von der politischen Bildfläche ohne Weiteres abM- treten. Eine baldige Entscheidung ist auch trotz aller bekannten StegeSuachrichten schwerlich zu erwarten.
Air Here»-G««del.
Roman von Georg Höcker.
s Nachdruck verboten.^ (Fortsetzung.)
.Aufmachen, aufmachen!' schrie die fanatisierte Menge draußen wieder.' .
Schon war e» ihr gelungen, oben eme Querleiste von der Thür abzureißen. Ein faustgroßer Spalt klaffte bereit» und gefahrbringend zwängten sich Fäuste zwischen ihn und suchten noch erfolgreicher die hindernde Thür zu zertrümmern.
.Barmherziger Gott, war hab' ich Euch gethan, daß Ihr uns töten wollt?" jammerte Gundula auf; o laßt uns in Frieden, seid barmherzig!"
.Keine Barmherzigkeit mtt Euch verdammten Hexen!" antwortete eine rauhe, vertierte Stimme, an deren Klange zu ihrem Entsetzen Gundula den Wendingbauern erkannte. .Ihr habt mir meinen Buben verzaubert, jetzt liegt er rahn»und wird die Nacht nit überleben. Auf, Ihr Brüder, schlagt die Thür zusammen, die Hexenbrut muß vernichtet werben 1* , t. ,
Mit Blitzesschnelle wirbelten bte Gedanken durch bas Hirn bei bedrohten Mädchens. Jetzt wurde diesem auf einmal alles klar, und es fühlte, daß es verloren war. , ,
.Keine Rettung mehr — lerne?" schrie sie auf, und auf die Knie finkend, umklammerte fie instinktiv die an allen Gliedern zitternde Mutter wie zum Schutze. „£), allbarmherziger Gott im Himmel, was haben wir Dir gethan, daß Du uns also heimsuchst?"
.Eie lästert Gott! Sie lästert Sott!" schrieen die Wutberauschten draußen. ,
Eden krachte die Thür in Trümmern, noch em# mal ächzste sie stöhnend in ihren Fugen, dann riß
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain. ent ■» Bei«: SH“’“'1 *" Istustttttts Tanntagsblatt. d>
Politische Rundschau.
* Marburg, 10. März 1894.
Korn uud Brot.
In Nr. 8 des „Sozialdemokrat" ist zu lese«: „Vorige Woche stand der englische Wetzenpreis auf durchschnittlich 24 Schilling 5 Pence pro Quarter. Seit dem Jahre 1846, das heißt seit der Annahme von Sir Robert Peel's Korubill, ist diese Tiefe de« Preisstandes noch nie dagcwesen; ja, man kann die Notierungen ein ganzes Jahrhundert zurück verfolgen, ohne auf einen ähnlichen Preis zn stoße». De« tiefste» Stand erreichte bisher der Weizenpreis am 25. März 1893 (24 sh 8 d); nun ist der Prets- druck noch weiter gegangen. Diese eine Thatsache trägt wahrhaftig hundertmal mehr zur Erklärung der an alle« Ecken und Enden der alten und neue» Welt mtt elementarer Gewalt hervorbrechenden Agrarbewegung bei, wie alle vulgär - liberalen Hinweise auf die Agitattonen der Junker und Laudräte. Denn von Hunderttausenden und Millionen von verschuldete» und kapitalschwachen Betriebsinhaber», von dem bisherige« Kern der bürgerlichen Staaten (»e- »igstens des europäischen Kontinents) wird diese Flammeuschrift an der Wand dahin gedeutet, daß ihre letzte Stunde rasch und unabwendbar naht." Zu diesem jedenfalls unverdächtigen ZevguiS für das Vorhandensein einer schweren landwirtschaftliche» Notlage bemerkt die „Konservattve Korrespondenz": „Ohne uns auf die Schlußfolgerung des sozialdemokratischen Organs weiter einzulassen, möchte« wir en de« „Sozialdemokrat", der so ehrlich ist, eine ungewöhnliche Billigkeit der Getteidepreise zuzu- gebe», die Frage richte», ob denn diesen niedrige», die Produktion slosteu nicht deckenden Kornpreisen e»t- sprechend auch das Gebäck so billig ist, wie es »och nie dagewesen? Ist — wie zu erwarte» — der „Sozialdemokrat" genötigt, diese Frage zu verneine», dann möge er uns folgerichtig darin beistehev, die wirklichen Brotverteurer, die also nach der obigen Feststellung die „Agrarier" nicht find, zu ermittel«. In der Hauptsache wird — das weiß mau freilich schon längst — nach der Seite der Produzenten der Preisdruck, nach der Seite der Konsumenten die Verteuerung durch die Börse uud den Großhandel ausgeübt. Der internationalen Organisation dieser wonnenen Vorteil wohl. Er wendete fich zu den beiden Frauen und faßte fie, die fich ihm willenlos fügten, an der Hand.
„Hier kann Eures Bleibens nicht länger fein," sagte er mit vor Erregung zitternder Stimme; .Ihr kommt mit mir in den Pfarrhof — und ich will den sehen, der es wagt Euch dort anzutasten!'
Dabei wollte er ohne weiteres mit den beiden Frauen durch den dichtesten Männerhaufen schreiten. Da plötzlich fiel sein Blick auf den Wendingbauern, der zornverbiffenen und wutverzerrten Gefichts abseits dastand. Für einen Augenblick ließ der Geistliche die beiden Frauen lo» und trat mit einem edlen, heiligen Zorne auf den Verblendeten zu.
.Hört, Kolrnar Wending," sagte er mit ein- dringlicher Stimme, die dem Schuldbeladenm dünkte wie das Donnern des jüngsten Gerichts, „ich bin ein Mensch wie Ihr, — bedenkt es wohl und treibt es nicht zum Aeußersten l Die beiden Frauen stehen unter meinem Schutze, und hütet Euch, daß Ihr fie anzutasten wagt!"
Aber der Wendingbaner war zu zornerbtttert, als daß er den eindringlichen Worten des geistlichen Herrn hätte Beachtung schenken wollen.
„Und wenn ich'» dennoch thu'?' fragte er trotzig dagegen, während er mit dem Fuße auf den Boden stampfte; „fie sollen fich hüten vor mir, die beiden Hexen!"
Jetzt flammte auch in dem milden, guten Anllitz de« alten Geistlichen der Zorn auf. Er trat einen Schritt näher an den Bauern heran und starrte ihm entschlosien in das Gesicht
.Dann," flüsterte er mit bebender Stimme, „dann gilt Pflicht gegen Pflicht! Ich habe geschworen, da» Beichtgeheimnis zu wahren; und wenn man mir die Glieder mit glühenden Zangen a*
es für den schuldigen Teil hält. Eine überflüsstgere Erörterung wie die über das Auftteten des Bonner Rektors Camphausen gegenüber de» katholische» Studentenverbindungen hat kaum stattgefnnden, aber auch fie legt Zeugnis dafür ab, daß, wie Herr von Eynern richtig sagte, die Beschwerdekommisfion des Zentrums jedes Stäubchen aus allen Ecke» zusammen- ücht, um es mit großem Aufwand von Lungenkraft rem Landtag vor dem Lande inS Gesicht zu blasen. Da» Auftreten des Bonner Rektors erwies fich »ach den Erklärungen der Herren Regierungsvertrcter als ein durchaus berechtigtes. Er hatte den katholischen Studentenverbindungen — d. h nicht den theologischen Fachvereinen — die innere, nicht die legale Existenzberechtigung abgesprochen, da konfessionelle Bestrebungen keine studentische Sache seien. Wetz Geistes Kinder übrigens die Bonner katholischen Verbindungen sind, geht zur Evidenz daraus hervor, daß sie sich weigerten an einem allgemeine» CommerS teilzuuehme», weil im Verlaufe desselben ein Hoch auf de» Altreichskanzler, Fürsten BiSmarck, de» großen Baumeister deS Deutsche» Reiches ausgebracht werden sollte.
Aus dem AuSlande läßt sich nicht allzuviel er zähle«. Ma« hat fast überall mtt der Lösung von ernsten parlamentarischen Aufgaben zu thnn, die viel Zeit und viel Arbeitskraft beanspruchen, in ihren Einzelhetten indesse» kein allgemeines Interesse biete». Erwähnt verdient vor Allem zu werden, daß einer der meistgenannte» europäische» Staatsmänner, der englische Premierminister Gladstone nun wttklich von der Tribüne der Politik abgetreten ist. BorauS- zusehen war dies Ereignis schon längst, und nun hat eS fich schnell und glatt vollzogen. Gladstone ist in der Politik ein Phantast gewesen uud neben seinem Augenleiden ist vor Allem seine total verfahrene irländische Politik die Ursache seines Rücktrittes. Daß der „große, alte Mann", wie seine Bewunderer ihn nannten, schon sehr in seinem politischen Kredit gelitten hatte, zeigt fich heute, wo alle Welt das Beste von seinem Nachfolger, dem bisherigen Minister des Auswärtigen, Lord Rosebery, erwartet. Jetzt in den Flitterwochen des neuen Ministeriums erscheint alles sehr rosig, aber die Schwierigkeiten, die der Abfall der Radikalen und der Iren im Gefolge haben muß, werde» wohl schon bald beginne». In Afrika habe» die Engländer zur Stunde etwa ein halbes Dutzend Kriegszüge gegen Eingeborene; aber da ttotz mehrfach erlittener Schlappen der britischen Kolonialtruppe» der schließliche Ausgang nicht zweifelhaft sein kann, bekümmert man fich in London wenig darum. __________________
das schmale Eisenband, welche« fie noch in der Angel festgehalten hatte, und polternd stür .te sie daraus zertrümmert in die Stube.
Ein wilder tierischer Aufschrei erscholl, in dm fich der Angstruf der beiden gequälten Frauen mischte.
Gundula war wild aufgesprungen und wollte fich mit flehend erhobenen Händen den finnlos Wütmdm entgegenstellen. Maßlose Verwünschungen wurden wider fie laut, dreißig, vierzig Fäuste streckten sich gegen fie, um fie zu soffen und zu zerreißen. Die wahnsinnige Frau barmte hin und wieder und schluchzte furchtsam wie ein gezüchtigtes Kind.
Da, in diesem Augenblicke der äußersten Gefahr, als die Lebensdauer der beiden Frauen nur noch nach Sekunden zu zählen schien, erschall eine machtvolle, eindringliche Stimme. Eine männliche Gestalt drängte fich durch den Haufen der Wütendm und stellte sich zum Schutze mit aufgehabmm Händm vor die beiden unglücklichen Frauen. ,
Der alte Pfarrer war es. Er hatte von der bedrohlichen Gefahr, in welcher seine Schützlinge schwebten, gehört, und so rasch ihn seine Füße nur z« tragen vermocht hattm, »ar er nach der Waldes- Hütte geeilt, um dar Aeußerste zu verhindern und seine Pfarrkinder vor bei Ausführung eine« schwach- vollen, unwürbigm Verbrechen» zu bewahren. Aber bie vertierte, in ihrem ZorneSwütm nicht mehr zu- rechnungsfähige Menge wollte ben alten Storni mit roher Gewalt zur Seite stoßen und an ihm vorüber sich auf die beiden Frauen stürzen.
Da riß der Pfarrer den schwarzen Priesterrock von oben bi» unten auf und griff mit der Hand »ach dem kleinen elfenbeinernen Kruzifix, welche« er Über dem bloßen Herzen trug. Er hob e« ho« empor und schleuderte einen flammenden, strafenden Blick auf die Fanatifiertm.
In Wien und in Pest fitzt man ernst bei der i larlamentarischen Arbeit. I« der ungarische» Haupt : iaht hat am letzten Sonntag eine große Volks ündgebnng zu Gunsten des neuen Zivilehegesetzes ■ tattgefunden; der Kampf hierüber erscheint auch im Prinzip entschieden. Die fanatischen Czechen in Söhnten find mit Knüppeln und Steine», mit welchen ie ihre Gegner zu behandeln pflegte», nicht mehr zuftiede» und greife» »nn zu Dynamit und Bomben. Verschiedene Attentatspersuche wurde» gemacht, aber glücklicherweise, ohne Schade» a»zurichteu.
Aus Petersburg kommt die osfizielle Meldung, daß das rufstsche Kaiserpaar nnd die gesamte Iahet liche Familie dem Ballfest beim deutsche« Botschafter General von Werder beiwohnte, welches äußerst glänzend verlief. Dem Besuche wird politische Bedeutung zugeschriebe» und der Rücktritt des Bot schafters von Mohrenheim in Paris wttd jetzt als gewiß bettachtet. Damtt wäre einer der intriguantesten Ränkeschmiede nud einer der gehässigste» Deutscher- feinde in der europäischen Diplomatie unschädlich gemacht. Auf sein Konto kommen auch die gefälschten Btsmarckbriefe.
Schrecken verbrettend zieht durch alle Lande das Gespenst de» anarchisttscheu Verbrechertums, und es zeigt sich immer mehr, daß dieses Gespenst ohne ganz außerordentliche Maßnahmen nicht zu banne» sei» wird. Die Verhaftungen von Anarchisten in Paris dauern in großem Maßstab fort, aber, während dort die Polizei an der Arbeit ist, der Hydra den Kopf abzuschlage», wachsen an anderen Stelle» neue Köpfe hervor. Aus England kommt die Kunde von ehern neuen mißlungenen Attentat. Im Ruhrkohlengebtet, dem alten Herde aller sozial-revolutionären Bestrebungen, erhob der Anarchismus ebenfalls sein Haupt. Ein inzwischen verhafteter ftüherer Bergmann hat in Bochum eine Explosion zustande gebracht, die, Gott sei Dank, nicht daS von dem Mordbrenner gewünschte Ergebnis hatte. Großes Unheil hat dagegen eine vor dem italienische» Parlamentsgebäude in Rom explodierte Bombe angerichtet. Auch Menschen find dabei teils leicht, teils schwer verletzt worden. Wann endlich wttd diese» Teufel» in Menschengestalt d«S Handwerk gelegt werden!
Von jenseits des Meeres war gemeldet worden, in Brasilien habe man einen neuen Präfidenten gewählt und es sei zu hoffen, daß der Bürgerkrieg, welcher schon lange den ganzen Staat lähmt, nun bald sein Ende erreichen werde. Diese Hoffnung ist tndeffe» falsch gewesen. Der Krieg bauert fort, und der bisherige Präsident Peixoto dentt gar nicht daran,
„Jrn Namen de« gekreuzigten Heilande«, zurück von diesen Frauen!" schrie er mit starker, weithin schallender Stimme; „wer es wagt, diesen beiden, die nun im Schutze des Heilandes stehen, auch nur das Geringste zu thun, der sei verdammt und verflucht — an dem hat der Herrgott kein Teil mehr, und auf dem Sterbebette selbst verweigere ich ihm die Absolution!"
Seine Worte, einem angstvollen, gequälten Hetzen entiiffen, verfehlten ihre Wirkung nicht. Augenblicklich taumelten die in vorderster Reihe stehenden Männer zurück und starrten ernüchtert mit verglasten Augen auf den würdigen Mann, der nach immer unentwegt und mtt hochgehobener Rechten dastand.
„Sie sind HexenI"
„Sie müffen daran glauben!"
„Sie haben ben Jürgen Wending verhext!"
„Sie haben meinen Sohn in ben Tod getrieben!* schrie da wieder der Wendingbaner und drängte fich in die vorderste Reihe
„Ihr seid Narren — hirnverbrannte, blöde Narren!" schrie der Pfarrer mit einer wahren Donnerstimme dagegen. „Und ich sag' Euch noch einmal, diese beiden Frauen stehen unter meinem Schutz, — der Herrgott, der über un« allen steht, der hat mich hergesandt, um fie zu schützen vor Eurem verbrecherischen Wahnfinn, — und hört er noch einmal: wer fie zu lästern und zu mißhandeln wagt, den spreche ich selbst aus dem Totenbette nicht lo» — den laß ich nimmer vor den Tisch de« Herrn treten — der ist verdammt und verflucht in alle Ewigkeit!"
Da brach sich plötzlich der Zorn der bethörter Menge, wie der Blitzstrahl am nächtlichen Himme dahinschwindet, nachdem er verderbenbringend die Wett burchsprüht. Der alle Pfarrer merkte ben <•*
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Slattt», sowie die Annoncen-Bureaux von tzaasenstei» u. Vogler in yyiY- CV/türA Frankfurt i. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AA1A. 111)10. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München m Köln; @. L.
Daube «, Co. iu Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, PariSi
Me^ern^^uatt'ü.WannemmtS^P^tt'M dKExpr- Marburg,
M SS Srß-Ägeld^E" JnseriNttn^^d^r W -espalttm Sonntag, 11. März 1894
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Erstes Blatt.
Wochen-Rückblicke.
* Marburg, 10. März 1894.
Etwas länger, als angenommen war, zieht sich im Reichstage die große Entscheidung hin, welche über den neuen deutsch russischen Handelsvertrag zu fällen ist. Der Beginn der Osterferien rückt bedenklich nahe, aber die parlamentarische Maschine arbeitet noch immer mit solcher Kraft, als ob mir nichts am Schluffe, sondern am Beginne eines Session sabschnitteS ständen. Der oft recht stürmische» ersten Lesung des Handelsvertrags ist eine ruhige Erörterung in der Kommission gefolgt; aber wenn auch der Verttags- enlwurf schließlich angenommen unb ber Ton ber Debatte ein ruhiger gewesen ist, ausgeglichen ftnb die bestehenben Gegensätze doch nicht, unb fie werben bei den noch ausstehenben Verhandlungen im Reichstage selbst von Neuem zutage treten. Die Annahme des vielumstrittenen VerttageS ist jedoch, daran kann nicht mehr gezweifelt werben, entschieden. Entschieden find auch die mit dem Handelsverträge im Zusammenhänge stehenden bebentiamen wiitschoftliche» Frngen: die Aufhebung der Staffeltarife für landwirtschaftliche Produkte auf den preußischen Staatsbahnen hat die Regierung bereits beschlossen, und zu gleicher Zeit hat sich auch der Reichstag in seiner großen Mehrheit mit der Aushebung des Identitätsnachweises bei der Getreideausfuhr einverstanden erklärt. Weiterhin hat bei Reichstag den Militiretat und den Maiiueetat duichberaten und angenommen. An Ver- küizungen bei verlangten Bewilligungen hat es nicht gefehlt. Dieselben waren erheblicher unb umfangreicher, als ben Vertretern der beiden Verwaltungen lieb war. Die Beratungen nahmen einen sehr breiten Raum i» Anspruch. Beim Militäretat war eS namentlich ttagische Geschichte des Generals Kirchhoff, über die durch mehrere Reden des Kriegsministers in dankens- werter Weise Aufklärung geschaffen wurde. Beim Marineetat bildete natürlich daS Unglück auf dem Panzerschiff „Brandenburg" in erster Reihe de» Gegenstand einer ausführliche» Besprechung.
Das preußische Abgeordnetenhaus widmete fich der Etatsberatung. Der schleppende Gang derselben veranlaßte den Vorfitzende» zu der Drohung, er werde nächstens Abendfitzunge» abhalten, wenn das nicht bester werde. DaS Hans antwortete darauf mit dem Rufe: „Aber nur für daS Zentrum nnd die Polen allein l" nnd legte damit Zeugnis ab, wen