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Erstes Blatt
Die österreichische Armee hat dieser kommissarische
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gekommen. Nach einigen Monaten saß er in eine» vornehmen Bade SÄdeutschlandr mit mehreren eleganten Herren der Nachmittags beim Kaffee, al» ihm ein Telegramm überreicht wurde. Lässig erbrach er dasselbe, doch erbleichte er, während er die kurze Meldung über!«».
.Etwa» Fatale»?" fragte einer der Herren.
I Die Thür hatte sich hinter ihm geschloffen. Frieda hatte einen Schritt auf dieselbe zugethan, al» wollte sie ihn zurückrufen. Aber sie zog den Fuß zurück. Der eintretenden Mutter eilte sie weinend entgegen: .Mutter, zürne mir nicht; ich konnte nicht .ja" sagen, ich hätte ihn unglücklich gemacht mehr als ich e» jetzt bin " — |
In der Hausthür ttaf Scheffler mit dem heim« kehrenden Hartmann zusammen. Der sah an der verstörten Miene sofort, was geschehen war.
*) Die Fortsetzung fr» Roman» »Knust und Gunst" mdet sich im zweiten Blatt
Wortung handelt; hierdurch wird um die Armee ei» moralisches Baud geschluugeu, welches ihre Leistuugeu erhöht und der ganze« Orgauisatioue» eine Festigkeit giebt, die sie habe» muß, weu« sie etwa» leiste» soll. Dieses Mome»t der persönlichen Berantwortuug würde aber schwer geschädigt werde», wenn Eiurichtu»ge» eingeführt würde», die bei den Aktiengesellschaften! oder i» Stadtverwaltungen nützlich sein mögen, nicht aber bei der Armee.
Liegt die «ufrechterhaltuug des bisherige» StzstmS für das Beförderu»gwese» also im Jutereffe der Armee, so würde die Forderuug des grundsätzlichen WeiterdieuenS derjeuigeu Offiziere, die bei der Be-
Zeitung, die fest undtreu zn den alten, ewigen Idealen Bott, König und Vaterland,Recht, Ordnungnud Freiheit hält, die durch kein-Rücksichten sich bewegen läßt, Feinden dieser Ideale Zugeständnisse zu machen, Auf diesem Standpunkte steht die konservative Presse, und wer die »Ob er hessische Zeitung" kennt, «eiß, daß sie dabei nicht in letzter Reihe ficht. Vertrauens- wll wende» wir un» darum beim Heramiaheu eines neuen
Ehe geben soll, da müssen Mann und Weib sich verbinden zu treuer Arbeit und die — wir würden sie nicht haben. Und — glauben Eie mir, ich würde den besseren Kauf machen; denn das Weib hat ihr Hau« und im Haufe ihre Seit, der Mann kann ihr alle» fein. Der Mann muß mehr haben! al« dar und wird es stets entbehren und Unglück- lich werden, wenn es ihm fehtt. Darum, weil ich Sie liebe, darf ich nicht .ja" sagen, so wehe ich mir selber thue."
.Ist da« Ihr letzte« Wort?" ftagte er leise. Sie nickte.
Die Aufführung der „Weber".
I * Marburg, 27. Septbr.
I Aus Berlin wird aus geschriebeu:
I „Nachdem das Königliche Ober-VerwaltuugS» lgericht das Verbot der A uf f ühruug der Weber Ivou Gerhart Hauptmau» aufgehoben, ist da« Stück, welches bekanntlich die Zustände und Vor« Igäuge i» den schlesische» Weberdistritteu in be« «böse« Jahre« 1846/47 behandelt, gestern im iDeutsche« Theater zum ersten Male öffentlich Izur Aufführung gelaugt. De« literarische« Wert, Idie Te«de»z, die Aufführung des Stückes z» be- I spreche«, mag Andere« überlasse« bleibe«. Für de« I Beobachter, welcher die Dinge unter dem Gesichtspunkte de« öffentlichen Leben« und de« öffentliche« Interesse» zu betrachte» gewohnt ist, bot da« Publikum, seine Zusammensetzung und sei« Ber« halte« ei» besonderes Interesse.
Die Galerie war von Sozialdemokraten ein« genommen, i« der dritte» Reihe des Parket« sah !ma» Herr» Sieger, wenige Reihen dahinter Herr« Liebknecht. Im Uebrige» erblickte ma» das gewöhnliche Premierenpublikum mit seinem besonders starke» größtenieüs orientale» Kontingent aus dem
"»deren Armee» da« Prinzip des Weüerdienens durchaus sicht für das richttge halte»; sie haben I vielmehr uur aus der Not eine Tugend gemacht. «Der bei uns herrschende Grundsatz darf aber auch aus Rücksicht für etwaige kriegserfahreue Offiziere nicht durchbrochen »erben. Wir haben dies freilich zwei I Jahrzehnte laug getha«; baS war aber nicht im Ju- Itereffe ber Armee und des Lande«. ES war viel« mehr hohe Zett, daß, nachdem wir kriegserfahrene Osficiere lange genug kouservirt hatten, auch in dieser Beziehung an das .Ausforste»" gegangen wurde. ES mag fei», daß dies au manchen Stellen als un« dankbar empfunden wurde, aber für das Land war dieses „Ausforsteu" ei» Segen.
Möge» auch die Peufionkoste» «schwelle», so habe« wir doch keine Vera»laffu»g, aus dieser Rück- j einerseits von dem bewährte» Verfahre» im Kondutteuwesen abzugehen, andererseits das Weiter« dienen Uebergangener allgemein einzuführen oder von einem Uebergeheu kriegserfahrener Offiziere und ent« sprechender Beförderung jüngerer Kräfte abzusehen.
I Das Beförderungwesen im I Deutschen Heer.
1 *?* Marburg, 27. Septbr. 1894.
I Mau hat darüber geklagt, daß der Peufion- ifondr für das Deutsche Heer tu be« letzte» Jahre» I bedeutend angewachsen sei, und zwei Reformen vor- I geschlagen: eine Abänderung des Verfahrens im Konduttenwesen und das grundsätzliche Weiterdieneu Iber bei der Beförderung Uebergegangenen.
I ersteres onbetrift, so werden die sogenannten! I Konduitenlisten (d. h. die Liste», welche über Eige»- > schäften, Kenntnisse, Begabung und Verhalten eines ljedeu Offiziers zum Zweck etwaiger Beförderung I berichten sollen) alle zwei Jahr von dem Regimentskommandeur festgestellt. An Stelle des Kommandeurs soll nun, wie die Anhänger ber Reformvorschläge befürworten, eine Kommission mit der Anfertigung jener Liste» betraut werde». Ma« meint, ein einzelner I Kommandeur sei nicht objektiv genug tu seinen! Urtheile» und könne einem Offizier, der vielleicht 1»! den »«gen Anderer tüchtig fei, leicht schade» und! !ih» ohne Not zum Uebergaugeuwerde» bringeu.! Eine Kommission aber sei unpartctischer; sie würde! leichter die ganze milttärische Velgangeuheit der betreffende» Offiziere berücksichtige» und ih»eu einen Schutz verleihen, der sie gegen die Wttkung vereinzelter ungünstiger Urteile eines oder einiger Vor- j gesetzten sichere. I
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Zum Quartalswechsel!
.AnfzumKampfe für Religion, für Sitte und Ordnung gegen di-Parteien des Umsturz - S !' Diese herrlichen Worte aus Kaiser Wilhelm« Königsberger Red- werden noch lange im Bewußtsein deS Deutschen Volke» uachklingeru In ihnen ist die Richtung bezeichnet, welche unser politisches Leben und Streben in nächster Zukunft ein Zuschlägen hat. Es ist wahrlich auch hohe Zett, daß endlich einmal von unserem gesamten Volke, vom höchsten Staatsbeamten bis zum einfachsten Arbeiter in energischer Weis- Front gemacht wird gegen den immer mehr nm sich greifenden Geist des Umsturzes, der unser ganzes staatliches und gesellschaftliches Leben zu zerfreffen droht! Lange genug hat man sich dieser Gefahr gegenüber von! einem falschen Liberalismus letten lasten, der alles Heil in dem mibeschränkten Gehenlasten sieht. ES muß endlich ein-I mal anders werden, sonst wüsten wir uns darauf gefaßt | madjen, daß das Gespenst des Umsturzes vampyrgleich! miserem Volke Blut und Leben auSsaugt Es gilt das | Gespenst zu bannen und dabei wüsten alle mttwirken, benen, Religion, Sitte und Ordnung, Baterlandl »nd Freiheit noch hettige Ideale sind. |
Unsere Leser misten, daß die „Ob er he ssische! Zeitung" nicht erst durch die Königsberger Kaiserworte | veranlaßt worden ist, diesen Gedanken Ausdruck zu geben. | Wir haben eS vielmehr von jeher für unsere Pflicht ge-1 halten, das Publikum, das so gern arglos dahinlebt nnb| «US Bequemlichkeit die der Allgemeinheit drohenden Gefahren! zu unterschätzen pflegt, über die Größe und Tragwette ber| revolutionären Gefahren aufzuklären. Wtt leben thatsäch-1 lich schon in einer Zeit der Revolution. Auf der ganzen! Knie wogt erbitterter Kampf zwischen den Umstürzlern!
Urteil zu formultte», um nicht in gar zu grellen I Widerspruch mit früheren, ihm nicht bekannten Ur» teilen zn geraten, totrb bei dem kommissarischen Ber- fahren, wo bie Listen nicht jebeSmal neu angefertigt, ! sondern neue Einträge in bie alte» gemacht werden, allzusehr der Möglichkeit Vorschub geleistet, sich von! de» alte» Etntragunge» beeinflusse» zu lasse», um so eine gewisse Uebereiusttmmung herzustellen.
Hieraus geht klar hervor, welche Vorteile das bei uns herrschende System de» Kouduitenweseus, welche Nachteile das kommissarische hat. Die Haupt- fache für die Armee ist, baß jeder Regiments-1 kommoudeur mit bem Bewußtsein persönlicher Verant
Urteil trag, fällt diese Vera»twortu»g bei einer! aber giebt es auch mehrere Bildungwege, aus denen Mehrzahl von Personen weg, und der Eine kann die Offiziere hervorgehen, und dort wird der Einzelne sich dabei hinter dem Ruderen verstecke». Während IdaS Ueberga»genwerdeu auch nicht so tief empfinde« ferner der Truppevkommaudant bei dem früheren «wie i« u»serer Armee, i« der für Offiziere nur dx Setfetfre« die vorhergegaugeneu Koxbuitenlistenl Bildungweg besteht. Jene Einrichtung anzunehmeu nicht kannte und demgemäß allen Anlaß hatte, so ge-1 kann sich aber um so weniger empfehle« al« die wiffenhast und vorfichttg wie möglich sei« eigenes'
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchbai«
RedaMon xnb^ Expedition? Mmtt L^^r^piechn^Nr! Jllustrirtes Sonntagsblatt. «««&,*
-E» fehlt eins, mir fehlt die volle Achtung vor Mnen." 1
„Womit habe ich das verdient? Habe ich irgend ettvas Ehrenrühriges gethan, dessen Sie mich be- schuldigen können?" fuhr er auf.
„O nein, nein! Aber Sie haben keinen Beruf; alles ist für Sie nur ein Spielzeug, ein Gegenstand, um das Leben besser genießen zu können. Ich würde
Sie würden meiner satt werden und!
Ihne» nicht genügen «uf die Dauer. So unserer Ehe fein, daß wir kalt und gelangweilt neben einander hergingen, vielleicht gbl St- "" km wir auch über unfne
e^e Rechenschaft ablegen sollen. Wo es eine rechte I
mb den Vertretern de» B-stehenb-n. Jeder Bürger kann! Berfabre« an Stell« de» r. i v. v
in di- Lag- kowwen, an diesem Kampfe aktiv teilnehmen , Stelle des ftuhere«, bei dem der
zu wüsten, und es-ist daher seine Pflicht, sich zu unter-1 ^uppeukommandant die Kondutte«liste« aufstellte, richten über di- Kraft und die Ziele der Gegner, über ben jim 3°$re 1871 eingesührt. Aber die Ersahruuge», Stand des Kampfes nm die Waffen, di- wir zu führ-n die ma« dort hiermtt gemacht hat, ermuthigeu nicht!
h-beru Die» ist uur möglich durch bie Lektür« eintrL ™ ' '
------- ------.^Jförbcrung überga«ge« wurde«, für die Armee dnrch- zur Nachahmung. Die österreichische „Reichswehr" ans nachteilig sein. Im gewisse« Si»ne hat das L°m b# 31 <8 fär i6ie P^cht, uu»! Weiterdieneu Ueberga»ge«er im Deutschen Heere einen
freundschaftlich vor einer solche» Nachahm»»g zu! große» Umfa»g augcnomme». Ma» bedenke nur £“”en* Gründe, die das Blatt hierfür au- wieviel Offiziere .Übergange«" werde« vo« denen,' führt, müsse« für die Beurteilu»g beider SystemeIdie ix den Geueralstab oder i» die höhere Adjuta»t«r überhaupt als zutreffeud auerkauut werde«. Es komme«. Wo sich also das Wetterdie»e« ermögliche« hebt einmal he-vor, daß auch der Truppenkommandant I läßt, geschieht e«. «ber nicht möglich ist es in dem nie auf feiu eigenes Urteil ausschließlich verlasse,! engen Rahme» eines Regime»tS, schon deshalb nicht
ich «sehne, das Ihrige? Frieda," fuhr er «ringender fort, .darf ich hoffen, daß Sie .ja" sagen?" ..Wartend stand « vor ihr, die den Blick zu ?wn geschlagen hatte, und blickte gespannt auf sie >ie schüttelte lege den Kopf. Er grUnach dem »tte. .Run, da kann A za gehen, hoffte Mich i *68 anderes," rief er bitter.
.Nicht so, nicht so!" bat sie, bie weinenden «gen zu ihm aufschlagend. .Gönnen Sie mir Inen Augenblick der Sammlung."
Er setzte sich gehorsam, den Hut in der Hand, e hatte einen Stuhl neben dem Tische genommen ch stützte ihr Haupt. So verflossen einige Minuten.
„Herr Scheffler," begann das junge Mädchen,
Ags ilW Dedeitb.*) !ihm ihr Gesicht voll zuwendend, .ich muß ganz . Rovtllt vo» u. D-is. !ehrlich fein. Ich darf es nicht leugnen, nie habe
a) , (Nachdruck Verbote«,) für einen Mann gefühlt, was ich für Sie ae-
(9n***) M habe. Möglich, Lß es die Sieh ist"- ftchr
Tiefes Erröten ergoß sich über das Gesicht ber | Re leiser fort. — w
«4 tmBxhU b«8«4«»»-g4<tiaiÜ6«Ldt Heber,tarn »tob« .etabta, mt’' T'? R- di- -Xwee „ e, Mtz, d-d fte, - 7- «utg-fiultteu di- uotweudige Unterstützung zu Teil w-rb-n I ""bererseitSesdem Tmppenkommandaxten auch beilgesuxd erhalte» will, ebenso wie der Wald .aus- M lasten. ,°em kommissarische» Verfahre» durchaus möglich sei, geforstet" wttd. Wer Sxtfaltu»g u»d Entwickelung
Marburg im September 1894. ’etae persönliche Ansicht zu derjenige» der Kommission will, m»ß auch die Grundsätze billige« die da,
llerlggnudRedakttonder »Oberhi Zeitung."!-* SBä§Iexb " aBet früher (i« Oesterreich) mögliche». I» axderen Armee« wird allerdixa» te-—————————__P e persönliche Verantwortung für das abgegebene! wettergediext, ""ch wenn man Übergange« ist. Dort
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Hand, t und lachen, alt.
Durch» knüpf. Halen, ander-
ursus, ichern, i drei fing g 33,
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.Abgeblitzt, lieber Junge! Abgeblitzt! Die Alle und die Junge habm mir Predigten gehalten, daß ich zuletzt bloß noch .Amen" zu sagen brauchte. Lebe wohl, nun gehe ich wirklich auf Reisen. Das kann ich Dir aber sagen, so gut hat mir noch kein Frauenzimmer gefallen, wie die Kleine da oben, als sie mir einen Korb in bester Form offerierte. Biel- leicht schreibe ich Dir einmal aus China, Australien, i ~ r, _ , .oder — Leipzig je nachdem. Grüße Deine Fra«
. Aen Sie wohl! Es mag manches Richtige!und Jungen, auch die Fra» Mama und sage der m Ähren Worten fein, wenn -ch sie auch nicht ganz! Illeinen — ja, was denn? Nun, sage ihr — nein, verstehe." jsage ihr nichts! Adieu!"
ba reAte ihm frisj Er stürmte davon. Am nächsten Tage stand ifa^miTStV ^Ul: Sie|fnne Villa leer, er war verreist, wohin? muffte
’ “ “ 7, ! niemand zu sagen.
Er ergriff die Hand und küßte sie: .Nein, fo[ Doch war er nicht ganz bis zu dem Nordpol fauer es nur wird. Ich gehe nun einen einsamen! gekommen. Nach einigen Monaten saß er in einem und freudlosen Weg.
Ä»TäL, S'SS’K’ÄSs 1«l S81 WfrS Marburg, sowie die Amwncm-Bur-am: von Haasenstein u. Soda in
Fr-tt-g, W. September 1894. WZLLMLLW ™ W«
.Aus Ihrem Erröten - verzeihen Sie - darf Lerüns " Zf * r
A wohl Meßen, daß Sie mich erstanden Ältk eia, daß «
« Sie im Herzen tme und traap" 1 ^*^*, ^^/** versichert ein, was Sie so schön
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