Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhai«.
®ra< etb Berlag: I»h. Are. Koch, UmverfitätS-Buchdnrckerei in Marbsiz. AnsntMortlichrr ÄebeÄotr: Horry Ftukivg in 9t«5xrfr
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Marburg,
Donnerstag, 1 November 1894
«nzeigor nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Aunoncen-Bnreanr von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt >. SSL, Cafsel, Magdeburg und Men; Rudolf Mofse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. To. in Frankfurt <u M., Berlin, Hannover, Pari».
XXIX: Jahrg.
Erstes Blatt.
Politische Rundschau.
* Marburg, 31. Oktbr. 1894. Zur Geschichte der Krise.
Da über die direkte Veranlassung zum Sturze Caprivis nichts sicheres bekannt ist, tauchen die verschiedenste» bezüglichen Gerüchte in den Spalten der Zeitungen auf. Im allgemeinen tragen diese Gerüchte den Stempel der Erfindung au der Stirn. Interessant ist folgende Blättermeldung, die nicht unwahrscheinlich, jedenfalls aber gut kombiniert ist. Nach derselben soll Caprivi auf den Rat seiner Umgebung gegen die Enlenburgschen Vorschläge die Unterstützung der Mittelstaaten augerufen haben, woraus die Berliner Mi- nisterkonferenz entstand. Dieser Schritt aber bedentete nichts geringeres, als eine Niederstimmung der preußischen Regiernng durch die Mittel- und Kleinstaaten auf Veranlassung des Reichskanzlers. Der dem Grafen Caprivi nahestehende „Hamburgische Korrespondent* drohte ja mit einem solchen ünagange mehrmals, und wenn dieser Plan, der in der neuen deutschen Reichsgeschichte seines gleichen noch nicht hatte, bisher nur wenig beachtet blieb, so ist dies nach Ansicht der bezeichnete» Kreise daraus zu er- kläre», daß die Gegner Caprivis doch keine Veran- lasiung hatten, ihn vor einem Schritte zu warnen, der ihm unzweifelhaft das Vertrauen seines kaiserlichen Herrn entziehen mußte. Denn die Zurückweisung der Vorschläge Eulenburgs iu der große» Bundesrats- sitzung vom Donnerstag schloß ja thatsächlich, so schreibt die „Dt. Tagesztg." eine Demütigung der preußischen Regierung in sich, deren Tragweite dem Kaiser nicht verborge» bleibe» konnte. Dieser soll daher in der letzten Audienz dem Grafen Caprivi offen erklärt haben, daß er sich durch die buudeSrätlicheu Beschlüsse iu seiner Stellung als König von Preußen berührt fühle. Und damit sei denn auch jede weitere Erörterung über das Verbleibe» Caprivis hinfällig geworden.
Tempi passatil
Zur Reichstagsersatzwahl tu Stendal-Oste-bürg schrieb die „Freis. Ztg.* (Nr. 248): „Die freisinnige Bolkspartei erscheint (in genanntem Wahlkreise) in der Verteidigung des Handelsvertrages nnd in dem Nachweis der falschen Schlußfolgerung der Konservativen als die Regierungpartei* Das war vor einigen Tagen. Heute singt Eugen Richter: „O schöne Zeit, o felge Zeit, wie liegst du fern, wie liegst du weit!* Unter einem Köller als Minister des Inneren werden Eugen Richter und Konsorten alles andere eher fein, wie Regierungpartei. Im Gegenteil, es ist zu hoffe», daß nun auch die Xrt und Weise, wie der „steche Gerber* unter der
Kmrst ««- SttvK.
Jtonum von Gertrud Fruuke-Schievelbeiu. 6») (Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
Eine» Tage» — ungefähr eine Woche nach Eröffnung der Ausstellung — klopfte e» diskret an die Atelierchür. Ein ebenso unscheinbar gekleideter, al» hochmütig und zugeknöpft dreinschauender Diener steckte den Kopf herein. Nachdem er sich durch spähende Blicke nach recht» und link» überzeugt, daß Pietro allein anwesend war, meldete er in halbem Flüsterton: Seine königliche Hoheit . - . hätten Herrn Castelli Höchstseinen Besuch zugedacht... doch wünschten königliche Hoheit kein Aufschen ... keine Umstände. . .
Peter kaute feinen Augen und Ohren nicht, so lang und breit auch der Zimmrtbraune, Silber- klöpfige vor ihm in der Thür stand und sich an seiner Ueberraschnng weidete. Der Fürst! — Ihm wurde nicht wohl, wenn er bedachte, wie deutlich der hohe Herr bei seinen häufigen Besuchen im Rormann'schen Atelier anrgedrückt hatte, daß der eigensinnige Kunstjünger, der seinen huldvollen Wünschen zu »iederstreben gewagt, nicht« weiter al» Lust für ihn sei.
Der Monarch? Zu ihm? Wa» bedenkt da»? Reue Huld? Oder--
8*f ein leise» Räuspern de» Zimmetfarbenen gab Peter sich innerlich einen Ruck und äußerte
Aera Caprivi «st Glacehandschuhen behandelt wurde, ei» Ende habe» wird, und daß eS für diesen sogenannte» „Volkstribun* ab und zu wieder einmal jene wuchtigen Sauhatzpeitscheuhiebe setzen wird, wie sie ihm von Bismarck seinerzeit so reichlich zuteil wurden. In der Zwischenzeit war eigentlich außer dem Abgeordneten Liebermarn von Sonnenberg Niemand im Reichstage, der de» Abgeordnete« für Hagen mitunter iu die gebührenden Schranken zurückzn- weisen vermochte. Herr v. Köller aber war früher als Abgeordneter schon berühmt durch die elegante und doch wuchtige Art und Weise, mit der er Richter abzufertigeu wußte, er wstd es daran auch als Minister nicht fehlen laffen. Das Mißvergnügen des Führer» der „Freisinnigen Volkspartet*, die darum so heißt, «eil sie in stetsinnigster Weise das Interesse der Kornwucherer und Börsenjobber an der Ausbeutung des Volkes vertritt, kommt bereits deutlich zum Ausdruck in einem längere» Artikel der „Freisinnigen Zeitung*, in dem der neue Minister des Inneren mit dem ganze» billige» Hohn übergoffeu wird, dessen solche Gerberseelen ä la Richter fähig find. Aber schon die Citate, welche die „Freifinnige Zeitung* in diesem Artikel aus früheren ReichLtagsredeu Köllers ansührt, beweisen, daß letzterer der Mann ist, deffen das Vaterland in dieser schweren Zeit bedarf.
Der neue Statthalter von Elsaß- Lothringen.
Unser Berliner Telegramm von g e st e r u M i t t a g, demzufolge Fürst Hermann Hoheulohe-Langen- burg zum Nachfolger des Fürste» Hohenlohe Schillingsfürst ernannt worden ist, wird durch eine Berliner Depesche des „Haunov. Cour.* von heute Morgen gleichen Inhalts bestätigt. Außerdem hat auch dem „Haunov. Cour.* zufolge die „Straßb. Post* dasselbe gemeldet. Diese Lösung der Statt- Halterfrage dürfte sowohl im Reiche wie in Straß- bürg befriedigen, da sie die stetige Weiterführuug der bisherigeu Politik in deu ReichSlaude» zu verbürgen scheint. Anch dürfte die Wahl eines süddeutschen Standesherru für den Statthalterposteu in Elsaß-Lothringen sehr viel Anklang finden. Ueber deu Lebeusgang des Fürsten entnehmen wir der „Kölnische» Zeitung* folgende Mitteilungen: „Fürst Herman« Hohenlohe-Langenburg ist der Oheiw der Kaiserin; seine Schwester war mit dem Herzog Friedrich von Schleswig - Holstein - Sonderburg Augustenburg vermählt und ist Witwe seit dem 14. Januar 1880. Der Fürst selbst, der am 31. August sein 62. Lebensjahr vollendet hat, eine schlanke, frische Erscheinung mit stattlichem Vollbart, steht auch freundschaftlich seinem kaiserlichen Neffen außerordentlich nahe. Wiederholt ist er sein Berater in ernsten Stunden gewesen. Seine Gattin ist eine Prinzessin von Bade», die zweite Tochter des 1859 verstorbenen Prinzen Wilhelm von Baden, eines OheimS des Großherzogs. Dem deutschen Reichstag
mit soviel Würde und Gelassenheit, als er im Augenblick aufzukeiben vermochte: daß er der in Aussicht gestellten hohen Ehre entgegensähe . - .
Und nun fuhr ein Geist der Unruhe in ihn. Herrgott! Er steckte ja im Arbeitkittel! Und das Haar hatte er sicher beim Grübeln zu Berge ge- wühlt! — Er riß die graue Bluse ab. Da fiel ihm ein, „ohne alle Umstände* bedeutete mit dem Kittel.
Und während er voller Hast im Begriff war, wieder in den eben abgrworfenen thonbefleckten Rock mit den Armen hineinzufahren, that sich die Thür auf und die hohe, imponierende Gestatt des Fürsten — königlich selbst in dem schlichten Zivil — trat »tü liebenswürdiger Beweglichkeit an ihn heran.
„Ah — mein lkber Castelli — bitte, bitte, ich will ja nicht genieren . . . woktte doch einmal sehn . . . Ihre Figur ... ah — da ist da« Modell... hat mir gefallen . . . außerordentlich gefallen. . .*
Und der feinfühlige Herr Kat vor das Gipsmodell der „Verschleierten* und schien im Augenblick allem übrigen Gegenwärtigen so gänzlich entrückt, daß Pietro Muße hatte, sich zu sammeln, den Kittel vollständig anzutegen und mit ein paar Fingerstrichen durch sein blonde« Haar auch diesem eine Halbweg« der Situation angemessene Verfassung zu geben.
Währenddeß warf der Fürst von Zeit zu Zett
hat Fürst Herman» al« Vertreter seines heimatlichen Wahlkreise», — er hat für die Regel seinen Wohn- fitz in Langenburg in Württemberg — von 1871 bis 1880 als freikouservativer Abgeordneter augehört; er war auch kurze Zeit dessen zweiter Vizepräsident. Seitdem hat er sich vor Allem in ben Dienst der deutschen kolonialen Sache gestellt, die seiner nner- müdlicheu und anfopferungreichen Thätigkeit sehr viel zu danken hat. Seiner Anregung verdanke 1882 der Deutsche Kolonialverein seine Entstehung und seit der Verschmelzung dieses Vereins mit der Peters- scheu Gesellschaft für deutsche Kolonisation 1888 ist er der erste Vorsitzende der Deutschen Kolouial- gesellschast.*
Der Kleinbesitz i» der Landwirtschaft.
Die linksliberalen Parteien suchen die ländlichen Kleingrundbefitzer und diejenigen, welche einen solchen Besitz erwerben möchten, dadurch zu ködern, daß sie die Zerkleinerung des Großgrundbesitzes und namentlich der Domänen fordern und einer weitgehenden „inneren Kolonisation* das Wort reden. Daß auch die Konservativen die Herbeiführung einer weitgehenden Seßhaftmachung auf dem Lande erstreben, ist bekannt. Der Unterschied zwischen diesen anfdjetiunb parallele« Bestrebungen ist aber ein ganz gewaltiger. Wir wollen nämlich die Sicherung des Kleinbesitzer vor großkapitalistischer Unterdrückung, wir wollen die Heimstätte, den Acker, die Feldgeräte der Kleinbesitzer vor dem Wuchertvm und vor allerlei Geschäftskniffen schützen. Die Freisinnige» aber wollen ben Großbesitz nur zerstückeln und ihn in die Hände von weniger kapitalkräftige« Land- wkten lege», um demGroßkapital ein neues AuSbeutuugobjekt zu Bieten. Wer diese „voiksfreundlicheu* Gesinnungen der Linksliberalen etwa bezweifelt, lese einmal den folgenden Satz aus einem die Zerschlagung der großen Güter befürwortenden Artikel des „Berliner Tageblattes* (Nr. 539): „In jedem Sinne also ist die Schaffung kleiner Wirtschaften ein Vorteil, und man kann es den Liberalen, die diese Aufgabe vor die Brust (!) genommen, nur Dank wisse», wenn sie ihre ganze Energie daransetzen, um ihr Ziel z» erreiche». Je mehr das Verständnis für die innere Kolonisation sich verbreitet, desto mehr wird anch das Groß- kapital sich bereit finde», hier fördernd ein- zugreife«*. Für die Förderung durch da» Großkapital, wie sie die Presse der Herren Moffe, Levysoh« und Cohn im Ange hat, werden sich die deutschen Kleinbesitzer schönstens bedanken. Eine solche Förderung bedeutet nämlich nicht- anderes als die Versklavung der Kleinbesitzer durch da» Großkapital dergestalt, daß die bedauernswerten „Geförderten* n«r noch für die Zinsen zu arbetteu haben, um im geeigneten Augenblicke von Haus und Hof verkleben zu werden. Das „Berliner Tageblatt*, dessen Gefinuunggenoffen rett den Großgrundbesitzern, die noch immer das Ge-
kurze Bemerkungen hin über die« oder jene» Detail, die den feinen Kunst- und Frauenkenner verrieten. Auf einmal aber wandte er sich mti offenem Lächeln zu dem hinter ihm stehenden jungen Künstler um.
„Sie dürfen sich augenscheinlich der Gunst de« Fräulein Rormann rühmen,* sagte er wohlwollend und mit de» gutmütig überlegenen Spott, mtt dem reifere Leute auf die Thorheü der Jugend zu blicken pflegen.
„Königliche Hohett . . .* stammelle Peter, der nicht« weniger als eine solche Aeußerung au« dem fürstlichen Munde erwartet hatte. „Die Tochter meiner verehrten Meister« . . '
„Ja, ja — ich weiß,* »einte der hohe Herr mü immer hellerer Freundlichkeit. „Schon damals — vor vier Jahren — als Sie mir — hm — nun, es ist längst vergessen — ben Streich mit Ihrer Blinden spielten* und der Fürst streckte dem Bestürzten plötzlich die wohlgepflegte Hand entgegen und schüttelte Peter« Fingerspitzen lange und nachdrücklich —
„Damals schon,* fuhr er fort, „hat mir Fräulein Rormann, al« ich sie in einer Soiräe kaf, von Ihne« erzähtt ... ja, ja, von Ihnen, Herr Castelli... ich habe ein gute« Gedächtnis . . . Und so freue ich mich, heute einem so schönen Werk von Ihnen zu begegnen . . . einem Werk, da» ich--*
Der Fürst ließ Peter» Fingerspitzen plötzüch
samtintereffe der Laudwttte betreten, nicht fertig »erben können, sucht bie Kleinbesitzer nnb bie es werden wollen, durch die Aussicht auf einen „großen Pump* zu gewinnen. Mit solchen Aussichten aber, in deren Hintergrund unfehlbar der Ruiu winkt, find bie gewitzigten und gewarnte» Kleinbesitzer, wie bie deutsche» Landwirte überhaupt uicht einzufangen!
Getreide-Elevatoren in Rußland.
Einen große« Vorspmng hat sowohl das ameri- konische wie das russische Getreide in der Konkurrenz mit dem deutschem dadurch, daß in Rußland und Amerika große öffentliche Getteldeläger (SiloS, Elevatoren) mit allen zweckmäßigste» Lorilchtunge» zur Aufbewahrung nnd Erhaltung des Getreides, sowie zum Verladen des Gekeide» im Anschluß an die Bahnen errichtet find und ben boitigen (Betreibe» Produzenten und -Händlern znr Versügnug stehen. 3« Deutschland find private Versuche, ähnliche Eiu- richtungeu zu keffeu, bisher nicht zu Stande gekommen. Der Staat hat sich »och nicht entschließen können, in die Lücke zu treten, die hier der mangelnde private llutemehmunggeist in unserem Wtttschaftleben läßt. Sanz anders die russische Regierung! Der rührige Minister für Landwirtschaft hat dort jetzt wieder einen Plan ausgearbeitet, um Rußland rasch mit einem ausgedehuten Elevatoren«etz zu versehen. Die Landschaften sollen das Geld für den Bau aufbringen durch Ausgabe besonderer „Getteideschuld- scheine* zu 100, 500 und 1000 Rubel mit einem vorauszubezahleudeu Zinsfuß von 3 bis 5 Prozent. Die regelmäßige Zinszahlung wird aus den Betrieb- einnahmeu der Elevatoren gedeckt und außerdem durch staatliche Garantie fichergeftellt. Der Betrieb soll »eben ben Zinsen noch so viel Reingewinn abwerfen, baß bavo» allmählich die Schuldscheine eingelöst werden können. Das russische Ministerium ist der Uebergeugnng, daß bei Durchführung dieses Planes der Volkswohlstand jährlich 160 Millionen Rubel gewinnen würde, da bei der Schaffung eines ausgedehnten Elevatorennetzes sich auch die Absatzbedingungen für (Betreibe günstiger gestalten würden. Unsere Regierung aber wird sich angesichts solcher durchgreifenden Maßregeln eines Hauptkonkurrenzlaubes zur Ergreffung ähnlicher Maßnahmen entschließen müssen.
Koloniales.
* Marburg, 31. Oktober 1894. Aus Deutsch-Ostafrika.
Nach «euere«, amtlich «och nicht bestätigten Berichte» ans Ostaftika ist, wk wir gestern mti» teilte«, bie Expedition des Gouverneurs Frhru. v. Schele gegen die Wahehe, noch ehe es zu einer eigentliche» Aktion kam, gescheitert. Der Gouverneur hatte gehofft, dadmch, daß er Stationen bis in da» Wahehegebiet vorgeschoben hatte, diese als Grundlage für seine Operationen benutzen zu können,
los. besah einen Augenblick die langen, rosigen Nägel seiner Rechten, hob dann die Blicke zu der Gipsfigur empor nnd fragte zögernd: „Haben SK schon darüber verfügt?'
Peter verneinte. Ihm wurde heiß. Eine jähe Hoffnung durchzuckte ihn: Da« war'«?
„So kaufe ich sie,' sagte der Fürst mtt schnellem Entschluß. „Vorausgesetzt natürlich, daß Sie — nun, ich glaube, e« hat damit keine Gefahr — Ich denke — Ich habe viel vor — Ihre Kunstrichtung gefällt mir — das Frische, Lebendige — Wir werden noch manchmal mit einander zu thun haben —*
Er quittierte Peter« tiefe dankende Verneigung (an wohlgesetzten Danke«worten hinderte diesen der Glück-sturm in seiner Brust) mit huldvollstem Kopfnicken. „Und nun —*, der Fürst schritt suchend weiter zwischen den Gip«- und Thongestatten, die ihm überall die Aussicht versperrten und immer noch nicht da« Rechte zu sein schienen, auf da» er fahndete, bi» er plötzlich mit einem stutzenden „Ah — dort ist'» ja* vor der Denkmalskizze stehm blieb.
Run wurde e» ganz still — unheimlich still in dem großen Raum, wo jeder Schritt und jede» Wort einen lauten Widerhall weckte- Regunglo» stand Pieko halb hinter der fchlankm Gestatt de« Fürsten und suchte ihm ben Eindruck seine« Werke« vom Rücken und dem halben Profil abzulesen.
(Fortsetznug W.)