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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «ud Kirchham.

trat w6 Beringr gnh. «na. «och, UniverfitätS-Bnchbrnckerei in Rnrbnrg. (^fif**^**!**^.^» (Ä.*****4* *44 Berantwortlichrr Redakteurr Harry Finking in Rarbnr»

««daktinn und Expeimiou: Markt 2L Fernsprecher Rr. 55. ^vUUlllßv"llin« Redaktion und Expedition: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und LNUH. . Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«,

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Jlfl, lOo. bitten 2 ML, bei allen Postämtern 2 ML 25 Pfg. (exkl. Frankfurt a. M., Caffü, Magdeburg und Wien; Rudolf AAIa: 5MIM(L »

Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle d OtitTt 1RQ4 Mofse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

»der d«rn Raum 10 Pfg., Reklamen für bte Zeile 25 Pfg 2/lWlWUUJ^ Daube n. Co. ta Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Zweites Blatt.

Oberbürgermeister Westerburg über das neue Kommunalabgabengesetz.

* Marburg, 3. Juli 1894.

(Schluß)

§ 14. Die Neueinführung von Verbrauchssteuern für Fleisch, Getreide, Mehl, Backwerk, Kartoffeln und Brenn­stoffe aller Art oder die Erhöhung bestehender derartiger Steuern ist verboten, dagegen können bestehende Verbrauchs­steuern beibehalten werden. Ich rate nochmals dringend, dieser den Gemeinden konservirte Recht ja nicht aus der Hand zu geben; wenn die Fleischer die Aufhebung der Fleischsteuern erbitten, soll man sie abweisen.

Die Ncueinführung einer Wildpret- und Geflügelsteuer ist zulässig.

Indirekte Steuern für Bier- und Branntwein bestehen wohl in allen Städten des ehemaligen Kurfürstentums Hessen und ist au» einer Erhöhung oder Veränderung dieser Abgaben bei den durch das Gesetz gegebenen Beschränkungen nirgends viel zu hoffen; die Erhebung von «Steuern ist leider nur in sogen. Weinländern zulässig, wozu Kurhessen nicht gehört.

§ 15. Die Besteuerung von Lustbarkeiten ist gestattet.

§ 16. Die Gemeinden sind befugt, das Halten von Hunden zu besteuern (Abstufung der Hundesteuer nach der Größe re. ?)

Als indirekte Steuern sind weiter noch zu erwähnen: Umsatzsteuern, wie in Frankfurt a. M., Altona u. s. w. (das bczügl. Regulativ für Altona ist im Kommentar von Schwarz abgedruckt), Thcaterbilletsteuer, wie in Frankfurt a. Main.

Direkte Gemeindesteuern. Wegen Feststellung der direkten Steuern wähle man die Form der Zuschläge zur Staats­steuer :

a) Realsteuern Grund- und Gebäudesteuer, Gewerbe­steuer erhebe moii nach zu bestimmenden Prozentsätzen der staatlich veranlagten «Steuern; man führe also keine neuen Steuern ein.

b) Einkommensteuern erhebe man ebenfalls nur in Prozentsätzen der Staatseinkommensteuer und führe keine besonderen Einkommensteuern ein.

Steuerordnungen sind nur nötig für Festsetzung von Strafen nach § 82 des Gesetzes, und diese sind nicht so notwendig, daß es sich lohnte, blos um ihretwillen den großen Apparat der Steuerordnnng in Bewegung zu setzen.

Bezüglich der Einkommensteuer sind noch folgende Be­schlüsse zu fassen:

aa) Ob die Gemeinden Neuanziehende, auch wenn sie in der Gemeinde keinen Wohnsitz haben, zur Steuer heran­ziehen wollen, sofern ihr Aufenthalt die Dauer von drei Monaten übersteigt. (§ 33, letzter Absatz.)

bb) Ob die Gemeinden Ausländer, welche in der Ge­meinde einen Wohnsitz, aber nicht des Erwerbes wegen, haben, auf die Dauer von höchstens drei Jahren zur Ge­meindeeinkommensteuer gar nicht oder mit einem ermäßigten Satze heranziehen wollen. (§ 39.)

cc) Ob die Gemeinden Steuerpflichtige mit einem Ein­kommen unter 900 Mark von der Einkommensteuer freilassen wollen. Die Einrichtung besteht bereits in Hanau und Marburg und hat sich dort bewährt. Gerade die Veranlagung und Erhebung der Steuer von Einkommen unter 900 Mark erschwert die Verwaltung sehr. Als Bei-

Farbensymbolik.

Man versteht unter Farbensymbolik die Deutung der Farben auf bestimmte Lebensverhältnisse, Begriffe und Gemütsbewegungen sowie ihre Benutzung, um durch die Wahl derselben in Kleibern rc. von seiner inneren Stimmung, Neigung zu bestimmtm Personen (durch Tragen ihrer Farben beim Turnier) in der Blumensprache rc. Kunde zu geben. Die den Farben beigelegte Bedeutung wechselt nach Völkern und Zeiten, und obwohl z. B. die meisten Völker düstere Farben und Schwarz al» Ausdruck der Trauer tragen, benutzen doch andere weiße und blaue Kleider für denselben Zweck. Allgemeine psychologische Gründe für die Wahl bestimmter Farben für be­stimmte Beziehungen lassen sich nicht immer an­führen. Goethe teilte die Farben bekanntlich ein in «arme und erregende (Gelb und Rot, wobei an die erregende Wirkung rötet Tücher auf Stier und Truthahn erinnert werden darf) und in kalte ober niederstimmende (Blau und Violett^, zwischen denen das neutrale und beruhigende Grün in der Mitte stehe. Im allgemeinen hat sich bei den Kultur- Ottern folgende Farbensymbolik herausgebildet: Rot gilt al« die Farbe de« Lebens, der Liebe und Leidenschaft, des Feuers und der Sonnenglut. So wurden am Passahfest mit dem Opferblut die Thür- pfosten der Israeliten rot angestrichen, zum Zeichen, daß der Würgengel an diesen Hausern vorübergehen sollte (2. Mos. 12, 7), und Rahab befestigt zu gleichem Zwecke das blutrote Band am Fenster ihre» Hanfes (Josua 2, 1218, und 6, 1725). Rote Tiere, wie der Löwe, gelten als Sonnensymbol,

spiel will ich nur eine Uebersicht in dieser Beziehung aus Caffel vortragen:

Dort betrug die Zahl der Eiukommeusteuerpflichtigen in 1893/94 18 693, darunter 9083, also die Hälfte, mit einem Einkommen unter 900 Mark. Das Gesamt-Auf­kommen an direkten Gemeindeabgaben betrug 1077 000 Mk., hiervon entfällt auf die Stufen unter 900 Mark eine Ist- Einnahme von 25 000 Mark, also 2,3 pCt. der Gesamt­summe. Diese 25 000 Mark fließen in 40 000 einzelnen Posten zur Abgabenkasse, während die übrigen 1052000 Mk. Gemeindeabgaben nur 25 480 Posten (d. h. Einträge ins Kassenbuch) darstellen. Zur Einziehung der 25 000 Mark waren 19 405 Mahnungen und 3319 Pfändungen erforder­lich, während auf die übrigen 1025 000 Mark Gemeinde- Umlagen nur 19159 Mahnungen und 3112 Pfändungen entfallen. Bei 1500 von den 9073 Eensiten mit unter 900 Mark Jahreseinkommen mußte die Gemeindeumlage wegen Unbeitreiblichkeit niedergeschlagen werden.

dd) Ob die Gemeinden andere als einmonatliche Hebe­termine (insbesondere zwei- oder dreimonatliche) einführen wollen. (8 66.)

ee) Ob die Gemeinden zur Veranlagung der Steuern einen besonderen Steuerausschuß wählen wollen. Ich halte dies nicht für praktisch.

Die Beschlüsse unter aa bis cc bedürfen der Ge­nehmigung.

Wegen Verteilung des Steuerbedarfs auf die einzelnen Steuerarten verweise ich auf die 88 51 bis 59 und meine bezüglichen Ausführungen.

Vermischte-.

@i«e Parabel. Ludwig Fulba Der öffentlich! ht berNeuen Zeit" eine Reihe von Pa- rabeln. Eine ber hübscheste« lautet:

ES fiel einmal dem Gott des Ruhme» bei, Nach einem hochverdienten Mann zu suche»; Doch da man noch vergessen, ihn zu buchen, Ward ihm nicht kund, wo seine Wohnung sei.

Er ging zur Dankbarkeit, um fie zu fragen: Jawohl, ich kenn' ihn, sprach die holde Frau, Nur wo er wohnt, daS kann ich Dir nicht sagen; Doch frag' den Neid, der weiß eS ganz genau."

Schlimme Selbstkritik. In einem deutsche» Kleinstaate liegt der Ort Pfuschersdorf. Daselbst befindet sich eine Singeschule, di reu Zöglinge nicht ohne Talentlostgkeit sein solle». Eines Tages verbreitet sich der Ruf: Serenissimus hat sich an- meldeu lassen, um die Leistungen ber Singeschule zu »rüfen. Der Kantor imb Lehrer ter Anstalt will ich natürlich bie Gelegenheit nicht entgehen lassen, eine Fähigkeit im hellste» Lichte zu zeige». Alsbald etzt er sich göttlichen Eifers voll vor einen dicken Stoß Notenpapier und komponiert ein großes Chor werk für seine Eleven über den Text:Wir können nichts wider das Schicksal!" Drei Tage lang malt er Rotenköpfe mit heißem Bemühen, endlich ist das Werk fertig, eine neue Fuge nach alter Fugeuart. Fünf Proben find bereits abgehalten worden, da erscheint der kunstsinnige Landesfürst und befiehlt,

rote Blumen (wie Nelken, Rosen, Brennende Siebe) als Liebeszeichen. Freilich ist auch Rot als Blut- arbe die Farbe des Zornes (von der Rötung des öefichts bei Zornigen), der Revolution und des Krieges (Jakobinerrot, Militärrot), sowie ber Brand- iistung (Roten Hahn aufs Dach setzen") Be- ondere Nuancen, wie der ins Blaue ziehende Purpur, galten den alten Völkern, namentlich Tyriern und Römern, als Zeichen der Majestät, und bi-fe Kleider- arbe war den Königen und königlichen Beamten )ber Priesterschaften Vorbehalten. Gelbrot als Haar- arbe galt indessen im Norden (al« Zeichen der 53er« Mischung mit dunkeln Raffen) nicht für günstig viel­mehr als Zeichen verräterischer Gesinnung (JudaS); auch die Aegypter opferten ihrem Typhon rot« laarige Menschen und Tiere. Weiß gilt wohl überall als Farbe der Reinheit und Unschuld, daher die ,Symbolik der Lilie auf den Bildern von Mariä Empfängnis, die weiße Tracht gewisser Priester- chasten, Mönchs« und Nonnenvrden. Im Gegensatz um Roten (weiße Rosen und andere Blumen) er­lernt Weiß auch als Farbe des Todes, ber Ruhe und Ertötung aller Begierden. Gelb (mit Aus­nahme des Goldenen) erscheint den meisten Völkern wahrscheinlich aber nicht den Mongolen und Ma iaien) als Farbe des Neides, der Streitsüchtigkeit und des Hasse», wohl weil gallensüchtige Personen leicht eine gelbe Hautfarbe bekommen, und merk­würdig genug ist Gelb und Orange in der Natur ne bevorzugteTrutz- oder Ekelfarbe" der streit­üchtigen und gemiedenen Tiere (Wespen, gelbe und elbrote Raupen und Schmetterlinge); ein reines

Goldgelb jedoch gilt auch als Symbol der Sonne,

ihm eine» Chorgefaug vorzutragen. Die Fuge hebt au, und au» alle» Kehle» erschallt es nm bie Weite, getreu »ach bem Texte:Wir, wir, wir könne» nichts, nichts, wieder nichts, wir könne» nichts, wir könne» «icht»---*

Da erhebt sich ber Fürst, gebietet Silentium u»b ruft:Was Ihr mir da beichtet, wollte ich Eue; eben fugen:Ihr könnt wirklich nichts I"

Dem aufmerksame» Beobachter verkünde» bie Biene« das Heraunahe» eines Ge­witters mit Sicherheit. Schon ftunbenlaxg vor Ausbruch besselbe», selbst wen» auch kein Wölchen am Himmel ist, zeigen sich bie Bienen außer­ordentlich gereizt und stechluftig, während bei drohenden Gewitterwolke», wenn sich daS Unwetter nicht in ber bttteffenbe» Gegend entladen wird, bie Biene» voll­kommen ruhig bleiben und ihrer gewöhnliche» Be- schäfliguug nachgehe». Jahrelang und vielfache Beobachtungen haben bewiesen, daß weder Barometer noch Hygrometer in ber Vorausbestimmung von Ge­wittern dieselbe Sicherheit biete», wie bas Lerhalte» ber Biene».

Amerikanisch. Ein famoser Gerichispi ästbent scheint James Bench in Minnesota zu fein.Meine Herren Geschworenen", begann er sei» Resumö,Sie habe» Ihr Verdikt abzugebe», ob Will Richter hier be8 Verbrechens, dessen mau ihn anklagt, schuldig ist oder nicht. Wenn Sie de» Ansführunge» des öffent­lichen Anklägers Folge gebe», müssen Sie de» Ange­klagte» unbedingt verurteilen, denn bann ist er zweifellos schuldig. Wollen Sie aber den Ausfühmngen be8 Verteidigers Glauben schenken, bann müssen Sie ben Beschuldigte» freisprechen, den» er ist unbedingt schuldlos, wie ei» neugeborenes Kind. Wenn Sie aber auf leinen der beide» etwas geben, sondern sich auf Ihr eignes Gefühl i«d Erkenntnis verlassen wollen, dann will ich verdammt sein, wenn ich weiß, wie Ihr Urteil fei» wird. Ich bitte Sie also, ich zurückzuziehen urd nach Ihrem Ermesse» zu lernte«. Neugierig bin ich aber, was daraus wttd.

-Zitter arischer.

* Meisterwerke der Holzschneidekunst aus dem Gebiete der Architektur, Malerei und Skulptur. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Die uns vorliegenden Hefte 6 und 7 des 16. Bandes (Preis jedes 1 Mk.) enthalten illustrierte Aufsätze über Dürers Reise nach Venedig und den Hermes des Praxiteles, sowie eine große Anzahl Holzschnitt-Tafeln.

* Novellen-Bibliothek der Illustrierten Zettung. Fünf­zehnter Band. VI und 406 Seiten. Preis 2 Mark; m Original-Leinenband 3 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Mit der Zeit des Reisens kommt auch die Saison für die Reiselektüre; als eine hübsche, frische und anregende möchten wir den oben genannten Band unserm Leserkreis empfehlen.

* Katechismus der Baustile oder Lehre der architek­tonischen Slilarlen von Dr. Ed. v, Sacken. Elfte Auflage.

des Reichtums, ber Freude, wie beim Chlysanthernum« Fest ber Japaner. Grün galt schon bei ben Aegyptern als bie Farbe ber Hoffnrmg, der Sprießens unb Gedeihen«, ber Fcühlingsfreube, bann aber auch ber Unreife (grüner Junge") unb bes Giftigen (grüngeäugtes Scheusal"), wohl weil Grün bei Ädechsen (Drachen) unb Schlangen eine häufige Farbe ist. Blau war feit ältester Zeit bie verehrteste Farbe, ber Lapislazuli im Altertum ber geschätzteste Edelstem, unb ber Jnbigo, mit welchem man bei Pelufium bie (nach Brugsch) danach benannten Arbeiterkleiber ober Blousen färbte, hieß Dar-neken, )ervor Schaben bewahrende" Farbstoff. Den Alten galt Blau, wie Eusebio» sagt, al« Farbe ber Götter, besonders ber Himmelsgöttin (Juno), was von ber Bläue bes Himmels hergenommen scheint, unb blaue Stoffe b Iben auf allen Gemälden bie levorzugten Farben ber Götterkleidung. Schon im germanischen Altertum erscheint Blau als Symbvl )er Treue unb Beständigkeit, daher blaue Blumen (Männertreu, Vergißmeinnicht, Gedenkemein, Pensöe) als Vertreter dieser Auffassung. Violett gilt in der Tracht, z B der Kardinäle unb älteren Frauen, als Farbe bes Alters unb al» Zeichen, daß man nicht jünger scheinen wolle, als man ist, ferner al« Ausdruck stiller Freude unb bei Behagen« an Ge­lagen unb am Weingenuß ohne Trunkenheit, ja bet violette Amethyst wurde, wie ber Name ausdrückt als Amulett gegen Berauschung betrachtet, wie denn die Symbolik der Edelsteine »nd auch ber Blumen hauptsächlich von ber Farbe hergenommen ist. Blau- grün (Marineblau) war schon ben Alten die Farbe des Miere», der Meergötter (Glaukos) und aller

Mit 103 in ben Text gedruckten Abbildungen. In Original- Leinenband 2 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Anch der vorliegende Katechismus der Baustile hat die schon öfters an den Weberschen Katechismen hervorgehobeneii guten Eigenschaften.

Markt- eeb A-rseullerichts

Frankfurt a. M., 2. Julst VonBrodfrüchtenwar hiesiger Weizen bei kleinem Geschäft, obgleich nicht stärker offeriert, im Preise etwas billiger, während fremde Sorten, wovon belangreiche Bestände nicht vorhanden, bisherigen Preis behaupten konnten. Effektiver hiesiger Rvggen erweist sich al« sehr knapp und behauptet feste Haltung. Hafer und Mais behielten bei kleinen Vorräten unverändert feste Preisveihält- nisse, auf Lieferung sind beide Arttkel etwa» billiger erlaffen. ES notirten nach Qualität: Weizen hiesiger und Wetterauer Mk. 14,2514,60, norddeutscher Mk. , russischer

Mark 14,25-15,50, Redwinter Mk. 14,80-15,10 Laplata Mk. 14,20-14,50, Roggen, hiesiger Mark 13,30-00,00, russischer Mark 13,0013,20, Gerste, Futtergerste Mark 10 - 10V,, Hafer, hiesiger MLbis, Württemberger Mark bis bayerischer Mark -.- bis russischer Mark 14,25 bis 16.50, rumänischer und türkischer Mark 14,0015,25, Mais, mixed, Mark 11,00 bis H,30, Donaumai» Mark 10.60 bi» 10.85. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier.

Frankfurt a. M., 2. Juli. Viehmarkt. Der heutige Birhmartt war mit 484 Ochsen, 45 Bullen, 630 Kühen, Stieren und Rindern, 152 Kälbern, 213 Hammeln, 752 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. QuaL ML 67-70, 2. Qual. ML 60-64, Bullen L Qual. ML 59-61, 2. Qual. ML 55- 57, Kühe, Rinder und «Stiere 1. Qual. ML 5962, 2. Qual. ML 54-56. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber L Qual. 70-76 Pfg, 2. Qual. «0-65 Pfg., Hämmel 1. Qual. 6366 Pfg., 2. Qual. 5064 Pfg., Schweine L QuaL 5768 Pfg., 9. Qual. 56-66 Pfg. Alles per */« Kilo Schlachtgewicht.

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nautischen Bestrebungen. Schwarz endlich gilt außer als Farbe der Trauer hauptsächlich noch als die der Unterwelt und de» Bösen, sowie aller nächt- lichen Thaten und Gelüste (schwarze« Herz, schwarze Gedanken, schwarze Opfertiere für die Unterirdischen). Auch mit Feuerrot oder Gelb gepaart, diente Schwarz zur Symbolisierung de« Teufel« und seiner Heer- charen. Diese Zusammenstellungen unb Beziehungen sind fast international, obwohl freilich nicht zu ver­gessen ist, daß im Einzelnen bei allen solchen Jdeen- verbindungen viel Convrntionelle« und Überliefertes steckt, weshalb man eigentlich nur von einer über­einstimmenden Symbolik der geistig zusammenhängen­den Kulturvölker reden kann. So gehört beispiel«. weise (Selb, die Farbe der Abgunst bei ben arischen Stämmen, bei allen mosaischen, namentlich den Chinesen, zu den allergeschätztesten, wozu freilich die alte Verwendung der Seidenzeuge, die dieser Farbe und ihren Nüancen ein herrliche« Lüster geben, bei« getragen haben mag Bei ben alten Assyrern be- ftanb auch eine Farbensymbolik inbezug auf Planeten unb Wochentage, wobei Golbfarbe die Sonne, Silber ben Monb, Orange ben Mars, Blau ben Merkur, Weiß ben Saturn, Rot ben Jupiter und Schwarz (al« Abcnbstern) die Venu« bezeichnete; ähnlich ist auf den ägyptischen Wandmalereien Bla« stet« die Farbe de« Eisen» rc. In solchen Fällen war die Farbe völlig zum Begriffszeichen geworben, ähnlich wie bei der mittelalterlichen Wappenmalerei.

Den vorstehenden interessanten Arttkel entnehmen wir der neuen, fünften Auflage vonMeyer» ConversattonS-Lexikon "