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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Lerauttoottlicher Äebettexr: Harry Finking ix Mxrbxr«, Äebdtten xnd Expedition r Mxrkt 81. Fernsprecher Nr. 56»
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Stoffe in Frankfurt tu St., Berlin, München n. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari»«
Zweites Blatt
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von künstlichem Eis und von Mneralwasser u. a.
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soll sie kosten?
Zwei Millionen Franks
Ordnung ohne besondere Genehmigung vornehmen dürfen. Hierher gehören u. a. die Molkerein (Meiereien) Mmgarinefabrtken, Schaum- und Obstwetnfabriken, Zitronatfabriken, Obstkrautfabriken, Dörrobst- und Dörrgemüse- (Präserven-) Fabriken, Konservenfabriken,
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Frankfurter Schuhlager Jacob Wolf, Netter gaffe 15, Größte» und billigste» Schuhlager Mar bürg'». Neelie und «xfwerffewe » die»»»,
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dürfen, und daß dem von einzelnen großen Handels- Mühlen unter Hinweis auf die Konkurrenz des Aus-
„KörnenSie gleich auszieh«?* — „Wenn es darauf ankommt, ix einer Stunde". — .Nein", sagte d'Srce, „das ist zu spät. Wer weiß, ob sie mir in einer
Das Gleiche gilt von den Betrieben, die ausschließlich oder vorwiegend mit durch Wind oder muegelmäßige Wasserkraft bewegten Triebwerken arbeit«. Hierher gehören vornehmlich die Müllereien, abgesehen von den mit Dampf betriebenen. Was
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Esfigfabriken.
l Bei solchen Gewerbezweigen, wo die Zulassung der Sonntagsarbeit zur Befriedigung täglicher oder an Sonn« und Festtagen besonders hervortretmder Bedürfniffe der Bevölkerung erforderlich ist, sind die Mgen Ausnahmebestimmungen nicht vom Bundes-
Ca. 6000 Stück Seiverrstosf- - ab eigener Fabrik — schwarze» weiße und farbige — v. 75 Pfgi bis Mk. 18 65 p. Steter - glatt, gestreift, karriert, gemustert, Damaste 2C. (ca 240 veisch. Qual, und 2000 versch. Farben, Dessins rc.) 99* Porto- und steuerfrei ins Sau» !! Katalog und Muster umgehend.
®. Henneberg'S Seibeufabrik (t. k. Host.), Zürich.
Zur gewerblichen Sonntagsruhe.
Der Reichskanzler hat vor kurzem den verbün« beten Regierungen einen im Reichsamt des Innern ^gearbeiteten Entwmf der auf Grund des § 105 d der Gewerbe-Ordnung vom Bundesrat zu erlassenden Ausnahmebestimmungen, betreffend die Sonntagsruhe in gewerblichen Anlagen der Gruppe XII der Gewerbe- stattstik (Nahnmgs- und GenußmÜtel), mitgeteilt. Die Bestimmungen für Rohzuckerfabriken, Zucker- raffinerien und Melasseentzuckerungsanstalten find in bicfem Entwurf nicht enthalten, da sie bereits vor einigen Monaten veröffentlicht und mit Vertretern der Jnter- effenteil beraten sind. Der Entwurf enthält lediglich für Zichoriendarren, Sptritusraffinerien und SrMereien Ausnahmebestimmungen auf Grund des § 105 d.
Keine Ausnahmen find für diejenigen Gewerbs-
Stunde noch gefällt. Hier eine Anweisung auf zwe Millionen, aber stehen Sie gefälligst auf und gehen Sie sofort". Und die Familie, die den Name» d'Arce kannte, stand auf und der neue Besitzer der Billa setzte sich au den gedeckten Tisch und ließ sich das Sffeu trefflich schmecke« .... So erzählt man wenigsten» die Geschichte, die fteilich etwas sehr — bolivianisch klingt.
— Unter guten Freundinnen. Alma: „Der Affessor Wüllert ist doch ein recht feiner Schmeichler." — Hedwig: „Wieso? Hat er Dir gesagt, Du seist hübsch?" — Alma: „Nein, aber er meinte, Du wärst eS!"
Kunst und Wissenschaft.
München, 23. Juli. Der bekannte Archäologe, Geheimrat Professor O r. Heinrich von Brunn, ist heute nach längerem Leiden in Schliersee ge> störben. (Heinrich von Bruun, geb. 23. Januar 1822 in Wörlitz kei Dessau, besuchte seit Herbst 1839 die Universität Bonn und begab sich 1843 nach Rom, wo er sich an de» Arbeiten des archäologischen Instituts beteiligte. 1853 nach Deutschland zurückgekehrt, habilitieite er sich 1854 an der Universität Bonn für Archäologie. Ende 1856 wurde er als Sekretär des Archäologischen Instituts näch Rom berufe», wo er höchst fördernd wirkte, bis er Oster» 1865 einem Rufe als Professor der Archäologie »ach Münche» folgte, wo er zugleich Konservator des Münzkabinett», 1867 auch Konservator der Basen- sammlung und 1888 Direktor der Glyptothek wurde, v. Brunn ist als Begründer derjenige» Richtung in der moderne» Archäologie zu bezeichnen, welche, ausgehend vo» der Deutung der künstlerischen Motive und genauer stilistischer Analyse de» geistigen Sehalt und die historische Stellung der Kunstdenkmäler festz« halte» sucht. Die Geschichte der griechischen Malerei und der etiuSktschen Kunst ist fast ausschließlich sei» Werk.)
soweit er zur Beendigung der vor 6 Uhr des vorhergehenden Abends begonnenen Destillationen erforderlich ist, — der ununterbrochene Betrieb der Holzkohlefilter und der Holzkohleglühöfen.
Für die Brauereien werde» die Bestimmungen i« § 105 c Absatz 1 der Gewerbe-Ordnung im allgemeinen als ausreichend angesehen, nm diejenigen Arbeite» an So»»- und Festtage« zu ermöglichen, die im Brauereibetrieb auch a« diese« Tagen vor- genommen werden müsse». Die Bereitung der Bierwürze an So»«- nud Festtage« wird nicht für notwendig erachtet. Der Entwmf ficht indessen aus wirtschaftlichen Gründen — und zwar als einzige, auf Grund des § 105 d zuzulassende Ausnahmebestimmung für Brauereien — vor, daß in solchen Brauereien, die innerhalb eines Jahres nicht länger als 6 Monate im Betrieb find, die Würze auch an Sonn- und Festtagen — mit Ausnahme der drei hohen Feste — bereitet weiden darf.
Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat die Königlichen Regieruugs-Präsideute« ersucht, etwaige Wünsche euf Abänderung und Ergänzung des Entwurfs, die aus den Kreisen der Beteiligte» vorgebracht werde», spätestens bis zum 1. August d. I. vorzulege». Bo» einer mündliche» Beratung de» Entwurfs mit Vertretern der Arbeitgeber und Arbeiter wird voraus sichtlich Abstand genommen werden.
Etwaige Abänderungsvorschläge werden bei den Königliche» Landräten anzubringen sei».
«rschedü täglich «xßrr «n Werktagen nach kenn- xnd gekrtMou — Qnxrtal-Abvnnementr-Prei» bei der Expe- bitten 2 SIL, bei «llen Postämtern 2 SH. 26 Psgi (exkl.
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porige der -Gruppe XII vorgesehen, welche die für , fie an Sonn- und Festtagen erforderlichen Arbetten auf Grund des § 105 c Absatz 1 der Gewerbe»
Neubestellung«
mf die „Oberhessische Zeitung" für die Monate August und September werden von allen Postanftalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen. Neuzugehende Abonnenten erhalten die „Oberhessische Zeitung" bis zum 1. August unentgeltlich.
Die Exped. der „Oberheff. Ztg*
laudes geäußerten Wunsch auf Zulassung von Sonn- tagsarbett um deswillen nicht entsprochen werden könne, weil bereits gegenwärtig ein Teü der Betriebe dieser Art en Sonn- und Festtagen eine 24stündige llnterbrechnng eingeführt hat, und es der Absicht des Gesetzes entspricht, daß diese Rnhezett ench für die Trigen Mühlen herbeigeführt werde.
Endlich kommt noch eine Reihe von Bettteben in Frage, für welche die Gestattung von Sonntags- arbett lediglich im Hinblick auf die zu gewissen Zeiten k8 Jahres eintretende außergewöhnlich verstärtte Thättgkett für erforderlich erachtet totrb. Die in dieser Beziehung gestellten Anttäge (für Chokolade-, Luckemaaren-, Oblaten-, Bisqutt-, Honigkuchen- und Lebkuchenfabriken, für Reisschälmühlen, Zigarren- svrtieranstalten u. s. w.) werden gelegentlich der für die .Saisonindustrien" in Aussicht genommenen Be- Kimmungen besonders erörtert werden.
Für Zichoriendarren läßt der Entwurf an Sonn- anb Festtagen folgende Arbetten auf Grund des § 105 d zu: die Reinigung und Zerkleinerung der Wurzeln, und zwar a mtt Ausschluß der Zeit von b Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends, sofern in regelmäßigen Tag- und Nachtschichten gearbeüet wttd, b. bis 9 Uhr Vormittags, sofern nur in Tagschichten gearbeüet wttd, — ferner den ununterbrochenen betrieb der Darren. Auf das Weihnachtsfest sollen tiefe Ausnahmen aber keine Anwendung finden.
Dm Spttüusraffinerim feilen folgende Arbeiten 'm Sonn» und Festtagen mtt Ausnahme der drei bohm Feste gestattet werden: der ununterbrochene «rttieb der kotinuierlichen Destillierapparate - der betrieb der nicht kontinuierlichen Destillierapparate
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Vermischtes.
— Zur Statistik der deutsche» U»i- oersitäte». Auf den 21 deutsche» Untverfitäteu weile« zur Zett 32618 Student-n, vo» de»e»4577 der theologischen Fakultät angehöre« und zwar komme« mf die evangelische Theologie 3260, cuf oie katholische 1315 Studierende. Die Zahl der Jnristcn, Cameraliste» und Forstwiffmscha tler beläuft sich auf 7506, die der Mediziner, Chirurgen u»d Pharmazeuten auf 8551, die der Philosophen, Philologe» u»d Mathe- mattker auf 7176. Auf diese Zahl von Studierende« komme» 2513 akademische Lehrer, nämlich 1779 orde»tticheProfeffore»,5b0außerorde»tlichePr»fesform, 61 Honorarprofessoren, 705 Piivatdozente», Assistenten, Repetenten und schließlich noch 142 Sprach- und Erercttienmeister. Der Zahl der ordentlichen Prosefforen »ach folge« die Universitäten so aufeinander: Berlin 84, München 68, Leipzig 66, Bon» 64, Göttingen 63, Breslau 62, Straßburg 60, Halle 54, Tübingen 51, Marburg 47, Königsberg 46, Greifswald 44, Heidelberg 43, Erlangen 42, Gießen 41, Jena und Würzburg 37, Kiel 36, Rostock 31, Münster 22. I» Teutschland kämen also nach diesen Zahle» auf eine» ordentliche» Professor etwa 18 bis 19 Stndentm. Das thatsächliche Verhältnis ist ober ei- ganz anderes, indem an größeren Universitäten die Profefform ost weit über 300 Zuhörer haben, während a» kleineren die Zahl derselbe» oft beträchtlich unter die «gegebene Turchschnittsziffer sinkt. Die hohe Zahl der Dozenten an de« größere« Universität«
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Berlin, 24. Juli. Weizen mit Ausschluß von Rauhweizen per 1000 Kilo loko 130—141 nach Qualität, Lieferung«-Qualität 138 ML, per diesen Monat 133,25 bis 133,75—133,6 bez., per September 133,26-134,25 bis 134 bez., per Oktober 134,25—136 bez., per November 135,5—136 bez., per Dezember 136,26-136,76 bez. Gek. 600 Tonnen. Kündig.« Preis 138,6 Mk.
Roggen per 1000 Kilogramm loko 110—120 n. QxaL. Lieferungsqualität 116 SIL, per diesen Monat 114—114,26 bez., per August 113,76-114,25 - 113,75 bez., per Septbr. 114,5-116 25-116 bez, per Oktober 115,26-116,75 ba., per November 116—116,26 bez., per Dezember 116,6 bi» 117,6 bez.
Gerste per 1000 Kilogr., große und kleine 93 166 nach Qual.
Hafer per 1000 Kilogr. loko 130—163 n. Qualität, Lieferungsqualität 133 SL, pommerscher mittel bi» guter 131 -140, feiner 141—166, preußischer mittel bis guter 130—140, feiner 141—164, schlesischer mittel bis guter 133-142, feiner 143—168, russischer mittel bis guter 130-138, feiner 140-160, per diesen Monat 138,5 bis 134,75 bez., per August 20,26 bez, per September 113,6 bis 113,76 bez., per Oktober 112,6 bez. Gek. 300 To. Künd.-Pr. 134,6 Dk.
Mais per 1000 Kilogr. loko 101—114 nach Qual, per diesen Monat 98,6 bez., per August 98,25 bez., per September 100,26 bez. G k. 100 To. Kündigungs-Preis 98,6 Mk
Erbsen per 1000 Kilogr. Kochware 140-176 nach Qual., Futterware 124 146 nach Qual., Viktoria-Erbsen 160 200.
Weizer mehl loko per 100 Kilogr. brutto einschließlich Sack Nr. 00 18,75—17,00 bez., Nr. 0 16,75 15,25 bez. Feine Marken über Notiz bezahlL Roggenmehl Nr. 0 u. 1 16,00—14,5, do. feine Marken Nr. 0 m 1 16,00-16,00, Nr. 0 l*/i Mark höher als Nr. 0 u. 1.
Roggenmehl Nr. 0 u. 1 per 100 Kilogr. brutto einschließlich Sack per August und per September 14,8 bez., per Oktober 14,9 bez.
Stettin, 24. Juli. Nachmittags 1 Uhr; Weizen unverändert, loko 130—134, per Juli 133 per September- Oktober 134,60. Roggen unverändert, loko 112—116, per Juli 117,00, per September - Oktober 114,25. Pommerscher Hafer loko 121—130;
Mannheim, 24; Juli. Weizen per Juli 13,85, per November 13,40, per März 13,90. Roggen per Juli 12,00, per November 11,70, per März 12,66. Hafer per Juli 12,20, per November 13,70, per März 12,00. Mai» per Juli 10,26, per November 10,60, per März 10,76;
Pest, 24. Juli. Weizen loko flau, per Herbst 6,66 Gd;, 6,67 Br., per Frühjahr 7,03 Gd;, 7,06 Br; Roggen per Herbst 6,02 Gd., 6,08 Br; Hafer per Herbst 6,96 Gd., 6,97 Br. Mais per Mai-Juni 6,29 Gd., 6,81 Br., per Juli-August 1894 6,23 Gd., 6,25 Br.
Marburg,
Donnerstag, 26 Juli 1894.
nn anb deshalb gleichfalls in dem vorbezeichneten Entwurf nicht aufgeführt. Zu diesen Gewerbezweigen > ■ g finb die Bäckereien, Konditoreien, Schlachthäuser, " Tasserversorgungsanstalteu, Fabriken zur Herstellung
Anzeige» nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte», sowie die Amllmcen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in VTIV - ,
Frankfurt a. SL, Cassel, Magdeburg und Men: Rudolf 2L2L12L; fcODtfl,
Stoffe in Frankfurt <u SL, Berlin, München n. Köln; G. L.
entgeltfi diese letzteren betrifft, so steht der Entwurf auf dem
-res dv Standpunkt, daß sie der Sonntagsarbeit nicht be-
„-n^rot, sondern gemäß § 105 e der Gewerbe-Ordnung
——■ von den höheren Verwaltungsbehörden zu erlass«
könnte leicht zu einer Unterschätzung der kleinen Universitäten führen. Man darf aber aus der große» Zahl der Doze»te» nicht den Schluß ziehe», daß die Studieugelegenheit a» einer solchen große» Universität besonders günstig sei. Das ist keineswegs der Fall, eher trifft das Gegenteil zu. 88 fehlt dort ei» wichtiges, ja unumgänglich not««digeS Moment akademischen Lehrens und Lernens, nämlich der persönliche Verkehr des Lehrers und der Schüler. Unter den 84 ordentliche» Prosefforen Berlins ist wohl keiner, dem es möglich wäre, mit dem auf ihn ent fallenden Bruchteil der dort weilenden 8450 Studenten in nähere Berührung zu komme». Grade für die Fächer, in den« sich mit der Vorlesung »och praktisches Arbetten verknüpfe» soll, ist dies aber notwendig. Mau kann deshalb behaupten, daß die kleine» Univerfitäte» für die Wissenschaft eine LebenS- bebtngung sind und eine straffe Zentralisation wäre auf diesem Gebiet von keiner günstigen Wirkung.
— Eine tragikomische Geschichte wird in Folgendem aus Ofen-Pest erzählt: „Bekanntlich herrscht «och in einige« hiesigen Ministerien die Gepflogenheit, daß häufig auch Gattinnen kleiner Beamte» bei de« hohe« Funktionären in Audienz erscheinen, um für ihre Gatten irgend eine Protektion zu erbitten. Warum just Frauen, und zwar junge ebenso wie alte, diese Aufwartungen machen, hat noch Niemand zu erforschen vermocht, der in das ministerielle Seelenleben nicht eiugeweiht ist, aber e8 scheint, daß diese Audienzen denn doch irgend welchen praktische» Wert besitze». Allerdings solle» diese Besuche vielen hohen Beamte« sehr u»auge»ehm fei«, und eS kam schon vor, daß die Gattin eines solchen diese Besuche ebenfalls sehr unpassend fand und in ihrem häusliche» Kreise mit aller Thatkraft dagegen Stellung »ahm. Das Herz einer Frau hat eben seine Laune». Dieser Tage soll nun bei einem hohe» Beamte», dessen Gattin vo» solchen Besucher» entschieden nichts wisse» wollte, die Frau ett.eS Beamten vorgesprochen hab«, und während daS hübsche, junge Weibchen um die Protektion bat, vernahm der. betreffende hohe Herr plötzlich draußen die Stimme seiner Gattin. Obwohl et sich keiner Schuld bewußt war, wollte er doch die Erörterung seiner Gemahlin vermeide», und er bat daher die junge Dame, welche bei ihm zu Gast war, für eine» Moment in einem Nebeugemach Platz zu nehme». Die Satti» deS hoh« Beamte» trat ei» u»d forderte diesen auf, sofort mit ihr aus znfähren, was der hohe Beamte — um ebe» die scharfe» „Erörterung«" zu vermeide» — auch that. Die junge Dame im Nebmzimmer verhielt sich anfangs sehr rnhig und wartete auch ziemlich lange aus die Wiederkehr deS hohe» Herr». ES verging jedoch Stunde auf Stunde, und als sie endlich ohne Aufforderung da» Zimmer verlaff« wollte, sand fie alle Thüren versperrt. Die Diener hatten die BüreauS geschloff« vnd der — hohe Herr schien die junge Dame ganz vergeffeu zu hab«. Die arme kleine Frau begann zu pocheu, zu schreien und zu weinen, aber niemand hörte fie, und erst am Morgen gegen 6 Uhr, als die Diener die MiuisterialbüreauS wieder lüftete», wurde fie aus ihrem Sefängniffe befreit. Man kamt sich ungefähr vorstelle», welche Sensation in dem Amte herrschte, als bekannt wurde, daß eine junge Dame im Bureau eines hohen Herr» übernachtet habe. Der hohe Beamte, welcher die Protektion gewährt, und der kleine Beamte, welcher die Protektiv» begehrt, wäre» gleicherweise aufgeregt, und »ach einer langen Konferenz, die der Gatte der übernächtigen jungen Dame mit dem hohe» Herr» hatte, wurde er — sofort in eine höhere Rangklaffe versetzt. In dem betteffeud« Ministerium soll eS aber allen Frau« — selbst deu ältesten — nicht mehr gestattet sein, daS Avancement ihrer Satt« zu befürworten."
— Etwasplötzlich. Sennor Arce, der jüngst ermordete Präsident von Bolivia, war immens reich n»d warf daS Geld förmlich znm Fenster httauS. Eines Tages, als er noch bevollmächtigter Minister in Paris war, ritt er bei Vincennes vorüber. Er sah eine Villa, die ihm gefiel. Er trat ein und sand die Familie, der die Billa gehörte, bei Tische: „Verzeihen Sie, wenn ich störe, ich wollte nur fragen, ob Sie diese Billa verkauf«; fie gefällt mir*. — „Je nachdem, das kommt ganz daraus au*. — „Was
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Stärke-, Stärkesyrup- und Stärkezuckerfabriken, Mälze- Äfi#aa reim, Branntweinbrennereien, Preßhefefabriken und
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