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AMHm mb^EraEon: M-^^^Fer^rtch«^Rr. z.«°»°»Jllustrirtes Lonntagßblatt

Verantwortlicher Redakteur: Harry Fixking w Marbur» SUbeäbn xnb Expedition: Markt 81. Fernsprecher Nr. 65.

Marburg,

Dienstag, 10. Juli 1894.

Erscheint täglich außer an Werktag« nach Emm- xnb Feiertagen. Quartal-Sbounemems-Prei« bei der Expe­dition S Mk., bei «llen Postämtern 2 Mk. 95 Psg. (exS. Bestellgeld). JnserxtionSzebühr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Pf,., Reklamen für die Zelle 95 Pfg

MchsW Reifung

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai».

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Auuoncm-Bureaux von Haasenstein n. Vogler in VVTV - Frankfurt «. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AA1A; JllÜrg. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. £ v

Daube x. Co. in Frankfurt tu M., Berlin, Hannover, Pari».

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scheinunge» ihrer »agrarischen* Landsleute gefalle», sonderen Sott danken, daß fie noch so viele solcher Landsleute besitzen. Was würde sonst wohl aus ihnen und ihrer vielberühmten städtischerKiütm?" Wer würde fie gegen den feindlichen Ansturm von Osten nach Westen verteidigen? Die Fürsorge unserer nationalen Politik hat sich vor Alle« auf diejenigen Volkskreise zu ttchteu, in welchen die nationale Zukunft liegt. Und diese liegt am allerwenigsten in der teils durch Wohlleben teils durch ungesunde Lebensverhältnisse fortwährend degenertrmde» Bevölkernng der Industriegebiete uud der Großstädte. Sie liegt vor Allem in einer kräftigen, ge­sunde» Landbevölkerung.*

Die» verhinderte aber den nunmehrigen König Richard nicht, Stephan von Tour«, den Seneschall von Anjou, well er seinem Vater treu geblieben, in Ketten und Banden zu werfen und ihm seine Aemter, ja sogar seine Gattin zu nehmen und diese mit einem seiner Ritter zu vermählen. So wenig streng nahm man e« damals im frommen Mittel- alter mit dem katholischen Grundsätze der Unauf­löslichkeit der Ehe. Dagegen begnadigte er in einer seinen Charakter bezeichnenden Weise alle übrigen Anhänger seine» Vater» und nahm deffen Knechte in seinen Dienst, während er die vorher zu ihm übergettetenen Ritter und Geistlichm verächtlich be- handelte und die im gleichen Falle befindlichen Diener fortschickte. Dann empfing er in Rouen von König Philipp n von Frankreich da» Schwert, da» die Herzogswürde der Normandie bezeichnete und begab ftch nach England, um die ihm zugefallene Krone in Empfang zu nehmen und sich zu dem Kreryzuge zu rüsten, dem nun kein Hindernis mehr im Wege stand.

Wenige Tage nach jenem Vorfälle, der ihm ein wettere» Zusammenleben mtt seiner schwer gekränkten Gemahlin geradezu unmöglich machte, hatte Beraut von Mercoeur sein Schloß verlassen und sich Richard zur Verfügung gestellt, mit ihm gegen König Hein­rich zu Felde zu ziehen. Und al« die Fehde beendet war, hatte er ihn nach England begleitet, xm den »ortigen Krönungsfeierlichkeiten als einer der Ge- andten de« Königs von Frankreich beizuwohnen.

Kurz und fest hatte er beim Abschied der Ba- ronin erklätt, daß er vor Beendigung des Kreuz- zuges nicht zurückkehren werde, so e« Gott gefalle, hn unbeschädigt daraus zurückzuführen. Bi« dahin labe fie Zeit genug, über ihre Treulosigkeit nachzu- öenken und durch ein stille«, zurückgezogenes Leben sowie aufrichtige Reue zu versuchen, seine Zuneigung

gehenden Sonne Richard« zu. Umsonst mahnte der Papst durch seinen Legaten, der über Richard al« Anstifter des Kriege« den Bann aussprach, zum Frieden; umsonst drohte der Kardinallegat jedem Friedensstörer mit »em Banne, die beiden Könige verachtetm diesen. Heinrich wurde in Le Man» von Philipp und Richard belagert, wobei die Stadt erobert wurde und in Flammen aufging. Heinrich floh nach Tours, aber auch dieses wurde einge- nommen und nun fiel auch noch sein jüngster Sohn Johann von ihm ab. Endlich unterwarf sich der fdjwet erkrankte alte König von England am 4. Juli seinem ftanzösischen Lehnsherrn Man erzählte da­mals, daß während der Unterhandlungen ein Blitz und Donnerschlag vom heitern Himmel nieder­gefahren sei, um Gotter Zorn an den Tag zu legen, daß zwei Söhne ihren Vater demüttgen halfen. Heinrich selbst fluchte beiden und starb schon zwei Tage später, unversöhnt mit ihnen, in Chinon vor dem Altar der Kirche, wohin er sich hatte tragen lassen und wo er von den anwesenden Bischöfen Vergebung seiner Sünden erlangt und die Sakra- mente empfangen hatte. .

Richard begegnete dem Leichnam seine» Vater« auf dem Wege nach Fontevraud, wohin er im offenen Sarge geführt wurde, mtt entblößtem Antlitz und allm Zeichen der königlichen Würde angethan, um mit königlichem Gepränge in der Kirche de» dortigen Nonnenkloster» beigesetzt zu werden.

Al« Richard die königliche Leiche erblickte, ergriff hn plötzlich große Reue wegen der Vergehen, die er wider seinen Vater begangen, und er Hub laut an zu weinen. Der Leichnam de» Königs aber oll, wie die Zeitgenossen berichten, geblutet haben, al» der ungeratene Sohn sich ihm nahte. Von Reue gemartert, folgte dieser der Leiche nach Fontevraud.

Der Troubadour.

Seeum von Karl Savelrberg.

sNachdruck verbot«.)

(Fortsetzung)

wieberittgewinnen, die sie durch ihr Benehmen ver. cherzt habe. Er sei ihm leid, daß er sich im Zorne habe hinreißen lassen, fie zu mißhandeln, aber fie selbst trage die Schuld daran.

Seine blinde Eifersucht und Verstockthett aber hatten da» gerade Gegenteil von dem zur Folge, was er in seinem verkehrten Wahn bezweckte.

Frau Affalide nämlich dachte nicht im Ent­ferntesten daran, in Abwesenheit ihre» Gemahl» ein zurückgezogene» oder gar bußfertige» Lebm zu führen, andern begab sich in Begleitung de» zum Hüter ihrer Ehre bestellten, in Wirklichkeit aber ihr blind ergebenen Landvogter, Gaston Pelisfier, in die Restdery ihre» gräflichen Bruder», de» Delphin» Robett. Dieser hatte sich nie zu dem weit älteren, ernsten und sittenstrengen Schwager besonder» hin« gqogen gefühlt. Seinen leisten Grundsätzen, seinen heiteren Lebensanschauungen war die ttockene und steife Pedanterie be» Baron» ein Greuel; in seinen Augen war seine Schwester eine Verbindung ein­gegangen, wie er fie sich verkehrter und verfehlter gar nicht denken konnte. Al» fie nun gar ihm von ihres Mannes brutaler Handlungsweise Mitteilung machte, gab er unverhohlen seiner Entrüstung in Borten Ausdruck, die den Zorn seiner schönen Schwester nur noch mehr entfachten und ihre letzten Skrupel beteiligten.

Durch Pelisfier erhielt auch Peirol von dem Vorgefallenen Kenntnis, selbstverständlich unter dem Siegel strengster Verschwiegenheit und der Bedingung, ich der Baronin gegenüber nicht werten zu lassen, er Mitwisser ihres allen andern gegenüber Ireng gehüteten Geheimnisses sei

Nun erst ward ihm der geheimnisvolle Sinn »er Botschaft klar. Ja, ihm gehötte die Zukunft. Selige Erwartung ersüllte sein Herz. (Forts, folgt.)

meinen, bie Bestrebungen unterstützen, die die Erziehung der Jugend zur Aufgabe habens

Der Berliner Bierkrieg

ist in ein neue« Stadium eingetreten. Die v»u der sozial­demokratischen Lierkommisfion den Genossen verstatteten untergärigen Biere werden von Tag zu Tag schlechter, die Weißbierbrauereien vermögen den Bedarf an kinkbarem Stoff nicht zu decken und so wird die Zahl derer, die sich dem besseren Gebräu der verrufenen Brauereien wohl oder übel zuwenden, immer größer, denn Hitze und Durst steigen unerbittlich. Die Kommission hat eingesihen, daß fie ihr Verbot ttotz aller aufgewandten Mittel nicht mehr auftecht erhalten kann, und darum ist Herr Auer, al« »Unversöhn­licher*. vom Vorsitz zurückgekekn und hat ihn Herrn Singer überlassen, der eher zn Friedensverhandlimgen geneigt ift Solche anzubahnen und zu vermitteln, hatte zuerst der »Verband der Gast- und Schankwirte von Berlin" versucht, dann der Vorsitzende be« Berliner Gewerbegerichts. Der Einladung de» Letzteren zu einer Vorbesprechung leistete denn auch der Verein der Brauereien Folgen Die Vertteter der Sozialdemokraten zeigten sich bereit, hinter der Forderung, daß die entlassenen Arbeiter wiedereingestellt würden, ihre auderenForderungeunämlich Entschädigung derEntlassenen, Anerkennung be» sozialbemokrattschen Arbeitnachweises und der Arbeiterorganisattoneu, endlich Freigabe des 1. Mai einstweilen zurückznstellen. Die BrauereiverKeter lehnten e« aber ab, das Wörüein »einstweilen" gelten zu lassen. Wenn die Sozialdemokraten nicht ihre übrigen Forderungen eudgülttg zurückzögen, könnten sie sich auf Verhandlungen über die Wiedereinstellung der Arbeiter nicht eiulaff«. Die Arbeitgeber blieben also auf ihren von Anfang au den Arbettern gestellten Bedingung« bestehen.

Zum spanisch.deutschen Zollkrieg.

Der spanffche Ministerpräsident Herr Sagasta hat bei den handelspolitisch« Debatten im Senate unlängst erklärt, er werde an die Annahme unseres Handelsvertrages die Kabinettsfrage knüpfen. Hieraus schein« die deutschen Interessent« die Berechttgung entnommen zn hab«, eine günstigere Wendung der HaudelSverttagSftage zu erwarten. Solche Erwartungen haben sich nicht erfüllt und biet« auch wenig Aussicht auf Erfüllung. Bekanntlich dauert die Obstruttion in der spanisch« S«at»-Sommission fort und die spanische Regierung ist nicht im Stande, derselb« ein Ende zu. machen. Bei der eingetretenen großen Hitze werden die Cortes sich nicht lange mehr hall« lass«, und e» ist daher auf eine Beendigung der Durchberatung des Vertrages im S«at, geschweige berat auf eine solche im Kongreß während der gegenwärtigen Tagung der Corte» in keinem Falle mehr zu rechnen. Die bratfdjen Interessent« werden gut thnn, sich hierüber keiner Täuschung hinzugeben.

bensverhältnissett nuferer Börsianer, sondern einfach tau, daß ber Bauer viel mehr und viel härtere, für aber auch gesündere Arbeit zu leisten hat.

Unsere Großstädter sollten sich nicht in bissigen Werkungen über die gesünderen und frischeren Er­

is Wohlstand und »Wohlleben* schließen. S» ist r Segen des landwirtschaftlichen Berufes, daß er

In dieser Zeit war es, wo Peirol seine besten 6er dichtete und den entzückten Zuhörern «ertrug, nliche Lieber voll heißer Sehnsucht und seliger ö Wartung zukünftiger Minnefreuben, bie endlich I Lohn ausdauernder Treue dem liebenden Herzen «wssprechliche Wonne bereiten würden; Lieder, üche bald, weit über seinen Wirkungskreis ver. eitet, von Mund zu Mund, von einer Provinz r andern, erklangen und feinen Ruhm hinaus- izen in alle Länder, soweit bie provencalische stäche reichte. Zuweilen bichtete er mit feinem ttrn und Gönner, bem Delphin Robert, sowie mtt

nüichen Börse» unseres liebe* Vaterlandes zu ,50 M mnen, so liegt das ganz gewiß nicht an dem Sohlleben* unserer Bauern und den »dürftigen

3 ejnroir tz eine Ausstellungsreise nach Berlin gestatten können, en getan m an den Leistungen ihres Berufes Zeugni» abzu«

Stadt und Land.

* Marburg, 9. Juli 1894.

Die Korrespondenz des Bunde» der enbtotrte schreibt:

»Als vor kurzem die landwirtschaftliche Ans- kllung eine größere Anzahl unserer Bernfsgenofsm vH Berlin führte, konnten sich diefreisinnigen* ntw |b sozialdemokratischen Blätter der Reichshauptstadt 80,0, Ci d nicht genug thnn in hämischen Bemerkungen über iecim dfckraftstrotzenden Figuren* der »Not- rfbenben* und über die vorzüglicheKaufkraft",

t liegt, i ja, und daß sie bei dieser Gelegenheit etwas dazu h7n Kragen, die Berliner Geschäfte in Nahrung zn setzen, ch leicht doch die Berliner nnr freuen. Was ferner die kraftstrotzenden Gestalten* betrifft, so ist es rtchttg, ber -ch ß unsere Landwirte sich meist sehr deutlich und «tragen $ jU ihrem Nachteile von denkrumm«*, ver- {JA? bten oder auch aufgeschwemmten Gestalten der MchschnittSberliner unterschieden. Nur irren unsere ilutanbn »wktatischen Zeitungsschreiber natürlich nicht acht, Gi ne Absicht, wenn fie von den gesunden, kräs- (überha M Erscheinungen unserer Landleute ohne Wetteret

* von Blaeatz gemeinschaftlich.

___1$ Auch bie Idee ber Kreuzzüge, bie Christen im tilgen Lande von ber Mißhandlung und Be- Mmg durch bie Ungläubigen zu befreien, sowie i Schmach zu rächen, welche biefe bem heiligen stbe und be« übrigen geweihten Stätten anthaten, tie Peirol aufs lebendigste ergriffen. Als er von * Beschlüsse ber Könige Philipp August unb küttich IL Kenntnis erhalten, fühlte er sich mächtig trieben, auch fein Schwert ber Sache Gottes zu ^en. Als bann bie Ausführung des Unter- tonens burch ben Hader der Könige verzögert vde, gab er feinem Unmut, wie andere fromme kstüter, lauten Ausdruck. Wie lange dieser Hader ff 6 fortbauern würbe, war einstweilen gar nicht «sehen. Schon im April war ber Krieg auf« * ausgebrochen, nur baß jetzt Richard an der x pitze Frankreichs gegen seinen Vater stritt. Mele * i englisch - ftanzösischen Barone fielen von bem «len Heinrich ab und wandten sich ber neu auf*

Politische Rundschau.

* Marburg, 9. Juli 1894. Zeitkraukheit.

Da» »Volk* findet den eigentlich« Sitz der Krankheit unserer Zett in einem sittlichen Verfall der Jugend. In der jüngeren Generatton der gebildeten Stände herrsche vielfach rin ModegcckenMm; üppige Ver­gnügungssucht gehe nebm einem klugen Strebertum einher: »Aber die Herren vom Vorwärts haben keinen Grund, über solche Behauptungen schadenftoh herzufallen. Denn die soz'aldemokrattsche Jugend ist erst recht der Verrohung und der brutalen Genußsucht verfallen. Die grenzenlose Zucht- losigkett in Stadt und Land, die e» an vielen Platz« kaum einem anständigen Menschen gestattet, am Abend allein über die Sttaße zu gehen, hat sie nicht ihr« Rückhalt in der Verhetzung der sozialdemokratischen Agüatorm, die ja grund­sätzlich alle Autorttät untergraben, die die Unbotmäßigkett als polittsches KawpfeSmittel und die Zügellofigkett unb Genußsucht als soziale Tugenden anpreisen? Wenn in den anderen Ständen die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist daß später die Verirrungen der Jxgrad durch andere erzieherisch» Einflüsse beseitigt werd«, so kann mau auf derarttgeS bei der Sozialdemokratie von vornherein garnicht hoff«. Im Gegenteil, hier wird die brutale Genußsucht, die das eigene Leb« zerstört und das Glück anderer unter­gräbt, noch geflissentlich genährt in der teuflischen Berechnung, daß, je mehr die Zahl wirtschaftlich und sittlich ruinttier Existenzen wächst, desto mehr auch Verbitterung und Not und Verbrechen zunimmt, wa» natürlich ein Wachstum der Umsturzbestrebungcn zur Folge hat. Schon diese not­gedrungen« Bemerkungen werden daran erinnern, daß eine Besserung in dem öffentlichen Volksleben nicht zu erwarten teht, es sei denn, daß die gedlldete wie ungebildete Jugend eine gründliche Reform erfahre. Die» kann mau nur erwart«, w-nn Alle, die es mtt Volk urd Vaterland gut

ncr gr«j fc sie itt bei Läden unb Wirtschaften ber Hauptstadt der Je Viesen hätten. Daß e» unter ben Millionen Bauern unb Grundbesitzer immerhin not) E öa tsfcüge Tausende flieht, die trotz ber schlechten Zeiten

Da» Verhältnis Englands zu den Anarchisten.

führte in der jüngsten Sitzung des Oberhauses zu einem interessant« Meinungaustausch zwischen dem Führer der Opposition Lord Salisbury uud dem jetzigen Premierminister Lord Rosebery. Ersterer hatte die erste Lesung einer Bill betteffend Abänderung der EinwanderuugS- g e s e tz e beanttagt. Ein Teil der Bill sei gegm diejenige Klasse von Fremden gerichtet, für welche England fett langer Zett den Sammelplatz tobe. Es sei bie Pflicht Englanb» gegenüber d« Nation« »nd gegenüber ber Zivllisatto», Vorsichtsmaßregeln gegen bie Verschwörungen jmer Feinbe ber Gesellschaft zu treffen; beshalb schlage bie Bill bie Er- Neuerung gewisser im Jahre 1848 ber Regierung verliehener Befugnisse in beschränktem Maße vor. Lorb Rosebery er­klärte: Die Gefahr sei nicht bringend, aber doch auch nicht außer Acht zu lassen. Die Vorschläge Salisburys werde die Regierung auf das Sorgfältigste erwägen. Er bedauere auf das Tiefste, daß Salisbury durch seine Erklärung die Ansicht unterstützt habe, daß England der Hauptheerd der unselig« Verschwörungen im AnSlande fei. Wo sei der Beweis, außer dem Geschwätz der Presse, dafür, daß der Mörder Ca«ots auS England gekommen oder da» Ver­brech« in England vorbereitet oder daß England irgendwie dafür verantwortlich zu machen sei? Nichts UnhellvollereS sei in mglischen Kammern gesagt worden, nichts was ge­eigneter wäre, die auswärtig« Beziehung« Englands zn verwickeln, als die Anklage des früheren Premierministers gegen fein Land, das ein Zufluchtsort auswärtiger Mörder sein sollte.Wir thun unser Beste«, das Vorgehen dieser Leute zu überwachen und aufzuhalten. Unsere Geheimpolizei Polizei ist mindesten« der anderer Länder gleich. Ich hoffe, wir werden ttotz Salisburys Erklärung« die fremden Staaten darüber beruhigen können, daß wir Mörder nicht in größerer Mmge beherberg« als sie selbst. Wir werd« die Vorschläge LordSaliSbmyS mtt dem Wunsche, ihn« im freundlichsten Geiste zu Begegnen, erwäg«'. Lord Salis­bury wieS ben Angriff des Premierministers zurück. Er habe nicht gesagt, England sei eine willige Herberge dieser Leute, sondern nur betont, daß die englischen Gesetze unge» nügenb fei«, um dem Uebel der Aufnahme solcher Personen zu steuem. Die Vorlage wurde hiernach in erster Lesung angenommen.

Hessischer Verein für wirtschaftliche Interessen.

Ms. Cassel, 7. Juli 1894.

Die diesjährige ordentliche Geieralversammluig de» .Hesfischei Veretis für wirtschaftliche Interessen* and heute Nachmittag von 4i/2 Uhr ab im Hotel

wßstädter, der sich täglich sein Beeffteak und seine aufme aschen Rotwein leisten, de» Abend aber in allem £ chagen der Ruhe und dem Vergnügen widmen kann, ib wenn manche» kleine powmersche oder ostpren- sche Bauerndorf mehr Karderekruten liefert als die

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btpet und Seele auch bei ungünstigen Erwerbs- Ihältnissen noch gesund erhält. Wenn der einfache umniß i Admann, der von früh bis spät, in Frost und n crwäi tze, in Wind unb Wetter, bet einfacher HausmannS- Fernest^ st nxb höchstens fünf bis sechs Stunden Nachtruhe hrauS jahrein seinem Berufe nachgeht, gewöhnlich ohne 1 j gesünder und kräftiger ist als der notleidende