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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Verantwortlicher Redakteur: Harry Finking in Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 21.

rr«k«d »erlag:

daViovO^tbttion^^mMß^n'<krei a bw Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

M 67.

Ä^4i"nt täglich au Werktagen nach Set*» «S Menagen. Quartal-NbrLÄ^eutr-PrM Sri der Sxpe» Man 2 Mk., bei allen Ä--tzä«:<rn 3 «k. M Pfg. (exkl. JOÄlgelb). Juieretionsgebühr für die getpÄtesr Zeile »der deren Raam 10 Pf«., Reklamen f5r btt ZM 2$ Sfg.

Lnzetgeu nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-s" - . - . -

Marburg,

Mittwoch, 21. März 1894.

von Haasenstein ll. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt«. Mr, Berlin, München ru Kölu; G. L. Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.

XXIX. Jahrg.

Erstes Blatt.

Das deutsch-französische Abkommen über das Hinterland von Kamerun.

C. Marburg, 20. März 1194.

Kauz im Anfang der deutschen Kolonialpolitik, wter dem 24. Dezember 1885, wurde zwischen reutlchlaud und Frankreich ein Uebereinkommcn ge- jöffcp, nach dem als Greuzscheide für das deutsche hirterland vcn Kamerun der 15. Läugengrad östlich we Greenwich gelten sollte. Im vorigen Jahre eisigte sich Deutschland mit England über die Gebiete «tm Benne bis zum Tschadsee im nördlichen Teile der Hinterlandes von Kamerun. Durch diesen Ver- trag mit England erhielten wir freie Hand für die gebiete am Schari, dem südlichen Zufluß des rschadsees. Frankreich erhob jedoch Einspruch unter Serufung auf die Thätigteit, die es in den letzten Jahre« in den Ländereien am 15. Längengrad ent­fallet habe. I» der That find von Frankreich ganz «gleich mehr Mitte! und Anstrengungen als von deutscher Seite aufgewendet worden, um jene Gegenden p erforschen und dort Verträge abzufchließen. Zu Folge dessen waren auch die französische» Expeditionen diel erfolgreicher, und es stellte fich u. A. heraus, daß die Orte Gasa und Kunde, die bisher auf den jtatcn als westlich vom 15. Längengrad gelegen rerzeichnet waren, in Wirklichkeit jenseits der ftüher wreiubarteu Linie in neutralem Gebiete belegen sind, dir mithin auch den Anspruch darauf nicht aufrecht «halten konnten.

tzs ist nun ein neues Abkommen mit Frankreich p Stande gekommen, das demnächst veröffentlicht «erden wird. 3m Wesentliche« dürfte es Deutsch- tab den Zutritt zu dem schiffbaren Sanga mit faudstriche» östlich vom 15. Grad verschaffen, auf die also Deutschland bisher keinerlei Anrecht hatte, «ährend andererseits die Franzosen durch ein in die deutsche Sphäre eiugeschobeues Dreieck Zutritt zu im Mayo Kebbi, einem Nebenflüsse des Benne, er- allen. Am Schari soll die Grenze vom Schnitt «ukt des Fluffes mit dem 17. Längengrade bis in die Mündung in den Tschadsee laufen, so daß also ti finke Ufer des Unterlaufes des Schari deutsch, ei rechte französisch wäre.

Die große Mehrheit einer aus 17 Kolovial- freunden bestehenden Versammlung, die Ende vorigen Jahres um ihre Meinung befragt worden war, hatte fich für eine solche Grundlage des Vertrages ausge­sprochen. Von anderer Seite jedoch ist das Ab­kommen angefochten worden. Aber man sollte im Voraus niemals vergesse», daß solche Abgrenzungen in einem zum Teil garnicht, zum ander« Teil sehr wenig erforschten Gebiete auf lange Jahre yinaus nur theoretische Bedeutung haben. Wie schmal ist heute noch der Küstenstreifen von Kamerun, in dem wir bisher eine kolonisatorische Thättgklt ertsaltet haben! Manches Jahrzehnt wird noch darüber Hin­sehen, bis fich in den Länder», die bisher auf dem Papiere zwischen Deutschland und Frankreich streitig waren, ein weißer Händler niederläßt, und es ist ein wahres Wort, daß eudgiltig die Teilung Afrikas mr den Schlachtfeldern Europas entschieden werden wird. Was gerade das angefochtene Zugeständnis au der Scharimündung betrifft, so hat dort die Frage, ob die Grenze einen Grad weiter östlich oder westlich liegt, auch deshalb geringere Wichtigkeit, weil die am Tschadsee gelegenen Länder Bornu, Baghirmi, Wadai reichbevölkerte, halbzivil-fierte muhamedanische Staaten find, deren Herrscher vorläufig keine Annexions- oerträge eivgehen. Praktisch viel wichtiger ist zu­nächst der Zutritt zum Sanga, weil ohne ihn der Teil unseres Schutzgebietes zwischen dem 13. uib 15. Längen- und dem 2. und 7. Breitengrade für die Ausfuhr von Landeserzeugnisse» nicht nutzbar gemacht werden kann. Deshalb war auch die deutsche Expedition der Herren v. Uechtritz und Paffarge dorthin entsendet u»d besonderer Wert auf Zuge­ständnisse Frankreichs über den 15. Längengrad hinaus gelegt worden, die es denn auch ge macht hat.

Man kann sich daher nur vollständig dem Urteil eines so hervorragende» Sachkenners und Interessenten im Kamerungebiete, wie 'des Herr» Ad. Wörmann, anschließen, das u. a. dahin geht:Wir sind überzeugt, daß alle diejenigen, die heute irgend ein wirkliches Jntereffe in der Kolonie Kamerun besitzen, der Regierung für die Abschließung der Verträge Dank wissen werden und dagegen protestieren müsse», wenn von den Theoretikern, die nicht das mindeste thatsächliche Jsteresse im Kamerungebiet besitzen, ver- langt wird, daß die Interessen der Gegenwart gegen über den ganz ungewiffeu und theoretischen Interessen einer späteren Zukunft geopfert werden sollen."

Politische Rundschau.

* Marburg, 19. März 1894. Neue deutsche Expedition in das Kamerun.Hinterland.

Tie Reichsregierung beabsichtigt, wie nach der K.-Ztg " verlautet, eine neue Expedition in das unmiitelbare Hinterland von Kamerun zu entsenden. Man wartet nur erst die Organisation der neuen Schutziruppe durch Hauptmann Morgen ab, der bereits im Mai zurückzukehren gedenkt, um daun »achhaltige Vorstöße zur Hineinziehung des nähere» Hinterlandes in den Handelsbereich der Küste zu unternehmen. Tie Regierungsexpedition soll von Ediä den Sanaga auswärts ziehen, um diese» größten Fluß Kamerun» genau zu untersuchen und kartho- graphisch festzulegen. Er soll bis zu de» Nachtigal- fällen, also bis ziemlich zum Zusammenfluß mit dem Mba», schiffbar sein. Für die Weiterentwicklung Kameruns könnte diese Expedition von großem Nutzen werden. _ Die Anregung zu diesem Plane soll vo» dem Gründung!komitee der Kamerun-Hinterlaud-Ge- sellschaft ausgegaugen fein.

DasWackeln de» ZentrumSturmes" ist in den letzten Tagen wieder einmal sozusagen mit bloßem Auge wahrzunehmen gewesen. Es macht sich ein Gegensatz von Nord und Süd bemerkbar, der sogar zu dem Vorschlag geführt hat, die bayerische» Zentrumsabgeordnete» sollten sich im Reichstage von der Fraktion. trennen u»d eine katholische bayerische Lolkspartei" aufthun. Der größte Teil der bayerischen Zentrumspresse erwärmt sich sehr für diesen Vorschlag, doch will das führende Organ, dasMünchener Tageblatt" nichts davon wiffe». Zwar ist auch diese» Blatt mit der Führung der Partei durch Herrn Dr. Lieber nicht zufrieden, meint aber, es sprächen viele und zwingende Gründe für daS fernere Verbleiben der Bayern im Zentrum. Vor Allem hätte» zwei getrennte Parteien weder im Reichstage noch der Regierung gegenüber jenes Gewicht und Ansehen, welche das heutige Zentrum als die numerisch stärkste Partei des deutschen Parlamentes genieße. Es bestände auch die Gefahr, daß der Riß, einmal gemacht, fich mehr als wünschenswert erweitern könnte. Das Einge- täudnis dieser Gefahr durch das Münchener Blatt st wertvoll, denn die künstliche Verkleisterung des Risses wird auf die Dauer doch nicht jene Gefahr beseitigen. Wo zentrifugale Kräfte vorhanden sind, muß mit Naturnotwendigkeit eines Tage» der Moment der Loslösung kommen.

Einen Beitrag zur Sreikfrage bezw. z» deren Behandlung durch die Sozialdem»- kratie, liefert der Wiener Führer Dr. Adler. Derselbe erklärt bezüglich be8 bevorstehenden sozialdemokratische» Parteitages, der auch au» Deutschlavd stark besucht werden soll, der Parteitag werde keineswegs de» Generalstreik beschließen, weil die Arbeiterschaft der­zeit noch nicht darauf vorbereitet ist und breite Volks­schichten dadurch aus Meffer geliefert würden. Es scheint also eine Wandlung in den Anschauungen der sozialdemokratischen Macher über die Streikfrage ein» getreten zu fein. Daß der Streik überhaupt eine sehr zweischneidige Waffe ist, und die sozialrevolntionäre» Volksverhetzer schon oft durch frivole Anzettelung von Streiksbreite Volksschichten a»S Messer ge­liefert" b. h. wirtschaftlich ruiniert haben, ist von allen Einfichtige» längst erkannt worben. Ein recht drastisches Beispiel dafür war bekanntlich der vor­jährige Streik im Ruhrkohlengebiet, welcher ohne jede» plausiblen Grund von den Leitern des sozial­demokratischen Bergarbeiter-Verbandes in Szene ge­setzt wurde, in der Hoffnung, daß sich die Bergleute nach dem vorauszusehende» Mißlingen des Ausstandes enger a» den Verband anschließen würden. Be­kanntlich ist das Gegenteil dieser Hoffnung in Er­füllung gegangen, aber zahlreiche Bergarbeiter- Familien find durch den Streik in unsägliches Un­glück geraten. Wenn Dr. Adler meint, daß die Arbeiterschaft zur Zeit noch nicht auf eine» General­streik vorbereitet sei, s» ist diese pessimistische Auf­fassung bezüglich des sozialdemokratischen Lieblings- gedaukens zu beachte». Unseres Erachtens ist die Idee eines Generalstreiks für olle Zeiten ein absolut unerreichbares Phantom.

Eine Geldquelle der Anarchisten.

Eine Enthüllung über die Art und Weise wie die Anarchisten jetzt ihre Kriegs kaffe füllen, kommt aus London. Danach wären die Urheber der letzten Attentate jedesmal bei verschiedenen großen englische» Lebensversicherungsgesellscha'ten versichert worden und nach dem Tode Vaillants allein habe man 8000 Pfd. erhalte» und in die gemeinsame Kriegskaffe abgeführt. Auch PauwelS und Henry seien mit bedeutenden Be­trägen versichert. Da eine Anzahl englischer Gesell- chasten gegen alle Todesfallarten versichern, ist die Thatsache immerhin möglich, wen» die Höhe der Summen auch überttieben erscheint.

Die Crispi'schen Reformen welche zwar für manche direkt Betroffene bitter fein mögen, aber int Interesse der nationalen Gesundung

Der Ratfcl L'öfung. Roman von M. Widdern.

^Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

:Nun, »ich 8 werter, als daß sie die Amme 8 Junkers gewesen, für welche die verstorbene Ränge von dem Gemahl ein anständige» Witwen- 8 erbeten hatte. Sie erhielt auch viele Jahre «mich ein hübsches Quartier in einem Seiten» tzel des Schlosses und dazu eine monatliche Pension, e sie vor jeder Sorge schützte. Kaum aber hatte » frühere Administrator die Augen geschloffen und t jetzige seine Stellung aus dem Rittergute ange- ten, als Mutter Berthold auch schon auf das tteau desselben gerufen wurde Dort aber er- rte Torett in der ihm eigenen harten Weise, daß > sich von nun an ihr Brot erarbeiten muffe t jede andere Frau auf den freiherrlichen Be­engen. Und wenn ihr das nicht möglich wäre, ' toi Armenhaus übersiedeln solle. Mutter Bert- b> nar schon dazumal eine schwache, kranke Person, er half es ihr, daß sie ihren elenden Zu- ab zu bedenken bat. Der Generaldirektor blieb s seiner Bestimmung Der alte Gnädige aber 4 sich schon damals von niemandem seiner Gut», gehörigen sprechen und jeder Brief kam wie tie erst in die Hände Doretts."

L.Unb der Junker?" fragte der Amtsrat' jetzt Ich voller Mitleid mit dem traurigen Geschick Mutter rfäolbs.

L Lturlesius zuckte mit der Achsel.Der ist ganz k Einfluß. Vielleicht weil er in so vielen Dingen bei getreuen Nachbildung seiner armen Mutter

Morden und"

»Armen Mutter? Weshalb nennen Sie die tie Gemahlin Baron Stalitzin »on Wodrowo'»

arm", Schulmeister?" unterbrach der Amtsrat hier die Worte de» jungen Lehrer».

Weil sie ein namenlos unglückliches Weib ge­wesen," entgegnete Sturlesius.Und doch hätte sie verdient, daß ihr das schönste Erbenglück zuteil geworden, denn selten gab es wohl eine edelmütigere, hilfbereite Frau, als die Verstorbene es gewesen. Dabei war sie von hinreißender Lieblichkeit, trotzdem ihre ganze Erscheinung den Stempel des Außer­gewöhnlichen trug."

Und behandelte der Baron das junge Weib beim nicht auch solchen Vorzügen gemäß?"

Anfänglich wohl. Dann aber änderte fich all- mählich sein aufmerksame» und zärtliche» Benehmen ihr gegenüber und es war bald im ganzen Dorf bekannt, daß Herr Dietrich von Stalitzin, der Patron von Wodrowo, seine holde Gemahlin auf das Gröb­lichste vernachlässigte, noch mehr, daß er ihr »er. warf, er habe fich erniedrigt, als er sie zu seinem Weibe gemacht. Ob er wirklich mit dieser Heirat ine Mesalliance geschloffen, erfuhr niemand. Die Saronin vertraute sich keiner Seele an Als aber Herr von Telkowen auf Sternenburg Stalitzin eines Tages ohne Umschweife nach dem Herkommen der Gemahlin fragte, welche er fich von seinen lang­jährigen Fahrten im Auslande mit heimgebracht, warf Dietrich von Stalitzin den Kopf hoffärtig in den Nacken und erwiderte: Meine Frau ist uns mehr als ebenbürtig, Telkowen In ihren Adern ließt königliches Blut wenn auch da» einer entthronten" Herrscherfamilie °

Trotz dieser Behauptung gewann die Art und Weise, wie der Baron mit seiner Gemahlin um. sing, die doch die Reinste und Beste ihres Ge- chlecht» war immer mehr an Rücksichtslosigkeit Inb er behandelte sie schließlich ganz nur, als wäre

sie seine Dienerin, ober richtiger, eine Person, bie er nur aus Gnade und Barmherzigkeit um sich duldete.

Und die merkwürdige, durch nichts zu motivierende Nichtachtung übertrug Stalitzin auch auf den Knaben, welchen seine zweite Gemahlin ihm geboren, nach­dem die erste Ehe de« Barons kinderlos geblieben. Trotzdem es doch selbstverständlich war, daß sich der Majoratsherr von Wodrowo einen Leibeserben ge- wünscht hatte, um den mächtigen Besitz nicht an eine «Seitenlinie der Stalitzin übergehen zu lassen, welche beiläufig gesagt, auf nur noch zwei Augen ruht so schien Herr Diettich doch von vornherein auch nicht einen Funken Liebe für seinen Sohn zu empfinden.

Die Baronin fühlte auch diesen Umstand auf >as Schmerzlichste und man sah ihr wundervolles Besicht selten mehr ohne Thränenspuren. Jedoch öste der Tod die Aerrnste bald aus all den bittern Seelenschmerzen, welche sie peinigten. Schon drei Jahre nach der Geburt ihres Kindes starb sie. Die i pflege des armen Knaben wurde nun in die Hände bezahlter Personen gelegt und der Junker wuchs jeran, ohne Elternliebe über sich walten zu fühlen.

Natürlich weiß ich das alles nur vom Hören- ägen," unterbrach Sturlesius hier seinen Bericht. Aber meine Mutter," so fuhr er bann fort,war oft auf bem Schloß unb bie greife Wirtschafterin erzählte ihr immer wieder, wie traurig sich das Geschick des kleinen Erben gestaltete. Der Baron satte e» ja nicht gestattet, daß Frau von Telkowen, wie sie es ihm angeboten da« Knäbchen nach Sternenburg nahm, um es dort mit ihren eigenen lindern zu erziehen. Je mehr der Junker aber «eranwuchs, desto ungünstiger gestalteten sich die Verhältnisse zwischen Vater und Sohn. Ja, seit

William Dorett seine uns allen so unwillkürliche Macht, über Stalitzin übt, scheint Edgar seinem Vat-r sogar geradezu verhaßt zu fein und die Wünsche des Sohnes gelten dem Baron absolut nichts mehr.

Ich sage das natürlich zu Ihnen, Herr Amts­rat, aber ich weiß aus sicherer Quelle, wie der junge Baron wiederholt für seine frühere Amme gesprochen, ohne daß der alte Gnädige auch nur je eine andere Erwiderung gehabt als die Worte: .Verhandle mit Dorett über diese Angelegenheit. Ich habe ihm in allen Punkten freie Hand gelassen und denke nicht daran, seinen Bestimmungen ent­gegenzuarbeiten."

Hier unterbrach fich Sturlesius von neuem. Sein Blick war auf das Zifferblatt der einfachen Uhr gefallen, welche an der Wand hing, zwischen zwei Teilten Gipskonsolen, auf denen blühende Fuchsien landen. Dabei hatte er mit Schrecken gesehen, daß )ie Zeit da war, wo er selbst auf dem Schlosse zu ein hatte, um, einem verbrieften Abkommen gemäß, mit dem greifen Gestrengen eine Partie Schach zu pielen. Er griff deshalb auch heftig nach feinem Hute, entschuldigte unb empfahl sich dem Amt», rat, unb war in ber nächsten Minute zum Haufe sinau«.

Da e» in bei Dorfstraße inzwischen wieder voll­ständig ruhig geworben unb ber Zurückgebliebene nicht zu fürchten hatte, baß er sich wiederholt einen armen darbenden Menschen nennen hören wußte, ging er wieder nach dem Fenster zurück und ließ fich in die grünen Sammetpolster des Sorgenstuhls finken.

Das Gesicht bei Manne» nahm dabei einen gar düsteren Ausdruck an und mit sichtlicher Ungeduld trommelten feine Finger gegen die Scheiben.

Fortsetzung fotzt) j