MchW Munt.
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
Ni. SS.Jllusirirtes Tonntagsblatt.
Berantwortlicher Redakteur: Harry Finking in Rarbura» Redaktion ruid Expedition: Markt 21. Fernsprecher Nr. 65.
M 147.
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Marburg,
Mittwoch, 27. Juni 1894
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Aunoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. SOL, Cassel, Magdeburg und Men; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. & Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXIX: Jahrg.
Erstes Blatt.
Der Bimetallismus keine agrarische, eine allgemeine Forderung.
B. L. Marburg, 26. Juni 1884.
Eine große Anzahl angesehener Industrieller »er« öffenrlicht einen Aufruf, den wir unsere» Leser» als eine» Beweis zur Kenntnis bringe», daß die La«d- »irte bei der Bekämpfung der Goldwähiuag nicht selbstsüchtige Souderiutereffen verfechte«, sondern auch hstr Hand in Hand gehen mit alle» Vertretern produktiver Arbeit zur gemeinsamen Bekämpfung der üebergriffe des mobilen Kapitals. Der Aufruf lautet:
Die WährungSftage, welche längere Zeit hindurch h den Hintergrund getreten zu fein schien, steht nieder mehr als je auf der Tagesordnung. Börse »d Landwirtschaft, Handel «ud Gewerbe beschäftige« sich mit den unheilvolle« Folge» deS finkenden Silberpreises.
Die im vorige« Jahre gegen daS Silber getroffenen Maßregel», die Schließung der indische» Münzstätten einerseits, die Abschaffung der Sherman- M andererseits, habe« de» Silberpreis von 38 uif 27 Pence im März d. Js. geworfen, d. h. Silber hat in acht Monate» 30 Prozent verloren. Sewaltige Erschütterungen find t» zahllosen Geld, kxport- und Geschästsoerhältniffe» etagetrete«, und 6 ist nicht zu bezweifel», daß ohne staatliches Eia- «reifen her Silberpreis weiteren bedeutende» Rück zängeu entgegentreibt.
Die direkte« Folgen dieser Maßregel« haben sich schon im vorigen Jahre in einer plötzlich hervor- iretenden Goldknoppheir geltend gewacht: Der Bank siikont schnellte i» die Höhe und hielt sich während toller 6 Monate auf der Höhe von 5 Prozent zum «pfindlichen Schaden aller vom offenen Geldmärkte chhängigen Kreise. Solche Störungen des Handels sind möglichst zu verhindern.
Jede Verminderung des Silberpreises bedingt tier eine gleichartige Verteuerung der Goldkurse im ßlberführeude» Auslände, und deshalb ist es auch richt allein die Landwirtschaft, sonder» namentlich ufere exportierende Industrie, deren Existenz aufs kgste mit der Lösung der Währungsfrage verknüpft P und die gerade jetzt, wo es sich um Sein oder 1 s- -
Der Tko«baro«r.
Roman von Karl Savelsberg.
1 R) ^Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
Atemlos ckeuchte Peire heran und schaute mit Entsetzen auf die aufregende Scene. Vor dem wutschnaubenden Keiler stand mit aufgeblähten Nüstern, tm ganzen Leibe zitternd, ein schneeweißer Zelter, «f welchem, bleich vor Angst und Schrecken, ein wunderschönes Weib saß, das bei Peire» Anblick ilfeflehend, unfähig zu sprechen, auf da« wütende Sier deutete ; er erkannte sie sofort, es war Affalide len Mercoeur 1
Ohne sich lange zu besinnen, sprang Peire her- ei; fein Jagdmesser ziehen und es mit sicherem Z kteße dem Tiere in die Brust stoßen, war das j Bert eines Augenblicks; verendend brach es zu- kirnen. Dann wandte er sich zu der halb ohnmächtigen Dame» hob sie vom Pferde und sprach k zu, während sie, von augenblicklicher Schwäche ttetmennt, in seinen Armen ruhte, ihr schöner Kops to feiner Brust lag.
Eilige Schritte wurden laut; schon hörte man «ras Robert mit seinem Gefolge herbeieilen, als * sich aufraffend und mit dankbarem Blicke ihm A die Augen schauend flüsterte: .Habt Dank, Herr! , Ar seid ein tapferer Degen, nie werde ich diesen Dienst vergessen!"
Sich zu den unterdeß Herangekommenen »endend, ®9te sie mit anmutigem Lächeln: .Da» war Hilfe A rechten Zeit, meine Herren! Ohne diesen wackern Mer hätte ich gar leicht Schlimmes erdulden können. Am gebührt mein innigster Dank!"
Und indem sie ein goldenes Kettchen von ihrem «Ise löste, an dem auf ihrer Brust verborgen eine Nhene Kapsel in Herzform hing, überreichte sie es *m sich ehrerbietig verneigenden jungen Ritter mit k Bitte, ba« Kleinod als ein Zeichen ihrer Dank-
Nichtsein des Silbers handelt, vor die ernsteste» Gefahre» gestellt ist. Was früher wiederholt — leider ohne die gehörige Beachtnng zu finde» — voraus gesagt worden ist, hat sich bewahrheitet: Der Handel, dessen Thätigkeit vornehmlich i« der Ansfuhr industrieller Erzeugnisse besteht, ist allmählich aber beständig zurück gegangen; die Abnahme der deutschen Ausfuhr beträgt allein für daS erste Quartal dieses Jahres 65 Millionen Mark und im Verkehr mit dem fiiberführenden Aus- lanbe ist et» beinahe vollständiger Stillstand etoge- trete», wodurch schon jetzt Tausende von Arbeitern brotlos geworden find.
Es giebt wohl kanm einen Exporteur oder Industriellen, welcher diesen sehr bedenkliche» Rückschlag nicht bereits empfunden; eS gilt aber, sich Rechen schast zu geben von der wahren Ursache:
Die Entwertung des Silbers, die Verteuerung des Goldes habe» die Valutaschwaukunge» auf eine früher nie gekannte Höhe getrieben; der Preis europäischer Erzeugnisse hat fich in wenigen Jahren für die Bewohner der Silberländer verdoppelt und über steigt die Kaufkraft der dortigen Konsumenten, ihr Bedarf stockt, der überseeische Handel stellt die Thätigkeit ein, die europäische Industrie verliert ihren Absatz.
Darin liegt einer der Hauptgründe der jetzigen Äalomitäten der deutschen Industrie. Die Amahme, daß diese durch selbständige Entwickelung ihre Ge- suuduvg finden, Handel und Industrie wieder i» normale Bahne» gelange» werden, beruht auf einer verhängnisvollen Täuschung. Diese selbständige Entwickelung würde ihre» Weg nehmen über die Trümmer unserer Industrie und des Handels. Nicht, wie behauptet wird, durch eine übermäßige Silberproduktton, sonder« auf gesetzgeberischem Wege ist Silber ent- wert»: worden — wer das bezweifelt, den verweise ich auf de» Preissturz um 30 Prozent infolge der Schließung der indischen Münzstätten —, und nur auf gesetzgeberischem Wege kann eine Hebung und Sicherung des Silberwertes wiedererlangt werden, der so lange in einem praktisch unveränderlichen Verhältnis zum Golde stand, als die fronzöfische Doppelwährung ivkiaft blieb, trotz aller Aenderunge» der PlvdutliouLverhältnisse. Jeder weitere Aufschub ist verderblich, verschalst den schon gegenwärtig unverkennbare» Notstand, er wird die Lage zu einer nn> erträglichen gestalten und schließlich dazu diene», die unter dem Schutz der Kursverhältnisse im ganzen silberführenden Auslande rastlos fortschreitende Industrie zur» nnwiderersetzlichen Schaden der unserigen
bar kett und zur Erinnerung an diese Stunde hinzunehmen.
Scherzend drohte Delphin Robert mit dem Finger. „Ei. ei, Frau Schwester," rief er, .ist Dein Gatte auch damit einverstanden, daß Du Dein Herz an einen so schönen edeln Jüngling wegschenkst? Mich dünkt dies eine gefährliche Gabe'
Alle lachtm, nur die schöne Frau nicht, die diesen Scherz ungnädig aufzunehmen schien; denn über und über errötend, warf sie dem Bruder einen verweisenden Blick zu, den dieser nicht zu bemerken schien, denn mutwillig fuhr er fort: .Ich würbe Euch raten, Herr von Peirol, dieses gefährliche Kleinod nicht bei Euch zu tragen; denn es möchte ihm eine verborgene Zauberkraft innewohnen, die Euch leicht gefährlich werden könnte I"
»Nein, Durchlaucht!" erwiderte Peire, auf seines Gönners scherzhaften Ton eingehend, „gegen solchen Zauber bin ich gefeit, drum werde ich selbst auf die Gefahr hin, ihn hera»fzubeschwören, Euer Durchlaucht wohlgemeinten Rat in den Wind schlagen Vielleicht auch ist's ein Amulet, das seinen Träger schützt vor jeglicher Gefahr. In diesem Sinne werde ich e« tragen und stets der huldvollen Dame gedenken, die mich also ehrte."
MU wohlwollendem Lächeln und einem Nicken ihres schönen Hauptes lohnte die Gräfin seine galanten Worte, innerlich sich erfrexenb an der feinfühlenden Art, wie der junge Ritter den etwas plumpen Scherz ihres Bruders zu wenden verstanden. Tann wandte sie fich ihrem Zelter zu, wobei Peire mtt ritterlicher Anmut hinzutrat, um ihr den Bügel zu halten und die Zügel zu reichen.
Unterdessen hatten die herbeigeeilten Diener das erlegte Wild auf eine Schleife geladen, und alle brachen zum Sammelpunkte auf, wo, von dem Klange der Hörner yifammengerufen, nach und nach die ganze Jagdgesellschaft sich einfand; es wurde jetzt
zu fürder». Der größte Teil der Welt ist auch heute «och auf Silber angewiesen, und gerade auf diese» weite» Gebiete» hat ei» hervorragender Teil unserer kommerzielle» und industrielle» Thätigkeit fich entwickelt: wir stehe» schon jetzt auf dem Punkte, diese endgiltig zu verliere«.
Mit Freude ist deshalb zu begrüße», daß die Reichsregierung fich entschlossen hat, dieser für die gesamte Volkswohlfahrt so unendlich wichtigen Frage durch eine Ergnete ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Diesen Moment gilt es zu benutzen, die Reichsregierung in ihrem Vorhaben zu.unterstütze» und in alle» Kreisen unseres wirtschaftlichen Lebens Stellung zu nehmen. Nichts würde verhängvtsvvller feto, als ei« Verharre» in dem bisherige» laisser aller.
Preßstimmen überdenLioner Mord.
* Marburg, 26. Juni 1894.
Die Thatsache, daß der Mörder CarnotS zufällig ei» Italiener ist, hat die Franzosen za einer ganz unbegreifliche« Erregung gegen Italien gebracht. Als ob es nicht gleichgiltig wäre, welcher Nation ein anarchistischer Verbrecher von Geburt angehört! Bei wilden Tieren fragt man auch nicht nach der Herkunft. Auch ist es müßig, die „politischen" Beweggründe zu analysieren, welche den Mörder zu seiner Thai geführt. Ob eine solche Canaille fich Sozialdemokrat nennt wie Hödel und Nobiltng, oder Nihilist, oder Anarchist oder sonstwie, er ist einfach als Verbrecher zu behandeln, und die sogenannte« „Parteien" aus denen solche Verbrecher hervorgehe», find auf die Stufe von Räuber- und Mörderbanden z» stellen. Sehr richtig bemerkt in dieser Hinficht die „Kö l n i s ch e Zeitung":
„Die Mörder ist ei» Ausländer: es mag ei» bloßer Zufall feto. Alle die Unholde, deren Namen uns heute wieder einmal ans herostratischer Flammenglut entgegen glühe», von de» Henkern Ludwigs XVI. an bis auf de» Mörder CarnotS, find de» tiefsten Tiefe» des Menschengeschlechtes entstiege», wo alle sittliche» Begriffe im Schlamme untergeben. Gestern hieße» sie Sansculotte», heute heiße» sie Nihilisten und Anarchiste»."
De« Eindruck, den die Schreckensthat allenthalben hervorruft, charatterifiert die „Post" zutreffend wie folgt:
„Ter unvorbereitete Leser greift unwillkürlich mit bett Händen nach dem Kopfe; das Geschehnis will
ein frugales Frühstück eingenommen, wobei man gegenseitig die Erlebnisse des Morgens austauschte
Nach Verlauf einer Stunde wurde die Jagd wieder fortgesetzt und verlief ohne weitere Zwischen- fälle zur größten Befriedigung aller Teilnehmer bis zum späten Nachmittag; bann kehrte man, ge- führt von den schmetternben Fanfaren der Bläser, in das Schloß zurück. Eine Stunde Zett wurde denen gelassen, die an dem großen Festbankett teil- nehmen und sich dazu umkleiden wollten.
Peire von Peirol aber war nicht in der Stimmung, das Gelage mitzumachen. Für die Aufgabe, welche am nächsten Tage feiner harrte, bedurfte er der Ruhe und ernster Sammlung Deshalb wandte er ohne Besinnung dem Schlosse für heute den Rucken und schritt seiner Herberge zu, wo er mit großer Mühe eine Kammer für sich und feinen Diener hatte erlangen können.
Bei seinem Eintritt erhob fich von der schmalen Fensterbank ein schöngewachsener schlanker Jüngling n einfachem schwarzem Gewand. Es «mr dies Fredy Mascot, ein auf der Grenze zwischen Knabe mb Jüngling stehender talentvoller junger Mann, ben Peires Lehrer, der alle Mönch, ihm mitgegeben, als er feinen Entschluß erfuhr, am Hose fein Glück als Sänger zu versuchen. „Frederic taugt nun einmal nichts für den geistlichen Stand," hatte der Alte gesagt» „weshalb ihn zu etwas zwingen wollen, las seinen Neigungen stracks entgegen ist? Soviel ch weiß, ist der Prior ebenfalls meiner Ansicht. So es also diesem Recht ist, nehmt ben Knaben mit Euch; er ist willig und zuverlässig Auch wird er, auf jedem Instrumente bewandert, Euch gute Dienste leisten bei Eurem Vorhaben. Wollt Ihr, so schlagt ein!" Da auch der Knabe mit Freuden eimvilligte und versprach, feinem Herrn getreu zu dienen, ihn in guten wie in bösen Tagen nicht zu verlassen, so waren alle drei Teile bald einig gewesen.
so wenig in den Rahme» der moderne» VorstellungS- weise passe»! Bilder einer längst entschwundenen, in mittelalterliche Nebelferne versunkenen Vergangenheit steige» vor dem Auge herauf, das Zeitalter der Rcligionskrikge, die enge Pariser Gasse deS 16. Jahrhunderts, wo der gebuxgene Mörder Ravaillac von hinten die langsam und schwerfällig ihren Weg ziehende königliche Karosse ersteigt und, fich über Heinrich IV. beugend, ihm den Dolch tos Herz bohrt. Die Sage eizählt, schon Tage und Woche» vorher sei Heinrich von Todesahnungen Heimgesuch t worden, der schleich ende Schrstt des Mörders habe ihn in seinen nächtlichen Träumen verfolgt, er habe das Messer schon vorher to seinen Eingeweide« gefühlt. Das zweite, am Ende des 19. Jahrhunderts von dem gleichen Schicksale ereilte ftanzöstsche Staats-Oberhaupt ward ahnungslos inmitten einer vom AusstellungSfestesjubel durchrauschte« Stadt, auf dem Wege vou dem einen Stelldichein französischer Lebenslust zu dem ander» von dem Dolch niebergetoorfen. Wohl Niemand, außer dem Mörder selbst, wußte, ahnte, was noch vor Ablauf des Sonntags geschehen sollte. Für Frankreich und in gewisser Hinsicht auch für Europa tritt indeß hinter die allgemeine menschliche Teilnahme an dem Lioner Schreckensdrama alsbald die Frage: Was nun? in den Vordergrund".
Der Frage: „WaS bum?" schenkt ». A. auch die italienische „Riforma" ihre Aufmerksamkeit indem sie sagt: „Nicht Elend, nicht Leid waffuet Mörderhand. Die alltägliche Hetzerei Elender, die persönlich keine Gefahr laufen, spornt nicht Bedürftige, sondern Wilde und Blutdürstige. Die Regierungen, die aus unbegrenzter Achtung vor der Freiheit bisher daS Hebel fich ausbreiten ließen, mögen ein- schreiten, so lange eS Zeit ist".
Politische Rundschau.
* Marburg, 26. Juni 1894.
Graf Kanitz
hat «ine Schrift erscheinen lassen, worin er unter dem Tttrl „Die Festsetzung von Mindestpreisen für daS ausländische Getreide" seinen bekannten Antrag begründet. Im Schlußwort präzisiert Graf Kanitz seine Stellung zu der zu lösenden Aufgabe Nachdem er verschiedene Gegenvorschläge besprochen hat, fährt er fort: „Wir werden unfern Antrag zmückziehen, sobald die Möglichkeit klar gelegt wird, daS erstrebte Ziel mit anderen und befferen Mitteln zu erreichen. Wir haben den Antrag ein-
Bei der in der schmalen Kammer herrschenden Dämmerung bemerkte Peire nicht Fndys verstörtes Wesen, noch seine angsterfüllten Züge.
„Ist alles für morgen bereit?" fragte er, fein Jagdmesser abschnallend und bas grüne Barett auf ben Sessel werfend, der nebst einem Bette und einem einfachen Ruhepolster das ganze Mobilar des Zimmers bildete.
Wie aber erstaunte er, als der Jüngling fich vor ihm auf die Äniee warf und laut weinend um Verzeihung bat!
„Was ist mit Dir? Was hast Du verbrochen? Mensch, bist Du von Sinnen! Steh auf unb rebel Ich denke, es wird so schlimm nicht fein, was Dich schier verzweifeln läßt."
„Wohl ist es schlimm," stammelte Frrdy, fich erhebend. „O Herr, zürnet mir nicht; denn ich bin schwer genug gestraft für meinen Leichtsinn durch >en Kummer, ben ich Euch bereiten muß." Heftiges Schluchzen erstickte feine Stimme, er vermochte nicht zu reden vor Angst, die ihm die Brust zu» sammenschnürte.
„So laß doch bas Weinen," rief Peire unmutig. denn eine Ahnung dämmerte in ihm auf. „Heraus mit der Sprache! Was ist geschehen?"
„Ach, Herr, ich hatte mich auf den Hvf begeben, Eure Kleider, Eure Waffen zu putzen. Beim Verlassen des Zimmers muß ich wohl vergessen haben, sie Thüre zu schließen; als ich wieder herauf kam, stand sie weit offen unb auf dem Boden lag . . ." Wieder schluchzte er, baß es einen Stein hätte er» »armen mögen, und sank in die Äniee.
„Nun?"
„Die Harfe, Herr! Vier Saiten find zer- rümmert Die Kinder unseres Wirtes waren in »as Zimmer gedrungen und hatten auf dem Instrument herumgehämmert.
Hortsetzung folgt)