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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«

Verantwortlicher Äebettnti: Harry Fiukiug tu Äerbxrt. Ätbettimt md Expedition: Markt 81. Fernsprecher Nr. 55*

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etwas anderes. Da geben sie den Anarchisten lieber Selb, wie dergrofje* Rothschild, oder mau arbeitet mit Dampfkraft in ihrem Interesse, wie auf der Frankfurter Preßplautage des Herrn Sonnemann. Auch über Bismarck wurde tu vergangener Woche seitens desVorwärts* und derFrankfurter Zig.* wieder weidlich geschimpft. Ma» versucht unseren NationalheroS als Angstmeier hinzustellen, indem man ans die Schutzmaßregelu für die Person des Altkauzlers hinweist, die in der Zeit »ach de» Atten­taten getroffen wurden. Wir glauben schon, daß es jene« Leuten sehr angenehm gewesen wäre, wenn ei» zweiter Kullman» de» Fürsten eines schönen Tage? besser getroffen hätte. Wir dagegen finde», daß Bismarck »ur seine einfachste Pflicht gegen sein Volk erfüllte, indem er jene Schutzmaßregelu zuließ, durch welche möglichste Erhaltu»g seines für Dentschland so nneutbehrlichin und segensreiche» Lebens angestrebt wurde.

Aber nicht nur die antideutsche» Demokratenblätter sonder» auch solche Blätter, die bei jeder Gelegenheit Humanität* markiere» zu muffen glauben, besorge» die Geschäfte deS Anarchismus und der Sozial­demokratie. Ei» recht lehrreiches Beispiel hierfür ist folgendes: Gegen den Sitzredakteur desVorwärts* ist gelegentlich eines jener bekannten A k t e n d i e b - stähle der Zeugniszwang in Anwendung gebracht worden. Uns deucht, daß das ganz in der Ordnung fei; denn den Beamten-Vertrauensbrüche» muß »n» doch endlich einmal energisch zu Leibe ge­gangen werden. TerHamburgische Korrespondent* ist indessen, vermutlich von Wohlwollen gegen die mißhandelte Sozialdemokratie* geleitet, anderer An­sicht ; er kommt dem sozialdemokratischen Strohmanne zu Hilfe und schreibt, der Redakteur könne, da er das Redaktiongeheimnis zu wahren habe, in den peinlichsten Zwiespalt zwischen Gesetz und Gewissen* komme». Darüber sollte man sich doch nicht be­unruhige»; das Gewiffen der Sozialdemokrate» ist ein ganz absonderliches Ding, wie u. a. die Verteidigung deS Meineides zum Zwecke deS HeravsreißeuS eines Genossen* beweist. Wie aber paßr Sentimentalität zu dem Vergehe», um defle»Ah»duug es sich in dem vorliegende» Falle handelt? Wie kann mau den Ab- »ruck gestohlener Aktenstücke als einen solche» Beitrag behandeln, deffen Antor durch da» Redaktiongeheimvis zu schützen fei? DerVorwärts* hat hier lediglich )ie Rolle de» Hehlers, wahrscheinlich sogar die de» Anstifters zum Diebstahl gespielt, und ebensowenig wie den Geschäftsmann, der gestohlene Waaren kaust und weiter verschleißt, dasGeschäfts-

Der Tro«da-o«r.

Änum v« Karl SavelSberg.

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geheimnts* decken kann, kann und darf eine Zeitung sich hinter daSRedaktiongeheimnis* fluchten, wenn e» darauf ankommt, einen ehrlosen Beamten zur Be­strafung heranzuziehen. Es ist ja non de«Hamburger Korrespondenten* sehr wohlwollend und freundschaftlich gehandelt, daß er der sozialrevolutionären Kollegin so findig beispringt, allein alS geschickt kann diese Leistung keineswegs bezeichnet werden, selbst wenn man fie »ur vom Standpunkt der Sentimentalität betrachte» wollte.

Sozialrevolutiou und Cholera diese beiden Seuchen find es, die die moderne Welt zur Zeit ganz besonders beunruhigen. Glücklicherweise macht letztere nicht so große Fortschritte wie erstere. In Deutsch­land find bislang nur noch Einzelfälle vorgekommen, bei denen die Krankheit stets eingeschleppt war. In Petersburg dagegen nimmt nach neuesten Berichten die Seuche trotz aller Vorfichtmaßregelu bereits eine ungeheure Ausdehnung an. Hoffen wir, daß von zuständiger Seite in Deutschland alles geschehen wird, um dieses Gespenst von unseren Grenzen fern zu halten.

In Frankreich hat man in vergangener Woche glücklich die schneidigen nnd hoffentlich wirksamen Anarchistengesetze unter Dach gebracht. Natürlich haben die Preßkulis, denen ihr Sensationerregung gewerbe weit mehr als das Wohl ihres Vaterlandes am Herzen liegt, großen Lärm gemacht, weil ihnen die Veröffentlichung der Anarchistenprozeffe, die fich leicht zu Apotheosen der Mordbuben gestalte» könne», versagt wird. Sie haben sogar in der Kammer eine wüste Szene verursacht, infolgedeffeu sie zeitweise von der Tribüne entfernt wurden. In einem Punkte sind übrigens diese stanzöfischen Zeitungschreiber immer noch bester, wie ihre Kollegen von der deutschen Skandalprefle. Jene geben wenigstens Statisfikatiou, wenn sie beleidigt haben, diese dagegen beschimpfen, verleumden und ver­höhnen alles was ihnen zu aoständig in der Welt vorkommt mit der größten Ungeniertheit, da ie es sich zum recht bequemen Prinzip ge­macht haben, ihre teuren Knochen und meist kiummev Beine keiner Gefahr auszusetzen. Kammer und Senat haben in Frankreich die Anarchistengesetze trotz des Lärms der Presse angenommen; hoffen wir, daß andere Länder und namentlich unser teures Vaterland dem Beispiele unserer westlichen Nachbarn in diesem Punkte recht bald folgen, damit das anarchistische Ungeziefer recht bald auSgerottet und unschädlich ge­macht werden möge.

In Europa ist sonst zur Zeit alles ruhig. 3m erneu Ost asten dagegen scheine« lauge schwebende

n M idem. Preis, rberal f-K, fabrik, (4433

lewerkstelligen 9 Es dünkte ihm schier eine Unmög- ichkeit, denn das Gefängnis «ar jedenfalls stark »ewacht; trotzdem verlor er den Mut nicht und begab fich nach einem kleinen inbrünstigen Stoß­gebetlein wieder vorsichtig in dm Schuppen zurück

Zu feiner Freude bemerkte er, daß da« Geräusch, welcher ihn vorhin so sehr erschreckt hatte, nur von zwei Katzen herrührte, die hier ihr Unwesen getrieben md nun bei seiner Annäherung in wilder Flucht lavonstoben. Er schob die Riegel wieder vor, und äh fich, so gut e» beim schwachen Monderscheine sing, in dem finstern Schuppen um. Obwohl seine Züße mehrmals über die verschiedensten Gegenständ« tolperten, ließ er nicht ab vom Suchen, bis er die fier vermuteten Ruderstangen wirklich gefunden Kitte und sich ben Ort, wo fie lagen, genau ein- eprägt hatte. Man konnte nicht wissen, wie et hier später benötigen würde.

Dann zog er sich, um weiteres Geräusch zu ver- Men und nachzudenken, was er nun Beginnen sollte, wieder hinter das erwähnte Faß zurück. Seiner Schätzung nach mochte es jetzt um die elfte Stunde ein. Am besten hielt er sich wohl noch eine zett- ang in feinem Versteck, bis die wachthabende Mann- chast, deren laute« Sprechen und wüste« Lachen bi« ihm herübertönte, wenigsten« bi« auf die aus­gestellten Wachen, zur Ruhe gegangen war.

Er pries ben Zufall, der grade zu der Zeit, wo er fich über ben Hof bem Schuppen zu geschlichen, es gefügt hatte, daß man der Bewachung desselben keine Aufmerksamkeit schenkte. Ander« war er jetzt, wo er deutlich die Schrttte eine« auf bem weiten , jofe auf und ab wandelnden bewaffneten Manne« vernahm. Run kam er sogar dem Schuppm näher, zu seinem Schrecken ersah vernarb au« feinem >»nfeln versteck, wie jener stehenbleibend da« Dunkel

Moral insanity?

E« ist ein beliebtes Argument der Verteidiger, einen Halluuken, der irgend eine Rohheit begangen, für geistig defekt zu erklären, um den Burschen womöglch in ei« Irrenhaus bringen zu lassen. Vor Kurzem ist nun eine Entscheidung des Reichsgerichts ergangen, wonach der höchste deutsche Gerichtshofden vagen Lehren von der auf moralischem Jrrfiun beruhenden Unzurechnung- ähigkeit* den Eingang in die Strafrechtpflege verschließe« will. Aus dem Publikum hat man daraufhin die Ansicht hören können, daß dos Reichsgericht mit feiner Abneigung gegen die Lehre von Moral insanity doch wohl in einen bedenklichen Gegensatz zu anerkannten Ergebnissen wiffeu- chastlicher Forschung gerate; Dazu bemerken aber die

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Bo« Jebarf, nntagi taute»

und die mit starken Eisenstäben vergitterten Fenster Sollte die« vielleicht das große Gefängnis sein, von lern man erzählte, daß viele hundert gefangene Christen darin schmachteten? Sollte ihn der Zufall wohl grade dorthin geführt haben, wohin feine Sehn- ucht ihn getrieben, an den Aufenthaltsort feines unglücklichen Herrn?

Hierüber mußte er fich Gewißheit verschaffen, aber wie? Da kam ihm eine Idee. Wenn Peirol wirklich hier weilte, wenn er wachte, so mußte er eine Stimme, sein Lied erkennen, so leise er auch äug. Mochte dieser Versuch auch noch so gefährlich ein, er wollte ihn wagen. Mit bebender Stimme mb er an zu fingen und lauschte nach der ersten Strophe mit atemloser Spannung hinauf. Da was war das? Klang e» nicht leise, doch deutlich von oben herab, ja ja, die zweite Sttophe war es, die niemand kannte als Peirol, der Troubadour, ja es war die Stimme seiner geliebten Herrn. Mit ieberhafter Anstrengung lauschte er, von wannen ie komme. Bald hatte er die Richtung, ja sogar >a» Fenster entdeckt, au» welchem ein Arm wie ;rüßend sich herausstreckte, außer fich vor Freude hat er einen unbedachten Jubelruf und begann, eben so leise wie vorher, die dritte Sttophe des hm so wohlbekannten Liedleins zu fingen, doch plötz- ich brach er ab, denn er hörte deutlich in dem Schuppen ein Geräusch, der Atem stand ihm still vor Angst und Schrecken; offenbar Halle man das Offensein der Thüre bemerkt »der feinen Gesang gehört. Doch nicht« regte fich. Sollte er fich ge­täuscht haben. Schnell merkte er fich noch da« Fenster, hinter dem er seinm Herrn vermutete; er Mtte doch nun wenigsten« die venugthuung zu wiffen, daß er fich in seiner Nähe befand. Wie aber wollte er zu ihm gelangen, wie fein» vefteiung

Gegensätze uunmehr zum Ausbruch zu komme«. Die Nachrichte«, welche hierüber eiulaufe« widerspreche« fich noch immer, doch scheinm diejenige« am be­gründetsten, die dm Ausbruch der Feindseligkeitm zwischen China und Japan melde«. Die AuSfichtm dieses Krieges find dunkel. China hat weit mehr, Japan bedeutend beffere Streitttäste. Im Jntereffe des Welthandels und des Kulturfortschritts ist der Sieg Japans zu wünschen. Zu« Schutze der Europäer in jenen Ländern werden übrigens von allen Mächten umfaffenbe Vorkehrungen getroffen.

»feit« be« Schuppen« her, woraus Bernard schloß, die die Rückwand desselben bilbenbe Mauer

des Schuppen« zu durchdringen suchte. Zum Glück hatte der Mond fich eben hinter einer großen Wolke verborgen, sonst wäre der Fürchterliche vielleicht noch gar dort eingetreten. Doch jetzt machte er Kehrt und nahm seinen Gang wieder auf, immer weiter entfernte er fich und schließlich verstummte da« Ge­räusch der auf dem Steinpflaster laut hallenden Schritte gänzlich, er mochte wohl, um feine durstige Kehle anzufeuchten, in die Wachtstube zurückgekehrt sein.

Da plötzlich flammte auf der andern Seite de« etwa zwölf Schrttte breiten Schuppen« ein Heller Lichtstrahl auf; kein Wunder, daß Bernard zn Tode erschrocken erbleichte und mit stockendem Atem fich möglichst in den tiefsten Schatten drängte.

Al« er bann von bem ersten Schrecken sich erholt hatte und neugierig hinfpähte, bemerkte er, daß das Licht au» einer in ben Schuppen mündenden fest­vergitterten Fensterluke kam, die er vorher nicht beachtet hatte. Seife erhob er fich und schlich, den Lichtstrahl umgehend und möglichst auch da« geringste Geräusch zu verhüten suchend, bi« an die Fenster­öffnung heran. Er mußte fich auf die Zehenspitzen teilen, um hineinschauen zu können; auf die Gefahr )in, von dem Bewohner be« Raumes erblickt zu werden, wagte er e» dennoch, einen Blick in da» Innere derselben zu werft«, einen Blick nur, dann uhr et zurück was war e», war sein spähende» Ange erschaut, daß er in übermächtiger Erregung da» heiße Anttitz in seine Hände barg und dann auf die Jtniee finkend, wie zu einem Dankgebet die Arme gen Himmel erhob.

In dem aller Bequemlichkeit mtbehrendm Raume taiete vor einem dürftigen Strohlager ein etwa iebzehnjähriger Jüngling in andächttge» Gebet »er# unten. Da» Kreuz, welche« seine Hände umfaßtm, zeigte, daß er ei« Christ war. Dieser Umstand

Politische Rundschau.

* Marburg, 38. Juli 1894.

Zum Berliner Bierkriege.

DerVorwärts" rühmt wieder einmal dieOpfer- willigkeit der Arbeiterschaft", die stets bereit sei, wenn es sich um Unterstützung von Proletariern handle. Behufs Durchführung des Bierboykotts sind nämlich bis jetzt rund 45,000 Mark Baar in der sozialdemokratischen Hauptkaffe eingegangen. Wir möchten doch aber sehr bezweifeln, daß diese Summe auch nur zur kleineren Hälfte durch Beiträge der Arbesterschaft zusammengebracht ist; die nichtboykot- tirten Brauereien und vor allem die an der Baissespeku­lation derRing"-Aktien beteiligten Börsenmänner werden wohl gründlichgeblutet" haben. DerVorwärts" meint, es werde der Sozialdemokratie nicht schwer fallen, noch weitereTausende und Abertausende" zusammenzubringen. Das glauben wir gern; die Quellen, aus denen die rote Internationale schöpft, sind schier unversiegbar. Für diese ArtWohlthäter" gießt es keine schlechten Zeiten und keinen Unterschied bei derUnterstützung" revolutionärer Beweg­ungen. Hat doch, wie derVorwärts" vor einiger Zeit elber berichtete, dergroße" Rothschild den Pariser An­archisten mit recht erheblichen Mittelnunter die Arme* gegriffen.

Wochen-Rückblicke.

* Marburg, be« 28. Juli 1894.

I» der deutsche« Politik herrscht andauernd Sülle. Bezeichnend für den Stoffmangel ist die Thatsache, daß sich die besonders Klugen, die das -raS wachse« höre« dieNat.-lib.-Corr.* und bieNordd. Allg. Ztg.* bereits über be« Termin ber Wiedereröffnung deS Reichstages streiten. Lorläufig ist an diesem Snfangtermin noch nichts gelegen, zumal man noch nicht viel sicheres darüber veiß, was in der nächste« Session zur Verhandlung kommen soll. Steuerprojekte schwirren durch i bie Lust, und die Zeitungen der verschiedene» Parteien suchen daraus bereits Kapital zu schlagen, wem fie ttittstere«, was fie noch nicht kennen. Run befolgt die alte Methode, fich dadurch populär za machen, daß mau nach Kräften gegen alle Steuerpläne opponiert. Nu», das Deutsche Volk Wirb auch in diesem Punkte allmählich mündig, und begreift, daß der Staatshaushalt nun einmal Steuern erheischt, wie schön auch das Gegenteil täte. Außer den Steuerplänen ber Regierung wird «ber hoffentlich trotz aller offiziösenKaliblütigkett* mch ber Kampf gegen die Sozialrevolution zm Sprache komme». Das steuerzahlende Volk hat eben auch ein Recht, vom Staate Schutz zu verlangen gegen Elemente, die fein Leben, feine Freiheit, seine Materiellen und geistigen Güter bedrohe». Wen» wir selchen Schutz vom Staate fordern, so ist das keineS- 6eg8 wie die Demokraten und Offiziösen schreien llugst, sondern lediglich Gehorsam gegen das natür­liche Gebot der Selbsterhaltuug.Der kluge Mann baut vor*, sagt der Dichter, und der weise geleitete Staat sollte erst recht so handel». Wir möchte» dagegen den Spieß umkehren und behaupte», daß gerade die, welche so eifrig von einem Vorgehen gegen die Sozialrevolutionären abraten, aus Angst je reden. Es gehört unter den heutigen Verhält- *1 immer ein gewisser Mut dazu, ohne Scheu! kl Umsturzgefindel zu bekämpfen, da man eine Staube darauf erstochen in irgend einer Ecke liegen dn». Unter solchen Umständen ist die Angst derer, deiche denMut der Kaltblütigkeit* gepachtet haben »ollen, nur zu begreiflich. Gerade unter ben Elementen, sie das Gros unserer Demottaten bilden, hat es bei jeher nur wenige gegeben, die fich durch Mut «»zeichnete». Frechheit und Unverschämtheit ie, die zeigen fie alle Tage, weil fie wiffen, daß die ßegner viel zu anständig find, um ihnen mit gleicher fenje znrückzuzahlen; aber Mut das ist ganz!

Marburg, Sonntag, 29 Juli 1894

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annouceu-Bureaur von Haaseustein u. Vogler in Frankfurt «. M., Eaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt cu M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube m Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Erscheint täglich außer an Werktagen nach von»- und Feiertage«. Quartal-AbonnemeutS-Preik bei der Expe­dition 2 Mk>, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exü. Bestellgeld). JnseratiouSgebühr für die gespaltene Zelle »der deren Raum 10 Pfz, Reklamen für die Zelle 25 Pfg

«mittelbar am Meeresstraube sich befand. Nun warb er sich so recht seiner gefährlichen Lage *xmßt, zwar war er immerhin hier bester auf, Hoben al« braußen auf ber Straße; wie aber, *tm man ihn hier entbccktel Ein schwacher Licht- $®mer im Hintergründe be» Schuppen« veranlaßte sich vorsichtig, ganz leise heranzuschleichen, um ^Ursache desselben zu entdecken Seine Furcht ®er war unbegründet, beim e« war be« Mondes welche» durch bie schmale Ritze einer Thüre Mmrchschimmerte. Sollte biefe sich wohl öffnen chn?

Sein Versuch, die schweren Riegel zurückzuschieben, ptoft wenn ihn auch manchmal da» dabei verur- **te und nicht zu vermeidende Geräusch erbeben H vor Angst, daß jemand e» vernehme und fein Beginnen bemerkt werbe. Doch alle« blieb Wg. Zagend trat er hinaus in« Freie und lehnte

Thüre hinter fich an. Dann schaute er neu« Mist fich um. Vor fich sah er in endloser Wette Meer, nur wenige Schritte vor ihm bespülten * rauschenden Wellen da« sandige Gestade. Wa« ** am meisten fein Auge fesselte, waren zwei an Mige Holzpflöcke angebundene Kähne; zwar fehlten

Suber, doch war e« sehr wahrscheinlich, daß die- in bem eben verlassenen Schuppen aufbewahrt Tj^ben. Eich umwendend betrachtete er mit In- M bie Rückseite de« langen unheimlichen Ge- ****, die vielen darin angebrachten Schießscharten

billig *1) treu tta*