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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain

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Stebettexr: Harry Ftnking in Marburg»

Aedaktirn xnb Gxpedition: Markt 81. Fernsprecher Nr. 55»

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unseres Ermessens keineswegs einwandfrei. Zunächst können wir dem Blatte durchaus znstimmen, wenn es an die Gesamtheit der ordnungliebeuden Staats­bürger sowie an diejenigen politischen Parteien, welche auf staaterhaltendem Boden stehen, hinfichlich des Anteils am Kampfe, der ihnen zufällt, folgende Mahnungen richtet:

»ES handelt sich darum, die sozialrevolutionäre Partei auf keinem Punkte unseres Lebens, weder auf politischem, noch auf wirtschaftlichem, noch auf gesellschaftlichen Gebiet, Terrain gewinnen und in ein Machtgefühl hineinwachsen zu lasten. Macht die Sozialdemokratie Mime, ihren Ein­fluß auch auf die Kommunal-Verwaltungen auSzudehnen, hier das große Wort au fich zu reißen oder zunächst mit einem oder einigen Vertretern den Fuß in den Bügel zu bekommen, so wüsten ihre Kandidaten von den bürgerlichen Parteien in geschloffener Reihe zurückgedrängt werden. Steht bei politischen Wahlen, insbesondere den Wahlen zum Reichs­tage, auch ein Sozialdemokrat zur Konkurrenz, so muß sich das Hauptaugenmerk darauf richten, seinen Sieg zu ver­eiteln ; denn von keiner Stelle gilt mehr als von dieser, was wir in unserer Nummer vom 7. Juli sagten: daß Macht Micht gebiert, daß jeder neue Mandat der Sozial­demokratie an sich und ohne Weiteres den Einfluß dieser Partei auf die Masse steigert Unternimmt eS die politische sozialdemokratische Partei, mst Hilfe frivoler StrikeS und anderer Mittel des Terrorismus sich als Herrschaftfoktor in unserem wirtschaftlichen Leben aufzuthuv, so muß der bedrohte, einzeln herausgegriffeue Punkt mit gemeinsamen Mitteln geschützt und gehalten «erden. Kein Anbohrung­versuch dieser Art darf gelingen Und wenn Bernfsgenoffen und geschäftliche Konkurrentendes von der Sozialdemokratie Angegriffenen aus seiner Bedrängnis Vorteil ziehen und die Sache der Sozialrevolution direkt oder indirekt unter­stützen, so wüsten auch sie mit allen Schärfen der Konse­quenz als Gegner behandelt und nach dem von der Sozial­demokratie gelieferten Muster an ihrer empfindlichen Stelle getroffen werben."

Das alle» ist selbstverständlich und von der loyalku Presse schon oft betont worden. Der Gedanke, daß Macht Macht gebiert, und daß man deshalb mit allen zu Gebote stehenden Mitteln jede» Machtzuwachs der Sozialrevolutionäre zu verhindern suchen muß, ist e ch t b t S m a r ck i s ch, und war das Grundprinzip deS »Sozialistengesetzes/ Warum also hat man dieses aufgehoben, anstatt es zu verschärfen und auszubauen 1 Seit dem Fallenlasfen des »Sozialistengesetzes" datiert der ungeheure Aufschwung der Sozialdemokratie. Die logische Folge deS obigen Hinweises derNordd. Allg. Ztg." wäre also die Einbringung eines neuen umfassenden Gesetzes, in dem alle Umsturzbestrebnngen von der sozialdemo­kratischen BolkSverhetzuug an bis zu der anarchistischen Mordpropaganda ge- bührend berücksichtigt sein müßten. Hier liegt der Anteil, der der Regierung in dem von Sr.

Wochen-Rückblicke.

* Marburg, 15. Septbr. 1894.

Im Vordergrund des Interesses stand in ver­gangener Woche die Königsberger Rede Sr. Majestät des Kaisers. Wohl selten ist eine Kundgebung so verschieden ausgelegt worden wie diese Meinung- Äußerung unseres Allerhöchsten Herrn. Je nach dem Wunsche, der bei den diversen Interpreten der Vater des Gedankens war, wurde allerlei in die Rede hireiugelegt, was dem klaren Wortlaut widersprach, wurden allerlei Forderungen an dieselbe geknüpft, die das Papier nicht wert waren, auf das sie gedruckt wurden. Die Rede hatte zwei Teile. Ter eine ent­hielt eine Auseinandersetzung Sr. Majestät mit dem preußischen Adel, der zweite einen Aufruf zum Kampfe gegen die Uwstnrzparteten. In der DtSknsfion wurde der erste Teil in den Vordergrund geschoben und seine Adresse von den un8 feindlichen Parteien so- fort zu der der konservativen Partei erweitert. In unserer Presse ist nicht der geringste rachdrückliche Versuch gemacht worden, die Gegner auf das Unge­hörige einer solchen Erweiterung aufmerksam zu wache», «et einem kurzen Hinweis darauf, daß nur der Adel gemeint war, bei einem Referat über die Antwort deS Adels ließ die konservative Presse eS in dieser Hinficht bewenden. Bei der Abwehr der An­griffe gegen unsere Partei hatten wir eS daher ledig­lich mit der gegnerische« Presse zu thun. Wir müssen gestehen, daß die demokratische Preffe fich in dieser Angelegenheit im allgemeinen viel sachlicher gezeigt hak wie die uatioralliberale. Letztere schien einfach die Besinnung verloren zu haben. »Wie die Sinder/ so schreibt die »Konservative Korrespondenz", »die vom Vater u» verdientes Lob bekommen haben, so springen die Herren Natioualliberalen vergnügt einher und höhne», oder belehren, oder läster» die Andern, die ein leichter, unerwarteter Tadel getroffen hat." 3» diese» Worten hat unsere Parteikorre- spoudenz die Situation so treffend gezeichnet, baß wir uns eS versagen könne», noch etwas hiuzuzu- zufüge». Wir habe» auch nicht die Absicht, uns heute nochmal» mit den unberechtigten Angriffe» und wit den unberufenen Belehrungen der national liberale» Preffe, die vermutlich den Unwillen manche» treffliche» natio»alliberalen Parteima»»eS erregt habe», befassen. Wir beschränken nnS heute darauf, zu erkläre», daß die konservativ« Partei fortfahre» wird das zu thun, wa» sie für ihre Pflicht

nicht gefällt der bleibe davon!" dachte er -voll Trotz.--

Nach ein paar Wochen machte Franz fein Ver­sprechen wahr und suchte Peter eines Abends auf seiner »Bude" heim- Aber er war kein heiterer Gesellschafter, sondern strömte vom nacktesten Pessimismus über. Da» ganze Hungerleben fei nicht einen Schuß Pulver wert und er habe es bald satt, dem Staate zu dienenpour le roi de Prasse. Es gäbe ja andere Berufsarten genug, ebenso verdienstvoll, ebenso ehrenhaft und ~ ein­träglicher. Die größte Lust habe er schon, abzu- springen. Dem Juristen stände ja überall eine Thür offen.

Während dieser Jeremiade, die er mit gesenktem Blick und unruhigem, nervösem Fingerspiel vor­brachte, hatte Peter Muße, ihn zu betrachtm. Bei aller oberflächlichen Geschniegeltheit hastete seiner Erscheinung doch da» leise, kaum merkliche Gepräge eine« Verfall» an, für da» der ungemein adrette, peinlich ordentliche Peter sehr scharfe Instinkte hatte. Vielleicht war» weniger der Rock, an dem ein Knopf fehlte und da» Einfaßband durchgestoßen war, al» da» Gesicht, dessen hübsche Züge durch eine fahle, blutlose Farbe und dunkle Ränder unter den Augen entstellt wurden. Sogleich erwachte Peters Mitleid mit seinem ehemaligen Feinde und Marthels Bruder und er redete ihm gut zu, diese abenteuerlichen Pläne aufzugeben. , »Denk' nur an Deine Estern," sagte er; »sie hätten da» schwerste Herzeleid, wenn Du umsatteltest, jetzt, wo Du so dicht am Ziel bist."

»Ja, Du hast gut reden," brummte Franz grimmig. Dann fich plötzlich em« seiner Melancholie zu einem etwa« gewaltsamen Humor herausreißend, schlug er ihm auf die Schulter. »Wa« weißt Du!

An Dich werden keiue Ansprüche gemacht! Wie Du gehst und stehst, wa«Dn thust und treibst, da kräht kein Hahn darnach. Wie der Vogel im Hanfsamen fitzt Du bei Deinem Normann! Wenn der Dich protegiert hat ja die ganze Bildhauerei in Pacht I dann bist Du für« ganze Leben geborgen. Uebrigen« famoser Kerl so wa« Groß, artige« Noble« und da« Hau« ... und die schöne Frau ... die kennst Du doch?"

Peter verneinte. Er hatte einen Besuch gemacht, die Hausfrau aber nicht angetroffen sehr zu seiner Zuftiedenheit. Denn um Damenbekannt' schäften war» dem schüchternen Künstler nicht zu thun.

Ein angenehme« Hau»!' fuhr Franz fort. »Und gar nicht etwa steif . . . Gott bewahre! Der Professor weiß zu leben. Hat einen famosen Tropfen im Keller . . . muß e« ja versteh'» al» Süddeutscher. Und die Frau, nicht gerade au« vornehmer Familie, auch nicht reich, sagt man--

nun er hat ja die fürstlichen Einnahmen . - . man staunt, wie'» hergeht ... bei den Bällen zum Bei­spiel, wo ich auch schon ein paarmal eingeladen war . . . (wer in einem anständigen Frack Vifite macht, wird eingeladen) ... Der Professor kann'» nicht bunt genug kriegen . . . durchaus nicht exklustv . . . Darin merkt man den Parvenü und an der Bescheidenheit der Frau, der die großen Feste entschieden genannt find . . . Aber die Sanna . . . die kennst Du doch?

Peter schoß da» Blut in die Wangen. Er schüttelte den Kops.

»Sei ftoh!" sagte Franz und schnitt ein® Grimasse, als schmeckte seine Zigarre ihm bitter »Und der Mensch versuche die Götter nicht! da» Mädel knapp 16 Jahr hat mehr Köpfe ver­dreht und Herzen gebrochen, al« manche dreißig.

und & 20

(Nachdruck verboten;) (Fortsetzung)

3r&täfldb). Jrrserationss-rbühr für die gespaltene «der deren Raum 10 Pfg, Reklamen für die Zelle 88

Kunst und Gunst.

Roman von Gertrud Franke-Schievelbein.

Majestät inaugurierte» Kampfe zufällt. Die Regie- rung muß i» dieser Weise Vorgehen, wenn fie da» erreichen will, was die »Nordd. Allg. Zig." als eine Grundforderung hinstellt, daß nämlichunser monarchisch gesinntes Volk nicht in seinen Vorstellungen von dem Recht, der Kraft und der Pflicht der Obrigkeit irre wird." Nu» weist aber das offiziöse Blatt daS Verlang« zurück, daß die Regierung mit einem Akttonprogramm hervortreten solle. ES bringt dagegen folgende Ein­wände:

»Die Regierung handle besonnen, wenn fie außer ihrer eigenen Kraft auch die Tragweite der Unterstützung prüfe, auf die sie daneben rechnen könne. Die Läuterung der anderen Parteien bilde die unerläßliche Vorbedingung für den Kampf gegen die Sozialdemokratie; so lange diese Mahnung nicht befolgt wird, müffe die Regierung sich al- ersten Punkt ihres Aktion-Programms die Aufgabe stellen, mehr Ein ficht und beffere Emschlüffe aus den Parteien heransznarbeiten".

Aus diesen recht dunkel gehaltenen Erklärungen können wir nur entnehmen, daß das ofiziöse Blatt meint, die Regierung dürfe mit keinen Vorschläge» hervortreten, die nicht von vornherein einer auf einem Kartell basierenden Mehrheit im Parlament sicher wären. Der Kartellgedanke ist so »ft von alle» Seiten znrückgewiestn worden, daß eS überflüssige Mühe wäre, darauf noch einmal zurückzukommen. Zum Kampfe gegen den Umsturz werden schon die wirklichen Ordnungparteien zusammensteheu, abgesehen davon aber gehen die Meinungen in den unsere Zett beherrschenden Fragen zu weit auseinander, al» das ein Kartell möglich wäre. Im übrigen müssen wir gestehen, daß uns der oben angezogene Grundsatz neu ist. Bet der Militärvorlage hat man denselben doch keineswegs befolgt, und es unterliegt auch wohl keinem Zweifel, daß ein Schutzgesetz gegen staat- und ordnunggefährdende Volke Verhetzung, du Schutzgesetz gegen Dolch und Dynamit zum mindesten so wichtig ist, als selbst die Militär­vorlage. DaS Volk in seiner über­wiegenden Majorität verlangt ein solcheSGesetz. Will eS der gegen wärrige Reichstag nicht bewilligen, so löse man ihn auf und appelliere ans Volk. Läßt sich eine schönere Wahlparole denken als die herrlichen Kaiserworte: »Auf znm Kampfe für Religion, für Sitte und Ordnung gegen die Parteien deS Um­stürze»!"

hält. Da» ist jenen Angriffen gegenüber unser letztes Wort. Eine ernste Mahnung aber, so müssen wir hinzufüge», enthält die Königsberger Rede für manche, insonderheit für agrarische Mitglieder unserer Partei, in der Diskussion möglichst sachlich zu bleiben und fich namentlich nicht z» irgend welchen unehr- erbiettgen Aeußerungen gegen unseren Allerhöchsten Herrn hinreißen zu lassen. Im übrigen ist die konser­vative Partei, ebensowenig wie der preußische Adel, für das waS in der Korrespondenz des Bunde» der Land­wirte oder andern agrarische» Organen steht, verant­wortlich. So sehr wir auch sachlich zumeist mit den darin vertretenen Anschauungen und Wünschen überein­stimme», so wenig hat nnS ost die Form gefallen, in der dieselbe» zum Ausdruck gebracht wurden. Wir haben oft mit Schrecken bemerkt, welche Ungehörig­keiten die Redaktion der Korrespondenz des Bundes der Landwttte ia Zuschriften au« landwirtschaftlichen Kreisen hat stehen lasse». Daß wir nicht besonders darauf hinwiesen, um das liebel nicht noch schlimmer zu machen, daraus kann uuS kein Vorwurf gemacht werde», zumal unsere Gegurr schon selbst mit mark­erschütterndem Geschrei dafür sorgte», daß die er­wähnten Toktlofigkeile» und Ungehörigkeiten an die große Glocke gehängt wurden.

Wende» wir uns nu» dem zweiten Teile der Königsberger Rede zu, so können wir nur wieder­holen, daß nnS der Ruf unseres Königs und Kaisers zum Kampf gegen die revolutionören Elemente mit höchster Genugthuung erfüllt hat. DaS deutsche Volk ist nun wenigsten» beruhigt darüber, daß feto Flehen um Schutz gegen das Gespenst des Umsturzes an maßgebender Stelle nicht ungehört verhallt ist. Se. Majestät hat ftüher einmal i» einem Privatgespräch die Aeußeruug gethan:Die Sozialdemokratie über­lassen fie mir nur, mit der werde ich schon fertig werden!" In der Königsberger Rede nu» hat Kaiser Wilhelm II. die Initiative ergriffen, dieses Versprechen zu erfüllen. Daß Ihm dabei alle gut­gesinnte» Staatsbürger mit aller Kraft zur Seite stehen werde», kann keinem Zweifel unterworfen sein Se. Majestät hat den heiligen Krieg gegen die Um­stürzler erklärt, Sei» Volk wird ihm in diesem Kriege folgen, wohin Gr e8 führt. Hebet die Art und Weise, wie der Kampf zu führe» ist, habe» seit langer Zeit schon vielfache Diskussionen stattgefunden, die ta 'tiefer Woche wieder besonders lebhaft fortgesetzt wurden. Unter anderen Blättern hat dieNord­deutsche Allgemeine Zeitung* wieder einmal das Wott ergriffe», doch fi»d ihre bezügliche» Darlegungen

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" M Sonntag, 16 September 1894

w Jllustrirtes Sonntagsblatt

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jährige Kokette. Und so harmlos so erstaunt Mein Gott, was wollt Ihr? Kann ich denn dafür wenn Ihr Euch in mich verliebt? Nein, wahrhaftig, fie kann nicht» für diese vermaledeite-, sündhaft reizende Larve . . . Und auf den Bällen (fie geht schon ein Jahr in Gesellschaften, wie gesagt, so genau nehmen'» die Eltern nicht mit der Etiquette), wie fie da ihre Opfer anlächelt wie fie Witze macht (sie hat Mutterwitz, da« Geschöpf!) wenn mal wieder einem die Verliebtheit allzudeutlich au« den Augen schlägt ... na, kurz und gut . - . ein­fach gemeingefährlich! Ein Mensch wie ich, der seine Augen im Kopf hat, sollte fich ohne Scheuklappen gar nicht in ihre Nähe wagen!" Und Franz warf die Zigarre, mehr zerbissen al» aufgeraucht, mit heftigem Mißmut in den Aschenbecher, stand auf und ging mit großen Schritten im Zimmer hin und her, die Augen rollend in ohnmächtigem Zorn wie ein gefangener Löw«.

Peter dachte an seine Vision.

Er hat recht." Laut aber sagte er: »Höre, D« schneidest auf!"

Franz blieb stehen und sah Peter wie unschlüssig in« Gesicht-

Mag sein", sagte er dann zerstreut.Aber Spaß bei Seite: ein hübscher Balg und hat'» faustdick hinter den Ohren- Aber . . . warum ich eigentlich gekommen bin . . . da« ist weniger amüsant..."

Er druckste eine Weile und Peter begann eine Ahnung aufzusteigen, welchem Umstand er Franzen« Besuch zu danken habe.

Da« zarte, kaum erblühte blinde Mädchen hielt sein Lämpchen so mutig hinan« in« dunkle Leben das gebrochene, müde Weib, da» ihre jungen Arme sest und stützend umschlangen, schmiegte fich mit so fteubigent Vertrauen an ihre junge Kraft, daß dem Peter selber »st vor seinem Werk die Augen naß wurden. Er ruhte nicht eher, bi» alle«, war er im tiefsten Herzen empfand, schlicht und ohne Pathos hinübergeströmt war in die beiden Frauengestalten

Der Meister ließ ihn gewähren, ohne ihm viel dreinzureden.Nur zu, nur weiter," war da« einzige, was er wohl äußerte, wenn er lange davor- gestanden und auf die« oder jene« Unwesentliche aufmerksam gemacht hatte.

Auch seine Genossen, so sehr e« sonst Sitte »ar, die Arbeiten gegenseitig zu kritisieren, ver­hielten fich schweigend, eine« Tages aber, al« er unerwartet eintiat, fand er sie vollzählig und in lautem, eifrigem Wortstreit vor seinerblinden Führerin" Bei seinem Erscheinen verstummten fie ttnb gingen mit verlegenen Gesichtern auseinander.

Was haben fie?" fragte Peter fich, heute mit besonders kritischen Augen sein Werk prüfend. Ja, « war ander«, al« ihre glatten, eleganten Püppchen insgesamt. Es «ar derber, natürlicher, es atmete rtwas von dem stischen Ackergeruch seiner heimlichen Felder, an die er so sehnsüchttg gedacht. Dem blühenden Sebcn mit seinen reizvollen, indrmduellen Zufälligkeiten hatte er mehr Rechte eingeräumt, al« He strenge, alle« beherrschende Norm der Antike bestattete- Da» sah er selbst - und konnte e» Nicht ändern und wollt'« auch nicht. «Wem»

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatte»,

(»wie die Anuoncen-Burearrn von Haasenstein tu Vogler ta VVIV _ , Frankfurt «. M., Gaffel, Magdeburg und Men; Rudolf Ulli

Raffe in Frankfurt a. M., Berlin, Münch« u. Köln; G. & v D

Daube tu Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannoter, Pari«.

Zwir»

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