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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckkain
*"* Alluslrirles Tauulaasblatt L"" Sl«n»» I» M«rb,r.
- __Redaktia« unb Eipeditiou: Martt 21. Fernsprecher Nr. 56*
Die Getreidemarktlage in Rußland,
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«vifion des Staatsanwalts wegen Freisprechung des Dr. I Wesendouk wurde ebenfalls verworfen ES ist schade, daß I die Welt wohl nie darüber Aufschluß erhalten wird, ob die I schweren Beschuldigungen, die Carl Paasch in dem erwähnten «Buche gegen den früheren deutschen Gesandten in China lv. Brandt geschleudert hat, irgerdwie auf einem Bruchteil Wahrheit beruhe«; DaS Gegenteil nachzuweisen hat Herr
I v- Brandt nicht vermochte Andererseits ist Paasch zwar ein Mann aus guter Familie, dessen anständige Gesinnung und Gutgläubigkeit nicht zu bezweifeln ist, er hat aber stets Spuren von Excentricität und nervöser Erregbarkeit gezeigt, und hält sich bekanntlich zur Zest in einer Heilanstalt auf; Die Sache wird also wohl für immer dunkel bleiben!
Ein eigentümliches Verfahren, welches recht geeignet sein dürfte, Unzufriedenheit zu er-1 Mgen, scheint der Berliner Milchgroßhändler Bolle zu be-1 liebem Dem „Vorwärts" zufolge hat derselbe die Ent.« lassung eines Arbeiters in einem Briefe folgenden Wort-« lauts motiviert: I
Die politische Lage in Ungarn W sich etwas beruhigt, auch der in Budapest eingetroffene Kaiser F:anz Joseph hat seinen ernsten Willen auSge. sprachen, thunlichst bald zu einer Verständigung zu gelangen. Ob die stattgehabten Zwischenfälle sich aber für die Zukunst nnn so einfach fortwischen laflen werden, darf man doch
> bezweifeln. Die ganze Affaire hat lebhafte Verstimmungen Hervorgerufe», die im Augenblick vielleicht unterdrückt werden mögen, sich aber bei künftigen Lorkommniffen doppelt scharf bemerkbar mache« können; Kaiser Franz Joseph hat mit einer ganzen Reihe nngarischer Politiker konferiert, eS ist ihm aber nicht gelungen, einen davon zur
Dann ertönte ein Schrei der Wut, ein Schemel wurde umgeworfen — entsetzt flvh Xgne« von dannen, da» Schlimmste befürchtend.
, I wird, gestaltet sich sehr düsten Es liegt darüber folgender, I unparteiischer Bericht vor: „Der englische Konsul iu Batum «meldet, daß die Getreidevorräte in Rußland enorm find; ; I va sie aber keine« Absatz finden, müflen sie im Produktions. I lande bleiben. Run hat im Herbst die russische Regierung l große Vorschüsse durch Vermfttlung der Lokalbanken auf GetteidedepotS gegeben; diese gelangten zumeist nicht in die «Hände der Produzenten, sondern fanden ihren Weg zu I Lokalspekulanten und Mittelspersonen. Da nun die Preise «fortwährend zuürckgingen, wird der Verlust dieser Mittels. I Personen ein viel größerer, als wenn die Regierung nicht «dazu verholfen hätte, daS Getreide lange Zeit behalten zu können. Mehrere Millionen Pud hätten damals um 10 bis 116 Proz. auf den konttnentalen Märkten teurer verkauft werde« I können und find heute nicht los zu werde»; Mutmaßlich werd« I die Privatbanken, welche das ihnen vom Staate vorgestreckte I Geld in Getreidevorschüffen an Zwischenhändler und Landwirte I hinausgaben, Bei lüfte erleiden, da der Wert d-S GetteideS deu Vorschuß samt Zinsen, AufbewahruvgS- und Manipulatiour- spesen nicht deckt. Wie gemeldet wird, hat infolge deS PreiSrück» ganges des GetteideS die Reichsbank ihre Schuldner auf. gefordert, zehn Prozent der Darlehen zurückzuzahlen oder anoerweit Sicherheit zu stelle»;" Daß hieraus eine schwere Krisis hervorgehen und man am Ende gezwungen sei« wird, das Getreide um jeden Preis loszuschlagen, ist vor. aus zusehen, doch darf dabei nicht vcrgesien werden, daß die Nachfrage gerade nach russischem Getreide gegen früher viel geringer geworden, und deffen Beliebtheit überhaupt ge. sunkem Russischer Roggen war nie eine hervorragende Marke, aber man war daran gewöhnt und kaufte, bis siZ; im Hungerjahre das russische KornauSfuhrverbot die strmde« Abnehmer zwang, anderes Korn zu taufen; Und der Tausch hat nicht mißfalle», sondern gefallen, so daß settdem der Absatz russischen Roggens ständig gesunken ist.
derartige journalistische Quertreibereien sein und zum mindesten die betteffenden Leiste, die es mit dem gutem Namen ihrer Mitmenschen so wenig genau nehmen, etwas, vorsichtiger machen.
Zur Entschädigung unschuldig Verurteilter.
Den „M. N. N." zufolge ist die Novelle zur Strafprozeßordnung von dem Justizausschusse des Bundesrates bezüglich der Normirung des Verfahrens zur Entschädigung I unschuldig Verurteilter in einem wichtigen Puutte abgc- ändert worden. Man hat nämlich die Vorschrift beseittgt, I wmwch der Verurteilte vor der Beschreitung des Rechtswegs I bie Justizaufsichtsbehörde anzugehen habe, und ihm die An-1 rusung der gerichtlichen Entscheidung ohne weiteres gestattet, I wenn eine Einigung mit dem Fiskus nicht zustande kommt. I Diese Abänderung begrüßen wir mit großen Freuden, fiel beseitigt, wie der „Hann. Cour." ausführt, eine durch nichts« gebotene Verzögerung und Verschleppung der Entschädigung! und bewirkt wieder, daß der Charakter des Entschädigungs-1 anspruchs als Rechtsanspruch scharf zum Ausdrucke kommt!
Berlin NW. 21, de» 3. März 1894. Herrn u. s. w.
Auf Ihre' Zellen vom 2; d. M. teile ich Ihnen hierdurch mit, daß Sie mit mehreren anderen Leuten zusammen eullaffen worden find, well die Arbett cmge». blicklich bei mir zu Ende ging; AuS der Zahl der Arbeiter sind speziell Sie gewähtt worden, weil Sie derjenige find, der grundsätzlich die auf meinem Grund-1 stücke eingerichtete Restauration für meine Leute nicht besuchte, sondern die Lokale in der Nachbarschaft fre- quentirte; Wenn es mir auch nicht auf das wenige Geld aukommt, das Sie bei mir verzehrt hätten, so gaben Sie doch ein zu schlechtes Beispiel meinen anderen L-uten, welche mein Lokal gern besuchen. Ich bedauere deshalb, Sie unter den obwalteuden Umstände» nicht wieder bei mir einstellen zu könne». I
Achtungsvoll I
®; Bolle i. V. I. Bolle. |
Der junge Mann folgte diesem Befehle nicht; Im ehrerbietiger Haltung, aber furchtlos und selbst. I bewußt stand er da. Er hatte offenbar etwa» auf Idem Herzen, wa« er noch vorbringen wollte. Aber «ehe er dazu kommen konnte, fuhr der Ritter wie lein grimmer Drache auf ihn los, packte ihn mit |berden Händen vorn am Wams und stieß ihn in
! voller Wucht durch die Thüre, daß der junge I Mann über die Dielen stolperte und rücklings zu «Boom fiel.
I «Hinaus sage ich!" donnerte der Alte, ihm in den Laubengang folgmd und ihn vor fich herdrängmd über dm Hof weg bis zum Burgthor, wo er dem Herbeieilendm Wärter ein Zeichm gab, die Zugbrücke niederzulaffen. „Hinaus/ rief er fortwährend, «zum Haufe hinaus, und sollte es Dir je wieder einfallen, diesen Boden zu betreten, so werde ich Dtch hinaurpeitschen lassen/ Dabei schüttelte er den Aermstm, daß ihm beinahe Hören und Sehen verging. Prire aber biß die Zähne zusammen und sagte kern Wort.
Run stand er jmsest» de, Graben», die Zug- brücke ward aufgewunden und zwischen ihm und der Stätte, die sein Liebste» barg, gähnte ein weiter, tiefer Abgrund.
(Fortsetzung folgt.)
Jetzt erst kam ihr in den Sinn, daß der Ge- üebte im Begriff stand, dem wütenden Vater gegen- über zu treten.
gerungenen Händen, sich nicht zu« Aergsten hin- reißen zu lassen.
«Was will er beim noch hier?" schrie der Ritter, an deffen Stimme man deuttich erkennen konnte, daß er auf dem Höhepunkte der Erregung anae- kommm »ar. «Will mich wohl noch verhöhnen obendrem? Auf der Stelle pack Dich fort, Un- seliger, wenn ich Dir nicht alle Rippen im Leibe zerbrechen soll Hinaus I"
Anzeige« nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowre die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,
M;, Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXIX:
Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L; U
Daubem Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari»;
«Wohin willst Du?* stammelte sie. „O, geh' letzt nicht hinein, nur jetzt nicht! Thu e« mir zu
| Fürwahr, wenn nicht Frau von Gironet zu- | gegen gewesen wäre, e» wäre um Peirer Leben , Igeschehen gewesen. Sie aber warf sich zwischen die e aber trat zurück: «Jetzt nicht, _ sagte fiel beiden Männer und beschwor ihrm Gattm mttj
«Fürchte nicht«, Geliebte/ erwiderte er fest. «Unser Leben steht in Gotte« Hand. Möge er und die heilige Jungftau mich beschützen; aber ich kann ander». Rach dem, wa« vorgefallen, ist meines >«er I ® "tcht länger. Was auch kommen mag,
rs war bis in ihr abgelegene» stille» Gemach I forderung nach, ste sah ein, daß es am besten »ar mgen; mit der Absicht ihn zu besänftigen, wo-!de» Vater» Zorn verrauchen zu lasse», ehe sie seine ch ihn für fich umzustimmen, war ste hierher-, Milde anflehte, ihr und dem Geliebtm zu verzeihen.
“SjM”’» f**Kmb * «“ , traf Be attf Petre, kt i- fei«™
senden erblickte. «einfachsten Anzuge, ohne jede Waffe, ohne jeden
er.^lie -m-daß st« «erch »nd Schmuck, mit ernster Miene fich anschickte, da« Ge" kW zurückMch, 6t» sie mit dem Rücken gegenlmach zu betretm.
^Nre stand. I Lautlos streckte er ihr beide Hände entaeaen
.Was habe ich Dir gesagt?- fichr er sie an. sie an seine Brust zu ziehen. 8 S '
' sollst nur au» den Augen gehe», schamloser! r!- ' ■ ■ - 1
I @5ISUKibaHef Paasch-v.Braudt. «uud erinnert an die Art und Weise, wie gewisse Angehörige L -«warf gestern die von dem Buch- des Stammes Sem ihre Arbetter auSzuuutzen pflege».
I Händler Carl Minde gegen das Urteil des Landgerichts
Berlin eingelegte Revision, durch welches Minde wegen Be-, -
leidigung durch Verbreitung der Schrift „eine jüdisch-deutsche! ^tae^von deutscher Seite hervorragend geachtet Gesandtschaft" von Carl Paasch zu zwei Monaten Gefäng- ni» und 100 Mark Geldstrafe bet urteilt wurde; Die Re-
Vorausgesetzt, daß der Brief keine Erfindimg de» , sozialdemokratischen Blatte» ist, scheint es bei diesem Herrn Bolle im Oberstübchen nicht mehr ganz richttg zu sein. Jedenfalls entbehrt bie Handlungsweise dieses christlichen Deutschen, von ihrer wirtschaftlichen Ungerechttgkeit und ihrer sozialpolittschen Unklugheit abgesehen, jeglicher Noblesse Abwehrend, «wenn man uns überraschte, e» wäre Dein sicherer Tod. Ach, Peire, eine schwere Zeit bricht für un» an. Du wirst von hinnen zieh'», arm und einsam in die weite Welt. Doch Du wirst allein sein mit Deinem Schmerz, ich aber — ach, Peire, ich darf nicht daran denken, welch'schreck- liche» Dasein meiner wartet. Wie gerne wollte ich! alles ertragen, wenn Du wenigsten» in meiner Nähe! bliebest!" I
Politische Rundschau.
* Marburg, 6. Juui 1894.
Das Befinden de» Kaiser»;
Anknüpfend an die Thatsache, daß Se; Majestät der Kaiser fich in voriger Woche einer geringfügigen Operation unterzogen hat, schreibt die Straßburger Post: „Die sichtbare „Beflissenheit", mit welcher ttr den letzten Tagen jeder einzelne Schritt des Kaisers, jeder Spaziergang und jeder Aortrag registriert wurde, beweist offenkundig da, Bestreben, | «> irrigen Schlußfolgerungen vorzubengen, welche aus der Thatsache etwa hätte« gezogen werden könne», daß ein j «einer operativer Eingriff vollzogen werden mußte; Die Ausführlichkeit uud Genauigkeit der betreffenden Meldungen jat den» auch in Deutschland wenigstens den gewünschte» Erfolg in vollem Umfang gehabt. Man ist überall davon überzeugt, daß eS fich in der Thal nur um eine ganz unbedeutende Geschichte gehandelt hat, welche kaum der Er- bmhnung wert gewesen wäre, wenn nicht nun einmal auf jpviffer Seite die Tendenz vorhanden wäre, an» jeder
Der Trottbarour. Geschöpft Willst ihn wohl gar in Schutz nehmen,
Roma« von Karl Savelrberg; |ben säubern Patron, dem es ja doch nur um die
^Nachdruck Verbote«;)! .reiche Erbin zu thun ist. Scher' Dich hinaus, Un» (Fortsetzung;) I geratene, die sich einen Diener zum —"
Erschrocken beeilte sich Frau von Gironet, bie|_ »Halt ein, Vater I" Sie hatte bisher feine; Her wieder zu schließen, denn man mußte ben j ®orte gefunden, als aber der Vater die Beschuldigung lter im weiten Umkrei» schreien hören, wett hin-1 gegen Peire vorbrachte, die diesen zum charakterlosen I Hm Walde; seine Stimme überschlug fich ein- > Schleicher stempette, bäumte ihr stolzes Herz fich auf, ßl über da» andere. !»"d ohne es zu wollen, zuckte ihr Mund verächtlich,
«Dieser Schleicher/ rief er, «diese Kanaille, oM* "olle fie sagen: Das weiß ich besser, rum habe ich ihn nicht gleich zu Boden geschlagen, | Diese stumme Geberde steigerte die Wut de« e er e» verdiente! Muß dieser Bettelbube, den Aufgebrachten alten Herrn auf» höchste: „Hüte! selbst großgezogen, meinem eigenen Kinde den!Dich," schrie er, auf Fußweite mit seinen blutunter«! 's verdrehen? Mtt Fingern werden die Leute j laufenen, wett aufgerissenen Augen ihr in» Gesicht! un» zeigen. Dar ist bie Mutter, und da» ist|bückend, «ich könnte Dich mit ihm zum Haus hinaus- o-'.s,, m,: ' »“
eite Esel von Vater, die ihre Tochter nicht zu liegen. Ich hatte Dir befohlen, die Zimmer nicht 61 wub Dich umbrmgen m ferner
chen verstanden, sonst könnte fie fich nicht soweit!^u verlassm; warum dieser Ungehorsam? Gilt' w Men. War weiß bie» Kind davon, welche!^ mein Wille gar nicht» mehr? Fügst Du Dich Knutzigen Pläne solch ein hergelaufener Jongleur | nu$‘' i° «nnfi Du ja gehen; ich halte Dich nicht!" Kopfe trägt! Denkt dieser Lump ein Edel-! „Guillem, um Gottes willen, bedenke doch was
Irin zu kompromittieren, damit ste ihn fol hei-! Du sprichst," warf Frau von Gironet ein.
a müssen. Aber hoffentlich ist'» noch nicht zum! ist doch Dein Ernst nicht! Geh' auf Dein Zimmer I « —---—» u™ti,
Iften gekommen. Sott sich wundern, bie Kanaille, I Agnes, und reize den Vater, den Du so schwer qe-'I^" gehört nur Dir, Du selbst müßtest sehr er fich verrechnet hat." ! kränkt hast, nicht noch mehr. Geh', laß mich eIrinPenn ~
llnglücklicherweise trat grabe in diesem Augen»!mtt ihm!" I «Rein, Peire," flüsterte fie. „Ich bleibe Dir
Fräulein Agne» in» Zimmer, da« Toben des! Schweigend kam das junge Mädchen der Auf-!^' fetan9e mein Herz schlägt."
“ *****" *** ‘*l“-r“*~** c- “ c r । - «So leb' wohl!" Roch ein inniger Häudedruck
— und mit fester Hand an bie Thüre klopfend, öffnete der Jüngling das Gemach.
und jebe Erinnerung an die Versuche, den Anspruch als edien Störung Kapital zu schlage»; Daß franzöfische>Gnadensache zu betrachten, beseitigt wird. Es steht diese lotter, wie „Patrie" und „Jntranfigeant", sich die Ge-! Abänderung im Einklang mit den Forderungen, die sowohl genhcit nicht entgehen lasse», ihren Lesern mit fetten Lettern I auf bem deutschen Juristentage, wie auch in der Presse M einer Maladie de Guilleaume IL etwas vorznfabeln, | wurden und denen die Gesetzgebung um so
mi im Grunde gar nicht anffallen, und auch ohne irgeHb|mc$r. Anlaß hat gerecht zu werden, als es sich hierbei ckches Uebelwollen gegen bie französischen Journalisten Ium c*ltc Angelegenheit von weitreichender sozialer Bedeutung rf man annehmen, daß da „der Wunsch der Vater des I hudelt.
idanken»" war; Glücklicherweise ist der Kaiser ttotz der! Auf dem rheinisch-westfälischen Eisen -
Erschedtt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und T "
fQA ötiertO8en. — Quartal-Abonnements-PreiS bei der Expe-
Jm luV. dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 M. 26 Pfg; (erkl.
Bestellgeld). Jnserationsgebühr für die gespaltene Zeile >*i
I ober deren Raum 10 Pfg;, Reklamen für bie Zelle 26 Pfg. DUUllLkSlUg, 7. AllUl 1894
We von Arbeit unb Anstrengung jeglicher Art, bie erj markte
U fortgesetzt zumutet, vou einer so außerorbentlichen geistigen I $ c*ne ktwas bedenkliche Ruhe eingetreten. Bei den Ab- kpanvkrast und körperlichen Widerstandsfähigkeit, daß wir «"Khmern hat eine abwartende Haltung Platz gegriffen, nicht «ieutsche mtt einem behaglichen Schmunzeln auf bie Be-1 a^n ivegen der andauernd schwachen Lage des englischen «Hungen ftenudlicher Nachbar» blicken könne»;" | Marktes, sondern auch vor allem wegen bei unbegreiflichen Mars-ball-Kleier Stellungnahme de» Eisenbahnministers
Marichall'Kleier. Lu ber Preisforbernng des Kohle«.Syu-
Der unlängst erwähnte Artikel der „Westd. Allg. Ztg.", dieat»; Wenn bie Eisen-Industrie, bie ihrerseits 8 10 t« den Staatssekretär im Auswärtigen Amte, Frhrn. v. sogar in gewissen Sorten bis zu 15 Mk; für ben Doppel-'! beschuldigte, allerlei Jntriguen gegen den Reichs-1 laber Kohle mehr bezahlen mußte, was ihr schwer genug tastei, den preußischen Finanzminister, den preußischen I wird, etwas von dem Kohlen-Synd!eat erhoffen kann so ist knisterpräsidenten, und mehrere höhere Reichsbeamte verübt l es das, daß dessen Dasein eine gewisse Stetigkeit in das »haben, soll nach einer Andeutung der zuweilen offiziösenIGeschäft bringen wird. DaS Vertrauen auf eine solche Ml. Pol. Korresp." den Strafrichter beschäftigen, wird aber aufS schwerste erschüttert, wrnn die größtestaat- anberen Worten, Frhr. von Marschall gedenkt gegen liche Verwaltung -einem mäßigen, ht ber Steigerung ber fe. Riefer, den Chefredakteur der „West. Allg. Ztg.", mit Selbstkosten begründeten Preisanfschlage derart ablehnend »er Anklage vorzugehen. Wir können einem solchen Ent-! gegenüberttitt. Der ganze Gegenstand, um den e» sich! Auß nur zustimmen. Wenn wir auch häufig mit der handelt, ist etwa iMIllion Mark, d-S ist kaum mehr als «tischen und wirtschaftpolittschenStellungnahme der„Westd. der tausendste Thril der gesamten Einnahmen des Preußische» h Ztg." sympathisieren, so können wir doch solche maß- St-atrbahnnetz-S, zu dessen Verkehr der Bergbau an der d grundlosen persönlichen Verdächttgungen, wie sie der Ruhr mtt den von ihm bedienten Gewerbe« bekannllich den lwursige Artllel enthielt, nur verurteilen. Gerichtliches dritte« Teil stellt. Hier hat der Mnister also ein ge ttSeben aber dürfte das einzige wirksame Mittel gegen I wichtiges Mittel der Beruhigung in dgr Hand I