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lebttton dieser Blatte«,

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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

** 8"u,: ta Jllustrirtes Sonntagsblatt. Verantwortlicher^Mdakteur-^H-^rry F

Anzeigm nimmt entgegen die Expedition dieser Blatte«, sowie die Annoncen-Bnrray von Haasenstein «. Vogler m yyiY - a Frankfurt a. M., Cafiel, Magdeburg und Men; Rudolf AA1A. xytll)ry. Messe in Frankfurt a. Mi, Berlin, München u. Köln; G. Li Daube », Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Pari».

.UbsMementl-Hrri«*iSri da Gxpe> Marburg,

iXÄ S Sonnabend, 7. April 1894

Zweites Blatt.

Pir Page der barrrrlichen Bevölkerung Rußlands»

len O. Kalt-Reuleaux.

(Nachdruck »erboten.)

Obgleich der neue Handelsvertrag mit Rußland eine zehnjährige Dauer hat, werden die Handels- Politischen Beziehungen immer in gewissen Grenzen bleiben, da die Entwickelung der Industrie dort »iel raschere Fertschritte macht, als der heimische Konsum, den in den unteren Vvlksklassen zum größten Teile schon die bäuerliche Hausindustrie deckt Der außer­ordentliche Notstand der russischen Bauern hat den Grund gelegt zu einer bäuerlichen Hausindustrie, die einen wichtigen Faktor im wirtschaftlichen Leben Ruß­land« bildet. Indem sie dem Landmanne die von seinen landwirtschaftlichen Beschäftigungen übrig bleibende Zeit in nutzbringender Weise -»»füllen hilft, bewirkt sie zugleich eine fehr vorteilhafte Ver­wertung der Rohprodukte de» Landes. Die Or­ganisation ist eine sehr einfache: sämtliche Familien. Mitglieder arbeiten in dem betreffenden Gewerbe unter der Oberaufsicht de« Familienhauptes. Die Arbeit beginnt, fob«ld die Feldarbeiten beendigt sind, und dauert bi« zu deren Wiederaufnahme, also durch- schnittlich oon Ende Oktober bis Mitte Mai. In einigen Gouvernement» ist es üblich, daß nur der älteste Sohn d-S Feld bestellt, alle anderen Familien- Mitglieder da« ganze Jahr hindurch gewerblich thätig find und blo» die Ernte einbringen Helsen. Der industrtelle Betrieb hat sich so gestaltet, daß zumeist jede« Dorf »der auch eine Gruppe von Dörfern aus­schließlich eine bestimmte Ware erzeugt, jedoch giebt e« auch innerhalb einer Ortschaft verschiedene Be- triebe, e» ist sogar nicht selten, daß ein einzelner Bauer in mehreren Handwerken sich große Fertig­keit erworben hat. In der Regel aber geht ein bestimmte» Gewerbe vom Vater auf den Sohn über und »ererbt sich von Generation zu Generation. Die Hautindustrie umfaßt eine sehr große Anzahl von Betrieb»arten und erstreckt sich vornehmlich auf Holzarbeiten, Leinwand-, Baumwoll- und Wollweberei, Lederindustrie, Herstellung von Matten und Säcken, Korb- und Strohflechterei u. s w.

Wegen dieser ausgedehnten bäuerlichen Haus­industrie hat man vielfach behauptet, der Russe habe keine besondere Vorliebe für den landwirtschaftlichen Beruf, «lein dieses ist Irrtum, der Grund für diese Erscheinung ist derjenige, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen, insbesondere infolge der Feldergemein, schäft, der landwirtschaftliche Betrieb dem Bauer das nicht gewährt, was schließlich jeder Mensch an strebt, eine auskömmliche Existenz

Seit der Aufhebung der Leibeigenschaft befindet fich ungefähr ein Viertel de» Kulturbodens im europäischen Rußland in den Händen der Bauern,

ein Fünftel in jenen de» Großgrundbesitzes und der Rest im Besitze der Krone. Am ftuchtbarsten sind die meisten Gouvernements des mittleren Rußlands, wo die sogenannte .schwarze Erde8 einen Flächen, raum oon etwa 87 Millionen Hektaren in einer von 60 em bis 5 m variierenden Mächtigkeit be­deckt, und eine vorzüglichere Erde vermag kein Staat Europas aufzuweisen.

Der Ackerbau steht in Rußland noch auf tiefer Stufe, fast überall ist dir feit dem 16. Jahrhundert eingeführte Dreifelderwirtschaft noch gebräuchlich, während in den Ostsceprovinzen dar Verfahren der Fruchtwechsels zur Anwendung gelangt. Den klimatischen Verhältnissen des inneren Rußland« ist die sonst verwerfliche Dreifelderwirtschaft angepaßt, denn eine gründliche Bearbeitung de« Bodens ist nicht durchführbar. Die Ernte des Wintergetreidcs erfolgt Anfang August, die Bestellung der Winter­saat in der letzten Hälfte des Monat«; der Boden gefriert Ende Oktober und taut erst Mitte Mai auf. dann beginnt sofort die Bestellung der Sommersaat und in der Mitte des Juli die Heuernte.

Die Hauptfeldfrucht ist der Winterroggen, der selbst in trockenen Jahren gute Ernteresultate liefert, obschon die Beackerung nachlässig, die Aursaat meistens zu dünn ist. Weizen wird verhältnismäßig wenig gebaut, da er weder den harten russischen Winter noch den trockenen Sommer vertragen kann Unter den Sommerfrüchten nehmen Hafer und besonder» Buchweizen, ein Hauptnahrungsmittel der russischen Bauern, die erste Stelle ein, dann folgen Hirse, Gerste, Hanf, Flachs, Mohn, Lein und Kartoffeln, deren Anbau in den letzten Jahrzehnten sehr zuge­nommen hat. Aehnliche Fortschritte macht auch die Zuckerrübenkultur, vornehmlich im Südwesten Ruß- land». Der Gesamtertrag der Landwirtschaft im europäischen Rußland beläuft sich jährlich durch­schnittlich auf 3627 Millionen Rubel, von denen auf den des Feldbaues 2138 Millionen entfallen. Auf den 100 Millionen Hektaren Ackerland werden alljährlich ungefähr 180 Millionen Hektoliter Ge­treide ausgefäet, welche im Durchschnitte einen 3i/, fachen Ertrag liefern.

Die Ackergeräte, Scheunen u. s. f. sind von der ursprünglichsten Besch iffenheit und mit den lander- üblichen Pflügen vermag man höchsten» den Boden zu ritzen, nicht aber ihn zu wenden.

Mtt der Viehzucht ist er, soweit sie in den Händen der bäuerlichen Bevölkerung liegt, noch recht schlimm bestellt, dagegen betreiben einige Großgrundbesitzer die Veredelung der Tiere mit Verständnis Das russische Bauernpferd sieht sehr schlecht au», ist aber kräftig und dauerhaft und erträgt außer Strapazen Hunger, Durst und Kälte in einem beispiellos hohen Grade. Da» Rind ist wie das Pferd nicht ansehn, lich und fein Milchertrag selbst zur besten Weidezeit höchst dürftig. Das Schaf der bäuerlichen Zucht ist mittelgroß, hat eine «eiche, aber feste und ziemlich reine Wolle, die außer zur Herstellung der nationalen

Meteorologische Uebersicht vom Monat März 1894.

(Met. Stativ» Rauschenberg.)

Barometerstaud: Mittel 736,38 mm; tiefster Stand am 13. 723,2; höchster am 25. 745,6 mm.

Temperatur: Mouatsmittel 5,00 C. (Abweichung vom Normale» -f- 1,4 °); Mox. 17,9 °C. am 30. Miu. 1,80 am 4. Die Temperatur betrug in der 1. Pentode 2,0 °, stieg in der 2. Pentode auf 6,3, fiel i» der 3. auf 4,0°, i» der 4. auf 3,1, um in den beide» letzten auf 6,1 bezw. 8,8 zu steigen. 11 Tage hatte» unbedeutenden Nachtftost; da« höchste TageSmittel hatte der 30. mit 11,0*. Negative Tagesmittel kamen nicht vor.

Die Bewölkung war eine geringe und betrug im Mittel nur 47 */0. 9 Tage hatten eine mittlere Bewölkung von 20 °/0, während in 6 Tagen dieselbe 80 ®/0 überstieg.

NW«SBinbe herrschten namentlich i» der zweiten Hälfte de« Monat» vor, daher Mangel au Nieder- schlüge», nm an einem Tage (13.) war SW. sturm­artig, sonst war die Windbewegung sehr gering und betrug im Mtttel nur 3 der zwölfteiligeu Skala.

Regen zweimal auch geringer Schnee fiel um in der ersten Monatshälfte in einer Gesamthöhe von 17,5 mm. Da seit Oktober v. 3. keiner der ihm folgenden Monate da« ihm zukommeude normale

Quantum au Regen brachte, so dauert die das Jahr 1893 auSzeichnende Trockenheit eigentlich zur Stunde noch fort. (Regenmenge der letzten 12 Monate 513,2 mm; Manko demnach 107 mm) Eäl Fern geteilter wurde am 13. um 4.10 h. p. beobachtet.

lieber das teiedererwachende Tier- und Pflauzen- lebeu konnten schon ftühzeitig Beobachtungen ange­stellt werden; die Lerche undSpitz die Schaar" (Parus major) hatten sich schon um den 15. Februar hören lassen, der Storch wurde am 7. März gesehen, au demselben Tage zogen Kraniche nordwärts. Die Amsel wurde am 12. März gehört, gleichzeitig auch die kleineren Singvögel; Rotschwänzchen (Sylvia Tithys und phoenicorus), die sich sonst erst Aus­gang März einzustellen pflegen, wurden schon um den 9. bemerkt. Schneeglöckchen blühte am 5, Veilchen am 15. März; Hollunder und Stachelbeere zeigten am 12. ihr erstes Grün, Rost grünte am 17., Geir blatt am 22., Johannisbeere am 26., gelbe Rauukel und blaue Nessel blühtem am 29. Im Allgemeine» ist die Vegetation am MonatSschluß gegen andere Jahre um etwa 10 Tage voraus.

7. April. (Mitil. Temp. 8,6 0 C.) M; m. Md.

1844; 11.6 8.8 7.1. Völlig heiter bei NE.

1864. 18.0 1.3 9.6. Morgen« heiter, Nachm. trüb.

1864; 3.44.00.3. Schneeflocken.

1874; 13.9 1.0 7.4; MorgmS heiter, Mittags bedeckt.

1884. 17.0 1.8 9.4. Meist bedeckt, etwa« schwül.

R. K.

Servsteinsäure, statt deren aber eine große Quantität

Kunst und Wissenschaft.

Paris, 4. April. Die Malerin Rosa Bonheur wurde zum Offizier der Ehrenlegion befördert. DieS ist der erste Fall, daß eine Frau diesen Grad des Orden» erklommen hat.

Der zweite deutsche Historikertag nahm nach einer ausgedehnten Erörterung inbetreff der Stellung der alten Geschichte im Unter­richt folgende Resolution mit großer Mehrheit an: Der zweite deutsche Historikertag erklärt:da eine wirkliche Quellenlektüre im Gymnasium in einiger Ausdehnung nur auf dem Gebiete des Altertums möglich ist, wo alle Lektüre im weiteren Sinne diesen Charakter trägt, und da ferner die Geschichte der Griechen und Römer nicht nur an sich eine der wichtigsten Partien der allgemeinen Geschichte und die Voraussetzung für das Verständnis unserer eigenen bildet, sondern auch ein in sich völlig abgeschlossenes und verhältnismäßig leicht übersichtliches Ganze dar­stellt, so muß der Unterricht in der alten Geschichte die Grundlage aller weiteren historischen Kenntnis und Bildung bleiben. Die Geschichte der altorientalischen Völker ist nur insoweit und zwar in enger Verbin­dung mit der griechischen Geschichie zu behandeln, als sie die Gestaltung des persischen Reiches vorbebereitet hat/

Ein neuer Bernstein. Außer den bc-

Wie unschön und schwerfällig nehmen fich neben diese» SchulschiffenMars* undKarola* die schwimmenden Artillerieschulcn der Marine auS I Und wie anders wirken auf den Beschauer die schnellen Aviso», die Torpedodivifionsboote und die Torpedo­boote. ES ist eine wahre Musterkarte der deutschen Flotte, die ma» dieser Tage hier sehen konnte. Die meiste» Schiffe find bereits wieder zu UebuugSfahrten in See gegangen.

Der Versuch, einen Eisenbahu- schaffuer zu besteche», tobb jetzt sehr streng geahndet. So ist ein Lackirer Runge au» Schöne­berg, der alsblinder Passagier* eine» Zug der Hamburger Bahn bestiegen hatte und den Schaffner Biesicke durch Arbieiung eines Geschenke» veranlassen wollte, ihn ohne Fahrkarte mitzunehmeu, wegen Betrugs und Bestechung zn sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden.

Schafpelze zur Anfertigung grober Tücher dient. Das Schwein ist klein, hochrückig und neigt nicht zur Mast.

Trotz der tiefen Stufe, auf welcher die Land­wirtschaft in Rußland steht, könnte der russische Bauer durch seine Betriebsamkeit noch ein erträg­liches Leben führen, aber die Getreidcpreise und die Löhne der gewerblichen Hausarbeit sind so herab­gedrückt, daß auch in sehr betriebsamen Gegenden Not und Elend herrschen. Der Mangel an B.triebr- kapital hat zur Folge, daß die Bauern in die Hände gewissenloser Ausbeuter fallen, welche ihnen das Rohmaterial für ihre Hausindustrie zu hohen Preisen liefern, ihnen hingegen die fertige Ware und zudem da«, wa» sie von dem Erntcer rage etwa entbehren können, zu Schleuderpreisen abnehmen. Den Genuß von dem in guten Jahren so reichen Kornsegev Rußlands haben nicht die Bauern, sondern die Zwischenhändler.

Vermischtes.

Leipzig, 4. April. Indem alten Amtshof Hierselbst brach in der vergangenen Nacht 12/2 Uhr ein Feuer auS, welche» indessen von der städtischen Feuerwehr, die mit sämtlichen Dampfspritzen erschienen war, lokalistert wurde. Bei dem Brande, welcher durch daS Lager von Rohprodukten reichliche Nahrizng fand, kam, tote derLeipz. Gen.-Anz.' meldet, ein Arbeiter in den Flammen um. Der mut­maßliche Brandstifter wurde verhaftet, daS Feuer war bis 10 Uhr Vormittags noch nicht gelöscht.

London, 4. April. Nach einer Meldung deS Rkutersche» Bureaus auS Shanghai von heute find in dem von Eingeborenen bewohnten Stadtteil in der vergangenen Nacht gegen 1000 Häuser durch Feuer zerstört worden.

Von unserer Marine. AuS Kiel wird geschrieben: Lie Frühjahrsübungen unserer Flotte waren bis jetzt durch ein ganz unvergleichlich schönes Wetter begünstigt; seü Wochen umspannt ein wolken­loser Himmel die herrliche Kieler Föhrde und ein schwacher Ostwind vermag die Wellen kaum zu kräuseln. Der Kriegshafen bietet ein Bild, wie man eS sonst nur zu Zeiten der großen Herbstmanöver zu sehen gewohnt war. Mächtig ragen in der lange» Reihe der ankernden Schiffe die Panzer deS Manöver- geschwaders hervor, hier find fast alle Typen unserer Schlachtschiffe vertreten, die modernifierten mastigen Schiffe der 2. Division,König Wilhelm*,Deutsch- land* undFriedrich der Große*, dauu die sämtlich zur Sachseuklasse gehörenden Panzer der 1. Division und zuletzt als Vertreterin deS neuesten Typ die Wörth*. Daneben schaukeln sich die schlanke» hoch­getakelten lichte» Fregatten, die Kadetteuschulschiffe Stein* undStosch", deren lauge Heimatwimpel die glückliche Rückkehr von der ostameiikanischeu Station verkünden und deren Inspizierung durch den kommandierenden Admiral v. d. Goltz begonnen hat.

ryraur-Auzeigt».

Cafiel.

Königliche Schauspiele;

Dom 8. bi« 16. April 1894.

Sonntag den 8.:Mignon". Montag den 9.:Der Herr Senator". DienSta, den 10.:Gringoire".Cavalleria rastieaaa. Mittwoch den 11.:Doktor Klan»"; DomerS- ta, den 12.: Zum ersten Male:Timon von Athen". Freitag den 13;:Die weiße Dame". Sonnabend den 14.:Da» Buch Hiob";Hannele". Sonntag den 16.. Lohengrin"; Anfang 7-7 Uhr;

reit» bekannten Bernsteinarten, wie dem in der nord- L,--------------

deutsche» Ebene verkommenden Bernstein, dem in «organisch verbundenen Schwefel» enthält,

M«iU *Bl AirseuSnicht«.

Berlin, 3. April; Weizen mit AnSschlub von Rauhweizen per 1000 Kilo loko 135146 nach Qualität, Lieferungs-Qualität 139,5 Ml., per Mai 142-142,5 bez., per Juni 143-143,5 bez., per Juli 144144, 56.be,., »er September 146 -146,5 bez.

Roggen per 1000 Kilogramm loko 112122,5 m Qual., Lieferungsqualität 119 Mk., inlinb. guter 119 ab Bahn biz., etwas klammer 115-117 ab Bahn bez.. hochfein 120,5 frei Mühle, per tiefen Monat 122,26122,6 bez., per Mai 124-124,75 bez., per Juni 125,26-125 bi» 125,76 bez, per Juli 126,25126,75 bez., per September 129,26-129,75 bez. Del. 450 To. Kündig;-Preis 122,5 Mk.

Gerste per 1000 Kilogr., große und kleine 144180 nach Qual., Futtergeiste 106143.

Hafer per 1000 Kilogr. loko 130176 n. Qualität, Liefermigsqualitat 131 M., pommsercher, mittel bis «ater 136-157, feiner 158172, preußischer mittel bi» guter 137158, seiner 159172, schlesischer mittel bis guter 140164, per Mai 131,75-132,5-132,25 bez., per Juni 130-131 bez., per Juli 130,5-131,6 bez.

Mais per 1000 Kilogr. loko 107114 nach OuetL, per diesen Monat 104,5 Mk., per Mai 103,5103 bez., per Juni und Juli 103 bez., per September 104,26 bez.

Erbsen per 1000 Kilogr. Kochware 150-186 nach Qual., Futterware 130-144 m Qual., Viktoria-Erbsen gQg_218;

Weizenmehl loko per 100 Kilogr. brutto einschließlich Sack Nr. 00 19,5017,60, Nr. 0 17,2615,60. Feine Marken über Notiz bezahlt. Roggenmehl loko Nr. 0 m 1 16,76 bi» 15,00, do. seine Marken Nr. 0 m 1 16,7615,75. Nr. 0 1,50 Mk. höher als Nr. 0 ix. 1;

Roggermehl Nr; 0 m 1 per 100 Kilogr; brutto ein­schließlich Sack per diesen Monat 16,60, per Mai 16,6615,75 bez., per Juni 15,96-16,95 bez., per Juli 15-26,1 bez.

Rumänien gesammelten Rumänit und dem auf Neu­seeland erscheiuenden Ambril, hat mau nach einem Belicht von O. Helm in derPhmm. Post* vor Kurzem auch im nördliche» Birma Ablagerungen von Bernstein angctroffe», die schon Jahrhunderte hindurch von den Chinesen ausgebeutet werde». DaS Gebiet dieser Bernsteiuminen ist schwer zugänglich, weil e» von wilden, kriegerische» Völkerschaften bewohnt wird. Die Produkte dieser Minen (Birmit genannt), welche in Mandalay, der Hauptstadt Birmas, zu allerlei Schmvck achen, zu Perleu, Ohrpflöckchen, Rosenkränzen, Ciganenspitzen u. bergt, verarbeitet werden, zeichnen sich durch eine schöne hellrotbraune, rubinrote ober auch goldgelbe Färbung aus und erreichen bisweilen die Größe eines Kinderkopfes. Sie find ebenfalls wie unser baltischer Bernstein von einer Verwitterungs­schicht umgeben, die spröde und dunkelbraun ist, und besitzen nur eine größere Hörte und, was ein charak­teristisches Zeichen für den Birmit ist, einen bläu­lichen Schimmer, der durch Fluorescenz an der Ober­fläche im Lichte entsteht. Niemand kennt bis jetzt die Pflanze, aus welcher dieses Fossil seinerzeit ge­quollen ist, und eS bleibt weiteren mikroskopische» Forschungen vorbebaltcn, ar8 ben Einschlüsse» des­selben auf die Natur jener Pflanzen Schlüsse zu machen. Schließlich unteischeidet fich der Birmit von allen bekannten Bernsteiuarten dadurch, daß er keine