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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Verantwortlicher Rebakteur: Harry Finking tn Rardur,, Skbaftton xüb Expedition: Markt 81. Fernsprecher Nr. 55t

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Ihr sollt Teil haben," gelobte er sich, .oder ich selber will mich seiner nidjt freuen!"

hatte». Aber die Entscheidung darüber, ob den» in» Paris wirklich so ganz u»d gar uneinnehmbar ist, könne« wir ruhig dem Kriege überlasse» nxb der wird hoffentlich nicht so schnell hereinbrecheu. Um de» Grafen Paris und seine Nachfolger in der Thron- prätendentschaft kümmert man sich i» der ftanzöstschen Hauptstadt, wie in ganz Frankreich, sehr wenig. Die Orleans find politisch tot für die franzöfische Republik heute, die Mitglieder der Familie braucheu also gar richt mehr erst auS dem Lebe« zu verschwinde», den» fie find schon lange aus dem Leben, das wirklich etwa» zn bedeute» hat, gestriche». Im Gebiet des Ze»tralsudan dauern nm Timbuktu die Kämpfe zwischen den Franzose» u»d de» kriegerische» und tapferen Ei»gebore»e» fort. Die Franzosen be­streite», neue Schlappe» erlitte» zu habe». Mag das sei«, aber »eue Erfolge vo« weittragenderer Be­deutung habe» fie auch »icht errungen. Anarchiste»- verhaftungeu und alles, waS tn die» Fach schlägt, war »atürlich in der letzte» Woche gerade so ver­trete», wie i» de» stühere». Besonderes ist aber »icht darunter gewese».

Die italienische Regierung wendet ihr neues Anarchistengesetz ebenfalls außerordentlich streng au. Nicht «ur gegen ausgesprochene Anarchisten gehen die Sicherheitsbehörden vor, auch de» anderen Sozial- revolutionären wird die Freihett sehr beschränkt. So find wiederholt größere Anarchisten Versammlungen und sozialistische Kongrefle von vornherein Verbote» worde». Ans Sizilien komme» immer »och sehr wenig befriedigende Nachrichten. Die Ruhe ist ja wohl äußerlich wiederhergestellt, aber mit der Hebung des tiefgeheudeu wirtschaftlichen Notstandes und der Beseitigung der traurige» soziale» Berhältniffe steht es »och ungemein kümmerlich aus. In dieser Be­ziehung hat die italienische Regierung doch etwa» gar zu weuig getha» und vo» der Anklage ei»er sehr grobe» Fahrläsfigkeit kau» fie nicht loSgesprocheu werde«.

Der schwere Schlag, welche« die Holländer mit ihrer Expeditio« gegen Lombock in Ht«teri»die« erlitte» habe«, ist kaum wettgemacht, eher hat die Lage sich zu Uugunsten der Mynheer'S bedeutend verschärft. ES fehlt den holländischen kolonial- soldate«, die auS Werbungen hervorgeheu und zum Teil fich au» sehr zweifelhafte» Elementen zu- sammeusetzen, auch an dem richtigen Wagemut, soust hätte» die Niederlande nicht schon seit Jahre» mit ihre» koloniale» Expeditione» so sehr viel Unglück

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Hebungen in solchen Bezirken statt, die von der Cholera heimgesucht sind, doch hat Erfreulicherweise die Seuche nirgends eine epidemieartige Ausdehnung gewonnen, so daß keine weitergehenden Besorgniffe obwalten. Wichtigere innere politische Angelegen­heiten giebt eS noch »icht zu behandeln und auch aus den Koloniee» liegt etwa» Belangreicheres »icht vor. Nur auf de» S a m o a i»s e l», woselbst Deutsch­land durch seine Jutereffe» seit Jahre» engagiert ist, ist es zu immer wieder erneutem gemeinsamem Bor- gehen von Engländer» und Dentsche» gegen die Ein­geborene» gekommen. Zum größten Teil haben die widerspenstige» Stämme ja ihre Unterwerfung ange­zeigt, aber ein Teil beharrt noch immer auf Wider­stand mit bewaffneter Hand. So viel ist klar ge­worden, daß an volle Wiederher stellnng vo» Ruhe und Ordnung unter einer eigenen samoanischen Ver- waltung »icht zu denken ist. Da muß ein strafferes Regiment Platz greife», und dazu ton» nach Lage der Sache »ur Deutschland berufen sein.

Militärische Uebungen im große» Stil haben ihre» Anfang allenthalben in de» große» und kleine» Militärstaateu genommen. In Fra»kreich hat ma» diesmal eine ganz besondere Manöveridee, die auch unser deutsches Jutereffe im hervorragendem Maße erwecken muß, denn vor Allem mit Rücksicht auf das Deutsche Reich wird diese Uebung auSge- führt. I» den letzten Jahren habe» die französischen Truppe» besonders au der Ostgreuze ihres Landes und a» der deutsche» Westgrenze herummanövriert, um festzustelle«, ob die verschiedenen Ketten von Grenzbefestigungen wirklich de» Einbruch deutscher HeereSmasse» wen« »icht ganz ausschlicße», so doch im allerhöchsten Maße erschweren. Das will man den» auch heraus gefunden haben. Mit der Grenze ist es indessen noch »icht genug, nun will ma» auch die Uneinnehmbarkeit vo» Paris garantiert sehen. Natürlich werden die im allergrößten Maßstabe anszu- sührende» Uebungen ein die Franzose» außerordentlich befriedigendes Resultat ergebe», uud wir dürfe» sie ruhig bei ihrem Glauben belaffe». Im ernsten Kriegs­fall trete» ja doch »och immer Zwischenfälle ei», an die im Friede» niemals gedacht wird und auch nicht gedacht werden kann. Die deutsche Heeresverwaltung weiß übrigens selbst am besten, wie uugemet» die Widerstandsfähigkeit von Paris seit 1870/71 erhöht worden ist, und daß allein zur Cernierung vo» Paris heute mindestens so viele Soldate» gehöre», wie wir vor vier»,dzwa»zig Jahre» insgesamt in Frankreich

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haben können. Augenblickliche Erfolge mache, de» an­dauernden Mißerfolg der niederländische» Kolonial­politik auf militärischem Gebiete nicht wieder wett, »nd wenn kein »euer Geist iu die gesammte Ver­waltung, auf militärischem Gebiete sowohl, wie auf dem der bürgerlichen Leitung eiuzieht, dann wird ma» auf keiuen grünen Zweig kommen.

scherzte der alte Herr:He! Was macht die Kunst? Geht fie noch immer nach Brod?" Oder: .Bist schon wieder da, Schlingel? Marsch fort! Die Semmeln brennen an." Zuweilm gab« auch eine formlose Einladung: .Kommst heut Abend, mein Sohn Phidiar? Aber reine Hände bitt ich mir aus!"

Diese Mahnung kränkte den Peter, der, immer auf» sauberste gewaschen, gekämmt «nd gebürstet fehten Freund aufgesucht hatte, nur im Anfang. Al» er die peinliche Sorgfalt sah, mtt der der Doktor selber seine Kunstschätze behandelte, begriff er da» Gebot. Und wie Heiligtümer, so zart und ehrfurchtvoll berühtte er die braunen, oft recht un­ansehnlichen Blätter Bald hatte er sich da« Ver­trauen de» Doktors erworben. .Ob ein« Kunst­verstand im Leibe hat, fieht man schon daran, wie er ein Blatt angreift," pflegte er zu fugen.

Schöneres gab« für den Peter nicht, al« de« alten Herrn Silber zu besehen Unerschöpflich schienen die tiefen Schränke mit den eng übereinander liegen­den verschiebbaren Brettern. MU unersättlichem Heißhunger nahm Peter diese ungeahnten Reichtümer in sich auf, und der Doktor hatte feine Freude an dem feinen Verständnis des Jungen. Die biblischen Darstellungen erkannte er sogleich. Die historischen und mythologischen mußte sein Mentor ihm oft erklären.

Einmal stießen fie auf einen allen, vergilbten Kupferstich, der eine Landschaft mit Staffage dar­stellte. Im Vordergrund band ein bärtiger Mann einem Jüngling ein paar Flügel an die Schullern. Oben zwischen den sonderbar wolligen, kompakten Wolken spielte fich nach dem naiven Brauch alter Meister, mehrere Phasen desselben Vorgangs auf einem Blatt darzustellen die Fortsetzung der Fabel ab. Phöbu» fuhr mit feinen strahlensprühen­den Rossen daher und der Jüngling, deffen Schultern

dr letzte» ReichstagSsesfion hat der Reichskanzler lief Caprivi erklärt, die verbündeten Regierungen shbex ans die neue Finavzresorm im Reiche und «f die Bewilligung «euer Reichssteuer», um de» i» Selbnöten befindliche» Einzelstaate» helfen zu können, b keinem Falle verzichte«. 3« diese» Worte» liegt ch» ei» Programm, im Prinzip ist daS Arheit- togramm der neuen ReichstagSsesfion festgestellt, nb es kann sich nur um die Einzelheiten handeln.

Weihnachten rückte näher heran und mit ihm ein große» ErreigniS für da« Dorf. Die Stifts­kirche, deren Ausbau die Gemeinde fast zwei Jahr­zehnte beschäftigt hatte mit gelegentlichen, jahre­langen Pausen freilich, wenn die Gelder wieder ein­mal ausgegangen waren und neue Quellen angebohrt werden mußten ging ihrer Vollendung entgegen und sollte nun eingeweiht werden.

Der äußere Bau war schon im Frühjahr fertig­gestellt; nun wurde dar Innere mit einer Pracht aurgestattet, daß den Walderodern die Augen über­gingen. Denn dem Oberbaurat war sein Werk ans Herz gewachsen und er setzte seinen ganzen Einfluß dafür ein, es bis in« kleinste Detail würdig und stilgemäß vollendet zu sehen. .

Der Peter hing zwischen Himmel und Erde, seit der Doktor ihm mitgeteilt hatte, daß der einfluß­reiche Mann fich seine« Vater«, Pietro Castelli, noch wohl erinnere und Bereit sei, fich für den Sohn zu verwenden. Peter« Zeichnungen und die Christus- gestalt hätten ihm gefallen und seien zur Begut­achtung an die zuständige Behörde eingeschickt.

Seitdem war Peter» Dasein eine einzige große Erwartung. Kein verliebter Jüngling kann sehn­süchtiger den Anblick der Herzensmaid herbeiwünschen, al» er den de» alten Doktor». Sein Herz begann zu hämmern, wenn er auf der Sttaße die weiße Mähne unter dem verschoffenm Filzhut und den altmodischen, graugrünlichen Havelock sah, der fich bei jedem Winde emporblähte, al» wolle er den Besitzer in die Lüste tragen. Wenn da» Wägelchen de» alten Herrn morgen» am Bäckerhau» vorüber­rollte, wußte e» Peter einzurichten, daß er am Fenster stand und ehrfurchtvoll grüßte. Dann

Wochen-Rückblicke.

*f* Marburg, 8. Septbr. 1894.

Der letzte Monat ist gekommen, der uns noch yn der ernsten Wiederaufnahme der politische» Ar- jat« im Herbst trennt. Der Wind weht über die Keppel», und die hohen Reichs- und Staatsbeamte», gfye sich heute noch eines Urlaub» erfreuen, denken Uch allmählich wieder an ihre Rückreise zur ernsten Ilbeü. Und wie stets, wen» das prakttsche Heran- Bia an große Werke der Gesetzgebung i» naher Ans- W steht, vo» allerlei Sttömunge» und Wider ifcmnnge» iu ben leitenden Kreisen gesprochen wird, ji auch diesmal, nur daß die Männer mit verschie- chm Gedanken »icht Graf Caprivi und Dr. Miquel

itrum ist auch kaum zu glaube«, daß dir Ausichte» io Herren Graf PosadowLly und Dr. Miquel wirk- ch so Wei» auseinander gehen, ganz anders wird 4 sich mtt bet Uebereinfiimmung bet Anschauungen ;e Wische» bem deutschen Reichstage und bet Reichs- " Nennig stellen. Schon in voriger Session sah es

^Mattlon unMSrbebttion: Markt L1^Fernsprecher Nr. 55;w Jllustrirtes Sonntagsblatt

Politische Rundschau.

* Marburg, 8. Septbr. 1894. Die Fürsorge ber Sozialdemokratie für die Arbeiter,

Durch Versprechungen und Prahlereien sucht die Sozialdcmokratte die Arbeiter an ihre Fahne zu feffdtn Positives hat aber die Partei bis jetzt für ihre Anhänger nicht geleistete Die mannigfachen Einrichtungen für die Wohlfahrt und die Verbesserungen de» Einkommens und der Gesammtlage der Arbetter find nicht der Sozial­demokratie, die in den meisten Fällen fich ablehnend, ja entgegenwirkend verhalten hat, zu verdanken, sondern viel­mehr den vielgeschmähtenBourgeois", die auch heute noch willen? find, in diesem Sinne weiter für die wirtschaftlich Schwachen zu Wirkern ES ist zu hoffen, daß auch die von dem sozialdemokratischen Phrasenschwall bethörten und durch den Terrorismus derVertrauensmänner" im Joche er­haltenen Arbetter bald einmal einsehen werde», wie sie von der Sozialdemokratte an der Nase geführt und zu Gunsten deran der Krippe" fitzenden Führer und Agitatoren auSgebeutelt Wei dem Wer beispielsweise den BerlinerBierkrieg" aufmerksam verfolgt, muß wahr­nehmen, daß die Sozialdemokratie gegen die Arbeiter­in tercssen jmb nur für die Jntereffen der Parteilettung arbeitet So schreibt derVorwärts" (Nr 805) triumphierend:Dreißig Brauereiarbeiter (achtzehn Brauer und zwölf Hilfsarbetter) find im Böhmischen Brauhause am Sonnabend wegen de» schlechten Geschäfts­ganges entlaßen worden. In dieser Brauerei ist bereits die doppelte Kolonne aufgehoben und dafür die einfache eingeführt worden^ Wirkt der Boykott?" Aus dieser Notiz ersehen die Arbeiter, wer am letzten Ende unter dem Boykott leidet: Die Arbetter selbst und die Kleingewerbe. Die Grobkapitalisten könne« es das giebt sogar der Vorwärts" zu auf jeden Fall aushaltem

Polnische Wirtschaft

Bor einiger Zeit erzählte der Graudeuzer Gesellige eine Geschichte au» dem Kreise Mogilno, wonach ein Probst seinem Aerger über mangelhafte Fortschritte der Schüler

bie Flügel entsanken, stützte hinab in die Fluten bes Meere«.

Peter zog die Augenbraunen zusammen und blickte lange und stumm auf da« Blatt-

Du ftagst ja nicht," sagte der Dottor-Weißt Du etwa, was da» bedeutet.

Das ist der Jkaru»,' sagte Peter-

So? Den kennst Du schon? Run, wa» denkst Du Dir dabei, he?"

Daß e« bester ist, auf der Erde zu bleiben," sagte Peter, dem da« bildlich festgebannte Zappeln de« Stürzenden den Atem versetzte.

So?--Dann bleib bei Deinen Leiste»,

Schuster," sagte der Doktor trecken und klappte die Mappe zu.

Peter sah ihn zweifelnd an.

Ja, ja! 'S ist mir Emst! Backe Du Deine Semmeln «eiter. Vielleicht bringst auch mal einen Topfkuchen oder Stollen z« Stande, wenn Dir rechte Mühettgiebst! Und in vernichtendem Hohn funkelte de« Doktor« Augen durch die Brillengläser.

Peter« entsetzte», fastunglose». Gesicht rührte ihn dann aber doch.

Unten bleiben?... Gar nicht erst probieren?" sagte er ruhigerDa» wär' noch dümmer, al» z« hoch fliegen. Ja, feig und erbärmlich wär»! Hörst? Wer hieß denn den Kerl fliegen bi» an die Sonne mit seinen wächsernen Flügeln? Könnt er nicht hübsch vernünftig »eiter unten bleiben? Seine Grenzen kennen, mein Junge . . . das ist»! . - . Verstehst mich? Run . . - und? .. - Meinst trotzdem noch: lieber unten bleiben?"

Peter hielt die Hand auf die Stuhllehne de» alten Herrn. E» gab ordentlich einen Ruck, al« er fich jetzt aufrichtete und ohne Besinnen sagte: Rein, Herr Doktor! Ich probier» I"

Gewöhn' Dir aber bei Zetten da» Schwindlig- »erben ab," warnte der alte Freund gleichmütig.

der Neigung ber Volksvertretung zur Bewilligung A »tuen Abgaben wenig glänzend aus, nnb man nun einmal abwarte«, wie wett fich ber Wind Äreht hat.

Die große« Manöver im äußerste» Oste» bes Nische» Reiches habe» seit bem Eintreffe» beB Kaisers ad bet Kaiserin nnb zahlreicher Fürstlichkeiten in ^chSberg ihre» Anfang genommen nnb werbe» sich iber bie Mitte beS Monats hinaus erstrecken.

Teil finbe», wie bekannt, bie militärischen

! CO. nte, 3.-.

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«rlchriut täglich «her an Werktage» «ach 15«m» xae rm

Feiertagew Quartal-AbsuuemestS-Prei» bei der «rpr- IvlütvttTwi

ditto« 2 Mk., bei alle« Postämter« 2 Mk. 25 Pfg- (exkl. «»wvvwvpi

Sonntag, 9. September 1894

»der bereu Raum 10 Pfz., wenmnen für me äeue »6 Pf« u

Lnukt rmd Knust.

fcium vo« Gertrud Frauke-Schievelbet«.

(Nachdruck verbotem) (Fortsetzung.)

®ott sei Dank!" rief Lisabeth innig.

. Marthel ließ die Hände rühm und horchte mit Ohr zu ihm hinüber.Wie Dich da« freuen M' sagte fie ein wenig verwundert.So heiter X!t Du lange nicht gewesen."

., .Ja, ja," sagte er, nun doch bedrückt über seine Michkeit.Ich trag ihm nichts nach, dem AHinz. Aber wir waren wie Feuer und Waffer, * pvei."

Sie nickte vor fich hin. Der leise Schmerzens- ihren Mund vertiefte fich. Sie hatte heut ihrer traurigen Tage. Da» graue November- das fie nicht sah, legte fich doch schwer auf ** seinen Nerven. Al« er ihr die Hand reichte ^Lebewohl, seufzte fie leise auf.Gehst schon?" ^.Jch muß wohl, Marthel. Heut giebt« mehr als sonst."

pSie sagte nicht«; aber wieder stieg die junge s M in schweren Atemzügen empor, während fie

^8 Weiter strickte.

L. »Ich bleib ja, Marthel," ttöstete Lisabeth.Ich Stündchen Zeit. Da le« ich Dir «a« Ws ,or."

Mn der Thür sah der Peter noch einmal zurück die beiden Frauengestalten.

k Da» schwere Leid de« jungen Geschöpfe« war vp»«fie seine« eigenen Glücke» geworden. Auf Wunsch war da« Christurbild entstanden und £ wte e« dem Doktor gezeigt ... und ihm von ttzählt. . .

J«ne leidenschaftliche Dankbarkeit stieg in seinem Hg*1' auf. Er wußte, welch ein Glück das iS? auch vorbehalten habe die beiden

Anzeige« nimmt entgegen bie Expebittou biese» Blatte», sowie bie Annoncen-Bureaur von Haasenstettr u. Vogler ta TVIV - ,

Frankfurt a. Mi, Cassel, Magdeburg nnb Wen; Rudolf aAIÄ! »fttuTfl«

Roffe ttl Frankfurt tu M., Berlin, München u. Köln; G.L M ®

Daube x. Co. iu Frankfurt 0i Mi, Berlin, Hannorer, Pari».

ßekmal fein sollen, vielmehr ber Letter ber Reichs Duzen, Reichsschatzsekretär Graf Posadowsky, nb der preußischen Finanzen, Dr. Miquel, in Merstreit zu etnanber gebracht werben. War sjaon wahr unb unwahr ist, baS wirb bie Zeit ich halb lehren, ben» bie Vorbereitungen zu be» mm Finanzgesetzen, welche ben Reichstag in bei iomnenben Session beschäftigen sollen, müssen nun Uh mit Ernst betrieben werben. Schon beim Schluß