» »ichtung, eine Thatsache, die übrigen» auch zur Auf- üärnng über ben sozialpolitisch » Standpunkt bei Srhrn. v. Berlepsch i» überraschenb erfteulicher Weise »eittägt. Dem Zentrum selbst dürfte e» mit seiner Interpellation kaum ernst gewesen sein. Trotz ber ntdlianien Erklärungen, bie mehrere »ebner gegen- ver ben Interpellanten abgaben, al» ob dieselbe» in fcfler Abficht aber ohne Keuntni» ber Tragweite handelte», bürste wohl kein Politiker etwa! derartiger llanbe». Dazu haben wir von dem Intellekt des Aig. Hitze «ine zn hohe Meinung. Der Zweck bet Interpellation war ohne Zweifel ber, eine Wirkung ««6er dem Hause zu erzielen, uäml'ch bei einem Teile ter Arbeiter für ba» Zentrum Stimmung zu uache». Mau wittert eine Auflösung be» Reich», tag» und ist überzeugt, daß da» Z-nttum bet ben tan folgen ben Neuwahlen nach mehr al» einer Achtung hin einen schweren Staub haben würbe. $«n»n will man fich wenigsten» auf tiefe Weise einen Btein in» Brett legen, mit bem man bei etwaigen Wahlen mit bekanntem Geschick zu operiere» beab- fchligt. Heber die Idee ber Interpellation haben üir an» i» voriger Nummer kurz uub klar geäußert. Ba» in unseren «urführungeu noch gesehtt haben

mag, ist reichlich bmch bie Rebe be» Frhru. v. Stumm ergänzt worbe». Tiefer Redner ttas übrigen» de» Kem ber Streitfrage, wen» er fich gegen bie Fiktion eine» vierten Stanbe» wandte uub die Existenz eine» solchen nach Sage unserer Gesetze eutfcklebeu bestritt. @e giebt keinen Arbeiter stand diesen Satz haben auch wir oft genug verfochten. E» giebt Jndnstriearbetter dieselben gehören zm Industrie, e» werden in der Landwirtschaft und im Handwerk Arbeiter beschäftigt dieselben gehören zur Landwittschast bezw. zum Handwerk. Die Inter essen aller dieser Arbeiter aber folgen, solange die gegenwärtige Produktionsweise besteht, ben Interessen be» betnff-nben Beruf», bem fie augehöre«. Um ben Zukunftflaat haben wir un» natürlich zu be­kümmern. Wir leben in der Gegenwart und über- lassen ei Phantasten, ihre Gedanken geb änbe au bem schwaukeubeu Boden einer nebligen Zukunft zu errichten. Wir befürworten, wie bereit» gestern erwähnt, Handwerker., Laudwirtschastz-, Industrie-, Großhandel»- ob KleinhanbelSkammem und find durchaus dafür, baß in denselben auch bie Arbeitnehmer ihre Vertretung staben, aber wir verwerfen die Schaffung einer einseitige» uub anderer seits wieder alle Brauche» umfassende» Arbeitnehmer- Organisation, weil darin bie Jbee eine» Interessen­gegensätze» zwischen Arbeitnehmern ob Arbeitgebern p iuzipiell saktiouiert würde. Würde dieser Segen, satz proklamiert, bon wäre allerdings bie Sozial, bemokratie bie berufene Führerin auf Seite ber Ar­beitnehmer, wa» fie »ach Lage ber Sache nicht ist.

Henri Rochefort ist toieber in Paris. Der schon au» be» Tage» des zweite» Kaiserreichs als unversöulicher Feinb jeher geordnete», starken Regierung bekannte revolutionäre Agitator ist, nach dem die Amnestie de» Bau», ber ihn von Frank- reitS »oben fern hielt, gelöst, nach Part» zurück gekehrt uub vo» ber Menge mit einer Begeisterung empfange» worden, für die man vergebens nach einem zureichende» Grunde sucht, wenn man als solchen nicht das Streben gelten lassen will, den jetzige» Regierung«» ämein zu zeige», wohin den Pariser» eigentlich der Sinn steht. Denn fragt man, wa» für Verdienste fich Rochefort eigentlich nm Frankreich erworben hat, daß man ben Zurück krheude» feierte, al» ob er ein national, r Hero»

wäre, so kao bie Antwort nur in einem kritischen Achselzucken bestehe». Für Rochefort ist ba» Herutterreiße» be» vestehenbe» einfach Selbstzweck; ber Umstanb, daß er ei» begabter BolkSrebner ist, macht sein Treibe» nicht achtungS werter, wohl aber gefährlicher. Den» die Menge die ihn auf be» Schilb erhebt, ob bmch tiefe ihre Ha»bl»ngSweise fich mit ber Sache tiefe» Manne» gleichsam identi- ziert, folgt ebenso wie ihr Tttbo, nur ben revo­lutionären Instinkten, ohne fich groß barnm zu kümmern, wa» nachher »erben soll Da» Frankreick von heute ist ficherlich kein eiuvaubsreie» Staats­wesen; im Gegenteil herrscht bert eine Korruption nab Zerrüttung aller politischen und sozialen Ber. tältniffe welche den auch in Deutschland gepredigten ob von urteilslosen Leuten vielfach geglaubten Satz, baß nur in ber republikanischen Staat»form das Volk zu seinem vollen Rechte gelange, al» krasse» Hohn auf ben gesunde» Menschenverstand erscheinen ätzt, aber dennoch brauchte die Hoffuog, daß Frank- reich im Wege einer geordneten, normale» Entwickelung zu gesunderen Zuständen gelangen dürfte, nicht auf gegeben zu werde», wen» nur Männer an ber Spitz de» Staate» stäube», die wüßte», wa« fie eigentlich wollen, and Charakterstärke genug besäßen, ba» ma» fie wollen burchzuführen, unbekümmert nm das Ge­schrei der wüsten Rotte. Aber daran f.-Hit e» gerade im heutigen Fra» Kelch, wo alle» vor bem Götzen bild be» allgemeinen Stimmrecht» auf ben Sälen Hegt ob niemanb stch getraut mit seiner Persön lichkelt in die Bresche ,n beten. Herr Casimir Perlet hat tu ber flobgebog, womit er seine Ntederleguug der Piästdeuteunürde molitirte, von den heutigen Institutionen Frokrelch» ein Charakterbild entworfen, da» fetibtm durch die Ereignisse in überraschender Weise gerechlf'rtigt worden ist. Frankreich hat in bem Nachfolger Petier'S, Herrn Felix Saure, zwar ein neue» Staatsoberhaupt erhalte», da» aber samt dem mit genauer Not zu Stanbe gebrachte» Mini stetinm Ribot nicht be» Eiubiuck von Ei»ficht, Mut u»b Thaikiast macht. Der Amnestie-Erlaß, der dxew Rochefort bie Rückkehr nach Paris ermöglichte, wat eine verhängnisvolle Maß, egel, bete» Folge« fick mehr ahne» al» übersehe» lasse». Indern bie heutige Staats form ihren ärgste» Feinde» Stteflostgklt an gedeihe« ließ, hat fie stch selbst i» be« Bugen der Menge jedes Anspruch» auf Respektlermg entäußert. Da» Wiederavsttete« Rochefort'« auf ber polltiichen TageSbühne kann leicht ber AnSgogSpuukl von Berw'ck nagen »erben, die den Agitator ob feine Gefolgschaft in bin Mittelpokt der Ereignisse bringen dürften.

nahen, war e« Eyssenhardt, ihrem selbstgewählten Führer, nicht schwer geworden, fie in aller Eile zu einem recht brauchbaren kl-inen Truppenkörper zu oereinen Mit der Disziplin haperte e» zwar etwas, aber die Herren wollten ja nur als «reisiger Hause" velrachtet werden und einem solchen durste man schon einen Mangel verzeihen-

Manch treffendes Witzwort, da« Durst, Hitze und den schlechten Weg durch Sumpf und Gestrüpp für -ine kleine Weile vergessen ließ, fiel nährend de» kurzen aber beschwerlichen Vormarsche« gegen die angeblich uneinnehmbare Boma Buschiri«; nur Eyffenhardt verzog keine Miene- Nicht etwa de» E.nne« der Lage wegen und auch nicht au« Be­sorg,, fich al» Führer etwa« zu vergeben, roenn <r mitlachte, sondern er dachte an Giace und die» nimm le ihn traurig. Leicht konnte ihn heute eine Äug I treffen, eine Möglichkeit, die er nur darum fürchtete, weil e« ihn so schmeizlich dünkte, sterben zu müssen, ohne einer Thräne deS geliebten Mäd­chen» sicher zu fein. Hätte ste ihm doch wenigsten« sckriftl ch verziehen, bevor fie kost- und ziello» in die Well hrnauszogi

Tro tz alledem lächelte er fpäter deooch obzwar beim erste» Hvrnstgval, al» augeficht» ber feindliche« Set* schanzungen feine Kampfgenossen ernst wmbeu. Modi, bem er befohlen, m t bem Stube In Caufibar zurück* zudleiben, hatte gesagt: .wenn wir schieße» höre», Sana, komme» tetr unser Ki»d und ich doch hinüber, bemtt im Notfall ich dich pflege» ob unser Üivd dich ou! acheu kao. Ich glaube, e» stdbt sich da,u l ichter, Beno." Au tiefe Worte dachte Chffeu* Hardt foebe» ob fie erhoben ihn berart, baß er stch lagt«, der schwarze Mann habe doch sehr weise gc*

Marburg,

Sonntag, 10. Februar 1895.

Rs 150 lepr.PSl röteten L HoflJ n.

platz

Kana Kirtasst.

Monial Rouum m Christian Beukard.

(Nachdruck Verboten.) (Sortsetznng.)

Rachbem Mobi genau instruiert worben, wachtt er M »it bem S ude auf ben Weg nach bem Larson ihn» Hause, kam aber über suchend schnell toieber uub

SO, zufrieden: »Wir müssen da» Klub be leite». *

Eyssenhardt schaute etwa» verdutzt drein.

«Rede doch, wie e» Dir ergangen ist!"

.Gut, denn der englische Boa Hai weder »ich wch da» Sind mit der leeren Cognacflasche ge» taffe», bie er nach OS warf."

r .Ein fteobltcher Empfang also. U»b wa» sagte Mt Bibi?«

.Gar nicht»; sie war nicht ba. Der Diener, o ich fragte, sagte mir, fie sei schon feit vor- Schern fort*

»Seit vorgestern schon?« fragte Eyffenharbt er» Meckenb. »Wohin denn?«

»SRit einer Dau fei ste abgefahren ob be» alten talonda habe fie mitgenommen, hörte ich or, mehr teilte man mir nicht verraten. Vielleicht will fie letzt auch bie Araber anbetteln. Doch ich muß s°ch Milch gehe», Boa; ba» Sieb lege ich folauge Haber.« Danit legte er seine Last auf Eyffenharbt» «chreibttfch uub fort war er.

»Preußischer Offizier, Lfrikaforscher, Soloniol- ««fiter, Reiseschriftsteller, Siudeiteärter wa» au« taem Menschen nicht alle» werben koul« mnrmeUe «tzss-uharbt lächelub vor fich hin. Aber da» Lächeln schwand bald wieder an» seine» Zügen, ob al»

Reichstag.

32. Sitzung vorn 8. Februar 1895.

Die Sitzung wird um l/4 Uhr eröffnet und da» Han» setzt bei nur schwach besetzten Bänken die Besprechung der von den Abgg. Hitze und Lieber eingebrackten Inter* pellation in Betteff der Organisation der Arbeiter Arbeiterkammern) fort.

Abg. Frhr. v. H e y l (natl.): Die große Mehrzahl meiner politischen Freunde befindet stch im Widerspruch gegen die gestrigen Ausführungen de» Herrn Minister von Berlepsch in Bezug auf sein Programm insofern, al» st» die Ausführung des Kaiserlichen Erlasses in einer Ausge­staltung der Berufsgenossenschaften nach Art der Knapp* schaftSkassen für notwendig hält. Einigungsämter, Arbeits­nachweis für das ganzeRelch, Verficherung gegen Arbeitsloflgkeit und Fürrorge für die Familie, für Witwen und Waisen der Arbeiter würden zu ihren Aufgaben ge­hören. Die Verhältnisse unserer Arbeiterschaft find keines­wegs so schlecht, wie ste oft dargestellt werden. Man sollte den Boden der historischen Entwickelung nicht verlassen und nicht mit englischen und sonstigen Vorbildern den Gang dieser Entwicklung durchkreuzen.

Abg. H ü p e d e n (kons.): Meine Partei hält fest et den Kaiserlichen Erlassen, lehnt aber unter den jetzigen Ver* hältnissen eine Fortführung der Sozialreform in der Richtung der Jnterpellatton zunächst ab. Ich nehme zu dieser Frag« eine andere Stellung ein, und für da», was ich sage, trage - ich allein die Verantwortung. Redner polemifiert gegen die Ausführungen der Herren v. Stumm und v. Kardorff be* züglich der evangelischen Arbeitervereine und meint, dieselben würden niemals in die Sozialdemokratie hineinwachsen, Redner fährt dann fort: Man kann doch der heutige« Gesellschaft nicht zumuten, daß fie selber den Hammer s-bmiedet, mit dem fie zerschmettert werden soll. Die Vor* ficht der Regierung, daß ste fich bei allen Maßregeln di« Frage vorlegt ob fie nicht im Kampfe gegen dem Umstuq hinderlich sein werden, ist anzuerkennen. Den Sozialdemo* ttaten kann man allerdings nichts recht machen. Richte« wir Wohlfahrtseinrichtungen ein, so ist e8 Egoismus, thu» wir es nicht, so ist e8 erst recht Egoismus. Wir möge« thun, was wir wollen: die Sozialdemottatie benutzt alle« zur Agitation. (Sehr richtig 1 rechts.) Ich glaube nicht daß ihr eine obligatorische Vertretung von Arbeitern ange* nehm ist Die Arbeiter werden dann einsehen, daß zwischen Kapital und Arbeit eine Harmonie besteht. Wir müsse« die Arbeiterorganisa tonen so schnell wie möglich einführen. Wenn schwere Zeiten über unser Volk und unser Vater­land hereinbrechen sollten, dann wollen wir das Bewußtsein haben, daß wir unser Pflicht gethan haben. »Beifall rechts.)

Abg. Legten (Lozd.): Der Arbeiter kann stch nur durch Oiganisattov schützen. Die VerstcherungSges-tz- komm« dem kranken und dem tnoaliden Arbeit,! zu Gute, ein« H-bung der L.benSHaltung, w-Iche dazu dienen würde, die vo zeitige Invalidität zu verhindern, bringen, ste in leitet Werfe. Darum sage auch ich: geben Sie dem Arbeiter KoalttionSfreiv'it, und er wird gern auf den ganzen Krims­krams dieser Grs tzgebnvg ver z'cdter!

Abg. v. Kardorff (RrichSp.): E» ist mir der Vor­wurf gemacht worden, ich hätte mich gegen die evar g Irschen Arteitervereine ausg sp ochen. Ich halte die evangelischen Albritervereine sehr doch ich habe aber nur den Wunsch, daß fich nicht Pastoren der Führung bemächtigen, die eine polil sche Rolle sp den wollen.

Damit schließt die V.sprechung der Jnterpellatton, da« HauS geht zu Wahlprüfungen über.

Erscheint täglich «xger en Werktage« nach Sann- nnd Feiertagen. Qnarial-AbomremeutS-PreiS bei bet 8spe> dition S Mt, bei allen Postämtern :i SH. U5 Pfg. (exll. Bestellgeld). Jnserationsgebühr für Me gespaltene Zeile bet deren Ramu 10 Pfg., Reklamen für btt Zeile «Pf«.

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in vvv _ ,

Frankfurt a. St, Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXX. ftouTjL

Stoffe tn Frankfurt a. St, Berlin, Siünchen u. Köln; G. L. v 7 "

Daube u. Co. tn Frankfurt a. St, Berlin Hannover, Pari«.