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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreife Marburg und Kirchham.
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»Äd^'wS«H^ “Sä“ Donnerstag, 15 März 1894
»bn bette R-nm 10 Bi,., ÄeCswtß für die ydlt 38 Pf«. ______
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, fomie die Amwncen-Bnreaux von Haasenstein u. Voller in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rndols Stoffe in Frankfnrt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube n, Co. in Frankfurt a.M. Berlin. Hannover, Pari«.
XXIX: Jahrg.
Erstes Blatt.
Ein Vorschlag zur Lösung der Hagel-Versicherungsfrage.
* Marburg, 14. März.
Wir erhalten aus laudwirtschaftlicheu Kreisen folgende Zuschrift:
.Der Herr Verfasser des in Nr. 55 der „Ober- hrffischeu Zeitung" enthaltenden Artikels über Hagel- verficherung hat wohl Recht, wen» er annimmt, daß die Ursache der geringen Beteiligung der bäuerlichen Bevölkerung an der Versicherung gegen Hagelschäden einesteils in Unkenntnis, dann aber auch in Miß ttaue» gegen die Hagel - Veificherungs - Gesellschaften bestehe. Die den Verficherangsanträgen beigedruckte» .Allgemeinen Bestimmungen" haben für den Bauer zu viel Paragraphen und .Hivterthüren", in denen sich die Gesellschaft gegenüber dem Versicherten sichert, damit ihr Geschäftsgewinn recht ansehnlich wird. Umgekehrt mag dann der letztere Umstand wohl in der geringen Beteiligung begründet sein. Wäre die Beteiligung eine regere, daun könnten die Bedivgungen wohl noch coulanter gestellt werden. Der Hanpt- grnnd der Nichtversicherung aber ist vielfach darin zu suchen, daßdaSGeld zur Versicherung fehlt. Dos hängt eben mit der allgemeinen Notlage der Landwirtschaft zusammen, die größtmögliche Sparsam- keit gebieterisch fordert.
Das Geld fehlt, und zwar nicht nur zur Hagel- Versicherung, sondern auch zu vielen anderen nützlichen Dingen. Wie schön und wohl angebracht wäre eS- z. B. wenn der Bauer sich bei einer Lebensversicherung versichern könnte, den» ebenso ruhig wie der gegen Hagel Versicherte den drohenden Schlosen entgegen- sehen kann, ebenso könnte der Landwirt, der sei« Leben versichert hat, auch über die Möglichkeit seines rasch eiutretenden Todes sich beruhigen. Er wüßte dann ja, daß seine Hinterbliebene» gesichert wären, der Besitz ihnen erhalten bleiben würde. Für seine Arbeiter hat der Bauer zu sorgen, Unfall-Versicherung und Klebemarken muß er pünktlich bezahlen bezw. verwenden, aber für sein Alter ist nicht gesorgt.
Bezüglich der Hagelversicherung möchten wir einen Vorschlag machen: Der hessischeKommunal- Berbaud wäre tn derLage, dieHagelver- sicherun g für den Regierungsbezirk Cassel
zu übernehmen und den Garantiefond zu gewähren. Die Beteiligung würde allgemein und die Prämien angemeffen werden. Die Beiträge könnte», wenn möglich, in zwei Raten erhoben werden. Es gingen keine Millionen unwiederbringliches Nattonal- Vermögen verloren und der etwaige Ueberschuß verbliebe dem Regierungsbezirk und könnte zu Meliorationen und dergleichen im Interesse der Beitragenden wiederum segensreiche Verwendung finden! Wir glauben, daß es von Nutzen sei» würde, wenn man sich an maßgebender Stelle mit diesem Vorschläge eingehend beschäftigen würde. Den vorteilhaften Folgen, die ein Vorgehe» wie das hier vorgeschlagene zweifellos haben würde, stehen keine zu erwartenden Nachteile gegenüber. Darum möge man den Vorschlag nicht unge prüft ad acta legen. Es zeigt sich hier einer der vielen Wege, wie man der Landwirtschaft helfen könnte*.
Politische Rundschau.
* Marburg, 14. März 1894.
Der deutsch-russische Handelsvertrag ist nunmehr vom Reichstage angenommen worden. Es find in den Verhandlungen nochmals die ernste» Bedenken der Landwirtschaft gegen die Herabsetzung der Kornzölle zur Sprache gekommen, es find ferner die ernsten nationalen Bedenken gegen de» Paragraphen, demgemäß mau eine Masseneinwanderung russisch en Proletariats fürchtet, zum Ausdruck gebracht worden. Auf der anderen Seite aber haben die unlengbareu Vorzüge dis russischen Tarifs gerechte Würdigung gesunden. Wen» diese Vorzüge auch nicht so groß sind, wie die Freihändler behaupte», wenn sie auch größtenteils dem Handel der Ostseestädte zugute kommen, so findet doch auch diese und jene Industrie ihre Rechnung dabei, und mau hofft ganz besonders infolge der gegenwärtig in Rußland vorhandene» günstigen Konjunktur für manche Jndustrieerzeugnisse aus den rusfischen Tarifermäßigunge» Nutzen zu zieheir. Vor allem aber betonten die nationalgesinnte» Elemente der Reichstagsmehrheit die polittsche Notwendigkeit des Vertragsabschlusses, die auf beiden Seiten vorlag. Schon jetzt zeigt sich als freudig zu begrüßender Erfolg der Handels-politische» Annäherung der beide» größten Nationen des Kontinents eine hocherfrenliche Besserung in den polittsche» Beziehunge». ES wäre überflüssig, wollte ma» jetzt, nachdem der Vertrag angenommen, das Für und Wider »och weiter auSspinneu. Der Kampf ist ehrlich zu Ende
Die Heren-Grrndel »,NUM von Georg Höcker.
(Nachdruck wrboten.] (Fsttsetznugb)
Wieder wütete der Wendingbauer wie ein wildes Tier im Hofe umher.
Am liebsten hätte er in seiner maßlosen giftigen Wut in Ermangelung einer anderen Gegenstandes sich selbst ergriffen und derb geschüttelt oder ge. schlagen, wenn dar nicht so weh gethan hätte-
Jetzt ober wußte er wirklich und wahrhaftig nicht, wie er einen Ausweg ersinnen sollte, — noch immer wollte er ihm nicht in den Sinn, der Hexen- Gundcl es zu gestatten. Aber als er sich dann gegen Abend behutsam an das Krankenbett seines Sohnes schlich und mit finster glühenden Blicken auf dessen abgezehrtes, bleiches und todesmatter Gesicht nieder starrte, al» er gewahren mußte, wie die Fieberhitze immer höher und bedrohlicher wieder bei dem Kranken stieg und dieser in jammernden, stehenden Lauten »ach Gundula schrie, wie er er tagtäglich schon seit den vierzehn Tagen, die er nun aus seinem Schmerzenslager aurgestreckt ruhte, ge- than hatte, da vermochte es der Wendinzbauer, sich selbst zu überwinden.
Aber freilich, nicht dem Herrgott zuliebe that er r», noch dem leidenden Sohne, fein Herz blieb eben nach wie vor verstockt, aber kalte berechnende Erwägung hatte bei ihm den Ausschlag gegeben. Er hatte bei sich gedacht, daß, wenn ihm der beste Gaul im Stalle stürze und nur der Nachbar, mit dem er in Todfeindschaft lebe, ihm helfen könne, er gewiß der Gaules willen auch allen Hader vergessen und seinen Feind zur Hilfeleistung herbeirufen werde, — Jürgen aber mußte am Leben bleiben.
Saß ihm die Reta nicht wie das Verhängnis im Nacken, bohrte und drohte sie nicht unablässig, daß den Kolmar Wending schier das Gliederzittern
ankam, wenn er nur an die Dirne mit ihren großen, kalten Augen dachte?
Kolmar Wendings Entschluß war gefaßt.
Noch am späten Abend schickte er den Oberknecht nach dem Pfarrh fe und ließ aurrichten, daß der Herr Pfarrer thun möchte, was er wollte; er selbst wolle fich in Zukunft nicht mehr um den Handel kümmern, er habe ohnehin schon am nächsten frühen Morgen Geschäfte in der Kreisstadt zu verrichten
Mit innigem Mitgefühl schaute er auf das bleiche, vergrämte Mädchengeficht, aus dem jeder Frohsinn und jede Lebenslust gewichen war und das so schwer, mütig blickte, wie die letzte farbenprangende Rose des Sommers noch vereinsamt, vom Sturmwind zer- zaust, am Heckenzaun blüht.
.Komm, Gundula, wir wollen zu Jürgen gehen!" sagte er leise und faßte die beiden Hände des Mädchen«.
Dieser schaute chn fast erschrocken an und verfärbte sich jähling».
»Zu Jürgen?" rief sie mit zitternder Stimme. „O Hochwürden, 's ist nit möglich, was Ihr da fogt!"
Der geistliche Herr lächelte unbeschreiblich milde.
.Doch, mein Kind, der Herrgott hat geholfen und er wird's auch «eiter thun. Komm, endlich sollst Du ihn schauen dürfen, an dem Dein Herz mit unwandelbarer Treue hängt — und wenn Du vor ihm stehst und legst ihm die Hand auf die fieber- heiße Sttrn, dann bete zu Gott dem Herrn, — ich sage Dir, ein Gebet aus vertrauender Brust hat oftmals eine wundersame Wirkung "
Geschwind machte fich das Mädchen fertig, und dann huschte es neben dem Geistlichen hastig die Dorsstraße hinunter, nach des Wendingbauern Gehöft
Der ehrliche, alle Niklas riß die Augen vor starrer Verwunderung weit auf, als er den geistlichen Herrn und dessen Begleiterin in den Hof ein
geführt, und es gilt nun auch für die Gegner, fich mit der vollendeten Thatsache abznfinden. Es bleibt für alle nur übrig, von de» Wirkungen des Vertrages das beste zu hoffe» und im nächste» Jahrzehnt Material zu sammel» für die alsdann zu erwartende Umgestaltung unserer Handelspolitik. Stellt es sich in den nächsten Jahre» heraus, daß thatsächlich berechtigte Interesse» durch die Wirkungen des VerttageS nennenswerte Schädigungen erleide» werden, so ist zu hoffen, daß demgegenüber zu auderwertigen Kompensationen gegriffen wird. Vor allem aber wird nunmehr voraussichtlich recht bald der von den Regierungen vorgezeichnete Weg zur Beseitigung der landwirtschaftlichen Notlage beschtttteu werde».
Fraktionszwang?
Die „Konservative Korrespondenz" bringt folgende Notiz: „Ja einigen Parlamentsberichte» über die Reichstags fitzuug am 10. d. M. heißt es: Für den russische» Handelsvertrag stimmte» „außerdem die aus der konservativen Fraktion ausgetretenen Abgeordneten Erbprinz zu Hohenlohe Oehringen ..." Das ist nicht richtig. Der genannte Abgeordnete gehört nach wie vor der konservativen Reichstagsftaktto» an." Damit dürste der von gegnerischer Sette erhobene Vorwurf, die konservative Partei habe gelegentlich des rusfischen HandelSverttageS Fraktionszwang geübt, zur Genüge widerlegt sein. Wenn andererseits Graf Dönhoff aus der Fraktion ansge. trete» ist, so war dies lediglich freie Entschließung.
Nochmals „AdmiralSki".
Die Presse beschäftigt sich sehr fürsorglich mit dem ferneren Schicksal des Henn von KoScielSki. So wurde das in parlameutarischen Kreisen verbreitete „Gerücht" mitgeteilt, dem bisherigen Führer der pol- nischen Reich stagsftaktiou sei der @in tritt in den diplomatischen Dienst des Reiches angeboten worden Dieses „Gerücht" war natürlich nur einer der im Reichstag beliebte» Foyer-Kalauer. Erusthafter klingt scho« eine Prognose der „Miltt. u. Polit. Corresp.", welche osfiziöse Beziehungen unterhält. Die Cone- spoudenz meint, „daß sich die Laufbahn dieses polnische» Politikers nicht in ab- sonder» in aufsteigender Linie bewege» dürfte. Gelte auch wohl die Zeit für »och nicht gekommen, daß er das Obeipräfidium der Provinz Posen erhalten werde, so stehe es doch ziemlich außer Zweifel, daß Herr v. KoscielSki binnen nicht zu langer Frist auf diese» Posten gelangen dürfte." I» sonst über derartiges gut unter«
biegen sah und beide von ihm an das Schmerzenslager Jürgens geführt zu werden verlangten.
„Unser Herr ist nit zu Haus'," wollte er aus- weichen. Aber dann dämmerte es doch in seinem Schädel, warum der Großbauer eigentlich heute schon am frühen Morgen scheltend und fluchend aus dem Hofe gefahren war und dabei unbarmherzig auf die beiden Prachtgäule lorgepettscht hätte.
Im nächsten Augenblicke standen die beiden in dem Krankenzimmer, das nur schwach von dem durch die geschloffenen Fensterläden eindringenden Tages- licht erhellt wurde, so daß die Augen der Eingetretenen sich erst an die im Zimmer herrschende Dunkelheit gewöhnen mußten. Gundula stand mit über der Brust zusammengefalteten Händen da, während ihr da» Herz bis zum Zerspringen klopfte
Nun endlich war der Augenblick erschienen, nach dem fie ebenfalls Tag und Nacht gejammert hatte; sie sollte den Geliebten endlich Wiedersehen dürfen! — Behutsam auf den Zehenspitzen schlich fie fich bis zum Bette vor, und dann starrte fie mit thränen- erfüllten Augen auf den Geliebten nieder Wie blaß und abgezehrt er war! Große dunkle Ringe hatten fich um seine geschlossenen Augen gebildet und statt der frischen Röte der Gesundheit hatte sein Gesicht eine wahre Totenfarbe angenommen. Er war fast zu viel für das schmerzliche Empfinden des jungen Mädchens und diese» mußte gewaltsam an fich halten, um nicht laut aufzuschreien vor Jammer und Weh.
Ein unbeschreiblich rührender Auftritt folgte nun, der da» Herz des allen Pfarrers bis ins Innerste erschütterte. Leise schluchzend legte Gundula beide Hände auf die Stirn des geliebten Mannes, und in fassungslosem Schmerze sank fie neben dessen Lager auf die Kniee. Mit verzweifelter Angst in den Zügen starrte fie dem Geliebten in das Angesicht, als ob fie et nicht fassen könne, daß dessen
richteten Kreise» ist nichts von einer etwaige», dieser Vermutung zugrunde liegende» Thatsache bekannt. ES dürfte daher zn hoffen sei», daß die Vermutung der „M. u. P. C." nicht in Erfüllung geht. Zum Schluß voch ein Vorschlag zur Güte: man könnte ja Herrn v. Koscielrki wenn er durchaus versorgt sein muß, irgend einen — Marine- poste» anbieten.
Lehrerbesoldungswese».
Wenn angesichts des entschiedenen Widerstande», auf welchen irn ßanbtage der Gedanke stößt, die Unterhaltung der Volksschule ohne gleichzeittge Ordnung der inneren Einrichtung derselben neu zu regel», zunächst wenigstens von der Vorlegung eines Schul- dotattonsgesetzes abzusehen sein wird, so stehe» die gleichen Schwierigkeiten doch einer gesetzliche» Ordnung des Lehrerbesoldungswesens nicht entgegen. Denn diese berührt, wie die Gesetze über die Pensionierung und Rcliktenoersorgnng der Lehrer beweise», die stritttge» Prinzipienfragen in keiner Weise. Die jetzige Ordnung der Dinge weist zahlreiche im Interesse der Schule wie der Lehrer gleichmäßig unerwünschte Härten und Ungleichheiten auf. Wie aus guter Quelle verlautet, hält man es an maßgebender Stelle zur Abhilfe der bestehende» Mißstände für erforderlich, daß die verfügbare» Mittel des Staates vorläufig stets nur auf die bedürftigsten Stelle» verteilt werden und die zur Zett noch unbefriedigten Bedürfnisse zunächst dadurch Berücksichtigung finde», daß die erforderlichen Mittel durch Einziehung oder Kürzung der zur Zeit Minder- bedürstigen zufließeuden Staatsgelder gewonnen werden. Im Kultus Ministerium find bereits eingehende Vorarbeiten für eine gesetzliche Regelung der vorwürfige» Materie fertiggestellt worden. Ma» dm fte dabei an den in der vorjährigen Novelle znm Lehrerpevsionsgesetze durchgeführten Gedanken der Vereinigung aller Schulverbände zu Bezirks kaffe» angekuüpst haben. Aber über die Vorarbeiten ist man »och nicht herausgekomme». Dir Beschlußfassung aufgrund derselbe» steht noch aus.
Die deutschen Arbeiterverhältnisse sind zum Gegenstände eines englischen ParlamentS- berichtS gemacht worden, welcher zwar für deutsche Leser nichts sonderlich Neues bietet, aber doch insofern von Interesse ist, als er zeigt, mit welcher Aufmerksamkeit jetzt deutsche Zustände und deren Entwickelung von unsere» Auslandskonkurrenten verfolgt werden.
geschloffene Augen sich wieder öffnen und einen milden Strahl von Liebe und Gluck ihr zu spenden vermöchten
Die sanfte, ungewohnte Berührung mußte den Verwundeten geweckt haben, denn dieser hob im gleichen Momente langsam die Augenlider auf und starrte mit verstörtem Ausdruck um fich.
Eine lange Weile ruhten seine Blicke ausdrucksvoll auf dem lieblichen Antlitz der Dirne, welche in atemlosem Bangen ebenfalls starr und unbeweglich auf den Geliebten schaute. Dann huschte mit einem Male ein schwaches, kaum merkliches Lächeln über das Antlitz des schwer Leidenden und dieser schloß mit einem Seufzer wohliger Erleichterung wieder die Augen.
„Gundula — Gundula!" flüsterten seine blaffen, blutleeren Lippen Aber nun war es nicht mehr der jammernde Aufschrei eines von Sehnsucht gefolterten Herzens, sondern ein himmlisches Glück offenbarte sich in den zitternd hervorgestammelten Lauten.
Noch lange blieb Gundula auf den Knieen liegen und horchte auf die Atemzüge des wieder ein* geschlummerten Geliebten.
Dann erhob fie sich und sank, in krampfhaftes Weinen ausbrechend, an die Brust des allen Pfarrers.
„Oh, mir ist's so weh im Herzen — so gar weh!" klagte die Aermste leise.
„Nur die Hoffnung nicht verloren 1* tröstete der geistliche Herr liebreich, während er mit sanfter Hand über den welligen Scheitel de« jungen Mädchens fuhr „Es lebt noch Einer im Himmel, der all' unser Elend steht, — mir ist's so heilig zu Mute, mein Kind, al» ob ich Dir sagen dürfte in seinem Namen: hoffe auf ihn, er wird's wohl machen, — und wenn Ihr die dunkle Schwelle überschritten habt, die Euch noch zurückhielt von Eurem Glück, dann wird der Himmel mtt Euch fein und Euch segnen und beschirmen!" (Fortsetzung folgt.)