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eS« L"" Sinltna in Äerbitn.

BeMttbtt inb «rpediti»»: Warft 2L Fernsprecher Nr. 5&

Im Herbst stärkte fie in einem fashiomblen

Kenntnis Bah«, daß zwei große Arbeite« in «ächster Zukunft dem Deutsche« Reichstage bevorstehe«, die Hebung der landwirtschaftliche» Notlage und die Bekämpfung der sozialen Revolution. Zu letzterem Punkte entnehmen wir im Hinblick auf die vorliegende, aber noch unbekannteUmsturzvorlage* derKons. Konesp.* einige Bemerkungen: I

Noch hat von dem Inhalt der ««gekündigten Lorlage gegen die Umsturzparteie» niemand irgend- welche Kenntnis und schon taucht diebesorgte* Mahnung wieder aus, man solle doch ja »icht zu geben, daß durchreaktionäre* Maßregel« die bürger­liche Freiheit beschränkt werde. DieseMahnung*! Ist insonderheit ix der Frage des Lorgehe«s gegen! de« Umsturz recht wenig am Platze; de»n an eine!

wohl sagen, daß ein Blick auf die oben ««geführte» Namen den deutsche» Patrioten wie den Freund der Landwirtschaft und der produktiven nationale» Arbeit

bevorstehende Aenderunge«unbegründet* feie»' Anstelle deS Grafen Caprivi, des Grafen Eulenburg, deS Herr« v. Hlyden-Cadow und des Herr« von Schelling find Fürst Hohenlohe, Herr v. Köller, Herr v. Hammerstei, - Loxte« und Herr Schönstedt geirete«. ES wäre voreilig, jetzt scho« bestimmte Erwartungen ausznsprechen, indeffeu soviel kann man

I , Im Grunde wären diese Skrupel nur Reste I seiner früheren übertriebenen Gewissenhaftigkeit, be« I ruhizte er sich endlich.---

Im Winter kamen die Gesellschaften, an denen er teilnehmen mußte. Au« höheren Rücksichten. Aber er hätte e« auch ohne die gethan; denn er fand Geschmack daran, sich unter diesen schönen Frauen und diesen würdevollen Männern der besten Kreise al« ihresgleichen zu bewegen. Und wenn seine Frau bewundert wurde, so w« ihm auch das nicht weiter unangenehm.

Die Abende zu Hause wurden ihm langwellig. Er war zu abgespannt, um sich ernsthaft zu be­schäftigen. Er brauchte fortwährend neue Anregung, Zerstreuung, heitere Eindrücke, um die Leere seiner Seele «»«zufüllen, die« thörichte Sehnen und Bangen I nach etwa«, was weder die Arbeit, noch der Glanz, noch Susannens Besitz ihm gab. |

Er wußte, was e« war. Kein fröhliches Kinder-! stimmchen schallte durch sein schönes Hau« . . .|

| Dasein so unendlich erschwert, Trotzdem werden nn- I^wegt neue Hemmnisse erso-ue«. Dieser Umstand erfüllt dieDisch, volksw. Korresp * mit berechtigter CTe «us ihrem Artikel spricht keineswegs der w »«Mtzfichüich kräftige Vertretung, welche die laobwirtichaftliche» Interesse« durch dm neuen Minister zu erwarten habe«, sonder« die Br- furchtung, daß sich niemand finde« dürste, der de« a« lene« Stellen waltende«, die Unternehmer wie die gebiete"^" SIa^e öIe<$ schädigenden Kräfte« Einhalt

I schon der Anschein, die Regierung könnteagrarisch* ! werde«, sie mit Neid erfülle und daß fie der Land, wirtschaft nichts gönne. Diese Angüffe derOrgä« des Bundes der Landwirte entbehre« i« ^oveltei W* ^der Unterlage. Einmal kann Ä tnbnfaie, deren berufenste und vornehmste Vertreter die azrarischeu Bestrebungen sehr wohl verstehen und würdigen, für die Artikel der angezogenen Korrespon- denz nicht verantwortlich gemacht werden und dann bietet auch die Tendenz der Artikel» derD. B C * feinen »rund für die eiwähnte« Angriffe.

, Diese richten sich gegen das an einzelnen Stellen im Re che wie in Preußen verfolgte Streben, stu angeb ichen Interesse der arbeitende» Klassen, die ! produktive Thätigkett der Nation immer weiter ein« znengeu. I» weite« Kreisen des Volkes und au» an gewifleu leitenden Stellen ist die Anficht ver. breitet, daß man mit de» erwähnte« Einschränkungen bereits zu weit gegangen ist; dieselben werden mit zu den Ursache» des schweren Drucke» gerechnet der auf unserem gesamten Wirtschaftleben lastet, der'uicht

.Ja, es passierte ihm, daß er, während sie ver« rerst war, Tage lang nicht an sie dachte. Und doch wenn fie da war, mit ihrer sieghaften, immer gleichen I Schönheit, ihrer liebenswürdigen Gefallsucht und dem klugen «erständnis für seine Kunst, so ent« I brannte immer aufs neue seine Leidenschaft.__

L Der Monarch bewies ihm nach wie vor seine I Gunst. Dar reizende Plauderstündchen in Susannen» Boudoir hatte sich mehrfach wiederh.lt Ein paar Mal waren Se Hoheit so gnädig, den Künstler, da er gerade Modell Halle, von seiner Begleitung zu dispensieren. 9 v

_ «Ab stnde schon den Weg, bester Castelli. Lasser Sie sich nicht stören! Sie würden« mir doch verzeihen, wenn ich Sie jetzt au« Ihrer Arbeit, Ammung Herausriffe . . . Kenne da«! . . . Aus Wiedersehn!*--- '

, , Die Hoffestlichkeiten mußte Pietto ftMch allein vesuchen.

Eine« Morgens, im Januar, als er nach einem glänzenden Ball im Schlöffe, müde und unlustia zur Arbeit, in das Frühstückszimmer hinabkam fand Ä 8riefm -* -

Beschränkung der bürgerlichen Freiheit denkt, soviel vir sehe«, kein Mensch. Es wird mit dem Begriffe bürgerliche Freiheit* namentlich von Seite» der demokratischen Parteien ei« ungeheurer Mißbrauch getrieben. Will man der Frechheit der Presse, wie! fie sich gegenüber der kirchlichen und staatlichen Au­torität gegenwärtig so breit macht, will man der Sittenlosfigkeit, wie sie der Prozeß Heinze enthüllt ? hat, will man Revolutionirungversucheu jeder Art s «tgegenttete«, so heißt e«: die bürgerliche Freiheit bedroht. Die Wahrheit aber ist, daß durch Be­schneidung der erwähnten Auswüchse die bürgerliche Freiheit grade beschützt werden soll.

Wer knechtet das Bürgerin« heute denn am «eisten? Der Staat, diehentige Gesellschaft* thut es doch wirklich nicht. ES ist der Terrorismus der! ll»stmzparteieu, es ist der durch das Gehe», und! '»eschehenlaffen, durch dieErrungenschaften* aus I

überhaupt mit froher Hoffnung erfüllen kann. Mehr «nd mehr bricht sich im Anschluß daran die Er-

I Pietro blieb daheim. Er halte keine Zeit, ap sich I zu denken. Immer gewaltigere Anstrengungen waren I erforderlich, um die Summen, die der Haushalt und I Susannens Gesellschaftsleben verschlang, zu erwerben. I Manchmal, wenn ihr Zugang stockte, packte ihn eine | »ngst, die rhm da» Herz zusawmenschnürte. Aber! I Susannen« leichter Sinn war doch nicht ohne Einfluß lauf ihn geblieben. Vergessen waren die Sorgen, | sobald der Geldquell sprudelte.

I Ein paar weiße Fäden zogen sich schon durch «sein Haar und sein ftische« Gesicht verlor seine ge- l sunde Farbe.

Susanne neckte ihn, daß er ein alter Mann | würde. Sie freilich blühte in immer vollerer Schön-1 HA auf. Ihre Gestatt vereinigte mädchenhafte Schlankheit mit ftaulicher Fülle. Da« weiche Kinn rundete sich. Den lieblichen Zügm prägte sich all»! mählich da« Bewußtsein ihrer Stellung.aus. E«I gab sogar Leute, die da meinten, fie säK hochmütig! aus. Aber da« waren die Mißgünstigen, die Neidischen, | deren e« ia überall giebt, wo ein großer Erfolg die! Unzufriedenheit der weniger Begünstigten heraus- fordert. I

Die« gehässige Gelichter besonder« waren e« I Prettos ehemalige Studienfreunde und Atelier-1 genoffen trieb e« sogar soweit, zu behaupten,! nicht alle« sei vollwertig, wa» de« jungen Meisters! Werkstatt verlasse. !

Die Organe des Bundes der Landwirte, wie die Korrespondenz des Bundes der Landwirte* und der Bund der Landwirte*, nehmen einen Artikel der Deutschen volkswfttschaftlichen Korrespondenz*, «eiche fie alsOrgan der Großindustriellen* be­zeichne«, zum Anlaß, nm Angriffe und Drohungen gegen die deutsche Industrie zu richten. Die Deutsche volkswirtschaftliche Korrespondenz* hatte bei Besprechung der Nenbesetzuxg des landwirtschaft- lichen Ministeriums «usgeführt, durch den Eintritt des Herrn v. Hammerstein-Loxten in den Rat der Krone werde den landwirtschaftlichen Jntereffen ein höhere» Maß von Förderung zn Teil werden, während Industrie, Handel und Gewerbe, welche eines so beredten VertteterS an maßgebender Stelle

Industrie und Landwirtschaft.

* Marburg, 20. Novbr. 1894.

Kmrst und Gunst.

»»um vm Gertrud Frank e-Schievelbeiu.

(Nachdruck verboten) (Fortsetzung.)

eL Wenn siePeter* sagte, war fie böse.Nur Deinetwegen!*

Er lachte über ihren Zorn.Hast Dus nicht? Desto besser für den alten Herrn!*

Alten Herrn?*

L .Nun, er könnte Dein Großvater sein, Sufi.*

Dann stand er auf, sagte, nun habe er genug Gfaulenzt und fie solle sich nur mit ihren Romanen «e Zeit vertreiben.

Nach seiner Gewohnheit küßte er ihre Lippen, V er fie verließ. Da warf fie sich an seine Brust vck erwiderte seine Küsse heiß und stürmisch. Dann! *9 fie den Kopf zurück und tauchte ihre leuchtenden! «gen in die seinen. |

. .Ich bin stolz auf Dich, Pietro t* flüsterte fie! «Mich. I

Unb ich auf Dich, meine schöne, kluge, geliebte! ßraul*

Dann trennten fie sich und jede« spann heimlich! schönen Traum fort . . . dm Traum von Glanz! otb Ehren... |

Als dem so ein ketzerisches Urteil einmal zu 2a et in großen Zorn. Es war ja

doch mit Händen zu greifen, welch unlautere Ge­sinnungen drese Lügen in die Wett gesetzt hatten, ^dseebade ihre Nerven für die Wintercampagne.!Schwäche, einen Fehler abzusehen und zu ^weisen!

Und er war so em Kindernarr l... Unb da, war« wohl auch, was Susannen so aurhäufia so rastlos, so unruhig machte, sie von Vergnügen ru Vergnügen trieb- Sie hatte keine Pflichten 8 en EfoVV = war der Letzte, der ihr die tolle Jagd nach Zerstreuungen zum Vorwurf machte obgleich ihn zuweilen ein Erstaunm ergriff, wie man lahraus, jahrein so leben könne ohne ein

Uebrigens kommt es bei Beurteilung der Stelluna der Großindustrie ber r.ndvirtschaft gegenüber durch- ans nicht darauf a», was die eine ober die andere Korrespondenz oder Zeitung schreibt, sondern auf die Haltung der große» industrielle» Vereine und Ver­bände und deren Vertteter. I« dieser Beziebuna it beispielsweise bekannt, daß der Zentralverbaud deutscher Industrieller vor dem Abschluß des HandelsverftaaeS mit Oesterreich erklärte, die Industrie wünsche k^ne Vorteile auf Koste« der Landwirtschaft; we ?Ü Erklärung ist der Zentralverband'seina Zei^schwer vo« den Freihändlern angegriffen worden. Daß. nach der Annahme des leidigen Vertrages mit Oester«

Wöchentliche Beilagen: Kreisvlatt für die Kreise Marburg und Kirchhain '.EX Jllustrirtes S-nutagsblatt. äSä.

! Vielleicht gar den Leuten weiszumachen: Der ver­dient seinen Platz nicht! Seht Euch vor!

Daß ihn aber derdumme Schnack', dm er so ! kräftig abgetrumpft hatte, die lange Nacht über nicht schlasen lreß! ... Daß er sich mit brennendem! Kopf m fernen Kissen wälzte und die Stimme nicht zum Schweigen bringm konnte, die da rief: Ja da» und da« und da- hat dir das selber gefallen? Hättest du nicht, wmn Zeit gewesen wär. I »r. ' ;* **« cm

so manches ander«, besser gemacht?^Ja, Zeit^rebm, als das zu gefallen und sich zu z-il l Unb Rnh- ,.m l&flnnin, itm lassen ... Wie lange hatte er die nicht mehr gehabt! Und wann würde fie jemals wieder­kommen . . .

Der Sommer verging in rastloser Arbeit für «etto; für Susanne in einem abwechselungreichen Mrthun. Sie ging und fuhr au», »ahm teil an Gartenspielen, fehlte bei keinem Wettrennen war überall, wo sie erschim, von einer zahl- wichen Verehrerschaar umgeben.

Irschemt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und ___

Feiettagm. Qnartal-Abonnements-Preis bei d-r Lrvr- dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pf,, (ejft.

oder deren Raum ^10 Pfg.^ReftammfittÄe^Zeil/25% Mittwoch, 21. November 1894.

|8tinGenosse* darf danach anderer als vo« der Parteileitung approbiertes Bier trinkm, wen« er

I nicht, wie eben diese Parieileiter es thun, an teure« ! echten Biere« stch erlabe« will; kein Schankwirt, kein !Händler, deffe«bürgerliche Freiheit* i« die Hände >derGenossen* gegeben, weil er von ihnen geschäftlich j I abhängig ist, darf andere» Bier »erkaufen, als das -von oben* erlaubte. Heißt das Wahrung der

!Freiheit*? Wir denken, daß diejenigen, die !auf Maßregeln sinnen, um solcher Tyrannei zu steuern, diebürgerliche Freiheit* in höherem Maße wahren, als die boykottlustigerr Sozialdemokraten einerseits und die vor der Macht derselbe» zu Kreuze kriecheudeu Brauereien andererseits. | Unter dem Panier derFreiheit* wird, wie wir gezeigt haben, die schlimmste Unterdrückung der S» lbst-1 Müdigkeit geübt. Der Mittelstand, die Land wirtschaft, dieArbeitersie alle seufze»! sunter der oktroyirte»bürgerlichen Frei- heit*, die nur de« Besitzern von große«, nnge-! bundeuen Kapitalien zu gute kommt. Sie werde« weiten will "und d «ÄTU'JL? -V stch darum durch das Reaktiougeschrei und durch die > e" bnt Kampf um»

Behanptung, die bürgerliche Freiheit sei in Gefahr richt verblüffe» lasse«.; de»» fie wissen zum Glück jetzt, daß der LiukSliberaliSmuS eben nur fürFreiheit* die fich i» Kapital umfetze» läßt, sich begeistert.

»n,eigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Burcaux von Haasenstein u V-al-r in Frankfutt a. M., Casstt, Magde^rg und Wttn; Mdolf XXIX; <*0010 M-ss- in Frankfutt c M., Berlin, München u. Köln: « L Daube u. C». m Frankfurt a. M., Berlin Hannover, PattS.

Die Freiheit und das Umsturzgesetz.,*er **Daß die Sozialdemokratie das WortFreiheit*lentbehre« mußte«,zu wenig erhalten .

Die Sera der Personalverändernnge» i» de« das diese Wirknng hat. Mit demUn b-n Zuk?nftstaat*^das'Musttt^de°"börAch?« ftdWch^um'dne Pa?alle?e' Hande?? Ä

höchste« Beamtenstelle« des Reiche» und Preußens A/°^°^ durch das die Fort- Unfreiheit zu denke«, auch die Gegenwart liefert uns geuannten beiden Blätter« wird

liegt nun abgeschlossen hinter u»S, nachdem offiziell d der aus dieser hervorgegange-e l Erempel i« Menge, voran» die Uuterdröckunßsnchtabtrünnig* bezeichnet toeil Re tor r?

erklärt worden, daß die Nachrichtcn über weiter noch lang ihr agitatorisches Dasein!der Sozialdemokratte herporgeht, Nehmm wir «mlVerträge eingetrett» fei mtb

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! bemotratie an, ttnb in einer demokratischen Wochen- Ischrift äußerte sich vor garnicht langer Zeit ärger- llich ein Landwirt, wa» nütze ihm die Freihett, wen« l er dabei verhungern müsse. Die bürgerliche Freiheit list ohne wirtschaftliche Selbständigkeit nicht zu denke«. I Einer solchen Selbständigkeit aber widerstreben die l bürgerlichen Demokraten ebensowohl wie die Sozial- ldemokrate«. Wie hoch die Sozialdemokraten iie| I Selbständigkeit schätzen, habe« wir erst aus ihre» i letzte« Parteitage zu Frankfurt a. M. gesehen, wo |pe den vomVolke* gewählte» parlamrntarische» I Vertretern Bayerns untersagen wollte«, nach ihrer lleberzengung zu stimme«. Diese Episode illustriert ! die Achtung recht deutlich, die die Sozialdemokratie vor der Freiheit* hat, und zeigt, welcher Maß vo« Tyrannei l die sozialdemokratischen N'hrer anwende« würde«, wenn pe einmal an der Spitze ihres Znkuuftstaate« stände«. Aber auch der Freisinn erkennt politische Selbst- ständigkeit nur insoweit an, als fie fich mit der Anficht der Parteileitung deckt; im übrige« aber süwärmt er für dasjenige Wahlrecht, welches de« Schwerpunkt in die Hände der Massen legt und darum die bürgerliche Freiheit zn Gunsten einzelner profesfioneller Wahlwacher unterdrückt. Daß der I Freisinn auch die wirtschaftliche Selbstä-ldigkeit nicht! gelten läßt, zeigt sein Wiederstand gegen die Be- strebunge» des Handwerks wie des Mittel-! st and es überhaupt, Bestrebungen, die doch nur! darauf gerichtet find, die wirtschaftliche Selbständigkeit und damit die politische Freiheit der Produkiiv- stände, die ihnen infolge der Gewerbefreiheit ge­schwunden ist, wieder herzustelle«.

Ganz eklatant aber zeigt fich die Mißachtnng. der bürgerlichen Freiheit* dort, wo der Freisinn dczw. die Sozialdemokratie das Heft in ben Händen hat Zahlreiche Beispiele ans der freisinnigen Verwaltung^ Praxis in großen Städten habe« fchv» davon Zeugnis abgelegt, daß die heutigen Demokraten die Freiheit»! Phrase n«i als Sprungbrett betrachten, um zur Herr- schäft zu gelangen. Und fteifinnig-demokratische Herr- schäft ist noch immer nnb überall Eliquenherrschaft gewesen. Darum kann von Wahlfreiheit, Rede- freihrit, Preßfreihett in Kommunen, die vom Freifln« beherrscht find, nicht gesprochen werden.