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Wöchentliche Beilage«: Meisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhai«
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Jllustrirtes Sonntagsblatt
Verantwortlicher Redakteur: Harry Finking ta Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 81. Fernsprecher Nr. 65»
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Wochen-Rückblicke
preußische« Abgeord«et:«haase». Während WM im Deutschen Reichstage selten ein packende» Aart, eine» originalen Gedankt» auSsprecheu Höch ft baß die Unterhaltungen der RetchSboteu mehr wd mehr an Jutereffe verliere», stehen die Debatte» bei preußischen Bolkshauses auf eiue» wesentlich
auch die ackerbautreibende Bevölkerung neben der Aussicht auf EtaatShilfe auf den Weg der Selbst- Hilfe verwiese», hat er auch die VSrseu wie die Münzreform ei» wenig zaghaft angesaßt, so ist doch seine Rede h» übrige« keineswegs geeignet, dem LinkrliberaliSmuS Freude zu machen, also die Land- wirte »och weiter z« entmutige». Herr ». Pattkamer Plauth hat bei« auch den Landwirtschaftimiutster im Name» der Konservative» de» »olle« vertrauen» versichert. Zwar verhrhlte der kouservative Redner de» Umstand nicht, daß manche» ta de« ministeriellen Aukfthrnnge« de» Erwartungen der Rechten »icht entsprochen habe; im großen und ganze« aber muß vor allem anerkannt werde», daß der Bruch mit Ueberlieferuugen au» der Sera Laprivi durch Herr»
al» der Antrag Sanitz ta setaen Grundprinzipien. ES ist interefiant zu beobachte«, wie dieser Standpunkt, der »och vor weniger bare Jahresfrist von der Presse die allerdings al» ein träge» Anhängsel hinter der rffe»tltche» Meinung herschleppt, verhöhnt und verspottet ward, von Lag zu Tag «ehr Anhänger gewinnt. in immer «eitere Kreise etadttngt und zwar ta Kreise, die sich vor nicht allzulanger Zeit noch ta diametralem Gegensatz dazu befanden. Da» ist die werbende Kraft de» echte», vernünftige» Svziali»««», der die Grmidfoimen unserer Produktionsweise aufrecht erhallen will, aber vom monarchischen Staate »ach und nach die Heilnng der Leide» aller setaer »»gehörige« eiwartet. Wenn die Jndivtdnaltstk« demgegenüber ein Znwächtig-
tranrige, daß ich mir «icht denken kann, daß nicht im Reichstage alle» gethau werde« wird, nm ihr ab,«helfen.* Da» klingt Gott sei Dank nach etwa» mehr al» dem berühmten „guten Willen* de» Grafen Taprtvi. Wenn Herr vo« Hamwersteta- Loxten über de» «»trag «a»ttz fich ziemlich reserviert ausgesprochen hat, so ist da» »icht zu verwundern. Jede» fall» aber ist auch ta dieser ve- ziehung zweierlei ta den «eußerungen bei Minister» wertvoll: Er hat ersten» zugegeben, daß der «raf Kanitzsche Monopolplan nicht mit de» Ha»del»verträgen im Widerspruche steht, und zweiten» hat er etae sorgfältige »ad gewissenhafte Prüfung de» Antrag» gesagt. Der Minister hat ta einer weiteren Rede
Marburg,
Sonntag, 3. Februar 1895.
Bamfou beud»gy »<««».
nnilan U6trtB Niveau. Ob die» auf da» bessere preußische 4. Kpft Sahlstzstem zmückzuführeu ist, oder ob zufällige Uhr, h Gründe dabei ta Betracht komme», ist schwer zu lgang recht ftg«, die Thalsache aber, daß im Abgeord»ete»hause
Erscheint täglich außer en Werktagen nach Denn- xnb Feiertagen. — Quartal-AdounementS-Prei» bei der Expedition 8 ML, bei alle» Postämtern 2 Mk. «5 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JaserationSgebühr für di» gespalten« Zeil« »der deren Rama 10 Pfg., Revamm für bä Zeil, 85 Pfg.
• Marburg, 2. Februar 1895.
Hvljltl Au Mittelpunkte de» öffentliche« Interesses standen E-b.M, y, vergangener Woche die Berhandlungeu bei »eraltzu
»rte« ।
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»qeigeu nimmt entgegen di« Expedition dieses Blatte»,
«wie die Annoncen-Bnrraux von Haasmstein u. Bögler ta wv rv Frankfurt a. M„ Saffel, Magdeburg und Wien; Rudolf AÄÄ.
M-sse ta Frankfurt a. M, Berlin. München u. «Sl»; S.L. "O *1 »
Daube ».So. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
zulegen i denck «Nd Verlag:J»h. Ang. S, ch, UniverfitätS-Buchdruckerei tu Marburg etnSka sh, Redaktion und ExpedÜiou: Markt 81. Fernsprecher Nr. 65.
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der Geist der Ernstes und bei Gründlichkeit viel »ehr daheim ist wie i« Reichrhause, wird namentlich
»ach de« Debatte» der letzte» Woche N.emand be
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örienspteks öezwetfel». Da» Abgeordnete»-««» ist allerdings ;Dr. Seift «h eine annähernd richtige Bolksvertretang, ein Sand Werks Volks h:us, während der Reichstag auf diese»
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tzchrentitel keine» «»sprach hat, da der Mittelstand ft ihm z« wenig vertrete» ist. S» handelte sich tu
ft« Lerhandlunge« de» preußische« Abgeordnetenhauses W ftnuell um de» landwirtschaftlichen Etat, materiell . e» bte Notlage, ta der fich dieser wichtigste netto f eitZ61 wie Erwerbszweig zur Zeit befindet, um die Bor
WMfle, die gemacht worden, diese Not zu wenden
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nb die Stellung, welche die Parteien und die Re ztermg de» „neuesten Kurse»* der Notlage selbst wb den Abhilfe • Vorschläge» gegenüber etanehme». 8m Grunde ist daS Ergebnis ei« erfreuliche».
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Namentlich wurde vo» alle» Sette» deSHauieS
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tatet Fixierung der Setreidepretse wirkliche Veffernng zu hoffen ist, und daß, um eine solche ftrbeizuführeu, bislang kein andere» Mittel erdenklich ist
im Gegensatz zu früher anerkannt, daß ein ernster Kotstand existiert, und ferner hielten die Redner aller
»endig. Sta Teil deS Hause» zwar klammerte fich M die sogenannte» „kleinen Mittel*, während die
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(«» iert, tthain.
,$ori Saadani* 6»- Mft einer Ladung Sklaven?'
«ortete höhnisch:
„Wenn da» Sklaven find —!'
Leutnant von Branow, der da« Zwiegespräch Ächt versteht, Hot fich inzwischen genau uwgesehen tob an der Mastspitze einen Papiersetzen, eine Art ßlagge, entdeckt.
„Aha! ein Zauber,* sagt Ehffenhardt, al« ihw da» Ding gezeigt wird. Der Dausührer soll dal Papier herunterholen laffen, weigert fich jedoch, um H muß einet der Wodanwatrvsen hinousklettern. Der Seeosfizier nahm da« ziemlich sterse Blatt ent- legen und reichte e« Ehffenhardt
Dieser liest:
L ,O Allah, weise uni den Weg und blende den
(Fortsetzung.)
Der Bootsmann und der „Kapitän" der Dau sind Araber. L tzterer, eine echte Raubererscheinung,
Kolonial - Roman twu Shristiau Beukard.
(Nachdruck verboten)
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Gtzffenhardt.
Ueberrascht, in seiner Sprache angeredet zu werden, ftfinnt sich der Dausührer eine Sekunde lang und ftmn ent. egtet er trotzig:
Ich fahre, wohin ich will.'
,Unb wo kommst Du her?*
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„MU einer «aoung
Ter Araber deutete nach der Kopra und ant-
Lridith überwiegende Mehrheit der Sachlage klar ta« Auge schaut u»d daran festhält, daß etazig u»d allein vo»
Nrdatt d«teien mü Ausnahme des extrem-fteifi«»igeu Lob-
• ftuiste» Eugen Richter «bhilfemaßregelu für not-
w über feinem schmutzigen Kaftan eine ganz» „ Kaffensammlung im Gürtel- Blinkten in dem rch Äweto* ^nüer nicht ein Dutzend Gewehrläufe, er würde den erMethlft Waiungu« da vor ihm bald ganz ander« du Zähne zeigen.
Warum bist Du vor ttn« geflohen?' fragt ihn
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werde» de» Staate« befürchte», so kann «an darüber leichte» Herze»» hinweggehe», den» bet Staat soll eben so mächtig wie möglich vertan, um de»kbat sege»»reich wirke», um endlich seine höchsten A»f gaben erfüllen zu könne». Der A»trag Ka»itz ist aber auch eta Stück wahrhaft »atiouale» Sozialismus. Er entspricht bemSorte: Deutschland für die Deutsche«! Der Segen der deutschen Arbeit, der Mühe Preis soll de« deutsche» Bauet, dem deutsche« Gewerbetreibende», dem dentsche» Arbeiter zugute komme», »icht de« a«Slä»difche» Zwischenhändler, de« jüdische« Börsenspieler l Diese» Schmarotzet« soll endlich ihr fieöler Raub aus de» stets zugteifeuden Zäh»en gezogen werde». Deshalb ist eS erfreulich z« sehe», wie die dem Sanitz'fche» Anträge zugrunde liegende« Gedanke» bei alle» beachtenswerte» Parteien immer festere Wurzel faffe», der halb ist es herzerquickend, daß diese Gedanke» vo« Regieru»gStisLe zu» erstenmal wenigstens nicht zurück gewiesen, sondern einer ernste» Prüfung wert erklärt worde» find. Die Programmrede de» La»d- «irtschafiSmi»iftetS legt vo» der Wendung, die fich ta de» leitenbe» Kreise» hinsichtlich der la»d wirtschaftliche» Notlage seit de« Abgauge de« Grafe» vo» Caprivi vollzöge» hat, eta bedeutsame« Zeugnis ab. W-n» die link«liberale Press- fich stellt, als fei fie vo» de» Aevßeruugen des Herr» v. Hammer- fteta-Lcxte» befriedigt oder doch «»geheimelt, so wolle» eti ihr diese» Trost gönne». Hat der Minister
Christenhunven die Augen, daß sie uns nicht er» gründen. O Allah, giev uns glückliche Fahrt und verbirg uns vor unsetn Feinden. Fluch allen Christenhunden l*
Sonst strht nichts drauf, aber Ehffenhardt starrt noch immer auf den Talisman, befühlte ihn mit zitternden Händen, hält ihn gegen die Sonne und plötzlich pickt er den Dausührer an die Brust.
„Mensch, wo bast Du da« Papier her?*
„Das hing schon da oben, al« ich die Dau Lüfte. Ich weiß gar nicht, was darauf geschrieben steht," suchte fich der Erschreckte herauszureden.
„Wann kauftest Du die Dau?*
„Vor troei Jahren *
„Du lügst, Schurke! Diese« Papier war noch vor anderthalb I ihren in meinem Besitz. Wer har e» Dir gegeben?'
Nun gesteht der Araber.
„In der Moschee zu Saadani habe ich e« für büre« Geld gekauft * antwortete er mit einem Seiten bild nach der Kopraladung, über der noch da« eiligst herunter geworfene Segel ausgedreüet liegt.
„Was ist denn lo« mü dem Wisch?* fragt Lieutenant von Branow ungeduldig. „Sie find ja rein außer fich, Herr Kamerad.*
Ehffenhardt hält mit bei linken Hanb das Papier gegen die Sonne, mü der rechten deutet er aus dunkle Striche, die zwischen den arabischen Schrift- zeichen hindurchschimmern Dabei sagt er auigeregi:
„Hier und hier und da— da« ist meine Handschrift I — Wie da« möglich ist? Sehen Sie dock nur: da» Ganze besteht hier au« zwei Blättern, di- auf einer Seite beschrieben und dort zusammengekledt find. Zwei 8littet au« meinen geraubten Tagebüchern!'
v. Hawmersteta deutlich botiunentiert worde« ist Der LaadwirtschastSminister hat zwar auch vo« de« „liehe» Mittel»", durch die der agrarische« Notlage abgeholft« werde» körne, viel gesprochen, er hat auf Saualbaute», auf Staffeltarife htagewlese»; allein er hat fich nicht darauf beschrä»kt. Er hat »icht de» Standpunkt vertrete», da» Reich köu»e ta dieser Sache nicht» thu»; er hat nicht ta de« Stauege- sprachen, al» würde» für die Landwirtschaft Opfer gebracht, al» müffe die Krtfi» «ft Ergebung thaten- los ertragen werbt«. Herr vo» Hammersteta hat im Gege»teil erklärt, der Ko»snme»t habe kei»en An- sprach auf eine« LebenSmÜtelpiei», der »iedriger ist, als die ProduktionSkoste«, er hat beto»t, daß Deutschland sehr wohl seine» ga»zen Bedarf a» Getreide «»d Fleisch decke» könne, und daß e» schon i« Jutereffe der Landesverteidigung z« wünschen sei, daß Deutschland vom SnSlanbe unabhängig gemacht werde. Da» sei aber nur bann möglich, wenn »an den Landbau wieder rentabel mach:. Das find Töne, die ganz anberi klingtn, al» zu jener Zeit, da man die Konservativen noch vom Bundesrat» tische an» al» Demagogen be zeichnete, weil fie ganz in der Weise argumentierte», wie jetzt der LandwirtschastSmtatster, bet bet Notlage der deutsche» Landwirte voll bewußt ist. Ae fierte er doch: „DaS aber kann ich sagen, die gegenwärtige« Verhältnisse stad so et«st, «nd die Lage derLaudwirtschaft, der Gru«dlage uxfere» Staatswesen», ist eine so
„Thatsache? — Na, da hört aber doch Verschiedene« auf!'
„Sagen Sie lieber, e» fängt an Tag zu werden für mich. Meine Papiere — kein Zweitel, man stahl fie, konnte fie aber nicht verwerten; da auch ich nicht« dafür zahlle — ich konnte e« ja nicht —, oanbetten fie zul tzt in die Moschee, wo ber Imam te jetzt „verarbeitet*. Vielleicht wäre noch ein Teil davon zu retten, zum wenigsten die Karten, die Terrainaufnahmen."
„Unmöglich. Saadani ist ja längst in Feinde«. Hand,' wendet der Seeoifizier ein.
Unterbeutn geht der Matrose, der den Talisman heruntergeholt hat, vom Mast au» über die Lacung hinweg nach der Bordwand, um wieder in den Kotter zu steigen, Dabei tritt er auf ein kleines Bündel Reisstroh und fällt; er hat nicht gesehen aß da« Stroh ein Loch bedeckt, in dem nun sein rechter Bein steckt. Fluchend zieht er e« heraus und veficht fich die „Falle' näher; eine Art Lustschacht ist'», au« dem ihm ein fast erstickender Dunst eni, gegenschlägt, auch glaubt er ein vielstimmige» Stöhnen und Wimmern zu vernehmen.
„Holla! da unten wohnen ja auch noch Leute * Die Daubesatzung sucht seine Aufmerksamkeü abzulenken und da» Segel über den Luftschacht zu ziehen, aber schon springt Leutnant von Branow hinzu.
„Leute? Da unten? —herbei, Kuttergäste; über Bord mit der Ladung! Platz, Luft gemacht!'
Der Douführer greift nach seiner Pistole, wird aber von Ehffenhardt entwaffnet Die Kopra stiegt über Bord; fie bilbete nur eine fußhohe Schicht über einem losen Bretterdeck. Die da» l tztere aufreißen, prallen entsetzt zurück beim Anblick be« furchtbaren
diese« Standpunkt nochmal» dahta präzisiert, daß er zwar vor eingehender Prüfung aller tabetracht knumenben Fragen «nd Beihältniffe keine bestimmte Stellung ,«« Antrag Kauitz etanehme« könne, daß diese Erklärung aber nicht im geringste« etae verblümte Ablehnung bedeuten solle. Daraufhin kann man wohl hoffen, daß es gelingen wird, de» Minister von der Notweudigkett der Get'eidepreise- Fixierung ta irgend einer Form zu überzeugen. Wir schließen un» deshalb be« Worte« etae« konservative» Redners an, der seine Rede mit folgender Erklärnug ««bete: „Wenn wir an» be« Au»sührung«u be« Ministers nicht das gehört haben, wa» wir erwartet hatten, so habe« wir doch Vertraue« z« ihm und mit uns Millionen von Landwirte«. Wen« e» ih« gilinge« wird, unsere Landwirtschaft über die gegenwärtige Krifis hinwegzuhelfe«, wird ihm ein Ehrenplatz auf ber Tafel ber Geschichte verbleibe«, auf ber unsere Staatsmänner verzeichnet find, und das ganze Vaterland wird ihm dankbar sein.'
Die Freihaudelrorgane, die glauben «achenmöchte», daß der Antrag Sanitz nun „begraben* sei, fragen die Konservativen, was für ein „Agitationsobjekt* fie nun an Stelle de» SnttagS Kauitz setzen werde«. Die Antwort ist nicht schwierig. Wird der „Antrag Sanitz' abgelehnt, bau« wird da» „AgstationSobjekl* kein andere» sei» all — ber Antrag Sanitz,
Menschenknäuels, ber darunter Heut. Wieviel schwarze, meist ganz nackte Körper es find, ist gar nicht zu übersehen, eine einzige zuckende, ächzende Masse scheint oen Boden be« Fahrzeug« zu bevecken.
„Madjel* (Wasser) flehen mehrere Stimmen: „Madjel Madjel*
Der Dausührer bettachtet da« Spiel noch immer nicht für verloren
„Ihr müßt mir meine Ladung bezahlen, die ihr über Bord geworfen habt!* begehrt er auf „Die Leute dort find Passagiere, die ich in den Untenaum verstaute, damit die Dau nicht soviel Uebergewicht hat und kentert. Fragt nur meine Leute."
Jawohl, e« find Passagiere,* bestätigen die Dau- matrosen, ja sogar die fich herautar bettenden, halb« verschmachteten Sklaven nicken au» Furcht vor dem grausamen Araber.
„Ist dieser etwa ebenfalls ein Passagier?* fragt Ehffenhardt, auf einen seltsam tätoroirten Neger deutend, den er au» dem Unterraum an« Tageslicht aezogen. „Dieser Mann war jenseits der g> oben S.en mein Gastfreund, bann sah ich ihn in Mpwapwa wieder und zwar unter den Sklaven, die Nasorro bin Raschid geraubt*
„Antworte, Mann!* wendet fich Ehffenhardt jetzt an den Täto wirten. „Bist D« ein Sklave ober bist Du keiner?*
Der Gefragte blickt ängstlich nach dem Dausührer «nb slüüert in Kisuaheli:
„Er reißt mir die Zunge au», wenn ich die Wahrheit sage."
„Wir werben da» schon verhinbernl* sagt ber See- asfizier, nachdem ihm die Antwort übersetzt wurde.
(Fortsetzung folgt)