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in »erfahre», und der HauSbefitzer somit gezwungen wird, auf eine andere Leise in Zukunst für die Befestigung der Fäkalie» zu sorge», so liegt eS a»f der Ha»d, daß die Frage so gestellt werde» mnß: »ist eS für de» HauSbefitzer vorteilhafter, tot»« er auf irgend eine andere erlaubte Leise für die Be- seittgu»g der Fäkalie» sorgt oder wenn er sein HanS der städtische» Kanalisation »»schließt* ? Liese Frage würde unzweifelhaft dahin beantwortet werde» müffen: »atürlich ist der Anschluß a» die Kaualtsatio» der vorteilhaftere, da dieser durch die MSglichkett der erleichterte» Euttoässer»»g, insbesondere dmch die schnelle Abführung der Schmutz', Küchen- und Ab­fallstoffe auch de» Wert der Grundstücke erhöht u»d jedenfalls auch kotz der von der Stadt beanspruchte» Betträge und Gebühren der billigere ist.

We»» eS aber außer Zweifel steht, daß »ach dieser Sachlage den Grundbefitzer» iw Gegensatz z» den übrige» Einwohner» au» dem Anschluß ihrer Häuser a» die Kaualisatio» besondere wirt­schaftliche Vorteile erwachse», so verlangt da» Gesetz, toenngleich im Allgemeine» der Grnndsatz gilt, daß die dirette» Steuer» auf alle Steuerpflichtige» »ach gleichmäßige» Gru»dsätze» verteilt werde» solle», für diese» Fall, wo e» stch um die Auf- bringuug eines Kostenbekage» vo» 1300000 Mk. handelt, der andernfalls durch Gemeindesteuern anf- gebracht werden muß, eine Borausbelastung der Grundbesitzer mit Rückficht auf den be­sondere» wirtschaftliche» Vorteil.

Der § 20 der Gesetze» läßt ei»r Mehrbelastung i» Form vo» Kommuualsteuer» zu, we»u die Ver­anstaltung einer Klaffe von Gemeindeangehörigen i» besonders hervorragendem Maße zu statte» kommt n»d nicht schon Betkäge »ach § 8 l. c. erhöbe» werde».

Würde dieser Modu» der Boraurbelastung durch erhöhte Gemeiude-Umlage» gewählt sei», so würde» die viele» StaatSgebäude, die doch desselben Vorteil von der Kanalisatio» habe», wie die anderen Häuser, vo» dieser Belastung nicht gekoffe», da die de» Staate gehörige» Grundstücke u»d Gebäude, sofer» fie zu einem öffentlichen Dienste oder Gebrauch bestimmt find, von der direkten Kommunal- steuer vom Srundbefitze gesetzlich befreit find.

Die städtische» Behörde» haben im Sinne und nach der Absicht des Gesetzes den andere» Weg be­trete» und auf Grund der §§ 4 und 9 der Gesetze» beschloffe», die Grundbefitzer mit einmalige» Beiträgen und laufende» S»schlußge-

zwischen zwei Projekte». Bei der AnSfübr»ng des eine» sollte» »ach Ausnahme der Fäkalie« die fia'ti scheu Kanäle i» eixem längs der Lahn zu führende», unterhalb des Giffelberger Gelände» auSmün.ende» Sammelkanal vereinigt und a» der AuSmüudnngstelle eine Kläranlage errichtet werde»; nach dem andern Projekte würde» dieFäkalte» vo» derKauali- satton ausgeschlossen uud die Abwäffer a» verschiedene» Stellen, a» denen Klära»lage« zu er- richte», der L-h« zugeführt werde». Unter allen Umstände» forderte» dieselbe» im Fall der Beide Haltung deS Grubensystem» die Beseitigung der Ueber- läuft, sowie der zahlreiche» übelpändige» Winkel, aur denen die Fäkalie» direkt i» die Kanäle gelange«, mlter Androhung der gesetzlichen Straf- und Zwangs­mittel, und eine polizeiliche Regelung der Leerung uud Abfuhr des Inhalts der Tonne».

Seiten» des unterzeichnete» Oberbürgermeisters wurde daraufhin ei» Ortsstatut über die Abfuhr der Fäkalstoffe aas de» Häuser», iu welche» Grube» oder Toiuenabtrüte hergestellt find, ausgearbeitet.

Die für die Beratung dieser Vorlage eingesetzte Kommisfio» sprach fich gegen das Abfuhrsyftem aus uud die Stadtverwaltung, die fich der Anficht der Kom­mission anschloß, übertrug de« Stadtbaurat Lindley die Ausarbeitung eines KaualisationplcmeS, nachdem inzwischen sür die Zuleitung genügender Wasser mengen gesorgt »ar, indem fie der Ansicht war, daß dem Abfuhrsystem gewaltige Bedenke» entgegenständen. Da namentlich 1» de» a» den Abhänge« de» Schloß bergeS gelegenen Häusern eine zweckentsprechende Ler- befferuug der iu de« schmale» Winkeln an die äußere Wand der Gebäude angehängte» Abkitta»lage» ganz unmöglich ist, ohne die Häuser gleichzeitig umzubaue», und eS ebenso unmöglich schie», eine geregelte Abfuhr au» de» au de» steile» und engt« Straße» gelegenen Häuser», de»e» der nötige Hofraum fehlt, zu ficheru, so blieb der einzige Weg übrig, mit Hülfe der Wasserspülung und der Ka«altsatiou, wen» auch mtt Kläranlage», die Fäkalie» und Schmvtzwäffer auf dem schnellste» Wege au» der Nähe der Wohnhäuser zu entferne».

ES hat langwieriger Vorarbeiten und Verhand­lungen bedurft, um die laudeSpolizeiliche Genehmigung zu der Ausführung des Liodley'jcheu Kanalisation plane» ohne gleichzeitige Sicherstellung einer sehr kost spieligen regelmäßige» chemische» Klärung der Kaualwäffer vo» deren AuSlauf i» de» Lah»flnß zu erlange». Marburg ist wohl die erste Stadt, der diese Vergünstigung z» teil wurde.

dlestuug vo» ungereinigten Schmutzwässer» der wen Stadtteile iu die Lahn oder de» Mühlgraben, t Im Dezember 1887 besichtigte» Kommissarte» i Herren Minister die hiesige» Eutwäsierangver- ioveo. ilkifse. Dieselbe» ließen der Stadt die Wahl nur

«n Einleitung i» den Mühlgraben oder in die ihn vorzunehme». Die wiederholt eingeleitete» Ber- adluxgeu führten zu keinem Resultat, und so verlangte it Königliche Regierung schließlich die Beschleunigung tt Schlüsfigmachuug der städtischen Behörden über k Wahl des Systems für die Entwäfferung der »zelnen Stadtteile und die Reinigunganlage», um ax die Entscheidung der Herre» Reffortminister »holen zu könne». Bis dahin untersagte fie die

3 LahuflufseS vor Verunreinigung auf der andere» xite es zur unaufschiebbare» Notwendigkeit machen, 810 ' bisherigen Verfahre» bei Ansammlung und «tschaffung der Fäkalie» «ameutlich an» den offenen Ihr, Winkeln eine wesentliche Aenderung eintrete» zu laffe, ' 1 ib eine geregelte Reinigung der Kanalwässer vor

Anreisen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte»,

towie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in VTIT ,

Frankfurt a. M., Eaflel, Magdeburg und Wien; Rudolf Uli! «fftQtO.

Moste hn Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; El. L. 8

Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».

Durchbrenner fich herumwarf, die Gefahr erkannt hatte, in der der Doktor schwebte, fich unversäumt in seinen Sattel geschwungen hatte und ihm nach­gejagt war.

Da» war die Rettung des Doktors gewesen, der, als er endlich wieder auf festem sicheren Boden stand, einen Doppeleid leistete; ersten» nie wieder den Onyx zu besteigen, und zweitens e« nie zu ver- geffen, daß er sein Leben dem Leutnant von Kuhl- wein dantte. Diesen Eid hiell er getreulich, und zwar seinem Lebensretter gegenüber manchmal geradezu mit lächerlicher und belästigender Ueberschwenglich- keit. Kuhlwein hatte ihm nach seiner Ansicht doppett geholfen. Nicht nur, daß er mit fester, entschlossener Hand bett Todesritt de». Onyx aufgehalten, hatte er ihm hernach ohne lange peinliche Verhandlungen auch sofort ein andere«, ruhigere« Pferd zur Ver. ügung gestellt. Er hatte den Rittmeister bestimmt, »em Doktor Roland statt de« Onyx die Ofiri« zu »eben, einen alten schläfrigen, Maulesel ähnlichen Saul, auf dem Dokor Roland allerdings eine an den edlen Ritter von La Manchs gemahnende Karri- atur bildete, aber dafür gemüttich wie auf einem Schaukelpferde fitzen konnte.

Die« war der Zwischenfall, «tt dem fich der Leutnant van Kuhlwein die ganze Liebe und Dank- «rkett de» Oberstabsärzte« erworben hatte, und »rum drang Doktor Roland jetzt, wie er »tt seinem ungen ihm auffällig trübsinnig scheinenden Freund an der Schloßstraßenecke stand, in ihn, ihm sein Leid anzuvertrauen.

.Also wa« fehlt Ihnen? Mir können Sie e« mir müffen Sie e« gestehen!' wiederholte er.Haben Sie Aerger im Dienst gehabt? Fühlen Sie sich durch irgend «en zurückgesetzt? Haben Sie Geld- Verluste gehabt? Will der Herr Papa nicht für Sie in die Bresche springen? Dbet find Sie verliebt?'

Zur Kanalisationfrage.

* Marburg, 11. Dezbr. 1894.

Bo« Herr» Oberbürgermeister Schüler erhalte« K folgende Zuschrift, welche wesentlich zur Klärung der Beteile betreffs der Kanalisationfrage beitrage» dürfte:

,3» der Versammlung des Bürgervereins vom i b. M., ix welcher das Kanalisationprvj kt und btf Statut über Heranziehung der Grundbefitzer zu kn Kosten der Ausführung durch einmalige Beiträge «b laufende Gebühren einer öffentliche» Besprechung mterzogen ist, wurde die Frage aufgeworfen:

L Ist die Durchführung der Kanalisation zwingend geboten oder die Möglichkeit gegeben, dieselbe «och auf unbestimmte Zeit zu vertage«!

1 Ist die Ausschlußaug der Vorstadt Weidenhausen und der Kaffelerst-aße vo« der Wohlthat der Kanalisatio« gerechtftrtigt.

-. Haben die Hausbesitzer einen wirtschaftliche» Vorteil vo» der Kanalisatto» u»d

4. entspricht eS der Billigkeit und der Absicht des vom 14. Juli 1893 aufgrund des § 4 und und 9 desselben besondere Beiträge nab laufende «uschlußgebühre» de» Hausbesitzern aufzuerlege».

68 erscheint nicht überflüssig, auf diese Fragen och einmal hier znrückzukommen.

Die zuständige» Herre» Minister habe» schon u Jahre» darauf hiugewiese», daß eine größere dinhaltung deS Bodens, deS Wasser» und der Luft i unserer Stadt auf der einen Seite und der Schutz

Doch keine Angst!' lachte Versen, wieder zu dem Arzte gewandt, dem es offenbar in seinem Sattel unbehaglich zu werden anfing, ich sehe ja, Sie find ein Reiter und lieben es unter fich Leben zu fühlen

Da schallte plötzlich da» Fanfarengeschmetter, auf da» der Rittmeister so lange gewartet hatte, über da« Manöverfeld. Der Kommandierende verlangte feine Unterbefehlshaber zu sehen, nm ihnen fein Lob oder seinen Tadel auszusprechen, und schleunigst drückte Versen seinem Fuchse die Sporen in die Weichen xnb schoß im Galopp über die Ebene da­von. Doch kaum hatte der Fuch» de- RtttmeisterS fich von der Stelle gerührt, al« auch Onyx Lust verspürte, zur Abwechselung einmal wieder in fttschem, fröhlichen Lauf dahinzuflürmen.

Der Doktor zog mit aller seiner Mannes kraft an seinen Zügeln. Umsonst! Der Rappe hatte e« ich fest in den Kopf gefetzt, mtt dem Fuchs de» Rittmeister« Rennezeck zu spielen. Und ehe Roland e« fich versah, saß er dicht aus dem Hal« dir im rasenden Lauf davonjagende» Tiere«. Der Doktor hiett fich krampfhaft mit Seinen und mit Armen an dem Hal« fest. Er wollte fich sein Leben, um da» e» allerdings beim ersten besten Graben an den le kamen, geschehen sein mnßte, so lange al« mög. lich zu erhalten, und wenn auch nur um noch rasch ein Vaterunser für sein Seelenheil zu beten. Der »ermste schloß verzweifett die Augen. Mochte ihn ein Ende ereilen! Sehen wollte er e« nicht.

Und «er weiß, ob er nicht in der That auf >e» steinigen Terrain, da« sich Onyx zu seinem !Lauf ausgesucht, einen mehr oder weniger bösen Fall gethcm hätte, wenn ihm nicht noch rechtzettig, m letzten Moment, al» er fast schon auf den Ohren­spitzen feint» Rappen ritt, der Leutnant von Kuhl- mein zu Hilft gekommen wäre, daß, sowie der alle

ammk Ueber« ihrer

Kuhlwein nickte traurig lächelnd mtt dem Kopf.

Aha!' fuhr der Doktor auf das stumme Ge­ständnis der anderen fort.Aha! Also verliebt! Hab es «raten. Und Potztausend noch ein»! will Ihre Herzens flamme etwa nicht?' fragte er brüsk.Wer ist es?'

Die beiden Männer fingen an, fich langsam die Schloßstraße hinauszubewegen, und die Zunge de« Leutnant» begann sich zu lösen.

Sie, denke ich mir,' meinte Han« Kuhlwein, würde e« schon wollen e» ist die Tochter de» Obersten.'

Mensch!' unterbrach ihn Roland atemlos.

Wie? Was? So! aber die Alte ober die Junge?'

Natürlich die Junge, Fräulein Hertha von Lüderitz'

Der kleine blonde Lockenkopf, der erst vor ein paar Wochen au» der Pension in Lausanne nach Lübenau gekommen ist?' forschte der Doktor.

Ganz recht,' gab Kuhlwein zu.

Kein schlechter Geschmack von Ihnen, mein Freundchen, kein schlechter Geschmack! Jndeß, warum machen Sie deshalb solch saure« Gesicht?' fuhr der Doktor, al« ob er einen Einfall hätte, rascher fort. Warum machen Sie deshalb solch saure« Gesicht? Die Sache ist doch, denke ich, sehr einfach. Eie haben grade Bandelier und Schärpe um. Wohlan! geben Sie ohne Verzug zu dem Oberst, klagen Sie ihm Ihre Schmerzen, wobei Sie freilich ein etwa« hellere« Gesicht machen können al« jetzt; Eie sind alle Wetter doch ein hübscher Kerl und ein Majorat«- erbe obendrein, ©eien Sie unbesorgt! Sie werden ich keinen Korb holen.'

Nach dieser Sachlage ist die Frage, ob die«»«' führuxg der Kanalisation zwingend geböte» ist, u». zweifelhaft zu bejahe».

Dem Staate steht das Recht zu, die Berumetuiguug des öffentliche» LahnflnffeS durch Zuleitu»g vo» Schmutzwäffer» aus hygienische» Rücksichten zu ver biete», ebenso die Genehmigung der ferneren Zu­leitung der Kanalwässer a» die Bedingung der Einrichtung vo» Kläranlage» vor bene AuSlauf i» de» Fluß zu knüpfen. Will die Stadt da« Tonuenabfuhrsystem wegen der sonstigen Schwierig keilen u«d Unzuträglichkeiten nicht einfühteu und fich der Kanäle zur Abführung der Fäkalie» «sw. i» bei Fluß auch ferner bedienen, ft muß fie fich auch selbstverständlich deu Bedingungen unterwerfen, von denen der Staat die Erteilung der Erlaubnis ab hängig wacht. 68 ist namentlich ein Irrtum, wen» angenommen wird, daß die Stadt durch unver denkliche Verjährung ein Recht erworben habe, den Lahvfluß in althergebrachter Weffe auch ferner zu verunreinigen. Er handelt fich hier nicht um eine zivilrechtlich zu entscheidende Frage, sonder» nm eine Frage deS öffentlichen Rechte«, in der lediglich die Rücksicht auf da« Gemeinwohl, die Interessen der Kesamthett enffcheide«. War die zweite Frage bezüglich WeidenhausenS rnd der Laffelerstraße betrifft, so ist durch den Liedleh'sche» Kanalisation pla» ein Entwässerungsyfiem' festgelegt, welche« für das ganze, auch Weidenhauseu und die Eaffeler- straße umfaffende Entwäflerunggebiet in Zukunft die weitgehendste» Anforderungen zu erfüllen vermag und es beruht auf einem offenbaren Mißverständnis, wen» angenommen wftd, daß die Absicht vorläge, diese Stadtteile auSzuschließen. Die Bewohner dieser Stadtteile tietben fast alle etwa» Landwirt schäft und benutzen hierzu den Inhalt der hinter de» Wohnhäuser» auf de» Höfe» befindlichen Abort gruben als Düngmittel. Für diese Stadtteile, die »och nicht kaualifiert find, ist da» Bedürfnis der Kanalisatio» nicht dringend und deshalb »ar auf solange verschoben, bis die Regulierung der Kahn durchgefühlt ist.

Zur dritte» Frage des wirtschaftliche» Vorteils der Kanalisation für die Hausbesitzer hätte fich bet der Beantwortung nicht auf die Thaffache gestützt werden solle», daß die betmalige Art der Ab­führung der Fäkalie» der Schmutzwäffer für die HauSbefitzer mit keine« oder nur ganz geringen Kosten verknüpft sei, ben« wenn es landerpolizeilich nicht mehr gestattet wttd, in der settherigen Weise

Erscheint tägttch außer an Werttagen nach Sonn- und LwMM

Feiertagen. Quartal-Abonnements-PreiS bei der Sxpe- lUlitr 1)11 Td

dttion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. mwvvwvy;

Bestellgeld). Jnserationsgebühr für di« gespallene Zeil« SDHfftnnA 19 TlPlPtrtFiPr 1RQ4

ober bereu Ran« 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. aKUlWVOJ, 14 T 1094

Nach der A«cieurütSt.

Humoreske von Arthur Roehl.

(Nachdruck verboten). (Fortsetzung.)

Schau einer den Onyx an! Ein Staatstier, ißor Nicht wahr Dem man seine zwanzig chre nicht anfieht? Aptopo», fügte er hinzu,wie »den Sie mit dem Rappen fertig?'

Die ganze Schwadron, vor der er hoch zu Roß mb, war abgeseffen. Die Dragoner tagen zur rite ihrer Pferde auf dem Felde und die Offiziere, > ihre Pferde ihren Burschen Übergeben hatten, «den den Helm in den Nacken geschoben und den ibtl zwischen den Beinen in legerer Haltung vor vr Zügen und lauschten au« der Ferne auf da» hräch, da» der Rittmeister Versen, der gleichfalls Pferde saß, «tt dem Oberstabsärzte führte. Herr B Versen war nicht mit seine» Mannschaften ab- Kegen, well er jeden Augenblick das Signal «artete, da« Stabsoffiziere und Hauplleute teft. imeifier zur Entgegennahme der Kritik in die Re be» Divifions-Chefs beriet.

IAlso wie «erben Sie mtt Ihre« Rappen Ng, Doktor?' erkundigte fich Versen.

,6» ist ein gute» Tier/' antwortete Roland und Helte die Mähne be» befriedigt bett seinen Kops felnden Rappen.

»Run, gar ft gut und fromm ist er gerade i," versetzte der Rittmeister.Er ist sogar it unruhig, der Onyx Früher, ehe ich noch die »abton führte, soll er sür einen argen Durch­quer gegotten haben.'

,Wa», Kuhlwein!' drehte er sich »» seinem Nister um,Sie lernten ben Rappen länger al» r» hat sich auf ihm schon mancher die Glieber kochen. Eie wollten anfang» be»halb be« Doktor 'nicht de» Onyx geben!'

f Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

**»**fed&n: Jllnftrirtes Sonntagsblatt. Säeä I tartt 21? Fernsprecher 9h. ^55?