^nmAortlichcr Redakteur: HarrpFinkingln Marb»r,. Redaktion und chpedttion: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55.
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leidenschaftlich wie Dietrich geartet, wandte er sich
So — und nun sagt mir auch Beide — daß
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Bei der fortgesetzten Beratung des Budgets des Mwärttgen erklärte Ministerpräfidert Criepi, er Mne die Angriffe der radikalen Opposition nicht »erwidert lasse» Man habe in ferner Rede vom
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ucrtar zwischen Frau Ellen und mir bemerkte/ flüsterte Edgar, noch immer nicht Herr seines Staunens Nun aber beugte er sich auch sch,n zu der jetzt laut, los weinenden Dame und ihre Stirn mit seinen
I Lippen berührend, hauchte er: .Liebe, liebe Tante!'! Er hatte seine Hanb dabei aus der des Vaters ge- lüft — leise — behutsam freilich. Aber der Baron »erstand die Bewegung doch und dem Impulse der
»ck» folgend, schlang er den Arm um diel | hübsche «Kuppe, welche S»hn und Schwägerin bildeten.
»0, Ihr, — Ihr/ kam es dabei in halbem! schluchzen über seine Lippen — .»ersucht es doch! nur, mir zu verzeihen! Seht, ich komme in tiefster! Reue, uw Euch Versöhnung anzutragen, und Dir,! mein Kind, die Liebe der Vaters, welche ich eigen«!
»olle» Loh» für jede» Tag, a» dem sie wirklich gearbeitet haben oder auch nur dienstbereit zu sein hatte». Die Zahl der Tage eines Mo»ats kommt hierbei überhaupt nicht i» Betracht.'
Zum ersten Mal im Leben hielt Dietrich »on stalitzin seinen Sohn am Herzen. Und dieser Herr, diese« stolze, harte Herz, schlug im Monat nur dem einen Glück: daß der Baran von jetzt an nicht mehr anein rm Leben stand, jene unnahbare Schranke medergeriffen, die er selbst zwischen sich und dem Kinde der Ouadrone, das doch auch das seine war — «ufgerichtet hatte.
Sonntagsruhe im Güterverkehr.
Die „Nordd. Allg. Zeit»»," schreibt: .Einzelne Tagekblötter habe» die Nachricht verbreitet, daß die
geht durch die Zeitungen ei» aus französischer Quelle stammender Bericht, der sich «ngrblich auf einen in Rom bei Gelegenheit de4 internationalen Kongresses mitgeteilteu Dortra« des General - Stabsarztes der Armee von Eoler stützt. Auf diesem Umweg- hat!
izurtckgedrängt habe, alle — diese langen — langen einundzwanzig Jahre hindurch! — Mein Sohn — auch ich habe an dem unnatürlichen Verhältnis, «elchcs zwischen uns herrschte, gelitten — glaube ™ *lr- .*b°r - o, «btt - ich bin nur ein Mensch mit allen Fehler» und Gebrechen seiner Natur — und — Aber Du mußt die Geschichte der letzten 25 Jahre meines Lebens kennen," unter- brach sich Stalitzin — .um mich begreifen zu lernen.' |
! Sanitätsoffiziers über das geaanute Thema gehalten ist der aber ausschließlich für wisse»schaftliche Kreise bestimmt u»d dadurch von höchster Bedeutung war, daß für die dort »ersammelte» Chirurg«» u»d Militär-' arzte aller Nationen betreff« der Wunden und Wund. behandl»»g in einem künftigen Kriege im Interesse
Welche koloffale Steuer», direkte wie indirekte, in Frankreich erhoben werde», ist in Deutschland »och viel zu wenig beka»»t. Nachstehend sei eine Zu- sammenstellung über die Höhe der Abgabe» auf Ei».
Eine Rede Crispi's über den Dreibund.
W. B. Rom, 5. Mai 1894.
Politische Rundschau.
* Marburg, 7. Mai 1894.
| Sanier die Haare zu Berge steige» lasse» kann: Der .landwirtschaftliche Grundbesitz" zahlt von seinem Reinertrag, je nach der Gegend, 4 bis 7 vom Hundert, das ist die „Grundsteuer". Die „Gebäude' bezahle« unter dem Titel „Gebäude, Fenster- «nd Thürsteuer" eine Abgabe, die in Paris z B. 18 «Prozent des Einkommens ausmacht. Außerdem rafft «der Fiskus bei jedem Befitzwechsel eines Grundstücks «zwischen 10 und 11 Prozent des Kaufpreises an sich, Iso daß der Wert des Grundstücks nach 9- bis 10- > maligem Verkauf thatsächlich dem Staate vollauS- «bezahlt worden ist. Vo» de» Zinse» aller Wertpapiere erhebt der Fisku« unter drei verschiedenen Titel „Zinsscheinsteuer", Verkaufs steuer', und
„Stempel', 12 Proz. Ausgenommen waren allerdings bisher die Zinsscheine der französische» Staatsrente und die Zinsen »o» Privatdarlehen. £er „Verdienst aus Berufen, Gewerben rc." ist mit einer Erwerbssteuer, „patente" genannt, belastet, die meist nach der Höhe der Miete berechnet wird und i. B. in Paris für einen Arzt, samt dem städtische» Zuschlag, 13 Vz Pro,, der Wohnungsmiete beträgt. Für „Gehälter" wird allerdings bis jetzt keine Steuer erhoben, doch hat i» Frankreich Jedermann, der eine Iständige Wohnung besitzt, eine „Personal- und Ein- richtungsteuer" zu bezahle», die in Paris bis z»
Proz. der Miete beträgt, und diese Steuer trifft die Gehaltempfänger ebenso, wie alle andere»
Bei dem Festmahle zur Taufe seines Enkels <»f /»loß Wels äußerte der Kaiser im Laufe der Tisch. Unterhaltung sei» Bedauern daß i» soziale» Frage» !?ie extreme Richtung die Oberhalb gewinne. G« sei lebhaft zu wünsche», daß Arbeitgeber und Arbeiter etwaige Tifferenze» in Güte ru lösen versuchen möchte». Das entspräche de» Interesse» der Arbeiter besser, die ihrerseits auch die Interesse« ihrer Brotgeber berück- sichtige» sollten.
Steuer» in Fra»kreich.
I Crirpi führte ferner gegenüber einer Tagesord- Ni!vg Poudolst betreffs d-r Abrüstungsfrage aus, er habe ün Jahrs 1877 auf Ersuchen Eamb-tta's mit dem Fürsten Bismarck über eisen Abrüstungsvertraa verhandelt. Bismarck sei nicht gegnerisch gesinnt ge- I Tesen und habe damals nur erklärt, daß solche Brr- isuchungeu bisher noch immer gescheitert seien. ' j
Crispi schloß: „Seit fünfzehn Jahren di» ich bemüht, dahin zu wirke», daß die internationale Politik sich den Friede» als höchstes Ziel setze. Denn Niemand kann den Krieg wünschen."
| .Guten Morgen, Fräulein Hülsmann! — Aber was sehe ich: So schmerzversunken? — Ist Jhn-n ein Unglück passirt, Liebe?' 9
Gertrud hob da« verweinte Gesichtchen. Sie saß auf einem Prellstein an der Landstraße in der «and einen Brief, welchen ihr, al« sie au« der - Ltadt kam, der Postbote gegeben. Kaum hatte sie sstch fernes Inhalt« versichert gehabt, al« Felicitas »es Wege» gekommen. Bei dem Anblick des jungen Mädchens betroffen, hatte dieselbe die wunderliche Scheu, welche sie vor jedem Alleinsein mit dem Amtsrats Töchterlein empfand, überwunden und war an Gertrud herangetreten.
(Fortsetzung folgt)
! , Die UeberWeisungen au die Keeise in Preußen I °us Grund der lex Hüne beirage» im Ganze« rund |31 Mill. Mk., bleibe« daher gegen das Etatssoll um 3 Mill. Mk. zurück. Daß ein Ausfall gegen de, Etat i« Aussicht staub, ist bereits bei Vorlegung «des Etat» für 1894/95 mitgeteilt worden. Für l dieses Jahr ist wiederum der Betrag »on 34 Mill Mk. eingestellt. Es ist dies bekanntlich das letzte «Mal, daß die lex Hüne zur Anwendung gelangt, dens vo« 1895/96 ab fließen auch die la»dwirt-Il—o ***'* «« -wyc oer «ogaoe» aus M». schaftliche» Zölle wieder in vollem Betrage zur Staats. «kommeu wledergegebro, die einem deutschen Steuer- kaffe. Die «reise werden daher gut thun, schon bei der Beschiußfüffuug über die ihnen im Laufe der Wachste» Woche« zuflteßende« Ueberweisunge« darauf zu achte», daß diese Einnahmequelle mit dem über nächsten Jahre versiegt und nur in bet Betriebssteuer ein verhältnismäßig geringer Ersatz i« Aussicht steht. | Ue5et die Wirkung der neuen Handfeuerwaffe»
Mdeu überschritte« wurde»; u Miflyr 1859, da Italien mit Purs- Manireichs Lombardei eroberte, dafür aber die Weftalpen Wie; er gedachte mit tiefster Trauer der Zeit Äallcn wegen der Niederlage von Cuftozza und 2 vch nicht in den Besitz der Ostalpe« setze« k»unte.
Ist also nicht patriotisch, wen» mau u«sj austkt und schwach sehe» will. Die Politik Jta- y te Orient hat sich in der Politik der verbün- « Mächte untergeordnet. Die Bulgare» haben >Pnrze» Ferdinand von Koburg aus freiem
Der Littsel Lösuttg.
Roman von Mi Widdern.
(Nachdruck nerbotewj
skiii-» Worte» am 21. April in der Kammer; endlich -aie man glaube» machen wollen, d-ß er die Menische Politik im Oriente in den Bann ander mitiger Einflüsse gestellt habe. Im Jahre 1892 habe er nur die Form und den Zeilpmkt der Er- Merung des DieibundvertrageS, nicht aber die! Mavz selbst einer Kritik unterzogen. Die 1882 ^schlosse-e und dann erneuerte Allianz trage einen itstnsioen und keine» offe«stveu Charakter. Gegen wn sollte denn auch Italien Krieg führen wollen? «egen Frankreich wäre eS eine Tollheit. „Ssoniuft Ähre 1879 habe ich erklärt, ein Konflikt mit Fiank- rtidi wäre kein Krieg zweier Nationen, sonoeru ein Rrgerkrieg. Ich kann das auch heute nur de I üiflen. Zu einem Kriege mit Rußland fehlen die Setstreitendeu Interessen. Im Jahre 1854 haben | «t nur gegen Rußland gekämpft, weil Rußland! »als ganz Europa angriff. Der Dreibund hat üo eine friedliche Tendenz. Wen» er sich aber auch I M- und nicht erneuert werden sollte, so würden! ir sicherlich nicht abrüste» können, den» das fönste I ist die radikale Opposition nicht wollen. Wir! aen nach der Auflösung der Allianz auf d-m «e bedroht werden und wahrscheinlich die Freundest der französische« Republik einbüßen. Ein zerüstetes Italien müßte am Tage eines emopäis-pen
zu ver- bringe» sollte. Dann aber flüsterte Ellen, indem ' er dann mrtlsie ihren Kopf an die Brust des Neffen bar«:
I --Edgar — laß «ns vergeben, mir handeln damit — darum also die Aehnlichkeit, welche Fe-«nur im Sinne Deiner Mutter, deren reine enael- zwischen Frau Ellen «nd mir bemerkt« * I hafte Seele keine Rache kannte/
Und dann?
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! anordnende« Erlasse des Eisenbahnministerr ist, den Vorschläge» der Eisenbahn Verwaltung entsprechend ausdrücklich für den Bereich der gesamte« StaatS- bahnverwaltung vorgeschricbe«, daß die Arbeitslöhne für die Son», und Festtage an die früher auch a«!
6 Jcin ~ ein einfacher Rentner.« So hatte Ilegte sie rühig^ ihre "kleine'eirkalte Rechte'Ue ?dem Kinde entfremdet und auch nicht seiner! festen Finger: „Sie sind erlöst, Herr Baron/ sagte ^gedacht, als Dolores gestorben, und (Sogar *“c- t "- ~ - -
^«geworden. Im Gegenteil: Mit den Jahren ®erte sich noch die Abneigung gegen seinen .. 3a in der Pein, die dem Baron später 7 Nähe eines Doreit und der Gattin desselben -wurde, lernte er den Junker geradezu Haffen £ ~ jetzt in dieser einsamen Stunde sagte ^ron Dietrich zum ersten Mak, daß diese tft 9 nahezu ein Verbrechen war. Der
^er seines Sohnes, das ganze Wesen deffelben samrnenzuctte und der Im ii .'r ?u« allen Fugen gerrflenen Mannesseele spenstisch weit öffnete, flog /in etrem neuen Lichte, nun sie nicht mehr' " < -1 9
,^1 bte Verbindung zurückblicken durste, welcher kntsproffen.
cbcr bemächtigte sich des Barons auch C®/ das begangene Unrecht gut zu machen. Kirche Sehnsucht erfüllte plötzlich sein Hrrz: er endlich an die Brust zu schließen, ihm auf die Stirn zu küssen, um den Do-!
o.t vergeblich für ihr Kind gebeten. Unb|
—.. Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbai» Ak»ck - 3oh.^Sk«g. Koch, Univerfiiät8-Biichdruck--rei in Martmra. ff 1*1» i q. ® vVfff.
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/elch ein holdes Kind war der kleine Edgar!^r förmlich auf der Seele brannte. ' gewesen? Wie zärtlich streckte er nicht seine! "" ' ~ “
|[ie daun. Ich habe bereits zu Felicitas gesandt, «damit sie komme, mir bei dem Umzüge zu halfen." I „Wozu diese Eile?' entgegnete der Baron in «einem so gütigen Ton, daß Ellen und der Junker verwundert zu ihm aufsahen. Aber bi« zu einer
I Antwort der Dame ließ Dietrich es nicht kommen: I |„w« ijt das heute ein denkwürdiger Margen für un« |^löe - Ellen," sagte er. Und als Frau I Darett ber Nennung ihre« Vornamens betroffen zu- 'sammenzuckte und der Junker seine Augen fast ne. I...
^er Vertraulichkeit meiner Anrede, teure Frau? — 3$ bitte, thun Sie es nicht! Gestatten Sie mir melmefr, daß ich mich v»n nun an stet« als das beweise, was ich Ihnen in Wahrheit schon fünfund- zwanzig Jahre hindurch hätte sein müssen - ein
~ '4 — der Gatte Ihrer unvcr-,
gctzlichen Schwester, an der ich leider sa schwer ae- sundrgt/ ö
neiwiuen rape» wcan yave in e-uer Rede vom so-dn» für unser Land fßebhnff?
M. November 1892 i» Palermo seine Gegnerschaft habe übrige«^ d«ÄuN wwM »L bat - Dreibund erblicken wollen, sowie aus- i-lOsteireich-llrgarn seiner Auflösung entgege« 'gehe^ Ich c:kläre dagegm, Oesterreich Ungarn hat eine der-' a tige politische und militärische Lebenskraft, daß e» sich ,ßUm auflvsen dürfte, geschähe bieS aber, so wäre j ei ein Unglück für uns, denn wir würde» damit ein Bollwerk gegen de» Orient verliere». Die sich jetzt lür die geistigen Führer der äußeren Politik gehalten haben, würde» von jetzt ab die Arrieregarde bilden * (Lebhafter Beifall.) >
dDdfftitfd N»? ”hnntt entgegen di- Expedition dieses Blattes,
^'^^?NNEN-Bureaur von Haasensteill u. Vogler in
Dienstag, 8 Mai 1894. SS4™ XX,X; 3^rS-
_____________=________________ a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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Vater förmlicha? J&Ä SÄwBi laVVÄ^erV?0 - ® \
kn vorüblraina'? u“v • uct IS’et V 0r?’9e ^err Frau Dorett dieser Dame die Schwester Deiner Mutte! iu «or.kXZ’XLirüe“JSL?n.S! brwunschte^Versohnung
Äifx ttlderglng? Nicht entzückt von dem rerzen-1 hrnübergegangen, bte nach ihm gesandt habe. Ohne i ehren und hochzuhalten hast' faatt W, ta« bte schöne junge Mutter mit dem! sich auch nur eine Minute z« besinnen, ließ sich der bewegter Stimme^ 9 9
ffL k r ^n,cein wgnmmrg — die Stirn! Baron nun bei Ellen melden. Die kleine Frau O — d.r,t« ossn
Gedanken faltend: „Ihretwegen werde ich! empfing ihn in ihrem Salon, an der Seite Edaars !licito« ron
4t mit Schimpf und Schande all' meine stolze!Sie sah totenbleich aus, war aber trotzdem außer-1flüsterteßJrr
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