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Zweites Blatt
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(tätigen, daß die folgenden Leute (folgen die Namen von 7 Personen), die auf dem Verzeichnis der Zollverwaltung von Löves als Eigentümer figurieren, niemals in dieser Gemeinde Grundbesitz gehabt haben." Ein fast gleichlautendes Schriftstück eines anderen
Wer nach Bekanntgabe aller dieser Thatsachen sich' noch betrügen läßt durch sogen, französische Rotweine namentlich durch solche von niedriger Preislage, der verdient es eben nrcht beffer und muß sich selbst dafür verantwortlich machen, wenn er Schaden an Gesundheit und Geldbeutel erleidet
Verhältnissen des Chauvinismus beschuldigt zu werben Heute liegt die Sache anders. — Die franzöfische Kammer selbst hat sich mit den Vorgängen befaßt und in Bezug auf die schändliche Weinpantscherei in Frankreich Worte produzirt, welche an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig laffen — Von diesem Augenblick aber liegt für uns Deutsche kein Grund mehr vor die geschilderten Vorgänge der Oeffentlich- keit vorzuenthalten, an welchen das Schlimmste ist, daß französische Verwaltungen nicht freizusprechen sind von einer Mitwirkung an denselben. —
Nun drängt sich aber die Frage auf, in welcher Weise man den entschieden vorhandenen Bedarf an Rotweinen decken soll, wenn die im Lande selbst gebauten Sorten nicht ausreichen — Dabei fällt unser Blick auf Italien. Während früher große Mengen italienischer Rotweine über Frankreich, als Bordeaux-Weine, nach Deutschland gekommen sind, hat ein ungemein wertvolles Uebereinkommeu zwischen der deutschen und italienischen Regierung italienischen Weinen den direkten Weg nach Deutschland gebahnt Er ist bekannt, in welch hohe« Maße der Geschmack der deutschen Weintrinker sich den italienischen, Weinen zugewandt hat, feit nämlich wirklich reine Naturprodukte Italiens — nicht zu verwechseln mit den in Deutschland mit kleinen Weinen »der Wasier verschnittenen Produkte — ihren Eingang bei uns gesunden haben. Dazu trägt am meisten die durch Regierungsbeamte geübte Staatskontrolle bei. In ihr liegt die Garantie für reine unverfälschte I italienische Rotweine und dar Publikum ist im Stande sich von dieser Qualität der gekauften! Weine zu überzeugen, wenn er einfach darauf achtet, I daß auf den Etiquetten ausdrücklich der Vermerk! vorhanden ist, daß die betr. Marke die königl ! italienische Staatskontrolle passirt hat Hier handelt I er sich nicht um einen zum Schaden der Consumenten I eingefallen Handel mit UrsprungSzeugmffen sondern! um die Anwendung der Errungenschaften auf wissen-! chaftlichem und verwaltungstechnischem Gebiet zu! Nutz und Frommen des weintrinkenden Publikums I
Mannheim, 30. April. Weizen per Mai 14,85, per Juli 14,35, per November 14.60; Roggen per Mai 12,40, per Juli 12,46, per November 12,65. Hafer per Mat13,85, per Juli 13,60, per November 18,10. Mai» per Mai 10,56, Per Juli 10,80, per November 10,60;
I Pfarrers war unter nachstehenden Umständen erfolgt: Nachts waren acht Räuber in feine Wohnung eingebrochen und überraschten ihn im Bette. Die Unholde forderten den Priester auf, ihnen zu sagen, wo er fein Geld aufbewahrt halte. Als der Priester jedoch stumm blieb, gaben sie ihm mit Stricken und Riemen grausame Schläge, und als da» noch nicht wirkte, rissen sie dem Aermsten die Nachtkleider ab, Kündeten ein Kohlenfeuer an und hielten ihn über die Glut, bis er sprach Nachdem sich die Unmenschen der Barschrft des Geistlichen bemächtigt hatten, legten sie ihn wieder auf die Kohlen und versetzten ihm zugleich Stockschläge, bis er den Geist aufgab. Aus obigem ersieht man, daß die Strenge des Gerichtshofes nicht ungerechtfertigt ist.
Mieser Ausspruch tiefer, patriotischer Lebensweisheit GötheS hat einst zweifellos seine Berechtigung gehabt. Auch heute noch hat er eine solche, wen» auch nur in erheblich eingeschränktem Raße. Wenn Göthe so vom ftanzöfischen Wei» schlechthin spricht, so müssen wir doch, im Fortschreit« unserer Kulturepoche ganz anders denken und den Begriff s des Weines teilen in ächte und geschmierte, — fabrizierte Weine. Vielleicht, so könnte mau ein» \ wenden, ist das mit der künstlichen Herstellung von Wein, seit Ablauf der Tage, an welchen die i Hochzeit von Kana gefeiert wurde, gar so keine \ schlimme Sache mehr und lebt mehr im Munde! des Volkes. — Die Verhandlung in der ftanzöfischen - Le-ntiertenkammer vom 6. März 1894 hat uns! aber eines besseren belehrt und den Beweis geliefert, I daß in den weinbautreibenden Gegenden Frankreichs! ' ftisch, fromm, fröhlich und frei geschmiert wird und I daß diese Manipulationen fich unter den Augen, fast I dürste mau sagen, unter dem Schutze der Regierung! abspielt. I
Wen» man so ein zierliches Fläsche», wohl auf-l geputzt vor sich stehe» hat, mit dessen Inhalt man! Seele und Leib erfreuen möchte, und dessen Bäuch-1 ■ lein auf geschmackvoller Etiquette stolze französische! Namen führt, so ist eS ein gütiges Geschick, welches!
I betrieben und gegen die BerkehrSbestimmmigen ver- I stoße» habe. Tie Freilassung des Herrn Z. erfolgte I aber bald auf seine Verficherung, er habe gar nichts I abgeschickt und die Ursprungszeugnisse seien nur fingiert und nur genommen worde» um die überzähligen Weine eines Herr» X,, eines Händlers aus der Gironde zu decke», der als Empfänger der in Rede steheudeu Ursprungszeugnisse angegeben war. Die Verwaltung forderte die Einleitung des Strafverfahrens gegen Herrn X. wegen betrügerischer Einführung von 20,928 Hektoliter Wein in feixe Magazins, welche unter Begleitung von 117, durch Herrn Z. 'üom 1. November 91 bis 1. November 92 erhobenen Zollquittung, in Empfang genommen wurden. Das Resultat war die Freisprechung des Angeklagten, unter Verurteilung der Verwaltung der indirekten Stenern zu den Kosten deS Verfahrens. Die Verwaltung der indirekten Steuern muß viel Mut haben, wenn fie sich auch in künftigen Fällen an die ordentlichen Gerichte wenden will.
| Alle die vorgebrachte» Ungeheuerlichkeiten waren I in Bezug auf kleinere Distrikte mitgeteilt, aber um I nicht in den Fehler der Detailmalerei zu verfallen I fährt der Abgeordnete SurchampS fort: „Und wenn lich den Boden der DiSkusston erweitern wollte, wenn sich erzählen wollte von dem, was in der Umgegend Iber großen Stadt Bordeaux vorgeht, so würde ich !die Masse der an sich schon herzzerreißenden Be- Itrügereieu noch vermehren und Ihnen zeigen, wie | heutzutage der gefälschte Ursprungsnachweis eine wahre l Industrie bildet/
I Mit dem Brustton der Ueberz-ngung teilt Herr I katupe, Generaldirektor der indirekte» Steuern mit, I daß die Regierung de» Handel mit Ursprungszeugnissen bekämpft; aber tote die zur Bekämpfung eingeleiteten Prozesse auSzugehen pflege», das enthüllt wieder Herr SurchampS durch die MUteilnug folgender Geschichte.
Ei» reicher Besitzer des Departements be l'Aude hat auf mehrere Male gegen 20,000 Hektoliter j Weiu mit Urfprnngrzengniffen fortgeschickt, während die Verwaltung feststellte, daß er höchstens 600 Hektoliter produziere» könne. Diese protokollarische Feststellung bewirkte die polizeiliche Festnahme des Herm Z., well derselbe ohne Erlaubnis Großhandel
Quittung« respektive Aechtheitsbes cheinigunge» verkaufen. ®in Bürgermeister antwortete wie folgt: „Wir be»
i» dem Hause wohnenden Witwer und dessen Braut zu verbrennen, die am Tage nach dem Brande ihre Verlobung feiern wollte».
Mn Blick hinter die Coulissen der Weinbereitung in Frankreich.
von Hoftat Dn C; Schmitt-Wiesbaden.
»er mir liegt die Nummer des Journal Offiziel (ftanzöfischer Reichsanzeiger) mit authentischem, stenographischem Bericht der am 6. März 1894 in der französischen Deputiertenkammer gepflogene» Verhandlungen. —
Mn gar interessantes Schriftstück l, wohl wert etwas näher betrachtet zu werden.
„Der ächte deutsche Manu mag keine» Franzmann leiden, „Doch seine Weine trinkt er gern."
Aber, so hieß es in der Deputiertmkammer, die Schmiererei und künstliche Herstellung von Wei» macht bei dem gewöhnlichen Macadam nicht Halt. Es ist auch zu versührelisch und reutabel, feine Marken herzustellen und fo werden solche denn mit Hilfe von Essenzen zubereillt; selbst Chateau d’Yqem wird in dieser Weise hergestellt. ES ist dann aber naturgemäß, daß an Stelle von Handelshäusern, die fich mll dem Weinzwischenhandel beschäftige», wirk liche Weinsabriken treten. — Was dem Abgeordneten Surchamps erwidert wurde, stell gerade keine Beruhigung für die Konsument« dar. DaS Kräftigste, was man ihm entgegen hielt, war eine vom Abge-I ordneten Jomde angedmiete FuchSingeschichle, über! welche im Gerichtssaal von Lszignan verhandelt!
Dietiko» (Schweiz) 28. April. Tod durch Elektrizität. Bei der neu« Tmbine wurde ei» auf dem Gerüst arbeitender llalienischer Mamer, welcher fich au der elektrisch« Leitung halte» wollte, sofort getötet
MouS, 28. April. Im Kohlenbergwerk BoiS d» duc sind mit dem Fahrstuhl 16 Arbeiter infolge Zerreißens des SeileS i» die Tiefe gestürzt. Drei derselbe» wurde» gerettet. Die anderen 13 sind tot.
8renlfert.
vom 2; bis 8. Mai.
Opernhaus: Mittwoch, den 2.: Flick u. Flock; Donnerstag, den 3.: Die Medici; Freitag, den 4.: Winter- märchen; Samstag, bett 5.: Hansel und «retel. Sonntag, den 6.: Die Medici. Dienstag, den 8;: Die Jüdin.
Schauspielhaus: Mittwoch, den 2.: Der Herr Senator. Donnerstag, den 3.: Charley'S Tante. Millionär a- D. Freitag, den 4; Niobe; Vorher: Geschwister. Samstag, den 5.: Heinrich IV. Sonntag, den 6.: Häuser. Montag, den 7.: Vergangenhett; FortuuioS Lied.
uns in Unkenntnis hält über die Erlebnisse der Flüffigkell, von welcher der Dichter sagt: „Gewächs steht aus wie Wein, ist's aber nicht, Ma» kann dabei nicht finge», dabei nicht ftöhlich sein."
Ich bin nicht Pharisäer genug um zu behaupt«, daß bei unS so etwas, was ausfieht wie Schmiererei, euphemistisch „Weinverbesseruug", gar nicht vorkommt, aber war bet uns die Ausnahme ist, das dürfte d«u doch im Laude der Troubadours zur Regel Sewordm sein — eine Thatsache, die fett langem dem Fachmann bekannt und neuerdings in der ftanzöfischen Kammerverhandlung, von welcher wir jetzt sprechen wollen, ihre nicht mißzuverstehende! Veröffentlichung gesunde» hat. — I
Herr Surchamps, ein Weinbauer aus Libourne,! hat fich der daukeuswerteu Aufgabe unterzogen, dem! Publikum die Augen zu öffnen über die Art und! Weise, wie sog«, ächte ftanzöfische Weitz- und Rot-1
| toeixe gemacht und, mit einem „Aechtheitszeugnis" I der französischen Regierung versehen, in den Handel r erbracht werden. Der Handel rnttwirklichen ftanzöfischen | Naturwein en tritt vollständig zurück gegen den Handel |®ü Zucker, Extrakten und Zeugnisse» der Aechtheit. k — Dies gilt insbesondere auch für die südftanzöfischen 1 Keine, für die berühmten „ Gewächse" von Bordeaux. —! | 3» den 70er Jahren verheerte die Reblaus die kieruhmte» Sagen der Gironde. In Sainte-Foy sind die Reben, welche d« sützeu Wein von Bergerac f -irfer», fast vollständig verschwunden; was die Reblaus jübrig gelassen, find nm Stöcke, die, auf hartem Bod« j Üehend, nichts Gutes tragen. Nun sollte man, sagt sber ftanzöfische Abgeordnte Snrchamp, wohl meine»: pt Handel mit de» Erzeugnissen jener Reb« müsse [®tfgehört haben, da ja die Reben selbst fett lange! s^cht mehr existieren. Aber dem ist nicht so — der! Handel mit Wei» blüht dort auch ohne Reben. —I [3nr Zeit der Blüte des Weinbaues wurden in jenen I sDistrikten die Trauben im Oktober gekeltert, der da-! f^aus bereitete Wein, Macadam g«annt, im November! Mrnnk«. Jetzt ist man schon weiter gekommen. I früher schon kann man solche Weine habe», im! iN)re 1893 beispielsweise gab es dieselben in de»! ! tafcen Städte» fcho» im Juli. Das war natürlich! M der »ach veralteter Methode hergestellte Wein.!
Standpunkt war überwunden, daß man reife!
3R«lt- w» ZttrsmSericht«
L Berlin, 30. April. Weizen mit Ausschluß von Rauhweizen per 1000 Kilo loko 136—146 nach Qualität, Lieferungs-Qualität 141 Mk., per diesen Monat 188 Mk., per Mai 138-138,5-138 bez., per Juni 139,76-140 pis 139,75 bez., per Juli 141,25—141,5-141,25 btt., per September 144,25—144,5—144,25 bez., per Oktober 145,5 t bez. DurchschnittS-PreiS 138 M.
| Roggen per 1000 Kilogramm loko 114-124,5 n. Qual;, I Lieferungsqualität 121 Mk., inländ. guter 121,5 ab Bahn I bez, per diesen Monat 121,75 M., per Mai 121'/»—122 bez., per Juni 122,5-122,75-122,7 bez, per Juli 128,5 Ibis 123,75—123 25 bez., per September 125°/,—125V« Ibis 125,5—125,75 bez., per Oktober 126,75 -126,5 bez. I Durchschnittspreis 121,75 Mk.
Gerste per 1000 Kilogr;, große und kleine 144—180 nach Qual., Futtergerste 102—143;
Hafer per 1000 Kilogr. loko 132—174 n. Qualität, Lieferungsqualität 133 M., Pommer scher, mittel bi» guter 132—156, feiner 157—168, preußisch« mittel bis guter
132—155, fein« 156—166, russischer mittel bis guter
132—140, feiner 144—154, sch'efischn mittel big gut«
136-160, p« Mai 131,5-133 bez., p« Juni 130,5 bi»
i 131,25 öe;., per Juli 130—131 bez., per September 124 bez. Durchschnittspreis 132,25 Mk.
„Mair per 1000 Kilogr. loko 103-111 nach QuaQ p- Mai 99,5-99,75—99.5 bez. p. Juni-Juli 100—99,75b*. p» August ICO,5 bez., per September 101,1 bez. @et 100 To. Kund.-Pnis 99,75 Mk. Durchschnittspreis 99,75 Mk.
Erbsen per 1000 Kilogr. Kochware 150-185 nach Qual., Futtnware 125-142 nach Qual., Viktoria-Erbs« 185-210.
Bürgermeisters wurde gleichfalls von Herrn Surchamps zur Vorlesung gebracht und ans der Versammlung von dem Ausruf: c’est scandaleux!" der Weitesten Kreisen ans der Seele spricht, begleitet. —
Ob es aber überhaupt in ihrem Interesse liegt I Gewiss« habe, antwortete fie, fie habe nicht die Ab- dies zu thnn und dadurch ben Handel mit den I ficht gehabt, das Kind, sonder» (aus Eifersucht) de»
Ursprungszeugnisse» alsizuheb«, muß mehr als frag- ' ‘ - - - ■ —- -
sich erscheine», da der Appetit nach indirekt« Steuern, wie der Abgeordnete Surchamps sagt, gestillt werden mutz.
Weiz« mehl loko per 1000 Kilogr. brutto einschließlich Sack Nr. 00 19,05—17,05. Nr. 0 17,25-.— Feine Marken über Notiz bezahlt. Roggemnehl loko Nr; 0 u. 1 15,«5 b:S 15,00, do. feine Marken Nr. 0 u. 1 16,05—15,05, Nr. 0 l*'i Mk. höh« als Str. 0 u. 1.
Roggenmehl Nr; Oil per 100 Kilogr. brutto ei», schließlich Sack per dies. Monat 15,3 M., per Mai 15,08 bis 15,35—15,03bej., per Juni 1,5 bez., per Juli 15,65 bez;, P« Sepiemb« 16,5 bez. Durchschnittspreis 15,3 M.
Stettin, 30. April. Nachmittags 1 Uhr. Wei«» flau, loko 136-138, per April-Mai 139,50, pn Juni- Juli 140,50. Roggen flau, loko 115—117, per April- Mai 118,00, per Juni-Juli 120,00. Pommersch« Hafer loko 132-144;
Vermischtes.
Briese», 28. April. Ei»e böse Thai aas Eifersucht und Rache hat das weg« Verdachts der Brandstiftung iu Petersdorf verhaftete Dienstmädchen eingestanden. Bei dem Feuer war ein Kind verbrannt nnd als man der Vnhastete» vorhielt, datz fie den Tod des verbrannt« Kindes anf ihrem
I Traub« verlangte; im Gegenteil das Keltern der I vollständig unreif«, harten Beere» geb durch einen kräftige» Zusatz von Zucker und Wasser viel mehr I aus und daS Publikum trinkt besonders bei begeisterten I Anlässen auch diesen Wein, um so lieber, wenn dessen I Geschmack mit Patriotismus gewürzt ist. Der ge- I nannte ftanzöfische Abgeordnete bewies, daß am 8. I Juli 1893 von den Verkäufern der großen Zentral- I stellen Zwischenhändlern der Gironde der Auftrag I wurde,' für den 14. Juli süßen Weißwein zu liefern. iDaS Unbegreifliche — hier wards Ereignis; denn I schon am 10. Juli 1893 gingen die verlangten I Weine mit der Bahn ab und tarnen zur rechten Zeit lau die Bestimmungsorte, um das Nationalfest am 114. Juli damit zu begieß«. In diese» Fäll«, und I deren ließen fich sehr viele anfzählen, liegt ein äugen» I fälliger Betrug vor; nicht um Wein handelt es sich, I sagt der ftanzöfische Deputierte, sonder» um schlechtes geschmiertes Zeug. — DaS interessanteste und gra-
I bierenbfte aber ist, daß diese Flüssigkeiten i» die Welt geschickt werden mit amtliche» Zeugnissen, welche dieselben als Natnrweine bezeichnen und so wurden in einem ganz untergeordnete» kleine» Bureau der Regierungsbehörden von Sainte Foy la Grande vom 25. November 1891 bis 5. November 1892 für 1557 „barriqueS" (ä 225 Liter) Aechtheitsbe- scheinigung« ausgestellt, welche, wie der Abgeordnete Surchamps sagt „zur Ausführung des Betruges »ölig waren." Daß diese Di»ge aber nicht nur im Kopfe des Herrn Surchamps spuken, das bewies er durch eine Anfrage bei verschiedenen Bürgermeister» »ach Leuten, welche als Weinbauer Weine mit Zoll-
! Madrid, 28. April. Achtfaches Todesurteil. In Lugo erfolgte das Urteil in Sachen der Ermordung des Dorfpfarrecs von Rivera del Mino, Don Manuel Barreiro Der Ausspruch der Geschworenen lautete auf Todesstrafe für die acht Angeklagten. Dieses achtfache Todesurteil hat in wurde und weiter die Behauptung, daß in Libourne, I Spanien Aufsehen erregt. Die Ermordung des der Heimat des Abgeordneten Surchamps auch ge»lmc ...... "
schmiert werde. — Wir denken, daS genügtI
Schon seit langer Zeit isi es mir durch an Ort und Stelle selbst gemachte Beobachtungen ebenso wie an allen eingeweihten Kreisen Deutschlands kein Geheimnis gewesen, welche Vorgänge sich bei der Weinbereitung in Frankreich abfvieten. Wenn trotz- fern bis heute seitens der Wissenden nicht das ge- chah, was vielleicht Pflicht gewesen märe, nämlich die Mitteilung berfelben an weitere Kreise, so hielt sicher Jeden die Scheu ab, unter den obwaltenden
Schenttiche Beilage«: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
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Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXIX; fcflDTÜ. Messe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, G. L. v “
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