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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhai»

Verantwortlicher Redakteur: HarryFinkingiu Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 21. Fernsprecher 65.

M 23

seine Offiziere wußten

l eder«

Wochen-Rückblicke.

Marburg, 26. Jauuar 1895.

Irl)r em fahr«, lolff.

reudenklänge laßt erschallen durch Alldeutschlands weite Gau'n, Jubellieder von den Lippen deutscher Männer, deutscher Frau'n! Denn ein Fest gilt es zu feiern, unsers Kaisers Namenstag, Der die ehrfurchtsvolle Regung ruft in aller Herzen wach, Dankbar zu ihm aufzuschauen, da des Reiches Herrlichkeit Unter WrlHelms Regimente vor Gefahren blieb gefeit.

Wohl empfinden Manche heute trüber Zeiten schwere Last; Aber wie daS Herz im Winter LenzeShoffnung bald erfaßt, Wird, wer mit Prophetenblicke ist begabt, schon heute schau'n In der Zukunft eines rosigen Völkerfrühlings Morgengrau'n. Wer hat so, wie unser Kaiser, redlich wollend sich bemüht, Seines Volkes Glück zu heben, das im Frieden nur erblüht! Jung an Jahren ward Regent er; noch erfüllt von tiefem Schmerz Um des edlen Vaters Heimgang, voller Ideal' das Herz, Mußte oft verkannt er sehen seines Strebens hohes Ziel.

Doch mit sicherer Hand am Steuer lenkt er noch des Staatsschiffs Kiel, Ob auch Stürme es umtosen und der Feinde Wogenbrand, Ob des Friedens Windesstille: vorwärts blickt er unverwandt, Folgt dem Hohenzollernsterne, folgt der Stimme seiner Brnst; Seiner bürdevollen Würde, seiner Pflichten voll bewußt, Schöpft von oben er die Hoffnung, von dem Gott, an den er glaubt, Der ihm an der Jugend Schwelle setzt' die Kaisirkron' aufs Haupt. Nicht in rauhen Kriegesfl ürmen mög' er seines Volkes Glück, Seines Landes Güter schirmen: nimmer kehrt die Zeit zurück, Wo auf unferm deutschen Boden hauste lang' der grimme Feind, Seit die deutschen Stämme wieder Ein Reich und Ein Kaiser eint. Dafür sorgt die starke Heermacht, die in unsers Kaisers Hand Jeden Feind in achtungsvoller Ferne hält vom Vaterland.

Ruhig schau'n wir in die Zukunft, sorgenlos, mit frischem Mut, Weil in solchen Herrschers Händen das Geschick des Reiches ruht, Der in Eintracht mit dem Volke zu regieren sich bestrebt Und verscheucht die finstre Wolke, die in dunkler Ferne schwebt. Unser Heer berühmt und mächtig schützt die Grenzen, wie ein Wall; Unsre Flotte, stolz und prächtig, kreuzt die Meere überall. Adlerschwingen hör' ich rauschen: höher steigt der Kaiseraar, Deutschen Klängen froh zu lauschen, die der Kaisertag gebar; Segenswünsche auszutauschen, hört er weit vom Fels zum Meer Des Salutes Schöffe hallen selbst vom Goldnen Home her. Daß der Glanz der Kaiserkrone immerdar erstrahlen mag Auf dem Hohenzollernsohneherrlich, wie am ersten Tag", Seiner treuen Müh' zum Lohne, allwo Deutschlands Fahne weht, Schall' es laut in vollem Tone: Heil des Kaisers Majestät!

Dr. 6. Haeberlin.

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Karra Kirtasß. tibetal Itawm wn Christin» BtnlatK (Nachdruck verböte») (vsryetzMGb)

Nie über den Baron, so sollte Cyffenhardt bald

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rufen.

. »Wir brauchen nicht so viel zu bezahlen,' be> Mckte Kapitänleutnavt Ristenpart; «unser ®e. Mvaderchef hat noch zur rechten Zeit einen billiger Schluß gemacht. Ein spekulativer Engländer der M an eine so enorme Preissteisenma glaubte,

** über deffen GeschästSfteude in Sansibar etwa» 7 *flchrm und zwar durch KapitLnleutnant Ristenpari * der KreuzerftegatteWodan". Letztere» Schiff ang n- M ihn und seine Geführten seiner Zeit auf hoher pprobi» Itt ausgenommen und nach Bagamcjo gebrachi radilrl^Wtte. In« Mir »blSluna bet der Ausbesserung bt»

dadurch nicht an, Ihrem Wolkenkackucksheim bringe«,I Die letzten Beratungen drS preußische« Abge« aber diejenige», die »och für ei» gesnnde, Urteil ,«lordnete»ha»ser bote» ma«cheS Intereffa te und gänglich find und au« der Geschichte nicht nur derInamentlich die Rede de» Fürste» Hohenlohe Vergangenheit sonder» auch der Sege»wart lerue», vom 22. Januar ist ei» Gegenstand besonderer »e- werde» den großen Vorzug zu schätze» wisse», de« I achtung geworden. 3» einer «nSlaffung derStraß, wir Deutsche» a» der erbliche» Mo»archie haben. I burger Post" über diese Kundgebung heißt e»;

Sie werde» e» verstehe», wie alle Umstur,Mächte!Die Rede de« Fürste« Hohenlohe wird allgemein gegen diese« Bollwerk fich verschworen habe«, indem! al« die weitaus beste anerkaunt, die er seit seiner fie weder da« Gift der Beileumdung, »och die haß.! Erhebung zu sei»« jetzige» Stelle gehalte» hat, nxb «füllte, ewig nörgelnde Äiittt, noch irgend welchen «an darf wohl annehme», daß fie a»f die O.ffent. Lug und Trug scheuen, um de» König in de» Augen I lichkeit u»d insbesondere a»f diejenige» ehe» Eindruck a»b in dem Herzen des Volkes herabzusetzen und ihr! nicht verfehle» wird, a»f die fie gemünzt ist. > böses Ziel ,« erreiche». S, soll ihue» die, aber Insbesondere diejenige Stelle ist von besonderer in deutschen Herze« nicht gelinge«. Wo die König«. I Bedeutung, t» der der Fürst sich gegen de» Vorwurf treue» schweige»»»te», da würde» die Stei»e der I verwahrt, daß er eine mehr oder mt»derornamentale" Zerstörung schreie» n»b die Vorkommnisse ix den I Stellung einnehme und selbst kein rechte» Bertrane» Republiken die Verteidigung der Mo»archie über-lz» der Däner seine, Ministerin», habe. 3a bot "thmeu. I Kreisen, die dem Fürste» »äher stehe», war e, schox

Wohlthäter sei» für alle, da, ist Fürste». I beka»»t, daß er a»ch gar nicht dar«« denkt, fich all« art " Diese» Wahlspruch ei»e, sei»er Vorfahre» I eine« vorübergehenden Statisten zu betrachte«, sonder»

verpflichtete fich, den Bedarf unserer fieben hier! um den Engländer stand, hätte er jedoch in dessen! Suaheli, wollte» C »ach ihrem Brauche erdrossel», stationierten Kriegsschiffe für vierzig Rupie« pro! Auftrag dem Baron damal« dringende?empf»hlen, «eil fie nicht vo« dem Fletsche eine« Tiere« ess« Lonne zu liefern und zahll jetzt selbst se^tgRupieriseine Erzeugnisse nach Sanfibar zu senden, e» wäre!durften, bei dessen Tötung »tat floß. Einer der dafür." !«it ihrem Verkauf vielleicht ein großer Gewinn er- > beide» baierischen Benediktiuer suchte die Streitend«

.Und wie heißt der Spekulant? ichlt worden, während fie nun vermutlich vor ihrer!zu versöhnen; nicht weit vo« ihm «tfer«t stillte etae

Larson. Der Mann ist vermutlich ruiniert,! Verladung geraubt oder zerstört worden warm. i Regerumtter ihr Stieb, ixbessen bei häusliche schwärm »ernt die Blokade nicht bald aufgehobm wird." $fl fiel Eyffmharbt ei», w°« der Bar»» vo» etaer F^üie-vater sei» einzige» Hemd --»beffett?

Beide schwiegm ernst, der Familimvater gedachte I Gelbabst»d»ug der Rebellen gesprochen, und er, drosch der Rest der Martaevache mit bi» zur llx« wehmütig der Seinen und Epffenhardt jene, schönen l schrieb an Larson, daß die Güter «öglichnweffe noch > keuntlichkeit abgenutzt« Spielkartm Sechsundsechzig, und mutigen jungen Mädchen«, dessen Later vielleicht luv versehrt de» TrauSporte» harrt«, vo» beat äugen. I nxb mitte» drin in biesem Gettiebe staub Anna Do« in dieser Stunde schon ein armer Mann war I blicklich zwar kaum die Rede sei» könne. Bo« dem j vnd teilte b« Negerfamilie» ihre RriSrattonen zu. Jetzt begriff er, au« roddjem Grunde Grace den>Steinkohleugeschäst erwähnte er nicht«, schloß viel-!Wollm Sie nicht die Reisegelegenhett nach Baron vonWallerstätt ausgesucht haben mochte; die! «ehr b« Brief, b« da» Kanon«boot mit nach! Sanfibar b«utzeu?" ftagte Eyssenhardt, ihr im Erzeugniffe der deutschen Pflanzung, deren Werl i Saxfibar nehme» sollte, »U warm« Grüß« a» d« Borübergehm zu»icke»d.

lüglich streg, sollten eben da» wieder einbrmgen, war I Empfänger »»d dess« Tochter kur, ab. | Sie schüttelte leicht errötend d« Stopf.

>hr Vater an den «ohlenlieserungm verlor. Und! Nachdem er da» Schreibe» selbst a» »ord gelHier bi» ich nötiger."

nur um schnell Geld zu machen, hatte Larson damals »bracht hatte, bettat er wieder b« Hof, wo fich ihm! 3» bet HauSihür staub bet protestantische

m Bagamoj» Gewehre und Pulver um leben Preis I rin Bild darbot, wie er bunter nnd eigenartiger! Msstonar.

losschlagen wollm. Die« war nun da« Resultat I uoch keine« geseh«, weder ta der Heimat noch ta|Ein prächtige» Mädchen!" sagte Evffmbarbt. seiner weitherzigm Geschäftsführung. Afrika. 3» der Mitte de» HofranmeS rissen fichlindem er fich »och eiumett nmkehrte^

Epffenhardt hatte da» Gefühl, al» treffe auch! einige Suaheli. Neger «tt dmtfch« SkrkgSschiffS- I (Fortsetzung folgt )

ihn ein kleiner Teil der Schuld an Larson» Ber.Iwattos» um eine Ziege; die letzter« wollt« da»!

legenheiten. Freilich wußte er vorher nicht, wie e»|Xier »tt dem Messer schlachte«, die «ohamedanffch«!

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Rt an eine so enorme Preissteigerung glaubte,

Prolog

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Kaisers Geburtstag, den 27. Ja«. 1895

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______(4)

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»nit est.

täglich mb« « Nnktagm uach S«m» «ud LAAK . Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte»,

sowie die Annoncen-Bureaux von Haasmstein u. Vogler in vvv _ , biti?n L^Mk., bei allen V-stamtern 2 Mk. 85 Pfg. (eA. * Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Mm; Rudolf XXX. Stafita.

3«f«fltimi»gebübt lür die gespallme Zeil. SvNNtaa 27 QflttUar 1895 Moffe ia Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. V

»bn bmn Raum 10 Pfg., Reklamen für di« Zeil« L« Pfg. -ysUllUUt Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».

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*1 von bet Verwüstung bet Küsterplätze sowie tarfen b» »er die in Sanfibar herrschende Theuerung zu be> .Pri»^ Mten. Die Preise waren in Folge der Blokade schnell gestiegen, Waffen und Munttion kosteten _Doppelle, Steinkohlen 100 Mark die Tonne,

j t l$at Kaiser Wilhelm auch zu dem seiuig« gemacht.

ZU Kaisers Geburtstag! Sei« Herz und seine Fürsorge gehöre« «icht einer ! * Marburg, b« 26. 3a«. 1895 IKlaffe, sonder« gehör« bem ganze» Volke. Erhält

| , ,, a ' |e» tat sei» hohe» Vorrecht, überall, da Helfmdei»»

I (j. begeht mr 27. ^aunar seiuen I zuttet«, wo ein besonderer Notstand fühlbar wttd,

S-bnrtStag zum fieb«te« Mal feit l^er Erhebung! «je jetzt in de» Kreise» der L°»dwirtschast; er hat ILb.e* f o 6ms3a6re <286« ,8ebr"' Ide» festen Willen, die Sozialrefor«Kaiser Wilhelm»I. > EJ lei« 36. Lebensjahr. Der Geburtstag zur wirtschaftliche« und fittltcheu Hebung der arbet» *la8K et8 deutsche Volk um bex|tende« Klass« fortzuführ«, unbeeinflußt durch de«

I ^^erthro« mit ehrfurchtsvollem Gruß und mtti Ugdank und die verbrecherische« Bubenstreiche Ver» I herzliche« SrgeuSwü«sche«. 3« dem Kaffer steht! blendetet.3edem da« Seine an geben" nxb I nBb ®tö6e de» Reiches Ij« de« heftig «tbrawxte» Kämpf« ausgleichend und

verkörpert, im Berttan« zu« Träger ber herrlichen versöhnend zu wirken, erkennt er als sei» sürstliLe, Krone, z» feinet Weisheit u»d Macht kennt eS eine Erbtttl Er läßt e, fetae aanae Soräe stark- Wur^l seiner «rast Wohl gilt « biefe gebt «tt^Ä/ÄX Ä l Wurzel zu hüte» i» b« Wirren unb Gefahren ber|unb die deutsche Marine schlaafertia au erhalt« kelflEr« dor b« Seiftire« und Umstürzlern zu! damit Deutschland im Rate der Völker seine achtung» [mSv ® »rb« ßjwbe 0e6ktenbe Stellung unb sein« maßgebende» Eipfluß

lhRf?k£i J® 9la^6ai z»r Erhaltung des Fried«, gesichert bleibe. S»»st

volle wieder besonder« lebhaft daran ertanert, toa»|nnb Wissmschast, Kirche und Religio» haben ta ihm b"bi», tmb was das leinen treue» Pfleger nnd Schttmherrn gefunden. Er I deutsche Volk an setaem Kais« besttzt. ,.!selbst geht seinem Volke ta Gottesfurcht und Pflicht»

|. Ie^e Jn der Gerichte bei Völker istItreue voran, i» seine« Hanse herrscht christlicheZncht r ^cht ist e« der rep» |unb Sitte nnb da« Vorbild etae« äußerst glücklich«

I bllkanische Präfident. Daran erinnern die Vorgänge i Famttienleb«» l^Sia,tleS ^d«, der Augen hat zu sch« und Deutschland und ta Preuße» weiß 3eben»«m*, . dor etatger Zett schrieb die Parts«! daß mrser Kaiser feine Krone trägt, »icht blo« nm IZcttnngFigaro :Die erbliche Monarchie ist «Ruh« und Ehre vor d« Wett zn hab« oda nm Ä «echte seinem Volke gegenüber auSz-üb«, sonde«

I* 5tÄ "b»d« hab«. Nur die gewerbsmäßige»! daß « vor alle» seine Pflichten als Monarch kennt. ! Politiker verlangt« noch da» parlamentarische Re-1 die er al« ihm vo» Gott auferlegte a»«k«»t n»b | flim«t, weil e« bei Nährboden abgebe für ihre, demnach zu «füll« fich bestrebt. W«u Fürst und 5? & ^bsttachtige» Pläne und für ihr Volk ihr Bnhältni« z« einander ta das Licht bei fe i? «mporkomm« Leute bie Talent hätt« «chorsamS gegen Gottes Gebot stell«, bann wttd bi- g°t ta Fuß sei«, machten schnell ihr«!«ach bk Trme, welche bette mit einander verbindet, I Weg, aber in der Regel müsse daS Land ihre Helden. I niemal« wank« könn«, so wenig tok Gott nxb sei» I drei« eines ®Ja«bal8 oder eines I Gebot jemals i»S Wanken gerat«. Dan» mög«

| Zusammenbruchs bezahl« »Die Diktatur gäbe! Stürme über unfxr Kaiserhaus und ii6« nnf« 8<ittt» S äSei2eie ?e5e i wiedtt bte uoch lanb bahinbrans«, so gewaltig fie anch sei» möge», Ibei ehrliche» L«t« einiger «»seh« g«ieß«" |fK könne» »», nicht schrecke»!

I Ma» kann den Untnschied zwischen Monarchie nnd ! Republik nicht schärfer darlege», als e, hier ge- !schehen ist. Freilich die deutsch« Salon- und Bier- ! tisch-Republikaner und Sozialdemokrat« wird man