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11 Am nächsten Tage schon fuhr Herr von Gironet !|gen Mont-Peylat, nm über den Aufenthalt Jago» junb seiner Truppe Erkundigungen einzuziehen, und ileventuell mit diesem des Knaben wegen Rücksprache h« nehmen. Die zu diesem Zwecke ausgesandten I Diener aber kehrten mit der Botschaft zurück, daß >die betreffende Jongleurtruppe fich zwar nach dem I Feste noch mehrere Tage in der Umgegend aufge. .halten und allenthalben nach einem verschwundenen .Knaben Nachforschungen angestellt habe, nun aber .davon gezogen sei und wahrscheinlich da« gräflich« .Gebiet schon verlaffen habe.
I So kehrte denn der Ritter unverrichteter Dinge .zurück; im Grunde genommen war es ihm recht, .daß es so und nicht ander» gekommen war, denn .er hatte den Knaben in sein Herz geschloffen und I "ahm sich vor, ihn mit seinem zwei Jahre jüngeren I «Sohne zusammen erziehen zu lassen und ein brauch-. bare» Mitglied der menschlichen Gesellschaft au« ihm. .zu machen. I
Am frohesten aber war Peire selbst, daß er. nun nicht zu Jago und den anderen zurückzukehren, brauchte Diese frohe Botschaft beschleunigte seine. Genesung mehr al« die beste Arznei c« hätte thun! können, so daß er bald wieder munter und guter. Dinge ward. I
Durch sein dienstfertige« Wesen, seine Freund«, lichkeit und Gutmütigkeit, besonder» aber durch sein, schöne» Spiel und seine Lieder gewann er fich bald. |bie Gunst aller Schloßbewohner und nicht am. wenigsten die de« gutherzigen Alfon«, de» Sohne»! seines Gönners. |
Rur Uc Brunel, der Hofmeister, war dem neuen 11 Zöglinge nicht hold, da er ihn dem Wunsche Giro-.! net» gemäß in allen denselben Fertigkeiten unter-11 richten sollte, die Alfons zum Teil schon innehatte.! Er war ein stolzer, egoistischer Mensch, der sich auH seine Gelehrsamkeit nicht wenig einbildete, und nicht!
I mehr durch einen Staatsstreich in s> inen Verfassungs- Verhältnissen um ei» paar Jahrzehnte zurüekgeschranbt worden. Den Anlaß dazu bot die Entdeckung einer nicht nur gegen die derzeitige liberale Regierung, sonder» auch gegen die herrschende Dynastie der Obrenowitsch gerichteten Verschwörung. An und für sich nun könnte es für die Entwicklung Serbiens nur von Vorteil sein, daß die freisinnige Verfassnng. für die das Volk »och nicht reif ist, aufgehoben wurde. Auf der anderen Seite aber wird die nnzufricdene radikale Partei, sowie die auf den Thron speku» lierende Familie der Karageorgiewitsch aus dem Staatsstreich zur Verhetzung des Volkes gegen
Carnot hat also bei der Neubildung des Kabiuets große Schwierigkeiten zu bewältigen, und wenn ihm dies nur unvollkommen gelingt, discreditiert er fich und verringert seine Aussichten auf eine Wiederwahl.
aus dem Reichsamt des Innern; in diesem Falle aber glauben wir, daß e» fich um eine ureigene Redakrionsleistung des Kölner „Weltblattes- handelt. Solche eigene Leistungen der „K. Z." find sehr selten. Man erkennt fie gewöhnlich daran, daß fie nach irgend einer Richtung hin über alles Maß hinausschießen. Solche Artikel waren im Februar 1891
Ende nehmen. Der nominelle König Alexander und sein in Wirklichkeit wieder regierender Vater Milan
iwerb- Wahl imung ciften. td.
i. begreifen konnte, wie man eines hergelaufenen .Jongleurs wegen so viel Aufhebens machte.
j Obschon Peire ihm gegenüber einen schweren .Standpunkt hatte, so ließ er fich doch keine Mühe j verdrießen, den widerwilligen Lehrer zufriedenzustellen. .Mochte Brunel noch so oft das Wachrtäflein, auf
I dem der Knabe seine Schreibübungen machte, wieder
.glätten, Peire war von bewundernswerter Geduld
| und Ausdauer und lernte so eifrig, daß er in Jahres- ! stift schon die Kenntnisse Alfon»' sich angeeignet .hatte und Herrn von Gironet an seinem Geburt«« .tage mit einem kunstvoll auf Pergament geschriebenen, I v«n ihm selbst verfaßten Gedichte erstellen konnte. I lieber seinen Studien versäumte er aber auch die .ritterlichen Leibe«übungen nicht, in denen er mit Alfon« zugleich ausgebildet wurde; laufen, klettern, I sprmgen, reiten, mtt dem Bogen schießen, den Speer .werfen, dann da« Fechten mit Schild und Schwert, .da« alle« lernten die beiden unter Brunel'« strenger Anleitung. Die Hauptsache aber war, daß die .Knaben Schild und Lanze wohl zu gebrauchen ver« I stunden, den Gegner geschickt treffen und kunstgerecht au« dem Sattel heben lernten. Und dar war nicht so leicht! Einmal gehörte dazn eine greße Geschicklichkeit in der Behandlung de» Pferde», da» der Reiter in den entscheidenden Momenten nur mtt den Schenkeln regieren konnte, da die linke Hand mit dem Schilde den feindlichen Stoß auffangen und parieren mußte; dann kam e» darauf an, dm Gegner recht zu treffen, ihn entweder unter da»
Kinn zu stoßm oder die Lanze gegen die Mitte de«
Schildes unter den Schildbuckel zu richtm, zugleich aber den eigenen Schild recht zn halten und bei dem Anprall der Gegner« fest im Sattel zn bleiben.
«Fortsetzung folgt.)
Presse zu Tage tritt, keineswegs der Partei als solcher in die Schuhe zu schieben. Wir habe» selbst schon nationalliberale Herren mit dem größten Abscheu von jener verächtlichen Denunzirwut, die die „Köln. Ztg."
junb im Sommer 1892 die beiden wüsten Schrnähartikel gegen den Altreichskanzler Fürsten .Bismarck, dessen Protektion das Kölner Blatt so .lange genossen, der aber seit seinem Rückrritt zum Aerger der Kölnerin seine Idee» den ihm räumlich näherliegenden „Hamb. Nachrichten* anvertraute.
I Außer dem Eulenburg-Artikel hat fich die „Kölnische" l in vergangener Woche noch einige von öder Manchesterei | strotzende Artikel gegen die konservative Partei erlaubt. .Der Weitblick und reiche Gehalt des konservativen Programms sind dem Liberalismus nämlich ein
I Dom im Auge. Tie sozialistischen, agrarischen und | antisemitischen Bestrebungen der konservativen Partei, I die sämtlich auf dem Grundprinzip des Schutzes der l nationale» Arbeit bemhe», umfassen so weite Volks-! kreise und gewinnen in unsere» Engen so sehr an
I Raum, daß es den Liberalen mit ihrem öde», über-1 lebte» Cobdentum immer mehr angst und bange! wirb. Dazu machen diese liberalen Blätter von der! „Köln. Zeitung* bis zur „Voss. Ztg.* immer noch! die krampfhaftesten Anstrengungen, de» Liberalismus dadurch regierungsfähig zu machen, dnß fie «nab. | lässig jeden konservativen Beamten, der aus feinen | I wirtschaftspolitischen Anschauungen kein Hehl macht, der | zum Bund der Landwirte hält oder Antisemit ist, als! Feind der Regierung denunzieren. Dieses Verfahren ist I der allerschmutzigste Fleck am Körper der liberalen! Presse. JemandeuseinerGefinnungwegenzudenuuzieren, | während man für fich selbst volle Denk- und Rede-1 freiheit beansprucht, entspricht dem Begriff des Wortes '
! habe» dabei Oesterreich hinter fich stehen, während .sich die Gegenpartei der geheimen Unteistützung Ruß- Ilands erfteut. In Anbetracht dieser Verhältnisse .hat man auch die ganzen serbischen Vorgänge eine Schachpartie zwischen Oesterreich und Rußland genannt. Oesterreich hat einen kühnen Zug gethau; nun dürfte Rußland an der Reihe sei».
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Zum Schluß noch einen kurzen Ueberblick über die Situation in einigen im Vordergründe der Erörterungen stehenden Staaten sowie einige wichtige Ereignisse der svergangenen Wochel In Ungarn, wo der Kampf um das Zivilehegesetz weitergeführt wird, in Italien, wo es sich um die Finanzreform handelt und in England, wo Angelegenheiten der verschiedensten Art mit parteipolitischer Zuspitzung behandelt werden, sind keine Umstände eiugetreten, die eine Aendernng
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„liberal* sehr wenig. Wir haben ausdrücklich in diesem I dann die Minister wieder zurücktrete» müssen, hat Punkte von der liberalen Presse gesprochen. Wie Niemand rechte Lust ei» Portefeuille anzuoehmen. ia auch Herr von Frege auf dem Marburger lonfer»* 1 * * * *" ' ' - - • • - - - -
dativen Parteitage sagte, ist der Mangel an nobler Ge> finnung, der in einem großen Teile der uationalliberalen
Marburg, Sonntag, 27. Mai 1894
Wochen-Rückblicke.
* Marburg, 26. Mai 1894.
Der Sommer pflegt für D e u t s ch l a n d in der „aktuellen" Politik eine Pause herbeizusühreu, welche gewöhnlich durch die Reflexionen und Polemiken der Tag es blätter ausgefüllt wird. Noch tagt in Berlin der preußische Landtag, aber auch dieser wird dem deutschen Reichstage bald in die Ferien folgen.
3m preußische» Abgeordnetenhause ist noch ein netter, aber fehlgeschlagener Versuch gemacht worden, bat abgelebten großen Kanal von Dortmund bis! zum Rhein in veränderter Form noch in dieser Session zur Annahme zu bringen, aber Regierung wie Ab- 1 georduetenhauSmehrheit waren in gleicher Weise dagegen. Im Westen kann man den Fall dieses Kanals schwer verwinden, und eS haben fich ziemlich [ gereizte Erörterungen deshalb entspannen. Vor Allem wird dem preußische» Ministerpräsidenten Grafen
.Hellen Augen in die Welt hinein schaute. Er kam .freundlich lächelnd auf ihn zu, küßte seine Stirne .und fühlte sorgsam nach dem Puls. Dann sagte er: I »Nun, mein Sohn, wie fühlst Du Dich? Du >I hast uns viele Sorge gemacht, denn wisse, daß Du Klange in Fiebern gelegen und irre geredet von einem I bösen Mann, der Dich umbringen wollte, vvn Bären, I die Dich zerfleischen würden und mancherlei anderen .Schrecknissen." Und nun erzählte er dem Knaben, jroie seine Leute ihn vor fünf Tagen am Meeres-1 ! strande ganz ermattet gefunden und al» einen Ster- I benden auf da« Schloß gebracht, wie er zu seinem I Staunen in ihm den Lebensretter seine» Kindes .erkannt und ihn sorgsam habe pflegen lassen wie .sein eigen Kind. I
I Dann war die Reihe zu erzählen an Peire. I I Bewegt lauschte der Ritter dem abenteuerlichen 23e«| ! richte des Knaben, und auch klein Agne« stand mit| .gefallenenHänden dabei und wischte fich eine Thräne! | aus dem Auge, als fie vernahm, was der bedauerns-1 werte Knabe alle» durchgemacht. Al« Peire dann! geendet, sprach Herr von Gironet ihm Trost zu,l daß er sich einstweilen beruhigen und nur an feine j baldige Wiederherstellung denken möge. Alles weitere! solle er nur ihm überlassen, er werde schon dafür! sorgen, daß der schlimme Jag» ihn wieder in «na | den aufnehme und ihn seinen Ungehorsam nicht ent--1 gelten lasse. |
Davon aber wollte Peire nichts wissen. „DI Herr!* bat er mit flehendlich erhobenen Händen, | „o schickt mich nicht zu ihm zurück, haltet mich al« I den geringsten Eurer Knechte, nur stoßt mich nicht!' wieder in dies elende Gauklerleben, da« mir von! ganzer Seele zuwider ist.' Seine Auftegung roarl, so groß, daß Gironet, um ihn zu beruhigen, fagteji er wolle überlegen, was sich für ihn thun lasse ji Einstweilen sei er ja gut hier aufgehoben; das!« weitere werde sich finden. ||
! während er beim zweite» mit sauersüßer Miene ge> h»lfe» hat, de» Entwurf so verschlechtert wie eben möglich zur Annahme zu bringe». Weiteres aus dem Gescheite und Gekeife der „Köln. Ztg.* gegen de» preußische» Ministerpräsidenten anzusthre», versage» wir un» gern. Wir möchten nur noch auf einen Punkt, nämlich die Herkunft des Artikel« eingehen. Verschiedene Blättter haben auf Caprivi, verschiedene auf Miquel geraten; beide Annahmen sind formell undenkbar und sachlich unbegründet. Die „Köln. Ztg.* L.„ ......
erhält für gewöhnlich, wie in eingewethte» Kreisen I sprechen hören, bekannt fein dürfte, ihren Charakter und ihre Direktiven
Heber einen französischen Ministerwechsel pflegt , ., .. - - ----------- .man fich nicht einmal i» Pari» mehr besonders anf-
!mtt ihren linksliberalen Kolleginnen gemein hat, I zuregen. Das Interesse, welches ein solcher erweckt m«- Unsere Regierung kümmert sich ist daher gering. Weit größeres Aufsehen erregte in
übrigens nicht im geringsten um die liberalen Preß- vergangener Woche ein Wechsel der Verhältnisse in Denunziationen, sondern fährt fort, ihre Beamten I dem kleinen Balkanländchen Serbien. Dieses Land, rach ihrer Tüchtigkeit zu wählen. Es ist auch eine! welches durch seine inneren Wirren schon seit Jahre» unerhörte Anmaßung von den Manchesterleuten, I die Aufmerksamkeit Europas auf fich lenkt ist »»». wenn fie meine», daß unsere Regierung, weil fie in ' ‘ ’ -----
letzter Seit etwas auf freihändlerischen Wege» gegangen ist, nunmehr alle ihre Beamtenstellen mit Mitgliedern des Cobdenkmbs besetze» müßte.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Erpe- dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnseratior.Sgebühr für die gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 26 Pfg.
I Während so bei uns die sommerlichen Preß- .fehdcn ihre» Anfang genommen haben, ist im Aus- I lande der Mangel an Ereignisse» noch nicht so groß. |3n Frankreich ist zur Abwechslung wieder einmal lein Ministerium gestürzt worden, womit es diesmal feite eigene Bewandtnis Hot. Es scheint nämlich fal» ob ein großer Teil der Kammermehrheit, die f de» Rückttitt Cafimir PerierS veranlaßte, bestellte _____________
^beit geliefert habe. Kein Mensch dachte daran, f Dynastie und °RegieiunV'Kapital" schlagen, "unb daß die Stellung des Ministeriums unsicher sei» könne, die inneren Wirren werde» in absehbarer Zeit kei» f Knrz vorher noch hatte das Kabinett mehrere ©lege1~ f erfochten, und wie ein Blitz ans heiterm Himmel j kam die Wendung. Casimir Perier hat fich | während feiner etwa sechsmonatlichen Amtszeit f die Sympathie aller Gutgesinnte» erworbe», einmal durch seine »ach der Panama - Affaire wohlthueud berührende Rechtlichkeit, die allerdings für einen! 40 fache» Millionär keine Kunst ist, andrerseits durch seine gleichmäßige Führung der Geschäfte im Sinne der konservativen Republikaner und sein energisches Vorgehen gegen alle Umsturzbestrebungen. Cafimier Perier hat aber »och größeren Ehrgeiz sals de», Ministerpräsident zu sein; er möchte den Präsidentenstuhl einnehmen, und deshalb ließ er sich »stürzen*. Er vermag besser zu kandidieren, wen» er al» freier Man» dasteht, wie wenn er j Minister ist. Obendrein hat auch einen sehrf günstigen Moment z» feiner Aktion gewählt. Tief Stunde der Präfidentenwahl rückt näher, und da als-1
Der Troubadour.
Roman von Karl SavelSberg.
$ ^Nachdruck verboten-)
(Fortsetzung.)
Plötzlich aber besann fie sich und nahm eine y Miene an „Papa hat gesagt, ich müsse ganz m sein und wenn Du erwachen solltest, ehe er Nückkehre, so dürfe ich kein Wort mit Dir sprechen.*
»So sage mir wenigstens, wo ich bin und wie 9 hierhin kam, seitdem ich —'
i „Nicht» sage ich Dir, Du barst nicht sprechen r» Dich nicht aufregen, sonst wirst Du wieder ^Ak und dann trage ich die Schuld.
Damit wandte klein Agne» fich um und trat die Fensterbrüstung, wo sie einen Strauß band weißen und roten Rosen.
»Agne« t" tönte e« wieder von dem Lager her.
»Ich gebe Dir jetzt keine Antwort mehr, schlafe!' | .Das war nun aber leichter gesagt als gethan,!
dem armen Knaben war ganz toll im Kopfe! £ all' den Gedanken »nd Vermutungen, die auf| ^einstürmten. War er nicht im Walde »on| Bären »erfolgt werben und an dem großen, | |Oen Wasser totmüde zusammengebrochen. Oder! Mi er das alle« nur geträumt? Wie war er I E^rgekommen? Wo war er? Würde Jago ihn! M nicht aufspüren? |
L Da trat ein hochgewachsener Mann in die Laube;! |S Mannte ihn sofort — e« war de« Mädchen» f S**1» der nicht einmal ein Wort de» Danke» für! ^Schabt hatte, für ihn, den Retter seine» Kinder! | tg^tnütigeg Volk,* hatte Jago gesagt, »da» nicht f
daß man sich seinetwegen in Lebensgefahr!
«.Doch was war das? Aufrichtige Freude prägte| jg. a»f dem Gesichl« de» Edeln au«, als er bemerkte, | f6 'di» Schützling erwacht war und wieder mit!
tos bürg zur Last gelegt, daß er »icht genug faergie in der Verteidigung der Vorlage entwickelt habe. Wir habe» uns bei mehrere» Gelegeuheiteu «ergisch für de» Kanal ausgesprochen, weil er einem i-inschaftlichen 3»te#ffe de» industriellen Westens . entspreche» würde. Wenn aber die „Köln. Ztg.*, die es immer mit sittlicher Genugthuung konstatiert, venu dem agrarische« Offen wieder einmal ein Wunsch nach Abstellung eines UebelstandeS abge> ; schlagen wirb, wenn dieses Blatt nun außer
Smo unb Baud gerät unb nach allen Setten Itoie eine gereizte Furie um sich schlägt, so könnte das die ganze Kanalsache verleide» und seidächtig mache», wüßten wir nicht, daß die landläufige Behauptung, die westdeutsche Industrie! ßehe hinter bet „Köln. Ztg." das größte konventionelle! Märchen unserer Zett ist. Man hat den Kanal! nicht durchsetzen können, wie die Landwirte mit bem j ! Betrage Kanitz wieder abziehen mußte». Das ift| das ganze l Man kommt eben wieder. Ein Angriff! aber wie ihn die „Köln. Ztg.' in vergangener Woche! legen den preußischen Ministerpräsidenten, Grafe»! 6alenburg richtete, ist ebenso taktlos wie ungerecht-! fertigt. Die „Köln. Ztg.* nennt das Ministerium! siulenburg ein solches der „verlorenen Schlachte»*.! sinn sind aber doch das Synodalordrmngsgesetz wie das | Landwirtschaftskammergesetz als gewonnene Schlachten | «Zusehen. Natürlich zählen dieselbe« für de» | AberalismnS nicht mit, dem das Zustandekommen | »es erstgenannte» Gesetzes sehr bitter gewesen ist, |
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in , .
A°nkfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXIX:
Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. »
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
I Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
"" IL k..-""""' Jllustrirtes Sonntagsblatt. IS.'EL'SL: