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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

»i«ck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei in Marburg

* Redaktton und Expedition: Markt LI. Fernsprecher Nr. 88. xpVWlWlßv"<Wl*-

Berautwarllicher Redakteur: Harry Fiuking in Marburg Redaktion und Expedition: Markt LI. Fernsprecher Nr. 56«

M 196.

Erscheint täglich außer au Werktagen «ach Sonn- und Feiertagen. Quarial-Abannemeutr-Prei» bei der Expe. ditto« 8 Ml., btt allen Potzärntern 8 Mk. 85 Pf». (exkl. Bestellgeld). JnserationSgebühr für dir gespaltene Zelle oder der« Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 85 Pf,

Marburg,

Donnerstag, 23 August 1894

Anzeige« nimmt entgegen dir Expedition dirseS Blatte», sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Easstt, Magdeburg und Men; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. & Daube u. Eo. in Frankfutt <u M.. Berlin, Hannover, Patt».

XXIX: Jahrg.

Zweites Blatt.

Vermischtes.

Die wackere Thal ei»e» Berliner Professors macht- am Müritzer Ostseestrande viel mm sich reden. Am 14. August, vormittags 9 Uhr, befanden sich dort nur wenige Kurgäste am Strande. 3mn großen Schrecken der Spaziergänger wurde nun xlötzlich eine schwarze Fahne im Damenbade sichtbar; digstliche Hilferufe erschollen «nd von fern sah man eine Dame auf den Wellen treibend. Niemand iLhrte sich; da rannte der in der Nähe des Herren­bades stehende Herr Ernst Hegcman». Professor der lMdvirtschastliche» Hochschule in Berlin, in atemloser Hast bis zum Damenbade, stürzte sich in voller Kleidung in das gerade sehr bewegte Meer, schwamm, mit den Wellen kämpfend, hinaus und hatte das Slück, die Dame die Konzertsängerin Fräulein Lallowitz auS Dresden in dem bereits grnnd' losen Wasser an de» Haare» zu erfasse« und zur ktraudtteppe hinzuziehen. Die Bedauernswerte war drlvußtlos. Erst «ach länger andanervde« Wieder. belebungSversnchen, die von drei barmherzigen Echwestem unternommen wurde», kam die Dame witbei zu sich.

: Bo» de« Europäer» im Dienste des 8iaig» von Korea erhält nur einer ganz regel- müßig sei» Gehalt. ES ist der Elektrotechniker des Palastes. Der König und sein Hof haben nämlich eine furchtbare Angst vor Gespenster-Erscheinungen «d bleibe» nachts deshalb wach. Nm Zauberer und das elektrische Licht können die Geister der» scheuche». Sobald »u» daS Gehalt nicht pfinltlid bqahlt ist, versagt die elektrische Leitung plötzlich «d nimmt ihre Dienste nicht wieder ans, bis die Mündige Summe ttugelaufeu ist. Man steht, vrlche »»geahnte» zivilisatorische» Leistungen die Elektrotechnik auch im fernen Oste« vollbringt und Me eigentlich wünschen, daß auch einzelnen europäischen Staate*, die daS Recht unbeschränkten Schulde» machen» ohne Rückzahlung für sich beanspruche», in Hulicher Weise wirksam geholfen werde» könnte.

Eine heitere Geschichte ist demOst- astatische« Lloyd- zufolge in Peking über die Kaiserin- ^regeutiu im Umlauf. Ihre Majestät hat in ihrem Palast beständig 18 Lampen brennen, welche die 18 Provinzen China» vorstellen sollen. Unlängst wollte oütr eine der Lampen nicht gut brenne», obgleich »8m ihr dieselbe Aufmerksamkeit wie den anderen Henkte. Sie ließ daher den kaiserlichen Haupt- astrouome« rufe» und beftagte ihn, vaS die Ursache Nm: sei. Nachdem dieser seine Bücher zu Rate 8qoge», gab er der hohe» Dame zur Antwort, daß & Lampe, die so schlecht brenne, die Provinz Kanton Erstelle, die i» allernächster Zeit von einer großen Mtmte heimgesucht werde» würde; der Gott der Prstilenz habe beschlossen, ttwa acht Zehntel der Be- 'ölkernng KantonS dahinzmaffen. Die Nachricht Mte die Kaiserin sehr besorgt, nnd fie erkundigte M bei ihrem Astronomen, wie man die Epidemie Monden«»e. Dieser gab zur Antwort, daß man ** Gott möglicherweise durch Gebete und Opfer ver- ?fbnen dürste, worauf auf der Kaiserin-Witwe Befehl ** reichlich geopfert und er in seinen Tempel» aw ^rtet wurde. Einige Tage darauf erkundigte sich £ Kaiserin-Witwe beim Astronomen, ob die Gebete

gewünschte» Erfolg gehabt hätte». Dieser aut- Artete bejahend und sagte, daß der Gott der Pesttlin; £ bereit erklärt habe, «nr vier Achtel der Bevölkerung Mkgzuraffen, dar zwette Bier-Achtel sollten anstatt r9 Mensche» Ratte» sei». Und hierans erklärt sich

«egenwättige große Sterblichkett der Menschen Natten i» Ka»to».

Wie Da mir, so ich Dir. Die Basler ^richten erzählen: In einem Gasthaus in uumiltel-

Nähe deS Zugersee» ereignete sich diesen ^twer folgendes Siücklei»: Bo» furchtbarem Durst Magt, erlaubte sich ein Arbeiter ein kleines Glas S* ei,zunehme». 818 er nach der Rechnung frug, £» es 15 Rappen. Der Arbeiter gab ein 20 Rp.-Stück, einen Fünfer zurück zu bekommen, legte liebenswürdige Fran Wittin eine gute Zigarre Ade» Tisch. Der Arbttter, der Kunst deS Rauchens

unkundig, verschmähte die Zigarre, er wolle ** Rauchen nicht erlernen rc. Nach langem Hi«-

nimmt und in allem vollständig sein muß. Ein solche» erhält, wenn es so ist, 50 Thaler jährlich. Wäsche ist keine im Hause". Aber Frau Baronin. Keine Wäsche?In Tieplitz bei Tarnow hat der Verkauf der ostfriestsche» Milch-Schafböcke begonnen". Preis 50 Mk. Ei» altes Lied wundert sich, daß der Bock, der doch alle Zeit Gras frißt, nicht milchen will. Anscheinend ist eS endlich den Viehzüchtern geglückt, dem Bock daS Milche» beizu- bri»ge». Sehr hart urteilt daSKahlaer Tage­blatt" über de» Fürste» Ferdinand und seine Ge­mahlin. ES schreibt:Fürst und Fürstin Ferdinand haben sich bisher ein einziges Verdienst um Bulgarien erworben: fie habe» dem Lande eine» Thronerben geschenkt. Aber schließlich ist dieS keine gerade über­menschliche Leistung, etwas, das, genau betrachtet, nicht die Spur eines Verdienstes, vielmehr eia Privat­vergnügen ist".

nnd Herplander« steckte der Arbeiter den Glimmstengel i» die Tasche. Nach einige» Tage» ging derselbe Arbeiter wiederum in die Wittschast, verlangte ein GlaS Bier ä 15 Rp. Als er dasselbe dan« ge­trunken und bezahlen wollte, legte er einen Fünfer auf den Tisch u»d nebenbei ein in einer Zeitung eingewickeltes Stück Ziegel oder Backstein. Die Frau Wirti« wollte auf diesen Handel nicht eingehen und sagte, fie habe keinen neuen Bau in Ausficht, daß sie rote Bausteine kaufe» müßte. Wohl oder übel, die gute Fra» Wirtiu mußte de» roten Backstein als Zahlung annehmen, so gut wie vorher der Nicht­raucher die Zigarre.

Mir beide". Der verstorbene Herzog von Koburg-Gotha, bekannt als ein schlichter und rechter Waidmau», hatte gelegeutlich de» einfachen, aber biederen Bauer F. aus dem am Fuße des Jrisel- berges gelegene» hessische» Dorfe Brotterode ke»»e» gelernt und zeichnete ihn dadurch aus, daß er ihn zu den Hofjagden in dem angrenzende» herzoglichen Reviere einlnd. Auf einer der Jagden zieht der Fürst de» Bauer beim Staudwechsel leutselig ins Gespräch und beschließt eS, an seinem Staude angekomwen, mit den Worten:Nun, mein lieber F., ich sehe Sie wohl nachher bei der Jagdtafel in ReinbardtSbrunn?" F. kratzt sich hinter den Ohren und antwortet:Ja, Herr Herzog, wenn mir Beide es alleine wären, da hätt' ich nix darwedder, aber die Anderen (mit dem Daumen über die Schulter nach rückwärts zeigend) sind mir zu fürnehm!"

Die Maus in der Flasche. Eine hei­tere Spukgeschichte wird aus dem Samlaude ge­meldet. Große Aufregung, so schreibt dieKönigs-, beiger Allgemeine Zeitung", herrschte i» einer Fa­milie in R. Nachts ließ sich dl einem Zimmer des Oberstock» stet» ein Geräusch hören, al» ob eine Walze plötzlich in Bewegung gesetzt würde oder als ob ein Rad hin und her ginge. Die Bewegung wiederholte sich in unregelmäßiger Reihenfolge. Der Besitzer ging, von seinem Sohne begleitet, die Treppe hinauf nach dem gedachten Zimmer. Auf der Treppe hörten sie noch das Geräusch, doch in das Zimmer eingetreten, war der Spuk verstummt und fie konnten auch sonst nicht» Auffälliges bemerken. Kaum aber hatten die Männer ihren Platz am Familien tisch wieder eingenommen, als der tolle Spuk von Neuem anging. Nach langer, vergeblicher Mühe fand man eine auf dem Boden liegende Weinflasche, in welche eine Man» gekrochen war. Sie hatte sich an den Zuckererbse», welche von der Hausfrau in die Flasche gethan und schließlich der Vergessenheit anheimgefallen waren waren, so gütlich gethan, daß fie durch de» engen Hal» nicht wieder zurück konnte. Keinen Ausweg findend, sprang die ManS nun in der Flasche umher «nd brachte damit die Flasche i»S Rollen.

Des Schweißes der Edlen wert war ein Wettkampf, de», wie englische Blätter erzähle», zwei Dame» der besten Gesellschaft nnternohmeu. Die eine sollte auf dem Pianoforte fortwährend Walzer spielen, die andere sollte ununterbrochen Walzer tanze»; ma» wollte in Erfahrung bringe», welche von Beiden zuerst müde würde. Eine und eine Viertelstunde lang spielte die Pianistin, ohne auch nur eine Sekunde anzuhalten, die schönste» Walzer ihres Spielplan», dann mufs'e fie jedoch auf höreu, da fie von furchtbaren Fingerkräfte» befallen wurde. Die Täozeiiu aber tanzte während einer und einer halben Stunde im Saale limher und hielt erst auf Bitten der Zuschauer an, die vom bloßen Zusehen seekrank zu werden begannen.

Die Ermordung des Präsidenten von Frankreich. In große» ellenlangen Buch laben stand jüngst düser Titel auf den Affiche» des Stadttheaters von Monza. Das Theater war ausverkauft und das 62 Jahre alte Boulevard dramaDer Prozeß Fualdös", in welchem ei» fiau- zöstscher Gerichtspräsident ermordet wird, wurde zur große» Ueberraschung des Publikums gegeben.

Humoristisches aus Zeitungen. Suche sofvrt eine Fran, die unentgeltlich elfen und wohnen kann". Da werden fich viele melden, denn die Anforderungen find nicht allzu schwer zu erfüllen. Frau Baronin v. K. sucht eine treue saubere köchiu, die nur einfach koche« kann, da mein Man» chwer krank ist und meist liegt. Ebenso suche ich ei» Stubenmädchen, das mein achtjähriges Kind über«

Witter arische».

*DieEröffnungderneuenKunstakademie und des A u s st e I l u n g p a l a st e s i n D r c s d e'n findet in einem illustrierten Artikel des neusten 24sten Heftes derModernen Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin, ä Heft 60 Pf.) eingehende Würdigung von fachver­ständiger Seite, wie denn dieses wohlgegleitete Blatt alle Erscheinungen in der Kunstwelt des In- und Auslandes mit gleichem Interesse verfolgt.

*Neueste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der praktischen Technik, der Elektrotechnik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswirt­schaft ec. (A. Hartleben's Verlag in Wien). Pränumerations­preis ganzjährig für 13 Hefte franko 7 Mk. 50 Pf. Einzelne Hefte 60 Pf. in Briefmarken. Diese gewerblich-technische Zeitschrift, welche bereits im einundzwanzigsten Jahrgänge erscheint, verfolgt nur rein praktische Zwecke. Die Mitarbeiter find nur Männer der Praxis, welche am besten die wirklichen Bedürfnisse der Techniker und Industriellen zu ermessen verstehen. Die Zeitschrift, reich an Originalbeiträgen und konstruktiven Abbildungen, bietet einen vollständigen Ueberblick über alle Frottschritte im gewerblichen Leben.

* Einen sehr lesenswerten Aufsatz über Volks- und Lurusbäder, mit Ansichten der neuen Stuttgarter Volkbades, finden wir aus der Feder von Alfred Freihofer im jüngsten (12.) Heft vonVom Fels zum Meer" (Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig).

3K«rlt- *11 Mörse*»erich1i.

Berlin, 21. August. Weizen mit Ausschluß vor Rauhweizen per 1000 Kilo loko 132143 nach Qualität Lieferung» - Qualität 136 Mk., per September 140-139,5 bis 139,75 bez., per Oktober 141140140,25 bez., per November 141,6114 bez., per Dezember 142142,25 bi» 141,75 bez., per Mai 146-145,5 bez.

Roggen per 1000 Kilogramm loko 114121 m C««L Lieferungsqualität 119,5 Mk., inländ. guter 119 -120 ab Bahn bez, per September 121,5122120,75 bez, per Oktober 122,25122,5121121,25 bez., per November 122,5122,75121,75 bez«, per Dezember 123,25-123,5 bi» 122,5 bez., per Mai 126,75127126,5 bez.

Gerste per 1000 Kilogr., große »nd kleine 94-166 nach Quell.

Hafer per 1000 Kilogr. loko 120148 u. Qualität, Liefer urgs-Qualität 123 Mk., pommersehermittel bi» guter 122-128, feiner 130-142, preußischer mittel bis guter 122128, feiner 130-140, schlesischer mittel bi» guter 124130, feiner 132144, russischer mittel bi» guter 122-126, feiner 128-135, per diesen Monat 124 Mk., per September 119,75-118,25 -118,5 bez., per Oktober 118-117,25 bez;, per Mai 122121,25 bez.

Mai» per 1000 Kilogr. loko 106127 nach Qual., per September 105,25 bez., per Oktober 107 bez.

Erbsen per 1000 Kilogr. Kochware 150-175 nack Qual., Viktoria-Erbsen 160200 nach Qual., Futterware 125144 nach Qualität

Weizenmehl loko per 100 Kilogr. brutto einschließlich Saö Nr. 00 18,516,75, Nr. 0 16,5-15,00. Feine Marker über Notiz bezahlt Roggenmehl Nr; 0 u. 1 16,0015,26, do. feine Marken Nr. 0 m 1 17,0016,00, Nr. 0 1,5 Mk. höher al» Nr. 0 n. L

Roggenmehl Nr. 0 u. 1 per 100 Kilogr. brutto ein, schließlich Sack per September 16,0015.85 bez., per Oktober 16,0015,90 bez., per November 16,0016,1» bez., per Dezember 16,15-16,05 bez.

Stettin, 21. August. Nachmittag» 1 Uhr. Weizen behauptet, loko 130136, per September, Oktober 137,60. per Oktober - November 138,50. Roggen fest, loko 110116, per September - Oktober 119,00, per Oktober- November 120,50. Pommerschei Hafer loko 115,00122. Mb öl unverändert, per August 44,50, per Eiptember- Oktober 44,60.

Mannheim, 21. August. Wttzen per November 13,6o, per März 14,05. Roggen per November 11,88, per März 12,25. Hafer per November 12,16, per März 12,60. Mais per November 10,90, per März 11,50;

Ikergm»g««-s-A*reigee.

Stadttheater Frankfurt: Opern hau»: Donnerstag, den 23. August:Hänsel und Gretel." Hierauf:Verlobung bei der Laterne."

Schauspielhaus: Donnerstag, de» 28. August- Madame San8-Gsne;

Merlos«*-«

(Ohne Gewähr.)

Freiburger 10 Franksloose im Jahre 1878. Ziehung am 14, August 1894. Gezogene Serien: Nr. 126 360 750 864 1552 1558 1738 1795 1950 3447 3735 3986 4047 4056 4241

4445 4781 4830 4843 5029 5047 5108 5136

5196 6638 6824 7504 7546 7751 7973 8269

8531 9055 9978 10139 10182 10471. Die

Prärnien-Ztehung findet am 15. September statt.

Pappenheimer 7 fl. Lose vom Jahre 1864. Ziehung am 1. August 1894. Gezogene Serien: Nr. 3 63 125 260 475 501 557 644 741 764 854 855 870 885 912 923 924 931

937 994 1017 1081 1082 1093 1094 1104 1132 1175 1194 1230 1307 1356 1362 1431 1489 1537 1558 1599 1609 1610 1613 1616 1645 1809 1818 1844 1864 1871 1968 1995 2007 2017 2042 2078 2095 2109 2117 2200 2218 2240 2294 2397 2399 2405 2427 2433 2436 2511 2556 2567 2574 2583 2600 2609 2698 2751 2768 2769 2791 2800 2824 2837 2844 2852 2856 2890 2934 2960 2965 2985 2991 3065 3068 3130 3148 3167 3185 3219 3266 3360 3476 3500 3536 3655 3773 3787 3862 3900 3923 4006 4037 4094 4124 4133 4147 4237 4287 4375 4489 4542 4637 4659 4676 4692 4735 4774 4791 4800 5068 5097 5199 5221 5358 5376 5466 5473 5519 5680 5825 5844 5877 5892 5900 5959 5980 5982 5998 6057 6070 6143 6198 6202 6278 6289 6323 6327 6433 6466 6469 6566 6568 6618 6726 6883 6897 6910 6915 6957 6994 7006 7036 7049. Die Prämienziehuug findet am 1. September statt.

Patent-Nachrichten.

Auszug für dieOberheff; Zeitung" von Brockhue» & Sie Technische» Patent- und UebersetzungS-Buream Köln e. Rh., Metzerstrabe 6;

Patent-Anmeldungen.

Wasserrohrkessel; Firma Göhrig u. Leuch» in Darmstadt.

Bruchband, insbesondere für Nabelbrüche. Alexander Strauß in Frankfurt a. M.

Füllttichter mit Meßgefäßen für Mischmaschinen.Maschinen­fabrik Rhein und Lahn in Oberlahnsiein.

Verfahren zur Herstellung der treppenförmig übereinander­greifenden Ränder von Mänteln für Lustradreffen. Louis Peter in Frankfurt a M.

Patent-Erteilungen:

Kühlapparat für CondenSwaffer und dergl. I. Fleischer in Frankfurt a. M.

Scheerenstanze zur stellenweise bandartigen Durchbrechung von Blechtafeln und Platten. (Zusatz zum Patente Nr. 64,383.) H. Schur ige in Offenbach a. M;

Obige Firma erteilt den Lesern derOberhesfischeu Zeitung" unentgelüiehe Auskunft in allen das Patentfach betteffenden Anfragen. Die Red;

Merfäkschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hell­bräunlicher Farbe. Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff er- schwett), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die fich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Seiveu-Fabrik <8. Henncberg (L k. Hoflief.) Zürich versendet gern Muster von ihren ächten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und steuer- Tei in8 Haus.

Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseittgkest gegr. 1830 (alte Leipziger.) E» find vom 1. Januar bis E.,de Juli 1894 3699 Ser« ichermigen über 26,672,700 Mk. beantragt worden, 265 Versicherungen über 2 471,000 Mk. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. AIS gestorben wurden in der- leiben Zeit angemildet 454 Mitglieder, die mit 2,857,200 Mk. versichert waren. Der Verficheiungbefiand stellte sich Ende Juli 1894 auf 60,600 Personen mit 419 Millionen Mk. Versicherungsumme. Bei der alten Leipziger Gesell« chast, die eine reine Gegenleitigkeit ist, fließen alle lieber» chüffe den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letz­teren beträgt für die länger al» 5 Jahre bestehenden Ser« tdjernngen im laufenden Jahre 42°/° der ordentlichen Jahrcsprämie und bei abg< kürzten Versicherungen außer­dem l*/2°/o der Summe der gezahlten Zusatzprämien, waS mit Rücksicht auf anderweite Auslassungen über biejen Punkt hier ausdrücklich hervorgehoben werden mag. Wurde eine Dividende auf die Zusatzpiämie nicht gezahlt, so wäre der Dividendensatz auf die ordentliche JahreSprämIe noch wesent­lich höher al» 42 proz.