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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
-»Mti*Jllustrirtcs Sonntagsblatt.
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Erscheint täglich außer en Werktagen nach Soun- und Feiertagen. — Qnartal-AbmnementS-PreiS bei der Expedition 2 Mk„ bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
Marburg,
Sonntag, 20. Januar 1895.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Lasse!, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste tzr Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
XXX. Jahrg.
Zweites Blatt.
1 —
Die Tobten des Jahres 1894.
(Schluß.)
Componisten und Musiker.
Th. Blangiui, franz. Operucomponist, Bordeaux. — Molo Massa, UoL Opernkomponist, Genua. — Dr. Hans D Bülow, einer der genialsten und gefeiertsten Pianisten
Dirigenten unserer Zeit, als Beethovenspieler unerreicht, Kairo - Ph. Fahrbach, bet. Musiker, Komponist von Tänzen und Märschen, Wien. - C. Sivori, berühmter ital. Violta- virtuos, Genua. — F. A. Barbieri, der beliebteste u. fruchtbarste d. spanischen Operetteneompouisten. — Jacob Rosen- bain, Pianist und Compontstmehrerer Opern, Symphonien x„ Baden-Baden. — Prof. Dr. Immanuel Faißt, bet. Riustker nnb Componist, Stuttgart. — A. G. Chabrier, bet. Komponist, einer der hervorragensten Vertreter der jungen franz. Schule, Paris. — Capellmeister I. M. Homeyer, einer der beb. Orgelspieler seiner Zeit, Duderstadt. — Alsons Czibulka, der bet. Wiener Militärcapellmeister, Tanz- und Qpperetten- compouist, Wien. — Anton Rubinstein, einer der bed. Clavierspieler und Tondichter der Gegenwart, Peterhof bei Petersburg. - Reg.-Rat Alex. Zellner, Musiker, Componist und Musikgelehrter von Ruf, Wien. - Prof. Paul Wieprecht, Kammervirtuos. Meister auf der Oboe, Berlin.
Aus der Theaterwelt.
Aniette Wirwicz, beliebte Schauspielerin des Theaters in Karkau, erschossen (von einem jungen Schauspieler). — Felix Lübschütz, Nachfolger Barnays, Sebstmord (während einer Eisenbahnfahrt nach Berlin). - Schauspielerin Jemü Pota, Wien, Gift. - Hofschauspieler Heinrich Davidert, München. — Schauspieler Waldemar vom Raimund-Theater in Wien, Schlaganfall. — Sängerin Maria Alboni, Billa d'Avray. — Dr.Devrient Leiter des Gustav-Adolf-Festsptels, Stettin, Herzschlag. — August Fricke, Kammersänger, ausgezeichneter Bassist, Berlin. - Kluge, Director der „Leipziger Sänger", Königsberg i. Pr.. Herzschlag. - Fritzi Bauer, talentirte Schauspielerin, Berchtesgaden, überfahren. — Schauspielerin und Sängerin Helene Horat, Baden bei Wien, Gift. — Sängerin Elli Mondry. Berlin, erhängt. — Schauspieler Daro, Mans, Selbstmord. — Kammersängerin Frau Johanna Jachmann-Wagner, Nichte Richard Wagners, Würzburg. — Komiker, Wilhelm Knaack, Wien.
Kaufleute und Industrielle.
Bankier Dasque in Neustadt a. d. H„ Chef des Bankhauses Louis Dasque, erschossen. — Kommerzienrat Staelin, Landtagsabgeordneter, Stuttgart, Herzleiden. — Rudolf Hertzog, Chef der Berliner gleichnamigen Firma, Karlsbad. — Hamm, berühmter Glockengießer, Verfertiger der Kölner Kaiserglocke, Frankfurt. - Ehemaliger Bankier Löwy m Auwenkel bei Pest, erschossen. — Kommerzienrat und früherer Landtagsabgeordneter Heinrich Schneider, Hausdorf Kreis Waldenburg. — Ludwig Boesmann sen., Chef der Bremer telegraphischen Agentur, Schlaganfall. — Bankier Victor, Fthr. von Erlanger, Genf. - Florenzer Bankier Brugister Mailand, ermordet. — Kommerzienrat Bienert, beb. Vertret r des Müllereigewerbes in Dresden. — Sir Edward Watkins, der englische „Eisenbahnkönig". - Dr. North, Bankdirektor, früherer Reichstagsabgeordneter für Straßburg-Land.
Sonstige bekannte Personen.
Dr. Römer, Berlin, im Duell gegen den Fabrikanten de la Croix aus Schönberg. — Albertus, Freiherr von
Aeitrag zur Geschichte des ehemalige» sächsischen Keffevgaues, der N««g v»d Stadt Marburg und der ehemalige» Maracht« z«
Uappevyeim.
Von Gustav Frhr. Rabe von Pappenheim. 6) (Nachdruck verboten).
(Fortsetzung)
Marburger Dominikaner-Chronik.*)
Der Orde» der Predigerbrüder kam im Jahr 1281 nach Warburg herein uib fing daselbst an, einen Convent zu halten, derselbe ist jedoch weder In den Schriften noch Büchern ausgezeichnet. Wenigsten» toi man in dem, dem alten Psalterbuch «gehefteten Kalender, welchen der rechte Chor ge- brauchte: ,3m Jahr 1281 den 23. Juni zogen die Predigerbrüder in Warburg ein!" Die Richtigkeit dieser Zeitangabe de» Einzugs der Predigerbrüder in Warburg bestätigen sowohl die StiftungS, Schenkungs und Kaufbriefe, welche auf die Oertlichkest und die Kirche Beziehung haben, und fich später im Besitz des Ordens-Convent» befanden, all auch andere iw Archiv aufbewahrte Schriftstücke, aus den Jahren 1284, 86 und 87. Diese Reskripte wurden außerdem noch int Copialbuch bei R. P. Friedrich Steil vom 12. Januar tu Abschriften aufbewahrt.
Ferner wird in den alten Schriften des Convents der Provinz Sachse» berichtet. Wenn etwa» wahrer an der Aufzeichnung im Psalterbuch ist, so datiert der Anfang eines besonderen Convmti in Warburg vom Jahr 1281 den 20. Juni.
♦) In möglichst wortgetreuer Ueberfetzung au» dem alten Mänchttatein in» Deutsche. ,
Ohlendorfs, Greste (Mecklenburg). — Roman von Schweizer, alter badischer Revolutionär, Gründer und erster Leiter des großen deutschen Turnverein» zu London (1500 Mitglieder), Freiburg i. B. — Lorenz Müller, deutscher Tierbändiger, in der Menagerie des Herr» Montenegro in Athen von Tigern zerrissen. — Bombenwerfer Vaillant, Paris, hingerichtet. — Frau Emilie von Graß, Mutter des Herren- hauSmitgliedes L.von Graß-Klanin, wahre Menschenfreundin, Kl. Starsin, Kreis Putzig. — Anarchist Emile Henry, Paris, hingerichtet. — Baron Bevilagua, bek. Millionär, Villa Curinga bei Catarzaro (Venedig) ermordet. — Espartaro, einer der berühmtesten Stierkämpfer. — Luise Reuter, geb. Kuntze, Wittwe Fritz Reuter» („Lowise"), Eis nach. — Luftschiffer, Lattemann, Crefeld, Absturz. — Max von dem Borne, Kammerherr, hervorragend verdient um die deutsche Fischzucht, auf seinem Gute Berneuchen (Neumark). — Heinrich Hirzel, Inhaber der Verlagsbuchhandlung, S. Hirzel, Leipig. - Lieutenant von Poncet beim Rennen tat Hoppegatten, Berlin. - Caserio, Mörder CarnotS, Lyon, hingerichtet. — Agnes Wahnitz, eine „aufrichtige Socialdemokratin" .Berlin, Gift. — Frau Pastor von Bodelschwingh, Gehirnschlag. — Freifrau v. Rothschild, Wittwe von Carl Mayer Rothschild, Frankfurt a. M. — Upilio Faimali der bedeutenste Tierbändiger aller Zeiten, auf seinem Landgute bei Piacenza.
Vermischtes.
— Kammermusik mit Hindernissen war kürzlich eine» Sonnabend» der guten Stadt Remscheid beschiedeu. Die dortige Kouzertgesellschaft, so berichtet die „K. 3/, hatte schon im Sommer das bekannte Holländer Quartett au» Köln für diesen Abend engagiert, und da die Remscheider Konzerte (wahrscheinlich wegen de» mit der Feilen - Industrie verbundenen starken Geräusche» der Wochentage) gewöhnlich Sonntag» stattfind«, so hatte fich denn auch bei dem Quartett im Laufe der Monate die Vorstellung ein genistet, der Konzerttag sei der auf den Sonnabend folgende Sonntag. Was fragen gute Musiker auch nach Daten 1 Hatte doch auch neulich erst der Dresdener Hofopernsänger Anthes fein Engagement in Elberfeld völlig verschwitzt. Erst am Sonnabend Abend, al» schon alle Feilen-Fabriken gestoppt und die mttfik- liebenben Remscheider gespitzten Ohre» im Konzertsaal versammelt waren, kam der Irrtum zutage, aber zu spät, da da» Quartett in Köln spielen mußte, ilber die Geistesgegenwart, die bekanntlich schon Columbu» an dem von ihm in Amerika miteutbeiten Remscheider Feilenfabrikauten zu bewundern Gelegenheit hatte, läßt sich durch solche Kleinigkeiten nicht stören; da» Kouzett wurde unter größter Heiterkeit de» Publikums wie der Künstler einfach gegeben, al» wenn man nie an ein Quartett gedacht hätte, Musik- bheitot Schwager, sehr tüchtiger Pianist, wußte mit seinem prächtigen Ibach-Flügel auch bie Stunden zu beflügeln, bie Altistin Fräulein Iba Junker» aus Düffelborf spendete liebenswürdigst an» bet Fülle ihre» Repertoire» weit über ben Rahmen be» Pro-
Diese Angabe stimmt wieder überein mit dem, was in einem Handschriftenbuch erzählt wird, welches oer Convent ehemals besaß und uonach folgende» im Chor unter der Orgel de» Marburger Convent» aufgezeichnet gewesen wäre:
Im Jahr 1216 am 1. Monatrtag Januar (nach neuer Zeitrechnung den 26 Sept.) wurde der Orden der Predigerbrüder durch den Herren Papst Honoriu» HI im ersten Jahr feiner Regierung bestätigt. Im Jahre 1281 kamen die Bi über in diesen Ort . - •
Die Brüder wohnten hier ansang» in der alten Stabt nahe bei dem Orte, wo jetzt die Kirche und oer Kirchhof der hochfel. St. 9)laria in Vinea fich oefindet. In der Kapelle, welche auf dem Kirchhof sich befindet, hielten sre Gottesdienst. — Die Glaub- Hastigkeit dieser alten Ueberlieferung wird wieder bestätigt dmch ein Reskript dcs Bischof» Otto von Paderborn vom Jahre 1287, welches fich im Ccpier- ouch unter ßit. H befindet.
Allem Anschein nach war der Mohnort der Brüder zu beschränkt, um auf demselben ein Kloster and eine Kirche zu bauen und die Kirche, welche dem Pfarrer der alten Stadt zugehörte, hatte eine zu geringe Einnahme, um noch einen zweiten Pfarrer mit Wohlstand zu ernähren.
Der Bischof Otto von Paderborn (ein Graf von Rittberg) gab am 20. Juni 1283 in Folge dessen aem Orden der PredigerbrÜder die Kirche St Mario m Vineam mit dem Kirchhof. Diese Schei kung cand in Gegenwart de» Custo» der Kirche Orientali» ,u Paderborn (jetzt Bustorper-Kirche) namens Heinrich, ferner bei Ritters Eckbert von Spiegel, des Ritter»
Stamms hinaus, und die Gesanglehrei in Fräulein Hedwig Bolot, gleichfalls Alt, ließ fich erbitten, durch eilige Vorträge die Genüsse de» Abend» zu vermehren. Eine boshaft liberal bemessene Stär kungk pause von etwa dreiviertel Stunden und bie sehr geschickten Ritardanbos bet Künstler ließen «blich den schön« Abend genügexb weit vorrücken, nm mit Anstand ben Schluß bei Konzert» p okto mier« zu können, worauf fich alle» in bester Laune zu Tische setzte uub in lä-glicher fideler Sitzung b« Beweis lieferte, mit wie wenig Musik bet Mensch, selbst in Remscheid, auskommen tonn, wenn er nur Essen nnb Trink» nicht vernachlässigt. Koxzett meister Holländer aber muß im Januar in Remscheid „uachixerzieren" und soll fich, unverbürgten Gerücht« zufolge, bereit» nach einem GeschäftStolender für 1895 erkundigt haben.
— Hinter den Serpentinschleiern. In Hobart in Australien, so erzählt die „Presse*, gab e» neulich ein große» künstlerisches Ereignis. Eine Nachahmerin — fie nannte fich „ Schülerin * — der berühmten Lote Fuller, der Erfinderin de» Sapen- tinetanze», trat im „Großen Theater" auf; fie hatte auf jedes Honorar verzichtet und tanzte zum Besten der Armen der Stadt. Und e» wurde ein künstlerisches Ereignis ersten Ranges für ganz Hobmt, und besonders für die jeunesse d’orSe, denn die Serpentin etäszettx bewie» eine Grazie, eine Kunst nnb ein Talent, wie man e» in Hobart noch nicht gekannt hatte. Itob was fie befonbet» Mysteriös machte; fie hatte ihren Namen nicht nennen wollen unb tanzte „anonym". Am anbeien Morgen fragte fich alle Welt von Hobart, wer die reizende unb kunstfertige Tänzerin fein müsse. Schon hatte fie einigen jungen Hobarter» ben Kopf ganz verbreht nnb bte Saionlöw« schnüren: „Das schönste Weib, bas wir je in Hobart gesehen haben", worüber bie Damen von Hobart außer sich geriet«. Unb eS hätte zu konfliktreichen Tragöbi« kommen können, wenn nicht... Ja in biefem Augenblicke gab bie Serpentiuetänzerin das Geheimnis ihre» Nomen» preis. In den langfaltige», wogenden Serpentiuege- wände» hatte fich kein Anderer verborg« als der Graf v. Darmonth, zukünftiger Marqui» de Hertford, sehr bekannt in ben Zirkeln von London, wo man lebt, fich amüsiert und vielleicht öfter Streiche ausheckte wie bie,«.
— Ursprung be» Wortes „Rädels- sührer". Vielfach nimmt man an, daß diese Be« zeichunug von einem gewissen Rädel, der zur Zeit Friedrich Wilhelm» I. von Preußen in einen Aufruhr verwickelt war, herzuleit« sei. Die Benennung ist aber bebeutrob älter unb hat eine ganz anbere Ursache. 3m Jahre 1525 führten bie aufrührerischen Baue» bei ihren Fahnen nnb Feldzeichen ein Rad »der ließ«
fich ein Pflugrad auf einer Stange vortragen. Diejenigen Baue» nun, welche diese» Abzeich« getrag» hatten und von ihre» Gegner» gefangen genemma wurde», erhielt« al» bie „Rädelsführer* die härteste Bestrafung, daher also diese Beuenuuug.
— Auster» al» TyphuS-Verbreiter. Im „British Medical Journal" stellt Stt William Broadbent, der Hausarzt be» Prinz« von Waler, die Behauptung auf, baß auch bnrch Anstern der Typhus weiter verbreitet werben könne. Sir William will feit lange schon solche Fälle beobachtet hab«. Aber erst im vorigen Herbste würbe ihm seine Ansicht zur gewissenhaften Ueberzeugung. Al» er feine Meinung anbeien Kolleg« mitteilte, erhielt « um eint Bestätigung feiner Annahme.
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Königliches Schauspielhaus Cassel. Sonntag, den 20. Jan.: „Ton Cesar". Montag, ben 21. San;: „Wie die Alten sung n". Dienstag, den 22. Jam: „Die Räubers M.ttwoch, den 23. Jan.: „Der Ratten- fä ger von Hameln", Donnerstag, 24. Jan.: „Madame San»- Gone". Freitag, den 25, Jan.: -Der Waffenschmied". Sonuabind. 26. Jan.: „Wie die «Uten sangen". Sonntag, den 27. Jan.: Zur Feier bei Allerhöchsten Geburtsftstel Seiner Majestät de» Kaisers und Königli „Don 3aan\
Berechtigtes Aifseiei
paellllen durch ihre Heilerfolge. In ihrer Wirkung auf Beruhigung und Heilung bet katarrhalischen Entzündungen, sei es bei Halses, bei Brust oder der Lungen, sind fie unerre'cht und können dl» da» beste diesbezügliche Heilmittel gelten. Beim Einkäufe von FAY1« fichten Eodener-Miueralpastilleu, beachte man, haß die Schachteln mildem Z-ugnis deS Sodener Bürge,weisser» Amte» umhüllt find. Rur solche find ächt. Erhältlich i 86 Pfg. die Schachtel.
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Raben senior unb de» Knappen Jakob von Mainz. Ein mit Siegel versehener Schenkungbrief darüber wurde von Bischof Otto am 24. März 1284 zu Paderborn auigt fertigt. — Auf ähnliche Weise bewerkstelligte es der hohe Fürst, daß die Prediger- Brüder den gangen Platz, welcher zwischen der Mauer der neuen Stadt und der Mauer de» Otte« Berna lag und den Ort Berna von der alten Stadt trennte nebst allen Ländereien, welche zur Kirche St. Maria in Vinea gehörten, in ihren Besitz bekamen Die Urkunde über diese neue Erwerbmig der PredigerbrÜder wurde ebenfalls h» Jahr 1284 ben 24. März ausgestellt, uib es wurden ihnen, die Ländereien gegen Bezahlung von 50 Matt der gebräuchlichen Müuzwährung, Übergeben. AIS Zeug« bei diesem Verkauf fungiert« ganz dieselben schon in der obigen Urkunde benannten Geistlich« und Ritter ober Herren. — Diese Schenkungen und Erwerbungen deS Convents bei Predigerbrüder erregte bie Unzufriedenheit der Altstädter - Pfarrgemeinde, welche gur Kirche St. Maria in Vinea zugehörte und wurde von derselbe» folgendermaßen angefochi«: Ersten»: Der Bischof wäre nicht berechtigt, bie Kirche nnb ba» dazu gehörige Gut ihnen zu entftemden. Zweite»»: Die Erlaubnis zu dieser Schenkung und de« Verkauf der Länderei« fei nicht vom Kapitel der Kathedrale gegeb« worden, fonbe» bem Convent abgeschlagen worden. — Auf ein ix Folge dessen von dem Marburger Convent an den Papst Honoriu» IV. abgefaxbte» Bittgesuch, bestätigte derselbe den Prediga- brüde», bie ihnen vom Bischof gemacht« Schenkung« nnb durch Kauf gemacht« Erwerbung« an G»»b und Bob«, (Fortsetzung folgt.)
Jene Spruchweisheit vom Merfasser der „Alumen am Mege".
Da» Gute ist so leicht getijax. Ja leichter oftmals al» ba» Böse; Doch wirb ba» Böse mehr gethou, — Wer ist'», der diese» Rätsel löse?
(Ax Freunde unb Feinde.) Mögt mich lieb«, mögt mich Haff«, Nm da» eine mag ich nicht: Mich vo» euch bebauen lass». Wen»'» ax Schaffenskraft dir fehlt. Nm nicht gequält, nm nicht gequält! Alle Rühe kann nicht» frommen, — Erst muß die Weihestunde kommen. Erinnerung — fei fie noch fo rein — Kann nie ganz frei von Wehmut feto. Wa» Peitschenhiebe für da» Pferd, Da» find Gewürze dem Mag« wett. Ohne Sonne und Liebe kein Leb«, Ohne Ehre nnb Ruhm kein Streben.
Bei bem ein« herrscht vor ba Verstand, Bei dem anbern wieder die Fantasie, Bei dem dritten weder „der" noch „die".
Ganz valass« barst du nie dich wähn«, So lang dir noch die besten Fremd tau — die Thrän«.
Die Arbeit ist da Ruch, da auf da Menschheit ruht da Sünde wegen, Dmch Gehet wttd dieser Fluch b« Menschen wiederum puu Gegen.