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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

**-*Ä'tfSffta Mnstrirtes Sonntagsblatt. Verantwottlicher^dakttur ®

der 3nflnen»a.

Das nervöse Jahrhundert

nennt mtx unsere Zeit, die im Banne bei die Nerven erregende« Bohnenkaffees steht. Dich bricht fich immer mehr die richtige Erkenntnis Bahn, daß der Zusntz von «athreiner'S Kneipp Malzkaffee das beste Mittel ist, die schädlichen Eigenschaften bei Bohnenkaffees abzuschwächen.

hochstehender Mann steht eS als ganz selbstverständ' lich an, daß sein Kind, der Träger seines Namen, dieselbe Wiffensstnfe einst erklimme, die er selbst er­rungen. So find die Wünsche und find die Hoff­nungen, durch welche das Lebe« »ft einen dicken Strich macht, oft ein Uebermaß aber in der Erfüllung bietet. Wir habe» allerdings genug Fälle, daß die Söhne von bedeutende» und von aller Welt mit Achtung genannten Männern wiederum ihren Zeit­genosse» Achtung abnötigteu, wir haben aber auch zahlreiche Fälle, in welchen das Gegenteil eintrat, und auf der anderen Seite gerade wieder Mensche» mit einfacher, selbst karger Schulbildung fich unendlich weit durch die «rast ihres Willes emporrangen. Es ist eine stets und ständig erprobte Wahrheit, daß Wissen zwar Macht ist, daß aber aus der Theorie erst Praxis wird, wenn die A»wendu»g des vor­handenen Wiffeel dadurch in rechter Weise erfolgt, daß auf der ursprünglichen Basis weiter forigebaut wird. Ebenso gewiß ist aber, daß alle! Wiffeu des prak tischen Lebens ohne vorangegauge»e entsprechende gründliche Schulbildung nicht erfaßt werde» kann Gründliches Wiffev, selbst in bescheidenen Fächern, hält die Gedanke» bei einander und veranlaßt, nach Weiterem zu streben. Selbst dal bescheidenste ernste Wissen regt zm »eiteren geistigen Beschäftigung an.

Welche Schule soll nun unsere Jugend besuchen? Gerade herausgesagt nicht die, zu welcher äußere Verhältnisse, selbstsüchtige Wünsche und sonstige Neben umstände Veranlassung gebe» könnten, fenbei» die, welche für de» «naben paßt. Die Fähigkeiten der

anberweitig besetzt weiden. Bewerbungen find unter Bei ugung der Zeugnifie schleunigst an den Kittsschulinspektor Pfarrer Geck in Meinerzhagen zu richten.

Landwirtschaftliches.

Zur Hebung der Obstzucht.

Jetzt ist el »och Zeit, daß der Landwirt und Gartenbesitzer seinen Obstbäume» gehörige Pflege angedeihen lassen kann, und ist dabei ganz besonders zu beachten, daß das Wasser und die Kalkdüngung für de» Obstbaum die größte Rolle spielen. Der Obstbaum gebraucht zu sei»em Gedeihen größere Wassermengen, welche im Bode» bis zu den Wurzeln gelangen müsse». Ist aber der Bode» hart, so kau» dal Wasser nicht eindringen, weshalb eine sorgfältige vodenlockerung sehr notwendig ist. Die Steinobstbänme brauche» auch Kalk, und zwar in sehr großen Menge« ,«r Bildung des Steines; sei» Fehlen macht eine genügende Steinbildung unmöglich, und darum fallen gerade i» der Zeit der Steinbiidung massen­hafte Früchte von Zwetschge» und Pflaume», Kirschen, Pfirsichen und Aprikosen ab. Welchen Einfluß die Kalkdüngung bei Steinobst überhaupt ausübt, zeigt folgendes: Ein Gärtner düngte im Jahre 1889 seine Zwetschgenreihe so stark mit Absallkalk, daß der Kalk ca. 1 Zentimeter h»ch den B»den bedeckte, um »ach 8 Tage» uutergepflügt zu »erden. 3m Jahre 1891 schon ergaben die Bäume 25 Prozent höhere Erträge, die Früchte waren um die Hälfte größer als s»nst, sehr gut gefärbt und bednstet, mit gold- gelbem Fleisch »nd vo» vorzüglichem Geschmack. 3» de» weiteren Jahre» zeigten fich dieselbe« Er> schein»»ge».

Neuwied, 28. März. Einer Mitteilung an! Neuwied zufolge sind i» de« General Anwaltschafti. verband für ländliche Genoffenschaften für Deutschland zu Neuwied im Monat Januar 25 Darlehuskassen- vereine ausgenommen worbe«. Zum Verbände gehöre» jetzt über 1250 eingetragene Genoffenschaften.

«oemmel.

GinneueSRittel gegen Kopfschmerz, ««b zwar gegen die schwersten Forme», wird unter der Bezeichnung .Migränin' in einer Abhandlung der .Deutschen medizinischen Wochenschrift" jüngst bekannt gegeben. Dal Migräni» ist chemisch all -zitronensaures AntipyrincoffSin" zu bezeichne». ES ist »ach de» Angabe» deS MediziualrateS Dr. Overlach ix (Biei) ei» Spezifikum gegen die Migräne, da» auch ix dex schwersten Fällen ihn niemals im Stiche gelaffe«. Dal Migränin besitzt die Kopfschmerz stillende Wirkung des Antiphri» in hoch gesteigertem Grade, xnb dabei ist eS frei vo» jeder unerwünschte» Nebenwirknug. Wie bei der Migräne, so bewährt da» Migränin feine schmerzstillende Wirksamkeit auch bei« «opfschmerz der Alkoholvergiftung, also im sogenannte» Katzenjammer, der Nikotinvergiftung, der Morphiumvergiftung, und beim sogenannte» .nervösen «opfschmerz". AIS Fiebermittel hat das Migränin »or allen «»deren voraus, daß es zugleich belebend «nd erfrischend aufs Herz wirkt. Daher ist das

Markt- ms> NßrfiwIerichtt

Berlin, 30.'j. Weizen mit Ausschluß von Rauhweizen per 1000 Stil» loko 136146 nach Qualität, Lieferungs-Qualität 140 ML, gelber märkischer 140 bez., per Mai 142,26-140,6 bez., per Juni 142,26 -141,6 bez., per Juli 143,25142,6 bez., per September 146,26 bi» 144,75 bez.

Roggen per 1000 Kilogramm loko 110122 n. Qnal., LieferungSqualität 117 Mk , per April 121120 bez., per Mai 123,5-122,26-122,6 btj., per Juni 124,6-128,6 bez., per Juli 125,6124,5b«z., per September 12» bi» 127- 127,26 bez.

Gerste per 1000 Kilogr., groß» und kleine 144180 nach Qual., Futtergerste 106143.

Hafer per 1000 Kilogr. loko 13017» u. Qualität, Lieferurgsqualttät 140 M., pommscrcher, mittel bi» guter 136-167, feiner 168-172, preußischer mittel bi» guter 137158, feiner 159172, sch efischer mittel bi» guter 140164, per April 134 -133 be,., per Mai 132,5 bi» 129,75-130 bez., per Juni-Juli 181,26129 bez.

Mai» per 1000 Kilogr. loko 108-116 nach Qnal., per Mai 108,6 bez., per September 104,26 bez.

Erbsen per 100» Kilogr. Kochwarr 160-190 «ach Onal., Futterware 136-150 n. Qual., Viktoria-Erbse« 213 - 223.

Roggenmehl Nr. 0 u. 1 per 100 Kilogr. brutto ein­schließlich Sack per April 16,46 bifr, per Mai 16,« bi» 16,66 bez.

Weizenmehl loko per 100 Kilogr. brutto einschließlich Sack Nr. 00 19,6017,60, Nr. 0 17,26-16,60. Feine Marken über Noti, bezahlt. Roggenmehl loko Nr. 0 ». 1 16,60 bi» 14,76, bo. feine Marken Nr 0 u. 1 16,60 -16,60. Nr. 0 1,50 Mk. höher al» Nr. 0 tt. L

Den Streber«.

O prahlt mir nicht mit schnellen Siege», Die nur deS Zufalls tolles Spiel!

Wollt unentwegt im Kampfe liegen Um fernes, aber schönes Ziel!

Wenn auch Gemeines oft gefunden Der Menge Gunst mit einem Schlag, Hat Edles selten überstanden Die Welt an einem einzgeu Tag.

Wohl mag Euch Gold und Ehre werden, Wenn Hoffnung auf den Loh» Euch treibt, Doch ist das Höchste auf der Erde», Weu» Achtung furer selbst Euch bleibt. Was frommts Euch, alles zu erwerben, Wenn Seelenstolz »nd Friede fort! Drum lieber sterben und verderbe«, AIS auch nur ein geheuchelt Wort!

Harry Ginkinr.

MaLmrzm.

Die mit einem jährlichen Gehalt '"on 600 Mk. ver­bundene KreiStierarzlstelle des Kreises Schlüchtern mtt dem Wohrsitz in Schlüchtern ist vom 1. April b. I. anderweit zu besetzen. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche innerhalb 4 Wochen unter Beifügung de: App obation und eines kurzen Lebenslaufe» dem Regterungr-Präsidenten zu

Unsere Jugend und unsere Schulen.

W. C. Marburg, 20. März.

6« flieht eigentlich für ei« vorwärts strebendes nxb arbeitsames Volk kein wichtigeres Thema als das, welcher Schule die Erziehung der Jugend anvertraut werden soll. Diese Frage enthält tu sich Alles; denn e» kommt heute doch wahrlich nicht darauf an, daß ein Jeder Alles und Jedes lernt, sondern da­rauf, daß er das, was er lernt, nun auch gründlich erlernt. Denn, uxb diese Feststellung ist kein Vor- wmf für unsere deusche Schule, sondern nm für unsere Zeit, die Zahl der Bielwiffer ist heut über- reichlich, die Zahl derer, die wirklich Bescheid wffse», ist viel weniger erheblich. Wir finden diese Erscheinung überall, nicht nur da, wo wir von Schulbildung allein reden können, sondern auch da, wo das praktische Leben hervorragend in Betracht kommt. Und gerade im praktischen Leben zeigt eS fich am häufigsten.

WaS heißt Schulbildung? darunter kann man mancherlei verstehen. Bei dem Einen besagt es viel, bei dem Andere« we«ig, je nachdem die Auffaffung vo« Leben und von den Erforderniffen des Lebens ist. Der Eine, der sich recht und schlecht durch das Leben mit geringen Kenntnissen geschlagen hat, ver­meint, sein Sohn brauche auch nicht mehr zu wiffen, wie er selbst; ein Anderer, der fich trotz geringer Kenntniffe emporgearbeitet hat, möchte seinen Sohn nun Alles und Jedes erlernen lassen, damit bet dem «inbe nicht die Wissenslücken hervortteten, die dem »ater »st »erlegenhesten bereiteten, xnb ein geistig

Marburg,

Sonntag, 1. April 1894

Lasse! eiureichen.

Lurch Versetzung eine» Lehrer» an der hiesigen kathol. dompfarrlichen Knabenschule in den Ruhestand ist desien Stelle vom 1. Juli d. I. an neu zu besetzen. Bewerber um diese in Erledigung kommende Schulstelle werden hier­mit aufgefordert, sich unter Vorlage ihrer Zeugnifie spatesten» bi» zxm 1. Mai d. I. bei dem Königlichen Schulvorstande, Herrn Landrat Fliedoer in Fulda, zu melden. Das Gehalt beträgt jährlich für diejenigen Lehrer, welche die zweite Prüfung bcftdnbcn haben, 1200 und steigt von fünf zu fünf Jahren bis zum Maximalgehalt von 2700 Mk.,

vielen Proben photographischer Aufnahmen in gelungenen xpotozinkographischen Reproduktionen.Der Stein der Weisen" (A. Hartleben's Verlag, Wien), ist in jeder Buch­handlung erhältlich (jährlich 24 Hefte, Preis des Hefte» mit 35 bis 40 Abbildungen 30 fr. = 60 Pf.).

Unntv erfal - Lexikon der Kochkunst. Leipzig, Verlag von I. I. Weber. Erste Lieferung. Der Mensch ist ein kochende» Tier, hot ein Philosoph gesagt, und unterscheidet fich darin von den unter ihm stehend,n Gattungen, welche sich mit ungekochter Nahrung zufrieden geben. Leider kommt in unserem dyspeptischen Zeitalter die Kunst etwa» in Verfall. Man achtet bloß auf Verdaulichkeit und über- icht dabei, daß auch die Schmackhaftigkeit tu Betracht ge­zogen werden muß, wenn da» Essen ein wahrer Genuß sein oll und wir für die Kosten de» Material» und die Mühe der Zubereitung den vollen Wert zu erlangen wünschen. Das vorliegende Werk ist dazu angethan, die Kochkunst zu ordern, daß e» eine glückliche Harmonie zwischen Magen und Zunge zu erzeugen lehrt.

Amtliche Nachricht«».

Ernannt: der charakterisierte Schutzmanns-Wacht­meister Maare» und die Schutzleute Wendtlandt und Stock u Schutzmann» Wachtmeistern bei der Königlichen Polizei- Direktion in Cafirl, der Schutzmann Brcttenbach bei der in Hanau, der Stellenanwäiter Fuchs zum Gerichtrdiener bei dem Amtsgericht in Schwarzenfels, der Bürgermeister Leine­weber in Pilgerzell zum Standesbeamten für den Standes- amtsbrzirk Engelhelm».

»e ft ä t i g t: die Wahl deS Rechtsanwalt» Dr. Antoni in Schweinfurt zum Oberbürgermeister der Stadt Fulda auf die Dauer »on acht Jahren.

Pensioniert: der Schutzmann Spieß bei der Königlichen Pol zei-Direktion in Castell

Entlassen: der Gerichtsvollzieher von AdlerSfeld in Biber aus dem Bezirk deS Oberlandesgerichts in Cassel behufs UebertrittS in den zu Breslau, der GerichtSdiener Herber in Burghaun aufgrund rechtskräftigen DiSziPlinar- urtetls.

Migränin auch in denjenifleu Fällex 7m Platze, welches diefer Prüfung noch nicht unter-

»egex vorhandener Schwäche die übrigen Fiebelmittel i ^ie einklassige Lehrerstelle an der Volksschule in Heed nicht unbedenklich erscheine», so in erster Linie bei im Kreise Altena, mit einem Jahresgrhalte von 1250 12t b« 3nfiue»»fl. nebst freier Wohnung und Gatten foll zum 1. Mar er.

Litterartsches.

Die Osternummer de» Frauenblatte»Häuslicher Ratgeber" zeigt in dem ArtikelErbfeinde des Augen­lichtes", wie schädlich die durch Uebergardinen und Store» künstlich verdunkelten Zimmer auf die Sehkraft einwirkev. Ein zweiter AufsatzWa» wir in den Laschen unserer Kinder finden" belehrt die Mütter, von wie großem pädagogischem Wette die Funde in den Taschen unserer Kleinen sind. Für die Unterhaltung wird reichlich durch den RomanEin DamaScenerdolch", die Kttminalnovelle Die verstümmelte Hand" und den kulturhistorischen Aufsatz Die Wiege bei den verschiedenen Völkern der Erde" gesorgt Ebenso dürfte die Fülle von Bemerkur gen au» allen Gebieten der Haushaltung für die Hausfrauen eine willkommene Fundgrube bilden. DerHäusliche Ratgeber" hat in dem letzten Quartal wiederum solche Fortschritte in der Güte des Gebotenen gemacht, daß wft ein Abonnemert dieses Frauenblattes allen Hausfrauen und solchen, die e» werden wollen, b-ftenS empf.hlen können. Probenummern versendet der Verleger des Blatte», Herr Robert Schneeweiß in Breslau, auf Verlangen jederzeit gratis und franko.

Neueste Erfindungen »nd Erfahrungen" ans den Gebieten der praktischen Technik, der Elektrotechnik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und ^auSwitt- schaft 2C. (91. Ha.tleben'S Bei lag in Wien). Pränumeiations. p eis ganzjährig für 13 Hefte franko 4 fll 60 fr. 7 M. 60 Pf. Einzelne Hefte für 37 Kr. = 60 Pf. in Briefmarken. Diese gewerblich-technische Zeitschrift, welche bereit» im einundzwanzig st en Jahrgange erscheint verfolgt nur rein praktische Zwecke, Die Mitarbeiter find nur Männer d:r Praxi», welche am besten die wirklicheu Bedürfnisse der Techniker und Industriellen zu ermesten verstehen. Die Zeitfchrift, reich an Crigb.alb.itiägtn und konstruktiven Abbildungen, bietet einen vollständigen Ueberblick über alle Fortschritte im gewerblichen Leben.

Der Stein der Weisen " Inhalt de» 7, HesteS: Die Blocksignale der Eisenbahnen (mit 13 Abbildungen) Eine neue Segeltheorie von C Buttenstedt (mit 8 Abbildungen) Der Pflug; Die Kaninchen in Australien; Asttonomtsche Karten mit 2 großen Tafeln; Automatische Postab- und Aufnahme fahrender Eisenbahnzüge (mit Bild); Das meteorologische Observatorium auf dem Pikes Peak im Felsengebirge («tt Bild); DerTeufel" (mit Bild); Nme» Verfahren zur Herstellung gemalter Glasscheiben für Fenster und eine Abhandlung über Landschafts-Photographie mit Kinder sind verschiede», und man soll nicht i» einen Knaben etwas hineinpressen »eilen, was nicht in ihn hineingeht.

Die Eltern find für Schwächen eines Kindes nicht selten blind, sie folgern ost ans drolligen Antworten bei ersten Lebensjahre eine ganz besondere Veranlagung und Geistesschärfe. Thatsächlich bedeutet diese söge- nannte Aufgewecktheit der Kleinen für den ernsten Unterricht und das ernste Lerne» in den meisten Fällen gar nichts, und sogar ans den sogenannten Wunderkindern ist selten etwas GescheibteS geworben. Vielmehr haben gerade diejenigen Kinder, welche durch Lobworte uxb Schmeicheleien ht de» erste» Lebens­jahren verwöhnt find, be» geringste» Trieb zum eifrige» Lernen, ohne welches es bvch »un einmal in der Schule nnb im Leben nicht geht, unb so bitter diese Behauptung für manche Eltern klingen mag, sie ist nnb bleibt trotzalledem eherne Wahrhett.

Man soll doch auch endlich einmal von dem Ge­danken abkomme«, daß um de, liebe» Scheines willen, den Kinder» »un unbedingt der Besuch einer hohen Schule zngemutet werden muffe. Für die Volksschule ist Niemand zu sehr befähigt, höchstens Mancher zu wenig. Die Lehrer find bessere Freunde der Kinder in der Regel als die eigenen Eltern, wenn sie offenherzig sagen, ob die gewählte Schnle für da? Kind paßt oder nicht. Einen falschen Schritt zurückznthn», soll man fich nie scheuen, um so weniger hier, wo anS einem falschen Bildungs- gang ein verlvreneS Menschenleben heranSwachsen kann. Gründlicher Semen, da» ist xnb bleibt dir

Frankfurter Schuhlager Jacob Wolf, Wett«' gaffe 25. Größtes nnb billigstes Schuhlager M«, bürg'». Reelle und aufmerksame Ledieunx«.

Hauptsache, und wer einen umfoffenben LehrkursuS nicht von vornherein bezwingen kann, der soll fich eben mit weniger begnüge». Dan» wird er in seinem Fach doch immer ein ganzer Mann werden, während er anderenfalls nur ein Halbwisser bleibt. Mög-u auch alle Eltern in unserer sozial so stürmisch be» Hegten Zeit daran denken, daß eS cn tüchtigen, voll­wertigen Männern des praktischen Leben» weit mehr not thut, als an unpraktische» Halbgebildeten.

Zweites Blatt.

Kunst und Wissenschaft.

e, Darmstadt, 31. März. Der Landesgeologe Dr. Eh elius zu Darmstadt hat auf eine Ende Februar an ihn ergangene Anfrage abgelehnt, einem Ruf als ordentlicher Professor der Mineralogie und Geologie au die Technische Hochschule zu Hannover pr folgen. Hierdurch bleibt derselbe seiner Thätig- keit bei der hiesigen geologischen Landesanstalt und der Technischen Hochschule Darmstadt erhalten.

Gieße«, 28. März. Von der Universität. Seine «önigliche Hoheit der Großherzog habe« Aller- gnädigst geruht, am 19. März den außerordentlichen Professor Dr. Karl ElbS zu Freiburg in Baden mk ordentliche« Professor in der philosophische« Fakultät der LandeS-Univerfität, insbesondere für da» Fach der physikalische« Chemie, n»d znm Direktor der chemisch-phyfikalische« Abteilnxg de» chemischex Laboratoriums mit Wirkung vom 1. April d 3. z« ernexxex und ix dersgedachten Eigenschaft zuberufen.

Leipzig, 29. März. Der zweite Deutsche Historikertag wurde heute eröffnet, «rchivrat Ermisch (Dresden) überreichte eine int Auftrage deS sächsischen 8t«at»ministeri»mS verfaßte Festschrift. Z» Vorsitzenden wurden die Professoren Lamprecht «nd Arndt gewählt. Erster BeratnngSgegenstand ist die Stellung der Alte« Geschichte im gelehrten Unter- richt; Referenten: die Professoren Jäger, Hannak und

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux vonHaasenstein u.Vogler ta jTIY- Cfcnfcr* Frankfurt a. M., Cafiel, Magdeburg und Wien; Rudolf AÄ1A.

Rosse in Frankfutt «. M., Berlin, München tu Köln; S. L.

Daube n, Co. inFrankfutt «.SR., Berlin, Hannover, Patt»._________________________

HF 75 föton 2 ML, btt allen Postämtern 2 ML «i PfE (exkl.

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