Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Verantwortlicher Redakteur: H a r r y F t n k i n g in Marburg. Redaktion und Expedition: Markt LI.
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Marburg,
DimSlag, 3 April 1894
»azeigen nimmt entgegen die Expedtton btcirs Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux vor. Hoasrnstein u, Vogler in Frankfurt a. M., Eesiel Magdeburg und Wien; Rudoli Meße in Frankfurt t. M., Berlin, München u. <töla; ä. Daube a, Eo. in Frankfurt a-M. Berlin, Hannover, Pari».
XXIX. Iahlti
Erstes Blatt
gehobener uns wurde
Deu
gegengetragen worden sind. Die Gefahren, die dem deutschen Reiche drohen, sind dem offenen Ange klar erkennbar; internationale und antinationale Tendenzen, beide als antimonarchische sich cbarakterisirend, machen sich in weiten Schichten des Volkes bemerkbar, und erfüllen selbst Köpfe, die gegen solche Irrtümer gefeit fein sollten. Diese Gefahren fordern zn ihrer Bekämpfung den Zusammenschluß aller national und monarchisch gesinnten Elemente; sie erfordern zu ihrer Vernichtung die feste und sichere Hand des Kaisers. Ich wiederhole: diese Gefahren fordern den Zusammenschluß aller patriotisch gesinnten Männer; ich weiß, baß ich mit dieser Forderung auf den Widerspruch mancher Kreise stoße, ich weiß, daß die Forderung eine hohe ist, sie ist nicht erreichbar ohne Aufgeben starrer Prinzipien; ich denke aber, daß das höchste Prinzip die Salus rei publicae fein muß; vor diesem Prinzip müssen alle andere Rücksichten zurücktreten. Daß die Forderung erfüllbar ist, haben wir in den letzten Tagen an anderer Stelle erfahren. So lange aber jede auftretende Frage neue Parteibildungen zeitigt, so lange die Parteien, welche sich staatserhaltende nennen, ihre Kräfte int gegenseitigen Kampfe aufreiben, so lange kann ich die Gewährleistung für das Heil des Staates nur in der festen und sicheren Hand des Inhabers der obersten Macht sehen. M. H.! Wir sind glücklich und stolz darauf, diese feste und sichere Hand des Kaisers über dem Deutschen Reiche walten zu sehen. Mit vollem Vertrauen blicken wir zu unserem kaiserlichen Herrn empor. Vertrauen ist aber begründet auf Hochachtung und Verehrung. Das vorhandene Vertrauen steigert sich in ernster Zeit, wo die höchsten Güter des Volkes, seine Selbstständigkeit und seine Ehre in Frage kommen, zur Begeisterung. „Nichtswürdig ist das Volk, das nicht sein Alles 'etzl an seine Ehre." Die Begeisterung bildet aber einen Faktor des Erfolges. Silit dieser Begeisterung wollen wir dem kaiserlichen Ruse folgen, wenn von der Kommandobrücke
lands Einheit hoch verdiente Mann plötzlich von dieser Welt abberufen und in Verstimmung und Verbitterung von uns scheiden könnte, lag wie Alp auf dem deutschen Volk. Da war es eine erlösende Thai, als vor zehn Wochen der Kaiser die Hand zur Versöhnung ausstreckte. Jubelnd dankte ihm sein Volk. Neiderfüllt wandten am 26. Januar unsere Blicke sich nach Berlin, dessen Bewohner an diesem Tage Augenzeugen eines welthistorischen Aktes fein durften. Der darauf folgende Kaisers-Geburtstag gab weiteren Kreisen Gelegenheit, den Dank zu den Stufen des Thrones niederzulegen. Dieses Gefühl des Dankes beseelt uns auch heute. Werden wir auch den Fürsten Reichskanzler nicht mehr am Steuerruder des vom Kaiserlichen Kapitän ge führten StaatS'chistes des Deutschen Reiches sehen, so wissen wir chn doch als Passagier auf dem Schiffe anwesend, befähigt und bereit, feinen bewährten Rat im Falle der Not zu geben. Die vier Jahre, welche feit der Kanzlerkrisis verstrichen sind, haben uns aber auch den Beweis geliefert, daß der Kaiserliche Kapitän sein Schiff mit klarem Auge und mit fester und sicherer Hand leitet; durch verborgene und zutage tretende Untiefen und Klippen hindurch hat er unentwegt sein Ziel im Auge behalten, das hohe Ziel, das Wohl des deutschen Reiches, unbeirrt durch abweichende Ansichten, welche, von berechtigten und weniger berechtigten Interessen geleitet, ihm von den verschiedensten Seiten eut-
Wenn heut ein Geist herniederstiege Zugleich ein Sänger und ein Held, Ein solcher, der im heil'gen Kriege Gefallen auf dem Siegesfeld. Der sänge wohl auf deutscher Erde Ein scharfes Lied wie Schwertesstteich, Nicht so wie ich es künden werde
rächte Se. Exzellenz Herr ®enerailcutnast z. D. kon 8 art en »er ff er in folgenden Worten aus:
Meine Herren! Es ist ein ehrendes Zeugnis, das $euticf)tanb8 Volk sich selbst ausstellt, indem es den heutigen L-g zu einem nationalen Festtag erhoben hat. Man pflegt von ui Deutschen zu sagen, daß wir nicht imstande seien, die krbtenfte unserer großen Mitbürger schon zu ihren Leb- Ken zu würdigen, daß wir erst dem Dahingeschiedenen ffle Gerechtigkeit und Anerkennung zu teil werden ließen, ft diese Behauptung eine richtige, was, wenn einzelne Aus- chmen konzediert werden (ich erinnere an den Feldmarschall bitte) oft nicht ganz zurückzuweisen ist, so machen wir tute eine Ausnahme, die ebenso uns ehrt, wie sie einen ktocis abgiebt für die Größe des Mannes, dem unsere utige Feier gilt. Wir wollen uns aber nicht verhehlen, iß die heutige Festfeier in ihrer Allgemeinheit ihre Weihe ft dadurch erhält, daß mit seinem Volke Deutschlands eifer dieselbe begeht.
Als vor nunmehr vier Jahren die Kunde zu uns gelugte, daß die Wege des Kaisers und des Fürsten Reichs- Utzlers sich trennen sollten, da erregte dieselbe in manchen Brioti'djen Herzen innere Bedenken; das Wohl des Vater- nbes erschien gefährdet. Es ist nicht meine Aufgabe, den müden dieser Trennung nachzugehen; denjenigen, dem hchologische Momente zur Erklärung nicht genügen, ver- äse ich auf einen Ausspruch eines berühmten geistreichen -chtsgelehrten: „Jede Zeit ist ein Rätsel, das nicht sie dst, sondern erst die Zukunft löst." Die Bedenken steigerten h, als es sich zeigte, daß die getrennten Wege nicht nur nicht lmllel liefen, sondern sogar eine stark divergierende Nich- «g annahmen. Die Befürchtung, daß der um Dentsch-
der Befehl erfolgt: Voll Dampf voraus; mit dieser Begeisterung wollen wir heute und immerbar rufen: Gott erhalte uns den Kaiser!
Und so fordere ich Sie auf, den ersten Toast des
Nein, himmelskräftig, donnergleich.
Und der Geist kam, der Deutschland ans seiner Zersplitterung aufrüttelte: freilich kein Geist au8 jenen höheren Gefilden, sondern ein Mann aus der Mitte der Lebenden wars; und er fang nicht den Fürsten und Völkern mit strafendem Klang, sondern zwang sie zu ihrem Glück, zn Einheit und Freiheit mit Waffengewalt.
Die nationale Begeisterung und das staatsmännische Talent des -Mannes, dessen Feier uns heute hier zusammengeführt hat, war es, das uns befreite aus der Misöre, die Deutschland zum Spott Europas, zum Spott seiner selbst machte.
Feier des Geburtstages Sr. Durchlaucht des Fürsten Bismarck.
* Marburg, 2. April 1894.
Zahlreiche Verehrer des Altreichskanzlers hatten sich am Sonnabend Abend im Saalbau zusammen- jksundeu, um den Geburtstag unseres Altreichs, dazlers durch einen Kommers zu feiern. Der festlich git Flaggen, Wappen und Gewächsen geschmückte Saal war gefüllt, und ein Kranz schöner Frauen «d Jungfrauen zierte die Gallerte. Auf der Bühne, auf der das Orchester hinter Grün versteckt war, jilbcte die Büste des Gefeierten, umgeben von den Men der drei Kaiser, die Krönung des festlichen Schmuckes. Gegen Zi/zUhr begrüßte Herr Professor Dr. @. Heß die Versammelten, übernahm das PräflZmn mb eröffnete den Kommers mit einem donnernden
Festrede
de Herrn P ostssors Dr. Lehman». Der Wort laut der letzteren war folgender:
Hochgeehrte Festversammlung!
Froheren Muthes als in den letzten Jahren begehn wir heute das Geburtsfest des ersten Kanzlers unsres wiedererstandenen deutschen Reiches, des Mannes, den wir als
Der Rätsel Lösung.
Roman von 3JL Widdern.
^Nachdruck verboten.^ (Fortsetzung.)
Frau Martha Sturlesius kniete vor einem Frühbeete dicht am Stacketenzaun des Schulhausgartens und zog prächtige rote Radieschen. Es mar zu Ende der Mai, aber der Tag bereits so sommerlich heiß, daß der alten Frau die Hellen Schweißtropfen auf der gefurchten Stirne perlten, während sie sich nach den Rübchen bückte. Und doch ließ sie sich die Anstrengung nicht verdrießen. Galt es doch, ihrem Liebling, Amtsrats Trudchen, eine Aufmerksamkeit zu erweisen. Das junge Mädchen liebte Radieschen ganz besonders und da es kein Frühbeet besaß — um schon in dieser Jahreszeit solche ziehen zu können, wollte Frau Sturlesius ein Körbchen voll der größten, die das ihre gezeitigt — nach dem Hülfmann'schen Hause hinübertragen. Dazu gedachte sie auch noch gleich etwas Kopfsalat mitzunehmen Der war jetzt ebenfalls noch eine Rarität und Trudchen konnte mit demselben dem heutigen Mittagessen ein gewisses festliches Ansehen geben. Was ihm eigentlich auch not that, da der geliebte Bruder morgen« nach kurzer telegraphischer Benachrichtigung in Wodrowo angelangt war, um, wie angemeldet, für einige Tage bei dm Seinen Aufmthalt zu nehmen.
Wenn da« junge Mädchen nun auch, genau wie der Amtsrat, fürchtete, daß diesem überraschmden Besuche irgend welche Zerwürfnisse in der von An- äng an unglücklichen Ehe Alfon« zu Grunde läge o konnte sie doch nicht ander«, al« jubelnd da« Eintreffen de« Bruder« zu begrüßen. Nicht blos, aß sie den Teueren seit seiner Hochzeit mit keinem -Nick gesehen und sich de« endlichen Wieder- beisammensein« freute, so erwartete sie auch von
Salamander. Der Abend verliff bei ßtimmung unter Becher- vnd Liederklang hrd) drei vorzügliche Festreden gewürzt.
Toast auf den Kaiser
1 den bedeutendsten der Mitbegründer desselben verehren. Das , ist der Gedanke, der durchklang durch die Rede auf unfern : jugendfrischen Kaiser, die wir eben gehört, das ist die Ern- : pfindung, die heute in Hunderten und tausenden Herzen in : Deutschland wiederklingt.
1 Froher um deswillen, weil der Bann gebrochen ist, den : die Entfremdung zwischen dem Altreichskanzler und unfenn t Kaiser auf jedes patriotische Herz legte.
; um deswillen, tv«l biv■ wiiim io»» aes Anyanger oes „ipezrstschen Preußentums",
; bitterten Kampfe, welche in den letzten Jahren zwischen den- des „verketzerten Stockpreußentums". Die Erhaltung der ; jentgen Parieren entbrannt waren, die dem Kanzler in den Macht der Krone schien ihm das höchste Ziel — und der Seiten ferner großartigen Wirksamkeit am nächsten standen, auf ein Kaisertum gerichteten Bewegung stand er feindlich z» einem Ruhepnnkt gelangt sind, von dem aus näherer gegenüber, weil sie demokratischen Ursprungs war Anschluß unter ihnen wieder möglich erscheint. „Darum ist unsere Losung nicht: Bundesstaat um
Furwabr wir bedürfen der Verständigung unter den ge- jeden Preis, sondern Unversehrtheit der Krone um jeden rnauigt unb national Gesinnten, und wenn etwas, so ist es Preis", schrieb er in Stahl's Album als Losung der kon- das Bild des Kanzlers, dessen 79. Geburtstag wir heute I servativen Partei b
vereint feiern, das geeignet ist uns anzuspornen, die Ver- Aber in diesem preußischen Junker steckte ein echter ftanbigung zu erstreben ! deutscher Patriot. Auch er wollte die Einheit Deutschlands
...Hutdoch er es verstanden, das höchste Zrel aller patr,v- — nur nicht durch die Revolution, sondern durch die Rettichen Manner zu verwirklichen, haben sich doch unter seiner I gierungen.
Führung Männer und Parteien zu begeisterter Gemeinschaft I Wie er auf der Universität schon um die Wieder- zusammengefunden, die bis dahin im schroffsten Wiederstreit I errichtung des deutschen Kaiserttims gewettet hatte so tritt gegeneinander standen I im Laufe seiner Entwickelung stets mehr und mehr das
Aber welch gewaltiger Wechfel der Zeiten auch wahrend i Deut,chtum in den Vordergrund gegenüber dem spezifischen des Lebens dieses Mannes und nicht zum wenigsten durch Preußentum. „Wenn ich einem Teufel verschrieben bin so das Wirken diese? Mannes ! list es ein teutonischer", schreibt er 1860 als Gesandter in
^nder Zett seiner Jugend die traunge Vernichtung all »Petersburg. Aber „das Wort ,deutsch' für ureuftifcb* der Hoffnungen und Illusionen, welche die Zeit der Frei-»möchte ich erst dann auf unsere Fahne geschrieben sehen hett-kiiege gereift. Was war geworden aus den Idealen, I wenn wir enger und zweckmäßiger mit unseren übriaen um welche das Volk gekämpft? Wo war das heiß ersehnte Landsleuten verbunden sind, als bishe?" 0
Kaisertum, wo das machtvolle Deutschland, das zu schaffen« Und die Zeit der deutschen Politik kam Ihre erste die begeisterte Jugend ihr Herzblut im Kampfe gegen den«That war die Befreiung Schleswig-Holsteins von dänischer korsischen Unterdrücker verspritzt? Deutschland bedeutete Herrschaft. Es war die erste erfolgreiche nationale That damals schlechthin nichts, als einen geographischen Begriff, seit einem halben Jahrhundert, eine That die um deshalb Der deutsche Bund hatte Macht und Ansehen weder im I nicht kleiner war, weil nur das kleine Dänemark mit den Lande selbst noch im Ausland. Welche schärfere Verur-1 Waffen besiegt wurde. Es galt Schleswig-Holstein zu be- teilung des unseligen alten deutschen Bundes kann es geben, freien gegen den Willen der Großmächte, vor allem aeaen als wenn der politische Ausschuß dieses Bundes selbst in den Willen Englands: die That war mehr noch eine Tbat einem Bericht vom März 1848 bekannte: „Die Beleuchtung «der Diplomatie, als der Kriegführung — der Befreier der inneren Lage des deutschen Bundes muß der Ausschuß I Schleswig Holsteins war im eigentlichsten Sinne der Leiter mit dem betrübenden Bekenntnisse beginnen, daß der deusche I der preußischen Politik
Bund und sein Organ, die Bundesversammlung, längst Und mit dem Erfolg kommt endlich auch wieder die schon das allgemeine Vertrauen m ihre gedeihliche Wirk-1 Achtung des Auslandes. Welch Hochgefühl für ieben !amkett verloren haben.--Schon die Grundverfassung! Deutschen, zu hören, wie 1864 dem über die Zerstückelung
des Bundes war etne mangelhafte und ungenügende." Dänemarks sich beklagenden Kabinet von St Jame« das
Vieltansendfaches Echo fand jenes Klagelied Uhlands I bis dahin die gefürchtetste Macht Europas war Bismarck zum 18. Ottober 1816:I mit einer vollen Schale wohlverdienten Hohns' erwidert:
Abends dem Kaiser zu bringen. Seine Majestät der Kaiser und König Wilhelm II. lebe hoch!
Na« Abstngung eines de» Altreichskanzler ftiein den Liedes mit dem Refrain: „Wir fürchten Gott md sonst nichts auf der Will!" laufette die Versammlung mit gespanntester Aufmerksamkeit der vortrefflichen
Groß geworden in den Anschauungen des attpreußischen Adels, trat er der Bewegung jener Jahre durchaus feindlich gegenüber; er war einer der wenigen, die im Erfurter Parlament 1850 gegen die von den verbündeten Königen vorgelegte Unionsverfassung stimmten. Offen bekannte er die er-1 sich 1849 als Anhänger des „spezifischen Preußentums", ItotlCDtn DCrt' I ..h«>rfv__
dem jungen vernünftig denkenden Mann manchen! stalitzin plötzlich feinen Schimmel zum Stehen,
guun Rat. ! Dorett folgte diesem Beispiel. Eine kurze Sekinde
„Hoffentlich beeinflußt er auch dm Alten.' mur i chruttn sich die beiden Minner dann selbst f ind, melte Frau Martha vor sich hin, während sie fast«selig in die düster blickenden Augen Run aber zärtlich ein Radieschen zu den andern legte. „Das hörte Muller Sturlesius einen bösen Fluch über die
arme Ding ist ja so in Sorge um die Zukunft, Lippen des Gutsherrn kommen:
seit ihre Absicht, al« Modistin ein Stück Geld zu „Spannen Sie das Seil auch nicht zu straff verdienen, so schmählich an dem Hochmute der Herrn Dorett." knirschte Stalitzin darauf. „Jedes Dina Hülsmann gescheitert. „Gutes, liebes Mädchen," I muß seine Grenzen haben — denken Sie daran ' setzte die alte Frau flüsternd hinzu, „es möchte so William Dorett zuckte die Achseln Sein häß. gern arbeiten, um den Wohlstand de« Hauses zu I siches, gemeines Gesicht nahm dabei einen so widermehren, aber der Alte leidet s nicht — partout Nicht. I wärtigen Ausdruck an, daß Dietrich von Stalitzin
Martha Sturlesius batte sich bei dm letzten I wie im Ekel den Kopf von ihm wandte. Aber der Worten aus ihrer gebückten Stellung erhoben, um Generaldirektor achtete dieser beleidigenden Beweauna nach dem hinteren Teil des Gartens zu gehen, wo «nicht. Im Gegenteil, er lächelte und den Oberder Salat mehrere Frühbeete umrahmte. Aber noch«körper vorbeugend, sagte er: „Ich bin überzeugt that sie nickt einen Schritt nach der betreffenden! Herr Baron, Sie haben da noch nicht Ihr letzte« Richtung, als das alte gute Gesicht den Ausdruck I Wort gesprochen und wir werden auch über diesen der Spannung annahm und seine Augen, von außen I Punkt' einig werden.' *
unbemerkt, durch den hohen Stacketenzaun auf die Das Gesicht de« Gutsherrn verteilte sich (fr tialt ,am ,.r. w.m :,„• „, ,I. , , ,, ” Moment war es
i.alt Baron Dretnch von Ltalitzms an der CeiteL^t, als hätte der Hüne die Absicht, den kleinen des kleinen häßlichen Generaldirektor«, von jenem koboldartigen Menschen an seiner Se te mit einem ftaiy Staut ben SBltta Spreu mit. ^“«,7 jSn a“
Sf* " emrt «tarnSage«, s-lbft »dem ,, M „uj| f4on „ie6et »ihrendd°ch die mmen" Gutsherrn unerwartet auf Wodrowo anlangte, unb|lofe®ut da« kükme ftnli# ßunle mxvx
Generaldirektors übernahm, trotzdem er sich mit der I Ton • Dorett Sie müsi-n mir deutschen Landwirtschaft anfänglich in keiner Weise unendlich viel für gethan § Und fest" vertraut zeigte. — ! Stunde—' ” v 0 1811 oer
Die beiden Herren schienen, «ährend sie so dicht „Still, Baron, still Sie befinden fich hier auf nebeneinander ihre« Weges dahineilten, in einem offener Dorfflraße!' unterbrach der Generawirektor lebhaften Gespräch begriffen zu sein. Aber die jedoch die Worte de« Edelmann« Und eine beson- finster gefaltete Stirn de« Gutsherrn deutete auf dere Handbewegung machend, welche ihm eigen setzte ein wenig angenehmes Unterhaltungsthema. Fast er noch hinzu: „Ich meine, teuerster 6m Sie unmittelbar vor dem Schulhause zwang Dietrich von «dürfen mir Ihre Gutthalen nicht vorwerfm! 'Gut-
Dem Fiirttrv Lismmck Von Ernst Scherenberg.
Ein leuchtend Biatt aus Deinen Jugendtagen: — tf Brückenbogen stehst Du hoch am See, i bang an's Ohr hörst Hilferuf Du schlagen, d in die Flut hinab wirfst Du Dich jäh, ilbft(o« dem Tod ein Leben zu entreißen. — 6 schlichte« Erzstück reichster Lohn Dir war, |b wieviel Sterne auf der Brust Dir gleißen, r schönste blieb: „Für Rettung aus Gefahr!' selch' Gleichnis Deines fpätern Heldenwerbens in Volk, erlahmt im Strudel inn'rer Rot, ch hilflos chon die Stunde nahen Sterben«; bissen hat's Dein Wagemut dem Tod! — l der die Sturmflut um uns her beschworen, i Schöpferthat uns neu das Reich gebar, h schmückt — ob alle Ehren Du verloren — k höchste Schmuck: „Für Rettung aus Gefahr!" ttüb lag's wie Herbstnacht überm deutschen Forste; Alle nd seines Königsadlers Sitz, «Dit und West schlich sich der Feind zum Horste — ! flammt befreiend Deines Schwerte» Blitz; Fetzen sanken rings die Netze nieder, 1 sonnenwärts schwang sich der Kaiseraar, 1 Ciegerflug mit mächtigem Gefieder
Ürauschend Dir: „Für Rettung aus Gefahr!' ief in des deutschen Eichenstammes Rinde ‘ kst Tu, Gewalt'ger, Deinen Namen ein. > niemals diese Runenschrift verschwinde, d Volk will heul' und ewig Hüter sein! Flammenzügen wird fie Dich verkünden 1 fernsten Tagen, wachsend immerdar, deutscher Erde DaukeSfeuer zünden terblich Dir: „Für Rettung an» Gefahr!'