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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- uni» Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei d>r Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnserationsgcbühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 85. November 1894

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; S. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Paris.

XXIX. Jahrg

Erstes Blatt

reforwgesetz zugkhe» soll. Ob dasselbe sofort diel sich diese verschiede«*» Wünsche unter eine» HutI Parteien, auch der Regierung «achaerade die Geduld kJ; U haben wird, da« muß natürlich bringen lassen, muß man abwarte-, kor Alle« gerissen, dem. Kossllth geht tu seine» Agitatiooreden bleibm aber es st doch gut, daß endlich erscheint -s empfehlenswert, dem ganzen unendlich ganz offen darauf hinaus, sich als politisches Orakel

an X. cn einmal Erust in diese Dinge hineiukomme» soll. Wie weiten Kreis der Tabaktüt-reffeuten einmal etwas!für alle Magyaren zu etabliere» Der Ran» mit

Wochen-Ruckblrcke. notwendig es ist den Börsenherren den Verdienstkorb Ruhe zu gönnen. Die Zeiten find so wie so schon dem große« Name»" hat eine entsetzliche Partton vo«

vir. Marburg, 24. Noobr. 1894,l etwas höher zu hänge» und ihnen eine größere nicht die allerbeste». Anfgeblasenheit, Eitelkeit i» seinem Kopfe stecken,

a* ... m .. . Iaufzuerlegeu, ergiebt fich aus den! ES ist «itgetetlt worden, daß im Schooße der!und sein Verhalte» ist immer »»»erfroreneraeworden

m sn$ t Um Verlusten, welche die klei»eu deutschen IBerliner Regierungen keine weitere» VeränderungenIweil die Regierung so la»ge fich abwartend verhielt'

der KaisnS Alexander von Rußland geschloflerl hat, Kapitalisten durch die ftemdeu Staatsbankerotte er-!Platz greife» solle». Aber was so aus de« Ge-INu» wird ihm wie gesagt das Handwerk aeleat'

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lottfcä gepocht und einen Prinzen, der de« Throne Ifremderr Papiere dem deutschen Publikum, das ihnen I das erscheint gerade nicht darnach augethan, diese! brndlunaen düSere Sckatten bnrmi« SSrfilnM*

»Im* irwh OB« 11AM. cny I « . r 8^ht dieseI der" P^"rötterung^läß1 nichts^zu «ünschm ütaia^

Kanfe8C*Srei<*e *e' ienc. ,S9aH,ocrDtk nicht verschuldet, aber als Fachmänner Reichstagssesfio» hin, während di- gegenwärtigen auch die Regierung^wird sich zusammeunehmen uud £ ?bbe- mußte, fie die Lage recht gut zu würdige» wissen Minister amtieren, aber viel länger wird es wohl sehr viel Energie zeige» müsse«, wen« fie «uS dem

T dmstm überhaupt keine Papiere von solche» nicht mehr dauer», bis Herr von Bötticher geht, H»b uarfameHtorlfcben Slrubel d*e» 8ettie»

58*10.« ist in Cannes in Sudfrankreich, wo I faulen Staate» verbreiten. Bankiers, deren Urteils I dieser oder jener Kollege «och mit ihm. Herr vo» I fische» will 1 9 9

a Genesung vo» einem inneren Leiden suchte, vom!fähigkeitnicht so weit reicht, die Solidität der Finanzen .Bötticher hat im Reichstag »icht mehr das rechte! Die orientalischen Dina* brinae« nicht« m,,,,». Tode ereilt und dem hochbetagte« Großherzog Karl! eines Staates, mit dem fie in Geschäftsverbindung I Arbeitfeld, wen» nur erst Herr vo» Köller erscheint ! Fürst Ferdi»a»d vo» Bulaarieu erkennt immer ««(» M«. «dm« «°h°». 61M 6«rtäl«, »8«« SH«. tanZ skM« MM -II« .»- ab 818 d., -m- Luch«, d-i « m ,S »Ä $d"£

Reseu Sterbefall sei» Sohn geraubt worden Der!statt Wertpapiere auszugebe». Lieber keine Bank-«preußische Minister des Inner» fich gründlich ringe Iburg genau ebenso viel oder vielmebr ebe-ia me«i» Verewigte stand i« kräftigste» Mannesalter, seine!Häuser, als selche, welche unfichere Papiere verbreiten) arbeitet hat, um endlich die vo» ihm schon lange!zu erwarte» hat, wie vom dritte» Alexander Die Leutseligkeit, sti« humaner Charakter hatte» ihm im loud damit das Natioualoermögeu schädige». Darum I ersehnte Ruhe des Privatleben» aufzusuchen. Aus l gegeu Stambulow mobll aemackte» rufie»die«erl'che» 5^«, Qjwjf AewCflir ;<1, I ki * u ??? . 8 , I ,, 8 seien psb «tlich wieder einige I Elemente im Lande werke» ganz gut ^schon, wcher

Hh fr l . , t m (1 F . a$ pu ® nbtftew bie Pflicht zur Uebernahme einer Meldungen eingegange». Während NU» die aus der Wind au» Petersburg weht g und wie fie vor

£5 SS ?' y "»heilbares L-id^ dem gre.se» vollen ZinSgarantte auferlegt werden. 3» der Reichs- Lüteritzland (Devtschsödwestaftika) erfrenlicherweise eine« Jahre noch brummten und stöhnten Fort mit Kaiser Wilhelm L das Herz brach. Mag letzt dem! tagSsessto» wird auch die Reform der Alters- und I wirklich mit aller Bestimmtheit erkenne» lasse» daß! Stambulow!" weil ibnen delle« schmere End ?}er bE4rf>WfBfa^ArB3tn b efifaft 8tfle^s !Invalidenversicherung ei»e wesentliche Rolle spiele«;!der Eingeborene» Chef Hendrik Wstboi, der dort so de» Racke« lag, so werde» fie i» Kürze« wohl Laist? welches' Kompliziertheit und Kostspieligkeit des Gesetzes lange de» H-n» spielte, fich »»bedingt dem deutschen dahin kommen? .Fort mit Ferdinanb?"^ laut zu

«atser, welcher die Trauerbotschaft erhielt, als er Ipaßt «icht für u»sere Tage, und die geiuude 3dee,! Reichskommisfar uiterworfe« hat, ist es noch bei schreien. Denn der Resvekt vor der b-utiae« feiner im Schloß Rumpenherm in Heffen verwerlerden! welche dem großen Gesetzeswerke zu Grunde liegt, I Weitem nicht so klar, daß der Rachezug des ost I Regierung in Sofia ist für Bulgarien kabln we«> Friedrich, seine Geburtstags !wird nur dann fich allgemeine Anerkennung verschaffen,!afrikanische» Gouver»ems vo» Scheele gegen die!er überhaupt jemals aber bestanden bat ' Dem ?"1M 11 "l 6-rm 8.6.«* »1.6. v°»°h">°> ».Ich.« f. 3. u-°6° &», "««« I» »,rg«S Ä « *

iruJ 61 bIm sch"ergebeugte« Großoheim I liche Wohlthate» jemanden partout aufzwingen zu | Zelewski fast gänzlich vernichtet war, wirklich ehe« I folge« den Fürst Ferdinand wobl «ist «-br maAt br°Hc7' blcibt immcr ehe heikle Sache; wer fich nicht volle» Erfolg ergab. Der Hauptfitz der räuberische» Die blutige« Zusammenstöße zwischen Chiffte« u»d

1 4»U«i^L^e"seter t" Weimar per-1darüber freut, wer fie »icht haben will, nun, den lWahehe ist freilich erstürmt, viele Beute ist gemacht! Türke» in Armenien werde» vo» der Reaieruna des derHochzestfeier des Zaren lasse «an doch laufen. ES ist schon bester so! Was worbe«, viele gefavgene Weiber und Kinder sind be Sultans natürlich so viel wie ««/möglich zu Rußland, welche «unmehr nach völligem! die seit Jahre» schon und zuletzt wieder besonders I freit, aber die Schwarze» selbst scheine« sich »ach! beschönigen versucht damit fick «ich. di<> (Umkw

Abschluß der Petersburger Trauerzeremonie« statt-1 lebhaft erörterte Tabaksteuersrage betrifft, die Finanz j alle» Seite» hi» zerstreut zu habe» und es wird! hineinmische« Lanae wird es aber doch nicht Jpfir K? M du., friM .HfktDr.nimI frikta Äff«Li* ,o Iri« fd» £ »,kr »hd. äÄ, £ «

Äfta " ® 1*? b0,e??Jl*S6a1 Mr' L" «»>-« »' i »*»'« »'N« X * m

a rr 6 , |bundete» Regierungen selbst einige Schwierigkeiten Jedenfalls fleht doch nun ein größerer Erfolg des Der japanisch-chinefische Krieg bringt aerinae neue

effnrtatl^ ^id^ta8^er6ffMU9 vi'hre» M nu» doch I e-lfianden zu sein. 3» de» süddeutsche» Staate» Herrn von Scheele fest, sodaß die Aera der Kolonial. Niederlagen der Chinese». Mit der von bet Nord-

Beratung und Beschlußfassung be. I mit ihrem starke» Tabakrbau wünscht man weniger! «iederlage» wohl al« abgeschloffe» gelten kann. amerikanischen Union geplante» Friedeisintervention

k6' sogenannte I *i»e» Profit der RetchSkafle durch das neue Gesetz! 3m AuSlande ging es wieder etwas lebhafter! wird es wohl ebensowenig etwas Rechts als mit

st^ßurzgesetz i« Vorbergrunde stehu» breiben wird.!herbergefuhrt zu sehe», als vielmehr eiueu verstärkte»! zu. 3» Ungar», wo die Agitationreisen Fra»z dem gleiche» britische» Bestrebe» ES ist a»ck beller

»SA ®tifaILtDhKbll?8JIUfetrl8e1rbe'3 daßlSchu, für die heimische Tabakprodnktio», die in | Kosinths, des älteste» Sohnes desExdiktators Sossmh! | es wirdgründlichaüfgeränmt alSdaß ein fa!S

b*m Reichstage >uu auch endlich et»mal ei« Börse», j ihrem Absatz nicht unbedeutend beeinträchtigt ist. Wie, so viel Staub aufgewirbelt, ist in den politischen I Friede 6a?b neuen Konflikt bringt.

AltUst UVÄ ÄANst. ! desto lustiger wehten und knatterten und die Guir> | Des Herrscher» Augen waren von dem Denkmal! machte ein ungnädiges, ängstliche» Gesicht und sah

«»«« im» »ertrnd Srnnke-Schievelbein. «landen, di* um den ganzen Festplatz von Mast zu!zu den Tribünen hinübergeglilten. Isehr blaß au». W

Ä) (Nachdruck verboten.) Een, fich kise schauketten. ,AH - Ihre Frau Gemahlin!" - Er grüßte IDu hast mich so lange warten lassen," sagte

(F»rts*t««Si) I ehimmsvoll razte unter grauen Le.nendeckenIhinauf und schöne Frauen« und würdig* Männer-1ste, die Stirn in Falten ziehend. »Fast wär' ich

E» kam auch eine zusagende Antwort von dem das neue Kunstwerk. Erne erwartungvolle Häupter neigten fich ehrfurchtvoll Zu seinem Er- ohne Dich nach Haus gefahren."

allen Herrn. Llsabeth fterlich, die noch nimmer von l dicht gedrängt, umstand den für die Bevor-! staunen sah Pietro neben Susannens eleganter Ge- Er fiel au» allen Himmeln. .Aber Sufi!

ihrem Dorfe sortgekommen war, wagte sich nicht K^ten abgegrenjten Platz und keilte sich Kopf an halt eine kleine dürftige Figur in einem arüngraum Liebstes Kind! Was hast Du denn?"

.Ri" L. 'komm Drin Amrbirim und !4E h-II-n di- DEM d^ G-Mf*s, T-r D^ - - --- «Ml -!-bm mit fa« ein

Ä SeÄ Ä ÄÄÄZÄ*1 W« fchmb-md ta «-W mit dm

zinischen Wochenschrift von einem glücklich operierten | fich da« fürstliche Zelt, in weiß und rot gehalten, | oon h Menae vorwärts aeschob«»""^J5 | Nun . .

A» ro?l.^ei Illand^der'Mansch Unb Hier!dicht vor ihm unter andern gleichgiltigen, fremben I 'Ein Mensch, wie ein Bettler gekleidet Gott

uSmÄW D6obtej i ®on glänzenden! Gesichtern da» kleine, gelbbraune, zusammengedrückte I weiß, wie der zu dem teuren Tribünenbillet ge-

Ä^^6*Sait&r -u-h«ndni.^-in^i-f<«. mm«-- B-d-n-m rnü ftt»'» °D?RE firn,'an" rn' __-

»eLCotlie9enben Verhältnrssen. Da aber Marthel» der blaß, mft erwartungsvoll klopfendem Herzen! Und obglerch er in ferner tadellosen Eleganz sich I wie, interessiert dabet.'Sowett war'er ja . Netzhaut gesund zu sein scheint - fie hat Licht, hinaufschaute zu seinem Werk, sagte fich: dze Wirkung ^«4 em wenig der Bekanntschaft mtt bem«niinroa " 1

ewpfindung so dacht ich: probier,! Blinder ist großartig! durftigm Sonderling schämte, war er doch groß. 9 ^nd Sufi » die Schultern fröstelnd msam«,»

«ll, blind kann fie ja nicht werden. Nur will ich Und hundert - ja tausend andere sagten»auch. mut,9 genug, ihn nicht zu verleugnen- Iund legt* fich ^e erMpst in ^r Waam^ück

erst über «Le Eventualitäten gründlich inj Zuerst der Monarch, der freudestrahlend auf ihn! «Herr Doktor! Doktor Knorr!" rief er über bie I «t- = r k . J?L J ,

Wmwien, ehe ich dem Kinde vielleicht unerfüllbare zukam, ihm vor allem Volk die Hand schüttelte und Köpfe der anderen hinweg. Alle» blickte mit ehr. -

Hoffnungen mache " ihm dankte für den herrlichen Schmuck, den sein furchtvollem Staunen auf ihn, den Mann de» Tage».

Wär* Peter nicht so über alle Raßen beschäftigt Genie der Stadt geschenkt- Rur derjenige, dem der Ruf galt, schob fich unbe. hMiä' krt S iJ

»»efen, so hätte er sich gewiß von HeiM gefreut) Sie traten näher an das Denkmal heran, um kümmert wetter nicht ander«, als wäre er gänz- ^ . ^' %

die erstaunliche und hoffnungreiche Nachricht, die Einzelhetten der Ausführung zu betrachten. lich taub. LjS«!» r

^r- ^te nttt flüchtig: wer weiß, obs)Ich erinnere mich Ihrer Bedenken, mein lieber) Noch einmal strengte Pietto feine Lungen an, | Und als die Leutenicht aufhörten Hurra ru^sch^eien * S ü|eaPe?t*' Seine König! Hoheit thaten fich viel)aber ohne einen andern Erfolg, al» daß verwunderte)^ fuchtelle er mit den Armen Ja johlt und

Aer Blmdhett! Em größere« Interesse hatte e» auf sein vorzügliche« Gedächtnis zu gut .nun! Augen ihn anstarrten. hR i L

Unb der arofle 2!aa kam - ein Festtaa für) würde fiA ,,,, -- I ^ä« t^ehör verloren, der) Mann? Und so schöne, strotzende Weiber und

Ke ^rtÄttShun^eB^^ aurnehrnen! Und arme Alte, dachte Peter und beeilte sich, zu seinem pau-bäckige Buben und blanke Uniformen - da«

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