Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Verantwortlicher Redakteur: Harry Finking ix Marburg. Redaktion und Exp-d tiou: Markt 81. Fernsprecher Rr. 56.
JK 27
l* Jan
lßev
m
Ittdität
n
kirche.
r
orte *
- fV
(Fortsetzung folgt.)
irg, ichÄfl
er jung- k ist preis' oft».
of 18.
.Ganz zahm/ versicherte er.
.Und nicht mehr .Sakra- sagen —
Auch da« nit.'
Und keine Schläge mehr «««teilen —'
Höchstens Sonntag« noch zum Abgewöhnen
rer«.
ebrnar
K as >. (504
Aber er milderte nur den Druck und beugte sich dicht über ihr erglühendes Gesicht herab, auf'» Neue bittend: .Sagen» Ja, Anna!'
Zuerst antwortete sie nicht, dann aber sagte sie leise: .Wenn Sie zukünftig nicht mehr so wild sein wollen —'
Deutschland teile ich nicht. Diese Produktion kann wohl wart sen, aber auf natürlichem Wege nicht so weit gesteigert werden, daß Deutschland den Zuschuß aus dem Ausland« entbehren kann. 3« «oauie, daß der Herr Münster von einer Revision der HandelSveitiäge gesprochen hat. Gerade dir Stabilti St Mt Sicherheit auf eine Reihe von Jahren hinaus, die duich
le Ute beglückwünschen, und nun merkte Waldhuber erst, daß Eyffenhardt ihm den Weg zu Anna» Her, geebnet hatte, wa« dem Vermittler einen Händedruck emtrug, der ihm die Augen übergehen ließ. Di« Missionarin war gleichfall» nicht ganz unbeteilig; an dem Zustand-kommen der Verlobung, ihr Gatte und der Stationechef meinten, da» sei doch einmal eine Freuoe in dieser schweren Zeit.
Vom Hafen herüber erschallte, einer ernsten Mahnung gleich, ein dreimalige« gedämpfte« tzurrah, oer Lbschied«gruß, den die Wodanmannschaften nach altem Seemannebrauch der Leiche ihre« « sten Q'fister« ' Lchrufen, al« düse in« Boot Hinabgelaffen wurde Die Stunde der Beerdigung war herangekommen.
.Rommen Sie, meine Herren'» sagte der Missionar, der schon im Ornat war; Waldhuber, der folgen wollte, hielt er zurück mit den Worten: Bleiben Sie bei Ihrer Braut; Ihr junge« Glück soll nicht so jäh unterbrochen werden.'
Dem mit dem Hut und dem Degen de« Ber- siorbenen geschmückten, sonst ganz mit Palmwedeln überdeckten Sarge marschierte da» einen Trauer- marsch spielende Mustkkorp» de» .Wodan' voran«, ihm folgten der Adjutant von Branow mit den Orden, da« Landungrkorp« unter Führung de» Rlmmandanten, Eyffmhardt mit einem Zuge Lekari« und zwischen dem Stattontchef Sene und Doktor Rortegarn der Walt.
In der Näbe der Stelle, wo Rapitänleutnant Mstenpart am Sonnenstich gefallen, war da« Grab bereitet. Hier unter einem riesigen Mangobaum ruhten schon drei Deutsche, die zwei im ersten Gefecht gefallenen Matrosen und ein auf einer Rüstenreis, oom Fieber dahingeraffter RegierungSbaumeister. Ihre Ruhestätten wurden dmch kleine Pyramiden
auch wir wolle» nur et»e Verschärf«» ß bet Bestrafung deS Fälschers. Wir wollen keineSweg» eine« Rui» der Margariue > Fabrikatto«, vir »olle» »ur Sei* schärfuuge» durch Mischung mit Naturbutter der* htuder», durch welche die Preise der letzteren herab« gedrückt werde» bi» »»ter die Produktion! koste». Ebenso wie ma» de» Wucher bestraft hat, müßte ma» auch Fälschuuge» der landwirtschaftlichen Produkte bestrafe», »ameutlich auch die Fälschmegen der Düxge- mittel, und der Herr Mi»tster hat ja bete» Bestrafung tu Aussicht gestellt, vttte» möchte ich de« Herr» Minister, mehrere vo» de» Pofitio»e» für wissen- ichastltche Zwecke und zur Hebu»g bet Viehzucht ani dem Extraordinarinm auf bas Ordinarium zu übet« nehmen und nicht »ui auf ben Oste», foxbetn auch auf be» Westen auSzudehnen. Eine Beimehrung der Versuchsstationen und bet »iebeten Haushaltung»« schule» ist dringenb notwendig. Die Ge»offe»!chafte» könne» sich nicht bilde» ohne Staat! hi fe, namentlich bezieht stch da» auf die Raffe», die sich mit eine» Zinssatz vo» 1 bi» 3 Proz. begnüge» müssen, den» nm ein solche! entspricht dem jetzige» Stande bet Landwirtschaft. Wa» ma» auch z»i Hebuug bei Viehzucht ihn» mag, be» Getreibeba» wirb sie bet La»bwiitschaft niemals ersetze» kö»»e»; feine Hebung ist eiueLebe»»« frage für bieLanbwirtschaft. (Beifallrecht».)
Abg. v. Liedern»»».Labischi» (Fr.-Rons): Uiter be» kleine» Mitteln, die der Herr Minister znr Hilfe der Landwirtschaft genannt hat, kann ich ein» nicht al» klein anfeheu; e» ist die» die Reform der Arbeiter-Versicherung. Die Laste» bei gegenwärtige» Arbeiter » Beificheruug bilde» eine« Hauptgrund zv bei herrsche» be» Uuzufli.benhett, namentlich in ländlichen Rieifen. Wenn ich mich zum Organ dieser Beschwerde» wache, so muß ich vorantschicken, daß ich kein prinzipieller Gegner der Arbeiterverstchernng bin; ich erkenne wohl die echt humane und echt christliche Tendenz dieser Einrichtung an. Auch be» Schöpfern der einzelnen Versicherung»« gesetze kau» ich leine» Vorwurf machen, ba ste »»« «öglich die Wir kn» gen vorousseheu konnte», bie ein« «'treten sind. Jetzt aber, wo da» Dunkel gelichtet ist und manche nachteilige» Wirkungen eine grelle velenchtang erfahren habe«, darf na» keinen Anstand nehme», anznerkenneu, baß die Gesetze in bet gegenwärtigen Anstalt be» praktischen Bedürfnissen nicht ent-precheu. (Beifall recht».) Namentlich errege» sie hohe» Berwaltnugskotze», die be» per« schiede»en Berufsständen, namentlich aber bet Laud- winschast burch bie Versicherungen anfeilegt werden, Bedenken. In der Verwaltung bt» llasallver«
'nem Schwarzen 'ne kleine Watschen runter hauen, sonst gar nimmer.'
.Und mich immer lieb haben, immer sehr lieb, weil ich eine Waise bin, die aus Erden keine Zuflucht sonst kennt al« da« eigene Heim —.' Ste sah ihm mit einem ernsten Blick fest in die Augen.
Da ließ er sie los und hielt ihr feine breiten Hände vor» Gesicht.
.Verdorren und verwelken sollen« alle Beide am elbigten Tag, an dem Du mir mit sagst, ich hott' Dich nimmer lieb, Anna! Bi« dahin aber sollen» Dich beschützen und für Dich schaffen von ftüh bi« spät.'
Und ich schaffe mit!* rief ste aufspringend. .Ramm’ Xaver — wie man nur Xaver heißen kann! — komm', damit kein Gerede entsteht; wir brauchen nicht« z» verheimlichen.'
Hand in Hand gingen ste nach der Dachluke. Die steile Treppe war zu schmal sür zwei Neben, ernandergehende, darum hob er ste wie eine Feder oom Boden auf und trug bie sich Sträubende lachend hinunter. Unterweg« drückte er ihr den ersten Ruß auf bie frischen Lippen.
Im großen Speisezimmer liefen stch die Braut«
au« Rorallenfell» und Holzkreuze bezeichnet; die Bewohner benachbarter Negerhütten hielten sie gegen eine Vergütung im Stande.
Während der Marinepsarrer vorn.Wodan' die Grabrede hielt und der protestantische Missionar ben Segen sprach, umstanden nur wenige Leidtragende die Gruft. Fast alle Bewaffneten standen die Büchse im Anschlag hinter den bie Stätte em« gebenden Büschen und Bäumen, bereit einen lieber« fall adzu «ehren
Al« die drei Ehrensalven verhallt waren, wurde mit klingendem Spiel zurückmarschiert. Eyffendardt verabschiedete stch und fuhr an Bord de» .Wodan', der anberen Morgen« die Anker Itibten sollte.
Nacht« entstand Lärm; in der Nähe der Grabstätte loderten Flammen auf. Die Araber, durch Deren Schuld der F'iedenshafen ein Friedhofshafen geworden, hatten die Hütten der Gräberwächter in Brand gesteckt, weil diese es mit den Deutschen hielten.
XIV.
Die neue Thätigkett in frischer Seeluft, nach der sich Eyffenbardt gesehnt, bestand darin, tagau» tagein in einem Ratter be« .Wodan' tu sitzen und hübsch -lebulbig zu warten, bi« eine Dau in Sicht kam. Trat biefer Fall ein, so wurde da« Fahrzeug ange- twlten und durchsucht, bie Mannschaft ausgeforscht, und wenn die Dau meitrfegelte, bann lachten beren Insassen, die Ratterbesatzung aber verspürte bald ein bedenkliche« Jucken am ganzen Körper.
Man hatte eben etwa« ganz andere« gefangen al« Sklavenhändler.
Und wie vorher schaukelte ba« zwölfrübrige Boot auf der brühwarmen Meeretflat hin und wieder und aus und nieder.
Kava Ktrtasfi.
•alaeial• Stoetaa vs» Christian »enterb.
(Nachdruck verboten.)
(FartsetzewA.)
Bei ben ersten Worten war da» junge Mädchen leicht errötet.
Walvhuber schlug die Augen nieder und ent« ltgnete kleinlaut:
.Schämen will ich «ich schon, aber bö« sollen» Air nit fein.'
»Meinetwegen, aber merken Sie stch! Wer horcht
• der Wand, hört seine eigene Schänd'."
Er nickte.
»Freilich, aber so groß wär' die Schänd gar tit, mein' ich. Es ist ja doch nit au« Trotz ge- Men.'
Marburg,
Freitag, 1 Februar 1895.
Hern er.
k
chönkhat (611
Erscheint täglich anher an Werktag« nach Senn- nnd Feiertagen. — Onartal-AbonnementS-Prei» bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exll. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltme Zeile »der beren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
'fix ’ämää k®*”"“ Jüustrirtes Sonntagsblatt
Üt Verträge g schaffen wurde, bildet den Hauptvorteil derselben. Die Idee bi8 Zuckersteuerges.tzeS von 1691 war eitle sehr glückliche; ste war eine ber besten Leistungen des stwa zmiiitfteis. (Heiter! it links.) Der Rückgang beS ZuckcrpietseS ist durch die U.be Produktion allein verschuldet, twd das natürliche Heilmittel ist die Eirschränkmg der Produktion; Man hat den Staatri at seit 40 Jahren ledig, lich ans tattischeu Gründen zweimal zus.mmenbernfen. In beiden Fällen wurde der SraaiSrat nur al» Äuliffe bt handelt. Jetzt wll man diese Kulisse zur Deckung gegen- «der den Konservativen und Agrariern für bie Ablehnung de» Art.ageS Sanitz benutz n. Ich teile durchaus die An- ßcht des Herrn Minister», daß man von bet Allmacht deS sttaateS nicht alles erwarten baif; wirksamste Adhrlfewird wr allem ,n den zunächst beteiligten Kreisen selbst ge schaffen werden können. (Beifall link«.)
Finanzminister Miquel: Der Abg. Richter hat sich »ißfällig über die beabsichtigte Berufnug de» Staat»- rat« geäußert- Ich muß bemerken, daß die Frage, ob
der König von Preußen einen sachkundigen Beirat berufen will, um wichtige preußische Fragen zu entschrideu, die zu> gleich Reichrfrageu find, doch wohl allein beruht auf der Anschauung und Ueberzeugung deS Königs, und eS nicht angemeffen erscheint, in dieser Beziehung eine solche Kritik zu üben, die obendrein gar keinen inneren Boden hat. (Lebhafter Beifall rechts.) Herr Richter setzt einfach voran», daß der Staatsrat lediglich wegen de» Anträge» Kanitz berufen weide; Woher weiß er daS S lHeitei kett rechts.) Die Tagekoidnung deS StaatSratS ist > och gar nicht festgesetzt. Wir kennen ste noch nicht einmal. (Heiterkeit recht».. Und wenn ber Kaiser wüi scht, einen sachkunbigm Beirat ton Dännern zu empfangen, bie nicht unmittelbar in der Verwaltung sondern mitten im Leben, um ihre Ansicht zu hören, wer kann daS tadeln? Herr Richter tadelt ja immer, daß vom grünen Tisch regiert wird; hier geschieht das nicht nnd er tadelt dennoch. (Heiterkeit rechts.) Wer hat eS je erlebt, daß etwas, waS von ber R gicrung auLgeht, von Herrn Rechter gebilligt wirb. (Heiterkeit rechts, Widerspruch Itnt»;) Herr Richter hat, um einen gewissen Gegensatz zwischen meinen v-rchrten Kollegen, dem Herrn Landwirtschasttminister, und mir zu konstruieren wich als den Vater bi8 Zucker st euergesetze» von 1691 bezeichnet. Da» ist ebenso fa sch; (Heiterkeit rechiS.) Er ist aus der Juiiattve der Reichsbehölden bei do- gegangen, nicht aus der ber preußischen R,g erung. Ich habe bamalS schor auf bim Standpunkt dis Herrn Reichs schatzsekretärS g- standen, der aurdücklch im Reichl tag erklärte, wenn die anderen Staaten ihre hohen Prämien beibehalten, wird man auf die Prämienfrage zurückkommen müssevi Die Vorauisitzurg ist eingetriten: Fra, kteich, Ei glanb, Rußla, d baden ihr Prämienwesen voll aufrechterhalten und u> fete Industrie soll allein ihre P ämien veilieren. Der eigentliche Grund ber Ueberproduktion liegt in ber schwierigen Lage ber Landwirtschaft überhaupt; (Sehr richtig rechts.) Wern die Körner nur Verlust bringen, so ergreift der Laidwirt den letzten Notar fei mb baut Rüben an. Man kann al» Nationalökonom sehr wohl die Exportprämien als Ueb-l betracht,n nnd gleichze tig sie unter gewissen Umständen als notwendiges Uebd an sehen. Wir baden in der Zucker- Industrie wie in der Brani twein- Industrie eine so g otze Anzahl von Produzenten, die so verschedeve Jnt>r>ssen haben, daß ste sich n'cht, w e e» in dir Industrie häufig geschieht, vereinigen körnen. Wenn bet Staat nun ferne vermittelnde Haid dazwischen I<gt und sagt, ich nehme von Euch eine Steuer, um Euch dafür Exportprämien zu zahlen, um Eure wirtschaftliche Lage zu oeibtfferr, ist da» ve> dämmer »wert ? Der Staat hilft hier den Schwachen, weil ste nicht stark genug find. (Beifall recht».)
LardwirtschafitMinister F hr. v. Hammer stein - Loxten: Ich halte gestern gesagt, eS fei in der General diSkussion von anderer Seite die Frage angeregt worden, ob e» nicht möglich sei, in eine Revision der Handelsverträge einzutreten. Herr Richter stellt eS h Ute so dar als hätte ich die Anregung g-geben; Al'o auch hier wieder eine unrichtige Behauptung des Abg. Richter, die er, w e gewöhnlich, um die Intentionen der Regierung zu v> r- dächtigen, in die Debatte geworfen hat. (Bestall rechts.
Abg; Sattler (natlib.): Herr Richter fi ht b<e vorliegenden Hilfsmittel für bie Lantwi ischast nur vrn dem Standpunkt des Konsumenten an. Man muß aber
)ater
Preußischer Landtag
Abgeordnetenhaus.
8. S tzung vom 80; Januar 1895;
DaS Haus setzt die Beratung des Etat« der landwirtschaftlichen Verwaltung fort, und es erhält la» Wort
Abg. Richter (frcif. VolkSp.): Obwohl ich in verschiedenen Punkten anderer Ansicht bin als der Herr land- Wirtschaftliche Minister, so kann ich doch den Vorgang nur gsilkommen heißen, daß ein Minister hier in ausführlicher stede darlegt, wie er zu den einzelnen Zeit- und Streit» fragen, die sein Ressort betreffen, steht. Es zeigt das ein Verständnis für die Formen eines richtigen parlamentarischen LerkehrS und einer parlamentarischen Regierung. (Zustimmung links. Wir wünschten, daß auch die anderen neuen Minister nach diesem Vorgänge denselben Weg ein» schlagen und daß, wie es ja der Herr Justizminister schon gelhan, namentlich auch Herr v. Köller uns, bevor wir die Position seines Gehalte» hier bewilligen, eine Fülle positiver Sedanken in Fragen seines Ressort» geben möchte. (Heiterkeit.) Der Herr Minister hat unterschieden zwischen der Land- «rtschaft des LslenS und des Westen»; man muß aber auch unterscheiden nach dem Umfang deS Körnerbaus in »er Wirtschaft und dem Stande ber Viehzucht in derselben, tenn der Viehzüchter kann immer einen Teil seine» Getreides für das Vieh verwenden. (Hört, hört! recht».) Ser muß man unterscheiden nach dem Umfang des
,eS im Verhältnis zur Höhe der Verschuldung. Richtig iß, daß die Krisis eine internationale Ursache hat, sie ist ehe Folge von zwei aufeinanderfolgenden günsstgen Ernten ht allen Kulturländern Diese Ursachen weiden vorüber- zchen und dadurch andere Preise herbeigesührt werden. Der Herr Minister meinte, die deutsche Landwirtschaft sei im Stande, den Fleischkonsum des Inlandes zu besriedigen. Lir haben nie das Gegenteil behauptet, trotzdem halte ich die Fleischzölle für nachteilig, besonders für einzelne industriellen Grenzgebiete. Die Ansicht des Herrn Minister» von ter Möglichkeit einer Steigerung der Getreideprodukiion in
doch erwägen, wie stark bie Krank-eit eite» einzelnen Produktionzweige» auf die gesamte Wohlfahrt des Lande» wirkt. Die Wohlfahrt bt» Bauernstandes muß nnS im Interesse b S gesamten Vate-lanbe» am Herzen liegen. Erleichterungen be» Verkehrswesen», geeianete Tarif maßregeln müssen zur Hebung ber Lanbwiilschaft eingeführt werben. Von ber Aufhebung der Zuckeraussuh-p ämien möchte ich abiaten, da anbiie Staaten auch an dies-- Em richtung festzehalten haben; Wir können also dem Herrn Landwiitschastlichen Minister unsere Unterstützung a»f d>m Gebiete der Zuckersteuer in SuSficht stellen. Eintreten muß der Staat ferner für Meliorationen aller Art und für sogenannte kleine Mittel; Aber auch über die g-oßen Mittel sind wir zum überwiegenden Teil mit dem Herrn Minister einverstanden, denn dem Anträge Kanitz gegenüber hat der Herr Minister zur ächst eine Prüfung zugefagt urd die Eiwägung alle» befielt, wa» ben Handelsveitragen nicht wieder stricht. Wir können also Vertrauen zu der Führung des Minister» haben und werden ihn nach Rräiten unterstützen. (Beifall bei ben Nationalliberalen.)
Abg. box Mexdel'Sleiufels (koxs): Die kleinen Mittel, die der Herr Minister gexaxv hat, können der zngrnnde gehexdex Landwirtschaft nicht mehr Helsen. Einern Ertrinkenden kann man durch Nettuxgsrnittel, die man erst koxstrniren will xicht retten. Der Notstand in der Landwirtschaft ist so grob, daß von einem einigermaßen auskömmlichen Standard of life nicht mehr die Rede sein kann. Unser »Grheimmtttel', wa» wir Vorschlägen, ist lediglich daraus gerichtet, die Landwtttschast existenzfähig zu machen. Weiß die Negierung ein bessere» Mittel dazu, wie den Antrag Ranitz, so werden wir e» ergreifen und den Antrag Ravitz fallen lassen. Aber unser Vertrauen ist durch die Maßregeln der Neuerung tn den letzten Jahren nicht gestärkt worden, namentlich nicht dmch die Handelsverträge. Die Viehzucht, zu der man nx» rät, ist nicht auf allen Gebieten und in allen Gegenden einzusühren; wo bleiben aber auch die ländlichen arbeitet, die dmch Aufgabe de» Ge- treideban» brodlos würden? Hat man nicht auch durch laxe Handhabung de» Seuchengesetze» die Viehzucht benachteiligt und Uuficherheit in diesen Gewerbe betrieb gebracht ? Unser Biehexport ist dadurch namentlich in gewissen JahreSzeitex fast lahm gelegt Für die ilntführnxgex de» Herrn Minister» über die Zucker steuer bin ich dankbar, ein so unentbehrlicher Teil der Landwirtschaft muß erhalten bleiben. Dir Un zusriedenheit, die ans allen Gebieten herrscht, wird potenziert durch die Lähmung der Kaufkraft der länd lichen Bevölkerung, die nicht nur Agrarfanatiker •onberx alle Klassen der Bevölkerung in Stadt und Land berührt. Die Not toiib daher auch bie Negierung zwingen, auskömmliche Getteidepreise zu normieren, bie bie Lanbwirtschaft am Leben erhalten. Ans b m Gebiete ber Margarinegesetzgebnng kann nn» Franke eich und Amerika ein gute» Beispiel geben,
Pfarrer; ilbach: indschifl t Rhen dortiges ______611 t ein neu
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte»,
sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vvv , Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf aaa.
Moffe in Frankfurt a. M., Berldt, München u. Köln; G. L. xj i u
Daube n. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
Anna Dorn ließ ihre Hände in den Schooß kten und sah ihn groß an.
»Wovon reden Eie denn eigenttich? Welche Lchande ist nicht so groß?'
'fßd ,6t, daß ich zuletzt nimmer geschossen hab', al« 1*1 bef, * 8ar I® grausam hergegangen ist Hab'« genau (ail Wrt, wie '« der Herr Leutnant Eyffenhardt Ihnen —-—; «rzthtt hat.'
»Und darüber, glauben Sie, sei ich Ihne» böse? 7-Im Gegenteil, die« hat mit gefallen, denn seither Achte ich immer —'
.Reden« nit weiter I' fiel er ihr in» Wort und »feite ihre Hände. .Im Gegenteil, habm« gesagt, •U Gegenteil von Böesein ist Liebhaben. Wollen» Ach wirklich lieb haben, mich großen Kerl? Sagen« Anna, oder ich geh' zu Gründ I' Sie suchte ihre Hände loezumachen.
»ul Sie Sie drücken mit ja die.Finget noch