Schentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
»«f und Verlag: Joh. Lug. Kock. Universttäts-Buchdruckerei in Marburg.
** Redaktion und Exp-ditton: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55. ^VUUlUßvPlUU
Brnmtwortlicher Redakteur: Harry Finking in Äirtmtt, Redaktion xnb Expedition: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55.
Marburg
M 196
Erstes Blatt
i
twtf
ill Beschreibung des Hamburger Viehhofdirektors ' Lkksnomierat Boysen in der „Milchzfttuug" bei der
Richt (4821
bewähre» und außerdem als billig, so ist wirklio gar nicht abzuseheu, wie unsere Landwirtschaft mit ihre» teuere» Bode» preise» und überhanvt in ihrer bedrängten Lage diese furchtbare Konkarrer z bestehe» soll.
Aber ob die deutsche» Fleischkonsumentm wirklich die neue Fleischversorgung mit ungeteilter Freude begrüßen könne»? Gelegentlich der Weltausstellung von 1193 waren hervorragende Vertreter der deutschen Veterinärmedizin drüben, und sie habe» fich mehrfach sehr abfällig über den Mangel a» sanitäre« Vorrichtungen in den amerikanischen Schlachihöfen ausgesprochen; sie sehen in der Einfuhr des amerikanische» Fleischer eine schwere Gefahr für Lebe» und Gesundheit der deutschen Käufer. Und was de» Import von lebendem Vieh betrifft, so ist i» diesem Frühjahr mit großer Bestimmtheit die Behauptung aufgerreten, daß die Veraulassang zu der sebr ge steigerten amerikanische» Viehausfuhr die tuberkulöse Verseuchung des dortigen Viehs gewesen sei, die man dadurch b. kämpft Härte, daß man die kranken Tiere einfach auf die Schiffe geladen nnd ins Aukland verkauft hätte.
DaS find zwei Punkte, welche die Einfuhr auch dem Konsumenten in einem anderen Lichte erscheinen lassen; und weil hier die Sorge für die Gesundheit der Fleisch käufer mit der für die Wohlfahrt der Fleischproduzenten des eigenen Landes zusammenfällt, so erwächst daraus für die Reichsregierung doppelt die Pflicht, diese Gefahr mit wachsamem Auge zu verfolgen und event. mit Entschlossenheit abzuwehren.
mOMF ftchnift
erg, :aur® of, da debahil richte» i»n Vf [4085 g, hweuü'
8.
I
«4
zen 4
»rschemt täglich «her a» Äertwgen uns €>«m» »ab gtiirtegen. — Ou«rt«!-Ab»nnemeot».Preir bei btt Ext»' ditto» 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Rk.35 (exkl.
willig gegebenes Zugeständnis an den Geist der Zeit ist, der das Manchestertum mit seinem „laisser faire" voll ständig wegzublasen droht, so geht man wohl nicht fehl in der Ansicht, daß Eugen Richter unter „staatlichem Eingreifen, wo Abhilfe auf anderem Wege nicht erreichbar ist" möglichst wenig staatliches Eingreifen versteht und zwar am liebsten — garkeineS. Mit dem Sozialismus der ftei- sinnigen Programms ist eS also nicht weit her, zumal ausdrücklich die „falsche Lehre von der Allmacht des Staates" abgelrhnt und „Selbsthilfe der Beteiligten" sowie „freies Zusammenwirken aller Gesellschastklassen" in den Vordergrund gestellt wird. Bei Licht besehen, sind diese schönen Sächelchen nichts wie Phrasen, bei denen man sich alles und nicht» denken kaum Auf einzelne Punkte des Programms werden wir noch zurückkommeni Die Aufnahme des Entwurfs, an dem bekanntlich „sogar" Profeffor Virchow mitgearbeitet hat, ist bei den Freisinnigen verschiedener Schattierungen eine verschiedene, Tante Voß ist ziemlich zufrieden und meint, da! Programm hebe tu glücklicher Weise diejenigen Punkte hervor, in denen nicht bl»S die Anhänger der freisinnigen Vereinigung, sondern auch viele Nationalliberale, soweit sie wirklich diesen Namen verdienen, den Ausdruck ihrer politischen Ueberzeugungen und Bestrebungen säher. Recht ur zufrieden dagegen ist die „Volkszeitung", welche den theoretischen Bruch des Programms mit dem marchesterlichen Prinzip der absoluten „Wurschtigkeir" des Staates gegeiüber den wirlschaftlichen Verhältnissen konstatiert und bezüglich derpositivenForderungen zur Verwirklichurg eine» staatlichen Eingreifens tn die wirtschaftlichen Verhältnisie, welche der Entwurf anführt, sich dahin äußert, dieselben blieben hinter dem, was in weiten freisinnigeu Kreisen als das Mindestmaßsozialpoliitscher Ansprüche er- achtet wird, erheblich zurück. Diese „weiten freisinnigen Kreise" sind eben nur noch nach den altehrwürdigen Traditionen des Berliner Weißbieiphilistertums nominell fteisinnig. In Wirklichkeit sind sie entweder Sozialdemokraten oder aber Bourgeois, die sich und das Ihrige in der Zett der sozialen Revolution von dem Staate, dem sie Steuern bezahlen, geschützt wissen wollen. Was freisinnigen Lesern geboten werden darf,
ist ganz unglaublich. Um gegen gesellschaftlich Höherstehende — genannte und ungenannte — zu Hetzen, ist der dümmste Unsinn der freisinnigen Presse gerade gut genug. Einem sogenannten „Bauernbriefe" des Rickertschen „Reichsblatts", der natürlich höchstwahrscheinlich in der Redaktion dieses Organs fabriziert worden ist, entnehmen wir folgende reizende Stelle:
„Eine Baronin meinte mal, die armen Leute seien doch ehr dumm. Sie klagen immen, sie hätten kein Brod, und
trfaift ben Eindruck, „als ob fie tn einem gutge Weiten Maststalle stände» und fich einer sorgsamen Mge und Wartung zu erfreue« gehabt hätte»; M Strapaze» der Reise war ihnen nichts anzu-
Kein Tier war' auf der Reise gestorben. Äch das Fleisch war in vorzüglichem Zustande cn- Ammen, da es nicht in Gefrierapparate», die das «ftrEsche und südamerikanische Fleisch minderwert g Ü machen pflege«, sondern mit einfachen Kühlvor- r^iMgen trank portiert war. Die Sendung stammt dem Inneren Amerikas, wo die Aufzucht des ^ehs sehr billig ist. Wen» fich nun die neues dWporteixrichtrmge« auch ferner als so praktisch
Bebart rmtazt mut*
sie brauchten nur tu einen Bäckerladen zu geben und sich etwas zu kaufen. Die gute Baronin hat nicht daran gedacht, daß die armen Leute nur deshalb arm sind, weil sie kein Geld haben."
Tas „Reichsblatt" zeichnet sich sonst nicht besonders durch große Gläubigkeit aus; wir meinen indessen, daß ein unerhört starker Glaube dazu gehört, an solchen Räubergeschichten nicht zu zweifeln. Kann nicht das „Reichsblatt" den Namen dieser außergewöhnlich beschränkten Baronin nennen — wenn sie überhaupt existiert? Das letztere bezweifeln wir nämlich ganz entschieden. Uebrigens könnten wir eine Nutzanwendung aus der Geschichte ziehen, an die der freisinnige Erfinder derselben kaum gedacht haben dürfte. Die Manchesterleute raten nämlich gewöhnlich zur Abhilfe der Not der Landwirtschaft eine intensivere Wirtschaft an. Zn letzterer gehört aber Geld, und wenn die Getreidepreise unter den Produktionkosten stehen, ist solches bei den meisten Landwirten nicht zu finden. Demnach spielt also gegenüber der Landwirtschaft der Freisinn die Rolle jener naiven Baronin.
Der „Vorwärts" über die Sozialidealistem
Endlich nimmt auch der „Vorwärts" zu der hoch- bedeutenden Vorsterschen Broschüre über den „Sozialismus der gebildeten Stände" Stellung Gegen die Ausführungen VorsteiS weiß das sozialdimokratische Blatt nicht viel ein- zuwendeu. Dafür aber st ht eS fich die Herren Sozial- idealisten seinerseits einmal an und kommt zu folgendem Resultat:
„Einen greifbaren Nutzen hat ihr Gerede und Gethue weder für die Gegenwart noch für die Zukunft. Ei» charakteristisches Zeichen der Halbbildung ist es aber, daß ste stch Wunder wie weise und überlegen dünken, wenn ste abseits vom großen Sttom des Lebens in ihrem sozialistischen Ententeiche umherpaddelu und, die große Menge verachtend, ihrem eigenen hehren Bilde im Wasser zulächeln."
Die Rolle, welche die Sozialidealisten spiesen, ist also keineswegs eine beneidenswerte und dürst'- der Eitelkeit der Herren, die ja doch die Triebfeder ihrer Serinurgen ist, wenig schmeicheln. Wenn ste also zur Geliurg komm«, wollen, so muffen fie schon — um im Bilde des „Vorwärts" zu bleiben - au» ihrem Sonderteiche In de» großen sozialdemokratischen Parteipfuhl hinüberwatscheln. Sehr sauber wird es darin wohl kaum sein.
Ein Wink für Bombenwerfer.
I» einer sozialdemokratischen Versammlung, in der gestern H«r Li-bknecht über das Verhältnis zwischen Sozialisten und Anarchisten sprach, bezeichnete dieser die H inrich tun g des „ganz abnorm entwickelten" Caserio als ein Verbreche» und gab dann auch der anarchistischen Mordbaude unter lebhaftem Beifall der Versammlung einen Wink für die Zukunft, indem er nach dem Schwäb. Merkur äußerte: „E i g e n t l i ch hätte Caserio
Unsere Vieh- und Fleischeinfuhr aus Nordamerika.
*—* Marburg, de» 22. August.
und böse Worte . . . immer! Ach Gott, wenn'» nun die Mutter steht ..."
.Sei ruhig," tröstete er. „Du hast gewiß ein Stück Tapete gesucht zum Draufkleben. Komm nur! Ich helfe ®ir."
Bald hatte er au» dem Vorrat, den Marthel in der Hast wüst durcheinander geriffrn, da» paffende Muster heraurgefunden- Schnell rührte er noch in der Lisabeth Küche au» einem Löffel Roggenmehl und Wasser einen Kleister zusammen. Und dann soh er da» Unglück. Wie weiland Doktor Maitm Luther nach dem Teufel, hatte da» Marthel gut gezielt und gerade eine herrliche Soldblume in der chwarzen Flut ersäuft- E» sah gefährlich au». Aber der Peter klebte sein Pflaster so akkurat auf die Stelle, daß kein Mensch den Schaden merkte.
Nun war Marthel de« Danke» voll und in ihrer Freude wollte fie dem Peter einen Kuß geben. Aber der wehrte fie verschämt ab. Woran lag'» nur, daß fie ihm heut trotz chre» kindischen Sketche» ö groß und fremd erschien? Er hatte jetzt so venig Zeit für fie gehabt- Ihr runde» Gesicht war chmaler geworden; fie kug auch längere Kleider.
Seine Zurückhaltung nahm sie ihm übel. „Du »ist ander» geworden," sagte fie und drehte fich beleidigt ab. „Jetzt bist Du groß und ich bin Dir zu dumm. Wenn ich mich noch so sehr plag' mit meinen Arbeiten — Du hilfst mir nicht. Du bist nicht da . .. kein Mensch weiß, wo Du steckst ..."
„Marthel!" — Er sah ste mit glühendem Blick an. Au» einem dunklen Gefühl von Stolz und Scham hatte er sein Geheimnis vor jedermann »ernährt- „Erst wenn’» wa» Recht'» geworden ist," dachte er- Nun aber ergriff ihn plötzlich ein heißer Künstlerehrgeiz, fich an einem Wort der Anerkennung zu faltigen.
Politische Rundschau.
♦ Marburg, 22. August 1894.
Der Entwurf eines neuen Programms der freisinnigen VolkSpartet,
über den auf dem bevorstehenden Parteitage in Eisenach verhandelt weiden soll, ist in der „Freisinnigen Zettung" veröffentlicht worden. Dasselbe enthält zunächst die bekannten politischen Forderungen der Demok aten, Fortschrittler, Freisinnigen, oder wie fie sich sonst nennem Bezüglich der„wirtschaftlichenVerhältnisseder Gesamtheit und der Einzelnen" kommt der Entwurf zu dem Resultat, daß staatliche Eingriffe in das wirtschaftliche Leben nicht unter allen Umständen zu verwerfen sind. DaS ist ein Novum in der freisinnigen Paitei» geschichte. Allerdings soll der Staat nur da eingreifen, wo „Abhilfe auf anderem Wege nicht erreichbar ist." Diese Einschränkung hat etwas kautschukartiges; ihre Auslegung kann in konkreten Fällen sehr verschieden sein. Wenn man aber bedenkt, daß der ganze Programmpunkt nur ein wider-
661
KÄ'KJ« D-nuerrtag. 23 August 1894
Lkt 2$ 0.
„Freilich!" sagt fie beschämt und wagt sich erst gar nicht mit der Sprache heraus. Das Tintenfaß hat fie ausgegossen über die neue Helle Tapete in der guten Stube.
Und nun spreizt fie ihre runden Hände vor ihm au»: Mohrenhändet Ihr Taschentuch kommt zum Vorschein: kaum ein weißer Fleck noch daran. Und im Gesicht, wo sie mit den Fingern hingekommen ist: bläulich-schwarze Streifen auf der weiß- rosigen Haut, nebeneinanderlaufend wie beim Zebra.
Peter schüttelt ernst den Kopf. „Marthel, mußt denn auch immer so Sachen machen," sagt der junge Moralprediger.
Da weint fie los. Dar giebt ihr den Rest.
„Nun fängst Du auch noch an! Und warst »och immer der Einzige, der'» gut mit mit meinte... aber jetzt machst Dir gar nicht» mehr au» mir... gar nicht«!" .
Einen so bitterbösen, und doch so schmerzlich rührenden Blick warf fie ihm zu, daß ihm ganz weich und weh um» Herz wurde. „Marthel . . .*
»Aber ich geh! Nun geh ich!" schluchzte sie. „Nachher mag fie mich schelten, die Mutter, schlagen — halbtot schlagen! Dir ist'» ja gleich . . ."
Er hielt fie fest, redete ihr gut zu und fragte, wie da» Unglück denn gekommen sei.
„Kann ich denn dafür?" fragt ste ruhiger. „Ist'« denn nicht ein Malheur, wenn einen 's Tintenaß au» der Hand fällt? Wollt ich denn nicht grad extta fleißig fein und den Aufsatz so schön schreiben, wie noch nie? Und braucht ich dazu nicht die chwarze Tinte au« der guten Stube? O —o — o!" jammerte sie jetzt aus vollem Halse los, denn das Selbstmitleid setzte ihrem wehrlosen Seelchen arg zu, „wenn ich auch nmh so gut sein will, alle» gerät mir zum Unheil! Und immer krieg ich Schläge
Die deutsche« Lapdwilte wäre« schon bisher der Rettung, daß fie durch die Kovkurrerz des werikavische» Viehs schwer geschädigt würde«; seit eine« Monat ist die durch diese Konkurrenz drohende tzeiühr noch weit schlimmer geworden. Während Mich bis jetzt die Hauptmasse der nordamerikanische» ■ llrSfuhr »ach England ging, weil für die Vieh- nnd Wchverseudung «ach diesem Lande die vollkommensten gonichtungeu gehofft» waren, wird seit kurzem auch kt Ben and nach Deutschland mit der gleichen technischen Ver vollkow mm g betriebe». Die H a m b u r g - jlnierikauifchePacketfahrt-Aktiengesell- schaft, die doch zur Förderung der gtfamte» volkswirtschaftlichen Interesse» iiseres Landes gegründet fei« will und die z« diesem Zwecke von der Reichs- regierung unterstützt wird, hat unserer Landwirtschaft diesen schlechten Dienst »wiesen. Sie läßt fünf große Dampfer eigens für den Vi h- »nd Fleischtransport von Nordamerika «ch Deutschland bauen, jeden mit Platz für 400 Silber, vorzüglichen Einrichtungen für Fütterung, Karilatio» u. f. w. Das erste dieser Schiffe, der tampfet Prnsfia ist, wie wir der Nummer 47 des .Sozialpolitische!« Centralblatts" entnehme», bereits tätig und hat Ende Juli seine erste Ladung von 340 Stück lebenden nnd 150 geschlachteten Ochsen «ch Hamburg gebracht. Die Tiere machst n »ach
Dito* -
test* rtN>
„Komm mit," sagte er nach kurzem lleberlegen und führte sie über die wackelige Hühnerstiege nach dem Boden und zu seinen Schätzen. Es war finster geworden und er hielt da» Licht, da» er mitge# nomwten hatte, tief, daß der Schein voll auf sein Werk fiel. „Da» ist'«," sagte er und da» Herz hämmerte ihm in der Erwartung, wie fie nun wohl in Jubel ausbrechen würde. Aber fie fragte nur: „Wo? wo?" bückte sich auf den Boden und wußte gar nicht was er meinte. Und als fie endlich seine Püppchen sah, die schiefen, grauen, verzerrten Se fialten, eine neben der andern aufmarschiert, wie Schmetterlinge, die auf eine Tastl gespannt find, da lachte fie hell auf. „So Fratzen hast gemacht? Warum hast nur da» garstige Zeug gemacht?"
Sie ahnte nicht, wie ihre unbewußte Grausam« eit ihm da» Herz zerriß und übte unbekümmert Kritik.
„Nein, der da, Peter, der hat ja ’nen Buckel! Und der wird gleich auf die Nase fallen! Ach, du lieber Heiland! Der Löwe sieht aber 'mal komisch au»!"
Zu spaßig und verwunderlich fand sie'«, daß der ernste Junge solche Allotria getrieben hatte.
Er schwieg und biß seine Lippe und ballte die jerabhängenden Hände so fest zusammen, daß er meinte, da» Blut müsse ihm au» den Nägeln herau«- pritzen.
„Marthel," stöhnte er endlich und sah fie an, wie ein gequälte» Tier seinen Peiniger, ,,e» ist ja doch, weil ich ein Künstler werten will."
„Ach —" fie zog die Augenbrauen erstaunt in die Höhe. „Darum? Macht man da» so?"
„Ich weiß ja nicht," schrie er verzweifelt auf. „Marthel, keinen Menschen kann ich fragen! Kein Mensch hat mir gesagt, wie'» gemacht wirt)! Und
r.
1.10 3 (487»
KmrK mrd Snnk.
kaum von Gertrud Frank e-Schievelbein.
(Nachdruck verboten)
] | (Fortsetzung:)
. Wie der Seidenwurm spinnt, der Biber baut, ® Webervögel feine wunderbaren Nester webt, A derselben sichern und dunkeln Urkraft de» W«k» betätigte der Dorfjunge fein vom Vater °rrb!« Talent.
_ Wie er einmal in feine Arbeit versunken fitzt, SS er die Bodentreppe empor, leichte, junge Füße.
hört Peter ein Rascheln, Kramen und Suchen den großen Schränken, die ihm die Aussicht v^wen. Dazwischen kommt wohl auch ein Seufzer- ~ iu Tage, so ein recht tiefe», schweres, wie er’« .Marthel kennt, wenn sie in Nöten ist. Er also Bescheid. Eine Weile ringt seine Schaffen».
5* .^it dem Trieb ihr zu helfen. Denn daß fie ium bloßen Vergnügen auf den Boden steigt, 'hr immer so arg gruselt, ist sonnenklar. Al»
x1 da» Seufzen immer häufiger kommt, Zug um Jb Aid dazwischen ein verlorene«, weinerliche» ^Sott, ach Gott!" und immer heftigere» Kramen ^.Suchen, da überwiegt die Menschenliebe und 9 Wereitfäaft
^-Marthel!" sagt er ein paar Mal ganz leise seinem Bretterverschlag hervor Sie hält jnne _ e9 ist ein Weilchen totenstill.
flüstert er noch einmal: „Marthel!" — „Peter!" sie da freudig fragend. „Bist denn da,
tritt er hervor und fie jauchzt und fliegt zu. „Ach Gott sei Dank! Du wirst helfen I ja alles! Ach Peter le, hilf!"
^.Wa» Hai, denn alleweil? Hast denn wieder angericht' ?"
Anzeigen nimmt entgegen die Expeditton dieses Blatte», sowie die Amronceu-Bur-aurvon Haasenstetn u. Vogler in —— Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg und Men; Rudolf aaia!
Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. w “
Daube u. Eo. tn Frankfurt «u M., Berlin, Hannover, Pari».