»KP e»Ä*. *»6 *♦<««**♦/* «nzetgm nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«,
«-irrt-aaiT--OU«rtal-rL«!me»ent».Vrr^ Set k« Erp«. IvlUlvUrUt sowie die Annoncen-Buieaur von Hamenstein u. Vogler in VVIV <- ,
M 7Ü SHTsa, wSt&SHSrtW«Ä(E T Sr-nkstwt m M, Cassel, Magdeburg und Wien; Ziudols XXIX; Jahrg.
<” <S|eI^3nftr«ti»n8rW ffc Me grindte« Adle Freitag, 6 ApNl 1894 M-ff- in FrankstM a.M^Berltn, München u. Köln; G. L
äderen Rai« 10 W,. ffir die ZeUrÄi Pi«. ° ö' v Daube u, To. in Frankfurt O.M., Berlin, Hannover, Pari«,
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchham. t-«*-1 «öSff“toJllusttirteS Sonntagsblatt.
Aufgaben des Reichstags.
♦ Marburg, 5. April 1894, Heute nehmen die durch die Osterferien unter- wchcne» RetchstagSsitzunge» wieder ihren Anfang; sesklben werden in den nächste» Wochen durch manche eratungsgegenstände großes Jutercsie erwecken, wen» ch mit dem rusfische« Handelsvertrag die meist- ibltierte Vorlage erledigt worden ist. Der letzte iß der ReichStagssessto» wird noch eine ganze Reihe , wichtigen Entscheidungen bringen. DaS Arbeits chm der deutschen Volksvertretung war knapper, I sonst, in diesem Jahre bemessen worden, weil l deutsch-russische Handelsvertrag und die im Reiche -laute Finavzreform ersichtlich einen großen Teil -r Zeit des Reichstages in Anspruch nehmen würden, er auch außerhalb dieser beide« Hauptaufgaben M noch manches zu erledigen übrig. Vermutlich iid von konservativer Seite eine Anfrage an die eichSregteiung gerichtet werden, welche Maßnahme» it verbündeten Regierungen im Jnteresie der Land ßtschaft zu ergreifen gedenken, falls der Korupreis h auf seinem heutigen niedrigen Stande erhält, lieber hierbei oder bet einer anderen Gelegenheit rd es sicher noch zu längeren Auseinandmetzunge» tr die heutige und zukünftige Wirtschaftspolitik c Reichsregterung komme», unv diese Eiörterunge» ögcu ein Peudaut fiuden in gleichen Besprrchunge- , preußischen Landtage und in anderen zur Zeit ch tagenden deutschen Landesoertretungeu.
Was die Finauzreform 6ttrifft, welche bekanntlich i echmg der Kosten der Militärvorlage, Selbständig, ichuug der Reichsfinanzen und Aufbesserung der imztellen Verhältnisse der Bundesstaaten bezweckt, hat die mit der Vorberatung dieses PlaueS be. ftragie Reichstagskommisston bisher nur eine Ver- iirfuug der Börsensteuer zu den mitgetetlte» End. !leu gutgeheißen. Quittvngssteuer- und Frachtbrief- vr-Vorschläge find bereits abgelehut, und bezüglich r noch ausstehenden Hauptprojekte einer Tabak- blikat- und einer Weinsteuer wird die Kommission l keinem anderen Ergebnis kommen. Die Wein- vr wurde schon bei der ersten Lesung im Reichs- ; |t in ihrer heutige« Form als nicht annehmbar heichnet. Gleiches galt der Mehrheit des Reichs- er von der in Vorschlag gebrachte» Tabakfabrikat- - «er. Es find aber auch Strömungen im Reichs- i( borhonde», welche ganz damit einverstanden sind, llere Weine und teurere Tabake und Zigarren ; irfer zur Steuer heranzuziehen, und wenn also
Der Rätsel L'ösrrug.
Roman von Widdern.
sNachdruck verboten, s (Fortsetzung.)
Leide Damen stellten nun ihre Programme auf ch Alfons verfehlte nicht, hin und wieder ein itt einzuschalten, das Gertrud mit Recht „einen ini Rat" nannte. So war eine Viertelstunde im öftesten Ge'präche vergangen, al» Frau Sturlestus blich den ehrwürdigen Kopf in der behutfam ge- teten Thür zeigte und Gertrud mit leisem Zu- ; nötigte, für rin paar Minuten zu ihr in Die fr kommen.
Für Felicitas aber war die Bitte der alten Frau t entschiedene Mahnung an den Umstand, daß die kleine Familie vorn Mittagessen abhielt Fast hrockcn erhob fie sich denn auch: „Verzeihung, lsendmal Verzeihung," sagte fie lebbatt, „daß ich it doch so lange geblieben." A's sie sich nun r Alfons empfahl, flüsterte fie kaum vernehmbar: sch hoffe, Sie sind überzeugt davon, wie ich nichts t Ihrem Hiersein wußte und mir dieses Wieder- nt durchaus unerwartet kam."
Um den Mund des Richter» zuckte e» schmerzlich. Ammend neigte er das Haupt Felicita» verließ t mit Gertrud gleichzeitig das Gemach . . . . ions hatte der prachtvollen Gestalt nachgeschaut, > die Thür sich hinter ihr geschloffen. Jetzt'stand sinnend mitten in dem traulichen von Blumen- si geschwängerten Raum: „Weich' ein Weib," 813 es dabei in der jungen Mannesseele. Tausend innerungen durchzuckten da» Hirn de» Richters d machten, daß er aufstöhnend die Hand gegen -heiße Stirn preßte.
Langsam schritt er dann nach dem kleinen Sopha kick, aus dem da» schöne Mädchen geseffen. Und
auch nicht daran zu denken ist, daß der Ftnan-pla» des Finanzministers Miquel in seinem volle« Umfange durchgehe» wird, so mögen doch für die Zukunft Grundsätze ausgestellt werden, welche eine Vereinbarung vorbcreite«. Jedenfalls steht daS Eine fest, daß die Deckung der Koste« der Militärvorlage nicht durch eine stärkere oder Neubelastuug breiter Volkskreise erfolgen wird. Und in einer schärfere» Börsenstener wird doch wohl kaum Jemand eine „Volksbelastung" erblicke« wollen, sondern eher das Gegenteil.
Von Beratungsgegenständen, welche dem Reichstage sonst noch vorliege», möchte» wir die Aufmerksamkeit noch auf den Antrag lenken, der eine Reform des Alters- und Jnvalidenversichemngsgesetzes bezweckt. Daß eine Reform sehr wünschenswert ist, schon zu dem Zweck, um das ganze Gesetzeswerk populärer zu mache«, ist richtig und jede Vereinfachung der heutigen komplizierte» Bestimmungen kann daher nur mit Freuden begrüßt werden. Das Markenklebesystem ist nicht angenehm, und es wäre das vielleicht das Beste, die ganze Versicherung auf den Stand zu stellen, daß jede: Versicheiungspflichtige eine Alters- und Jnvolidenverficherungspolic: erhielte, für welche die Kosten in gerechter Weise verteilt würden. Ln die einfachste und gerechteste Regelung, Uebernahme der gesamten Koste« der soziale» Gesetzgebung aas das Reich und teilweise D-ckang derselben durch ein Tabakmonopol, wird ja wohl so lange noch nicht zu denke« sei», als die Interessen derjenigen Klassen, welche wenig Arbeiter beschäftigen aber aus der produktiven Arbeit de» größten Nutze« ziehen, in unserem Reichstage in einer so unvrrhältnismäßigen Stärke verteeteu sind. Bis einmal die prodnktioe« WirtschastSklassen, welche r,/6 der deutschen Bevölkerung umfassen, eine entsprechende parlamentarische Vertretung habe«, werden wohl der Zwischenhandel und die Börse, d'e doch nur durch Vermittlung der Arbeitserzcugnisse jener sich bereichern, ohne selbst Werte zu schaffen, von den Laste» der sozialen Gesetzgebung so gut wie befreit sein. Der Landwirt, der Industrielle, der Handwerker müssen die Koste« der für alle segensreichen Arbeiterschutzgesetzgebung fast allein trage». Dos wird wohl erst geändert werden könne«, wen» einmal die wir:schaftliche Stellung der Kandidaten bei Wahle» durchweg gebührende Berücksichtigung findet und der Reichstag dadurch zu einer wirklichen Volksvertretung wird.
sich jetzt in dieselbe Ecke drückend, von der Felicitas soeben aufgestanden, versank er alsbald in tiefes Sinnen. — Allzulanze aber durfte Alfons nicht in feinen Träumen verharren Denn kaum hatte er sich in jene Situationen zurückversetzt, in welchen Felicitas eine Rolle gespielt, als Gertrud wieder zu ihm in das Gemach trat, Tafeltuch und Teller auf dem Arme.
Während da» junge Mädchen sich nun daran machte, den Tisch für da» Mittageffen zu decken, das Frau Sturlestus zu Ende gebracht, begann es in seiner sanften Weise über den Besuch zu plaudern, der sich soeben entfernt Zartfühlend verriet Gertrud dabei aber mit keiner Silbe, daß sie sich den Kopf darüber zerbrochen, in welchen Beziehungen der Bruder eigentlich zu Felicitas gestanden haben möge.
„Fräulein Dorett besitzt einen außerordentlich thatkräftigen Charakter," sagte da» junge Mädchen jetzt unter anderem. Es ist geradezu überraschend, wa» sie alle» unternimmt und auch durchführt. Frau- Sturlestus hat mir erzählt, daß das Fräulein cs auch fein soll, welche» auf dem so lange brach gelegenen Terrain außerhalb des Dorfes neben einer allerliebsten Villa, zu der es selbst den Entwurf gemacht, auch jene» kleine Wohnhaus errichtet, welches zur Zeit noch für jeden Einwohner mit dem Nimbus des Geheimnisvollen umgeben ist. Wie mir aber die Mutter des Lehrers anvertraut hat, soll die junge Dame da» Häuschen zu einem Heim für zwei alte Leute bestimmt haben, gegen die der Generaldirektor sich besonder» versündigt hat. — Noch weiß aber weder William Dorett noch Baron Diet- rieb von Stalitzin, wie da» großherzige Mädchen auf diese Weise Verpflichtungen zu erfüllen gedenkt, die doch allein zu denen des Patron» gehören, ja, daß e» sich hierzu auch noch mit dem Junker ver-
Politische Rundschau.
* Marburg, 5. April 1894.
Schlechte und gute Geistesnahrung.
Die sozialdemokratische Presse hat de« Viertel- jahrSansang dazu benutzt in Abonncmeutseinladuugen, die auch al» Flugblätter verstreut wurden, alle die Segnungen anzupreisen, die fie und nur allein sie im Volke durch Aufklärung und Bildung verbreite. „Ist die Bedeutung der Preffe nicht Jedem bekannt, der im öffentliche» Lebe» eines großen Kulturvolkes thätig ist, Jesem überhaupt, der nur in dessen Mitte lebt, dem täglich, stündlich Preßerzeugnisse aller Art sich aufdrängeu, der zu ihnen greifen muß, mag er wollen oder nicht, der selber von ihnen beeinflußt wird in seinem Denke» und Handeln, mag er ei wisst» oder nicht?" Also lese« wir in einer solchen Ankündigung, die auf den „Bildungshunger der Arbeiterschaft" spekuliert. Gütig ist eS jedenfalls von de« Herren, die diese Blätter schreibe«, daß sie auch ausnahmsweise einmal anerkenne«, inmitten eines „großen KultmvolkeS" zu stben. Die sozialistischen Blätter rühmen den Eifer ihrer Parteigenossin, die die Ostertage zu Ausflügen auf8 Land benutzt haben, um dort ihre Flugblätter und Schriften zu verbreite». DaS ist eine schlimme Ostersaat, die damit ausge- strevt wurde. Man darf sich damit nicht allein zufrieden gebe», daß viele von diesen sozialistischen Samenkörnern auf den Weg und auf de» Stein gefalle» sind, anstatt auf fruchtbares Erdreich — wenn die Parteiführer selber auch neuerdings wieder beklagen, daß mit dem störrische« Bauer« und Lanv- mann nichts anzufangen sei. Was an fruchtbarem Eidreiche draußen ist — und eS ist Gottlob viel davon vorhanden, wen» man das unverdorbene Gemüt und den helle», aufrichtige» Siu» unserer Landbevölkerung als solches bezeichnen will — was an fruchtbarem Erdreich draußen ist, soll eine gute, vollwichtige Saat empfangen, auf daß es hundertfältig Frucht tröge. Darum sorgen wir, daß gute Schriften, gute Zeitungen und gute Bücher unters Volk kommen, damit sein „Bildungshunger" auch die Nahrung empfange, die es stark und kräftig erhält.
Home -Rule -Bestrebungen find wieder einmal vor das Forum des britischen Unterhauses gelangt. Diesmal handelt es sich nicht um Irland sondern um Schottland. Auch dort strebt man seit langer Zeit nach einem eigne» Parlament für schottische Angelegenheiten. Nunmehr hat die
bunbe» hat. Beide Herren sind im Gegenteil der Meinung: Bauer Jachmann errichtete die Gebäude und zwar das Wohnhaus zur eigenen Benutzung, während er spekulativ die Villa zum Verkauf bestimmt. Sie schauen dem Vorwärtsschreiten de» Baue», zu dem Jachmann die Bauerlaubnis eingeholt, deshalb auch mit Gleichgiltigkeit zu. Frau Sturlestus aber fürchte für den Tag, an dem Fe- licitas die Wahrheit bekennen muß. Freilich inde- treff der Villa darf stch niemand unterfangen, dir jungen — durchaus unabhängigen Dame einen Vorwurf zu machen, da sie dieselbe für sich allein be- stimmt. Anders aber verhält es sich mit dem Häuschen, in das die beiden Dorfarmen ziehen sollen. — Baron Dietrich ist stolz, der Generaldirektor ein Tyrann, wie werben beide da auch nur gewillt sein, daß ein Weib — ein junge» Mädchen, welches noch dazu die Stieftochter William Doretts ist — ihre Fehler zu korrigieren sucht."
Alfons batte sich unter den letzten Worten der Schwester wieder au» der Sophaecke erhoben. An den Tifch tretend, dem Gertrud inzwischen ein höchst anmutiges Ansehen gegeben, erwiderte er in erregtem Ton: „Aber wie konnte die junge Dame auch in dieser Anaelegenhnt mit so unbegrenzter Selbständigkeit handeln? Sie hätte sich doch sagen muffen, daß sie ohne Erlaubnis de» Pattvn» kein Haus für Wohlthätigkeitszwecke erbauen dürfe. Natürlich wird. Stalitzin nun sein Veto einlegen und der gute Zweck, den Fräulein Dorett bei ihrem Vorgehen gehabt, fällt in ein Richt» zusammen " —
„Doch wa» ich Dich noch fragen wollte, Kind," setzte Also»» seinen fast heftig hervorgestoßenen Worten hinzu und legte der erstaunt aufsehenden Gertrud die Rechte auf die Schulter: „In welcher Beziehung steht die resolute Dame denn eigentlich
liberale Regierung den Vorschlag gemacht in Zukunft auf Antrag des Hauses alle auf Schottland bezüglichen Gesetzentwürfe einem besondere» aus sämtliche« schottische« Abgeordnete» bestehenden, durch 15 von diesen zu erwählende« »ichtschottische» Mitglieder« verstärte» Großausschuß zu überweisen. Damit ist die Regierung auf einen doppelten Widerstand gestoßen. Einerseits findet der Vorschlag natürlich nicht die Zustimmung der konservativen und uuiosistische« Abgeordnete», die in demselben mit Recht eine Schwächung des Reichsgedankens erblicke». Andrerseits find dir (stremen schottischen Home-Rule-Anhänger nicht einmal mit diesem doch gewiß weit genug gehenden Regierungsvorschlage einverstanden, sonder» sie verlangen, daß alle schottische» Bills, sobald sie die erste Lesung im Hause pausiert habe», zur weitere» Beratung und enbgtltige« Beschlußfassung de« Ausschüsse übergeben werden sollen. Es wurde den« auch ein von dem Sekretär von Schottland Sir G. Trcvelya» persönlich — nicht namens der Regierung unterstützter Anttag Daniels zugunsten der Errichtung einer gesetzgebenden Körperschaft in Schottland für rein schottische Angelegenheiten mit 180 gegen 170 Stimme» angenommen. Das Oberhaus wird derartige Beschlüffe ebenso tote die irischeHome- Rule Bill kurzer Hand zurückweisen.
Zum Kabinettswechsel in Serbien.
liebet die Gründe für den Rücktritt deS Finanz- mil-isterS Mijatowitsch. dem der Sturz des ganze« Kabinetts folgte, wird folgendes geschrieben: Die trostlos verfahrenen Finanzen boten nicht die Mittel, um die Zinsen der Staatsschulden und die Bedürs- niffe der Verwaltung zu decke«. In den Virhandlungen mit den auvwärtigern Gläubigern sah der Finanzministcrs keine Möglichkeit vorwärts zu kommen. Der Kerrpnttt aller Hemmnisse liegt aber i« der systematischen Berschl ppung, um nicht zu sage« Beseitigung der Steuerzahlung, welche die Radikale« zur Zeit ihrer Herrschaft für ihre Parteigenossen ei-gesührt haben. Millionen über Millionen Sreuern sind bei den Bauer« rückständig, und deshalb finde» die Radikalen auch auf dem Laude immer Unterstützung. Sie haben dort alle Gemeindeämter i« bet Hand und scheue« vor Gewaltthateu gegen arbere Parteien nicht zurück. Nur eine klüftige Regierung könnte >s wagen, hier Ordnung zu schäften, aber fie müßte sich auf ein zuverlässiges Heer stützen, und dies »ach Möglichkeit zu schwäche«, war steis das Bestreben der Radikalen, die dishalb auch im vorigen Jahr die Bewaffnung der Miliz mit
zu Edgar von Stalitzin, deffen Du vorhin erwähnt?"
„In welcher Beziehung?" Gertrud öffnete weit die fünften blauen Augen. Dann zuckte es plötzlich verständnisvoll um ihren Mund: „Weißt Du auch, Alfons," antwortete sie nun leise, „baß biesir einzige Sohn des Patron» ein Jüngling von kaum zwanzig Jahren ist." Und mit beredten Worten schilderte das junge Mädchen jetzt auch die Erscheinung des Junker» und sprach bann von dem beklagens- werten Verhältni«, da« zwischen dem letzten Stalitzin und seinem Vater bestände.
Alson» hatte den Worten seiner jungen Schwester mit großer Aufmerksamkeit zugehört. Ja, er verriet sogar lebhafte Teilnahme für den armen Erben einer der bedeutendsten Herrensitze in ganz Preußen, nachdem ihm Gertrud so deutlich bemerklich gemacht hatte, daß — nun, daß Felicita» Dorett nur in rein freundschaftlichen Beziehungen zu dem jungen Eoelmann stehen konnte. Irgend eine dies bezügliche Bemerkung vermochte Alfons aber nicht mehr zu machen, denn der Eintritt des Amtsrats setzte der Uvterhaltung ter Geschwister ein Ziel, ein um so entschiedeneres, al» Arthur Hülsmann, noch auf der Schwelle — bereit» in heftigen Worten siinen Unmut darüber äußerte, daß c» ja heute eine Ewigkeit währe, ehe Gertrud zu Tische bäte.
Da» junge Mädchen aber eilte mit aufgehobenen Händen auf den Vater zu. Seine Arme einen lltoment zärtlich um den Hals de» Zürnenden schlingend, flüsterte e»:
„Aber jetzt findest Du auch den Tisch gedeckt, Papachrn! Nehmt nur beide Platz — ich springe schon hinau», um die Suppe zu holen."
($«tfe|*is fotzt.)