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Zweites Blatt
Thestrr-Anzrißrr.
Vermischtes,
— Niagarafall-Kraft-Anlagen. Das
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I Betrieb industrieller Werke weit ins Land geleitet werden soll. Einen Hauptabnehmer von Kraft hat die Gesellschaft bereits in einer nahe gelegenen Papierfabrik, welche kontraktlich 6600 Pferdekräfte beansprucht, vorläufig aber nur die Hälfte der Kraft aurnutzen wird; als Miete zahlt das Werk pro Pferdekrast und Jahr 32 Mark, gewiß ein ungemein billiger Preis gegenüber den sonst für! Dampf und elektrischen Betrieb erwachsenden Kosten. Die offizielle feierliche Eröffnung der Anlage ist auf den ersten Juni festgesetzt, welcher Präsident Cleveland und alle amerikanischen Größen der Industrie und Wissenschaften beiwohnen werden.
Mannheim, 26. April. Weizen per Mai 14,40, per Juli 14,45, per November 14,60. Roggen per Mai 12,20, per Juli 12,50, per November 12,65. Hafer per Mai 13,80, per Jnli 13,70, per November 13,10. Mai» per Mai 10,60, per Juli 10,25, per November 10,70;
Pest. 26; April; Weizen loko flau, per Frühjahr 7,18 Gd., 7,20 Br., per Herbst 1894 7,48 Gd., 7,49 Br; Hafer per Frühjahr 7,10 Gd., 7,15 Br., per Herbst 6,01 Gd, 6,08 Br; Mais per Mai-Juni 1884 5,07 Gd., 5,09 Br., per Juli-August 5 25 Gd;, 5,27 Br. Kohlraps per Juli-August 11,40 Gd., 11.45 Br. Schön.
— Wegen Mißhandlung ihres Dienstmädchens wurde die geschiedene jüdische Kauftnanns- eheftau Johanna Saling in Berlin zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Dienstmädchen Bajatzky
Unmensch; er that ihm den Gefallen und brachte so den Herrn ans doppelter Verlegenheit.
Sonntag im Zenrralhotel abgestiegen und französischer Offizier ist. Da letzterer mit Bestimmtheit von der beiden genannten Zeugen als der Eindringling vom Morgen erkannt wurde, wurde er sofort aus dem Wiutergarteu entfernt.
Msrstr- *wl Ai-rirrMri-t».
Berlin, 26. April. Weizen mit Ausschluß von Rauhweizen per 1C00 Kilo loko 136—147 nach Qualität, Lieferung». Qualität 142 Mk., per diesen Monat 139,76 bi» 139,5 bcz., per Mai 139,75—139,25 bez, per Juli 142,5 bis 142,25 bez., per September 145,5—144,75 bei;, per Oktober 146,25—146,76 bez.
Roggeu per 1000 Kilogramm loko 110—124,5 n. Qual., Liefe,ungSqnalüät 121 Mk., Inland, guter 120 5—122 ab Bohn bez , defilier inländ. 110 ab Bahn bez., per Mai 122,76-123-122,26 122,5 bez., per Juni 123,76-128 bis 123,25 bez, per Juli 124,76—124—124 26 bez., per September 127—126,26-126,5 bez. Gek. 60 Tonnen. Kündig.-Prei» 122,5 Mk.
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Zur Bequemlichkeit des reisenden Publikums sowohl, als derjenigen Zeitungsleser, die in Kurorten und Sommerfrischen kürzeren oder längeren Aufenthalt nehmen, haben wir
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i legenheit mit dem Schlagen nicht aufhörte, habe die I Zeugin, von Verzweiflung getrieben, eine Preßkohle »ergriffen und gedroht, ihre Peinigerin damit zu I werfen, wenn diese sie nicht in Ruhe lasse. Darauf »sei die Angeklagte in ihr Schlafzimmer geeilt, habe leine Pistole geholt und sie auf die Zeugin gerichtet lmit den Worten: „Wenn Du Dich unterstehen solltest, »mich anzurühren, schieße ich Dich über den Haufen!"! i Die Zeugin habe wiederholt auf dem Polizeirevier I um Schutz gebeten, es sei ihr geraten morde», sobald «als möglich den Dienst zu verlassen; auch habe man I ihr ein langes Verzeichnis von ihren Vorgängerinnen zur Verfügung gestellt, welche ebenfalls über schlechte
l Behandlung seitens ihrer Dienstherrin geklagt hatten. I — Johann Most, der in zwei Weltteilen berüchtigte Anarchist und „Fürstentöter" ist dabei, sein Bündel zu schnüren. Er giebt in seinem Leiborgan dieses Vorhaben kund und erteilt all' seinen Gesinnungsgenossen den Rat, baldmöglichst den Staub des unwirtlichen Landes, das ihren Plänen so gar» kein Interesse entgegenbringe, von den Füßen zu! schütteln und zu den Fleischtöpfen der alternden! Mutter Enropa zurückzukehren. In Amerika, wo! Most allerdings den größten Teil seiner Zeit hinter! eisernen Vorhängen verbrachte, wünscht man ihm eine | recht glückliche Reise. I
— Sehr billig ist, wie die „Tägl. Rdsch."! schreibt, in Landshut in Niederbayern ein Gastwirt! [8U einem völlig ausgerüsteten Luftballon gekommen.! Ein Luftschiffer aus München, der in jenem Städtchen schlechte Geschäfte gemacht hatte, mußte den Ballon! in den Händen seiner Gläubiger lassen, die ihn dieser I Tage „verganteten". Der Ballon, der mit den! dazu gehörigen Geräten einen thatsächlichcn Wert! von 10 000 Mark haben sollte, wurde von dem» Gastwirt für 70 Mark erstanden! Der Mann will!
Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will,
I wirb und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter -wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich |tm Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten @tibe, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Teiven-Fabrik G- Hcnncberg (k. k. Hoflief.) Zürich versendet gern Muster von ihren ächten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke Porto- und steuer- fiei in’» Haus.
|®er revidirende Beamte brachte den harmlosen I gab eine schlimme Schilderung von der Behandlung, IWanderer durch zuvorkommendes Befragen bald zulder es während seiner sechswöchigen Dienstzeit im dem loyalen Geständnisse, daß die ans deutschem I Saling'schen Hause ausgesetzt gewesen. Schon wenige »Boden gepflückten Kräuter das holländische Gebiet »Tage nach ihrem Dienstantritt sei sie mit Ohrfeigen »berührt hatten, und infolge dessen dem aufgrund!bedacht wordm. Als sie sich einmal eine derartige I der internationalen „Reblaus-Konvention erlassenen" - -■ i - - -
I Einfuhrverbote verfallen waren Der Herr Doktor »versuchte zunächst sein Heil mit einem populär- »wissenschaftlichen Vortrag über das Wesen seiner Pflanzenschützlinge, aber das Herz des gesetzeskundigen
«Beamten ließ sich nicht erw-ichen, der darauf gemachte Versuch einer Erklärung der Lebensbr- Idingungen der Reblaus vermochte ihn ebenso wenig von seiner Instruktion abzubringen. Im Gegenteil,! al» unser Aachener Mitbürger schweren Herzens Anstalten machte, das Unglückrpaket mit Rücksicht aus die ob der Fahrtunterbrechung murrenden Mitreisenden kurzer Hand in den Straßengraben zu werfen, wurde ihm unter Berufung auf die bestehende Vorschriften bedeutet, daß er das gefährliche ! Gepäck schleunigst über die Grmze zurückzubringcn habe. Das gab dem so hart Bedrängten den Rest. Niedergeschlagen, in stiller Ergehung, wollte er sich schon auf den Weg nach Vaals machen, da kommt zum Glück im gleichen Augenblicke ein leeres Fuhr-1 werk von Aachen — und gleichzeitig dem Herrn! Oberlehrer ein guter Einfall. Schnell gefaßt, fragt er den Roffelenker, ob er die leichte Bürde mit! über die Grenze nehmen und dort in irgend eine! Ecke werfen wolle, und siehe, der Manu war kein!
I — Einen Weck- und Alarm-Apparat, I der weite Kreise interessieren dürfte, hat ein rheinischer Uhrmacher im Reichspatentamt ausgestellt. Er hat
I zum Zweck, das unzuverlässige Wecken der Passagiere lin Hotels durch den Hausknecht zu ersetzen. Bei »Anwendung der Erfindung hat entweder der Portier oder der Gast selbst den Zeiger eines in der Portierloge befindlichen Ziffernblattes, das mit dem betreffenden Zimmer in Verbindung steht, auf die gewünschte Stunde einzustellen und darf sicher sein, daß der nötige Höllenlärm ihm pünktlich zur Stunde unter dem Kopfkissen bereitet wird. Die Erfindung bient außerdem dem Zweck, bei Feuersgefahr in allen! ! Zimmern gleichzeitig zu alarmieren, wobei es nur! der Ausschaltung der ersten Weckeinstellung und der» Einschaltung einer anderen elektrischen Leitung bedarf,! welche dann sämtliche Läutewerke prompt in Br-! wegung setzt. I
— Ein Kenner. Baron: Nun, was sagen! Sie zu meiner Bildergallette? — Händler: Das! wird 'mal 'ne großartige Auktion geben! I
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai»
Redaktion^uud <EpedWn^Martt"2tt""^"^ i- Jlluftrirtes Sonntagsblatt. Expcdttten PStatt “21.*” 2R<tbMI9'
— Ein Opfer des Geizes. Im Spital «zu CacilhaS in Portugal ist dieser Tage ein Mann | als Opfer seines Geizes gestorben. Der Betteffende, Namens Antonio Mattos, hatte eine lange Krankheit durchgemacht, in welcher jedoch endlich eine Besserung ! eintrat. Der Doktor Gediuho, der den Kranken flegte »sagte zu diesem: „Ihre Leiden werden bald ein |®nbe haben!" Diese Worte deS Arztes wurden I ftdoch v»m Kranken mißverstanden und dahin gedeutet, »daß ihm ein baldiger Tod bevorstände Da er nun von feinem Vermögen, das er stets bei sich trug I und unter dem Kopfkissen seines Krankenbettes aufbewahrte, sich durchaus nicht trennen wollte, verschlucke, et eine große Anzahl von Goldstücken und starb wenige Augenblicke nachher an Erstickung. » I
— Ein peinlicher Vorfall ereignete sich,! uach Berliner Blättern, Montag Morgen im dortigen I [ Wintergatten. Zwei Angestellte sahen, wie sich ein Herr in den Wintergarten schlich und auf der Bühne! alle Requisite» durcheinander warf. Augenscheinlich! suchte er nach dem Dowe'scheu Panzer. AlS die! Beobachter näher kamen, floh der Eindringling.! Mittags fand nun eine Schteßprobe auf Dowe vor! Offizieren statt, mit denen auch ein Gast erschien, der I
Enste per 1000 Kilogr., große und kleine 144—180 nach Qual., Futtergei ste 104-143.
Hafer per 1000 Kilogr. loko 132—174 n. Qualität, Lieferungsqualität 133 M., ponunerscher, mittel biS guter 132- lös, feiner 157-168, preußischer mittel bis guter
132—156, feiner 157—168, russischer mittel bi» guter
132—142, feiner 148-155, sch eftscher mittel bi» guter
136-162, per Mai 133,26—132,75 bez., per Juni und
Juli 132,26—131,26-131,6 bez., per August-September 124-124,26 bez.
MaiS per 1000 Kilogr. loko 104-110 nach Qual;, . per diestn Monat 102,25 bez., per Mai 101,75—101.25 bez., per Juni-Jnli 102—101,5 bez., per September 103,76 bez., Gek. 160 Tonnen. Künd.-Preis 103,25 Mk.
Erbsen per 1000 Kilogr. Kochware 160—186 nach Qual., Futterware 125 142 nach Qual., Viktoria-Erbse» 185 - 210, ordinäre russische 115 -120.
Weizer mehl loko per 1000 Kilogr. brutto einschließlich Sack Nr. 00 19,06—17,05. Nr. 0 17,26—15,6. Feine Marken über Notiz bezahlt; Roggeumehl loko Nr; 0 u. 1 16,05 bis 16,00, do. feine Marken Nr. 0 m 1 16,06-16,05, Nr. 0 l'/s Mk. höher als Str. 0 n. L
Roggenmehl Nr; 0 u. 1 per 100 Kilogr. brutto ein« schließlich Sack per Mai 15,06 bez., per Juni 15,06 bi» 15,66-16,60 bez., per Juli 15,8—15,76 bez.
Stettin, 26. April. Nachmittag» 1 Uhr. Weizen flau, loko 137-139, per April-Mai 140,00, per Juni- Juli 141,50. Roggen still, loko 116—118, per April- Mai 119,00, Juni-Juli 121,50. Ponunerscher Hafer loko 133-144;
teffel.
‘ Königliche Schauspiele
Som 29. April bi» 6; Mai 1894;
Sonntag, den 29;: „Die Walkire." Montag, den 10.: - * ak— ’ • „Mignon." Mittwoch, den
.. . ------ , .... 1.: „Tannhäuser." Frestag,
den 4.: „Timon von Athen." Sonnabend, den 5.: „Der Haideschacht." Sonntag, den 6.: „Der ungläubige Thomas."
— Der barmherzige Samariter. ____
dem Schulexamen in Zofmgen (Schweiz) berichtet das dorttge „Tagblatt": Schüler der zweiten Klasse,,. . ,- ~ , .
das Gleichnis vom barmhettgen Samattter erzählend: I ^ann le®en beginnen. »Und do isch m Samattter cho und het em d'Wunde Bestellungen bitten wir direkt an die mit Karbol verbünde. . / ! Expedition richten zu wollen.
Pfarrer, Lehrer, Beamte rc. empf. den vorzügl. Holland. Tabak bei B. Becker in Seesen a. H 10 Psd. lose im Beutel heute noch 8 Mk. fco.
[Behandlung verbeten habe sei sie von der Ange-^Nh^.?iZ°e^dm 3; !klagten so lange ins Gesicht geschlagen worden, bis'' L'
sie ans Mund und Nase blutete. Bei einer andern Gelegenheit sei sie in der Küche gemißhandelt worden, und als sie zum Fenster hinaus um Hilfe schrie, habe die Angeklagte sie an den Haaren zurückgezogen und ihr mit einem langen Besenstiel, den sie mit beiden Händen packte, einen Schlag über den Rücken gegeben. Als die Angeklagte bei einer anderen Gc-
Anzeigeu nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in VVIV - ,
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AALA! (IQ TQ
Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. ' °
Daube u. Co. in Frankfurt a. M;, Berlin, Hannover, Paris.
— Hummern im Ueberrock. Die „Wiener Deutsche Ztg.", erzählt: Frau F. ist gar nicht so, wie man sonst die Schwiegermütter an die Wand malt, sondern verständig und gutmütig. Nur hat fie eine kleine Eigentümlichtest: sie „mogelt" gen», uib zwar auf Kosten ihres reicheren Schwiegersohnes, des Kaufmanns Z. zu Gunsten ihres weniger wohlhabenden Schwiegersohnes, des Beamten Herrn W.! Borigeu Sonntag — die beiden Schwiegersöhne saßen in Herrn Z.s Salon und plauderten — kam eine Sendung exquisiter Äüchsenhumrner an den Kaufmann, und die brave Schwiegermama machte sich daran, das Postkistchen im Vorzimmer anszu- packen. Als fie die schöne» Blechbüchsen mit den edlen Leckerbissen so vor sich sah, erwachte plötzlich ihre schwiegermütterliche Liebe zu dem minderbemittelten »eamtenschwiegersohn und fie ließ rasch zwei von den Büchse» ix die Tasche des Ueberrockes glette», den der Beamte im Vorzimmer aufgehängt I hatte. Aber .da« Unglück schreitet schnell." Weich darauf kam der kaufmännische Schwiegersohn in ficht-1 llcher Eile heraus — er mußte nämlich seine! FrühschopPengesellschast in einer nahen Weinstube! aufsuchen. Ohne erst genau zu untersuchen, zog er! in der Hast den Ueberrock seine« Schwagers an! und entfernte sich rasch. In der Weinstube war'»! schr lustig. Einer der Frühschoppenkumpane ent-!
fi» heimlich heraus, ließ sie vom Kellner offnen Smnn”err,mftilt £u6nu6uP9 bet .im
r und servilen und spielte mit komischer Würde die ™a,$en« L0 Pferdestärken betragenden
| Rolle eine« Gastgeber«. ~ 1 •“ISftrfferfraft. mcr^r 5n"r—
^scheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und rwwx. .
Ferertagen; — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- lUiÄtnlttd_
bitten 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg; fix«.
Bestellgeld); JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle SoNNllbend 2R 9fhrif 1RQJ
oder deren Raum 10 Pfg;, Reklamen für die Zeile 25 Pfg. ÖVimiWClW, 40, ZipiU lötM
Rolle eines Gastaeber« Natürlich' aab'« or.b-« I Wafferkrast, von welcher durch die Anlage 50,000 Bravo! und Halloh l und Herr Z nicht ^bnte dftrdestirken ausgenutzt werden, ist nunmehr vollendet daß e« Millionen Mark kostet,
! mütig einige Flaschen Rheinwein dazu. Als die Kraft der Turbmen durch Tpnamoma.
letzte Hummernscheere verschwunoen war, trat plötz-tudt oben auf dm Wellen der Mo- I sich SÄwaaer W. ein eilte auf fSerrn Q rnunbl. " sitzen, in Elektrizität umgewandelt, die dann sagte: „Lieber Schwager, Du hast aus Versehen^leichlung und zum mechanischen meinen Ueberrock angezogen, ich komme, um die Röcke umzutauschen!" Natürlich war das Anlaß für eine Sintflut von schlechten Witzen, und Herr W. wurde freundlichst eingeladen, ein Glas mitzu- tttnken. Aber er hatte große Eile. Seine Schwiegermama hatte ihm ja beim Fortgehen aus der Z.'fchen Wohnung rasch mitgeteilt, daß sie ihm zwei Büchsen Hummern in den Ueberrock yraticirt habe und gleichzeitig die Entdeckung oon der Verwechselung der Röcke gemacht. Darum hatte er ! solche Eile. Kaum war er auf der Straße ange- la»ßt, al« er krampfhaft in allen Taschen zu suchen begann. Nichts! Jetzt wußte er wirklich nicht, ! ®“« er aus dem sonderbaren Benehmen seiner
Schwiegermama machen sollte. Wollte sie ihn etwa [foppen? Da« mußte er sich doch nicht gefallen mjfen. Er fühlte etwa« wie Groll in sich auf- beigen. Und als die gute Schwiegermama gar Nachmittags kam und ihn mit verschmitzter Miene fragte: wie ihm die Hummern geschmeckt hätten, :** war für ihn kein Zweifel mehr, daß er zum «esten gehalten fei; er wurde zuerst wütend, bann drob, so daß die schwiegermama endlich weinens «nd beleidigt fortlief. Zu Hause zerbrach sie sich ;«en Kopf, konnte aber di« jetzt die Lösung des Rätsel« nicht finden. Zwar hat sie, vorsichtig «ppend, bei ihrem zweiten Schwiegersohn, Herrn Z., die Fühlhörner ausgestreckt, aber ohne Erfolg.! Das unfchuldige Lamm weiß ja selbst nichts von! «n Hummern, denn diejenigen, die er in der! Weinstube gegessen, hatte ja der Freund spendirt! L — Ein heiterer „Grenz-Z wischen fall' "wird dem „Pol. Tgbl." von einem höheren Lehrer I »ie folgt erzählt: Der Herr war im Aachener Stadtwalde, wo er etliche Waldpflanzen, Farn!
s. w., sammelte, um fie beim Naturwissenschaft- l ichen Unterrichte zu verwerten. Auf dem Rück- toege über Vaals kam er auf etwa 300 Meter y>tr niederländische» Gebiet, was bei dem lebhaften «erkehr zwischen Aachen und Vaals ja etwas All- Stiches ist. Kür den Pflanzensammler wurde das ®ber zum Verhängnis Kaum saß er in dem Straßenbahnwagen, als aus deutscher Seite bie; Zollrevision vorgenommen wurde, wobei natürlich Re säuberlich in Papier verpackten Waldkräuter Rm strengen Auge de» Gesetzes nicht entgingen. \
im Sommer große Ballonfahrten veranstalten.
— Auf dem Bicycle zum Nordpol. Ein gewisser T. Melius beabsichtigt, sich der Expeditton Wellmann anzuschließen, die demnächst aufbttcht, um [bett Nordpol zu finden. Herr Melius, natürlich ein Amerikaner, will die Expedition auf einem Siegele r;-.
konstruiert hat, und glaubt damit dem Ziele naher I verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hell- zu kommen, welches so viele Forscher vor ihm nicht j bräunliche^ Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig erreichen konnten. Eine Nordpolfahtt ans dem Bieyele, ‘~“i‘ ‘ ‘ ' '' '
das ist echt fin de siede.