M 102
Der „Vorwärts"
ES macht wirklich sehr ost den Eindruck, al- ob ein
Pro domo.
* Marburg, 2. Mat 1894.
«iS, nur gegen dir politischen Ausführungcu der Herrn Professor Natorp polemisiert zu haben, und glauben, daß das nicht nur unser gutes Recht, sondern auch unsere Pflicht war. Selbstverständlich konnte |6crr Professor Natarp uns mit aller Schärfe ent. gegentreten, nur dürste eine Aeußerun, wie „niedrige" Kampfesweise unter Ehrenmännern wnhl nicht amj Platze gewesen sein, Mr hoffen daher, oaß Herr Professor Natorp in nicht zu langer Zeit Gelegenheit nehmen wird, diesen, wohl unbedachten Ausdruck zu rektifizieren, wobei wir noch bemerken möchten, daß mit der „Oberhessischen Zeitung" in diesem Falle der verantwortliche Redakteur derselben als Verfasser! der betreffenden polemischen Artikel identisch ist. I
Frau behelligt zu werden. Die teure Ellen wird ja auch wohl shne mich geborgen fein, da Felicitas mir erklärt hat, für sie sorgen zu wollen und die Mutter in ihr Hau« zu nehmen, Luch hierüber werden Sie froh sein, Baron! Denn hin und! wieder begegneten Sie dem Unglücksweibe doch auf dm Treppen oder in den Korridoren. Die Erinnerung, welche ihre auffallende Sehnlichkeit mrt Dolore» aber in Ihnen weckte, trug gewiß nicht dazu bei, Ihre Stimmung verbesseren.
Jetzt aber leben Sie wohl, Stalitzin! Seien Sre überzeugt, daß ich mich stets der Jahre er- mnern will, die ich auf Wodrowo verlebt. Bi«! an mein Lebmsende werde ich dazu auch den! Augenblick segnen, in dem Sie auf der Plantagel Lady Macelzie's so von Ihrer unfinnigm Leiden- I schäft erfaßt mürben, daß Sie selbst vor jenem fauxpas nicht zurückschreckten, der mir später so vrel reife Früchte in den Schoß fallen ließ.' —I
L Uka», durch welchen für den Thronfolger in I Kntzlaid eine griichisch-orlhodore Gemahlin voroeschiiebeu wird, dntirt erst vom 18. Juni 1888, und wenn eine lange Reihe von Uebeitritten vorhergegangen ist, so beruhten diese
I e™e“ Pf"8' nicht auf einem Zarischen Hausgesetz. In 1°^ »Vollständigen Sammlung russischer Gesetze" Nr. 2854 I sisdet sich der vom Zaren Peier dem Großen für seiner
EU-rei mit der Prinzessin von Braunschweig-Wolfen- I buttel abgeschlosiene Ehetraktat, welcher der Prinzessin aus- dsncklich freistellte, nach dem Beispiel der englischen und danuchen Könige bei dem evangelisch-lutherischen Glauben, f,c 3/boren und erzagen war, zu verbleiben und deshalb an ihrem Wonorte für sich und ihre Umgebung eine Betkapelle zu haben. Uns scheint das Gesetz Peters de» Großen ehrwurdiaer und dem Geiste christlicher Duldung ! ^'e der Menschenwürde entsprechender, als das Gesetz I der künftigen Kaiserin zumutet,
-^Etten al» Morgengabe ihr Gewissen und! den Glauben ihrer Vater darbrwge. Denn ein lieber zeug-1 ungswechsel ad hoc zumal in Fragen der Religion, ist! unter keinen Umstanden zu rechtfertigen." I
■ — so ganz unrr.
wartet gekommen, nachbem der Unhold gestern Abend erst meinen Vorschlag von der Hand gewiesen, für Barzahlung seinen Rückzug anzutreten. Nun, ftag> lo» steht die Mitteilung hierzu in «erbinduna, die Sturlefiu« dem Elmdm auf der Brandstätte machm wollte, gerade in dem Augenblick, al« Dorett mich m seiner Wut vor meinen Leuten, dem eigenen Sohn xnd diesem herrlichen Mädchen, seiner Stief. tochter, blosstellen wollte. Freilich, eine Ahnung fojt mir, womtt dar Schulmeister Dorett zum enb-I
lichm Verlassen Wodrowo'« gezwungen, aber ich brauche doch Gewißheit — u„ .
Damit griff die Haud de« Baron« auch schon nach dem Klmgelzuge und «l« Jean, der Kammerdiener, dem gebietenden Klange folgte, befahl Stalitzin:, ,Zum Schulmeister! Herr Sturlefiu« möchte ohne Verzug den Unterricht schließen und nach dem Schlosse kommen."
Karl Sturlefiu« verbeugte fich: „Wenn der Herr Barcn mir gestatten, ganz aufrichtig zu sein," erwiderte er dann höflich, aber ohne Devotion, „so muß ich bekennen, daß ich hauptsächlich an da« In. teresse der Arbeiter auf dieser Herrschaft dachte, al« ich Dorett zwang, Wodrowo zu verlassen — der Zu» fall hatte mir die Macht dazu in die Hand gegeben." i Neber da« Gesicht de« Baron« war ein leiser Schatten geglitten. Aber er bezwang fich und sagte in demselben liebm«würdigen Ton, welchen er vor. h,n gebraucht: „Sie wollen meinen Dank nicht, Stur- lesiu«! — Dennoch verdienen Sie fich denselben ix
Beamte als Anarchisten.
Die «narchisirung des französischen Mixisterial- beamtentums deschränkt sich keineswegs auf den bereits erwähnte» Beamten im KrlegSministerinm Feneon. Ihtei den am Freitag verhafteten Anarchisten soll fich ein weiterer Ministerialbeamter befinden. Man Begreift, daß die beteiligten Behörden derarttge, für ihre innere' Organisation nicht eben schmeichelhafte Vorkommnisse
war bisher an keinem ersten Mai die Rede und ist es diesmal erst recht nicht gewesen.
i Die Maifeier
hat es bisher trotz aller agitatorischen Umtriebe in keinem Lande zu nennenswerter Bedeutung gebracht am wenigsten in Deutschland. Nirgends haben es bisher die Sozialdemokraten auch nur zu einer Viertel- ! Sonntagsruhe am 1. Mai gebracht. In allen großen Betrieben, öffentlichen, wie privaten, wird an diesem! Tage wie an jedem anderen gearbeitet. Der Versuch da» Bürgertum dmch große Worte und Drohungen inS Allgemeine hinein zu erschrecken, scheiterte 1891, namentlich in Deutschland, wo die Bebel, Liebknecht
I Dietrich een Stalitzin schüttelte den Kopf. Nie lim Leben hatte der Majoratsherr fich in einer I Stimmung befunden, wie die war, in welche ihn Iber Bries William DorettS versetzt. Er fühlte sich Iso wohl — so leicht und glücklich, daß er am liebsten Iden jungen Mann vor fich, von dem er jetzt über« Ijexjt war, wie er e« gewesen, durch ben er von der Gegenwart Dorett« befreit werben, an seine Brust gedrückt hätte. Aber derart verließ ihn da« Standerdewußlsein noch nicht, und so sagte er jetzt nur in dem liebenswürdigsten Ton, über welchen etju «rfügen hatte: „Ich störe Sie in Ihren Obliegenheiten, Sturlefiu«, weil e« mich dazu drängt, Ihnen so schnell al« möglich meinen Dank au«zu- sprechen. Sie haben mir einen Dienst geleistet, >enen Größe Sie selbst vielleicht gar nicht zu übersehen vermögen"
Politische Rundschau.
* Marburg, 2. Mai 1894. Gemeinsame Schritte zur Lösung der Silberfrage.
! Die Bestrebungen der mexikanischen Regierung, eine Bereinigung der Silberwahrungsstaaten herbei- zuführen, um gemeinsam Schritte zur Lösung der Silberfrage zu unternehmen, haben durch die Zusage der chinefischeu Regierung, an einer Konferenz der Silberstaaten fich zu beteiligen, eine sehr wichtige Förderung erfahren. China hat fich bisher völlig! abseits gehalten, ist aber mit seinen 400 bis 500
Religionswechsel.
Zu dem Uebertriit der zukünftigen Gemahlin des russischen Thronfolgers zur griechisch-orthodoxen Kirche entnehmen wir der „Kreuzztg.":
Vkwk und «erlag: Joh^Au g. Koch, UniversitSts-Buchdruck-rei in - Redaktion und Expedition: Markt LI. Fernsprecher Nr. 65.
jammert über das Todesurteil, das man in Paris gegen Henry gefällt hat. Daß der Auarchist ein mehrfacher Mörder ist und vor Gericht die Absicht zu morden, eingestanden hat, kann das sozialdemo- kratische Zevtralorgann nicht zu der Ueberzeugung bringen, daß ein solcher Verbrecher hingerichtet werden muß. Die Gelehrten vom „Vorwärts" halten nämlich nicht viel von den heutigen Aerzten, sie wissen viel-
Imehr, ohne die Ravachol, Vaillavt und Henry geliehen zu haben, daß wir eS hier mit „Irren" zu ihn» I haben, denen das klare Bewußtsein und die Fähigkeit I folgerichtigen Denkens fehlt. DaS Henry ein sehr I klare« Bewußtsein seines Thuns und Lassens während Ider ganze« Zeit seiner Hast, wie auch vor Gericht
Ian den Tag gelegt hat, geniert die medizinischen Ge- lehrten des Vorwärts nicht im geringsten. 3m übrigen aber, wenn jeder, dem die Fähigkeit folge- richtigen Denkens abhanden gekommen ist, sich aller Greuel straflos erfrechen dürfte, so hätten ja samt- liche Sozialdemokraten unbegrenzte Verbrecheusfretheit, und eS stände ihnen nnr bevor, schließlich in Irren- I Häuser überführt zu werden. Vielleicht rechnet Eugen Richter demnächst einmal aus, um wievic! al?dann die Kosten der ausgedehnten Jrrenhansbauien die heutigen Militärlasten übertreffen würden. Nun vorläufig geben wir anarchistischen Mördern und sozialdemokratischen Laudftiedensbrechern, Au'hetzern sznm Kontraktbruch u. bergt, noch keine Altersver- sorgung int Jrrenhause, denn es wäre zu besorgen, daß bei solchen Aussichten die Zahl der durch arbeitsscheue Menschen ausgeführten Verbrechen ungeheuer zunehmen würde.
Dresen hvhnvollen Nachsatz hatte der Baron nur achselzuckend vor fich hingelesen. Jetzt legte er mit einem tiefen Atemzuge den Brief au« der Hand
-f-, ■ , , -,Erlaube mir aber bie Bemerkung, baß ich — nur
etunbe Mer auch ungerufen erschienen
Teil unserer Gebildeten aus einer Art U e b e r d r u ß an ter herkömmlichen Logik und Begriffsschulung fich dem Sport hingeben wollte, es einmal mit einer Mischung wr den verschiedenartigsten Begriffsbestavdteilen zu versuchen, «s ist ja so ungemein leicht, geistreich und vorurteilsfrei zu I sfteintn, wenn man einen gewissen Trumpf darein setzt, WleS, ober auch Alles in Frage zu stellen. Diese Blafierten «e Geistes und der Empfindung stellen wirklich eine rößere Gefahr im moralischen Sinne für die gesunde ktwlckelung unserer öffentlichen Zustände dar, als unter! dnsrärden heftige Ausbrüche einer rohen Bolksgewalt ab-I »geben vermöchten," I
! 3m weiteren Verlauf des Tageblatt-Artikels! wmt allerdings, wie zu erwarten, der Pferdefuß! K Manchesterteufels zutage, indem Herr Dr. Pachnike ] Mür plaidiert, daß der Staat überhaupt aufhöre»! äffe, sich der wirtschaftlich Schwachen auzun-hme«. |
wäre allerdings der beste Weg, um der Sozial-1 vwkraiie Vorschub zu leisten, wie ja die Herrschaft! 6 herzlosen „laisser faire et aller“ ouc&L 1 Grund für das Hochkommen der Partei beS, «m Liebknecht gewesen ist. Wir sind der Ansicht, j i ® von Seiten des Staates noch sehr, sehr tiiel|< i das Wohl der speziell sogenannten „Arbeiter", {\ * auch für das vieler anderer bedrängter Arbeiter!«
Wenn picht die „Hamburger Nachrichten", die Berliner „Post" und andere unverdächtige Blätter, sowie last not least der Verein der Industriellen des Regierungsbezirks Köln uns im „Falle Natorp" z« Seite gestanden häiten, so wären wir doch einiger« maßen stutzig geworden, bei der Entdeckung, daß sogar Masses „Berliner Tageblatt" energisch gegen das im Grunde genommen recht liebenswürdige, inj seinen Konsequenzen aber nnaemeiu gefährliche! Fraternisieren gebildeter Männer mit der Sozial-! demokratie Front macht. Nehmen wir daher das Hute, wo wir es finden, zumal Herr Dr. Pachnike, m dem der betreffende Artikel de» „B. T." stammt, immer noch als der annehmbarste Schriftsteller des Mossiblaites anzuseheu ist! Hören wir alio, was ter praesuwptive Thronfolger des grimmen Engen schreibt! Er nennt die Sympathie mit ben Sozial-! bemot:atex, die wir heutzutage bie und da in ge | Meten Kreisen finden, eine Begriffs« bezw. Gemüt«-! Soketterie, wozu wir ergänzend bemerke» möchten,! baß solche Koketterie auch unbewußt geübt werden kann. | Har Dr. Pachnike bemerkt weiter sehr zutreffend: |
L#B«bin ich mich wende, nachdem ich derHerr- Wodrow» den Rücken gekehrt, bleibt mein ltWwni«. Richt, daß ich eine Verfolgung fürchte, ?ttf Grund der Enthüllung, die Bob dem Schul« Jfter gemacht — sondern weil e« mein sehn- Wunsch ist: in tonet Weife v»n meiner
o t ®aUDl e*ne halbe Stunde später trat der junge Verbeugung vor den Patron. Er I Dietrich von Stalitzin bisher nur von seiner Ehesten Seite gekannt und die Stunde, in welcher er fich dazu verurteilt sah, mit dem Baron am Schachbrett zu sitzen, war ihm die unliebsamste, die! man sich denken kann. In diesem Moment aber erschien ihm Stalitzin al» ein ganz Anderer. Die kalten Züge de« Majoratsherrn waren belebt — au« dem großen Auge strahlte Freude — Genna-1 tt)uun8. Und wie der Baron jetzt auf Karl Stur- lesiu« zutrat und ihm beide Hände zum Gruß ent«! gegenstreckte, da glaubte der junge Mann, er dürfe | feinen Augen nicht trauen. So lange er denken | tonnte, war e« ja noch nicht vorgekommen, daß! i Dietrich von Stalitzin, der Patron von Wodrowo, | seine Hand dem armen Lehrer gereicht, den er für!
Tagend angestellt. Aber Karl Sturlefiu« fühlte sich nicht durch die Ehre beMckt, welche ihm! somit widerfuhr. Im Gegenteil: Sein Stolz bäumte! .sich solcher Herablassung gegenüber und einen Mo«! I Est fühlte er fich fast versucht, die Hönde unbeJ atztet zu lassen, welche fich ihm entgegenstreckten, f diesen rebestischen Em-1^,,»,, — uennecg veroienen «sie ftcb denselben tu f?*" «*«. trat« Sie£
nrbmm kX “i.1“ d" «I-Iilchl-N M-m-nI dm (SmerotMrell« |in, »e n
Ä*tt**' « 'j»1»: M«fe denk «tenta »ichV«
«err earen palen besohlen — und ich gehorche.loder bloßzustellen versuchte."
Drr LStsrL Lösung.
Roman von R. Widdern.
^Nachdruck verboten.^
(Fortsetznug.)
»Allmächttger Gott," flüsterte Dietrich, „ist da« » auch Wahrheit, kann e« denn sein, daß mir unerwartet die Erlösung kommt — nachdem mir er Morgen mit seiner Ernüchterung erst diej tze Gefahr gezeigt, in die ich mich begeben, al« endlich einmal wieder al« Herr aufgetreten bin 1 «t dem Joch gerüttelt habe, da« dieser Elende »eine Schulter gelegt?! Aber hier steht e« ja
auf weiß," setzte Stalitzin hinzu. Und da« nsblatt dichter noch vor seine Augen hebend, la«! »m mit vor Erregung zitternder Stimme: |
„Baron! I
. Wenn Sie diese Zeilen zu Gesicht bekommen,! ** ich Wodrowo bereit« auf Nimmerwiedersehen | fassen. Damit aber ist Ihnen bie volle Frei-! st zurückgegeben und Sie dürfen nicht länger! rchten, daß ich Sie an Vetter Feodor von Sta-1 vn verrate ... I
W' dmn-l- --ch -Ich, ,u
ft--, »«Äft ’S.« d°n M--d b-ft»d«
I ternnüw«.« SuSpenfiox^der indischen Silber«! voll genovmen hatten, in geradezu komisch: kläglicher
lich-u Absorption,kraft Chinas für Silber wichtig sondern auch deswegeu, weil, wenn China Maßregeln gegen da» Silber ix Aussicht nehme« würde, da» dem Fasse den Boden ansschlageu und die WährnngS« wirren .ins Unerträgliche steigern würde. Auch müßte der in Washington wie ix Mexiko sehr ernst erwogene Gedanke gemeinsamer Zollmaßregeln der Eilberstaate, | gegex die Soldstaalex eine ganz andere Tragweite! für die europäische Industrie gewinnen, wenn China sich anschließt.
Wöchentliche Beilagen: Kreisvlatt für die Kreise Marburg und Kirckbat«
Koch' aniverfitäts-Buchdruck-rei in Marburg. /-L j
_____________ - ■■ ©OttIttitdSMdtt ^^Eichrr Redaveur: Harry Finking in Marbur«. — ■ Redaktion und Expedition: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55.
Msint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und , __
bei derExpe- feigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter,
bssion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (trfi. WmVVUlU* sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Voaler in
Bestellgeld), Jnserationsgebühr für die gespaltene Zeile nttttet«z» •> cm - «on . rni°«^rLa' ' Dassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXIX"
____oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg. «©DlttldSfajJ, 3. Mlll 1894 Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln - G L -------- -------------------------- — -------_ Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris'.
Igethan werden kann und muß. Wir wünschen, baß Ider Staat überall da Eingreifen möge, wo es not ihnt, denn wenn jeder Einzelne stets bereit sein fall, «sein Blut für das Ganze hinzugeben, so muß das Ganze auch stets bereit feix, sich um das Wohl und die berechtigten Interessen des Eixzelnex zu kümmerx.j
I Indessen auf den Unterschied eines loyalen, ver- nunftigex, nationalen Sazialismus und des hftnver«
I brannten Blödsinns der internatioualex, revolutionären Sozialdemokratie werden wir demnächst zurückkomwen.
I * * * j
Tür heute möchten wir nur noch unser Erstaunen darüber äußern, daß Herr Professor Natorp — wes» anders wir ein Marburger Lokalblatt in diesem Falle als zuverlässig an'ehen dürfen — ix einer, studentischen Zeitung geäußert hat, die Kampftsweise! !der „Operhesfischex Zeitung" gegen ihn sei eine niedrige gewesen. Wir wissen nicht, ob Herr! Professor Natorp xoch so sehr Neuling ix der Publizistik ist, daß er eine scharte Polemik nicht von | einer niedrigen Beschimpfung unterscheiden kann, oder ob er fich den Ausdruck „niedrig" nicht recht Har« J gemacht hat, bevor er ihn niederschrieb. Wir erinnern |
nUrAetfil8 Oberer: die dreißigtausenblund leuchtenden Blicke« in bew Gemach auf unb L?J.er! ”eI^® m .^"drschen Werten imlnieber gehend, sprach er vor sich hin: „Ja e« ist jMbffinbe de« Rentmerster - Bureau« befanden, Wahrhett; ich bin erlöst! Unb doch verstehe ich ßw ich an unch. Ich denke damit nur inlnoch nicht, wie bie« alle« so schnell, fa ganz uner« ingShtn' ba uh nicht,wartet gekvmmen, nachdem der Unhold aefiernAbend ^«n gewilligt, ba« Gut m Mahren zu accepkeren, ^en Wert wohl die Höh« diese« Kapital« er« *H«n wird.